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Innere Krankheiten Diabetes, Krebs, Allergien, Herz-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 11.04.2016, 22:06
  #16
rlm
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rlm
 
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Kai, das was du beschreibst ist gut zu wissen.
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Alt 12.04.2016, 10:02
  #17
J.R. 1981
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Ich finde man sollte Cortison wirklich nur verabreichen wenn es denn auch angezeigt ist.
Ist es dann aber so und würde die Katze zb ohne Immunsuppression sterben, dann finde ich dass man das dann auch so akzeptieren sollte und sich nicht rechtfertigen muss warum die Katze das "böse" Cortison bekommt.

Ich habe auch schon gehört und erfahren dass Tierärzte gerne bei jedem "Pups" zu Cortison greifen. Das ist sicherlich unnötig, kontraproduktiv und kann andere Krankheiten hervorrufen.
Aber gerade im Bereich von schweren Autoimmunkrankheiten hilft Cortison schnell und zuverlässig und mann sollte da eine Therapie nur aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen nicht ablehnen.
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Alt 20.04.2016, 08:10
  #18
Freeman
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Freeman
 
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Also dann werde ich in 14 Tagen doch zu meinem TA gehen und von Neo ein Blubild machen lassen und schauen was dann mit dem Prednisolon weiter passiert.

Gruß Gerd
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Alt 20.04.2016, 08:46
  #19
petras
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petras
 
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Mein Mausi (11) bekommt seit ca. 1 1/2 Jahren wegen einer Thrombozytopenie Prednisolon. Aktuell sind wir bei täglich 2,5 mg (zu Beginn über 10 mg) und eine Kapsel Atopica.

Die Tierklinik München versucht jedesmal das Predni weiter zu reduzieren, wenn die Blutwerte stabil geblieben sind. Der Blutzuckerwert bzw. das Fructosamin sind gottseidank sehr gut.

Da die Ursache trotz aller Diagnostik (incl. Knochenmark Biopsie) nicht herausgefunden wurde, gehe ich inzwischen davon aus, dass sie es ihr Leben lang nehmen muss

Ja, und fett ist Mausi leider auch. Sie ist sehr bewegungsfaul geworden. Spielen mag sie auch nur sehr kurz und in den Garten geht sie eigentlich nur, wenn ich mitgehe bzw. sie rauslocke. Wir drehen dann brav 2 bis 3 Runden um das Beet und dann reicht es ihr auch schon. Leider
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Alt 23.04.2016, 16:35
  #20
Eva
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Zitat:
Zitat von Barbarossa Beitrag anzeigen
Nicht nur der Einsatz sollte genau überlegt sein, sondern auch das Absetzen.

Wurde Cortison über einen Zeitraum von mehr als 10 Tagen verabreicht, muss es über Wochen wieder ausgeschlichen werden. Leider gibt es viele TÄ, die das sehr lasch handhaben und nach einer Woche den Prozess des Ausschleichens beenden. So ein Vorgehen kann lebensbedrohlich sein.

Korrektes, nierenschonendes Ausschleichen bedeutet, dass wochenweise in kleinen Schritten reduziert werden muss, insbesondere zum Ende des Prozesses hin sind Reduzierungen in 0,25 mg-Schritten pro Woche angezeigt.
Hallo Kai,
in Foren lese ich immer wieder, dass bei Katzen schon nach 10 Tagen Cortisontherapie über Wochen ausgeschlichen werden muss.
Hast Du da mal einen Link zu?
In der Humanmedizin ist das nach 10 Tagen noch nicht nötig.

Man muss aber nicht wegen der Niere ausschleichen sondern weil (vereinfach gesagt) unter Cortisontherapie die Nebenniere kein Cortisol mehr produziert. Cortisol ist aber lebenswichtig für den Körper. Damit der Körper nicht plötzlich ohne Cortison da steht, weil die körpereigene Produktion noch nicht in Gang gekommen ist, muss ausgeschlichen werden. Das hat aber nichts mit der Niere zu tun.
In der Humanmedizin hängt es von der Dosis ab und von der Dauer der Therapie (und natürlich von der Grunderkrankung, die behandelt wird), ob und wie lange man ausschleicht. Ein Anhaltspunkt ist z.B. mehr als 20 mg Prednison für mehr als 3 Wochen: ausschleichen ist unbedingt nötig. Wenn nur 5 mg für 3 Wochen gegeben werden, muss in der Regel nicht ausgeschlichen werden. Für Katzen habe ich solche Werte noch nicht gefunden. Wo hast Du Deine Information denn her?
Eva ist offline  
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Alt 23.04.2016, 18:56
  #21
Barbarossa
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Barbarossa
 
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Hallo Eva,

bei Moritz waren es 10 mg über gute 2 Wochen. Meine TÄ wollte auf ihre bewährte Art ausschleichen: Tag 1 - kein Cortison, Tag 2 - 10 mg, Tag 3 - kein Cortison - bis Tag 5 oder 6 im Wechsel " - Sie können auch etwas reduzieren, dann ist genug ausgeschlichen. Mein Misstrauen gebot mir eine Zweitmeinung. Dieser TA war über diese für ihn bedrohlich scheinende "Schaukelpartie" wiederum entsetzt. Er empfahl mir die langsame Methode. Eine Humanmedizinerin ebenfalls. Und zu guter letzt beschwor mich meine THP unabhängig der anderen Meinungen, die sie nicht kannte, ebenfalls auf die langsame Vorgehensweise.

Vor Jahren hatte ein TA bereits über Cortisolmangel und Cortison refereriert, weil ich dieses strikt ablehnte. Mir ist seither klar, dass die Nebennierenrinde Cortisol produziert. Beim Menschen sieht man einen Mangel eher. Ich erinnere mich noch an seine Worte: "Was sieht der Mann aber immer gesund aus, so schön gebräunt. Was für ein schöner Teint. War bestimmt erst im Urlaub. - Nein, der leidet unter unerkanntem Cortisolmangel!"

Ich bin aufgrund drei völlig unabhängiger Meinungsäußerungen auf Nummer Sicher gegangen. Ohne Studie.
Barbarossa ist offline  
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Alt 24.04.2016, 12:41
  #22
Eva
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Registriert seit: 2006
Beiträge: 3.203
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Hallo Kai,

langsam ausschleichen schadet ja nicht und im Zweifel würde ich auch lieber auf Nummer sicher gehen und langsam ausschleichen. Aber es gibt Situationen, in denen es von Vorteil ist, wenn man nicht über Wochen ausschleichen muss. Und für solche Fälle hätte ich gerne einen Anhaltspunkt, welche Dosis über welchen Zeitraum verabreicht werden kann, ohne dass die Produktion des körpereigenen Cortisols eingestellt wird, man also in der Regel einfach absetzen kann ohne über einen langen Zeitraum auszuschleichen (wenn z.B. Ciri aus irgendeinem Grund mal Cortison haben muss, wird das Thema für mich aktuell, da würde ich, wenn es zu verantworten ist, immer lieber schnell absetzen). In 4 Wochen muss ich mit Yana wieder in die Tierklinik, da werde ich nachfragen.
Eva ist offline  
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Alt 24.04.2016, 14:22
  #23
Delora
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Delora
 
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Mal eine Frage: Ist es möglich, dass eine Schnupfeninfektion wegen einer Langzeitdepotcortisongabe ausbricht? Auch vier Wochen nach der Cortisongabe?
Delora ist offline  
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Alt 25.04.2016, 17:57
  #24
JFA
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Zitat:
Zitat von Eva Beitrag anzeigen
Hallo Kai,

langsam ausschleichen schadet ja nicht und im Zweifel würde ich auch lieber auf Nummer sicher gehen und langsam ausschleichen. Aber es gibt Situationen, in denen es von Vorteil ist, wenn man nicht über Wochen ausschleichen muss. Und für solche Fälle hätte ich gerne einen Anhaltspunkt, welche Dosis über welchen Zeitraum verabreicht werden kann, ohne dass die Produktion des körpereigenen Cortisols eingestellt wird, man also in der Regel einfach absetzen kann ohne über einen langen Zeitraum auszuschleichen (wenn z.B. Ciri aus irgendeinem Grund mal Cortison haben muss, wird das Thema für mich aktuell, da würde ich, wenn es zu verantworten ist, immer lieber schnell absetzen). In 4 Wochen muss ich mit Yana wieder in die Tierklinik, da werde ich nachfragen.
Da streiten sich selbst die Gelehrten Ich hab auch Stimmen gefunden, die bei bis zu zweiwöchiger Gabe noch gar kein Ausschleichen empfehlen.
Kommt halt auf Dosis und Dauer an und nicht zuletzt auch auf die individuelle Katze, da gibts sicher Tiere die empfindlicher reagieren als andere.
Grundsätzlich aber immer besser zu langsam als zu schnell.

Zitat:
Zitat von Delora Beitrag anzeigen
Mal eine Frage: Ist es möglich, dass eine Schnupfeninfektion wegen einer Langzeitdepotcortisongabe ausbricht? Auch vier Wochen nach der Cortisongabe?
Indirekt schon möglich - kann ja z.B. sein, dass zu dem Zeitpunkt des Ausbruchs neue Erreger oder Stress oder sonstwas dazukamen, das zusammen mit dem Cortison dann zu viel war und es deswegen gekippt ist.
JFA ist offline  
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Alt 25.04.2016, 18:11
  #25
consti
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Zitat:
Zitat von Eva Beitrag anzeigen
Man muss aber nicht wegen der Niere ausschleichen sondern weil (vereinfach gesagt) unter Cortisontherapie die Nebenniere kein Cortisol mehr produziert. Cortisol ist aber lebenswichtig für den Körper. Damit der Körper nicht plötzlich ohne Cortison da steht, weil die körpereigene Produktion noch nicht in Gang gekommen ist, muss ausgeschlichen werden. Das hat aber nichts mit der Niere zu tun.
Meine Tierärztin sagte mir, dass es daher von Wichtigkeit ist, dass man nicht jeden Tag Cortison gibt, sondern nur alle 48 Stunden, damit die Produktion des körpereigenen Cortisols durch die Nebenneirenrinde erhalten bleibt.

Aber ich weiß, dass es da auch ganz unterschiedliche Meinungen zu gibt.
consti ist offline  
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Alt 25.04.2016, 18:27
  #26
Eva
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Zitat:
Zitat von JFA Beitrag anzeigen
Da streiten sich selbst die Gelehrten Ich hab auch Stimmen gefunden, die bei bis zu zweiwöchiger Gabe noch gar kein Ausschleichen empfehlen.
Kommt halt auf Dosis und Dauer an und nicht zuletzt auch auf die individuelle Katze, da gibts sicher Tiere die empfindlicher reagieren als andere.
Grundsätzlich aber immer besser zu langsam als zu schnell.
Ich denke schon, dass es eine "sichere" Dosis gibt, bei der die körpereigene Cortisolproduktion noch nicht supprimiert ist. Das wird in einem Endokrinologiebuch oder Pathophysiologiebuch stehen, ich habe aber keines.
Wenn ich Peggy nur 2 Wochen alle 2 Tage 2,5 mg Prednisolon gebe, dann schleiche ich auch nicht aus.
Das macht jeder Tierarzt anders. Es gibt zig verschiedene Schemata zum Ausschleichen. Mich interessiert halt Pathophysiologie dahinter und dazu habe ich bisher noch keine befriedigende Antwort erhalten. Aber ich bleibe dran.
Eva ist offline  
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Alt 27.04.2016, 18:26
  #27
JFA
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Eine exakte Dosisangabe pro Wirkstoff hab ich bisher nicht gefunden (hab aber natürlich auch nicht jedes Buch auf dem Markt gelesen, kann gut sein, dass irgendwo was steht). Einig waren sich lediglich alle, dass bei einer Woche Gabe auf jeden Fall nicht ausgeschlichen werden muss.
Wenn du was findest, stell das gerne hier ein, dann würden wir das evtl. auch im Thread noch ergänzen.
JFA ist offline  
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Alt 27.04.2016, 20:04
  #28
Barbarossa
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Barbarossa
 
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Hier waren es gute 2 Wochen und da möchte ich kein Risiko eingehen. Mut kann ich an anderer Stelle beweisen.

Und genau für dieses Risiko möchte ich sensibilisieren. Nur wenigen Katzenhaltern ist bekannt, dass Cortison nach einer kurzen Dauer (das sind gute 2 Wochen durchaus) nicht abrupt abgesetzt werden sollte. Und wenn doch, dann sollte klar sein, dass es zu schweren Komplikationen kommen kann.
Barbarossa ist offline  
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Alt 28.04.2016, 08:48
  #29
J.R. 1981
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Zitat:
Zitat von consti Beitrag anzeigen
Meine Tierärztin sagte mir, dass es daher von Wichtigkeit ist, dass man nicht jeden Tag Cortison gibt, sondern nur alle 48 Stunden, damit die Produktion des körpereigenen Cortisols durch die Nebenneirenrinde erhalten bleibt.

Aber ich weiß, dass es da auch ganz unterschiedliche Meinungen zu gibt.
Das ist definitiv richtig. Aber was macht man wenn Katze das Cortison täglich braucht und mit dem Intervall alle zwei Tage nicht zurecht kommt? Man hat leider nicht immer die Wahl.

Cortison sollte man niemals einfach so abesetzen, vor allem nicht nach Langzeitbehandlung. Aber was macht man in einem absoluten Notfall wo es zb keine andere Möglichkeit gibt weil die Katze sich in einer akuten Situation befindet und evtl verstirbt?
J.R. 1981 ist offline  
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Alt 08.09.2016, 16:23
  #30
Moomin
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Moomin
 
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Meine Luna hat EG und bekommt daher bei jedem "Ausbruch" (also sobald sich ein neues Granulom andeutet) sofort ein Cortison Depot. Das hält dann zwei Wochen und dann is es auch meistens wieder komplett abgeschwollen. Bei Luna muss das (seitdem wir das richtige hypoallergene Futter gefunden haben) etwa alle 1 1/2 Monate gemacht werden und das nun seit etwa zwei Jahren. Bis auf das EG ist Luna gesund und das Cortison bewahrt sie vor Antibiotika.
Sobald das Granulom bei ihr schlimm wird entzündet es sich nämlich sofort (ihr Immunsystem is echt schwach) und dann läuft es auf Cortison, Antibiotikum und Schmerzmittel raus. Da ist mir das Cortison allein doch lieber
Moomin ist offline  
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