Katzen Forum Fotowettbewerb Pets Nature

  Katzen Forum > Allgemeines Forum > Katzen Sonstiges

Katzen Sonstiges Alles was in keine der anderen Kategorien passt

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 08.03.2015, 15:26
  #1
echo
Forenprofi
 
echo
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 1.627
Standard Farblexikon

Hallo!

Zum "Farbenthread" gesellt sich jetzt auch noch ein kleines "Farblexikon", was die Farben der Stubentiger angeht. Das hier ist dann quasi so als Überblick und Nachschlagethread gedacht. Fragen und Diskussionen sollte es dann eher im anderen Thread geben.

(Also hier bitte - erstmal - nix reinschreiben, dieMiffy und ich erstellen jetzt mal diesen Überblick und dann gucken wir weiter. )


Dann fang ich mal an... grundsätzlich gibt es bei Katzen nur zwei Farben, Rot und Schwarz. Alles andere, also blaue Katzen, Silberlinge und so fort, entsteht durch andere Gene, die quasi zu bestimmten Modifikationen führen.

Die Gene treten immer paarweise auf. Katzen bekommen da einen Teil von der Mutter und einen Teil vom Vater. Bleiben wir mal bei den Grundfarben Rot und Schwarz.

Und gehen wir jetzt mal von einem schwarzen Kater (oder einer schwarzen Katze) aus. Schwarz gehört - logischerweise - zur Schwarzserie (Braunserie). Das Gen sitzt am Genort B und bei Katzen sind drei unterschiedliche Allele an diesem Genort "wichtig". Die stehen für die "Grundfarben" der Schwarzserie: Black, Kastanienbraun (Chocolate) und Zimtfarben (Cinnamon). Die drei Allele unterscheiden sich in ihrer Dominanz. Black dominiert über Chocolate und Cinnamon, Chocolate dominiert über Cinnamon, ist aber rezessiv gegenüber Black. Und Cinnamon ist rezessiv gegenüber Black und Chocolate.

Die Katze Cookie von Anna_Boleyn hat die Farbe Chocolate.


Kater Kaba Kasimir (gehört LexiFee) ist Cinnamon.


(Rezessiv kann man sich quasi so vorstellen, dass die jeweilige Info - zB die Info für Cinnamon - von beiden Elternteilen kommen muss. Ist die Katze Cinnamon und der Kater reinerbig Black, dann kommen da nur schwarze Kitten raus.)

Was die Schwarzserie noch modifiziert, aber nur Norwegische Waldkatzen betrifft, ist Amber. Da wird Schwarz durch ein eigenes Gen zum namengebenden Amber aufgehellt. Die Katzen werden dunkel geboren und dann im Laufe ihres Lebens heller.

[Bilder]

Guckt man sich dagegen eine rote Katze an, dann gehört die - wieder logisch - in die Rotserie. Das Gen für Rot sitzt ganz wo anders als das für Schwarz (Genort O). Es gibt zwei Allele, das eine steht für "Rot" und das andere für "Nicht-Rot". Besitzt die Katze das Allel für "Nicht-Rot", dann wird die Schwarzserie schlagend und es gilt das oben schon erwähnte. Besitzt die Katze das Allel für "Rot", dann ist sie Rot. Das Rot-Gen maskiert also die Allele der B-Gruppe (sowie die Gene für Non-Agouti (=ohne Muster)). Außerdem ist das Rot-Gen geschlechtsgebunden, sitzt also am X-Chromosom. Kater haben davon nur eines und können deshalb nur entweder ganz rot sein oder gar nicht rot. Katzen haben zwei X-Chromosomen und können somit die Indo für "Rot" und "Nicht-Rot" zugleich haben, das sind dann Torties und Torbies.

Kater Pepi von dieMiffy hat ganz eindeutig die Info für "Rot" mitbekommen. Er ist ein Red Spotted-Tabby.


Soweit so gut, das wären jetzt mal die Infos, wie Katzen quasi überhaupt zu ihren Farben kommen. Jetzt ist es natürlich so, dass Katzen nicht nur "nur" Schwarz oder Rot sind, sondern auch mal Cremefarben, ein Tigermuster haben oder eben auch gar kein Muster. Für all diese Veränderungen sind wiederum verschiedene Gene verantwortlich.


Fangen wir mit den gemusterten und nicht gemusterten Katzen an. Das "Versuchskaninchen" ist wieder eine schwarze Katze, zuerst mal ohne Muster. Das ist dann eine Black Solid. Der Ausdruck "Solid" beschreibt, dass sie kein Muster zeigt. Das kommt daher, dass die Katze zweimal (von beiden Elterntieren mitbekommen) die Info für "Non Agouti" trägt. Non Agouti ist gegenüber Agouti (=mit Muster) rezessiv, es muss also von beiden Elternteilen kommen, damit die Katze diese Information auch zeigen kann.

Franz von dieMiffy ist ein langhaariger Black Solid Kater. Er zeigt kein Muster im Fell, sondern ist "einfach nur" schwarz. (Das Foto hat Rayve gemacht.)


Hier sind wieder die roten Katzen eine Ausnahme, die Information für Non Agouti wird ja vom Rot-Gen maskiert. Deshalb gibt es auch keine vollständig roten Katzen. Selbst wenn die Information für Non Agouti da ist, zeigt die Katze eine mehr oder weniger starke Geisterzeichnung.

Gigs ist beispielsweise ein Red Solid, trotzdem nicht vollständig dunkelrot, sondern mit helleren und dunkleren Stellen. Er zeigt die sogenannte Geisterzeichnung.


Kater Noc von YunaNox ist Blue. Gerade bei hellem Licht kann man erkennen, dass auch er eine Geisterzeichnung an den Beinen zeigt. Nur ist die viel schwächer als bei roten oder cremefarbenen Katzen.


Bekommt die Katze dagegen von beiden oder einem Elternteil das Gen für Agouti mit, dann zeigt sie ein Muster. (Ein Elterteil reicht, da Agouti ja dominant gegenüber Non Agouti ist) Es gibt verschiedene Tabby-Muster:
  • Mackerel (getigert)
  • Classic (gestromt, Rädermuster)
  • Spotted (getupft)
  • getickt (jedes Haar ist mehrfach gebändert)

nickers Nine ist beispielsweise eine Spotted Tabby (Chocolate Spotted Tabby).


Kater Monty (gehört Louis-Monty) dagegen ist ein Classic-Tabby-Kater (Black Siver Classic Tabby), man kann das typische Rädermuster gut erkennen.


Auch die Musterungen variieren in ihrer Dominanz: Ticked Tabby ist dominat gegenüber Mackerel-Tabby und Classic-Tabby, Mackerel ist dominant gegenüber Classic.


Dann gibts wie gesagt auch noch Katzen, die zB cremefarben sind. Da kommt die sogenannte Verdünnung ins Spiel. Genauer sind es zwei Gene, die für verdünnte Fellfarben sorgen, einmal das Verdünnungsgen und dann noch das Gen für modofizierte Verdünnung (Karamelfaktor). Beide Gene sind rezessiv gegenüber dem Gen für "Nicht-Verdünnung", beide Elterteile müssen also wieder die Infos für die verdünnten Farben mitgeben, damit die Kinder sie zeigen können.

Es ergeben sich folgende Verdünnungen:
  • Black zu Blue
  • Chocolate zu Lilac
  • Cinnamon zu Fawn
  • Red zu Cream

Bei Wyomie sieht man gleich zwei verdünnte Farben, Rot wurde zu Creme und Schwarz zu Blau. Sie ist eine Blue Classic Torbie.



Sophie von pezzi64 ist eine Katzendame in Blue Solid.


Mercy von nicker ist eine Lilac-Tortie und zeigt auch zwei verdünnte Farben, Chocolate wurde zu Lilac und Rot zu Creme. Bei ihr überwiegt aber der Lilac-Anteil eindeutig.


Durch die modifizierten Verdünnungen werden die Farben noch heller:
  • Blau zu Caramel
  • Lilac zu Taupe
  • Fawn zu Caramel Fawn
  • Cream zu Apricot
(Liegt der Karamelfaktor reinerbig vor, ist die Aufhellung noch stärker.)

[Bilder]

Der Karamelfaktor ist bei manchen Rassen (wie zB Norwegische Waldkatze oder Maine Coon) nicht zugelassen.


Das war es jetzt erstmal von meiner Seite, Infos und Bilder zu Weißscheckung, Silber und Co folgen noch.

(Quellen sind Wikipedia, Infos von befreundeten Züchtern und die Seite der Manders Maine Coons)

Lg.

Geändert von Irbis (19.03.2015 um 07:30 Uhr) Grund: Name (entsprechend Userwunsch) korrigiert
echo ist offline  
Mit Zitat antworten
Werbung
Alt 08.03.2015, 15:36
  #2
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Point

Als Quelle für meinen Text habe ich das Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken verwendet.

Das Zeichen ^ steht im folgenden Text für hochgestellt, also c^b bedeutet c hoch b.

Die Pointzeichnung wird durch die sogenannte Albinoserie hervorgerufen. Die Albinoserie befindet sich am Genort C und besteht aus den Allelen C, c^b, c^s, c^a, c. Auch hier besteht wieder eine Dominanz entsprechend der Reihenfolge, also C dominiert über alle anderen, c^s dominiert über c^a und c, ist aber rezessiv gegenüber C. c^a dominiert über c, ist aber rezessiv gegenüber C​, c^b und c^s. Eine Besonderheit gibt es zwischen c^b und c^s: Diese beiden Allele verhalten sich intermediär, d. h. bei den Kombination c^b/c^s werden beide Merkmale gleichwertig ausgeprägt, keines dominiert über das andere (siehe Tonkanesen, Ragdoll Mink und Bengal Seal Mink Point).
Die einzelnen Allele bewirken nun folgendes:

C = Vollfarbe
c^b = Burmafärbung
c^s = Siam- oder Maskenfärbung
c^a = Albino (weiß) mit blauen Augen
c = Albino (weiß) mit roten Agen

Die typische Maskenkatzen, wie die Siam, tragen reinerbig c^s/c^s.

Durch die Allele der Albinoserie gibt es eine Melaninsynthesestörung. Die Ursprungsform des Gen's C produziert eine normale Tyrinase (wodurch in mehreren Schritten das Melanin gebildet wird). Die anderen Allele der Albinoserie bewirken eine weniger wirksame Form der Tyrinase bzw. fehlende Tyrinase, was zu reduzierter bzw. ausbleibender Pigmenteinlagerung führt.
Dadurch erfolgt eine Pigmentierung fast ausschließlich an den Extremitäten, da hier die Körpertemperatur niedriger ist als am zentralen Körper. Der gebildete Farbstoff wird also temperaturempfindlich und zersetzt sich durch die normale Körpertemperatur, deshalb bleibt die Katze am Körper weiß bzw. hell. Gefärbt wird also Gesicht, Beine, Schwanz, Ohren und bei Katern die Hoden

Die Handschuhe der Birma haben mit der Maskenzeichnung nichts zu tun. Das ist ein anderes Gen an einem anderen Genort.

Typische Katzenrassen mit Pointfärbung sind Siam, Thai, Heilige Birma, Neva Masquerade (Pointvariante der Sibirier) und Ragdoll. Ebenfalls gibt es Perser und BKH / BLH als Pointvariante, wobei sie bei den Persern als Colourpoint bezeichnet werden.



Katze Mia von Steinhoefel, Siam in Seal Point mit deutlicher Färbung an den Extremitäten Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz

Bei Katzen mit Burma-Maske sieht man z. B. viel mehr von der Farbe am Körper.
Die Maskenkatzen dunkeln während ihres gesamten Lebens noch nach. Dabei gilt, je dunkler die Farbe, desto dunkler wird auch der restliche Körper.

Geändert von dieMiffy (27.12.2016 um 21:54 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2015, 16:26
  #3
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Weiß und Weißscheckung

Wie schon im vorhergehenden Text unter Point genannt, gibt es weiße Katzen, die durch fehlende Tyrinase weiß sind, was man dann als Albino bezeichnet. Diese Katzen sind aber recht selten. Die viel häufiger auftretende weiße Katze ist durch das W-Gen (W = white, Epistatisches Weiß) weiß. Das Epistatische Weiß W ist dominant gegenüber dem nicht-weiß w. Diese Form von Weiß bezeichnet man auch als Leuzismus.

Das Weiß wurde im ersten Beitrag nicht unter den Farben genannt, da es keine Farbe ist Es ist vielmehr das Nicht-Vorhandensein von Farbe bzw. Farbstoff. Das bedeutet, dass epistatisch weiße Katzen also trotzdem auf der Schwarzserie eine Farbinformation haben und zum Beispiel eigentlich schwarz wären.

Der eigentliche Vorgang zum Ausbilden einer Farbe findet im frühen Embryonalstadium statt.
Dabei müssen sich sogenannte Melanoblasten teilen und zu pigmentbildenden Zellen (= Melanozyten) reifen und zu allen Stellen am Katzenkörper wandern und dort jeweils die Pigmentproduktion starten. Ist das Pigment produziert, muss es noch eingelagert werden in die Haare.

Der vom White-Gen nun bewirkte Leuzismus bedeutet, dass die erwähnten pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) komplett fehlen (Katze ist weiß) oder teilweise fehlen (Katze hat Weißscheckung).
Fehlen bedeutet in diesem Fall, dass die pigmentbildenden Zellen nicht gebildet werden können oder sich nicht / nur teilweise teilen können oder dass die Zellen nicht überlebensfähig sind. Das White-Gen verursacht damit vereinfacht gesagt ein Absterben der sich noch teilenden pigmentbildenden Zellen.
Die Augenfarbe von weißen Katzen kann blau, grün, gelb oder auch odd-eyed (zweifarbig) sein. Zur Taubheit von weißen Katzen schreibe ich nochmal später extra etwas.



Kater Lesharo von Sinthari von Traeumerle62 (Deutsch Langhaar), Epistatisch weiß


Damit können wir auch gleich zur Weißscheckung, oder auch Piebald-White-Spotting (S) übergehen.
Die Weißscheckung S ist ebenfalls dominant über Nicht-Weißscheckung s. Wobei man hier von sogenannter unvollständiger Dominanz spricht, da SS eine stärkere Weißscheckung bewirkt als Ss.
Denkt man an Katzen mit Weißscheckung, sind hier sehr viele Variationen möglich, von weißen Pfötchen bis hin zu Van-Färbung (nur noch der Schwanz und obere Kopfteil pigmentiert). Hier sieht man unterschiedliche Stufen der Weißscheckung:


Quelle: http://nofretetes-katzen.de


Wenn die Melanoblasten nicht alle (oder alle nicht) überlebensfähig bzw. teilungsfähig sind, dann lässt sich damit auch erklären, wieso die Weißscheckung oft ein bestimmtes "Schema" hat (häufige Variante der Weißscheckung: weiße Pfötchen). Die noch unreifen pigmentbildenden Zellen entstehen beim Embryo etwa im Bereich der Wirbelsäule und beginnen sich auch von dort aus zu teilen. Dabei gibt es gewisse "Teilungspfade", an denen die Zellen langwandern, welche schon zu einem gewissen Grad variabel sind, aber doch recht festgelegt.

Die Körperstellen, die vom Pigment als letztes erreicht werden sind Pfoten, Brust und Bauch und daher auch als erstes von einem Mangel betroffen (siehe das vorherige Bild).


Katze Mila von Mogli&Mila in Black Mackerel Tabby White ist angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 2


Maine Coon Katze Ioannina von Ioannina in Black White ist angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 3


Kater Mauri von Mautelix in Black White ist angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 4


Black White Kater Jovan (rechts) und Black Mackerel Tabby White Kater Apollo (links) von Rayve, die Weißscheckung von Apollo ist ca. Stufe 6, die Weißscheckung von Jovan ca. Stufe 5


Black-Tabby-White Kater Karlo (Bild von echo), die Weißscheckung ist angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 7


Red-White Kater Peter (Bild von echo), die Weißscheckung ist angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 7-8


Katze Sissi von Kanoute in Black Tabby White, angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 7-8

Platzhalter
Kater Hopey von Jiu in Black White, angelehnt an das Übersichtsbild ca. Stufe 8-9


Immer wieder gibt es auch Katzen mit extrem wenig Weißscheckung:


Dragoncoons Frodo (Maine Coon) von Avari in der Farbe Black (White) mit nur zwei weißen Zehen


Allerdings gibt es hier auch Abweichungen. So gibt es z. B. Katzen mit wenig bis keiner Weißscheckung, die aber eine weiße Schwanzspitze haben.



Calabrone's Serenissima, Norwegische Waldkatze in Black Tortie / White mit geringem Weißanteil und trotzdem weißer Schwanzspitze


Calabrone's Casanova, Norwegische Waldkatze ohne Weißanteil und trotzdem mit weißer Schwanzspitze



Handschuhe (Gloves)

Die Handschuhe der Birma werden nicht durch die klassische Weißscheckung S verursacht, sondern durch ein eigenes Gen G. G bewirkt gloving, also Handschuhe und g bewirkt keine Handschuhe. Die Handschuhe der Birma vererben sich also unvollständig dominant und nur bei GG sind deutliche Handschuhe vorhanden.
Mit dem Gen wird nur bei der Heiligen Birma bewusst gezüchtet, bei der Snowshoe und Ragdoll ist es nicht vorhanden.



Katze Sansara (Sterchen) von Zitronenschale, Heilige Birma in Lilac Point mit weißen Handschuhen


Katze Sansara (Sternchen) von Zitronenschale, Heilige Birma in Lilac Point mit weißen Handschuhen


Der jetzt verfasste Text ist die gegenwärtige Lehrbuchmeinung:
Genort W mit W für epistatisches Weiß und w für nicht-weiß (dominant)
Genort S mit S für Weißscheckung und s für keine Scheckung (unvollständig dominant)
Genort G mit G für Handschuhe und g für keine Handschuhe (unvollständig dominant)


Es gibt jedoch abweichend dazu auch Vermutungen, dass es sich jeweils um den gleichen Genort W handelt und nur Abstufungen von W sind:
W^t = totales Weiß
w^h = viel Weiß (high white)
w^l = wenig Weiß (low white)
w^*= Wildtyp ohne Weiß

oder auch so bezeichnet:
W (dominantes/epistatisches Weiß), w^s ("normales", variables Scheckungsweiß), w^h (high-white/harlequin), w^g (gloves), w (non-white)



Quellen des Textes:
http://www.katzengenetik.com
Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken
Genetics of Pigmentation in Dogs and Cats Christopher B. Kaelin and Gregory S. Barsh (2013)

Geändert von dieMiffy (13.01.2018 um 16:03 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2015, 17:04
  #4
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Silber

Das Silber kommt durch den sogenannten Melanin-Inhibitor I. "Inhibit" heißt verhindern, somit bewirkt dieses Gen eine Verhinderung oder Verringerung von Farbeinlagerung im Haar. Diese unausgefüllten Bereiche des Haares zeigen eine silberweiße Optik und können unterschiedlich stark ausgedehnt sein. Das Inhibitorgen I ist dominant über i (nicht-silber).

Nun werden aber nicht alle Katzen einfach als "Silber" oder "Silver" bezeichnet, die diese Eigenschaft haben, sondern es gibt die Bezeichnungen Smoke, Silver Tabby, Silver Shaded und Silver Shell.

Smoke
Solidfarbene Katzen mit Silber bezeichnet man als Smoke. Eine Katze, die Black und Silber hat, bezeichnet man also als Black Smoke. Schematisch sehen die Katzenhaare durch das Silber so aus:


Quelle: eigene Zeichnung von dieMiffy

Man sieht also, dass der Haaransatz unpigmentiert ist. Die Intensität der Unpigmentierung kann variieren und hängt auch davon ab, ob Silber I reinerbig vorliegt. Wieviel davon unpigmentiert ist, wird in der Bezeichnung bei Solidkatzen nicht näher unterschieden.



Katze Saphira von Sinthari von Traeumerle62 (Deutsch Langhaar), eine recht helle Black Smoke Katze



Katze Lilith von Königscobra, eine recht dunkle Black Smoke Katze, hier sieht man die Stichelhaare an den Vorderbeinen


Der weiße Haaransatz ist bei Königscobra's Lilith deutlich sichbar


Weißer Haaransatz bei Norweger Kater Maks von Traeumerle62


Weißer Haaransatz bei Kater Sammy von Aragon & Co.


weißer Haaransatz bei einer Creme Smoke White Katze Jeanny von *mari*


Silver Tabby, Silver Shaded, Silver Shell
Weiterhin gibt es Silber natürlich auch bei Tabby-Katzen. Ein berühmtes Beispiel für die Tabby-Katzen mit Silber sind die typischen Whiskas-Katzen: BKH in Black Silver Classic Tabby. Diese haben weiterhin ihre Streifenmusterung an den Beinen, das Schmetterlingsmuster oder Räderzeichnung am Körper, die Musterung ist nur deutlich schwarz und der Untergrund silbrig hell. Es fehlen die Brauntöne der Black Tabby Katze. Es ist bei diesen Katzen noch mehr als 1/3 des Haares gefärbt.



Katze Blue von Hansson Palace von Steinhoefel, eine ASH (American Shorthair) in Black Silver Classic Tabby


Black Silver Classic Tabby bei einer Langhaarkatze: Maine Coon Kater Gunni of Canadian Summer (Bild von Rayve)


Wird das Silber intensiver, verschwimmt die Zeichnung immer mehr. Dies ist der Fall bei sogenannten Shaded- und Shell-Katzen. Der Unterschied zwischen "Shaded" und "Shell" besteht nur darin, dass bei Shaded noch ca. 1/3 des Haarschafts pigmentiert ist, bei Shell nur noch ca. 1/8 des Haarschafts, also wirklich nur noch die Haarspitze. Im Schema sehen die Haare so aus:


Quelle: eigene Zeichnung von dieMiffy


Wenn die Katze Black Silver Shell ist, gibt es dafür auch einen eigenen Begriff: Chinchilla. Eine typische Chinchilla bzw. Silver Shell Katze ist hier abgebildet. Man sieht wirklich nur noch die dunkel umrandeten Augen, sowie die dunkel umrandete Nase, ansonsten erscheint die Katze fast weiß mit einem "Hauch schwarz in den Haarspitzen".


Traditional Longhair in Chinchilla, Quelle: http://finesse.ad.co.za/performing-c...efinesseangelo

Bei Shaded ist noch deutlich mehr Farbe zu sehen.






Kater Eros von Eppendorf von Ayleen (Sternchen ), ein Burmilla in Black Silver Shaded


Die typischen grünen Augen der Silver Shaded und Shell Katzen:


Perser Kater Milow von Feenmond in Black Silver Shaded


Zwar bedeutet der Name Shaded ja explizit "Tabbykatze mit Silber", allerdings sind in den Rassen, wo die Silberzucht herkam (Perser) keine Streifen an den Beinen und dem Schwanz erwünscht in Verbindung mit Silber.
Deshalb ist man in dieser Silberzucht dazu übergegangen, als Tabbymuster ausschließlich reinerbig "Ticked Tabby" (kennt man von Abessiniern) zu verwenden. Die Abessinier haben durch das Ticked Tabby keine klare Musterung und wirken eher marmoriert, dadurch gibt es auch keine Streifen an Beinen und Schwanz. Mit anderen Tabby-Mustern ist Streifenfreiheit wesentlich schwerer bis gar nicht zu erreichen.

Neben der Intensitätsvariierung vom Silber ansich, nimmt man an, dass es ein zusätzliches Gen namens Wb = wide band gibt, was die Intensität des Silbers variiert. Das Gen weitet die hellen Bereiche der Agouti-Bänderung und drängt damit die Farbe in die Haarspitze (Chinchilla). Es ist nur bei Tabbykatzen wirksam, da nur die eine Bänderung der Haare aufweisen. Wb bedeutet, das wide band ist wirksam, wb bedeutet kein wide band. Demnach ist der Gencode folgendermaßen, wobei bei shaded und shell noch reinerbig Ticked Tabby dazu kommt:

silver tabby: Ii wbwb oder II wbwb
silver shaded: Ii Wbwb oder II Wbwb
silver shell: Ii WbWb oder II WbWb

Nach der wide band Theorie wird vermutet, dass I und Wb auf demselben Chromosom liegen und deshalb üblicherweise zusammen vererbt werden.

Beispiel:

Chinchilla (II WbWb) x ohne Silber (ii wbwb) = 100 % mischerbig shaded (Ii Wbwb)

Bei Shaded (Ii Wbwb) x ohne Silber (ii wbwb) muss man noch beachten, dass I und Wb in der Regel auf demselben Chromosom liegen und auch gemeinsam vererbt werden. Es sollten deshalb theoretisch aus dieser Verpaarung 50 % Silver shaded und 50 % normale Tabbys geboren werden.


Dies verhielt sich jedoch schon in den Anfängen der Perser-Silberzucht nicht immer so, was wiederum zu Golden führt.


Quellen des Textes:
http://www.katzengenetik.com/shaded-katzen/
Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken

Geändert von dieMiffy (28.08.2016 um 15:33 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2015, 16:39
  #5
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Golden

Die Zucht der silbernen Perser besteht schon sehr lange, sie begann Ende des 19. Jahrhunderts. Schon ca. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden "komische" Tabbys geboren, die man anfangs auch "Brownies" nannte. Sie sahen nicht wirklich nach Black Tabbys aus, da sie einen apricotfarbenen bis kräftig rot-orangenen Farbton zeigten, neben dem schwarzen Muster.
Zielgerichtet gezüchtet wurden diese "Brownies" erst in den 70er Jahren, wo man sie dann "Golden" nannte bzw. entsprechend Golden Tabby, Golden Shaded und Golden Shell. Zu ihnen gehörten - wie bei den Silbernen - die grünen Augen.

Ziemlich schnell zeigten sich auch "Vererbungs-Regeln" bei den Goldenen:
- Sie entstanden regelmäßig aus der Verpaarung von zwei silbernen Katzen.
- Nie aber entstand eine Silberne aus der Verpaarung von zwei Goldenen.
- Niemals ist eine Katze gleichzeitig Golden und Silber.
- Und es entstanden immer nur Golden Tabbys, nie Non-Agouti-Katzen in Golden.

An dieser Stelle tritt wieder die wide band Theorie in Erscheinung, mit der man die Goldenen gut erklären konnte.

Wie schon beim Silber beschrieben, sitzen Wb (weitet die hellen Bänder aus) und I (Silber) auf dem gleichen Chromosom und werden auch normalerweise zusammen vererbt. Allerdings gibt es bei der Entstehung von Ei- und Samenzelle einen Vorgang namens "Crossing-over". Dabei wird ein Chromosom nicht korrekt geteilt, weil es z. B. mit einem anderen Chromosom überlagert liegt (siehe Abbildung). Dadurch wechselt ein Genabschnitt des blauen Chromosoms auf das rote Chromosom und umgekehrt.


Quelle: eigene Zeichnung von dieMiffy


Stellen wir uns nun vor, dies waren die Chromosomen einer Silver Shaded Katze (Ii Wbwb). Auf dem rechten Arm des blauen Chromosoms war IWb (Silber, wide band) gespeichert und auf dem linken Arm des roten Chromosoms war iwb (nicht-silber, kein wide band) gespeichert.
Nun haben die neuen, durch Crossing-over entstandenen Chromosomen die Information Iwb (Silber, kein wide band) und iWb (nicht-silber, wide band).
Nun, Iwb ist nicht außergewöhnlich, die Information trägt eine Silver Tabby Katze. Aber iWb ist neu, das bedeutet nämlich nicht-silber, aber mit wide band.
Trifft nun das iWb auf die Samenzelle einer nicht silbernen Katze iwb, ergibt sich daraus ii Wbwb: eine nicht-silberne Katze (in dem Fall Black Tabby), deren helle Bereiche durch das wide band geweitet werden. Das sind die Goldenen.

Hier gelten die gleichen "Maßstäbe" wie bei den Silbernen. Golden Shell hat nur noch eine dunkle Spitze (Tipping), der Rest des Haares ist hell und die Katze hat einen apricotfarbenen bis rötlichen Ton (auch je nach Rufismus)

Die Golden Shell hat einen warmen Aprikot-Ton, die Farbe kann variieren, je nach Rufismus-Grad:



BKH in Black Golden Shell, Quelle: http://www.katzengenetik.com/shaded-katzen/


Perserkatze Zoe vom Klippeneck in Black Golden Shell, Quelle:http://www.silverdance.de/Perser/silver-golden-d.htm


Bei der Golden Shaded ist ein größerer Bereich des Haares noch dunkel gefärbt, somit erscheint sie allgemein dunkler bzw. mit mehr Muster.





Katze Stella von Menki, Perser in Golden Shaded


Die Golden Tabbys sind nochmal einen Tick dunkler.

Alle sind aber jeweils - entsprechend dem Erbe der Silbernen - Ticked Tabby.



Kater Cosimo von Menki, Perser in Golden Tabby



Kater Iggy (Itchy vom Stolpener Berg) von GamerCat (Britisch Langhaar) in Black Golden Ticked Tabby



Farbunterschied zwischen Golden Shaded und Golden Tabby: links Stella von Menki, eine Perser in Golden Shaded, rechts Cosimo von Menki, ein Perser in Golden Tabby


Aus diesen Ausführungen erklären sich auch die anfangs beobachteten "Vererbungsregeln":
Es können nur Tabby-Katzen Golden sein, da ja das wide band nur weiten kann, wenn das Haar auch Bänderung aufweist.
Ebenfalls sieht man, dass niemals Gold ii und Silber Ii bzw. II gleichzeitig an einer Katze sein kann. Entweder die Katze ist Silber, oder wenn ii ist sie Black Tabby (wenn kein wide band) oder eben Black Golden Shaded oder Shell, wenn wide band vorhanden.
Weiterhin sieht man auch, dass aus zwei Goldenen Katzen niemals Silberne entstehen können:

Golden ii Wbwb x Golden ii Wbwb = 75 % Golden (ii Wbwb bzw. ii WbWb) und 25 % Black Tabby (ii wbwb).


Auch wenn diese ganzen Ausführungen nun sehr schlüssig klangen (oder auch nicht ), so ist beim Golden noch nicht alles geklärt
Zum Einen weiß man nicht, ob es sich beim wide band um ein Gen, oder um Gengruppen (sogenannte Polygene) handelt. Polygene bedeutet, mehrere Gene bestimmen ein Merkmal oder die Intensität des Merkmals.

Weiterhin sind jetzt auch in anderen Rassen Goldene Katzen aufgetaucht (Sibirier). Die Sibirier haben mit den Persern keine große Verwandschaft (im Gegensatz zu den Briten). Deshalb zweifelte man, ob es wirklich Golden ist, oder nicht eher Amber. Soweit ich weiß, ist man hier noch nicht sicher, was es nun genau ist (gegen Amber spricht, dass es sich nicht rezessiv vererbt).
Beispiel goldene Sibirier:
http://www.vondergoldenensima.ch/startframe.html

Und doch scheint dieses Golden zumindest nicht den Regeln des "Perser"-Golden zu folgen, da es hier sogenannte "Bi-metallic"-Katzen gibt, die (scheinbar?) Silber und Gold haben:
http://www.jerofej.de/strato-englisc...hlaege9eng.htm


Quellen des Textes:
http://www.katzengenetik.com/golden/
http://messybeast.com/chinchillas.htm
http://www.silverdance.de/Perser/silver-golden-d.htm
Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken

Geändert von dieMiffy (15.01.2018 um 21:11 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2015, 17:48
  #6
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Tortie - ein Alleinstellungsmerkmal der Damenwelt?

Im ersten Beitrag hieß es "Außerdem ist das Rot-Gen geschlechtsgebunden, sitzt also am X-Chromosom. Kater haben davon nur eines und können deshalb nur entweder ganz rot sein oder gar nicht rot. Katzen haben zwei X-Chromosomen und können somit die Info für "Rot" und "Nicht-Rot" zugleich haben, das sind dann Torties und Torbies." Das bedeutet eine weibliche Katze hat die Geschlechts-Chromosomen XX, ein Kater hat XY.

Demnach gibt es in der Theorie keine Tortie-Kater. Und praktisch? In Wirklichkeit kann es sie doch geben, die Tortie-Kater und wir haben sogar einen im Forum (siehe Bild).

Wie aber kommen sie nun zustande, die Tortie-Kater?
Es gibt 2 Möglichkeiten (anders gesagt: ich kenne 2 Möglichkeiten, ich weiß nicht, ob es noch mehr Möglichkeiten gibt):

Es gibt zum Einen das sogenannte Klinefelter-Syndrom: Dabei hat der Kater statt XY ein X mehr und damit XXY. Dann kann er Tortie sein. Das Klinefelter-Syndrom gibt es auch beim Menschen und die betroffenen Männer sind zeugungsunfähig. Dies vermutete man bei Katern ebenfalls. Allerdings gab es durchaus Tortie-Kater mit Klinefelter-Syndrom, die zeugungsfähig waren, z. B. "Dar-es Salaam's Varsha" (Heilige Birma):
http://www.vtsite.nl/dar-es-salaam/extra_pag.php

Ebenfalls können Tortie-Kater sogenannte Chimären sein. Dabei ist das entstehende Tier aus mindestens zwei Embryonen (bzw. Zellen / Gewebe) zusammengesetzt. Falls Zellen aus unterschiedlichen befruchteten Eizellen früh genug zusammengebracht werden, so wachsen sie zu einem Organismus zusammen.






Calabrone's Topolino, Norwegischer Waldkater in Black-Tortie (siehe Pfote rechts), er ist - aufgrund der lokal begrenzten schwarzen Farbe - wahrscheinlich eine Chimäre


Interessanterweise vererben ein Großteil der Tortie-Kater nur Schwarz oder Rot, selten beide Farben, wie es bei Tortie-Katzen der Fall ist.


Quellen des Textes:
http://www.birma.ch/tortiekater.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Chim%C3%A4re_%28Genetik%29

Geändert von dieMiffy (21.04.2015 um 14:51 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2015, 09:36
  #7
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Rufismus

Rufismus kommt von "rufus" = rötlichbraun, rothaarig, hat in dem Fall aber nicht direkt etwas mit der roten Farbe bei Katzen zu tun.
Rufismus wird nicht von einem Gen verursacht, sondern von mehreren, sogenannten Polygenen. Diese Rufusgene bewirken keine Farbe im eigentlichen Sinn, sondern ändern die Grundfarbe ab.
Die Rufusgene sorgen für einen warmen Grundton bei der Ursprungsfarbe, das sieht man oft bei Black Tabby Katzen, die ein besonders "warmen" Braunton haben. Weiterhin kann es sich auch als einzelne rötlichbraune Flecken zeigen, z. B. bei Silberkatzen.
Je nach Rasse und Farbe ist Rufismus sehr erwünscht bis absolut unerwünscht (Farbfehler). Als Farbfehler gilt Rufismus bei silbernen Katzen, da diese ja, wie oben z. B. die gezeigte American Shorthair von Steinhoefel, eine kühle Farbe haben sollen, sprich schwarze Zeichnung auf silbrig-weißem Untergrund.
Sehr erwünscht dagegen ist Rufismus bei roten und goldenen Katzen. Die rote Farbe wird dadurch sehr intensiv, dunkel und satt rot, das Golden wird durch Rufismus auch intensiviert.
Die bekannste Rasse, die auf intensiven Rufismus gezüchtet wurde, sind jedoch die Abessinier. Die wildfarbenen (Ruddy bzw. Black Ticked Tabby) Abessinier sind ja im Prinzip Black Tabby-Katzen, man sieht jedoch am folgenden Bild, wie intensiv rötlich ihr Fell erscheint.


Abessinierkater wildfarben (Gr. Int. Ch. Valentino Des Entrechats of Segenas), Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Abessinierkatze


Beispiele für Rufismus bei silbernen Katzen sieht man hier:


Maine Coon Kater Guns 'n Roses of Canadian Summer "Gunni", ein Black Silver Classic Tabby Kater mit Rufismus am Schnäuzchen


Der Wurfbruder des o. g. Katers zeigt auch Rufismus: Black Silver Classic Tabby Kater Galaxis Star of Canadian Summer "Lexi"

Als Kitten zeigten sie noch weniger Rufismus, da sich dieser erst entwickelt:


Kater Gunni als Kitten mit leichtem Rufismus


Kater Lexi als Kitten mit sehr sauberen Silber


Ein einzelner Rufismus-Fleck (mittig) bei Maine Coon Kater Amaergins Sherlock (Black Silver Mackerel Tabby White) von Aragon & Co.


An dieser Norwegischen Waldkatze hier sieht man den Rufismus als bräunlich-cremefarbene Flecken am ganzen Körper recht gleichmäßig verteilt (zum vergrößern des Bildes diesen Link anklicken: http://up.picr.de/21603115sy.jpg):


Norwegische Waldkatze Izzy (Sternchen) von Samtbällchen in Black Silver Classic Tabby



Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rufismus
http://www.sibicats.de/genetik.htm
Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken

Geändert von dieMiffy (28.08.2016 um 15:36 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2015, 09:37
  #8
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Taubheit bei weißen Katzen

Die Gefahr, dass weiße Katzen taub sein können, und besonders wenn sie noch blaue Augen haben, hat fast jeder schon gehört. Warum aber ist das so?

Vorweg, die blauen Augen ansich sind nicht das Problem, sie sind vielmehr ein Indiz

Dieser Link hier gibt Aufschluss über die Gefahren der Weißzucht und enthält auch ein paar Zahlen zur Wahrscheinlichkeit:
http://www.weisszucht.de/pdf/weiss1.pdf

Ich hab die Zahlen aus dem Link mal kopiert:
Die beziehen sich natürlich alle auf weiße Katzen

25% mit orangen Augen haben normales Gehör
31% mit blauen Augen haben normales Gehör
7% mit orangen Augen sind taub
37% mit blauen Augen sind taub

60-70% der weissen Katzen haben blaue Augen
40-50% der weissen Katzen sind taub
49% der tauben weissen Katzen haben orange Augen
51% der tauben weissen Katzen haben blaue Augen

Ein ebenfalls guter Link dazu ist dieser hier, ab Seite 39 stehen da auch Zahlen.

http://www.bmel.de/cae/servlet/conte.../Qualzucht.pdf

Hier sind folgende Zahlen genannt (Zitat von Seite 41):

Nach BERGHSMA u. BROWN (1971) sind ca. 43 % der WW-Katzen und ca. 27 % der Ww-Katzen taub. Auch ca. 7 % der gelbäugigen Tiere sind betroffen (BERGSMA u. BROWN, 1971; DELACK, 1984). Über die Türkische Angorakatze (weiß) wird berichtet, dass in bestimmten Po-pulationen bis zu 95 % der Tiere schwerhörig bzw. taub sind (GUTTENGEBER, 1995). Bei der Foreign White muss ebenfalls mit dem Auftreten von Taubheit gerechnet werden (KELLER, 1997; ROBINSON, 1991).


Man sieht also, die Zahlen aus beiden Quellen ähneln sich.


Jetzt aber zum eigentlichen Thema, warum weiße Katzen taub sein können.

Warum und wie eine Katze weiß sein kann, habe ich oben im Beitrag erläutert. Zusammengefasst liegt es am Gen W, dem epistatischem Weiß. Das White-Gen verursacht vereinfacht gesagt ein Absterben der sich noch teilenden pigmentbildenden Zellen, dadurch wird kein Farbstoff ins Haar eingelagert.

Und wenn dieses Absterben auch die Zellen im Innenohr betrifft, dann ist die Katze taub. Das wiederum liegt daran, dass weiße Haare weicher sind als farbige Haare, weil in ihnen eben kein Farbstoff eingelagert ist. Die Haare im Innenohr brauchen aber eine gewisse Festigkeit und Stabilität beim Übertragen der Schallwellen, damit das Tier hören kann. Das ist durch die Weichheit bei fehlendem Pigment nicht gegeben.

So, was hat nun die Augenfarbe mit dem Ganzen zu tun?
Blaue Augen sind im Gegensatz zu grünen oder gelben Augen auch vom einem Pigmentmangel betroffen bzw. verursacht, deshalb erscheinen sie Blau. Demnach sind blaue Augen sozusagen ein „Indiz oder Hinweis“ dafür, dass besonders starker Pigmentmangel bei der Katze herrscht. Das wiederum kann man dadurch annehmen, weil die pigmentbildenden Zellen zuerst an die wichtigen Orte wandern, nämlich die Sinnesorgane. Und wenn also keine pigmentbildenden Zellen an dem Sinnesorgan Auge angekommen sind, ist es eben sehr wahrscheinlich, dass im Sinnesorgan Ohr auch keine angekommen sind. Daher resultiert das hohe Risiko der Taubheit von blauäugigen weißen Katzen im Gegensatz zu denen mit grünen oder gelben Augen. Wobei ja auch hier die Zahlen oben zeigen, dass auch bei grünen oder gelben Augen Taubheit vorkommen kann, in diesem Fall sind dann bspw. noch pigmentbildende Zellen im Auge angekommen, aber nicht mehr im Ohr.


Daraus folgen auch die Auflagen für die Zucht weißer Katzen: Eine weiße Katze darf nur mit einer vollfarbenen Katze verpaart werden. Vollfarben bedeutet in dem Fall, eine Katze ohne Weißscheckung. Denn auch Weißscheckung ist eine Form des Leuzismus und kann die Gefahr tauber Nachkommen erhöhen.
Unerlässlich ist der Nachweis über die Hörfähigkeit der Tiere mittels Audiometrie-Test: BEAR-Test.


Die Foreign White


Da weiße Katzen mit blauen Augen, wie oben erwähnt, oft unter Taubheit und Sehstörungen leiden, wurde ein Weg gesucht, weiße Katzen mit blauen Augen ohne diese Probleme zu züchten. Die Idee war, die blauen Augen der Siamkatze auf eine weiße Katze mit grünen Augen zu übertragen. Diese Augenfarbe wird nach der englischen Katzenzüchterin Patricia Turner Turner-Blau genannt.
Die blauen Augen der Siamkatzen unterscheiden sich in zweifacher Hinsicht von den blauen Augen der weißen Katzen, die ihre Augenfarbe vom W-Gen haben: Zum Einen ist das Siamblau ein dunkleres, tiefes, intensives Blau, während das Blau, dass vom W-Gen verursacht ist, oft eher hellblau oder wasserblau ist (siehe folgendes Bild). Zum Anderen besitzen Katzen, die ihre blauen Augen durch den Pointfaktor haben das sogenannte Tapetum Lucidum, während es bei Katzen, die ihre blauen Augen durch das W-Gen haben fehlt. Das Tapetum Lucidum spielt für das Sehvermögen bzw. genauer für eine gewisse Lichtempfindlichkeit und Sehschärfe (vorallem bei Dämmerung) eine wichtige Rolle.
Demnach war es natürlich von Anfang an ein Ziel, nur Katzen mit blauen Augen mit Tapetum Lucidum zu züchten (Kontrolle mit Augenspiegel).


Die typisch tiefblauen Augen einer Siamkatze (Turner-Blau) bei Katze Oralee Concorde von nicker in Chocolate Ticked Tabby Point

Da erfahrungsgemäß die Katzen mit dunkler Pointfärbung, also Seal (= Black) Point die dunkelsten Augen haben, sollte vorwiegend mit ihnen gezüchtet werden. Ausgeschlossen sind Katzen mit roter Maske, Point-Katzen mit Weißscheckung sowieso, und auch verdünnte Farben als auch Tabby-Point werden nicht gerne genommen. Überwiegend wird mit Seal und Chocolate Point gezüchtet.

Das englische Zuchtziel hatte verschiedene Gruppen und Stufen:

Gruppe I (höchste Stufe) AugenfarbeTurner blau
- Klasse 1 Zuchtrein für Weiß und Sealpoint mit ,,Turner'' blauen Augen
- Klasse 2 Weiß mit Turner blauen Augen Zuchtrein für Sealpoint
- Klasse 3 Weiß mitTurner blauen Augen Sealpoint Erbanlage

Gruppe II Sealpoint Erbanlage
- Klasse AAA :Zuchtrein für Weiß und Sealpoint
- Klasse AA :Weiß und Zuchtrein für Sealpoint
- Klasse A :Weiß mit Sealpoint Erbanlage

Gruppe III Orange / Rot Faktoren nicht vorhanden
- Klasse AB :Reines Weiß. Frei von orange/rot

Gruppe IV
- Klasse C :Weiß. Fehlen von orange/rot Faktoren werden nicht gezeigt


Das Zuchtziel, reinerbig auf Black, reinerbig auf Point und mit Turner-blauen Augen und zu anfangs auch reinerbig auf Weiß, ist bis heute nicht erreicht und es ist fraglich, ob es noch erreicht wird.
Auch unter Foreign White kann Taubheit auftreten bzw. tritt sie auf. Leider kann man nicht steuern, ob bei einer Verpaarung einer Siamkatze mit einer weißen Katze die Augenfarbe der Nachkommen durch den Pointfaktor überdeckt wird oder nicht.

Es gab sogar mal eine Untersuchung an Foreign White Katzen, bei der sich rausstellte, dass nur 30 % das Tapetum Lucidum beidseitig besaßen:

"Eine ophtalmologische Untersuchung an 39 Foreign Whites hat ergeben, dass nur 30 % die Turner-blaue Augenstruktur hatte. (M. Raadsveld, Het Syndroom Van Waardenburg Bij De Foreign White Kat, 1977, Faculteit de Diergeneesekunde, Utrecht):

24 Foreign Whites hatten beiderseits kein Tapetum lucidum
6 Foreign Whites hatten das Tapetum lucidum einseitig, F.W. odd-eyed,
9 Foreign Whites hatten das Tapetum lucidum in beiden Augen."


Es gibt aktuell also kein Zuchtverfahren, welches das Risiko von Taubheit bei weißen Katzen auf das Risiko der Nicht-weißen Katzen reduziert!



Foreign White, Quelle: http://www.taiyoukai.de/rasse_2.html






Püppi von Regine, aufgrund ihrer tiefblauen Augen sicher eine Foreign White, das heißt, die blaue Augenfarbe kommt vom Pointfaktor


Püppi von Regine neben einem Seal Point Siam, beide haben die gleiche tiefblaue Augenfarbe


Quellen:
http://www.weisszucht.de/pdf/weiss1.pdf
http://www.bmel.de/cae/servlet/conte.../Qualzucht.pdf
Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken
http://www.weisszucht.de/index1.htm
http://www.weisszucht.de/pdf/foreign_white.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Foreign_White

Geändert von dieMiffy (19.09.2016 um 18:41 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 19.03.2015, 09:38
  #9
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Die Besonderheiten der Bengalen: Rosetted- und Marbled-Musterung und Charcoal


Bevor man die speziellen Tabbymuster der Bengalen, Marbled und Rosetted Tabby, genauer betrachten kann, braucht man ein paar Grundlagen zu den üblichen vier Mustern der Katze.

Es gibt Classic oder Blotched Tabby (gestromt),
Mackerel Tabby (getigert),
Ticked Tabby (getickt),
Spotted Tabby (getupft).

Classic Tabby weist relativ dicke Streifen auf und das Rädermuster an der Seite, auch oft als „Bull‘s Eye“ bezeichnet.
Mackerel Tabby ist mit dem deutschen Begriff „getigert“ gut beschrieben. Die dünnen Streifen laufen vertikal am Körper runter und können auch teilweise unterbrochen sein.
Spotted Tabby, zu deutsch gepunktet, ist bezeichnend für alle Spots, Kringel und Punkte verschiedener Größe. Es können kleine Punkte sein oder eher größere Flecken. Auch können Spotted Tabby Katzen noch teilweise Streifen aufweisen, z. B. an den Beinen.
Ticked Tabby, übersetzt mit getickt, beschreibt die Wildform des Tabby. Da alle Haare mehrfach gebändert sind, hebt sich das Muster quasi auf und die Katze wirkt marmoriert. Ticked Tabby kann man sehr gut an Abessiniern anschauen. Liegt das Ticked Tabby nicht reinerbig vor, können auch noch teilweise Streifen vorhanden sein, besonders am Schwanz und den Beinen.

Classic Tabby:


BKH-Kater Karasek von Vandeeik in Black Golden Classic Tabby


Katzen Trielo und Naris von tiedsche in Black Classic Tabby


Katze Pahaska (Sterchen) von Husky92 in Black Classic Tabby


Mackerel Tabby:


Kater Hanejo von saga in Black Mackerel Tabby



BKH Katze Daisy Boo von Deichkind&7 in Black Mackerel Tabby


Kater Octavio von cordophone in Black Mackerel Tabby White


Türkisch Angora Kater Never Stopped (Nevel) von susagu in Black Mackerel Tabby


Ticked Tabby:


Somali Kater Limbo von Bernstein von Ayleen in Black Ticked Tabby (= Ruddy)


Ticked Tabby bei einer Pointkatze: Oralee Concorde ("Pfötchen") von nicker in Chocolate Ticked Tabby Point


Vorne: Katze Hoppskopp von Menki in Black Ticked Tabby


Katze Amonet von Amonet in Black Ticked Tabby


Katze Momo von Sandowa in Seal Ticked Torbie Point


Spotted Tabby:


Katze Tigris (vorne) von saga in Black Spotted Tabby


Katze Cookie von Kajci in Black Spotted Tabby White


Katze Sira von Amonet in Black Spotted Tabby


Nach Heather Lorimer sind die verschiedenen Tabbygene an unterschiedlichen Genorten zu finden:
- am 1. Genort ist das Ticked Tabby
- am 2. Genort ist das Blotched und Mackerel Tabby
- am 3. Genort befinden sich modifizierende Gene für Spotted Tabby

Ticked Tabby ist epistatisch (= überdeckend) über Mackerel und Blotched (= Classic) Tabby. Mackerel Tabby ist dominant über Blotched Tabby.
Von den modifizierenden Genen gibt es zwei Gruppen: Die erste Gruppe modifiziert Blotched und Mackerel Tabby. Es bricht die Streifen von Mackerel zu kurzen Riegeln oder Spots auf. Bei der Modifikation von Blotched ergeben sich größere, runde Spots. Dieses modifizierende Gen, welches die Spots erzeugt, ist dominant.
Die zweite Gruppe modifiziert sich selbst, es kommt dadurch zu einer größeren Deutlichkeit in der Ausbildung der Spots. Es werden z. B. rundere, deutlichere Spots in zufälligen Mustern gebildet.
Spotted Tabby überdeckt Mackerel und Classic Tabby, ist aber rezessiv gegenüber Ticked Tabby.

Wer es genetisch genauer wissen will:


Höchstwahrscheinlich gibt es aufgrund der Vielzahl der Streifen- und Tupfenvariationen noch weitere modifizierende Gene.

Verschieden große Tupfen:


Ägyptisch Mau Katze Minki von giovi in Black Silver Spotted Tabby, kleine Spots


Katze Olga von Rickie in Black Silver Spotted Tabby, kleine Spots


Katze Jessie von ninabella in Black Spotted Tabby, mittelgroße Spots


Kater Fritz von Tiffy 06 in Black Spotted Tabby, mittelgroße Spots


Kater Pepi von dieMiffy in Red Spotted Tabby mit großen Spots


Marbled Tabby

Da die Bengalen Hybriden aus Hauskatzen und ALC sind, haben sie vermutlich weitere modifizierende Gene, welche von der ALC kommen. Das Marbled Muster der Bengalen basiert auf dem Muster des Classic Tabby. Im Gegensatz dazu soll aber vorallem das typische "Bulls Eye", der große seitliche Kreis, nicht sichtbar sein. Das Muster soll horizontal fließend sein und vorzugsweise aus 3 Farbtönen bestehen.

Bsp.:


Bengal Kater Finn von Jolinar in Black Marbled Tabby



Rosetted Tabby

Das Rosetted Tabby basiert auf dem Spotted Tabby, nur sind es hier nicht mehr einfarbige Punkte auf andersfarbigem Hintergrund, sondern es zeigen sich auch vorzugsweise 3 Farbtöne: heller, sandfarbiger Untergrund, schwarze Umrandung der Rosette, rötlich-braune "Füllung" der Rosette. Der Kontrast sollte so stark wie möglich sein.
Im Laufe der Zucht zeigten sich viele verschiedene Formen der Rosetten, z. B. "Arrowhead" (Pfeilspitzen-Form), "Paw-Print" (Pfotenabdruck-Form) und "Doughnut" (geschlossene Rosetten). All diese Rosettenformen sind aber "Spots" u damit Spotted Tabby.


Anmerkung:
Wie genau die Genetik hinter Marbled u Rosetted Tabby aussieht, konnte ich im Zuge der Recherchen nicht rausfinden, kann aber z. B. diesen Artikel hier empfehlen:
http://messybeast.com/spotted-cats.html

Bsp.:


Bengal Kater Maleko von Akina in Black Spotted (Rosetted) Tabby


Bengal Katze Phoeny von Jolinar in Black Spotted Tabby


Bengal Kater Arthur von Arthur in Black Rosetted Tabby, seine Rosetten haben in etwa die Form "Arrowhead"


Bengal Katze Seraphina von der Loreley von Aragon & Co. in Black Rosetted Tabby, Rosetten in "Paw-Print"-Form


Bengal Kater Aragon von der Loreley von Aragon & Co. in Black Rosetted Tabby, Rosetten in "Paw-Print" oder "Doughnut"


Charcoal

Eine weitere Besonderheit der Bengalkatzen ist Charcoal, was soviel wie "mit Kohlenstaub überzogen" bedeutet.
Um das Gen für Charcoal (von der ALC kommend) und dessen Vererbung zu verstehen, müssen wir uns den A-Locus (Agouti, Tabby) ansehen. An diesem Genort sind 2 Zustandsformen des Gens möglich: A und a. A bedeutet Agouti, d. h. die Katze zeigt ein Tabbymuster (welche Art Muster ist an einem anderen Genort festgelegt!), a bedeutet non-agouti, die Katze zeigt kein Tabbymuster, sondern ist Solid. A dominiert über a.
Demnach gibt es folgende Kombinationen:
AA = Katze zeigt Tabbymuster, Agouti
Aa = Katze zeigt Tabbymuster, Agouti
aa = Katze zeigt kein Tabbymuster, non-agouti

Von der ALC kommt nun aber noch eine mutierte Variante dieses Allels hinzu, bezeichnet als A1. Dies bewirkt in Kombination mit a einen dunklen "Überzug" über das Fell (breiter dunkler Rückenstreifen, wesentlich dunkleres Gesicht, dunklere Untergrundfarbe). Tritt A1 jedoch in Kombination mit A oder einem weiteren A1 auf, sind diese Katzen nur Charcoal-Träger und sehen nicht wie typische Charcoals aus. Das A1 scheint also nur über a zu dominieren.
Demnach gibt es folgende Kombinationen:
AA = Bengale mit Tabbymuster
Aa = Bengale mit Tabbymuster
aa = Bengale ohne Tabbymuster, bezeichnet als "Melanistic" (Black Solid)
A1A1 = Bengale mit Tabbymuster, Charcoal-Träger
A1A = Bengale mit Tabbymuster, Charcoal-Träger
A1a = Bengale mit Tabbymuster und Charcoal

Bsp.:


Bengal Kater Shiroi von Arthur in Seal Lynx Charcoal (Seal Tabby Point mit Charcoal-Überzug)


Quellen:
Buch "Das kleine 1x1 der Genetik" von Claudia Ricken
http://www.bengal-ac.de/farben_und_zeichnungen.htm
http://www.bengal-estel.de/home/beng...fellzeichnung/
http://www.bengalen-vom-weinberg.de/...l_genetik.html
http://messybeast.com/spotted-cats.html

Geändert von dieMiffy (24.02.2018 um 16:05 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten

Alt 22.12.2015, 22:37
  #10
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard

Amber

Die Farbe Amber und ihre Verdünnung Light-Amber kommt nur bei den Norwegischen Waldkatzen (NFO – Norwegian Forest Cat) vor. Verursacht wird sie durch ein eigenes mutiertes Gen am Genort Extensionlocus, welches die Farbe Schwarz abändert, dem Black modifier Bm. Amber ist rezessiv, d. h. die Information muss von beiden Elternteilen kommen, damit die Katze phänotypisch Amber zeigt.

Das Besondere an der Farbe Amber ist die stetige Veränderung der Farbe. Kitten in Amber Tabby sehen bei Geburt wie Black Tabbys aus, Kitten in Light-Amber Tabby sehen bei Geburt wie Blue Tabbys aus. Im Laufe der Lebenswochen (ab ca. Woche 5) hellt sich die Farbe immer mehr auf bis Amber einen rötlich-gold-braunen Farbton aufweist und Light-Amber einen asch-creme-farbenen Ton. Rückstände der eigentlich ursprünglichen Farbe bleiben an den Pfotenballen (schiefergrau) bzw. dem Fell um die Ballen herum und oftmals an der Schwanzspitze.


links: Junger Norwegerkater Higgins von Ceridwen90 in Amber Tabby, man sieht noch den dunkel gefärbten Schwanz


Norwegerkater Higgins von Ceridwen90 erwachsen, deutlich heller


"Schmutzpfötchen" bei Norwegerkater Tom von Jade in Light-Amber Silver Classic Tabby


Dunkle Schwanzspitze bei Norwegerkatze Luna von Jade in Amber Classic Tabby


Nach anfänglicher Verwirrung in der Zucht wurden die bis dahin als „X-Farben“ bezeichneten Farben Amber (NFO nt) und in der verdünnten Version Light-Amber (NFO at) am 28.05.2004 auf der FIFè-Generalversammlung in Portugal anerkannt.

Die Entschlüsselung des Black modifier-Gens als eigenes Gen auf dem Extensionlocus gelang Marc Peterschmitt´s in seiner Doktorarbeit an der Universität von Lyon (2007 / 2008).


Geschichte der Farbe Amber

„komische“ Tabbies
Die Anerkennung der Norwegischen Waldkatze in der FIFé erfolgte 1976. Nach und nach wurden vorallem in den 80ern die Farbgruppen definiert (Agouti, Non-Agouti, mit Weiß, ohne Weiß etc.).
Die ersten Katzen in „komischen“ Farben wurden 1992 in Schweden im Zwinger vom S*Wildwood´s (Sylvia Erikers, Falun) geboren. Die Kate namens Wildwood´s Imer (Zuchtbuchnummer (S)SVERAK 87869 K) und Wildwood´s Iros (Zuchtbuchnummer (S)SVERAK 87868 K) zeigten ein rötliches Black Tabby bzw. ein cremiges Blue Tabby. Die Eltern waren Blue Spotted Tabby (NFO a 24) und Black Classic Tabby (NFO n 22). Man erklärte die Kitten mit einem extrem warmen Braunton und sie wurden als Black Classic Tabby (NFO n 22) und Blue Mackerel Tabby (NFO a 23) registriert. Im Alter von 16 Wochen wurde der Züchterin nahegelegt, den Black Tabby Kater in Golden Tabby (NFO ny 22) umzuschreiben.

Chocolate und Lilac
Als die beiden Kater ca. ein Jahr alt waren, war offensichtlich, dass sie weder Black Tabby, noch Golden Tabby, noch Blue Tabby waren. Daraufhin wurde beschlossen, die Kater als Chocolate und Lilac Tabby zu registrieren: S*Wildwood´s Imers bekam die Farbe in NFO c 24 geändert, während S*Wildwood´s Iros die Farbe NFO b 22 in seinen Stammbaum eingetragen bekam.
Im Laufe des Jahres 1992 und auch in den Jahren danach wurden weitere der „komischen“ Chocolate und Lilac Tabbies geboren, insgesamt wurden in Schweden innerhalb von sieben Jahren 30 Kätzchen in 21 verschiedenen Würfen in "Chocolate" und "Lilac" geboren (in Deutschland das erste Mal 1997).

Cinnamon und Fawn
Mitte der Neunziger gab es Einwände, dass doch einige Katzen eher wie Cinnamon und Fawn aussehen, statt wie Chocolate und Lilac. Auch auf einem Farbseminar am 08.02.1998 in Köping kam man zu diesem Schluss, da hier einige der Chocolate- und Lilac-farbenen Norweger anwesend waren und man sie direkt mit Chocolate- und Lilac-farbenen Tieren anderer Rassen vergleichen konnte. Die größte Ähnlichkeit hatte die Farbe mit den Cinnamon- und Fawn-Abessiniern (Sorrel).
Weitere Untersuchungen von Haarproben unter dem Mikroskop führten auch zum Ergebnis, diese Norweger müssen Cinnamon bzw. Fawn sein.

Die „X-Farben“
Auch in Deutschland gab es 1994 im Zwinger av Takeskog Kitten in einer ungewöhnlichen Farbe, z. B. Bedellin av Tageskog. Unter den gemeinsamen Vorfahren dieser beiden Würfe befanden sich die Katzen Kløfterhagen´s Babuschka und Niro´s Dunder. Kløfterhagen´s Babuschka geht in direkter Linie auf Pan´s Truls, den Stammvater aller Norwegischen Waldkatzen zurück.
Auch hier nahm man zunächst an, es handelt sich um Chocolate und Lilac, dann ausgehend von den o. g. Einwänden kam man auf Cinnamon und Fawn. Da alle 4 Farben bei der FIFè für die NFO nicht anerkannt sind, nannte man sie entsprechend dem EMS-Code die "X-Farben". Immer lauter wurden hier die Gerüchte, dass es heimliche Rasseeinkreuzungen gegeben haben muss, um Cinnamon und Fawn zu erzeugen. Vermutet wurden hier an erster Stelle Fremdeinkreuzungen mit Somalis. Schon allein deshalb blieb eine Anerkennung der X-Farben innerhalb der FIFè aus.

Testverpaarungen
Daraufhin wurde in Schweden eine Testverpaarung gemacht zwischen einem Somalikater in Fawn (S*Walkabout´s Gibson Hot; SOM p) und einer Norwegischen Waldkatze im sogenannten Cinnamon getupft (S*Kattbossenes Ludmilla, im Stammbaum noch geführt als NFO xb 24). Hätte die NFO wirklich Cinnamon als Farbe, würden hier nur Katzen in Cinnamon oder dessen Verdünnung Fawn herauskommen. Weiterhin müssten alle Kitten das Ticked Tabby des Somali-Vaters zeigen, da dies dominant ist.
Es fielen nur ein Schwarz geticktes und ein Blau geticktes Mädchen. Obwohl durch das Ticking der Kitten eigentlich klar war, dass der Somalikater der Vater war, wurde diese Verpaarung vielerorts stets angezweifelt.
Bei dieser Testverpaarung zeigte sich aber eindeutig, dass die Farbe der NFO nicht Cinnamon sein konnte.

In anderen Ländern zog man folgende Resultate aus dieser Testverpaarung: Man registrierte die Katzen mit X-Farben ab jetzt nicht mehr in Cinnamon oder Fawn sondern in Golden. Da Golden von der FIFè anerkannt war, konnte man somit Punkte und Titel erlangen. Diese Vorgehensweise war schon allein deshalb falsch, da die X-Farben bereits in Kombination mit Silber vorkamen und damit konnte es kein Golden sein (siehe Beitrag über Golden).

Daraufhin wurde vom Zuchtausschuss des 1. DEKZV e.V. eine Testverpaarung zwischen einem Heilige Birma-Kater in Chocolate Point (Orlando vom Dürrleberg, SBI-b) und einer Norwegischen Waldkatze in Cinnamon getupft (Kalahari v. Arlesbrunnen, NFO-xo-24) genehmigt. Es wurden nur Schwarz und Blau getigerte bzw. gestromte Kätzchen geboren.
Damit konnte auch hier wieder ausgeschlossen werden, dass es sich bei diesen X-Farben um Chocolate, Lilac, Cinnamon oder Fawn handelt.

Weiterhin wurde mit diesem Wurf mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen, dass die X-Farben durch ein rezessiv getragenes Point-Allel (c^s) verursacht werden (dies war so oder so unwahrscheinlich, da sonst auch mal Norweger in Point hätten fallen müssen bei Verpaarung der X-Farben untereinander).

Damit stand fest, dass die NFO "Kalahari v. Arlesbrunnen" genetisch schwarz ist, also B- (der Strich bedeutet, man kennt das zweite Allel nicht, kann B, b oder b‘ sein).
Für genauere Untersuchungen des Zusammenspiels von Chocolate (b), Maskenfaktor (c^s) und dem Gen für die X-Farbe wurde eine weitere Testverpaarung durchgeführt.
Dazu wurden die Vollgeschwister aus dem o. g. Wurf miteinander verpaart: Orlandos`B. vom Arlesbrunnen, (männlich, XLH-n-22) und Orlandos`S. Tibeth vom Arlesbrunnen, (weiblich, XLH-n-22). Aus dieser Verpaarung fielen 5 Jungtiere: 2x männlich Schwarz gestromt (XLH-n-22), 1x männlich Seal Tabby Point + Weiß (XLH-n-09-33-64), 1x weiblich „Cinnamon“ gestromt + Weiß, 1x weiblich Chocolate-Weiß (XLH-b-09).

Aus dieser Verpaarung können nun folgende Schlüsse gezogen werden:
- Beide Elterntiere trugen das Chocolate-Allel (b) und das Allel für die X-Farbe parallel, was wieder bestätigt, dass es sich nicht um ein bekanntes Allel der B-Serie handeln kann
- Beide Elternteile trugen das Allel c^s
- 2 Kitten zeigten Weiß (Sporen), obwohl beide Elterntiere kein Weiß zeigten --> muss sich dabei um das „Birma-Weiß“, also „Gloves“ handeln

Weiterhin wurde noch eine dritte Testverpaarung durchgeführt, um abzuklären, ob es die X-Farben auch bei Non-Agouti gibt, da bereits einige Tiere existierten, bei denen man vermutete es sind Non-Agoutis in X-Farbe. Verpaart wurden Aragon aus Broetzingen, männlich, registriert als Schwarz-Silber getigert (diese Farbe ist es definitiv augenscheinlich beim erwachsenen Tier nicht), NFO-ns-23, und die Katze Cassandra av Lysøen, weiblich, Schwarz-Weiss, NFO-n-09.
Die Kitten aus dieser Verpaarung waren alle Non-Agouti: Schwarz, Schwarz-Weiß, Schwarz-Silber-Weiß. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Aragon aus Broetzingen Non-Agouti sein könnte.
Für die neuen Farben wurde also ein einfach rezessiver Erbgang angenommen.

Da die vorgenommenen Testverpaarungen zeigten, dass die X-Farbe nicht auf rezessive Allele der B-Reihe oder C-Reihe zurückzuführen ist, konnte auch die vormals befürchtete Fremdrasseeinkreuzung entkräftet werden, was schließlich 2004 zur Anerkennung der neuen Farben führte (Amber NFO nt und Light-Amber NFO at).

Der französische Tierarzt Marc Peterschmitt identifizierte 2007 / 2008 in seiner Doktorarbeit das Ambergen als eigenständiges Gen, entstanden durch eine Mutation, auf dem Extensionlocus (bei Hunden, Pferden und Menschen auch bekannt). Da das Gen die schwarze Farbe abändert, bekam es den Namen Black modifier Bm.

Quellen:
http://www.vombergwald.de/deutsch/amberkatzen.htm
http://www.vombergwald.de/deutsch/infoseite4.htm
http://www.pyxis-norweger.de/x-colours.html
http://magic-tigers.at/amberkatzen.html

Geändert von dieMiffy (05.06.2016 um 14:11 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2015, 22:42
  #11
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard Farbbestimmung Teil 1

Wie bestimme ich die Farbbezeichnung meiner Katze?


Da wir jetzt soviel über Farben erzählt haben, wollt ihr ja nun sicher auch mal wissen, welche Farbe eure Katze nun eigentlich hat
Deshalb hier für euch ein Schema, wie ihr vorgehen könnt.
Anmerkung: Die von mir genannten Beispielbezeichnungen sind immer mit der Farbe Black.
Da der Text für einen Post zu lang war, aufgeteilt in 2 Posts, also unbedingt den folgenden Post noch dazu lesen


1. Die Farbe und Agouti (Tabbymusterung)

Als erstes schaut ihr eure Katze an und bestimmt ihre Farbe. Dazu könnt ihr euch an den Bildern im ersten Beitrag orientieren oder auch in den folgenden Beiträgen zu den Farben schauen. Hier geht es jetzt also nur darum, ob eure Katze
Black, Chocolate, Cinnamon, Blue, Lilac, Fawn, Red oder Creme als Farbe hat.

Die Farben werden folgendermaßen unterteilt:
Schwarzserie: Black, Chocolate und Cinnamon
Rotserie: Red

Beide Farbserien gibt es auch in verdünnter Form:
Verdünnte Schwarzserie: Blue, Lilac, Fawn
Verdünnte Rotserie: Creme

Eure Katze hat immer nur eine Farbe. Ausnahme: Weibliche Katzen können 2 Farben haben (siehe unter 1c), aber immer nur die Kombination eine Farbe aus der Schwarzserie + Rotserie oder eine Farbe aus der verdünnten Schwarzserie + verdünnte Rotserie.
Katzen können bspw. nie Black und Chocolate gleichzeitig haben!

Beispiele:


Lilac, Blue und Chocolate im Vergleich (Kater Bono, Eddy und Casimir von Klicker)


Cinnamon und Fawn im Vergleich (Kater Kaba und Nemo von LexiFee)

Wenn ihr die Farbe rausgefunden habt, schaut ihr euch an, ob die Katze ein Tabbymuster hat (= Agouti). (Achtung: Ausnahme Rot und Creme, siehe 1a). Wichtig, wenn ihr eine Tabbykatze habt: Die bezeichnende Farbe ist nicht die Farbe des Untergrunds, sondern die Farbe der Musterung!

Wenn eure Katze kein Tabbymuster aufweist ist sie einfach nur Black, Chocolate, Blue, usw. Eben die Farbe, die ihr bestimmt habt (im folgenden Text bezeichne ich diese Katzen als "Solid").
Wenn eure Katze ein Tabbymuster aufweist, dann ist sie Black „Musterart“ Tabby. Zur Bestimmung der Musterart der Katze, schaut unter 1b.

Beispiele:
Schwarze Katzen haben „viele Gesichter“:
Bei Black Tabby Katzen kann die Farbe des Untergrundes sehr variieren, von eher kühlem dunklen Grau bis zu warmen rot-goldenem Braun, alle haben aber das Muster in Schwarz, deshalb sind sie alle Black Tabby:


Vorne: Black Golden Shaded, mittig: Black Ticked Tabby, hinten links: Black Classic Tabby, hinten rechts: Black Golden Tabby (Katzen von Menki: Stella, Hoppskopp, Menki, Cosimo)


sehr dunkles, kühles Black Mackerel Tabby: Katze Luna von Hörnchen77


Black Tabby in eher gräulichem Ton: Katze Pussy (Bild von Little_Paws)


sehr warmes Black Tabby mit rötlich-goldenem Schimmer: Norwegischer Waldkater Enzo von Jade in Black Mackerel Tabby White



1a. Rot und Creme, Tabby oder nicht?

Die roten und cremefarbenen Katzen ohne Tabbymusterung weisen paradoxerweise meist eine sogenannte Geisterzeichnung auf, d. h. ein Red Solid Kater sieht oftmals auf den ersten Blick nach einem Red Tabby Kater aus. Es gibt allerdings einige Merkmale, die euch helfen bei roten und cremefarbenen Katzen sicher bestimmen zu können, ob sie Solid oder Tabby sind.
Rote oder Cremefarbene Tabbykatzen haben im Gegensatz zu den Solidkatzen dieser Farbe immer:
- Eine helle Augenumrandung, bezeichnet als „Brille“
- Ein helles Kinn
- Oftmals nicht komplett durchgefärbte Schnurrhaarkissen
- Einen hellen OhrenINNENrand

Diese Merkmale gelten davon abgesehen natürlich für alle Tabbykatzen. Bei anderen Farben außer Rot und Creme kommt als sicheres Identifikationsmerkmal noch die Nase dazu: Bei Solidfarbenen Katzen ist sie immer in der Fellfarbe gefärbt, bei Tabbykatzen ist sie lediglich mit der Fellfarbe umrandet. Bei roten und cremefarbenen Katzen hat man allerdings das Problem, dass die Nasen (meist) immer Rosa sind.

Auf den folgenden Bildern seht ihr einen Red Solid Kater und einen Red Tabby Kater im Vergleich:


NFO (NFO = Norwegische Waldkatze) Kater in Red Tabby von Calabrone



NFO Kater in Red Solid von Calabrone



1b. Tabbyarten

Es gibt 4 Tabbyarten (Bengalenmuster ausgeschlossen):
- Classic Tabby (weitere Bezeichnung: Blotched, zu dt. gestromt)
- Mackerel Tabby (zu dt. getigert)
- Spotted Tabby (zu dt. gepunktet)
- Ticked Tabby (zu dt. getickt)


Beispielbilder dazu siehe unter Post 1 und 9 im Thread und die folgenden:

Classic Tabby:


Maine Coon Katze Bestla von Ioannina in Red Classic Tabby


Kater Butzi von zoeytrang in Black Classic Tabby White


Mackerel Tabby:


Maine Coon Kater Gizmo (Sternchen) von Ioannina in Black Mackerel Tabby


Kater Willi von mucki 1 in Black Mackerel Tabby


Spotted Tabby:


Kater Buster von Fäger in Black Spotted Tabby mit kleinen Punkten


Kater Paulchen von Ioannina in Blue Silver Spotted Tabby mit eher großen Spots


Ticked Tabby:


Somali Kater Limbo von Bernstein von Ayleen in Black Ticked Tabby (= Ruddy)


Katze Hoppskopp von Menki in Black Ticked Tabby


2x Spotted Tabby, 1x Ticked Tabby nebeneinander:


Katzen Triel, Sira und Amonet von Amonet


1c. weibliche Katzen mit 2 Farben

Weibliche Katzen (in Ausnahmefällen auch Kater) können auch 2 Farben aufweisen: Black und Red, Chocolate und Red, Cinnamon und Red oder die jeweiligen verdünnten Paare: Blue und Creme, Lilac und Creme, Fawn und Creme. Diese Katzen bezeichnet man dann als Tortie. Voran stellt man die Farbe der Schwarzserie, nicht die der Rotserie. Man sagt also, Black Tortie und nicht Red Tortie. Es heißt Lilac Tortie und nicht Creme Tortie usw. Wichtig: Die Katze hat immer entweder beide Farben unverdünnt (Black, Chocolate, Cinnamon, Red) oder beide verdünnt (Blue, Lilac, Fawn, Creme). Aber sie hat nie Black und Creme!
Wenn ihr eine Tortie-Katze habt, die zusätzlich auch ein Tabbymuster aufweist, dann nennt man das Tortie Tabby, was meistens in Torbie umbenannt wird. Eine Black Tortie mit Classic-Tabbymuster heißt dann Black Classic Tortie Tabby oder Black Classic Torbie. Wichtig: Entscheidend ist immer, ob die Farbe der Schwarzserie bzw. verdünnten Schwarzserie bemustert ist, nur dann ist es Torbie. Denn die roten oder cremefarbenen Stellen haben immer eine Musterung (siehe 1a), auch bei Torties.


Blue Tortie vs. Blue Torbie Classic: Maine Coon Violetta und Josefina von Waffelkater


Nun erstmal ein paar Beispiele für euch

Beispiel 1:
Wenn ihr euch nun Franz anschaut, könnt ihr die Farbe schnell bestimmen: Black (damit entfällt 1a).
Wenn ihr nach einer Tabbymusterung schaut, seht ihr keine, damit entfällt 1b.
Daraus folgend ist Franz einfach Black oder auch Black Solid genannt.




Kater Franz von dieMiffy in Black


Beispiel 2:
Wenn ihr euch Pepi anschaut, ist der eindeutig Rot. Er ist nicht Creme, auch wenn der Untergrund sehr cremefarben ist, entscheidend ist die Farbe des Musters und die ist intensiv Rot. Wenn ihr nach der Tabbymusterung schaut, ist eine da. Wenn wir nun 1a beachten, sehen wir auch schnell, dass er wirklich Tabby ist, da er alle Tabbykriterien erfüllt:
- Weißes Kinn
- Im Schnurrhaarbereich nicht komplett durchgefärbt
- Helle „Brille“
- Heller Ohreninnenrand
Damit ist er schonmal Red Tabby. Nun müssen wir bei 1b nach dem Muster schauen. Ticked und Classic Tabby können wir gleich beim ersten Hinsehen ausschließen, denn er ist weder marmoriert, noch hat er an der Seite das Bulls Eye. Dann müssen wir genau hinsehen: Pepi hat im vorderen Bereich zwar Streifen wie beim Mackerel, im hinteren Körperbereich sind diese aber zu Tupfen aufgebrochen. Daher hat er das Muster Spotted. Er ist also Red Spotted Tabby.


Kater Pepi von dieMiffy in Red Spotted Tabby



Im Gesicht sind deutlich die Merkmale für Tabby zu sehen



Im vorderen Bereich des Körpers ist er noch getreift / getigert


Sein Muster mit den Spots:













2. Hat eure Katze Weißscheckung?

Wenn nein, bleibt die unter 1. ermittelte Farbbezeichnung. Wenn ja, dann wird an die bisherige Farbbezeichnung (ganz am Ende) noch ein „White“ angehangen. Beispiel: Black White oder Black Classic Tabby White usw.
Die Menge an Weißscheckung ist dabei im Prinzip egal, wobei es bei manchen Rassen auch spezielle Bezeichnungen für hohe Weißanteile gibt (Van, Harlekin etc., siehe unter Beitrag Weißscheckung).

Geändert von dieMiffy (24.02.2018 um 15:51 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2015, 23:31
  #12
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard Farbbestimmung Teil 2

Achtung: Die Weißscheckung beginnt immer an den Pfoten. Wenn eure Katze also einen kleinen weißen Brustfleck (Medaillon) hat, aber keinerlei Weiß an den Füßen, dann hat sie keine Weißscheckung und die Zusatzbezeichnung „White“ entfällt. Auch das zuvor genannte „weiße“ Kinn einer Tabbykatze heißt nicht, dass sie Weißscheckung hat.
Wenn eure Katze komplett weiß ist, dann ist sie aller Wahrscheinlichkeit nach Epistatisch Weiß, was auch nur als Weiß bzw. White bezeichnet wird.


Beispiele:

Die folgende Katze hat z. B. nur einen weißen Brustfleck, aber kein Weiß an den Pfoten, deshalb ist ihre Farbbezeichnung Black.


Katze Tita von Trifetti in Black


Die folgenden zwei Katzen haben einmal sehr wenig Weißscheckung, einmal sehr viel, beide haben aber die gleiche Farbbezeichnung Black White.


Kater Paulchen von Wühlschrat in Black White mit wenig Weißscheckung


Katze Nala (Sternchen) von Kajci in Black White mit viel Weißscheckung


3. Hat eure Katze Silber?

Ob eure Katze mit Silber ist, seht ihr am Haaransatz. Bei Solidfarbenen Katzen ist der Haaransatz Weiß und erst nach einigen Zentimetern beginnt die Farbe (siehe Bild). Wenn das der Fall ist, wird an die Farbbezeichnung nach 1. und 2. noch ein „Smoke“ angehangen. Die Katze wäre dann also Black Smoke oder Black Smoke White.


Black Smoke Kater mit hellem Haaransatz, Foto von Usambara


Wenn eure Katze ein Tabbymuster hat, ist das Silber oftmals etwas schwieriger zu erkennen. Aber auch hier gilt: der Haaransatz ist weiß. Bei Black Tabby Katzen sieht man meistens besonders gut, dass sie Silber haben, weil die Brauntöne im Fell fehlen, d. h. man hat im Idealfall ein schwarzes Muster auf hellem, silbrig-weißen Untergrund. Ist der Silbergehalt noch stärker, verwischt zunehmend die Zeichnung und Farbe ist nur noch in den Haarspitzen (siehe Bilder unter dem Post über Silber).
Wenn das bei eurer Katze der Fall ist, wird zwischen die Farbbezeichnung (siehe 1.) und die Art des Tabbymusters (siehe 1b) noch ein „Silver“ gesetzt. Also z. B. ist die Katze dann Black Silver Classic Tabby. Ist die Intensität des Silbers stärker, sagt man statt „Silver“ dann „Silver Shaded“ (und lässt die Musterart und das Wort Tabby weg), also Black Silver Shaded. Ist die Intensität des Silbers noch stärker und die Katze erscheint fast weiß, nennt man es bei der Farbe schwarz nur „Chinchilla“. Wenn die Katze eine andere Farbe hat, nennt man es „Silver Shell“, also bsp. Blue Silver Shell.


4. Die Katze hat eine Maske und blaue Augen

Dann ist es eine sogenannte Pointkatze (und damit muss sie blaue Augen haben). Die Farbbestimmung nach 1., 2. und 3. bleibt bestehen, es kommt hinter die Farb- und Musterbezeichnung lediglich ein „Point“. Eine Ausnahme gibt es: statt Black sagt man „Seal“. Und man lässt die Bezeichnung der Musterart weg und sagt nur „Tabby“. Farbbestimmend ist die Maskenfarbe.
Die Katze ist dann z. B. Seal Point, Seal Tabby Point, Seal Tabby Point White, Seal Smoke Point, Seal Silver Tabby Point White usw.


5. Keine der genannten Farben oder Zusätze passt

Dann kann eure Katze noch die Farbe „Amber“ aufweisen, was oft ein rötlich-brauner Farbton ist, wobei sie aber schwarze Ballen hat und oftmals als Tabbyvariante auch schwarze Musterung (am Schwanz), da diese Farbe eine Modifikation von schwarz ist.
Aber Achtung: Dazu müsste eure Katze ein reinrassiger Norweger sein und dann steht es auch in den Papieren ;-)

Platzhalter Bild Amber-Katze
Norwegische Waldkatze: Kater Higgins von Ceridwen90 in Amber Tabby, man sieht noch die schwarze Farbe unten am Pfötchen


Dann kann eure Katze noch "Golden" sein, damit ist ein aprikotfarbener bis goldrötlicher Farbton gemeint (siehe Bild und Post über Golden). Als Grundfarbe ist die Katze dann trotzdem Black Tabby (oder etwas anderes aus der Schwarzserie bzw. deren Verdünnungen).
Auch das ist eine seltene „Farbe“, welche nur in Kombination mit grünen Augen auftritt und eigentlich nur in gezielter Zucht.


Perser Katze Stella von Menki in Black Golden Shaded



Trotz allem kann man es oft genug nicht oder nur sehr schwierig rausfinden, welche Farbe die Katze hat. Ein paar schwierige Beispiele:

Beispiel 1: Kater Lui von echo



Maine Coon Kater Lui von echo

Gehen wir der Reihe nach vor:
Unter 1. können wir ihn recht schnell der Farbe Blue zuordnen, also entfällt 1a. Nun müssen wir schauen, ob er ein Tabbymuster zeigt. Sieht man seinen Rücken und die Seiten an, ist da kein Tabbymuster zu erkennen.


Rücken von Kater Lui

Schauen wir allerdings in sein Gesicht, sehen wir die helle Brille, das helle Kinn, nicht vollständig durchgefärbte Schnurrhaarkissen und den hellen Ohreninnenrand. Demnach ist er Tabby.


Tabbymerkmale im Gesicht bei Lui

Die Art des Tabbymusters ist vermutlich Classic Tabby.
Nun ist er also erstmal ein Blue Classic Tabby.

Dann schauen wir unter 2., ob er Weißscheckung hat. Hat er nicht, die Zusatzbezeichnung entfällt.

Dann schauen wir unter 3. ob er Silber, also einen hellen Haaransatz hat. Den hat er, damit hat er Silber. Bei den Tabbykatzen mit „normaler Silberintensität“, also nur hellem Haaransatz, fügen wir ein „Silver“ dazu und damit ist man fertig.
Lui ist ein Blue Silver Classic Tabby.



Beispiel 2: Katze Sissi



Katze Sissi von dieMiffy

Auf den ersten Blick sieht sie nach einer reinweißen Katze aus, schauen wir aber genauer hin, speziell an Rücken und Schwanz, sehen wir einen rötlichen bzw. cremefarbenen Ton. Da er an der Seite am Schulterblatt doch recht intensiv rötlich ist, entscheiden wir uns für die Farbe Rot.


Sissi mit ihrem Rot

Damit müssen wir wieder unter 1a schauen, ob sie Solid oder Tabby ist. Schauen wir in ihr Gesicht, haben wir ein Problem: Alle Tabbymerkmale (Kinn, Brille, Schnurrhaarkissen, Ohreninnenrand) sind weiß. Damit haben wir gleich Punkt 2 abgearbeitet und wissen dass sie Weißscheckung hat, aber wir sehen nicht, ob sie nun Red Tabby oder Red Solid ist.
Die einzige Farbe, die sie im Gesicht aufweist, ist eine hellrote „Flamme“ auf der Stirn, oberhalb der Augen.


Gesicht von Sissi, alle Merkmale, die auf Tabby bzw. Solid hindeuten, sind von Weißscheckung überdeckt

Also lassen wir das erstmal offen und wissen bisher nur, sie ist Red White.

Machen wir weiter mit Punkt 3, dem Silber. Da ihr Rot wirklich sehr „verblasst“ ist und es nicht deutliche Abgrenzungen zwischen Rot und Weiß in ihrem Fell gibt, ist das schon ein deutliches Zeichen für Silber. Schaut man ihren Haaransatz an, ist der auch weiß, ca. 1/3 bis die 1/2 des Haares ist ungefärbt.


Heller bzw. ungefärbter Haaransatz bei Sissi, das heißt,sie ist mit Silber


Wenn wir jetzt annehmen würden, sie ist eine Red Solid Katze, also ohne Tabbymuster, dann wäre ihre vollständige Farbbezeichnung Red Smoke White.
Wenn wir annehmen, sie ist Red Tabby, dann wäre ihre vollständige Farbbezeichnung aufgrund der stärkeren Intensität des Silbers Red Silver Shaded White.

Man kann allgemein bei Rot-Silbernen Katzen und Katern beobachten, dass die Red Solid Katzen mit Silber mit zunehmendem Alter meist eine stärkere Farbintensität im Gesicht bekommen, während die Red Tabby Katzen mit Silber eher heller werden im Gesicht.
Aufgrund dieser Beobachtung kann man annehmen, dass Sissi wohl eher eine Red Tabby Katze ist, anstatt eine Red Solid, da sich die wenige Farbe, die sie im Gesicht hat (die erwähnte rote Flamme auf der Stirn), über die Jahre aufgehellt hat.

Sissis Farbe heute:







Sissis Farbe als sie jünger war:







Demnach ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit Red Silver Shaded White.




Beispiel 3: Katze Thalia von Rayve:


Maine Coon Katze Thalia

Gehen wir der Reihe nach vor: Als erstes sehen wir besonders im Gesicht, dass Thalia 2 Farben hat, also Tortie ist. Es könnte Blau und Creme sein, oder Schwarz und Rot mit Silber, da ihre Farbe so blass ist. Es ist Schwarz und Rot mit Silber.
Schauen wir genauer in ihr Gesicht, sehen wir, dass sie eine Tabbykatze ist: helle Brille, heller Ohreninnenrand, helles Kinn, nicht durchgefärbte Schnurrhaarkissen. Ihr Tabbymuster ist Classic.


Tabbymerkmale von Thalia

Mit dem Tabby und dem Silber ist sie nun also Black Silver Classic Torbie.

Schauen wir aber auf ihre Beine und Pfoten, so sind diese weiß, d. h. sie hat noch zusätzlich Weißscheckung.


Weißscheckung an den Pfoten und Beinen bei Thalia

Demnach ist sie eine Black Silver Classic Torbie White.

Geändert von dieMiffy (13.01.2018 um 15:49 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2015, 00:07
  #13
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard Farbe Black Teil 1

Black
(EMS-Code: n)


Katze Saci von saga


Maine Coon Kater Irving von Ioannina


Maine Coon Kater Linus von Ioannina


Maine Coon Kater Nero von Deichkind&7


Kater Henry von mucki 1


Kater Sooty (Sternchen) von Feuerkopf



Black White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van n 01, Harlequin n 02, Bicolour n 03, unspecific n 09)


Kater "Bonsai" von Trifetti


Kater Paddy von Blackfire


Kater Misha von Fäger


Kater Bruno von Rickie


Kater Jack von Antje.


Kater Toni von Rickie


Kater Socke von Willi Winzig


Katze Saira (Sternchen) von Husky92


Katze Pandora von Waffelkater



Black Smoke
(EMS-Code: ns)


Dragoncoons Freddy (Maine Coon Kater) von Avari in Black Smoke


Maine Coon Kater Drago von Riari


Kater Nero (Sternchen) von nicker


Kater Nero von Saphira15


Katze Leni von gungl



Black Smoke White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van ns 01, Harlequin ns 02, Bicolour ns 03)


Katze Isis von Königscobra


Kater Werner von badmax


Norwegischer Waldkater Maks von Traeumerle62



Black Tabby
(EMS-Code: Classic Tabby n 22, Mackerel Tabby n 23, Spotted Tabby n 24, Ticked Tabby n 25)


Maine Coon Kater Sambuco von Ioannina in Black Classic Tabby


Woidgeistas Kimba (Norwegische Waldkatze) von Avari in Black Mackerel Tabby


Kater Pouchi von Mautelix in Black Spotted Tabby


Katze Holly von saga in Black Mackerel Tabby


Katze Kajci von Kajci in Black Spotted Tabby


Katze Trielo von tiedsche in Black Classic Tabby


Katze Naris von tiedsche in Black Classic Tabby


Somali Kater Limbo von Bernstein von Ayleen in Black Ticked Tabby (= Ruddy)


Bengal Katze Phoeny von Jolinar in Black (Brown) Spotted Tabby


Katze Triel von Amonet in Black Spotted Tabby


Katze Amonet von Amonet in Black Ticked Tabby


Deutsch Langhaar Kater Murphy (Mörfelchen ) von Muggili in Black Mackerel Tabby


Kater Willi von Willi2014 in Black Mackerel Tabby



Black Tabby White
(EMS-Code: Classic Tabby je nach Weißgrad: Van n 22 01, Harlequin n 22 02, Bicolour n 22 03, unspecific n 22 09,
Mackerel Tabby je nach Weißgrad: Van n 23 01, Harlequin n 23 02, Bicolour n 23 03, unspecific n 23 09,
Spotted Tabby je nach Weißgrad: Van n 24 01, Harlequin n 24 02, Bicolour n 24 03, unspecific n 24 09,
Ticked Tabby je nach Weißgrad: Van n 25 01, Harlequin n 25 02, Bicolour n 25 03, unspecific n 25 09)


Katze Prissy von Rickie in Black Mackerel Tabby White


Kater Klaas von Antje. in Black Mackerel Tabby White


Norwegische Waldkatze Enzo von Jade in Black Mackerel Tabby White


Norwegische Waldkatze Björn von Jade in Black Mackerel Tabby White


Kater Liwanu von Husky92 in Black Mackerel Tabby White


rechts: Katze Lilly von Lucylle in Black Spotted Tabby White


Katze Lyanna von HappyNess in Black Spotted Tabby White



Black Silver Tabby
(EMS-Code: Classic Tabby ns 22, Mackerel Tabby ns 23, Spotted Tabby ns 24, Ticked Tabby ns 25)


Maine Coon Kater Levin von Ioannina in Black Silver Classic Tabby


Katze Olga von Rickie in Black Silver Spotted Tabby


Maine Coon Katze Tabby von Dine@ in Black Silver Mackerel Tabby


Katze Dinah von Starfairy in Black Silver Mackerel Tabby


BKH Katze Iuna von Laryen in Black Silver Spotted Tabby


BLH Katze Suki von Laryen in Black Silver Spotted Tabby


BKH Kater Silver von Miriquidius in Black Silver Ticked Tabby



Black Silver Tabby White
(EMS-Code: Classic Tabby je nach Weißgrad: Van ns 22 01, Harlequin ns 22 02, Bicolour ns 22 03, unspecific ns 22 09,
Mackerel Tabby je nach Weißgrad: Van ns 23 01, Harlequin ns 23 02, Bicolour ns 23 03, unspecific ns 23 09,
Spotted Tabby je nach Weißgrad: Van ns 24 01, Harlequin ns 24 02, Bicolour ns 24 03, unspecific ns 24 09,
Ticked Tabby je nach Weißgrad: Van ns 25 01, Harlequin ns 25 02, Bicolour ns 25 03, unspecific ns 25 09)


ASH Kater Blue von steinhoefel in Black Silver Classic Tabby White


Norwegische Waldkatze Kater Jamie von Phillis in Black Silver Classic Tabby White


Norwegischer Waldkater Fabio von Calabrone in Black Silver Classic Tabby White


Kater Wuggi von Hörnchen77 in Black Silver Spotted Tabby White



Black Silver Shaded
(EMS-Code: ns 11)


Burmilla Kater Eros von Eppendorf von Ayleen (Sternchen )


Perser Kater Herr Mecky von ciari



Black Silver Shell (Chinchilla)
(EMS-Code: ns 12)


Perser Kater Muggel (Sternchen) von Muggili



Seal (= Black) Point
(EMS-Code: n)


Thai Katze Mia von steinhoefel


Kater Diesel von fancypants


Ragdoll Kater Smokie von erolennah (Seal Colour Point)


Kater Taki von bunteriro



Seal (= Black) Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van n 01, Harlequin n 02, Bicolour n 03, unspecific n 09)


Kater Bandit von Strexe


Kater Terence von Mautelix


Ragdoll Katze Tora von Raggy4 in Seal Point Mitted (= Seal Point White)



Seal (= Black) Smoke Point
(EMS-Code: ns)



Seal (= Black) Smoke Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van ns 01, Harlequin ns 02, Bicolour ns 03, unspecific ns 09)



Seal (= Black) Tabby Point
(EMS-Code: n 21)


Heilige Birma Kater Diego von spidercat


Heilige Birma Katze Mausi von MucklMausl


Heilige Birma Katze Mucki von MucklMausl


Kater Xaverl von gungl



Seal (= Black) Tabby Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van n 21 01, Harlequin n 21 02, Bicolour n 21 03, unspecific n 21 09)


Katze Jenny von Starfairy


Katze Jayla (Sternchen) von Starfairy


Neva Masquerade Kater Rumo von Zitronenschale



Seal (= Black) Silver Tabby Point
(EMS-Code: ns 21)



Seal (= Black) Silver Tabby Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van ns 21 01, Harlequin ns 21 02, Bicolour ns 21 03, unspecific ns 21 09)

Geändert von dieMiffy (24.02.2018 um 16:11 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2015, 00:08
  #14
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard Farbe Black Teil 2

Black
(EMS-Code: n)


Kater Michio von susagu


Kater Franz von dieMiffy


Kater Maurice von susagu's Mama


Kater Moritz (Sternchen ) von Hörnchen77


Katze Puscha von Husky92


Katze Arya von HappyNess


Katze Peppi von Paula13



Black White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van n 01, Harlequin n 02, Bicolour n 03, unspecific n 09)


Kater Mütze von mucki 1


Katze Mimi von Feuerkopf


Kater Joschi von Willi2014


Kater Caspar (Sternchen) von Piepmatz


Kater Zeus von Piepmatz


Maine Coon Kater Toni von kymaha


Kater Oreo von cordophone


Katze Sammy (Sternchen) von Avari


Kater Jaimy von Jorya


Kater Sirius von Nessarose


Kater Eddi (Sternchen) von Jorya



Black Smoke
(EMS-Code: ns)


Deutsch Langhaar Katze Saphira von Traeumerle62


OKH Katze Sheila von UlliM in Black Smoke (= Ebony Smoke)


Katze Ebony von Irmi



Black Smoke White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van ns 01, Harlequin ns 02, Bicolour ns 03)


Kater Ozzy von Little_Paws


Kater Sammy von Aragon & Co.


Kater von Starfairy



Black Tabby
(EMS-Code: Classic Tabby n 22, Mackerel Tabby n 23, Spotted Tabby n 24, Ticked Tabby n 25)


Kater Paco von Little_Paws in Black Spotted Tabby


OKH Kater Yuma von Morsmordre in Black Spotted Tabby


European Star's Amira aka Mirimaus, Mischling aus German Rex und Hauskatze von Teufeline in Black Spotted Tabby


German Rex (GRX) ZZ-Top v.H. Hamann von Teufeline in Black Tabby


Katze Hoppskopp von Menki in Black Ticked Tabby


Katze Tutnix von Tutnix1988 in Black Spotted (?) Tabby


Maine Coon Kater Mogli von kymaha in Black Mackerel Tabby


Maine Coon Kater Balou von kymaha in Black Classic Tabby


Bengal Kater Finn von Jolinar in Black (Brown) Marbled Tabby


Bengal Kater Arthur von Arthur in Black Rosetted Tabby


Katze Frida von Jorya in Black Classic Tabby


Katze Sira von Amonet in Black Spotted Tabby


Kater Räuber von giovi in Black Classic Tabby


Kater Simba von Shaja in Black Spotted Tabby


Kater Ricky von Antje. in Black Spotted Tabby



Black Tabby White
(EMS-Code: Classic Tabby je nach Weißgrad: Van n 22 01, Harlequin n 22 02, Bicolour n 22 03, unspecific n 22 09,
Mackerel Tabby je nach Weißgrad: Van n 23 01, Harlequin n 23 02, Bicolour n 23 03, unspecific n 23 09,
Spotted Tabby je nach Weißgrad: Van n 24 01, Harlequin n 24 02, Bicolour n 24 03, unspecific n 24 09,
Ticked Tabby je nach Weißgrad: Van n 25 01, Harlequin n 25 02, Bicolour n 25 03, unspecific n 25 09)


Katze Piccolina von Starfairy in Black Classic Tabby White


Maine Coon Kater Menki von Menki in Black Classic Tabby White


Katze Mawu von susagu in Black Mackerel (?) Tabby White


Kater Nelson von Eliza-Nelson in Black Classic Tabby White


Katze Lilly von Hörnchen77 in Black Mackerel Tabby White


Katze Moritz (Sternchen) von Avari in Black Mackerel Tabby White


Katze Matilda von Jorya's Eltern in Black Mackerel Tabby White


Katze Minou (Sternchen) von Tiffy 06 in Black Mackerel Tabby White


Kater Ari von Saphira15 in Black Classic Tabby White


Kater Isle (Streuner) von Rote Tiger in Black Tabby White


Katze Amelie von Arry in Black Ticked Tabby White



Black Silver Tabby
(EMS-Code: Classic Tabby ns 22, Mackerel Tabby ns 23, Spotted Tabby ns 24, Ticked Tabby ns 25)

Platzhalter
Sibirischer Waldkater Faramir von Simbelmyne in Black Silver Classic (?) Tabby


Maine Coon Kater Kimba (Sternchen) von Ioannina in Black Silver Classic Tabby


Maine Coon Kater Gustav von Miralka in Black Silver Mackerel Tabby


Maine Coon Kater Mr. Cool aka Mr. Lover Lover () von Ioannina in Black Silver Mackerel Tabby


Ägyptisch Mau Katze Minki von giovi in Black Silver Spotted Tabby


Kater Filou von Tiffy 06 in Black Silver Classic Tabby



Black Silver Tabby White
(EMS-Code: Classic Tabby je nach Weißgrad: Van ns 22 01, Harlequin ns 22 02, Bicolour ns 22 03, unspecific ns 22 09,
Mackerel Tabby je nach Weißgrad: Van ns 23 01, Harlequin ns 23 02, Bicolour ns 23 03, unspecific ns 23 09,
Spotted Tabby je nach Weißgrad: Van ns 24 01, Harlequin ns 24 02, Bicolour ns 24 03, unspecific ns 24 09,
Ticked Tabby je nach Weißgrad: Van ns 25 01, Harlequin ns 25 02, Bicolour ns 25 03, unspecific ns 25 09)


Maine Coon Kater Amaergins Sherlock von Aragon & Co. in Black Silver Mackerel Tabby White



Black Silver Shaded
(EMS-Code: ns 11)


Perser Kater Milow von Feenmond


Maine Coon Katze Arianna von Miralka



Black Silver Shell (Chinchilla)
(EMS-Code: ns 12)



Seal (= Black) Point
(EMS-Code: n)


Kater Kimi von bunteriro



Seal (= Black) Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van n 01, Harlequin n 02, Bicolour n 03, unspecific n 09)



Seal (= Black) Smoke Point
(EMS-Code: ns)



Seal (= Black) Smoke Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van ns 01, Harlequin ns 02, Bicolour ns 03, unspecific ns 09)



Seal (= Black) Tabby Point
(EMS-Code: n 21)


Bengal Kater Shiroi von Arthur in Seal Lynx Charcoal (= Seal Rosetted Tabby Point mit Charcoal-Überzug)


Ex-Pflegekater Angelito von Blackfire



Seal (= Black) Tabby Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van n 21 01, Harlequin n 21 02, Bicolour n 21 03, unspecific n 21 09)


Kater Sam von Little_Paws in Seal Spotted Tabby Point White


Tierheimkater von Rickie in Seal Mackerel (?) Tabby Point White



Seal (= Black) Silver Tabby Point
(EMS-Code: ns 21)



Seal (= Black) Silver Tabby Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van ns 21 01, Harlequin ns 21 02, Bicolour ns 21 03, unspecific ns 21 09)

Geändert von dieMiffy (24.02.2018 um 15:37 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Alt 31.12.2015, 00:27
  #15
dieMiffy
Forenprofi
 
dieMiffy
 
Registriert seit: 2013
Ort: Jena
Alter: 35
Beiträge: 10.237
Standard Farbe Black mit Red = Black Tortie Teil 1

Black Tortie
(EMS-Code: f)


Katze Kira von Kajci


Katze Feli von ninabella


Katze Gina von mucki 1


Norwegischer Waldkater Topolino von Calabrone


Katze Lina (Sternchen) von susagu's Mama


Katze Chouchou von Ladyhexe



Black Tortie White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van f 01, Harlequin f 02, Bicolour f 03, unspecific f 09)


BLH Katze Jessy von Puschlmieze


Katze Delli von Kristanca


Katze Cindy (Sternchen) von cindy55


Norwegische Waldkatze Serenissima von Calabrone


Katze Frau Katz von Ladyhexe


Katze Pixie von Kare



Black Tortie Smoke
(EMS-Code: fs)


Norwegische Waldkatze Yuki von susagu


Katze Mocca von Jorya



Black Tortie Smoke White


Maine Coon Katze Calla von Rayve


Black Tortie Tabby = Black Torbie
(EMS-Code: f 21)


Maine Coon Katze Minou von Ioannina in Black Classic Torbie


Katze Vicky von Little_Paws in Black Mackerel Torbie


Katze Taiga von ninabella in Black Mackerel (?) Torbie


Katze Lupina von Tossina in Black Classic Torbie


Katze Luna von Tiffany396


Katze Saphira von Saphira15 in Black Mackerel Torbie


Katze Emma von Arry in Black Mackerel Torbie


Katze Trixie von Miezerl in Black Classic Torbie



Black Torbie White
(EMS-Code: f 09 nur Siam)


Katze Lana von Wühlschrat in Black Mackerel Torbie White


Katze Mara von ninabella in Black Classic (?) Torbie White


Sibirische Waldkatze Maja von Usambara in Black Classic Torbie White


Katze Tinkerbell von Phillis in Black Classic Torbie White


Katze Flitzmaus von Starfairy in Black Mackerel Torbie White


Katze von Ankaa in Black Classic (?) Torbie White



Black Silver Torbie


Sibirische Waldkatze Finyia von Simbelmyne in Black Silver Classic Torbie


Norwegische Waldkatze Sora von susagu in Black Silver Torbie


Maine Coon Katze Guinnie von Rayve in Black Silver Classic Torbie



Black Silver Torbie White


Norwegische Waldkatze Jeannie von Katzenherzchen in Black Silver Mackerel Torbie White


Maine Coon Katze Thalia von Rayve in Black Silver Classic Torbie White


Norwegische Waldkatze Grizabella von Calabrone in Black Silver Classic Torbie White



Black Silver Shaded Torbie



Black Silver Shell Torbie



Seal (= Black) Tortie Point
(EMS-Code: f)


Katze Micaela von May Belle



Seal (= Black) Tortie Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van f 01, Harlequin f 02, Bicolour f 03, unspecific f 09)


Tierheimkatze von Rickie


Katze Boost von Strexe


Katze Rikku von bunteriro



Seal (= Black) Tortie Smoke Point
(EMS-Code: fs)



Seal (= Black) Tortie Smoke Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van fs 01, Harlequin fs 02, Bicolour fs 03, unspecific fs 09)



Seal (= Black) Tortie Tabby (= Torbie) Point
(EMS-Code: f 21)


Katze Momo von Sandowa in Seal Ticked Torbie Point



Seal (= Black) Torbie Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van f 21 01, Harlequin f 21 02, Bicolour f 21 03, unspecific f 21 09)


Katze Lizzie von Arry in Seal Tortie Tabby Point White (?)



Seal (= Black) Silver Torbie Point
(EMS-Code: fs 21)



Seal (= Black) Silver Torbie Point White
(EMS-Code: je nach Weißgrad: Van fs 21 01, Harlequin fs 21 02, Bicolour fs 21 03, unspecific fs 21 09)

Geändert von dieMiffy (03.08.2019 um 14:04 Uhr)
dieMiffy ist offline  
Mit Zitat antworten
Antwort

« Vorheriges Thema: Ich vs. Tierarzt | Nächstes Thema: Der "Eifeltiger" ist zurück »
Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Werbung:
Lucky Kitty Pets Nature

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 03:24 Uhr.

Über uns
Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzen Forum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.