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Alt 17.05.2018, 12:23   #11
Irmi_
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Irmi_
 
Registriert seit: 2017
Ort: Vorarlberg
Beiträge: 1.460
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Also bei Katzen hab ich den Eindruck, dass die Meinung, sie wären Einzelgänger auch von Erfahrungen mit gescheiterten Zusammenführungen her rühren. Hier im Forum schlagen ja auch oft Leute auf, bei denen Es Probleme wegen "blöden" Konstellationen gibt. (Alte Katze + Kitten z.B)
Wie viele von denen, bei denen es nicht klappt suchen kein Forum auf und geben einfach ein Tier wieder ab und Schluss? Ich denke, die sind mehr als die, die nachfragen.
Und weil man seine Ruhe haben will versucht man es dann normalerweise auch nicht noch Mal.
__________________
Grüße,
Irmi, Ebony und Magdalena mit Nachbarskater Amadeus und der tollen Patenkatze GroCha's Irmi


Einzelkatzen-Erfahrungen
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Alt 06.06.2018, 10:48   #12
Liloe
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 2009
Beiträge: 190
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Als Kaninchenhalterin möchte ich auch mal dazu etwas schreiben:
Es ist richtig: Leider ist die Erkenntnis, dass Kaninchen nicht in Käfige gehören, bei Weitem noch nicht bei Jedem angekommen

Die Formel: Viele Kaninchen im Freilauf = glückliche Kaninchen ist so aber leider(!) auch nicht per se richtig. In Kaninchengruppen herrscht eine Hierarchie und eine stete Dynamik. Letztere insbesondere dann, wenn immer wieder Tiere die Gruppe "verlassen" (meist leider aus traurigem Anlass) und/oder neue hinzukommen. Dann wird die Rangordnung jedes Mal wieder aufs Neue festgelegt und das verursacht Stress bei den Tieren. Ich hatte in solchen Perioden z.B. deutlich anfälligere Tiere für Parasitenbefall (Milben, Hefen, Kokzidien etc.).
Auch in "ruhigen" Phasen ohne Neuzugänge kam es jedoch mitunter leider auch zu Reibereien, z.B. wenn eines der "Leittiere" (das männliche oder auch das weibliche) schwächelte. Mehrmals ist es in den ganzen Jahren dann vorgekommen, dass das Leittier "vom Thron gestoßen" wurde, und zwar weißgott nicht immer sanft... Früh- und Spätkastraten bei den Böcken war auch immer so ein heikles Thema bei der Gruppenhaltung...

Wenn dann eines der Tiere nachhaltig aus der Gruppe geflogen war (teilweise ziemlich blutig...), stellte sich die Frage: Das Alttier behalten (und ein neues Tier als Partner anschaffen) oder das Alttier abgeben? Dann die Frage: Wer nimmt ein altes, teilweise krankes, teilweise sogar medikamentenpflichtiges, pflegeintensives Kaninchen und gibt ihm sein Gnadenbrot? Schwierig... nicht unmöglich, aber schwierig...
Die häufigste Option für uns war dann: Neuzugang, Vergesellschaftung und behalten. Dadurch wurden es dann mit der Zeit immer mehr Tiere, immer mehr "Gruppen" (wobei dann eine "Gruppe" mitunter nur aus einem Pärchen bestand) und immer mehr Platzbedarf. Und, ach ja, immer mehr Zeitaufwand, immer höhere Kosten usw.
Dann wurden kurz hintereinander unsere drei Kinder geboren und seitdem ist klar: Die Zahl der Kaninchen muss wieder sinken. Schwer(st)en Herzens gebe ich seitdem jedes Tier ab, das aus der Gruppe fliegt. Bei einem bin ich noch so sehr am Hadern, wissend, dass ich für ihn eine Lösung finden muss und ein Verbleib hier dauerhaft keinen Sinn macht.
Jede Abgabe belastet uns als Besitzer, aber natürlich auch das Kaninchen. Nun ist es bei uns(!) so, dass wir keinen derart engen Bezug zu unseren Kaninchen haben, wie zu unseren Katzen. Unvorstellbar wäre es, wenn wir über eine Abschaffung einer unserer Katzen auch nur nachdenken müssten! Sie sind für uns absolut vollwertige Familienmitglieder. Was also tut man, wenn man Katzen möglichst artgerecht in Gruppen- oder Partnerhaltung halten möchte, es jedoch schief läuft? Was macht eine Abgabe dann mit einem Tier, das sich so viel enger an den Menschen bindet als die meisten Kaninchen? Was macht sie mit den Menschen, die dieses Tier lieben? Mit den Kindern, was lebt man ihnen vor?
Das soll jetzt bitte nicht als Plädoyer für Einzelhaltung per se verstanden werden! Bezogen auf Kaninchen bin ich jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass es Tiere gibt, die sich mit einem ruhigen Partnertier wohler fühlen als in einer Gruppe (ab 3 Tieren) oder gar Großgruppe. Bzgl. Katzen bete und hoffe ich, dass uns eine Abgabe auch weiterhin erspart bleiben wird und -ich bin ehrlich - schließe nicht kategorisch aus, dass ich zumindest auf Zeit Einzelhaltung betreiben würde (z.B. wenn von einem alten Geschwisterpaar irgendwann nur noch ein altes, kränkliches Tier verbleibt, dem ich einen Neuzugang inkl. Vergesellschaftung nicht mehr zutrauen würde).

Relativ oft findet man in den Kleinanzeigen bei den Abgabekaninchen als Begründung, das entsprechende Tier verstehe sich nicht mit den anderen. Oder es werden mehrere Tiere abgegeben, jedoch alle einzeln gehalten (und einzeln inseriert), weil es eben gekracht hat. Klar haben die Besitzer oft Vergesellschaftungsfehler gemacht. Aber manche Tiere sind halt eben auch... schwierig...

Viele Grüße,
Liloe
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Alt 06.06.2018, 11:11   #13
Nebelkraehe
Erfahrener Benutzer
 
Nebelkraehe
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 151
Standard

Ich denke auch, dass es viel mit “von früher“ zu tun hat, wo wenige Katzen nur in der Wohnung gehalten wurden.

Gleichzeitig haben Katzen eben den Ruf, eigensinnig zu sein und schonmal seltsames Verhalten an den Tag zu legen. Da kommt man bei dem komischen Verhalten der eigenen Katze nicht darauf, dass vielleicht ein Partner fehlt.

Und wenn man dann doch Gesellschaft holt, “vertragen“ sie sich nicht.

Bei meinen Ratten war die Vergesellschaftung nach Vorbereitung eine Sache von 15 Minuten, und das waren alte Mädels und alte Böckchen.

Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass viele Katzenhalter eher Einzelgänger sind und man dann von sich auf das Tier schließt.

Ich stimme aber zu, bei Kaninchen wissen zumindest Tierarzt und Tierheimmitarbeiter, i.d.R. dass man sie nicht allein hält... bei Katzen nicht.
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Stichworte
einzelhaltung, hasen, kaninchen, katzenhaltung, meerschweinchen


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