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Alt 29.07.2018, 16:57   #1
Nayesha
Neuling
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 11
Standard Depression und Bewegubgsunlust

Hallo zusammen,

Ich bin verzweifelt und brauche dringend euren Rat. Ich habe seit einigen Tagen ein Dreibein zu Hause aber zu unsren Problemen leider nichts finden können....

Von Anfang an: murphy ist unsere 10 Jahre alte Cooni die sich bei einem Sturz von der Terrasse das rechte vorderbein schwer verletzt hat. In der ersten OP wurde versucht das Bein zu retten, es kamen Platten und Schrauben rein und das Gelenk wurde wieder eingerenkt. Nach 10 Tagen beim Fäden ziehen wurde durch ein erneutes röntgen bild festgestellt das es alles nicht gehalten hat trotz völliger ruhig Haltung des Tieres. Letzte Möglichkeit die man uns gab war eine Amputation... Diese ließ ich ohne zögern durch führen, schließlich sollte das mein Tier retten. Ich muss dazu sagen das sie nach der ersten OP stark abgebaut hat und zwangs ernährt werden musste... Es ging ihr gerade besser, sie fraß wieder und wollte auch wieder schmusen und jetzt die nächste Hiobsbotschaft.
Nun ist das Bein seit 6 Tagen ab, der erste Tag nach der OP war super... Sie war wie ausgewechselt. Sie hatte Hunger, putzt sich und schnurrt mich an. Ich war überglücklich und dachte jetzt hört das alles endlich auf... Mein Tier hat keine Schmerzen mehr und es geht ihr gut. Leider ging es nicht so weiter... Ab dem zweiten Tag bekam sie Panik Attacken oder eine Art Anfälle, wie aus dem Nichts begann sie wild rum zu springen, völlig unkontrolliert. Diese Anfälle kamen mehrmals am Tag und dauerten ca 10 Sekunden, danach hat sie stark gezittert, hektisch geatmet und sich Stunden lang versteckt. Sie hat keine Schmerzen, sie bekommt Schmerz Mittel und was homeopatisches gegen die Attacken.
Seit gestern werden die Attacken merklich weniger aber sie ist mittlerweile so verstört das sie sich gar nicht mehr bewegt... Sie war jetzt 2 Tage nicht auf dem Klo, ich musste sie hin tragen und rein setzen. Dann hat sie auch alles abgesetzt. Danach lag sie so lange im Klo bis ich sie wieder raus geholt habe. Von da aus wieder ab unters Bett und weiterhin keine Bewegung mehr... Sie putzt sich weiterhin und schnurrt wenn ich mit ihr spreche oder sie streichel. Sie frisst aber nur dann wenn ich es ihr unter die Nase halte, genauso mit dem trinken.

Anfangs klappte das Laufen auf drei Beinen nach der Amputation super... Ich kann sie mit nichts motivieren.

Da sie vorher (nach der ersten OP) auch nur auf drei Beinen laufen konnte klappte das anfangs sehr gut. So kann das doch nicht weiter gehen...

Was soll ich tun? Habt ihr Erfahrungen oder einen Rat für mich
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Alt 29.07.2018, 17:28   #2
Juniwindt
Erfahrener Benutzer
 
Juniwindt
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 340
Standard

Manche Nakosemittel haben leider so ihr Nachwirkungen, die einige Tage anhalten können. Kann auch sein das sie Hallus hatte und deshalb so reagiert hat.
Meine Tuna wurde damals ein Hinterpfötchen amputiert und sie kommt ganz gut zurecht. Allerdings habe ich hier schon gelesen das Katzen die ein Vorderpfötchen verliehren etwas mehr damit zu tun haben.
Versucht in ihre Nähe zu sein.
Sie muss sich auch erstm damit anfreunden auf 3 Beinen zu laufen das ist schon eine Umstellung und kostet mehr Kraft als auf 4.
Stellt ihr doch bitte ihre Toilett etwas näher an ihrem momentanes Versteck hin.
Versucht eine mit einen sehr tiefen Einstieg zu bekommen, das macht es ihr leichter dort hinein zu kommen.
Ihr solltet umgehend nochmal einen Tierarzt aufsuchen und die plötzliche Wesensänderung abklären lassen.
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Alt 29.07.2018, 17:39   #3
Nayesha
Neuling
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 11
Standard

Danke erstmal für deine Antwort und Ratschläge.

Die OP ist jetzt 6 Tage her und sie verhielt sich die ersten anderthalb Tage nach der OP nicht so. Ich glaube also nicht das es an der Narkose liegt.

Sie bekommt seit drei Tagen jetzt ein homeopatisches Mittel was ihr helfen soll den Schock den sie evtl durch die ganze Tortur hat zu überwinden aber das zeigt bisher keinerlei Wirkung. Naja zumindest wenig, die Attacken haben mittlerweile fast komplett aufgehört.

Das Klo steht direkt vor dem Sessel unter dem sie liegt... Sie steht einfach nicht auf, egal für was. Ich habe sie heute morgen da raus geholt damit sie sich ein wenig bewegt. Das klappt auch gut! Sie hat keinerlei koordinations Probleme oder ähnlich.

Ich kann es nicht ertragen mein Tier so zu sehen. Ich werde sie jetzt nicht zum 10. Mal nach der OP zum Arzt schleppen da sie dort dieses Verhalten eh nicht zeigt. Rein körperlich geht es ihr gut, das ist bereits alles gecheckt worden.

Jeder mit dem ich über Amputation gesprochen habe sagt mir das Katzen damit gut zurecht kommen und das ziemlich fix geht bis sie wieder so mobil wie früher sind.... Ich wäre schon glücklich wenn sie sich überhaupt trauen würde aufzustehen bzw zu laufen. Sitzen geht aber laufen halt nicht... Sie verweigert alles was nicht direkt unter ihrer Nase steht
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Alt 29.07.2018, 22:40   #4
Minki2004
Erfahrener Benutzer
 
Minki2004
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 654
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Es tut mir leid, das es deiner Maus so garnicht gut geht. Ich habe nicht gelesen, ob Sie einen Body trägt. Wenn ja, kann das der Grund für ihr nicht bewegen sein. Mein Doc hat meiner Minki genau aus diesem Grund nach der großen OP keinen Body angezogen, weil er sagt, das Katzen dadurch extrem depressiv werden können und sich garnicht mehr bewegen.

Weiterhin Gute Besserung
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Alt 29.07.2018, 22:41   #5
potatoiv
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Registriert seit: 2016
Beiträge: 1.544
Standard

Hallo!

Weisst du was für ein Antibiotika die Kleine bekommen hat/ bekommt?
Es gibt Antibiotika, die in manchen Fällen solche Symptome auslösen können- solche der Klasse der Fluorchinolone- dabei kann es zu massiven verschiedenen unter anderem auch neurologischen Schädigungen kommen, die sich dann eben auch so psychisch auswirken....Panikattacken, Depressionen usw.
dazu gehören alle ABs mit der Wirkstoffendung....- floxacin....
Beim Menschen gibt es dazu mittlerweile extrem viele traurige Beispiele- obwohl es sehr lange gedauert hat, bis die Pharmalobby das eingestehen musste....dabei können diese Nebenwirkungen zeitverzögert auftreten und auch noch sehr sehr lange nach Absetzen weiter anhalten...
leider werden diese AB mittlerweile auch Tieren verschrieben!
Wenn man es verträgt, sind sie sehr wirksam, wenn nicht, dann ist es die Hölle!

Das ist mir noch dazu eingefallen...vielleicht liegt es ja daran!
Alles Gute,
Eva
__________________
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Alt 30.07.2018, 12:00   #6
Lio0202
Benutzer
 
Registriert seit: 2017
Ort: Hamburg
Beiträge: 52
Standard

Hallo,
einen Rat hab ich leider nicht für dich. Ich kann dir nur berichten wie unsere Erfahrungen waren nach der Beinamputation:

Unser Kater ist jetzt seit ca. 1 Jahr ein Dreibeinchen. Nach langen Versuchen das rechte Vorderbein zu retten, einer ziemlich schweren OP und langer Zeit mit Tierarztbesuchen und täglichen Verbandwechseln musste das rechte Vorderbein amputiert werden.

Die ersten 2 Wochen nach der Amputation waren recht hart…. Am Tag der Amputation konnten wir unseren Kater beim Tierarzt abholen und zu unserer Überraschung konnte er trotz fehlendem Vorderbeinchen schon sitzen und auch schon Laufen. Zuhause angekommen, hatte er dann so ähnliche Attacken wie du sie bei deiner Maus beschreibst: er wurde plötzlich völlig panisch und hat sich völlig hektisch rückwärts über den Boden geschoben und sich rückwärts im Kreis gedreht (schwer zu beschreiben). Mein Mann hat dann unseren Kater beruhigt und sich ganz ruhig zu ihn gesetzt, da die Tierärztin uns den Rat gegeben hat, ganz ruhig zu bleiben, unseren Kater nicht zu bedauern und uns ganz normal zu verhalten.

Die ersten 2 Tage nach der Amputation waren dann überraschenderweise recht gut, er hat gut gefressen und ist auch kurze Strecken auf seinen 3 Beinchen durch die Wohnung „gehüpft“.

Nach 2 Tagen war unser Kater auf einmal völlig verängstigt und hat sich zurückgezogen und sich in einem kleinem „Unterschlupf“ versteckt. Fressen wollte er auch nur, wenn wir es ihm direkt vor die Nase gehalten haben. Zur Vorsicht haben wir ihm dann doch noch einige Tage ein leichtes Schmerzmittel gegeben. Die Tierärztin gab uns den Rat, ihm einfach Zeit zu geben mit der neuen Situation klar zukommen. Nach 3 Tagen (ca. 6 Tage nach der Amputation) kam er dann wieder aus seinem Versteck raus.

Die 1. Zeit war ziemlich anstrengend für ihn, ihm fehlte die Kraft in seinem verbliebenen Vorderbein, daher hat er sich oft mitten im Flur hingelegt, eine kurze Pause gemacht und ist dann weiter gehüpft oder hat sich nach dem er auf dem Katzenklo war, ins Katzenklo gelegt und dort Pause gemacht.

Wir haben von Anfang an versucht es ihm etwas leichter zu machen: wir haben seine Näpfe extra höher gestellt, damit er sich beim Fressen nicht so weit vorbeugen muss, ins Katzenklo haben wir eine Öffnung geschnitten damit er nicht über den Rand klettern muss und vor die Couch sowie vors Bett haben wir eine kleine Treppe hingestellt, die er seitdem auch nutzt.

Unserem Kater hat es wirklich sehr gut getan, dass wir kurz vor der Amputation eine ambulante Tierärztin gefunden hatten, die zu uns nach Hause kommt. Denn die ewigen Tierarztbesuche und die langen Fahrten haben ihn dermaßen gestresst, dass wir schon gedacht haben, er überlegt die Fahrt dorthin nicht. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, dass der Tierarzt zu dir nach Hause kommt?

Der Text ist jetzt leider recht lang geworden... Katzen sind wirklich erstaunlich wie bewundernswert und schnell sie sich auf eine neue Situation umstellen. Unser Kater ist jetzt mit seinen 16. Jahren ein kleiner aufgeweckter Senior trotz seinem fehlenden Vorderbein und überrascht uns immer noch häufig weil er irgendwelchen Mist baut.

Ich drück dir ganz, ganz doll die Daumen das es deiner kleinen Maus bald besser geht ! Vielleicht braucht deine Maus auch einfach nur Zeit um Kraft zu sammeln ?

Geändert von Lio0202 (30.07.2018 um 12:07 Uhr)
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Alt 30.07.2018, 18:37   #7
Nayesha
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Weiterhin vielen Dank für eure Ratschläge! Es tut gut zu hören das ich mit dem Problem nicht ganz alleine bin...

Also einen body trägt sie nicht, das wäre der horror für sie, auch keinen Trichter oä. Die Narbe sieht super aus und sie geht wenig dran von daher bleibt das auch ohne Schutz, Freitag sollen die Fäden raus.

Sie bekam bis gestern noch Antibiotika: Synulox (hat sie nach der ersten OP auch bekommen) der Wirkstoff heißt Amoxicillin. Kann das davon auch kommen?
Sonst bekommt sie gegen die Schmerzen bis Freitag noch metacam das verträgt sie gut und nimmt es mit dem Futter zusammen freiwillig auf. Ich weiß das macht etwas müde aber ich glaube nicht das es daher kommt... Auch das bekam sie nämlich schon nach der ersten OP.

Letzte Nacht war sie endlich mal wieder allein auf dem Klo! Ich hab mich riesig gefreut und dachte jetzt wirds was. Als ich gerade von der Arbeit kam musste ich allerdings feststellen das sie weiterhin im Schrank zwischen meinen Klamotten liegt und nicht auf dem Klo war. Das Futter was ich vor den Schrank gestellt hatte ist leer... Appetit hat sie reichlich.

Das mit dem ihr Zeit geben ist wohl richtig, sie hat ja bisher auch echt einiges mitgemacht und ist es ein Sensibelchen... Aber die OP ist jetzt fast ne Woche her und ich hatte einfach die Hoffnung das es zumindest ganz langsam Berg auf geht.

Ich musste sie jetzt wieder aufs Klo setzen weil sie sich heute wieder nicht selbst hin getraut hat... Jetzt ist zumindest die Blase wieder leer und das Bäuchlein voll.

Soll ich sie denn da einfach die ganze Zeit so liegen lassen? Muss sie sich nicht mal bewegen? Würde es helfen wenn ich sie regelmäßig raus hole und laufen lasse? Vll merkt sie dann das es doch eigentlich super klappt mit dem Laufen und sie keine Angst haben muss
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Alt 30.07.2018, 18:51   #8
Juniwindt
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Juniwindt
 
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Falls ich es überlesen haben sollte tut mir leid.
Hab da noch die eine oder andere Frage an euch. Habt ihr eure Wohnung schon etwas Behindertengerecht gemacht. D.h. einen schmalen Läufer auf Liniolium oder Fliesen gelegt, damit er was zu festkralen hat beim Laufen und nicht wegrutscht. Eine kleine Treppe mit Plüschstoff überzogen, damit er aufs Sofa oder Bett rauf kann. ein kleines Regal oder Stuhl ans Fester gestellt auf das er dann raufhopsen kann um leichter aus dem Fenster zu schauen.
Es ist nett von euch das ihr euren süßen auf Klo tragt aber das könnte ganz schnell zur Gewohnheit werden. Versucht doch mal eine Leckerliespur Richtung Katzenklo zu legen, aber vorher bitte kleine Läufer auslegen die nicht so schnell verrutschen können. Oder ihr stellt ihm ein eigenes Klo entwas näher bspw. im Flur der Wohnung hin damit der Weg nicht zu weit für ihn ist.
Juniwindt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2018, 19:11   #9
Nayesha
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Selbstverständlich haben wir bereits alles mit Teppich ausgelegt und im Schlafzimmer liegt es Teppich.
Selbst wenn ich das Klo direkt vor ihr versteck stelle kommt sie nicht raus, nachdem ich da jetzt nachts zwei mal gegen gelaufen bin steht es wieder im Flur. Sind aber auch keine drei Meter bis dahin.
Die Tierärztin meinte ich soll sie auf jeden Fall weiter aus Klo setzen damit sie nicht auch noch ne Blasen Entzündung bekommt.

Treppen gibt es bisher keine da sie bis jetzt ja noch nicht mal aus ihrem versteck kommt... An irgendwo drauf springen ist ja noch bei weitem nicht zu denken. Mein Mann will jetzt am Wochenende eine bauen die vors Bett kommt aber die wird sie so lange es so warm ist wahrscheinlich auch nicht nutzen. So bald sie anfängt zu laufen und wieder einen langen Hals macht bekommt sie meinetwegen in der ganzen Wohnung Treppen.
Nayesha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.07.2018, 19:12   #10
Nayesha
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Und sie lässt sich wie gesagt mit nichts aus ihrem versteck locken... Auch Leckerli helfen nicht. Sobald sie die mit nem langen Hals nicht erreichen kann bleibt es liegen
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Stichworte
amputation, anfälle, depression, dreibein

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