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Infektionskrankheiten Erkältungen, FIP, FIV, FeLV, ...

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Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 18.11.2019, 21:09
  #1
Verena324
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Verena324
 
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Standard Leukose positive Katze, nun negativ in Leukose zuhause

Hallo Ihr Lieben,

ich bräuchte eure Hilfe und eure Meinung.
Unser Leukosekater ist gestorben und hat seinen ebenfalls Leukose-positiven Freund zurück gelassen. Wir haben nun über den Tierschutz eine neue Leukosekatze vermittelt bekommen. Nun war der PCR-Test negativ o.O
Auf Nachfrage haben wir nun folgende Infos bekommen: Sie wurde "nur" über einen Schnelltest positiv getestet, lebt seit Jahren in einer Leukosegruppe und wurde im Mai 2019 gegen Legukose geimpft.
Aktuell sind die beiden durch eine Gittertüre getrennt, leben aber abwechselnd in den gleichen Räumen. Toiletten sind getrennt.
Wir haben die neue Katze schon sehr ins Herz geschlossen und würden ihr gerne auch weiteren Stress ersparen. Dazu kommt, dass wir das Zimmer das aktuell ihr zuhause ist in ein paar Monaten als Kinderzimmer benötigen. Die Wiedervermittlung wurde ja ebenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch würde unser Kater dringend eine zweite Katze benötigen.
Die Tierschützerin meinte dass wir die beiden zusammen lassen sollen und die Gefahr sehr gering sei, dass sie sich anstecken. Sie hatte auch mal eine gemischte Gruppe, die sich nicht angesteckt haben.
Nun sind wir hin und her gerissen, was wir machen sollen. Wie gefährlich ist es wirklich? Kann sich eine Katze an Leukose anstecken, diese besiegen und nochmal anstecken oder ist sie resistent. Über Erfahrungen und Meinungen wäre ich super dankbar.

Liebe Grüße
Verena
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Alt 18.11.2019, 21:21
  #2
tiha
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Standard

Das Wort "Tierschützerin" empfinde ich hier wirklich als Hohn! Leukose zu verharmlosen finde ich gelinde gesagt zum Kotzen. Und wenn sie die Katze gegen Leukose hat impfen lassen, dann wusste die doch schon sehr genau, dass sie keine Leukose hat ...

Ehrlicherweise muss ich dir sagen, dass ich eine momentan Fevl-negative Katze, die längere Zeit mit Leukis zusammengelebt hat (wenn auch geimpft), nicht zu meinen negativ getesteten Katzen dazuholen würde, das Risiko wäre mir zu groß. Insofern ist die arme kleine jetzt irgendwie ein TS-Opfer Wenn sie gut harmonieren, dass lass sie bei euch, aber schaue, dass der Impfschutz immer aktuell ist und auch, dass du die Toiletten möglichst schnell wieder sauber machst. Glücklich finde ich diese Entscheidung nicht, aber bevor sie was mitbringt und tatsächlich negative Katzen ansteckt ...
tiha ist offline  
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Alt 18.11.2019, 21:48
  #3
Max Hase
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Ich würde sie behalten.
Restrisiko bleibt.


Als wir plötzlich 13 Stallkatzen hatten, hatten wir im Lauf der Jahre einmal FIP und einmal Leukämie.
Wir haben keinen der anderen getestet, denn diese halbwilden Tiere hätten wir kaum vermitteln und noch weniger einsperren können.
Die anderen 11 sind nicht erkrankt, wurden zwischen 15 und 18 Jahre alt.
Also eine Neunjährige und eine 17jährige leben inzwischen bei mir zuhause.
Und die später Zugelaufenen sind jetzt 10 und 2 x 8, die sind ungetestet und bisher gesund.


Als die beiden damals erkrankten, war ich hypernervös.
Inzwischen bin ich gelassener.

Geändert von Max Hase (18.11.2019 um 21:51 Uhr)
Max Hase ist offline  
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Alt 19.11.2019, 10:30
  #4
Taskali
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Taskali
 
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Max Hase: Fip ist was ganz anderes und Leukämie muß nicht Leukose - also Felv sein - es gibt auch diverse andere Gründe warum eine Katze Leukämie bekommen kann, nicht nur das Felv Virus.

Verena: Ich sehe es so wie tiha. Wenn sie längere Zeit in der Leukosegruppe gelebt hat ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass diese Mietz sich angesteckt hatte und das Virus ins Rückenmark zurückgedrängt hat und deshalb jetzt im Blut negativ ist. Ob und inwiefern das eventuell wieder ausgeschwemmt wird kann niemand sagen. Eine Weitervermittlung zu negativen Tieren wäre mir daher ebenfalls zu riskant - bleibt nur: Weitervermittlung als Einzeltier oder du behälst sie und machst das Beste draus- Glücklich ist keine Lösung
Taskali ist offline  
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Alt 19.11.2019, 10:46
  #5
CasaLea
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CasaLea
 
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Ich kenne mich mit FeLV nicht aus ... aber vielleicht kann tiha nochmal antworten ...

Zitat:
Zitat von tiha Beitrag anzeigen
Ehrlicherweise muss ich dir sagen, dass ich eine momentan Fevl-negative Katze, die längere Zeit mit Leukis zusammengelebt hat (wenn auch geimpft), nicht zu meinen negativ getesteten Katzen dazuholen würde, das Risiko wäre mir zu groß. Insofern ist die arme kleine jetzt irgendwie ein TS-Opfer Wenn sie gut harmonieren, dass lass sie bei euch, aber schaue, dass der Impfschutz immer aktuell ist und auch, dass du die Toiletten möglichst schnell wieder sauber machst. Glücklich finde ich diese Entscheidung nicht, aber bevor sie was mitbringt und tatsächlich negative Katzen ansteckt ...
Aber der vorhandene Kater ist doch FeLV-positiv und nicht negativ ... insofern hat Verena eher das Problem, dass sich die neue (jetzt doch negative) Katz beim Altkater ansteckt.
Würde das Deine Einschätzung ändern?

Nachtrag: Oder lese ich Verena jetzt falsch und der Altkater ist jetzt negativ?

Geändert von CasaLea (19.11.2019 um 11:46 Uhr) Grund: Nachtrag
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Alt 19.11.2019, 11:43
  #6
Max Hase
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@ Taskali
Ist mir bekannt.
Aber hier wurden Fakten geschaffen, die man nicht leugnen kann, das siehst Du ja genauso.

Und dann muss man irgendwie auch entspannen können und nicht jeden Tag Krankheitsymptome suchen.
Mein Beispiel ist schon was älter, da reagierten alle ziemlich panisch bei FIP. Und waren eigentlich noch sehr unwissend.
Wissen verändert sich, nicht immer, aber manchmal.
Max Hase ist offline  
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Alt 19.11.2019, 11:57
  #7
Verena324
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Verena324
 
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@CasaLea,
genau das hast du richtig verstanden unser "Altkater" ist Felv positiv und die neue nun anscheinend Negativ.
@Taskali
Was genau bedeutet es wenn sich das Virus ins Knochenmark zurück gezogen hat? Sie trägt die Krankheit in sich und kann jederzeit ausbrechen oder? Und kann sie sich auch wieder akut an unserem positiven Kater anstecken oder wäre sie dagegen immun weil sie Antikörper hat.
Einzeltier würde sie traurig machen, dann würde ich glaube ich das Risiko eingehen.
Vielen lieben Dank schon mal.
Ich weiß grad nicht wo mir der Kopf steht und fühle mich ein bisschen überfordert, daher bin ich euch wirklich sehr dankbar für eure Einschätzung.
Verena324 ist offline  
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Alt 19.11.2019, 13:55
  #8
CasaLea
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CasaLea
 
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Zitat:
Zitat von Verena324 Beitrag anzeigen
Was genau bedeutet es wenn sich das Virus ins Knochenmark zurück gezogen hat? Sie trägt die Krankheit in sich und kann jederzeit ausbrechen oder?
Ja, sie wäre dann eine latenter Virusträgerin und damit ist FeLV nicht im Blut nachweisbar (mit Elisa und Schnelltests) ... allerdings hattet ihr ja einen PCR-Test (DNA-Test) gemacht, mit dem eine latente Infektion nachgewiesen werden kann (und dann hätte die Neue ja positiv sein müssen, jedenfalls hatte ich das so verstanden).

Wie gesagt: ich kenne mich (GsD) nicht mit FeLV aus ... hab' die Problematik nur bei einer TS-Orga mitbekommen, bei der ein Streunerkater (von einer Futterstelle) positiv getestet wurde, obwohl der Bestand als FeLV-frei galt ... der Kater wurde dann nach D gebracht und von einem FeLV-positiven Katzenhaushalt aufgenommen.

Verena,
vielleicht ist die Seite hilfreich:
https://www.katzeninfo.com/gesundheit/felv

Zitat (hieraus):
Negativer Test:
Die Katze ist wahrscheinlich kein Virusträger. Mögliche Ausnahmen:
Die Katze befindet sich in Phase 3 (latenter Virusträger). Ein relativ gesichertes Ergebnis gibt hier der so genannte PCR-Test, welcher nicht das Virus im Blut sondern das Pro-Virus in der DNA nachweist. Die Katze selbst stellt in der Regel in dieser Phase keine Infektionsgefahr für andere Katzen dar (allerdings hat es immer wieder Mutterkatzen gegeben, die die Infektion an ihre Welpen übertragen haben, obwohl sie nicht virämisch waren!!), solange die Krankheit nicht in Phase 4 (Dauerauscheider) übergeht. Auch wiederholte Bluttests bleiben in dieser Phase negativ. Die geschätzte Dunkelziffer der infizierten, aber im Test (falsch) negativen Katzen ist beachtlich.


Oder Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/FeLV-Infektion


Hoffe, tiha und Taskali melden sich nochmal zurück und können weiterhelfen.

Geändert von CasaLea (19.11.2019 um 14:29 Uhr) Grund: Textergänzung
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Alt 19.11.2019, 18:44
  #9
Der Den Katzen Dient
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Der Den Katzen Dient
 
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Hallo,
raten kann ich dir nichts, aber von meinen/unseren Erfahrungen berichten.

2012 bekam mein Sternchen Xanthos die Diagnose FelV, er lebte zu der Zeit schon einige Monate mit Luna zusammen, die negativ getestet und bis dahin ungeimpft war.
Meine TÄ empfahl die Tiere zu trennen, was aber unmöglich war, da sie einander brauchten.
Also wurde Luna geimpft, der Schutz der Impfung liegt ja nur bei ca 60%, und ansonsten lebten die beiden die nächsten 3,5 Jahre ganz normal zusammen.
Ende 2015 wurde Xanthos dann langsam Krank und verstarb im Januar 2016.

Luna war immer noch negativ und so kam unser Merlin zu uns.
Aber alle Katzen werden nun gegen Leukose geimpft, wobei man ältere Katzen gar nicht mehr zu impfen braucht, sagte man mir, weiß noch nicht obs stimmt.
Es bleibt ein Restrisiko.

LG Henry
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Alt 19.11.2019, 18:52
  #10
Verena324
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Also ich denke wir werden das Risiko eingehen, sie behalten und zusammen lassen. Nun aber noch zwei Fragen.
1. Sollten wir sie regelmäßig impfen lassen oder ist sie eh immun wenn sie das virus im Knochenmark hat? Oder spricht noch etwas anderes dafür bzw dagegen?
2. Ist Bella also die neue nun immun oder kann sie sich sozusagen wieder aktiv anstecken?

Vielen lieben Dank ihr habt mir schon riesig geholfen. Diese Krankheit ist wirklich sehr komplex.

Lg Verena
Verena324 ist offline  
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Alt 19.11.2019, 22:16
  #11
tiha
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Da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Schreib doch mal dieser Userin eine PN, die scheint sich sehr gut damit auszukennen, vielleicht kann sie dir weiterhelfen https://www.katzen-forum.net/mitglie...5-ninhsch.html
tiha ist offline  
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Alt 20.11.2019, 11:47
  #12
CasaLea
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CasaLea
 
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Verena,
ich kann leider auch keine Deiner beiden Fragen beantworten ... aber: die FeLV-Impfung bietet ja auch keinen 100%-igen Schutz und ist wohl auch nicht ohne Risiko (Gefahr Fibrosarkom).


User JFA hat hier auch was zu Testergebnissen FeLV geschrieben:
FIV und FeLV – wie testen? Was sagen die Testergebnisse aus?

Zitat hieraus:
Möchte man auch die (wie geschrieben seltene) Möglichkeit einer Reaktivierung so gut wie möglich ausschließen, ist die Provirus-PCR von Anfang an (zusätzlich) zu empfehlen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es auch hier nicht. Das Risiko, ausgerechnet eine Katze zu erwischen, die regressiv infiziert ist, einen Provirus-Load unter der Nachweisgrenze hat und es danach auch noch zu einer Reaktivierung kommt, ist aber zumindest als sehr gering einzustufen -> größtmögliche Risikominimierung.

Vielleicht schreibst Du ja mal JFA per PN an, ob er/sie raten kann.
CasaLea ist offline  
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