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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 28.09.2011, 19:55   #1
RalfN
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 2011
Ort: Berlin
Beiträge: 1
Standard Chronische Pankreatitis!

Hallo, ich bin neu hier im Forum!

Ich bin erstaunt wieviel Fachwissen sich Katzenbesitzer über Pankreatitis zugelegt haben. Aus diesem Grund habe ich mich hier angemeldet!

Zur Vorgeschichte.
Wir hatten bisher insgesamt 3 Kater. Den ersten haben wir mit 1996 mit 12 Jahren Einschläfern müssen, er litt an chronischer Pankreatitis.
Den zweiten Kater haben wir im Mai 2011 Einschläfern lassen müssen. Auch er hatte die chronische Pankreatitis.
Nun haben wir noch einen Kater. Sein Name ist Sparky. 14 Jahre alt und hat eine Überfunktion der Schilddrüse. WUrde im Juni 2011 bei unserm TA festgestellt. Er bekommt das Medikament Thiamazol gegen seine Schilddrüse. Spritze ich Ihm täglich. Vor zwei Wochen waren wir wieder bei unserem TA (Ist eigentlich ein guter TA, sind dort schon seit Jahren.) weil Sparky immer Magen-Darm Probleme hat. Grummeln im Darm, richtig hörbar. Da er auch ab und zu erbricht haben wir einen Pankreatitis Schnelltest machen lassen. Das Ergebnis war niederschmetternd. Wie es scheint hat auch unser Sparky eine chronische Pankreatitis.
Sparky hat von unserem TA Vitamin B und eine Infusion erhalten, sowie die Auflage nur noch Diät Nahrungsmittel zu fressen. Wir haben von unserem TA Nass, sowie Trockenfutter von Royal Canin "Intestinal" erhalten.
WIr geben Sparky darüber hinaus täglich 5 Tropen des Medikaments "MCP" Hexal gegen Übelkeit und seien Darmproblemen.
Lt. unserem TA sollten wir in 4 Wochen nochmals mit Sparky in der Praxis erscheinen um Ihn nochmals untersuchen zu lassen.
Und da habe ich ein paar Fragen an die erfahrenen Katzenbesitzer die Katzen mit einer solchen Erkrankung haben. Möchte nicht nochmals eine Katze wegen dieser Scheiß Krankeit verlieren.
Ich würde in zwei Wochen ein richtiges Blutbild von Sparky Pankreas machen lassen, um Gewissheit zu haben. Außerdem frißt er momentan sehr schlecht, möchte sein Instinal Futter nicht mehr. Klar jeden Tag das gleiche Futter, wäre mir persönlich auch nichts. Lulu39 hatte noch eine spezielle Diät für Ihren Kater, habe ich mir auch schon rausgeschrieben.
Bin jetzt am Überlegen ob ich Lulus39 Diät schon anwende oder auf meinen TA höre der da meint, die nächsten 4 Wochen nur Intestinal. Wo bekommt man noch gutes Pankreas Futter? Was ist mit Barfu, ist das zu empfehlen bei dieser Krankheit? Was meint Ihr dazu? Und was kann ich noch darüber hinaus tun um Sparky zu helfen? Habe mir auch schon die Adesse von einem Endokrinologen hier in Berlin ausgesucht. Ist dies bei dieser Krankheit zu empfehlen zu einem solchen TA zu gehen.
Ich weiß, viele Fragen, aber bei dieser Krankheit kein Wunder!
Danke schon mal für Eure Antworten.

Ralf N.

Hallo, an Alle!
Keiner hier im Forum, welcher seine Erfahrungen bei dieser Krankheit mit mir teilen möchte!

Geändert von RalfN (30.09.2011 um 14:07 Uhr) Grund: Auf Antwort warten!
RalfN ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 14.11.2011, 14:37   #2
chrissie
Forenprofi
 
chrissie
 
Registriert seit: 2009
Beiträge: 3.506
Standard

Hallo,
sehe Deinen Thread erst jetzt. Hoffentlich liest Du die Antwort noch!
Wie geht es der Katze?
Meine 17hjährige Oma hat ebenfalls einen Schilddrüsenüberfunktion und auch eine chronische Pankreatitis.
Das Diätfutter ist meines Wissens Quatsch, da das Diätfutter, welches beim TA erhältlich ist, an sich kein gutes, hochwertiges Futter ist.
Ich füttere meine Katze mit dem, was sie vor der Diagnose auch bekommen hat.
Dann glaube ich auch zu wissen, dass man eine Pankreatitis nur über ein ausführliches Blutbild feststellen kann.
Meine Katze bekommt Enzyme, die das Futter entsprechend "vorverdauen". Das gibt es entweder als Pulver (z.B. Almazyne), oder in Tablettenform (Pancrex Vet). Es gibt noch weitere Enzyme, da müsstest Du testen, welche am besten wirken.
Eine reine Diätfuttergabe bringt sowieso nichts, da die Enzyme zugegeben werden müssen, damit das Futter verdaut wird.
Trockenfutter ist immer schlecht, egal ob die Katze krank ist oder gesund.

Wenn Du noch Fragen hast, dann melde Dich.
Hoffentlich liest Du das noch!

Gruss Christiane
chrissie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2011, 01:43   #3
tigalilly
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 2011
Ort: Berlin
Beiträge: 195
Standard

Ich habe eine 14-jährige Katze, bei der vor einem halben Jahr durch eine Kotanalyse Fettstuhl (d.h. schlechte Fettverdauung wegen Bauchspeicheldrüsenunterfunktion) und durch eine Blutanalyse eine Pankreatitis festgestellt wurde.

Bei meiner äußert es sich so, dass sie Unmengen frisst und quasi immer Hunger hat - und entsprechend viel kackt. Außerdem erbricht sie relativ häufig Futter.

Ich gebe Pankreatin Albrecht über das Futter. Sie bekommt Futter mit einem Fettgehalt von max. 5%, weil sie ja Probleme mit der Fettverdauung hat. Am besten verträgt sie Saphir Sensitiv Pute + Reis (von Penny).
Dadurch habe ich zumindest ihren Durchfall in den Griff bekommen (inzwischen ist ihr Kot zwar immer noch recht hell und voluminös, aber wenigstens einigermaßen fest) und das Erbrechen auf 2-3 x pro Woche reduziert. Außerdem nimmt sie nicht mehr weiter ab.
Ganz wichtig bei ihr: Wenn sie gerade eine akute Phase hat, verträgt sie kein Pankreatin, dann macht es alles nur noch schlimmer! Ich gebe ihr dann nur fettreduziertes Futter, bis die akute Phase vorbei ist. Die akute Phase erkennen ich daran, dass sie ohne Futterwechsel wieder Durchfall bekommt.

Der Vorteil von Pankreatin Albrecht ist, dass es magensaftresistent ist und so erst da wirkt, wo es hingehört. Man muss es auch nicht einwirken lassen, sondern streut es über das Futter, das dann sofort gefressen werden kann. Allerdings ist es ziemlich teuer. Aber ich kann es recht sparsam verwenden (5-7 Körnchen auf 50 g Futter), so reicht es recht lange. Eine Kapsel enthält ca. 120 Körnchen.

Außerdem bekommt sie regelmäßig Vitamin B12, weil Magen-Darm-Katzen anfällig für einen Mangel daran sind. (Was zu viel ist, wird einfach wieder ausgeschieden.)

Gegen das Erbrechen bekommt sie Nux Vomica Globuli D6.
Bei beginnendem Durchfall Heilerde übers Futter.
Gegen Übelkeit und Magenübersäuerung könntest du alternativ Slippery Elm Bark (Ulmenrinde) probieren.


Eine andere Katze, die gerade mit 15 Jahren gestorben ist, hatte ebenfalls Pankreatitis (und eine leichte SDÜ). Bei ihr war es allerdings so, dass sie zwar auch regelmäßig Futter erbrochen hat, aber ihr Kot war in Ordnung. Außerdem war sie rappeldünn, obwohl sie einigermaßen normal gefressen hat. Sie hatte deutlich hörbares Bauchgluckern, Sie hat eine Weile ebenfalls Pankreatin bekommen, davon ist ihr Kot allerdings deutlich schlechter geworden. Ich habe es nach einer Weile wieder abgesetzt, nachdem ihr Erbrechen deutlich weniger geworden war. Dann wurde der Kot wieder gut (dunkel und fest), und das Erbrechen blieb relativ selten.


Beide mögen/n mochten kein Royal Canin "Intestinal Moderate Calorie". Außerdem schließe ich mich meiner Vorschreiberin an: Das ist zwar ein sehr teures, aber kein besonders gutes Futter. Ich halte auch ein gutes normales Nassfutter mit Enzymen für geeigneter.

Soweit mein Erfahrungsbericht.


Wie geht es denn deinem Kater inzwischen?

Geändert von tigalilly (22.12.2011 um 01:58 Uhr)
tigalilly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2011, 10:07   #4
Nonsequitur
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Nonsequitur
 
Registriert seit: 2009
Ort: bei Heidelberg
Beiträge: 10.265
Standard

Hallo tigalilly,

dieses Bauchgluckern hab ich bei meinem Rumo auch bemerkt, kurz bevor bei ihm eine akute Pankreatitis festgestellt wurde. Weißt du da was drüber? Tritt das auch bei anderen Magen-Darm-Geschichten auf?

Rumo bekommt im Moment auch noch das Moderate Calorie. Er frisst es problemlos, aber mir scheint, wenn ich ihm nicht noch Fleisch dazugebe, dann bekommt er da zuwenig Kalorien raus. Er ist erst ein Jahr alt und entsprechend aktiv.
Nonsequitur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2011, 12:35   #5
tigalilly
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 2011
Ort: Berlin
Beiträge: 195
Standard

Zitat:
Zitat von Nonsequitur Beitrag anzeigen
dieses Bauchgluckern hab ich bei meinem Rumo auch bemerkt, kurz bevor bei ihm eine akute Pankreatitis festgestellt wurde. Weißt du da was drüber? Tritt das auch bei anderen Magen-Darm-Geschichten auf?
Leider weiß ich da auch nix Genaueres.
Bei meiner einen Katzen war das Bauchgluckern stark, die andere hat keins.
Meine Tierärztin hat nur gesagt, dass es mit der Verdauungsschwäche zusammenhängt.
tigalilly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2011, 12:55   #6
Gwion
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Registriert seit: 2008
Ort: Österreich
Beiträge: 35.233
Standard

OT, aber warum spritzt du Thiamazol?

Allgem. finde ich es immer hilfreich, wenn jemand die kompletten Blutwerte einstellt - man sieht so auch gleich, was gemacht wurde.

Wenn die Diagnose ev. noch unklar ist, warum willst du jetzt noch 2 Wochen warten?
Gwion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.12.2011, 12:58   #7
Zugvogel
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Registriert seit: 2006
Ort: BaWü
Beiträge: 44.198
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Zitat:
Zitat von Gwion Beitrag anzeigen
OT, aber warum spritzt du Thiamazol?
Ist das sehr ungewöhnlich?



Zugvogel
Zugvogel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2012, 17:26   #8
Raidu
Neuling
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 1
Standard Thiamazol

Ich wäre an Deiner Stelle sehr vorsichtig und würde "Thiamazol" ohne entsprechende Indikation nicht mehr geben.
Meinem Kater "Ruby" wurde wurde im Zusammenhang mit der Schilddrüseproblematik von meinem Tierarzt "Felimazole" verschrieben.
Die Nebenwirkungen waren jedoch extrem negativ. Der 14jährige Kater bekam dadurch Herz- und Nierenprobleme.
Ich habe dann einen anderen Weg der Behandlung gewählt, und den Kater mit "Jod 31" in der Uniklinik Gießen behandeln lassen. Danach war er wieder fit wie der berühmte Turnschuh.
Die Nieren sind wieder in Ordnung und das Herzproblem wird medikamentös mit "Vasotop P 1,25 mg" behandelt.
Leider liegt er im Moment in der Stuttgarter Hasenberg-Klinik und bekommt Infusionen, da er wegen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht frisst. Der Verdacht auf Krebs hat sich Gott sei Dank nicht bestätigt.
Mein Tierarzt war allerding der Meinung, dass Ruby im Zusammenhang mit dem Geschwollenen Bauch Verdauungsstörungen habe und hatte ihm nach der Erstuntersuchung "Lactulose" verschrieben.
Fazit:
Nie mehr Tierarzt, sondern gleich in eine Kleintier-Klinik.
Raidu ist offline   Mit Zitat antworten
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