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Alt 17.10.2014, 10:27   #1
Asgreina
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Asgreina
 
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Standard Anämie-Katze – Scully hat PRCA

Hallo ihr Lieben,

ich erwarte mir von diesem Thread nicht zwingend medizinische Ratschläge (ich glaub da sind wir in der Klinik und bei unserem Haustierarzt gut aufgehoben), würde mich aber über die Berichte über andere Anämie-Katzen freuen. Ansonsten geht es mir nur drum zu berichten und mir das ein oder andere von der Seele zu schreiben. Ich hoffe ich hab den richtigen Bereich vom Forum erwischt, ansonsten darf gern verschoben werden.

Angefangen hat alles vor 1,5 Wochen. Unser Katzenmädchen Scully (knapp 1,5 Jahre alt) hat seit vergangenem Dienstag (7.10.) angefangen auffällig viel zu trinken. Normalerweise trinken unsere beiden Katzen nichts, da wir nur nass füttern und immer noch ein wenig Wasser drauf geben. Ansonsten war sie eigentlich wie immer.

Am nächsten Tag haben wir angefangen ihr Trinkverhalten genau zu beobachten und die aufgenommene Wassermenge zu dokumentieren (gut 100ml pro Tag). Sie war immer noch fit, hat aber weniger gefressen (hat uns in dem Moment nicht weiter beunruhigt, weil sie generell ein sparsamer Esser ist) und ließ sich weder von uns noch von ihrem Bruder zum Toben animieren. Als sich dieses Verhalten am Donnerstag fortgesetzt hat (sie wirkte aber immer noch sehr fit und nicht großartig anders als sonst) haben wir für Freitag einen Termin beim Arzt gemacht.

Beim Tierarzt (10.10.) wurde sie untersucht. Es wurden extrem blasse Schleimhäute festgestellt. Es wurde Blut für ein großes BB abgenommen und bereits dabei fiel der Ärztin auf, dass ihr Blut sehr wässrig ist.
Dann hieß es warten. Am frühen Samstagnachmittag kam der Anruf unseres Tierarztes. Die Laborergebnisse waren noch nicht vollständig aber die bereits erhaltenen Werte waren erschreckend.
Während Organ- und Mineralwerte in Ordnung waren, hatte sie schlechte Werte in allen Bereichen, die mit roten Blutkörperchen zusammen hängen.

Erythrozyten 2.7 - (5 – 10)
Hämoglobin 3.7 - (9 – 15)
Hämatokrit 12 - (28 - 45)
Retikulozyten (relativ) 0.68
Retikulozyten (absolut) 18000

Uns wurde gesagt sie ist hochgradig anämisch und wir sollen sofort mit ihr in die Klinik. Sie wird dort stationär aufgenommen, untersucht und braucht ggfs. eine Transfusion. Genau so kam es dann auch (nur dass ihr am ersten Tag noch die Transfusion erspart geblieben ist). Ich habe also heulend unsere arme Kleine in der Klinik gelassen.
Dort wurde direkt eine weitere Blutuntersuchung gemacht (u.a. auch um Infektionen, Blutparasiten o.ä. auszuschließen). Gegen Sonntagmittag kam der Anruf. Ihr Hämokritwert war von 12 am Freitagvormittag auf 8 (am Samstagnachmittag/abend) gefallen. Damit war sie deutlich im kritischen Bereich und brauchte schnellstmöglich eine Transfusion.
Wir haben also sofort den Mister (ihren Bruder) eingepackt und der tapfere Kater hat artig Blut gespendet. Da er zum Glück größer und gut ein Kilo schwerer ist als sie könnte man ihm eine ordentliche Menge „abzapfen“. In der Zwischenzeit konnten wir das Mäuschen besuchen. Während sie am Samstag noch fit und weitestgehend normal gewirkt hatte, war sie nun ein Häufchen Elend. Sie hing am Tropf, war matt und fühlte sich sichtlich unwohl. Sie war nicht einmal in der Lage (ob körperlich oder aus Angst) aufs Klo zu gehen und hat stattdessen auf ihre Decke gepinkelt und ist einfach drin sitzen geblieben. Auf unsere Anwesenheit, das Streicheln und gutzureden hat sie erst nach mehreren Minuten reagiert.
Nach unserem Besuch hat sie direkt die Transfusion bekommen und wir sind völlig fertig nach Haus gefahren.

Dann hieß es wieder warten auf das nächste Status-Update aus der Klinik. Dank der Transfusion hatte sie wieder einen Hämokrit von 12. Bei unserem Besuch am Nachmittag war sie deutlich fitter und man hätte kaum geglaubt, dass sie immer noch zu schlechte Werte hat.
Da weder die Blutuntersuchungen noch der durchgeführte Ultraschall etwas gebracht haben, haben wir am 14.10. gemeinsam mit der Ärztin beschlossen eine Knochenmarksprobe zu nehmen um diese entsprechend zu untersuchen.
16 Uhr wurde die Probe genommen. Als wir gegen 17:30/18 Uhr zu Besuch kamen, fehlte Scully etwas Fell überm Beckenknochen (zusätzlich zum rasierten Bauch und den kahlen Stellen an beiden Vorderbeinen). Sie war ziemlich fit und wir hatten endlich eine Diagnose und die Klinik hatte bereits mit der Behandlung begonnen.
Bei der Knochenmarksuntersuchung wurde festgestellt, dass Scully unter Pure red cell aplasia (PRCA) leidet. Einer Autoimmunerkrankung, die die Bildung roter Blutkörperchen verhindert bzw. die vorhandenen Blutkörperchen zerstört.
Die Ärztin machte direkt klar, dass die Diagnose keine besonders gute aber auch keine hoffnungslose ist und erzählte von diversen Fällen, in denen die Behandlung mit Cortison und Immunsuppressiva gut angeschlagen hat. Es war auch klar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie weitere Transfusionen braucht recht hoch ist (das haben wir schon mittags beim Telefonat erfahren). Wir haben also spontan mit den Besitzern der Mutter und der beiden Schwestern unserer Miezen klar gemacht, dass die Mutter und die Schwestern am Mittwoch zum Blut spenden vorbeikommen.
Ursprünglich hieß es, dass wir die Kleine am Mittwoch entweder direkt oder nach einer weiteren Transfusion mitnehmen können. Da ihr Hämokrit aber von 12 auf 10,5 gefallen war, musste sie zur Sicherheit noch eine weitere Nacht im Krankenhaus bleiben.

Eine der Schwestern kam als Blutspenderin infrage und wir haben eine „Ladung“ auf Lager in der Klinik.
Gestern wurden die Werte noch einmal gecheckt, sie waren zum Glück stabil und wir durften die Kleine mit nach Hause nehmen (das war schon am Mittwoch klar, es war nur unklar ob sie vorher noch eine Transfusion braucht oder nicht). Sie brauchte keine Transfusion und ist seit gestern Nachmittag wieder zuhause
Sie war abends ziemlich müde und hat wenig gefressen aber heute Morgen war sie super drauf. Sie ist ein wenig rumgesprungen, hat gekuschelt und reichlich gefressen.

Anfang nächster Woche geht’s zum Checken der Blutwerte. Das steht uns und ihr nun regelmäßig bevor.
Sie steht natürlich auch daheim unter entsprechender Beobachtung um Verschlechterungen schnell feststellen zu können. Die Sorgen bleiben natürlich, denn sie ist längst noch nicht über den Berg aber wir sind aktuell einfach wahnsinnig froh, dass sie wieder da ist

An Medikamenten erhält sie momentan einmal täglich abends 1,5 Tabletten Prednisolon 5mg und 2,5 Einheiten Atopica (Cyclosporin 100mg).
Vielleicht hat ja jemand Tipps zum Eingeben der Medikamente. Gestern gabs die Tabletten versteckt in so einem Stängelchen vom dm und das Atopica direkt ins Maul (letzteres fand sie weniger spaßig). Alles in allem hats gut geklappt aber ich bezweifle, dass das jeden Abend der Fall sein wird.

Ansonsten freue ich mich wie gesagt über Erfahrungsberichte und sämtliche Tipps, die ihr auf Lager habt (zum Thema zum Fressen animieren; Beschäftigung für eine junge Katze, die nicht toben kann und darf; kann man die kleine Maus zusätzlich unterstützen usw.).
Vielen Dank fürs Lesen

LG
Asgreina

PS. Noch ein paar Fotos von gestern: Scully im Tiefschlaf und einmal mit ihrem Bruder (er sitzt vorn) am Fenster.


Edit: Hab ich im ursprünglichen Post vergessen: Coombs, FIV und Leukose wurden negativ getestet. Es wurden auch keine Antikörper gegen die eigenen Blutzellen im Blut gefunden, dh die PRCA hemmt überwiegen die Neubildung der roten Blutkörperchen.
Angehängte Grafiken
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Geändert von Asgreina (19.10.2014 um 09:22 Uhr)
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Alt 17.10.2014, 19:41   #2
mrs.filch
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Ich hab zwar keine Ahnung von dem Thema, schiebe es aber mal wieder nach oben - vielleicht liest jetzt jemand, der heute morgen nicht "on" war...
__________________
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Alt 17.10.2014, 19:58   #3
Stephie_KA
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Hallo Leidensgenossin,

ich habe mit meiner Mia gerade genau dieselbe Diagnose bekommen: PRCA.
Krankheitsverlauf liest sich wie bei dir, nur dass Mias Werte noch schlechter waren.

Wichtig: sie muss fressen und trinken.

Mia bekommt nun 2x 10mg Cortison

Uns wurden auch nur bescheidene Chancen eingeräumt und heute brauchte Mia eine zweite Transfusion. GSD hatte eine TAHelferin eine passende Spenderkatze, denn Lotta konnte nicht schon wieder spenden.

Hier ist ansonsten abwarten und Tee trinken angesagt.

Berichte mal weiter und lies auch gerne in meinem Thread, habe viele gute Tipps bekommen:

Hilfe erbeten - FIS oder Leukose steht im Raum

Ich drücke euch alle erdenklichen Däumchen!
__________________

Liebe Grüße von Stephanie mit Lotta und Ronya (und Sternchen Mia)
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Alt 17.10.2014, 20:08   #4
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Scully sieht auch noch genauso aus wie Mia
__________________

Liebe Grüße von Stephanie mit Lotta und Ronya (und Sternchen Mia)
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Alt 19.10.2014, 09:09   #5
Asgreina
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Hallo Stephie,

deinen Thread hab ich am Freitag tatsächlich schon gesehen, hatte aber nach meinem Roman hier im Büro keine Zeit mehr viel rumzulesen (auch wenn die Konzentration zeitweise schwer fällt, muss man ja zumindest ein bissel was zusammen bekommen).

Ich hab gerade kurz in deinem Thread nachgelesen. Es ist so traurig, dass deine kleine Mia es nicht geschafft hat
Ich spare mir jetzt auch mal sämtliches nachgefrage und wünsche dir und Lotta alles Gute

LG
Asgreina
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Alt 19.10.2014, 09:20   #6
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Noch ein paar allgemeine Infos zu Scullys befinden.

Nachdem sie am Donnerstag noch recht wenig gefressen hat (wir wissen nicht wieviel sie insgesamt bekommen hat, weil sie ja bis 15 Uhr in der Klinik war), haben wir seit Freitag versucht die Futter- und Wasseraufnahme so gut es geht zu dokumentieren.
Sie frisst pro Tag gerade zwischen 150 und 160g und trinkt zwischen 200 und 300ml. Gewogen haben wir sie auch. Sie hält mehr oder weniger ihre 3,5kg (mit unserer Personenwaage lässt sich das schwer beurteilen aber sie sollte jetzt um die 3,4/3,5 liegen wie vor ihrem Klinikaufenthalt).

Das Predni bekommen wir nach wie vor problemlos in sie rein aber das Atopica macht uns echt sorgen. Am Donnerstag ging das ganze recht problemlos, am Freitag hat sie sich schon deutlich gewehrt und hat nach der Gabe angefangen zu speicheln (liegt wohl am bitteren Geschmack von dem Zeug). Gestern war's dann richtig schlimm. Sie hat so gezappelt, dass wir ihr die Dosis in zwei Anläufen geben mussten und sie noch mehr gespeichelt hast (vorher hatten wir schon versucht es unter so einen Flüssigsnack zu mischen, ohne Erfolg).
Ich frage mich vor allem wieviel vom Medikament wirklich in der Katze bleibt, wenn sie so stark speichelt. Gestern Abend haben wir in der KLinik keinen mehr erreicht, wir versuchen es heute weiter.
Ansonsten werd ich hier im Forum stöbern und hoffe auf gute Tipps.
Sicherheitshalber werde ich Leerkapseln bestellen aber da klingen selbst die Kleinsten (und da passt nicht die gesamte Dosis rein) so riesig.

Abgesehen von dem Medikamentenstress ist Scully eigentlich ganz gut beeinander. Sie frisst zwar nicht übermäßig viel und die Appetitsteigerung durch das Cortison ist aktuell nicht spürbar aber sie frisst in etwa so viel wie sie sonst auch genommen hat. An sich wäre es uns ja ganz lieb, wenn die zierliche Maus ein kleines Bissel zulegt für den Fall, dass die Werte nochmal absacken und sie wieder gar nichts mehr frisst.

Auf jeden Fall merkt man, dass der Mister und Scully froh sind wieder zusammen zu sein. Da sie grade nicht so recht toben kann und will, wird umso mehr gekuschelt und geputzt
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Alt 19.10.2014, 10:01   #7
Stephie_KA
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Ich drücke dir und Scully sämtliche Daumen und wenn du Fragen hast, dann frag ruhig! Wenn Mias Geschichte irgendwem helfen kann, dann würde ich mich freuen, dann hätte alles irgendeinen Sinn. Also frag ruhig, wenn ich irgendwie helfen kann. Aber die vielen sachkundigen Beiträge anderer in meinem Thread kann ich dir auch sehr ans Herz legen, die Schreiber wissen nämlich noch viel mehr als ich. Auch die Links waren toll.
__________________

Liebe Grüße von Stephanie mit Lotta und Ronya (und Sternchen Mia)
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Alt 19.10.2014, 12:10   #8
J.R. 1981
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Hallo Asgreina,
erstmal freue ich mich für euch, dass es Scully nach der Bluttransfusion etwas besser geht.
Ich finde es auch super klasse, dass ihr schon einen Vorrat an Blut „auf Lager habt“, für den Notfall.

Meine Katze leidet zwar nicht unter der Pure Red Cell Aplasia, aber sie hat auch eine immunbedingte hämolytische Anämie. Bei ihr findet die Blutzerstörung direkt im Blut statt.
Sie wurde zum ersten Mal krank im Mai 2013, da war sie drei Jahre alt.
Ihr habt Glück, dass ihr so schnell die richtige Diagnose finden konntet. Bei uns hat es sehr lange gedauert.
Bei uns war es ein Auf und Ab, aber wir haben gekämpft und gewonnen.
Meine Lucy ist nun seit Jahresbeginn mit Cortison weitesgehend stabil.
Den ausführlichen Krankenbericht meiner Katze kannst du hier nachlesen:
Schwere Anämie - 1 Jahr Diagnosefindung


Was ich dir sehr empfehlen kann wären B-Vitamine und Eisen. Beides braucht eine Katze vermehrt um neues Blut bilden zu können.
Ich hatte Rinderleber gefüttert, aber wegen dem hohen Vitamin A Gehalt, darf man ja nicht soviel geben.
Deshalb hatte ich dieses hier bestellt:
http://www.sandras-tieroase.de/Katze...tain-250g.html

Und ich hatte mir beim Tierarzt ein Vitamin B Komplex abfüllen lassen. Das wirkt außerdem auch noch appetitanregend.

Beides bekommt sie auch heute noch, einmal im Monat für eine Woche als Kur.

Meine Katze hatte während ihrer schlimmen anämischen Phasen gar keinen Appetit und hat auch leider währenddessen viel abgenommen.
Ich hatte ihr dann immer Reconvales Tonikum mit einer Spritze direkt ins Mäulchen eingeflößt.
Auch bei ihr hat das Cortison nicht den Appetit gesteigert, das kam erst, als es ihr wieder besser ging.

Was ich dir noch ans Herz legen will ist nicht so schnell aufzugeben!!
Eine schwere Anämie ist nicht von heute auf morgen „ausgeheilt“, selbst wenn die Medikamente anfangen zu greifen, dann dauert es noch mal Zeit bis der Körper sich erholt hat, genug Blut nachgebildet hat usw.
Wenn deine Scully medikamentös gut eingestellt ist, dann hat sie sehr wohl die Chance sich wieder zu erholen. Nur müsst ihr dann wohl in Betracht ziehen, dauerhaft Immunsuppressiva zu verabreichen.
Dazu kann ich dir aber sagen, dass zumindest meine Katze sich sehr schnell dran gewöhnt hat, dass sie abends ihre Tabletten bekommt. Sie bekommt sie aber zermörsert mit etwas Wasser verdünnt mit einer Spritze direkt ins Mäulchen.

Liebe Grüße
Martina
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2014, 12:41   #9
J.R. 1981
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Was vergessen..
Vielleicht sprichst du deine Tierärzte mal darauf an, meine Katze hat auch mehr getrunken. Ich kann zwar die Menge im Nachhinein nicht mehr bestimmen, aber soviel war es nicht, wie bei Scully.
Mir wurde aber gesagt, dass auch das Trinken auf die Anämie zurückzuführen wäre. Aus dem Grund, weil der Körper Notmechanismen in Gang setzt um sich am Leben zu halten..
Um das Blut flüssig zu halten braucht der Körper mehr Wasser..deshalb ist das Blut anämischer Katzen sehr wässrig..das sieht man ja bei der Blutentnahme.
Ein anderer Schutzmechanismus um das Blut flüssig zu halten ist, Wasser von den Nieren zurück zu halten, dementsprechend weniger uriniert man dann.

Der Körper kann sehr viel leisten, um eine Anämie (erstmal) von selber "in den Griff" zu bekommen..sich dem Zustand anzupassen.
Also viele Sympthome, die wir Menschen dann (verständlicherweilse) als erschreckend empfinden, sind nichts anderes als Reaktionen des Körpers, damit man am Leben bleibt.
Sei es die erhöhte Herzfrequenz, das schnelle atmen, die ausgekühlte Haut/Untertemperatur, das wässrige Blut usw..
J.R. 1981 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2014, 09:24   #10
Asgreina
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Hallo Martina,

das mit dem Blutvorrat war eigentlich Zufall. Es war nämlich ursprünglich im Gespräch, dass sie am Mittwoch noch eine Transfusion bekommen soll um sie zu stabilisieren ehe wir sie mit heim nehmen dürfen. Daher haben wir schonmal alles angeleiert bzw der Spendermiezen. Glücklicherweise brauchte sie die Transfusion dann erstmal doch nicht und wir haben jetzt den Luxus dieser Reserve. Für den Notfall haben wir auch schon Angebote für neue Spender bekommen, wenn nach der Reserve noch etwas gebraucht wird und unser Kater noch nicht wieder spenden darf.

Es freut mich zu hören, dass deine Lucy inzwischen so gut eingestellt ist. Sowas zu lesen macht immer wieder Mut. Als wir letzte Woche mit der Spenderkatze in der Klinik waren haben wir eine Frau mit ihrem Hund getroffen. Der litt auch unter einer immunbedingten Anämie. Diese wurde bereits vor 5 Jahren festgestellt. Er wurde mit Medikamenten eingestellt und hatte nun (also 5 Jahre nach der Diagnose) vor einigen Wochen einen Rückfall, war aber schon wieder auf dem Damm. In der Klinik war er nur um seinen Hundekumpel abzuholen.
Natürlich ist sowas nicht die Regel aber es macht zumindest ein wenig Mut, dass das Tier trotz Anämie ein schönes Leben haben kann.

Deinen Thread hatte ich schon entdeckt und war beim Lesen wirklich froh, dass bei Scully die Diagnose so schnell da war. Wenn ich überlege wie wir in der Zeit von Samstag (Abgabe in der Klinik) bis Dienstag (Diagnose und Behandlungsbeginn) drauf waren… Ich weiß nicht wie lange ich den Zustand gepackt hätte. Wobei: wenn es nötig gewesen wäre hätten wir natürlich auch länger durchgehalten aber schon diese wenigen Tagen haben extrem geschlaucht. Ich bewundere dich sehr dafür, dass das das mit deiner Kleinen durchgestanden hast.

Danke für den Tipp mit Vitamin B und Eisen. Wir werden das morgen auf jeden Fall mit der Ärztin besprechen. Madam frisst zwar grade ganz gut. Für meinen Geschmack könnte es aber durchaus noch etwas mehr sehr, damit sie ein kleines Polster hat, wenn es wieder schlimm wird. Insofern wäre es uns grade echt ganz lieb, wenn das Cortison den Appetit steigern würde. Das Problem ist, dass sich die Wirkung wohl aufhebt. Das Predni soll den Appetit steigern und das Atopica kann zu Appetitlosigkeit führen :/

Damit dass sie vermutlich dauerhaft Medikamente braucht haben wir uns schon abgefunden. Das ist nicht das Problem. Zumindest mit dem Predni nicht. Die Tabletten verstehen wir ihr abwechseln in den Stängelchen vom dm, Malzpaste usw.
Problematisch ist nach wie vor das Atopica. Sie gerät schon in Panik, wenn sie sieht, dass wir mit der Spritze ankommen. Und offenbar ist das Zeug wirklich gallebitter. Die Arme fängt immer wie wild an zu speicheln, wenn man ihr das Zeug gegeben hat. Dabei meinten die in der Tierklinik, dass man ihr die Medis völlig problemlos verabreichen kann. Zumindest bei dem Atopica kann ich mir das aber nicht vorstellen. Sicher kriegen die das routinierter hin als wir, keine Frage, aber das Problem mit dem Speicheln wird wohl in der Klinik schon da gewesen sein. Mal abgesehen davon, dass es uns beim ersten Mal unerwartet getroffen hat und wir total erschrocken waren was mit der Katze los ist, ist es für sie und für uns natürlich extrem unangenehm. Ich rufe heute nochmal in der Klinik an und frage nach Tipps. Hab gestern auch vorsorglich schonmal Leerkapseln bestellt. Bin zwar der Meinung, dass die zu groß sind aber den Versuch ists wert.
Funktioniert das bei euch mit dem Wasser-Tabletten-Gemisch ins Maul. Bei Scully gibt’s da immer Verletzte Zum Glück ist sie nicht nachtragend. Tabletten sind bei ihr wie gesagt unkompliziert. Sie bekommt ja 1,5 Tabletten Predni am Abend. Die Ganze kann ich ihr sogar im Ganzen in einer Ladung Malzpaste oder einer Leckerli-Stange o.ä. verstecken und sie nimmt sie problemlos. Darüber bin ich echt froh.
Wir sind zwar selten weg aber mir graut es echt davor, dass unsere Katzensitterin ihr mal alleine das Atopica geben muss. Blöderweise sind wir eigentlich schon Ende November übers Wochenende weg. Da müsste halt Freitag und Samstag jemand ihr die Medikamente geben. Die Tabletten kann natürlich auch wer anders im Leckerli verstecken aber das Flüssigzeug macht mir echt Sorgen :/ Eigentlich fahren wir da zum 50. Geburtstag meiner Mutter und müssen uns da vor der Verwandtschaft erstmals frisch verheiratet präsentieren. So wies aktuell ausschaut muss aber wohl einer von uns daheim bei den Katzen bleiben, wenn wir das mit den Medikamenten bis dahin nicht in den Griff bekommen.

Die Trinkmenge klären wir auf jeden Fall mit den Ärzten ab. Allerdings liegt das vermutlich zum Teil an der Anämie und zum Teil an den Medikamenten (die machen wohl durstig). Aber ehe sie aufhört die Nieren „kräftig durchzuspülen“ und deshalb dann noch Stress mit den Nieren bekommt soll sie lieber reichlich trinken.
Das mit dem schnellen Herzschlag (bei ihr wurde auch ein leichtes Herzgeräusch festgestellt, die Ärztin meinte aber das könne von der erhöhten Frequenz kommen) und das Atmen waren anfangs schon erschreckend. Wenn man sie hochnimmt und das kleine Herzchen so schnell schlägt Allerdings haben wir uns in den letzten Tagen schon etwas dran gewöhnt. Sie tobt auch nicht und wir spielen nur stationär mit ihr (Strohhälmchen und Federpuschel sind beliebt).

Ich werde später auf jeden Fall nochmal in deinem Thread stöbern - die Entwicklung der Blutwerte ist ja echt ne interessante Sache - (kann mich eh kaum konzentrieren, heute sind die Katzen das erste Mal wieder 8 Stunden allein tagsüber). Wie sind Lucys Werte aktuell und wie oft müsst ihr noch zur Kontrolle?

LG
Asgreina

Geändert von Asgreina (20.10.2014 um 09:27 Uhr)
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