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Alt 31.07.2013, 07:24
  #1
Scan-Dal
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Standard Babesiose bei Katzen - Erfahrungen?

ich habe soeben die nachricht erhalten, dass Cupid in seiner heimat eine schwere Babesiose infektion durchgemacht hat.
mich würde interessieren, ob es hier erfahrungswerte zu Babesiose gibt, da es ja akute und chronische verläufe gibt.
TA termin habe ich morgen früh, eigentlich war der für die kastra angedacht, jetzt mache ich mir gedanken, ob das momentan richtig ist.
das werde ich dann mit meinem TA abklären.

es geht ihm zwar augenscheinlich gut, aber ich habe - noch - keine informationen, womit er behandelt wurde und weiss nur, dass sämtliche medis gegen Babesiose schwere nebenwirkungen haben, die oft auch organschädigend sind.
ich muss mich jetzt zu dem thema erstmal einlesen und schlau machen, allzuviel infos habe ich bislang noch nicht gefunden.
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Alt 31.07.2013, 16:27
  #2
Scan-Dal
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hat echt keiner erfahrung damit?
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Alt 31.07.2013, 18:12
  #3
nikita
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Ich kenne die Babesiose bei Hunden. Hier in Deutschland zwei Fälle, bei denen sie innerhalb einer Woche tödlich verlaufen ist.
Es kommt allerdings häufiger vor, dass Auslandshunde die chronische Form der Babesiose haben, sie scheint dort nicht so häufig tödlich zu enden.

Die einzige mir bekannte Therapie ist in beiden Fällen Carbesia, ein Mittel, das subkutan gespritzt wird, zweimal im Abstand von 14 Tagen. Es soll ganz gut wirken, wichtig ist, dass es im Akutfall so schnell wie möglich gegeben wird.

Auch im chronischen Fall sollte therapiert werden, zum einen könnte es sonst jederzeit aktiv werden, wann immer das Immunsystem geschwächt wird, zum anderen ist das jeweilige Tier ständig ein Überträger (wird nur über eine bestimmte Zeckenart übertragen, die aber auch hier schon heimisch ist).

Inwiefern das auf Katzen übertragbar ist weiß ich nicht, ich denke aber mal, da sollte es keine allzu großen Unterschiede geben. Denk bitte dran, falls du Carbesia in Erwägung ziehst, dass die Dosierung pro 10kg Körpergewicht angegeben ist, nicht pro 1kg.

Zumindest hier ist es im Akutfall nicht ganz einfach, einen Tierarzt aufzutreiben, der Carbesia vorrätig hat. Am besten erkundigst du dich rechtzeitig.
nikita ist offline  
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Alt 31.07.2013, 18:26
  #4
Scan-Dal
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Zitat:
Zitat von nikita Beitrag anzeigen
Ich kenne die Babesiose bei Hunden. Hier in Deutschland zwei Fälle, bei denen sie innerhalb einer Woche tödlich verlaufen ist.
Es kommt allerdings häufiger vor, dass Auslandshunde die chronische Form der Babesiose haben, sie scheint dort nicht so häufig tödlich zu enden.

Die einzige mir bekannte Therapie ist in beiden Fällen Carbesia, ein Mittel, das subkutan gespritzt wird, zweimal im Abstand von 14 Tagen. Es soll ganz gut wirken, wichtig ist, dass es im Akutfall so schnell wie möglich gegeben wird.

Auch im chronischen Fall sollte therapiert werden, zum einen könnte es sonst jederzeit aktiv werden, wann immer das Immunsystem geschwächt wird, zum anderen ist das jeweilige Tier ständig ein Überträger (wird nur über eine bestimmte Zeckenart übertragen, die aber auch hier schon heimisch ist).

Inwiefern das auf Katzen übertragbar ist weiß ich nicht, ich denke aber mal, da sollte es keine allzu großen Unterschiede geben. Denk bitte dran, falls du Carbesia in Erwägung ziehst, dass die Dosierung pro 10kg Körpergewicht angegeben ist, nicht pro 1kg.

Zumindest hier ist es im Akutfall nicht ganz einfach, einen Tierarzt aufzutreiben, der Carbesia vorrätig hat. Am besten erkundigst du dich rechtzeitig.
danke nikita.
hinweise auf carbesia habe ich bereits gefunden, aber das mittel scheint nicht ganz ohne zu sein.
werde definitiv morgen meinen TA darauf ansprechen, notfalls muss er es im ausland bestellen.

Cupid wurde ja bereits behandelt, allerdings weiss ich weder mit welchen mitteln, noch irgendwas über den genauen krankheitsverlauf bei ihm, als es akut war.
ich weiss nur, dass er sehr lange in der klinik war.
ich warte derzeit noch auf nachrichten darüber, aber der informationsfluss ist sehr träge, die sprachbarriere spielt da wohl auch eine grosse rolle.
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Alt 31.07.2013, 18:41
  #5
nikita
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Wie kommst du eigentlich darauf, dass er die chronische Form hat?
Hast du bereits testen lassen?
Soweit ich weiß, wird bei der chronischen Form auf Antikörper getestet, die Babesien selbst sind dann wohl nicht mehr nachweisbar.

Ich denke, ich würde erst mal testen lassen, dann weißt du woran du bist.

Woher genau kommt Cupid denn?
Wenn du Blut abnehmen läßt zum Testen, dann würde ich sicherheitshalber auch gleich auf Anaplasmose und Ehrlichiose testen lassen, wird beides ebenfalls über Zecken übertragen.
Und ist wohl gar nicht so selten.
nikita ist offline  
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Alt 31.07.2013, 18:47
  #6
nandoleo
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Kennst Du das hier? http://www.laboklin.de/pdf/de/news/b...gel_2_2002.pdf
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Alt 31.07.2013, 18:53
  #7
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ich befürchte es nur.

Cupid hatte zwei heftige fieberattacken, für die kein grund gefunden wurde.
sie kamen so schnell wie sie dann auch wieder gingen.
heute morgen kam dann über die orga eine info, dass er "eine sehr schwere peroplasmos infektion" hatte und auch da wieder bluttransfusionen bekommen musste.
hier heisst es piroplasmose = babesiose.

getestet wird er auf jeden fall und die kastra morgen fällt damit wohl flach, je nachdem, was mein TA dazu sagt.

ach ja, Cupid kommt aus moskau.
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Alt 31.07.2013, 18:59
  #8
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ja, danke trotzdem, nandoleo.
das hab ich heute morgen gefunden, als ich gegoogled hab.

da steht ja auch, dass man wenig erfahrung mit therapien der felinen babesiose hat.
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Alt 31.07.2013, 19:04
  #9
nandoleo
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Leo muss morgen zum Zahnsteinentfernen. Unsere TÄ hat sich in Sachen Mittelmeerkrankheiten und Infektionen bei Auslandstieren sehr intensiv fortgebildet. Wenn es Dir recht ist frag ich sie mal, was sie über die Behandlung von Babesiose weiß.
nandoleo ist offline  
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Alt 31.07.2013, 19:10
  #10
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Zitat:
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Leo muss morgen zum Zahnsteinentfernen. Unsere TÄ hat sich in Sachen Mittelmeerkrankheiten und Infektionen bei Auslandstieren sehr intensiv fortgebildet. Wenn es Dir recht ist frag ich sie mal, was sie über die Behandlung von Babesiose weiß.
das wäre super!
mich interessiert vorallem der chronische verlauf, weil ich mich davor so sehr fürchte.
was man da tun kann/muss, worauf achten, medis, etc...
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Alt 31.07.2013, 19:17
  #11
nandoleo
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Alles klar! Ich hab mir einen Zettel geschrieben. Wenn ich etwas in Erfahrung bringe melde ich mich.
nandoleo ist offline  
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Alt 31.07.2013, 19:47
  #12
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Zitat:
Zitat von nandoleo Beitrag anzeigen
Alles klar! Ich hab mir einen Zettel geschrieben. Wenn ich etwas in Erfahrung bringe melde ich mich.
dankeschön, nandoleo.
ich hoffe, mein TA kennt sich damit auch aus, auf seiner hp weist er jedenfalls auf diese krankheiten hin.
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Alt 31.07.2013, 19:51
  #13
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Na, dann werden wir hoffentlich etwas herausfinden können. Wenn unsere beiden TÄ das Selbe sagen, dann wird es ja wohl stimmen.
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Alt 31.07.2013, 19:55
  #14
nikita
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Wie schon geschrieben, lass unbedingt auch auf Anaplasmose und Ehrlichiose testen, geht in einem Aufwasch.
Fieberschübe können auch auf diese beiden Infektionen hindeuten und sehr häufig sind die Tiere mit mehreren Zeckenkrankheiten gleichzeitig infiziert.

Vielleicht ist die Babesiose ja ausgeheilt durch die Therapie, aber eine der beiden anderen Infektionen wurde nicht entdeckt.

Kira war gleichzeitig infiziert mit Ehrlichiose, Anaplasmose und Dirofilariose. Ihr Blutbild war schlecht, Fieberschübe hatte sie aber keine mehr, da sowohl die Anaplasmose als auch die Ehrlichiose bereits im subakuten Stadium waren.

Dirofilariose und Ehrlichiose konnten wir ausheilen, eine chronische Anaplasmose ist geblieben. Ist aber kein Beinbruch, Kira geht es mittlerweile prima, ich muss nur auf ein paar Dinge achten. Gute, hochwertige Ernährung, ein ausgeglichenes Leben mit genügend Bewegung und vor allen Dingen Streß vermeiden, so gut es geht.
Außerdem kenne ich die Anzeichen für einen Schub, so dass ich dann flott handeln kann.
Aber sie hat momentan keinerlei Einschränkungen, wir haben nach und nach sowohl die Kastration als auch sämtliche Impfungen über die Bühne gebracht, mit relativ wenig Problemen.

Nur ganz wichtig, lass keine Op machen ohne vorheriges Blutbild, auch keine Kastra.

Falls es sich um eine der beiden anderen Infektionen handeln sollte, wäre die Therapie der Wahl Doxycyclin über 3-4 Wochen.
nikita ist offline  
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Alt 31.07.2013, 21:01
  #15
Leni
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Leni
 
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Ich hatte letztes Jahr bei mir in der Praxis (THP) einen Kater mit diesen Symptomen. Auffällig war auch, dass der Hund der Familie aus dem Ausland kam und in der Nachbarschaft ebenfalls viele Auslandshunde waren.

Der Kater war eigentlich schon ziemlich austherapiert. Wobei der Tierarzt das Thema Babesiose nicht einmal in den Mund nehmen wollte.

Da ich einfach meinen Verdacht nicht los bekommen habe, habe ich noch zusätzlich meinen TA, der eigentlich ziemlich gut ist befragt. Er hat das auch gleich verneint. Bei Katzen: NEIN!

Hm, dann stand ich da.

Ich habe dann einfach auf mein Bauchgefühl gehört und habe ihn homöopathisch danach behandelt. Und siehe da...... nach einer Woche hatten wir ihn wieder auf dem Damm

Nur leider tragisch: Zwei Wochen später wurde er überfahren. Somit konnten wir nie erfahren, wie sein Verlauf weiter gegangen wäre.
Leni ist offline  
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