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Alt 17.09.2018, 16:12   #21
FrauFreitag
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Nun ja - Mykoplasmen und Chlamydien beispielsweise sind intrazelluläre Bakterien und nicht immer einfach zu entdecken, darüber hinaus nicht oder nur sehr schwer (Speziallabore) anzuzüchten.

Was das angeht: Ich hätte auch gerne mal gewusst, ob es falsch-negative Mykoplasmenbefunde gibt, wie die angezüchtet werden, ob es sonst falsch-negative Tests gibt usw.. Ich muss mich da wohl nochmals einlesen, mir konnte das kein Arzt bisher beantworten, ganz im Gegenteil - da muss man sich dann noch rumstreiten, weshalb ein Convenia als Beta-Laktam-AB (Wirkweise: zellwandzerstörend) nicht und nie bei Mykoplasmen (Zellwandlose, wohnen in der Wirtszelle) wirkt usw.. Alleine - mir fehlt da momentan die Zeit, ein autodidaktisches Mikrobiologiestudium zu beginnen über das hinaus, was ich eh schon weiß.

Mir fehlt hier in Eurer ganzen Geschichte einfach nur wenigstens EIN MAL eine für feline Atemwegskrankheiten GUT bis SEHR GUT wirksame Antibiose über einen ausreichenden Zeitrahmen.

Was die Nierenbelastung angeht - ich glaube nicht an Homöopathie, insofern bin ich da raus. Ansonsten - nun ja. Viele Medikamente können potentiell auf die Nieren gehen. Meine Zora hat damals über Jahre (!) hinweg Doxy und später auch zusätzlich Azithromycin bekommen, weil die Lunge so schwer geschädigt war dank des vorherigen Dilettantentums, dass es - das ist ein Ausnahmefall - nicht mehr möglich war, die eigentliche Infektion zu besiegen (Lunge schon zu verschattet), es war nur noch Ziel, die Infektion daran zu hindern, die Restlunge ebenfalls in Beschlag zu nehmen bzw. zu zerstören. Hat funktioniert. Und die Nierenwerte waren top, genauso wie alle anderen Blutwerte hinsichtlich der Organe. Ich habe Zora wegen etwas anderem gehen lassen müssen.
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Alt 20.09.2018, 08:17   #22
SteffGo
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Soo, puh. Wir hatten gestern ja den Termin bei der Internistin (nennt man das auch so bei Tieren? ). Ich hatte ihr vorab schon alle Befunde bei der altenTÄ angefordert und diese der Spezialistin zusammen mit einer Zusammenfassung per Mail geschickt, sodass sie sich schon mal einlesen konnte.

Das Abhören war ohne Auffälligkeiten, kein Fieber, im Maul sah alles gut aus (wegen dem Appetitmangel), keine Bauchschmerzen. Sie meinte, sie sieht eine sehr fitte Katze vor sich, ohne jegliche Auffälligkeit.

Großes Blutbild: Alles Top, ausser Chlorid, bei einem Referenzwert bis 127 waren ihre Werte bei 137. TÄ sagt das kann daran liegen, dass sie zu wenig getrunken hatte.

Zu den Röntgenbildern hat sie folgendes gesagt: Die zahlreichen von der TÄ wären alle nicht gut gemacht, daher schwer zu beurteilen. Im großen und ganzen aber unauffällig, auch die guten Bilder der TK wären völlig in Ordnung, außer die gut zu sehenden Bronchien, diese sogenannten Doghnuts.
Äh? Gut. Komisch. Das "chronisch-katarhische", was das Labor bei der Zytologie nach der BAL angegeben hat, könnte genau so gut Unfug sein, die Ärztin habe wohl selber mal da gearbeitet, und da hätten die Leute immer sowas hingeschrieben, wenn irgendwas ganz schwammig war. Muss also auch nichts heißen, ihrer Meinung nach.
Aber.. das verstehe ich nicht. Die Ärztin, die die BA durchgeführt hat, sagte dass da was "schleimiges" war. Das ist doch nicht einfach so da, das muss ja irgendwo her kommen?!

Für sie ist Asthma nicht wahrscheinlich, auch die von mir beschriebenen Symptome sprechen nicht für Asthma. Auf die Frage hin, ob ihre ständigen Infekte eigentlich ein großer verschleppter sein könnte, war sie nachdenklich und hat mir schon zugestimmt. Sie sagte aber, sie rät jetzt im Moment von einer Langzeitantibiose ab, da die Katze ja "super fit" ist. Wenn sie sich jetzt nochmal krank fühlen sollte, dann möchte sie ein Antibiogramm machen, und dann wäre sie auch für eine Antibiotikagabe von mehreren Wochen. Zum jetzigen Zeitpunkt lehnt sie das aber ab. Auch weil sich sonst, bei blinder Gabe, immer mehr Resistenzen bilden, usw.

Sie sagt, sie sieht ein fittes kleines Kätzchen, was einfach ggf. was anfälliger ist oder war als andere.

Ja, weiß jetzt nicht was ich davon halten soll. Wäre ja schön wenn ich alles bisherige in den Wind schießen kann, aber ein wenig verwirrt bin ich schon.

Geändert von SteffGo (20.09.2018 um 09:53 Uhr)
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Alt 23.09.2018, 12:45   #23
FrauFreitag
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Zitat:
Zitat von SteffGo Beitrag anzeigen
Sie sagte aber, sie rät jetzt im Moment von einer Langzeitantibiose ab, da die Katze ja "super fit" ist. Wenn sie sich jetzt nochmal krank fühlen sollte, dann möchte sie ein Antibiogramm machen, und dann wäre sie auch für eine Antibiotikagabe von mehreren Wochen. Zum jetzigen Zeitpunkt lehnt sie das aber ab. Auch weil sich sonst, bei blinder Gabe, immer mehr Resistenzen bilden, usw.

Sie sagt, sie sieht ein fittes kleines Kätzchen, was einfach ggf. was anfälliger ist oder war als andere.
Gibt es jetzt noch Symptome oder nicht?

Auf Basis eines - ob nun gut oder schlecht gemachten, guten oder schlechten (Zeichnung) - Röntgenbilds würde ich nicht behandeln, WENN (!) keine Symptome da sind. Denn - eine Infektion kann eben auch eine, vereinfacht gesagt: Lungenzeichnung verursachen, die sich in der Regel rückbildet bis zu einem gewissen Grad.

ABER: Wenn Symptome da sind, Husten etc. - dann sollte man diese angehen.

Und wenn die Ärztin in dem Fall eine Erregerbestimmung machen möchte, muss die Katze in Narkose und eine erneute Lavage her. Weil - Flora obere Atemwege ungleich Flora untere Atemwege; kann gleich sein, muss aber nicht.

Siehe meine Zora - Stein auf Bein hat der Klinikleiter geschworen, ein Luftröhrenabstrich würde GENAU DIESELBE FLORA abbilden wie in der Lunge. Die gefundenen Bakterien (Pseudomonas Aeruginosa) hat er dann behandelt, nicht wegbekommen inklusive Symptomen, worauf er eine Einschläferungsempfehlung gab und auch überhaupt nicht erbaut war, dass ich dieser nicht gefolgt bin. Fakt war: 1.) er hätte wissen müssen, dass dieser Keim ein SEKUNDÄRerreger ist, insofern weiter forschen (und nicht auf den draufknallen mit einem gefährlichen Reserveantibiotikum) und 2.) aus der Lungenspülprobe konnte man eben DOCH noch einen weiteren Erreger nachweisen, den er in der Luftröhre NICHT gefunden hatte (Mykoplasmen, Primärerreger).

Ich persönlich (!) finde es übertrieben mit dem Hinweis auf Resistenzen usw.. JA, prinzipiell völlig in Ordnung, dass man da vorsichtig sein muss. ABER - wie schon zigfach erwähnt: der Kreis der überhaupt in Frage kommenden Primärerreger ist SO klein, bei Mykoplasmen kann man ohnehin keine Resistenzlage bestimmen in normalen Labors, ein gut ausgewähltes (kompetent und wissend!) Antibiotikum, dass eben logischerweise genau auf die Primärerreger abzielt und in der Theorie alle umfasst - das kann man auch so geben. Und das ist weder "sorglos" o.ä. noch widerspricht es den aktuellen Antibiotika-Richtlinien der Veterinärmedizin (die besagen, dass Fluorchinolone und Cephalosporine ab der 3. Generation nur noch nach vorheriger Resistenzbestimmung gegeben werden dürfen - also genau die Gruppen, die Tierärzte seit Jahren wie Bonbons rausknallen, unabhängig davon, ob sie überhaupt für die spezifische Infektion potentiell geeignet sind oder nicht).
FrauFreitag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2018, 08:24   #24
SteffGo
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Ort: Herzogenrath
Beiträge: 16
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Nein, derzeit gibt es keine Symptome. Ende August war sie ja stark erkältet mit dem "tränenden-Herpes-Auge".. nach der ersten Amoxitablette ging es aber direkt wieder aufwärts und eine Woche später war nichts mehr. Das einzig komische ist nur noch dass der kleine Fressbär ganz plötzlich ganz ganz mäkelig geworden ist. Aber sie hatte ja weder Bauchschmerzen, noch was etwas im Mündchen und die Blutwerte waren auch top. Ich tippe jetzt einfach auf reine Mäkeligkeit und sitze das nächste Woche in meinem Urlaub mal aus. Momentan gebe ich noch nach und biete ihr morgens eine Alternative an, wenn sie den Napf stehen lässt, weil ich nicht will dass sie dann bis Abends hungert.

Ja, nee, also eine weitere BAL kommt - außer natürlich absolut medizinisch notwendig - nicht in Frage! Wenn es soweit kommen sollte, dass sie wieder Symptome zeigt, werde ich definitiv auf eine direkte AB Gabe, und zwar Doxy, drängen. Sie hat schon genug Sachen über sich ergehen lassen, irgendwann ist mal gut...

Geändert von SteffGo (24.09.2018 um 08:27 Uhr)
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Stichworte
geschwollene lymphknoten, infektionserkrankung??, rachenentzündung, zylexis


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