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Infektionskrankheiten Erkältungen, FIP, FIV, FeLV, ...

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Alt 15.09.2018, 13:48   #16
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Fachlich bist Du ja bei FrauFreitag schon in den besten Händen.

Zitat:
Zitat von SteffGo Beitrag anzeigen
also, Leute, ich bin kurz vorm Ausrasten. Das sind doch Tierärzte. Warum wird erst eine (falsche) Diagnose gestellt, an die sie selbst nicht glauben, und erst wenn man sie drauf anspricht, sagen sie: Jaja, Sie könnten Recht haben.

Es geht hier um mein Tier, mein Baby, was schon, vorallem durch MEINE Unwissenheit, viel zu viel mitmachen musste. Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen. Sie tut mir so leid.
Da viele von uns leider ganz ähnliche Erfahrungen gemacht haben, können wir Deine Gefühle, Deine Selbstvorwürfe, Deine Wut auch sehr gut verstehen.

Ein Teil des Problems ist wohl, dass das Tiermedizin-Studium nicht primär auf Kleintiere ausgerichtet ist. Und leider weder das Studium der Veterinärmedizin noch das der Humanmedizin seine Absolventen dazu befähigt, über den Tellerrand zu schauen, kritisch zu hinterfragen, sprich: Auch mal das Gehirn einzuschalten, anstatt stumpf irgendwas zu reproduzieren, weil man es immer schon so gemacht hat. Hinzu kommt, dass Katzen die absoluten Stiefkinder der Veterinärmedizin sind. Auch das hat verschiedene Gründe.

Geh also bitte nicht zu hart mit Dir ins Gericht. Es ist absolut normal und menschlich, dass man zunächst den "Fachleuten" vertraut.

Und: Du klemmst Dich dahinter, sammelost Informationen und hinterfragst die Tierärzte. Damit bist Du eine große Ausnahme. Die große Mehrheit der Tierhalter folgt einfach nur stumpf den Tierärzten. Und viele Tiere bezahlen das mit ihrem Leben. Das bleibt Deiner Katze erspart, weil Du bereit bist, dazu zu lernen.

Mein Dicker hat 2011 ein Auge verloren, durch ein Glaukom. Und ich befürchte, dass die Ursache eine Augensalbe mit Cortison war, obwohl er ziemlich eindeutig einen bakteriellen Infekt hatte. Genauso wie Du wusste ich es damals nciht besser und wenn Katze akut krank ist, hat man in der Regel auch nicht die Zeit und Ruhe, lange im Netz zu recherchieren. Auch ich hab mir da Vorwürfe gemacht. Nur helfen diese Vorwürfe unseren Katzen nicht. Denen hilft es auf Dauer nur, wenn immer mehr von uns den Tierärztan ganz gepflegt auf die Füße treten, anstatt sie auf das Halbgott-in-Weiß-Podest zu heben, wo sie nicht hingehören.
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Alt 15.09.2018, 21:59   #17
SteffGo
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Wie heißt es so schön: Man steht sich selbst am nächsten. Es ist einfach traurig dass es manche Leute nicht schaffen, ihren Job (vernünftig) zu machen. Vorallem wenn es um meine Gesundheit oder Vorallem die meiner Tiere geht. Da läuft ja scheinbar auch etwas bei dem Studium gewaltig schief!

Ich bin ein Mensch der immer alles hinterfragt. Ärzte hassen mich Warum ich gerade hier so naiv war, keine Ahnung. Zumal ihr bin Anfabg an den logischsten und qualifiziertesten Ansatz hattet!

Ich werde die Ärztin am Mittwoch auf Doxy ansprechen und darauf bestehen!

Die andere Katze hat die Erkältung und das Klätsch-Auge bislang gut überstanden und hat seither keine Symptome. Meine kleine Patientin hingegen frisst momentan nicht ganz so gut. Normalerweise schlingt die regelrecht und frisst auch 300 Gramm auf einmal, aber seit ein paar Wochen isst die morgens nur 20-40 Gramm von 80 und abends auch mit etwas längeren Zähnen. Kommt aber immer irgendwie auf ihre 160 Gramm (ist eine sehr kleine Katze). So war meine andere Katze immer, die frisst aber gerade als wäre sie am verhungern; haben wohl Rollen getauscht. Leckerlies, Thunfisch, Rohfleisch und Trockenfutter als Leckerlie wird alles verschungen, schon ausprobiert. So sind beide normal fit und fröhlich.. ich bin seit März erst Katzenbesitzer, man sagt mir das sei normal dass Katzen mal mehr und mal weniger essen. Nur dass mein kleiner Nimmersatt plötzlich nicht mehr schlingt und auch mal Futter stehen lässt irritiert mich. TÄ hat ihr vor 3 Wochen auch schon ins Mäulchen geguckt, da war nichts. Vielleicht nehme ich sie Mittwoch doch mal mit zur Spezialistin, wollte es ihr eigentlich ersparen bevor ich nicht weiß ob die wirklich was taugt.

Vielleicht hat sie aber auch Würmer, die nächste Entwurmung steht eigentlich jetzt am Dienstag an.

Ich werde berichten wie es der kleinen weiter ergeht. Ich hoffe die ganze Krankheitsgeschichte hat jetzt mal langsam ein Ende und die Katze kan einfach Katze sein und noch ganz lange wie ein Kanichen über den Rasen hoppeln.. danke euch.
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Alt 16.09.2018, 22:36   #18
FrauFreitag
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Die "Fressunlust" kann sehr wohl von der Erkältung kommen - man kennt es ja selbst, man fühlt sich matschig usw.. Bei Katzen kommt deren generelle Mäkeligkeit dazu, dann ist die Nase vielleicht zu, sie riechen das Fressen nicht mehr oder nicht wirklich usw..

Aber: Bitte schau in den Rachen, ob sich nicht doch ein Herpes entwickelt hat. Muss nicht sein, sollte man aber immer im Blick haben.

Ansonsten würde mich mal interessieren: Wo ist denn bitte der andere "Schrieb" - so, wie die Unterlagen hier stehen, wurde die Spülprobe der Lavage nämlich nur auf die üblichen Vier getestet, ergo ein sogenanntes kleines Atemwegsprofil gemacht. DAS würde mich an Deiner Stelle jetzt auch interessieren, ob man wirklich überhaupt auf ALLE Bakterien getestet hat oder eben nicht.

Was Doxy angeht - es ist reizend, kann also zu Entzündungen der Speiseröhre führen, wenn es in schöner Regelmäßigkeit dort kleben bleibt. Ergo - nachspülen, -stopfen mit Leckerli etc.. Bitte aufpassen - keine Milchprodukte bei Tetrazyklinen generell, das gilt für Hund, Katze, Maus, Mensch, Yeti.
Und: Doxy-Monohydrat-Produkte sollen das Risiko einer Ösophagitis woll senken (im Vergleich zu Doxy-Hyclat) - siehe Seite 14 (ich meine die Seitenzahl, die direkt oben rechts auf der Seite angegeben ist):
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1144..._Stephanie.pdf

Was das Entwurmen angeht, würde ich das, wenn nicht unbedingt notwendig, verschieben, weil es eine zusätzliche Belastung darstellt. Kranke Tiere sollte man eigentlich nicht entwurmen.
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Alt 17.09.2018, 07:10   #19
SteffGo
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Zitat:
Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
Die "Fressunlust" kann sehr wohl von der Erkältung kommen - man kennt es ja selbst, man fühlt sich matschig usw.. Bei Katzen kommt deren generelle Mäkeligkeit dazu, dann ist die Nase vielleicht zu, sie riechen das Fressen nicht mehr oder nicht wirklich usw..

Aber: Bitte schau in den Rachen, ob sich nicht doch ein Herpes entwickelt hat. Muss nicht sein, sollte man aber immer im Blick haben.

Ansonsten würde mich mal interessieren: Wo ist denn bitte der andere "Schrieb" - so, wie die Unterlagen hier stehen, wurde die Spülprobe der Lavage nämlich nur auf die üblichen Vier getestet, ergo ein sogenanntes kleines Atemwegsprofil gemacht. DAS würde mich an Deiner Stelle jetzt auch interessieren, ob man wirklich überhaupt auf ALLE Bakterien getestet hat oder eben nicht.

Was Doxy angeht - es ist reizend, kann also zu Entzündungen der Speiseröhre führen, wenn es in schöner Regelmäßigkeit dort kleben bleibt. Ergo - nachspülen, -stopfen mit Leckerli etc.. Bitte aufpassen - keine Milchprodukte bei Tetrazyklinen generell, das gilt für Hund, Katze, Maus, Mensch, Yeti.
Und: Doxy-Monohydrat-Produkte sollen das Risiko einer Ösophagitis woll senken (im Vergleich zu Doxy-Hyclat) - siehe Seite 14 (ich meine die Seitenzahl, die direkt oben rechts auf der Seite angegeben ist):
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1144..._Stephanie.pdf

Was das Entwurmen angeht, würde ich das, wenn nicht unbedingt notwendig, verschieben, weil es eine zusätzliche Belastung darstellt. Kranke Tiere sollte man eigentlich nicht entwurmen.
Sie ist ja nicht mehr erkältet. Nach der AB-Gabe hatte sich das innerhalb 4 Tage erledigt. Ich schaue ihr später nochmal in den Rachen, sicher ist sicher.

Also sollte ich auf ein Monohydrat bestehen? Ich lese mir gleich nochmal deine Einträge zu dem Doxy durch. Mehr Sorgen machen mir aber wirklich die Nieren, bei den Medikamenten die sie schon bekommen hat und dann eine mehrwöchige AB-Gabe... gibt es was, was man unterstützend geben kann?

Ich hänge hier nochmal das Dokument an, wo die Bakt. Untersuchung zu sehen ist..bzw. es ist leider sehr schwer leserlich, habe mir das aber ausgedruckt und da sind die Bakterien zu sehen, die ich oben bereit angegeben habe.

Ja, ich weiß dass die Entwurmung nur zusätzlich belastet. Seitdem ich sie habe wäge ich ständig ab, enrwurmen und entfohen oder nicht, weil ja bekanntermaßen immer was anderes ist. Sie ist Teilzeit-Freigänger, bzw. "tagsüber Gartengänger". Ich warte jetzt aber erstmal nochwas ab. AUf die ein oder zwei Wochen kommt es hoffentlich nicht an.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg DuquesaBak.Befund.jpg (68,9 KB, 8x aufgerufen)
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Alt 17.09.2018, 11:40   #20
little-cat
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Zitat:
Zitat von SteffGo Beitrag anzeigen
Mehr Sorgen machen mir aber wirklich die Nieren, bei den Medikamenten die sie schon bekommen hat und dann eine mehrwöchige AB-Gabe... gibt es was, was man unterstützend geben kann?


Ja, ich weiß dass die Entwurmung nur zusätzlich belastet. Seitdem ich sie habe wäge ich ständig ab, enrwurmen und entfohen oder nicht, weil ja bekanntermaßen immer was anderes ist. Sie ist Teilzeit-Freigänger, bzw. "tagsüber Gartengänger". Ich warte jetzt aber erstmal nochwas ab. AUf die ein oder zwei Wochen kommt es hoffentlich nicht an.
Ich habe bei Doxy und wir hatten 3 Monaten Gabe folgendes gegeben:

Mucosa ad vet us (HEEL)
Solidago ad vet us HEEL - alternierend zu Mucosa

Globuli Nux Vomica

Es gibt auch was für die Leber, müsste ich nachschauen, ich habe mich eher auf Mucosa fokusiert.

Am besten sind Kotproben sammeln und untersuchen vor man entwurmt, vor allem bei einer kranken Katze.
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Alt 17.09.2018, 15:12   #21
FrauFreitag
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Nun ja - Mykoplasmen und Chlamydien beispielsweise sind intrazelluläre Bakterien und nicht immer einfach zu entdecken, darüber hinaus nicht oder nur sehr schwer (Speziallabore) anzuzüchten.

Was das angeht: Ich hätte auch gerne mal gewusst, ob es falsch-negative Mykoplasmenbefunde gibt, wie die angezüchtet werden, ob es sonst falsch-negative Tests gibt usw.. Ich muss mich da wohl nochmals einlesen, mir konnte das kein Arzt bisher beantworten, ganz im Gegenteil - da muss man sich dann noch rumstreiten, weshalb ein Convenia als Beta-Laktam-AB (Wirkweise: zellwandzerstörend) nicht und nie bei Mykoplasmen (Zellwandlose, wohnen in der Wirtszelle) wirkt usw.. Alleine - mir fehlt da momentan die Zeit, ein autodidaktisches Mikrobiologiestudium zu beginnen über das hinaus, was ich eh schon weiß.

Mir fehlt hier in Eurer ganzen Geschichte einfach nur wenigstens EIN MAL eine für feline Atemwegskrankheiten GUT bis SEHR GUT wirksame Antibiose über einen ausreichenden Zeitrahmen.

Was die Nierenbelastung angeht - ich glaube nicht an Homöopathie, insofern bin ich da raus. Ansonsten - nun ja. Viele Medikamente können potentiell auf die Nieren gehen. Meine Zora hat damals über Jahre (!) hinweg Doxy und später auch zusätzlich Azithromycin bekommen, weil die Lunge so schwer geschädigt war dank des vorherigen Dilettantentums, dass es - das ist ein Ausnahmefall - nicht mehr möglich war, die eigentliche Infektion zu besiegen (Lunge schon zu verschattet), es war nur noch Ziel, die Infektion daran zu hindern, die Restlunge ebenfalls in Beschlag zu nehmen bzw. zu zerstören. Hat funktioniert. Und die Nierenwerte waren top, genauso wie alle anderen Blutwerte hinsichtlich der Organe. Ich habe Zora wegen etwas anderem gehen lassen müssen.
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Alt 20.09.2018, 07:17   #22
SteffGo
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Soo, puh. Wir hatten gestern ja den Termin bei der Internistin (nennt man das auch so bei Tieren? ). Ich hatte ihr vorab schon alle Befunde bei der altenTÄ angefordert und diese der Spezialistin zusammen mit einer Zusammenfassung per Mail geschickt, sodass sie sich schon mal einlesen konnte.

Das Abhören war ohne Auffälligkeiten, kein Fieber, im Maul sah alles gut aus (wegen dem Appetitmangel), keine Bauchschmerzen. Sie meinte, sie sieht eine sehr fitte Katze vor sich, ohne jegliche Auffälligkeit.

Großes Blutbild: Alles Top, ausser Chlorid, bei einem Referenzwert bis 127 waren ihre Werte bei 137. TÄ sagt das kann daran liegen, dass sie zu wenig getrunken hatte.

Zu den Röntgenbildern hat sie folgendes gesagt: Die zahlreichen von der TÄ wären alle nicht gut gemacht, daher schwer zu beurteilen. Im großen und ganzen aber unauffällig, auch die guten Bilder der TK wären völlig in Ordnung, außer die gut zu sehenden Bronchien, diese sogenannten Doghnuts.
Äh? Gut. Komisch. Das "chronisch-katarhische", was das Labor bei der Zytologie nach der BAL angegeben hat, könnte genau so gut Unfug sein, die Ärztin habe wohl selber mal da gearbeitet, und da hätten die Leute immer sowas hingeschrieben, wenn irgendwas ganz schwammig war. Muss also auch nichts heißen, ihrer Meinung nach.
Aber.. das verstehe ich nicht. Die Ärztin, die die BA durchgeführt hat, sagte dass da was "schleimiges" war. Das ist doch nicht einfach so da, das muss ja irgendwo her kommen?!

Für sie ist Asthma nicht wahrscheinlich, auch die von mir beschriebenen Symptome sprechen nicht für Asthma. Auf die Frage hin, ob ihre ständigen Infekte eigentlich ein großer verschleppter sein könnte, war sie nachdenklich und hat mir schon zugestimmt. Sie sagte aber, sie rät jetzt im Moment von einer Langzeitantibiose ab, da die Katze ja "super fit" ist. Wenn sie sich jetzt nochmal krank fühlen sollte, dann möchte sie ein Antibiogramm machen, und dann wäre sie auch für eine Antibiotikagabe von mehreren Wochen. Zum jetzigen Zeitpunkt lehnt sie das aber ab. Auch weil sich sonst, bei blinder Gabe, immer mehr Resistenzen bilden, usw.

Sie sagt, sie sieht ein fittes kleines Kätzchen, was einfach ggf. was anfälliger ist oder war als andere.

Ja, weiß jetzt nicht was ich davon halten soll. Wäre ja schön wenn ich alles bisherige in den Wind schießen kann, aber ein wenig verwirrt bin ich schon.

Geändert von SteffGo (20.09.2018 um 08:53 Uhr)
SteffGo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2018, 11:45   #23
FrauFreitag
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Zitat:
Zitat von SteffGo Beitrag anzeigen
Sie sagte aber, sie rät jetzt im Moment von einer Langzeitantibiose ab, da die Katze ja "super fit" ist. Wenn sie sich jetzt nochmal krank fühlen sollte, dann möchte sie ein Antibiogramm machen, und dann wäre sie auch für eine Antibiotikagabe von mehreren Wochen. Zum jetzigen Zeitpunkt lehnt sie das aber ab. Auch weil sich sonst, bei blinder Gabe, immer mehr Resistenzen bilden, usw.

Sie sagt, sie sieht ein fittes kleines Kätzchen, was einfach ggf. was anfälliger ist oder war als andere.
Gibt es jetzt noch Symptome oder nicht?

Auf Basis eines - ob nun gut oder schlecht gemachten, guten oder schlechten (Zeichnung) - Röntgenbilds würde ich nicht behandeln, WENN (!) keine Symptome da sind. Denn - eine Infektion kann eben auch eine, vereinfacht gesagt: Lungenzeichnung verursachen, die sich in der Regel rückbildet bis zu einem gewissen Grad.

ABER: Wenn Symptome da sind, Husten etc. - dann sollte man diese angehen.

Und wenn die Ärztin in dem Fall eine Erregerbestimmung machen möchte, muss die Katze in Narkose und eine erneute Lavage her. Weil - Flora obere Atemwege ungleich Flora untere Atemwege; kann gleich sein, muss aber nicht.

Siehe meine Zora - Stein auf Bein hat der Klinikleiter geschworen, ein Luftröhrenabstrich würde GENAU DIESELBE FLORA abbilden wie in der Lunge. Die gefundenen Bakterien (Pseudomonas Aeruginosa) hat er dann behandelt, nicht wegbekommen inklusive Symptomen, worauf er eine Einschläferungsempfehlung gab und auch überhaupt nicht erbaut war, dass ich dieser nicht gefolgt bin. Fakt war: 1.) er hätte wissen müssen, dass dieser Keim ein SEKUNDÄRerreger ist, insofern weiter forschen (und nicht auf den draufknallen mit einem gefährlichen Reserveantibiotikum) und 2.) aus der Lungenspülprobe konnte man eben DOCH noch einen weiteren Erreger nachweisen, den er in der Luftröhre NICHT gefunden hatte (Mykoplasmen, Primärerreger).

Ich persönlich (!) finde es übertrieben mit dem Hinweis auf Resistenzen usw.. JA, prinzipiell völlig in Ordnung, dass man da vorsichtig sein muss. ABER - wie schon zigfach erwähnt: der Kreis der überhaupt in Frage kommenden Primärerreger ist SO klein, bei Mykoplasmen kann man ohnehin keine Resistenzlage bestimmen in normalen Labors, ein gut ausgewähltes (kompetent und wissend!) Antibiotikum, dass eben logischerweise genau auf die Primärerreger abzielt und in der Theorie alle umfasst - das kann man auch so geben. Und das ist weder "sorglos" o.ä. noch widerspricht es den aktuellen Antibiotika-Richtlinien der Veterinärmedizin (die besagen, dass Fluorchinolone und Cephalosporine ab der 3. Generation nur noch nach vorheriger Resistenzbestimmung gegeben werden dürfen - also genau die Gruppen, die Tierärzte seit Jahren wie Bonbons rausknallen, unabhängig davon, ob sie überhaupt für die spezifische Infektion potentiell geeignet sind oder nicht).
FrauFreitag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2018, 07:24   #24
SteffGo
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Nein, derzeit gibt es keine Symptome. Ende August war sie ja stark erkältet mit dem "tränenden-Herpes-Auge".. nach der ersten Amoxitablette ging es aber direkt wieder aufwärts und eine Woche später war nichts mehr. Das einzig komische ist nur noch dass der kleine Fressbär ganz plötzlich ganz ganz mäkelig geworden ist. Aber sie hatte ja weder Bauchschmerzen, noch was etwas im Mündchen und die Blutwerte waren auch top. Ich tippe jetzt einfach auf reine Mäkeligkeit und sitze das nächste Woche in meinem Urlaub mal aus. Momentan gebe ich noch nach und biete ihr morgens eine Alternative an, wenn sie den Napf stehen lässt, weil ich nicht will dass sie dann bis Abends hungert.

Ja, nee, also eine weitere BAL kommt - außer natürlich absolut medizinisch notwendig - nicht in Frage! Wenn es soweit kommen sollte, dass sie wieder Symptome zeigt, werde ich definitiv auf eine direkte AB Gabe, und zwar Doxy, drängen. Sie hat schon genug Sachen über sich ergehen lassen, irgendwann ist mal gut...

Geändert von SteffGo (24.09.2018 um 07:27 Uhr)
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geschwollene lymphknoten, infektionserkrankung??, rachenentzündung, zylexis

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