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Alt 20.05.2017, 11:39   #191
Mata
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Standard Vogel im Wohnzimmer

Ein junger Star hatte sich ins Wohnzimmer verflogen. Wir haben hier eine ganze Horde von Staren, die auf dem Rasen und in der Hecke "weiden", und er ist offensichtlich abhanden gekommen. Ich bekam es nur mit, weil ich aus dem Zimmer etwas holen wollte. Ganz in der Ecke hinter dem Vorhang saß der arme Kerl und Biene in einem Meter Abstand davor. Eine Menge Federn lagen im Wohnzimmer, so dass ich erst dachte, sie hätte ihn gefangen und reingeschleppt.

Das glaube ich aber nicht mehr, weil sie sofort auf mich zukam und freiwillig mit mir aus dem Zimmer ging. Ich habe dann auch nicht mit ihr geschimpft, eine Katze KANN das nicht verstehen.
Mein Mann hat dann den Vogel mit aller Vorsicht aus dem Zimmer eskortiert, er hat nochmal wild geflattert und Federn verteilt und flog dann ab. Ich hoffe sehr, der arme Kerl hat den Schock überwunden und nicht doch irgendwelche inneren Verletzungen.
Ganz früher hat ein Kindheitskater mal einen Specht angeschleppt. Der sah ganz unverletzt aus und lag dann doch am nächsten Morgen tot im Garten und muss innere Verletzungen gehabt haben. Mein kleiner Bruder war damals fix und fertig, und es wurde eine große Beerdigung abgehalten.

Es wird wahrscheinlich nicht ausbleiben, dass auch Biene irgendwann einen Vogel erwischt, im Garten ist sie schon schwer an ihnen interessiert. Das machte jetzt aber eher den Eindruck, dass sie nicht so ganz weiß, was sie dann mit dem Federvieh anfangen soll.

Vorletzte Nacht schliefen wir mit offenem Fenster und irgendwann schrien im Wald auch Vögel ganz jämmerlich um ihr Leben. Katzen, Marder, Waschbären. Ich weiß, es ist die Natur, aber es ist ganz hässlich anzuhören und anzusehen, und man kann nichts tun.

Die Katzen von den Nachbarn sind ja recht scheu und laufen eigentlich sofort weg, wenn man auf sie zugeht. Da sie es sich langsam zur Angewohnheit machen, direkt an der Vogelfutterstelle getarnt zu liegen, mache ich mir das zunutze und verscheuche sie, indem ich einfach da hingehe. Richtig mit Lärm wegjagen möchte ich sie nicht, das macht man nicht, und das möchte ich ja auch nicht, dass das jemand mit Biene macht. Ich kann auch nicht verhindern, das Katzen Vögel jagen, aber direkt unter dem Futterhaus muss keine Katze liegen, das ist ja quasi wie ein Buffet.
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Marianne mit Einzelprinzessin Biene (* vermutlich 2004)
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Alt 20.05.2017, 12:42   #192
Brickparachute
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Oh, da kann ich Deine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen! Hoffen wir mal, daß der Star davon gekommen ist. Natürlich ist es die Natur, aber wie Du sagst - man möchte das nicht hören und gar noch sehen müssen. Sehr lieb, daß Ihr dem Specht damals ein Begräbnis gegeben habt, vielleicht fühlte sich Dein kleiner Bruder dann wenigstens etwas besser....

Bei uns in der Siedlung hat eine Familie eine Idee gehabt, die fand ich gar nicht schlecht. (Aber ich weiß, nicht überall machbar und nicht überall erwünscht....) Als sie merkten, daß die Freigänger um die Vogelhäuschen (auf doch recht hohen Pfählen angebracht) campierten, brachten sie in vernünftigem Abstand zum Boden am Pfahl eine zweite Platte an (eigentlich einen Kreis, der quasi auf den Pfahl draufgefädelt wurde) und somit fiel das Vogelfutter, das die obere Etage heraus warf oder scharrte, nicht unmittelbar auf den Boden, sondern auf diese Zwischenplatte und wurde dort von der nächsten Partie Vögel aufgepickt. Besonders leicht sind sie ja zu erwischen, wenn sie grad am Boden picken, da passen sie anscheinend nicht so gut auf, was an sie dranschleicht. Das hat wirklich was gebracht. Aber mag auch nicht ein Jeder oder er ist kein Bastler.....

Biene, die brave, ist gleich mit Dir aus dem Raum gedackelt. Nachdem der Star anscheinend ordentlich geflattert hatte - wer könnt es ihm verdenken - und den gelassenen Federn nach zu schließen, wer weiß, ob er ihr nicht doch ein wenig zu merkwürdig erschien, sodaß sie ihn mehr bewachte, als bedrängte und es zu keinen Verletzungen kam.

Da hattet Ihr ja schon ein Abenteuer, puh!
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Alt 21.05.2017, 11:33   #193
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Zitat:
Zitat von Brickparachute Beitrag anzeigen
Bei uns in der Siedlung hat eine Familie eine Idee gehabt, die fand ich gar nicht schlecht. (Aber ich weiß, nicht überall machbar und nicht überall erwünscht....) Als sie merkten, daß die Freigänger um die Vogelhäuschen (auf doch recht hohen Pfählen angebracht) campierten, brachten sie in vernünftigem Abstand zum Boden am Pfahl eine zweite Platte an (eigentlich einen Kreis, der quasi auf den Pfahl draufgefädelt wurde) und somit fiel das Vogelfutter, das die obere Etage heraus warf oder scharrte, nicht unmittelbar auf den Boden, sondern auf diese Zwischenplatte und wurde dort von der nächsten Partie Vögel aufgepickt. Besonders leicht sind sie ja zu erwischen, wenn sie grad am Boden picken, da passen sie anscheinend nicht so gut auf, was an sie dranschleicht. Das hat wirklich was gebracht. Aber mag auch nicht ein Jeder oder er ist kein Bastler.....
Ich habe den Abstand nicht so richtig, weil ich Futtersäulen in einen Baum hänge, etwa 1,50 über dem Boden. Da müsste die Platte , sagen wir bei 80 cm drunter, das wird schwierig, weil es auch am Hang ist. Zumal, wenn die Platte zu hoch ist, die reinen Bodenfresser wieder nichts abbekommen. Die finden das ja an und für sich gut, dass sie getarnt von Gebüsch und tiefen Ästen fressen können. Ich muss beobachten und überlegen. Eventuell gibt es zum Winter doch noch ein Häuschen.
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Marianne mit Einzelprinzessin Biene (* vermutlich 2004)
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Alt 21.05.2017, 11:44   #194
Brickparachute
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Das verstehe ich. Das paßt nicht in jedem Fall....
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Alt 21.06.2017, 12:30   #195
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Biene geht es blendend, und auch bei dieser großen Hitze zieht sie es vor, den ganzen Tag draußen zu schlafen. Die Steine dienen dann immer mal zur Abkühlung.




Gras hat sie jedenfalls zu Genüge:



Am Abend in der Dämmerung wird sie immer kirre, wenn sie in den Tiefen des Gartens Tiere sieht und hört, die wir gar nicht wahrnehmen. Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, haben wir an einigen Stellen nochmal einen Sichtschutz angebracht, der sie etwas beruhigen soll und zugleich unseren Netzzaun schützt. Wenn allerdings in den Gebüschen dahinter Mäuse herumklettern, um an die schmackhaften Beeren zu gelangen, nützt alles nichts, da erwacht der Jagdtrieb. Es hat sich aber noch keine hinein verirrt, dafür leben Falter sehr gefährlich und Vögel werden nach Kräften verjagt.




Uns geht es also gut, und wir genießen den Sommer. Einzig dass wir ihre Kinnakne in diesem Jahr nicht in den Griff bekommen, nervt. Aber es ist meistens ein kosmetisches Problem, entzündet ist es so gut wie nie. Trotzdem habe ich gestern unserem TA deshalb mal eine Mail geschrieben, ob er eine Idee hat, was man noch machen könnte. Einen Besuch in der Praxis möchte ich ihr und dem TA-Team eigentlich ersparen...
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Alt 21.06.2017, 12:57   #196
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Wunderschöne Bilder! Biene im Paradies! Kann man sich vorstellen, daß da in der Dämmerung allerhand zum Leben erwacht und die guten Ohren von Biene nehmen das natürlich alles wahr! Geht sie eigentlich dann auch mal freiwillig rein, wenn Ihr Euch zu Bett begebt, oder müßt Ihr sie stampern?

Kinnakne hatte einmal eine unserer Katzen. Glücklicherweise liebte sie es, sich an einer kleinen Barbie-Haarbürste mit dem Kinn zu schrubbern, so ging das dann wieder weg. Behandeln in dem Sinne mußten wir es nicht. Was bekommt man denn dafür? Salbe? Stelle ich mir sehr unpraktisch vor, erst das leidige Aufbringen und dann das Herunterputzen der Katze, denn das gefällt ihr ja bestimmt nicht, dort dran was pappen zu haben. Ich drücke die Daumen, daß der TA noch eine gute Idee hat!
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Alt 21.06.2017, 13:10   #197
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Ich behandle die Akne mit einer Zahnbürste, manchmal muss man auch etwas abpulen. Und dann kommt verdünnte Calendula-Essenz zur Deinfektion drauf. Die Akne kann sich halt ausbreiten und auch auf Lippen und Zahnfleisch überspringen und sich so richtig entzünden. Dann gibt es wohl Antibiotikaspritzen und Medikamente, weil es wohl mit einem geschwächten Immunsystem zusammenhängen kann. Manche Katzen haben das aber einfach auch, z.B. bedingt durch die Jahreszeit. Porzellannäpfe benutzen wir, Metall und Plastik ist ja auch nicht so toll dafür.

Wir müssen Biene meistens reinholen, und dann ist sie von 24 Uhr bis 7 Uhr drin. Manchmal kommt sie von alleine, wenn wir schon im Bett liegen und die Tür noch auf ist. Da wir nachts aber auch alle Jalousien und Fenster schließen (Waldrand, abseits gelegen ... Einbruchsgefahr) muss sie dann irgendwann rein. Und so ganz unbeaufsichtigt, das trauen wir uns dann doch nicht.Bzw. Wir vertrauen dem Zaun und ihr einfach nicht zu 100%, das kostet mich dann zu viel Nachtschlaf.
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Geändert von Mata (21.06.2017 um 13:12 Uhr)
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Alt 21.06.2017, 13:11   #198
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Nachtrag: Eben rief mich unser TA an. Er schickt ein Rezept für eine Lösung, die wir auftragen sollen. Wenn die auch nicht hilft, gibt es eine Lösung, die ein Antibiotikum einhält. Ich hoffe, das klappt jetzt.
Beine ist auch zunehmend unwillig, wenn wir an ihr Kinn wollen.
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Alt 21.06.2017, 13:27   #199
Brickparachute
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Zitat:
Zitat von Mata Beitrag anzeigen
Nachtrag: Eben rief mich unser TA an. Er schickt ein Rezept für eine Lösung, die wir auftragen sollen. Wenn die auch nicht hilft, gibt es eine Lösung, die ein Antibiotikum einhält. Ich hoffe, das klappt jetzt.
Beine ist auch zunehmend unwillig, wenn wir an ihr Kinn wollen.
Ja verstehe ich. Darf gar nicht denken, wie ich mich unpopulär machen müßte, wenn unsere zwei Hiasln die Behandlung bräuchten. Aber hilft halt nicht.

Alles Gute für die Anwendung und den Behandlungserfolg!
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Alt 14.07.2017, 22:13   #200
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Standard Auge in Auge mit dem Waschbär

Biene lebt in der Wildnis, und inwieweit sie das begreift, weiß ich wirklich nicht. Kürzlich beobachtete ich sie in der Dämmerung vom 1. Stock aus. Sie benahm sich genauso, wie sie es tut, wenn ich mit ihr mit der Angel spiele. Anjagen, abdrehen, mit den Hinterbeinen scharren und mit dem Hintern wackeln kurz vor dem Sprung. Kein aufgestelltes Fell, keine Abwehrreaktionen.

Ich fragte mich natürlich, worauf sie reagiert. Es war nichts zu sehen und für mich auch nicht zu hören. Bis sich plötzlich aus dem Gebüsch ein nicht ganz kleiner Waschbär schob und dem Netzzaun näherte

Sie standen sich fast Nase an Nase gegenüber. Offensichtlich herrschte auf beiden Seiten große Neugierde. Angst gab es keine, jedenfalls keine sichtbare. Was die wohl von einander gerochen haben?
Ich nahm natürlich meine Beine in die Hand, Treppe runter, raus in den Garten. Katze geschnappt und rein. Mein Mann vertrieb inzwischen den Bären mit viel Theater, der sich aber ziemlich freiwillig und friedlich trollte.

Waschbären möchten sich bitte nicht bei uns einnisten, die brauchen wir wirklich nicht. Im Wald ist genug Platz und am See erst recht. Das sind rechte Plagegeister.

Biene wiederum war sauer, dass sie den Rest des Abends nicht mehr rausdurfte. Womöglich haben wir jetzt auch eine Erklärung, warum das Netz mal ein Loch hatte?! Seitdem - der Vorfall ist einige Tage her - ward aber kein Bär mehr gesichtet.

So viel Natur hier, echt. Heute Morgen haben zwei Mini-Fliegen auf meiner Brille Liebe gemacht Wo bin ich hier hingeraten???!!!
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Marianne mit Einzelprinzessin Biene (* vermutlich 2004)

Geändert von Mata (14.07.2017 um 22:19 Uhr)
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