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Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 22.11.2012, 15:01
  #1
nierchen
Neuling
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 1
Unglücklich CNI seit halben Jahr jetzt akute Krise & 1 Woche stationär; wieder zuhause und nun?

Hallo,

Ich bin neu hier, bin 23 Jahre alt, habe 4 Semester Pharmazie hinter mir und wechsle bald zu einem Biostudium. Bisschen Ahnung habe ich also von Physiologie. Habe seit kurzem noch mehr über Nierenkrankungen bei Katzen verschlungen, da meine Katze aber - wie die meisten Katzen - ein ziemliches Schleckermäulchen ist und die ganz klaren Leitlinien - wenig Phosphat, wenig(umstritten?!) aber hochwertiges Protein, hohe Energiedichte, viele wasserlösliche Vitamine und Pflanzenfasern/Kohlenhydrate ihr grade am Mäulchen vorbeigehen und sie wenn ich ihr verschiedene Diätfutter vorsetze sie mich anschaut als wolle ich sie verarschen - hier zu unserer Geschichte:

Krümel ist eine Europäisch Kurzhaar 1997 geboren als eine von 4 Katzen in einem Wurf von Bauernhofkatzen die auf unserem Baugrundstück lebten und die wir alle kastriert haben. Sie ist die einzige dieses Wurfes die noch lebt und damit die einzige in unserem Haushalt. Sie hat zwar Freigang nach Belieben aber bevorzugt in Nähe von unserer Familie zu bleiben, vor allem im Winter wenn es soo bitter kalt für Katzen ist

Vor einem halben Jahr brachten wir sie mit einem Verdacht auf Blasenentzuendung zum TA. - Sie urinierte in der Wohnung was sie nie machte, immer nur ein paar Tropfen - ziemlich typisch für an den ableitenden Harnwegen erkrankte Katze. Dieser spritze ihr eine Woche lang Antibiotika und empfahl uns, da die Nierenwerte schon damals schlechter wurden, ein Futter für an CNI erkrankten Katzen. Sie bevorzugte das Trockenfutter statt dem Nassfutter, leider. Und frische Mäuse, die sie sich immer öfter fing.
Vor einer Woche ging es ganz bergab mit ihr. Sie hatte plötzlich schlechten Atem, lag nicht mehr eingerollt da, sondern nur noch in der Sphinx-Stellung, hatte erweiterte Pupillen, reagierte nicht mehr auf Spielzeug / Futter / Wasser. Meine Mutter brachte sie dann als ich in der Uni war zum TA. Dieser stellte akutes Nierenversagen fest und behielt sie eine Woche stationär mit täglichen NaCl-Infusionen. Entzündungswerte waren wohl auch wieder erhöht, weshalb Krümel Antibiotika bekam. Seit gestern Mittag ist sie wieder stabil und zuhause. Ihr Appetit lässt noch zu wünschen übrig. Egal ob k/d-Futter das ich in einem erhöhten(wegen der Übelkeit und der überschüssigen Magensäure/reflux den CNI-Katzen wohl oft haben) Napf angeboten habe mit frischem Parmesan überhobelt oder mit Sahne vermischt. Das einzige was funktioniert hat war meine Tier-Tier-Therapie. Ich setzt Krümel vor das Hamsterterrarium und verteilte CNI-Trockenfutter vor diesem. Wenn der Hamster durch das Terra lief wie ein Sushi-Band, ohne sich wie immer an der Katze auch nur ein wenig zu stören, fing Krümel an zu schmatzen - Zeitpunkt ihr Futter vor die Nase zu halten. Und sie fraß!
Nun kann ich aber nicht immer meinen Hamster wecken für etwas Kürbis, Salat, ne frische Grille, um meine Katze zum futtern zu animieren. Heute Morgen z.B. verweigerte selbst ihr Trockenfutter. Verschiedene Nierendiäten wurden auch wieder links liegen gelassen. Die Angst, dass wenn sie nicht frisst auch noch ihre Leber Probleme bekommt ist bei mir größer als die Angst vor einem neuen akuten Nierenversagen. Denn so viel will sie zurzeit gar nicht fressen.. Also gab ich ihr einen Teeloeffel rohes Rindergulasch kleingeschnitten mit nem Teelöffel warmen zerflossenem Butterschmalz darüber. Das hat sie auch brav, sogar gierig gefressen. In dieser Portion hab ich hochwertiges Protein und eine hohe Energiedichte - rede ich mir zumindest ein. Und wenn sie merkt das Fressen = weniger Übelkeit bedeutet, dann hoffe ich, sie wieder zum Fressen bringen zu können, als festen Tagesbestandteil.

Das hömöopathische Mittel vom TA habe ich ausgeschlagen - wie soll etwas wirken dessen Wirkstoff so stark verdünnt ist das man nur noch in Spuren findet. Für mich ist das bei chronisch-kranken Katzen eher eine Geldmacherei als wirkliche Hilfe. Aber darüber kann man sich ja streiten.

Mein Probleme sind folgende:

1. ich habe gerade keine Laborwerte von ihr zu Hand
2. weiß ich aus eigener Erfahrung das Laborwerte nichts über das (eigene) Allgemeinbefinden aussagen und das man eher das Wohl des Patienten therapieren sollte als die Laborwerte
3. Wenn 2 eine richtige Annahme sei die man vertreten kann, folge ich hierraus, dass es besser ist das Krümel überhaupt IRGENDWAS isst, als wenn sie gar nichts isst.
4. Aus 3 folgt, dass ich ihr Nierendiätfutter IMMER anbiete, und sie immer wieder ans Fressen erinnere. Z.b. durch aufstellen von mehr Näpfen in der Wohnung in Nähe ihrer Schlafplätze. DANN habe ich aber auch keine Kontrolle darüber wann wo und wieviel sie tatsächlich frisst. Wenn ich sie im Blick habe und weiß, dass sie z.B. seit 4h keinen einzigen winzigen Happen zu sich genommen hat, und das Gefühl habe das sie nichts fressen will, biete ich ihr an das Futter z.B. mit gehobeltem Parmesan/Sahne zu verfeinern. Frisst sie trotzdem nichts, biete ich ihr ein wenig rohes Fleisch an, dass sie jedem Futter bevorzugt. Was aber auch wiedderrum schlecht ist für die Niere..

Mein Dilemma: Wie bekomme ich meine Katze dazu etwas für sie GESUNDES zu fressen ohne ihr Diätfutter-ablehnendes-Verhalten auch noch durch die Gabe von beliebten Futter zu bestärken

Ich bin offen für mehr Tipps. Gelesen habe ich folgende Websites und schon einiges ausprobiert:
http://www.felinecrf.info/



Vielen Dank!
PS: Sie mag keinen Fisch.
nierchen ist offline  
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Alt 22.11.2012, 17:58
  #2
Meiki
Forenprofi
 
Meiki
 
Registriert seit: 2010
Ort: Hannover
Beiträge: 5.559
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Du kannst Dich in das Thema Barfen einlesen und Dich noch über Ipakitine bzw. Phosphatbinder informieren. Hier gibt es auch einen CNI-Thread.

Mit SUC haben hier sehr viele sehr gute Erfahrungen gemacht.
Meiki ist offline  
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