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Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 03.08.2013, 15:46
  #1
Julia1985
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Standard Kranker Kater

Hallo zusammen.

Ich bin ganz neu hier in diesem Forum und habe ein ganz dringendes und mir sehr am Herzen liegendes Anliegen.

Es geht um meinen 9 jährigen BKH Kater HBchen.

Ich bin zur Zeit etwas überfordert und verzweifelt und weiß alleine einfach nicht mehr weiter und zwar ist es so, dass er an verschiedenen Erkrankungen leidet und ich einfach nicht mehr weiß was richtig für ihn ist und wie ich mich als Tierbesitzer verhalten soll.

Bei HBchen wurde mit ca. 3 Jahren HCM festgestellt, was an sich ja nicht dramatisch ist. Er bekommt einmal am Tag eine viertel Tablette von den Beta-Blockern und ist prima eingestellt. Zusätzlich leidet er noch an dem Eosinophilen Granulom-Komplex (EGK). Ich hatte damals alles probiert. Futtermittelumstellung, Tierheilpraktiker, etc. Da es ihm aber aufgrund seiner HCM im letzten Sommer sehr, sehr schlecht ging wollte ich den EGK in den Hintergrund stellen und habe ihn auf Cortison einstellen lassen weil die Ärztin ihm aufgrund seines Herzens nur noch 6 Monate gegeben hatte. Er bekommt jeden 2. Tag eine viertel Tablette.

Nun waren wir gestern zur Herzbeschallung wieder in der Tierklinik (Fahrt ca. 1,5 Stunden). Außerdem haben wir die Lunge geröngt und ein großes Blutbild erstellen lassen. Seine HCM ist schlimmer geworden. Seine Herzwand ist nun ca. 7 mm dick (vor einem Jahr waren es noch 4 mm). Außerdem sind seine Schilddrüsen- und Nierenwerte erhöht. Erst sagte die Ärztin es sein nicht beunruhigend doch dann meinte sie die Nierenwerte sind grenzwertig. Es war die Rede davon ihm evtl. zusätzlich schon mal kurweise Entwässerungstabletten zu geben. In 2 Monaten sollen die Nieren- und Schilddrüsenwerte noch mal untersucht werden und evtl. bekommt er diesbezüglich auch noch mal Tabletten.

An alle Tierliebhaber: Soll er mehr Tabletten erhalten oder soll man einfach den Dingen ihren Lauf lassen???

Ich liebe HBchen über alles und habe ihn seitdem er 5 Monate ist. Wir fahren regelmäßig 1,5 Stunden lang zu dieser Tierklinik um ihn untersuchen zu lassen, auch nur auf diesen Fahrten fängt er an zu hecheln. Zur Zeit geht es ihm gut und die Untersuchungsergebnisse waren für mich erschreckend, weil ich damit einfach nicht gerechnet habe. Wie viele Tabletten erträgt so ein kleiner Katzenkörper??? Ich weiß, dass er nie wieder gesund sein wird, die Tabletten dienen einfach nur zur Verlängerung seines Lebens aber machen ihn nicht wieder gesund. Ob sein Leben für ihn lebenswert ist oder nicht kann nur er wissen. Ich habe die Wahl weiterhin mit ihm zu den Ärzten zu fahren und ihn mit Medikamenten zu versorgen oder ihm weiterhin nur das Cortison und die Beta-Blocker zu geben und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Natürlich würde ich weiterhin in regelmäßigen Abständen seine Lunge abchecken lassen. Sobald sich Wasseransammlungen zeigen, ist für mich die Entscheidung getroffen. Ich bin mit Katzen groß geworden und habe schon einiges miterlebt. Die Ärzte machen und tun und versuchen alles das Tier am Leben zu erhalten aber im Endefekt verzögert man nur den Tag der Tage. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen aber tu ich ihm tatsächlich einen Gefallen??? Es tut mir leid das meine Anfrage so lang geworden ist. Ich könnte glaube ich noch viel mehr Schreiben und erzählen, weil ich einfach schon so viel mit ihm durch habe. Wie sind eure Erfahrungen? Was würdet ihr machen?

LG Julia
 
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Alt 03.08.2013, 16:05
  #2
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Hallo Julia,

wie hoch sind denn die Schilddrüsenwerte? Durch eine Schilddrüsenüberfunktion wird das Herz zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen (verdickte Herzwände). Es kann sein, dass die Verschlechterung bezüglich seines Herzens daher kommt. Daher würde ich zumindest hier umgehend medikamentös therapieren, sonst verschlimmert sich die HCM noch mehr. Ohne Medikamente werden die Werte innerhalb kürzester Zeit weiter steigen und sämtliche Organe belasten.

Ich kann Deine Gefühle verstehen, aber ich würde so schnell noch nicht aufgeben.

.

Geändert von Maiglöckchen (03.08.2013 um 16:08 Uhr)
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Alt 03.08.2013, 16:10
  #3
Julia1985
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Das kann ich dir um ehrlich zu sein nicht beantworten, da mir die Ärztin dies am Telefon nicht gesagt hat. Seine Beta-Blocker verhindern ja leider nicht, dass die HCM weiter fortschreitet sondern dient nur dazu seinen Blutlauf zu verlangsamen damit der Rückfluss seines Blutes nicht zu stark wird. Das seine Herzwand immer dicker wird, kann ich bzw. die Ärzte leider nicht verhindern.

Aktuell wollte sie dies noch nicht mit Medikamten einstellen. Ich glaube ihr waren die Nierenwerte erst einmal wichtiger.

LG Julia
 
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Alt 03.08.2013, 16:33
  #4
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Bitte besorg dir die Werte, wir können nur wenig dazu sagen, wenn wir die nicht kennen. Ein grenzwertiger Nierenwert kann vieles heißen. DAs kann heißen, dass der Wert noch in der Referenz, aber knapp unter der Grenze liegt. Dann sollte er gut beobachtet werden, ist aber noch nicht zwingend behandlungsbedürftig. Wenn z.B. nur die Harnsäure erhöht ist, der Crea aber noch okay ist, neigen leider viele Tierärzte schon zu Diätfutter etc. Aber Harnsäurewerte sind öfter mal erhöht, ohne dass das schon heißt, dass die Nieren stark geschädigt sind.

Sollten die Schilddrüsenwerte deutlich über der Referenz liegen, wäre es fahrlässig, das noch nicht zu behandeln. Aber dafür müsste man die Werte kennen. Denn so lange die Schilddrüse im Turbomodus Hormone ausschüttet, wird sich der Zustand des Herzens immer weiter verschlechtern. Doppelt so schlimm, wenn eh schon HCM vorliegt.
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Alt 03.08.2013, 16:46
  #5
Julia1985
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OK alles klar. Ich habe nächste Woche einen Termin bei einem anderen Arzt zur Beratung und werde mir die Werte geben lassen. Die Unterlagen von gestern wurden dorthin geschickt. Wenn die Schilddrüsenwerte so schlimm wären, hätte sie diese mit Sicherheit sofort medikamentös behandelt. Sie möchte einfach in 2 Monaten die Werte noch mal kontrollieren und erst dann entscheiden ob wir ihm weitere Medikamente geben müssen.

LG
 
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Alt 03.08.2013, 16:51
  #6
Maiglöckchen
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Zwei Monate halte ich für viel zu lang, Schilddrüsenwerte können unheimlich schnell drastisch in die Höhe schießen. Leider nehmen viele Tierärzte Schilddrüsenerkrankungen noch nicht richtig ernst.

Daher finde ich es auch sehr vernünftig von Dir, eine zweite Meinung einzuholen. Wenn Du die Werte vorliegen hast und noch Fragen hast, kannst Du Dich gerne auch via PN an mich wenden. Mit Schilddrüsenüberfunktionen kenne ich mich ziemlich gut aus. Mit Nieren eher weniger, aber da gibt es andere User hier, die da sehr fit sind.
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Alt 03.08.2013, 16:58
  #7
Julia1985
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Vielen Dank für deine Hilfe. Ja, die Klinik hat zwar einen sehr guten Ruf aber wenn mit HBchen irgendwas akutes sein sollte, ist es mir sehr wichtig das der Tierarzt um die Ecke alles weiß, was bei ihm gemacht wurde und wie es mit seinen aktuellen Werten aussieht. Ich bin sehr gespannt was die Ärztin mir nächste Woche erzählen wird. Ich brauche keinen Arzt der um den heißen Brei herum redet. Ich sehe nur das es meinem Tier trotz Medikamente und regelmäßigen Kontrollen stätig körperlich schlechter geht. Seine Gesundheit ist ein Fass ohne Boden.
 
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Alt 03.08.2013, 17:49
  #8
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Gern geschehen. Und vielleicht gibt es ja doch einen Weg, damit es ihm wieder besser geht. Auch wenn die Klinik einen guten Ruf hat, müssen sich die Ärzte dort nicht mit allem auskennen. Eine gute Kardiologin zum Beispiel kann in Sachen Nierenerkrankungen eher die zweite Wahl sein. Eine gute Chirurgin muss sich nicht zwingend mit Endokrinologie auskennen.

Melde Dich einfach, wenn Du Fragen hast. Vielleicht hast Du ja auch schon gesehen, dass es hier einen HCM-Austauschthread gibt, vielleicht findest Du auch noch die eine oder andere Info, die Dir weiterhilft.
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Alt 05.08.2013, 18:25
  #9
Julia1985
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So da bin ich wieder. Ich habe heute noch mal mit der Klinik telefoniert und mir wurden umgehend die Unterlagen zugeschickt.

1. Blutbild

Ich nehme jetzt mal nur die Werte die Auffällig waren, wenn das nicht reichen sollte tippe ich gerne noch mal alles ab

FDC4000
GLU-PS: Ergebnis 160, Einheit mg/dl, Ref.-Wert 71-148
CRE-PS: Ergebnis 1,9, Einheit mg/dl, Ref.-Wert 0,8-1,8
T4: Ergebnis 4,15, Einheit ug/dl, Ref.-Wert 1,0-4,0

IDEXX ProCyte Dy (Blutbild)
RDW: Ergebnis 27,3, Einheit %, Ref.-Wert 15-27

Alle anderen Werte sind im Normalbereich!

Schall 2013:

Vorbefund: obstruktive HKM mit beginnender LA-Volumenbelastung, Arrhythmie

Untersuchung: Aufmerksam, Lkn obb, Schleimhäute rosa, Her Rhythmus unauffällig, syst Geräusch 2/6 sternal leicht rechtsseitig, Lunge auskult obb, Atmung ruhig, Abdomen weich.

Röntgenbild: Aorta prominent, VHE 7,8

Labor: Diff obB, BC Crea ggr erhöht, Stresshyperglycämie, Elektrolyte obB, T4 4,1 up/dl

Sonographie Herz: EKG Hf 140/min, Rhythmus obb
FS 30,8%, normokontraktile Myokardbewegungen. Linksventrikuläre Diameter erhöht, Septum mgr fokal verdickt aber besser als letztes mal. (LVDd 11,3mm, LVds 7,8mm, IVSd 8,1mm, LVWd 7,6mm). Mitralis strukturell unauffällig, Mitralinsuffizienz nicht nachweisbar. Ausflusstrakt etwas stärker eingeengt, mgr Turbulenzen im Bereich Ausflusstrakt Aorta.
Rechter Ventrikel, rechtes Atrium, Trikuspidalis unauffällig. Pulmonalis unauffällig, laminarer Fluss, niedrig (nicht abgespeichert, weiß den Wert nciht) = Sehr kompetent oder????? Unglaublich sowas

Diagnose: ggr-mgr fokale hypertrphe Kardiomyopathie mit etwas besserer Tendenz unter Atenolol
Grenzwertige Hyperthyreose

Therapie:
Atenolol 25 Ds1xtäglich 1/4 Tablette Dauertherapie weiter
Kontrolle Sono in 6 Monaten, in 2 Monaten Crea und T4

Schall 2012:

Anamnese: Termin zur Sono Herz. (Hatte Kopfwackeln, in Küche heruntergefallen)

Vorbefund: obstruktive HKM mit beginnender LA-Volumenbelastung, Arrhythmi NYHA2/CHIEFC2 3/2011 Dr. Götzke Hamburg
-> Atenolol abgesetzt Juli 2011, keine Kontrolle erfolgt. Seit 2 Wochen nach Untersuchung hier Atenolol wieder eingesetzt.
Sonst keine Medikation.

Untersuchung: Temp 38,4. Aufmerksam. Lkn obb, Schleimhäute rosa, Herz Rhythmus unauffällig, syst. Geräusch 2/6 sternal leicht rechtsseitig, Lunge auskult obb, Atmung ruhig, Abdomen weich.

Röntgenbild vom 3.8: Bewegungsunschärfe, kein Hinweis auf Liquidothorax/Lungenödem, Herzsilhouette grenzwertig, VHS 8

Sonographie Herz:
EKG Hf 160/min, Rhythmus obb
FS 45%, normokontraktile Myokardbewegungen. Linksventrikuläre Wand in der oberen Norm, Septum mgr fokal verdickt. (LVDd 14,83mm, LVds 8,08mm, IVSd 5,94mm, LVWd 4,74mm). Mitralis strukturell unauffällig, ggr klappennahe Mitralinsuffizienz, vmax 4,46 m/s. Ausflusstrakt ggr eingeengt, ggr Turbulenzen im Bereich Ausflusstrakt Aorta, Aorta mit vmax 1,07m/s.
Rechter Ventrikel, rechtes Atrium, Trikuspidalis unauffällig, laminare Fluss, vmax 0,86m/s.

Diagnose: ggr-mgr fokale hypertrophe Kardiomyopathie jetzt nur mit ggr. Obstruktion unter Atenolol.

Therapie:
Atenolol 25 Ds 1 x täglich 1/4 Tablette Dauertherapie weiter
hauttherapie weiter bei TA zuhause. Dann auch Laborcheck anzuraten.
Sono Kontrolle anzuraten in 3/4 Jahr.


So das wars. Ich hoffe mit kann jemand helfen, die Befunde bzw. Untersuchungen etwas besser zu verstehen. Besonders das Blutbild bereitet mir Kopfzerbrechen obwohl die Werte für mich als Laie nicht wirklich weit vom Ref.-Wert entfernt sind. Ich hoffe und freue mich auf Rückmeldungen.

LG Julia
 
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Alt 05.08.2013, 19:13
  #10
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Hallo Julia,

ich kann leider nur was zur Schilddrüse sagen. Da der Wert über Referenz ist, würde ich da, wie schon gesagt, mit der Nachkontrolle keine zwei Monate warten, da der unter Umständen innerhalb kurzer Zeit rapide steigen kann. Bei 4,15 würde ich allerdings auch noch nicht medikamentös therapieren, da ein Schilddrüsenwert auch mal leicht schwanken kann. Aber ich würde recht schnell nachkontrollieren und vielleicht auch den TSH bestimmen lassen, ob da wirklich eine SDÜ vorliegt oder ob es nur so eine normale Schwankung ist. Auch der Crea-Wert sollte recht schnell ein weiteres Mal kontrolliert werden.

Vielleicht magst Du den Beitrag im HCM-Thread verlinken, dort findest Du die User, die Dir zur Therapie wegen seines Herzchens viel sagen könnten.
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Alt 05.08.2013, 19:22
  #11
Julia1985
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Hallo Maiglöckchen.

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Was bedeutet der TSH-Wert? tut mir leid ich kenne mich mit den ganzen Abkürzungen wirklich nicht besonders gut aus.

Meinst du das die Werte sich innerhalb so kurzer Zeit wirklich so rapide verschlechtern können??? Ich verstehe nicht, warum sie mir dann sagt in 2 Monaten würde ausreichen.

LG
 
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Alt 05.08.2013, 19:40
  #12
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat von Julia1985 Beitrag anzeigen
Hallo Maiglöckchen.

Vielen Dank für deine Rückmeldung. Was bedeutet der TSH-Wert? tut mir leid ich kenne mich mit den ganzen Abkürzungen wirklich nicht besonders gut aus.

Meinst du das die Werte sich innerhalb so kurzer Zeit wirklich so rapide verschlechtern können??? Ich verstehe nicht, warum sie mir dann sagt in 2 Monaten würde ausreichen.

LG
Ja, die können sich unter Umständen sehr schnell verschlechtern. Bei meinem SDÜ-Kater zum Beispiel sind sie innerhalb von zwei Monaten von 3,6 auf 11.4 gestiegen, obwohl er schon die Hormonhemmer bekommen hat. Bei Euch muss das nicht so sein, gerade bei Schilddrüsenerkrankungen gibt es keine Patentrezepte, das ist bei jeder Katze anders. Aber aufgrund dieser Erfahrung würde ich, wenn ein erhöhter T4 vorliegt, in drei Wochen nachkontrollieren.

Es kann sein, dass sich die Ärztin nicht so gut mit Endokrinolgie auskennt. meine TA meinte nach Diagnose auch, es würde reichen, wenn wir in drei Monaten wieder kommen. Das reicht aber meiner Erfahrung nach in der Anfangszeit nicht aus.

Normalerweise testet man, wenn schon Symptome vorliegen, nur den T4-Wert. Im Grenzbereich, in dem Ihr Euch befindet, kann aber auch die Bestimmung des TSH, das ist ein anderer Schilddrüsenwert, sinnvoll sein. Ist der erniedrigt, liegt eine SDÜ vor. Ist er im Normalbereich, dann ist eine SDÜ eher unwahrscheinlich und der Wert ist aus anderen Gründen leicht erhöht. TSH wird von der Hirnanhangdrüse produziert. Dieses Hormon regelt in der Schilddrüse die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen. Produziert die Schilddrüse auf Dauer zu viel Hormone (SDÜ), dann wird weniger TSH produziert, um die vermehrte Hormonausschüttung zu bremsen. Das zeigt sich dann durch erniedrigte TSH-Werte im Blut. Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen verständlich rüberbringen.

Geändert von Maiglöckchen (05.08.2013 um 19:45 Uhr)
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Alt 05.08.2013, 19:53
  #13
Julia1985
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Ja vielen Dank. Ich werde das am Freitag auf jeden Fall bei dem anderen Arzt ansprechen. Ob er die erhöhten Schilddrüsenwerte erst jetzt hat kann ich nicht sagen. Wir haben erst einmal eine Blutuntersuchung im Zuge seiner EG gehabt aber ich kann dir nicht sagen ob das mitgetestet wurde. Es tut mir leid aber in den letzten 6 Jahren war ich so oft mit ihm beim Arzt und es wurde schon soooooooo viel Untersucht gemacht und getan. Wie du auch merkst haben wir leider mehrere Baustellen.

Eine Frage hätte ich noch. Muss das Tier bei der Blutuntersuchung nüchtern sein???

Vielen Dank für dein offenes Ohr.
 
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Alt 05.08.2013, 20:03
  #14
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Nüchtern wäre sinnvoll, weil man ja die Nierenwerte gleich mittesten sollte und da ist es besser, wenn Katerchen vorher nichts gefressen hat.

Normalerweise testet man die Schilddrüsenwerte bei relativ jungen Katzen auch noch nicht routinemäßig, da das Durchschnittsalter für die Erkrankung bei 13 Jahren liegt.

Und: Mit kranken Katzen findet man hier immer ein offenes Ohr.
Maiglöckchen ist offline  
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Alt 05.08.2013, 20:06
  #15
Julia1985
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Hbchen war nicht nüchtern. Er hat immer furchtbaren hunger und seine Tabletten bekommt er immer Morgens mit einem Leckerchen. Vielleicht hat das ja die Ergebnisse verfälscht. Wäre auf jeden Fall großartig. Ich halte dich auf dem Laufenenden. Vielen Dank
 
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hcm, kranker kater

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