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Alt 21.02.2018, 14:43   #11
paschosch
Neuling
 
Registriert seit: 2011
Beiträge: 20
Standard

Nachdem es ja schon eine Weile her ist, wollte ich heute nur kurz berichten wie es mit dem kleinen Kater weiter ging. Danke auch an Tadi für Ihre hilfreichen Ratschläge.
Der kleine Kater ist aus Mangel an besseren Optionen bei mir geblieben. Bis Weihnachten musste er täglich Medikamente gegen seinen Pilzbefall bekommen. Das Medikament habe ich relativ gut in ihn reinbekommen, da es danach auch immer lecker Dosenfutter gab und er sich deshalb leichter einfangen ließ. Dann war er mal für einen Monat fit. Bis er dann ganz plötzlich total erkältet war. Er war so krank, dass er seine verklebten Augen nicht mehr aufmachen konnte und völlig orientierungslos und schwer röchelnd durch die Wohnung tappte. Seit September, seitdem ich ihn gefunden hatte, bin ich nun Stammgast beim Tierarzt. Da sein Immunsystem immer noch so schwach ist, konnte er auch bisher weder geimpft noch kastriert werden. Die Erkältung hat er nun auch überstanden und wir warten auf die nächste Krankheit.
Ein Lichtblick ist – mit meinen beiden alten Katern versteht er sich, trotz des Altersunterschieds, inzwischen echt gut. Die drei spielen viel zusammen, einer liegt immer in der Nähe des anderen und er wird sogar oft von den beiden älteren geputzt. Obwohl er natürlich jung und verspielt ist, ist er eher träge. Er ist ja jetzt schon über ein halbes Jahr alt, konnte aber dennoch bis vor ein paar Wochen nicht auf einen Stuhl springen. Das kann er inzwischen, allerdings sind ein Tisch, oder einfach die Arbeitsplatte in der Küche immer noch in unerreichbarer Höhe. Das ist wiederum praktisch für meine Kater, haben die keine Lust mehr auf seine Annäherung, schlafen die einfach mal auf der Kommode, „ätsch, kommst Du eh nicht hoch“. Er liebt das Spiel mit der Spielangel, aber wenn mein 14-jähriger Kater mitspielt, merkt man deutlich wie wenig Energie der Kleine immer noch hat. Obwohl mein Kater ja doch schon ein Senior ist, spielt er viel wilder und ausdauernder als unser kleiner, neuer Mitbewohner.
Sein Charakter ist leider nicht sehr einfach. Inzwischen frage ich mich ob er nicht schon ein bisschen älter als 6 Wochen war, als ich ihn krank auf der Straße fand. Nachdem es ihm wieder besser ging und er endlich genug Kraft zum Weglaufen hatte, wurde er quasi wild. Es hat mich wirklich sehr viel Zeit gekostet ihn mit langsamen Annäherungen und viel Spielangel-Schwenken relativ zahm zu bekommen. Er ist immer noch auf gar keinen Fall mit meinen Kuschel-Experten-Katern vergleichbar. Sitze ich abends auf der Couch, kommt er schnurrend an und lässt sich zwei Minuten streicheln. Dann schnurrt er hingebungsvoll. Stets ändert sich aber bald sein Blick, als würde er denken „OMG – was tue ich da“ und er springt davon. Außer von mir lässt er sich von niemandem anfassen und auch vor mir rennt er davon, wenn ich einfach so durch die Wohnung laufe, oder gar die Dreistigkeit besitze eine Jacke aus- oder anzuziehen, die Wäsche durch die Wohnung trage usw. Alls was er nicht kennt, alle schnellen Bewegungen, alles versetzt ihn in Panik. Ich habe mir angewöhnt im Haus alles in Zeitlupentempo zu erledigen, um ihn nicht noch mehr zu verschrecken. Ich hoffe ich löse hier keinen Shitstorm aus wenn ich sage: Bewusst hätte ich mir so eine scheue Katze nicht angeschafft. Ich bin nicht gerade der geduldigste Mensch, aber er ist jetzt hier und er hat ein gutes Zuhause verdient. Obwohl es mir oft schwerfällt, ich erwarte nichts von ihm und lasse ihm das Tempo das er braucht.
Ein absoluter Vorteil an ihm ist allerdings sein sehr ruhiges Wesen. Er ist komplett kompatibel mit meinen älteren Katern, springt nirgendwo hoch, wirft also auch nichts runter, ist anstandslos stubenrein und hat überhaupt gar kein Bedürfnis nach draußen zu wollen. In letzter Zeit wirkt er mehr und mehr rundlich-kompakt und erinnert von der Statur her sehr an eine BKH. Vielleicht ist er ja wirklich ein BKH-Mix, was vielleicht auch den ruhigen Charakter erklären würde.
Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass er noch ein wenig zutraulicher wird und das Streicheln und das Zusammensein mit Menschen mehr genießen kann. An eine Vermittlung denke ich nicht mehr. Die Zusammenführung mit meinen Katern ist durch und er ist von beiden akzeptiert und in die Gruppe aufgenommen.
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Alt 06.03.2018, 10:34   #12
Lehmann
Erfahrener Benutzer
 
Lehmann
 
Registriert seit: 2016
Beiträge: 722
Standard

Ich habe auch so eine kleine "Wilde", ich darf sie nur streicheln, wenn sie selbst zu mir kommt. Also die Idee, die Katze auf den Schoss zu nehmen und eine Runde zu kraulen, findet sie unmöglich übergriffig. Ich kannte das vorher von meinem Kater ganz anders. Den konnte man jederzeit kraulen, er fand`s fast immer toll.
Meine Mila ( die kleine Wilde ) hat mich früher auch direkt gekratzt und ist auf die Hände losgegangen, wenn ihr etwas nicht passte. Dies geschah auch während des Kraulens, wobei sie, und das merkte ich erst später, allerdings zuerst mal kleine Signale gab, dass nun genug ist mit Kraulerei. Das war und ist z.B. Zucken mit der Schwanzspitze oder auch ein ganz sanftes vorsichtiges Knabbern an den Fingern. Du hast ja auch bei deinem den "komischen" Blick bemerkt, wenn er genug hat. Wenn ich Mila`s "Warnsignale" augenblicklich beachte, ist alles gut und sie zieht sich dann entweder zurück, oder putzt sich und geht dann.

Das das mit den TA-besuchen dann nicht so einfach ist, ist klar. Ich würde mir den Kennel irgendwo aufbauen, wo ich bequem drankomme und das am besten schon am Vortag, den Kater ohne Komentar hochnehmen und schnell eintüten.

Wenn er dir in die Hand beisst oder kratzt, solltest du in laut rügen und im wahrsten Sinne des Wortes energisch vor die Zimmertür des Raumes, indem du dich befindest, schicken. Dann das kleine Monster 1-2 Min. draussen "abkochen" lassen, bevor du ihn wieder herein bittest. Bei meiner Kleinen hat das sehr geholfen.
Das Wichigste ist jedoch, von deiner Seite den Druck herauszunehmen. Pack ihn an, wenn du ihn behandeln musst und ansonsten spiel mit ihm, aber lass ihn entscheiden, wieviel Nähe er möchte.
Viel Erfolg, und bei mir hat`s ungefähr ein Jahr gedauert, bis wir uns aufeinander eingespielt hatten.
__________________
Liebe Grüsse Elke



Seelenkater Lehmann

Geändert von Lehmann (06.03.2018 um 10:39 Uhr)
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