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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 20.06.2017, 17:41   #1
Petra1
Neuling
 
Registriert seit: 2011
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 6
Standard Leukozytose, Anämie, Inappetenz - Tierärzte ratlos

Ihr Lieben!

Vielleicht kann mir hier jemand helfen. Ich werde jeden Tag hoffnungsloser.

Vorab: Ich habe sieben Katzen. Alle hatten von Mitte Dezember bis Mitte April Pilzverdacht und wurden mit hochtoxischen Medis (Griseofulvin, Itrafungol und Terbinafin) drei Mal durchbehandelt, es kam immer alles sofort wieder Umgebung wurde komplett alle fünf Tage desinfiziert, auch wurden alle Katzen alle fünf Tage in antimykotischen Shampoos gebadet. Kein TA konnte aber je einen Pilz nachweisen, weder durch inzwischen sieben Kulturen, 4 PCRs und drei Stanzpiopsien (Letztere beim am schlimmsten betroffenen Kater).

Anfang 2015 hatten wir Microsporum Canis, nachgewiesen per Kultur. Damals hatte ich mit Itrafungol, Bädern und Umgebungsdesinfektion den Mist gut losbekommen. Dieses Mal sah die Haut klinisch exakt so aus, aber nichts hat geholfen.

Bis jetzt gibt es bei vier Katzen immer wieder neue Papeln an den Ohren und Schläfen, Verkrustungen, Rötungen. Gerade wird es wieder deutlich schlimmer. Ich behandle ausschließlich lokal mit BelaVet und kolloidalem Silber, desinfiziere die Wohnung alle paar Tage mit Ozon. Denn jede weitere Chemie würde meine Schätze das Leben kosten. Und ich weiß ja nicht mal, ob es Pilz ist.

Jeder schließt es mittlerweile aus. Milben sind übrigens auch ausgeschlossen. Wir waren auch extra beim Kleintier-Dermatologen in Wiesbaden (Wir wohnen im Raum Karlsruhe nahe Bad Herrenalb). Im Dezember waren es noch zehn Katzen (ich bin Pflegestelle), drei sind mittlerweile nach der Pilz-Behandlung ausgezogen und seit Wochen komplett symptomfrei. Ich habe die gesamten vier Behandlungsmonate parallel entgiftet und die Immunsysteme gepusht.

Nun aber mein eigentliches Anliegen - KATER GRISÙ:

Weil das alles ein einziger Alptraum war, mussten meine Katzen Ende März stationäre zu meiner TÄ (ich hatten einen kompletten Zusammenbruch). Sie blieben dort 14 Tage. Als sie zurückkamen, hatte Grisù von 5,1 auf 4,5 Kilo abgenommen. Seither isst er kaum noch. Damit fing es an. Mit der Inappetenz. Er hatte auch Fieber (39,8).

Wir haben einen großen Check-up gemacht. Leichte Leukozytose (25 Tsd), schlechte Leberwerte. Ich habe die Leber behandelt (homöopathisch). Nach vier Wochen neues Blutbild mit Elektrophorese und CoV-Titer. Leber- und Nierenwerte tiptop, Leukos etwas runter (22). Aber: Gesamteiweiß erhöht, Globuline erhöht, Albumin erniedrigt., A/G-Quotient 5,3, Gamma-Globuline extrem hoch. Leichte Anämie. CoV-Titer 1:800. Alles zusammen legte den Verdachte auf FIP nahe.

Also Sonographie. Alles gut. Kein Erguss, Organe komplett unauffällig, nichts Granulomatöses (was bei einer trockenen Form fast immer der Fall wäre). Ich war etwas erleichtert. Auch weil Mein Schatz immer normale Temperatur hatte. Zwei Wochen später neue Sono. Da war die Milz plötzlich drei Mal so groß. Eine Woche später wurde die Milz entfernt (am 22.5.), da war sie bereits 5 Mal so groß wie normal.

Drei Tage nach der OP bekam Grisù Fieber. Seine Schleimhäute sind komplett weiß. Maul, Bindehäute fast we Marmor. Das Fieber geht nicht weg. Er hat nonstop eine Temperatur zwischen 39,6 und 40,0 Grad. Hätte eine Nachwirkung der OP sein können - aber nicht über jetzt mittlerweile vier Woche. Oder doch? Er bekam seit OP erst einen Woche Dufamox, dann zehn Tage Xeden (falls es Blutparasiten gewesen wären hätte das laut TÄ geholfen), seither Kesium. Er schmatzt seit der Rückkehr aus der Klinik manchmal vor sich hin.

Milzpatho (histolog, Befund):
Die Vergrößerung ist eine "reaktive Veränderung im Sinne einer lymphatischen Hyperplasie" gewesen, "die möglicherweise mit dem Vorliegen einer immunologischen Stimulierung im Einklang stehen würde"; kein Hinweis auf klinisch relevante (entzündliche oder neoplastische) Veränderungen.

Am 12. Juni habe ich ein neues Blutbild machen lassen. Leukos bei 52,5, auch die FIP-relevanten Werte sind schlechter geworden Auch eine Nachwirkung der Milzentfernung? Ich hänge das Blutbild hier an.

FIV und FeLV sind ausgeschlossen, habe extra trotz negativem Elisa-Test (als er einzog) per PCR nachtesten lassen.

Die TÄ schließt mittlerweile einen Infekt aus, denn da hätte eines der Antibiotika längst anschlagen müssen. Sie glaubt auch nicht an FIP, denn es geht ihm allgemein okay, er läuft herum, spielt ab und zu, ist leicht müder als die anderen. Ihrer Ansicht nach ist auch einen Leukozytose überhaupt nicht FIP-typisch.

Grisú isst kleine Portionen, ich füttere etwas Reconvales und/oder Recovery zu. Das geht jetzt seit 6. April so, als meine Miezen aus der Klinik kamen. Und eben das ständige hohe Fieber ein der Milzentfernung.

Nun steht der Verdacht auf Leukämie, eine Knochenmarksache im Raum.

Kennt sich irgendjemand aus damit? Hat einen Rat, wohin ich mich mit meinem Grisù wenden könnte? Bin für jeden Tipp und Rat sehr sehr dankbar! Die Tierärzt in meiner Praxis wissen nicht weiter und sagen, ich soll einfach abwarten. Und nun das Kesium absetzen und schauen was passiert.

Eine sehr gute THP ist auch im Boot. Wir machen ein komplexes Immunaufbau- und Entgiftungsprogramm (mit allen Katzen wegen der vielen Antimykotike), Grisù hat das umfassendste wegen der aktuellen Symptomatik.

Vielen lieben Dank fürs Lesen und schnurrige Grüße

Petra & Katzentruppe
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Alt 20.06.2017, 17:53   #2
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Beiträge: 54.055
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Hast Du schon mal an die Tierklinik Hofheim gedacht? WEnn ich Wiesbaden lese, dürfte die nicht so weit weg sein. Die haben meines Wissens gute Onkologen und Internisten.

Verstehe ich das richtig: Drei Pflegis sind seit dem Auszug symptomfrei, die Katzen, die bei Dir leben aber nicht? Da denke ich sofort an irgendwelche Umweltgifte etc, hast Du das schon mal in Erwägung gezogen?
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Alt 20.06.2017, 19:16   #3
Petra1
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Beiträge: 6
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Ja, Umweltgifte hab ich bedacht. Ich wohne zwar schon 4 Jahre in der Wohnung, und dass innerhalb von zwei Wochen dann alle zehn auf irgendwas reagieren, ist sehr unwahrscheinlich. Geändert hab ich nichts. Weder Putzmittel, Waschmittel, keine neuen Möbel oder Textilien. Ich hab das Wasser untersuchen lassen. Hatte einen Schädlingsexperten da, nichts war zu finden. Wüsste nicht, was das noch sein könnte

Fünf von sieben Katzen hatten bzw vier haben derzeit (und seit dem Auszug der drei anderen Katzen) wieder Hautsymptome.

Futter-Allergie kann es auch nicht sein, alle essen komplett unterschiedlich.

----

Grisù:

Hofheim ist wie Wiesbaden (Dermatologe) fast drei Stunden Fahrt entfernt. Sonst wäre ich mit Grisù schon hin. Aber in seinem jetzigen Zustand so lang Auto fahren ... Weiß einfach nicht, ob ihm das nicht den Rest geben würde. Aber ich könnte anrufen und Blutbild schicken mir der Bitte, erst mal mit einem Arzt dort zu sprechen.

LG!
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Alt 20.06.2017, 19:28   #4
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Beiträge: 54.055
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Ach so, ich hatte nur Wiesbaden gelesen und Karlsruhe überlesen. Und leider weiß ich nicht, welche TK bei Euch in der Ecke infrage kommen würde.

Wenn Umweltgifte, Futterzusätze etc auszuschließen sind, dann kann es eigentlich nur noch ein unbekannter Erreger sein, auf den einfach noch nicht getestet wurde. Auf der anderen Seite wären dann aber die drei, die ausgezogen sind, jetzt nicht symptomfrei.

Hofheim wird Dir fernmündlich vermutlich nichts raten. Du könntest Dich aber mal erkundigen, wer an der Uni München die Dermatologen bzw. INternisten sind und die mal anmailen, ob die noch Ideen haben. Oder besser noch, Dein TÄ wendet sich an die Unis.
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