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Alt 01.03.2016, 22:24   #1
Ozelotl
Neuling
 
Registriert seit: 2016
Beiträge: 6
Standard alter tauber Kater schreit + Futtermittelunverträglichkeit?

Hallo ihr lieben,

ich bin ganz neu hier und suche Rat:

Ich wollte schon immer Katzen aber da unsere ca 50 qm 1-Zimmer-Wohnung zu klein für mehrere Miezen ist und auch kein Freigang möglich (3. Stock in einem recht belebten Einkaufsgebiet) war mir eigentlich immer klar, dass daraus nichts wird.
Vor ca 3 Monaten sind mein Freund und ich jedoch mit einer Freundin ins Tierheim gefahren und haben uns dort in einen Kater verliebt:
Unser süßer Mauser ist ein ca 13 Jahre alter Kater, früher war er Freigänger, als Fundkater kam er ins Tierheim, wo eine sehr schwerwiegende Ohreninfektion festgestellt wurde. Nach der Operation ist er nun vollständig taub und hat auch einige Gleichgewichtsprobleme (das Gleichgewichtsorgan war wohl auch teilweise von der Infektion betroffen), zusätzlich hat er sich nie vollständig von der Infektion erholt und leidet jetzt unter chronischem hochresistenten (Es sind nur noch Reserve-ABs möglich und auch die würden höchstens einige Wochen linderung bringen) Katzenschnupfen und seit Kurzem leider auch noch an felinem Asthma.
Im Tierheim lebte er ein Jahr lang in einem Zimmer zusammen mit anderen "unvermittelbaren" Katzen, von denen er sich jedoch so gut wie möglich fernhielt (Immer wenn wir ihn besucht haben, lagen alle anderen Katzen gemütlich in Höhlen/auf Kratzbäumen verteilt in einer Hälfte des Zimmers, er hingegen mitten auf den Fliesen in der anderen Ecke des Zimmers).

Das Tierheim beschrieb ihn als sehr ruhigen Einzelkater und auch als wir unsere Wohnungssituation beschrieben meinten sie, es gäbe damit keinerlei Probleme.

Wenn dem so wäre, wäre ich allerdings nicht hier
Anfangs, als wir den Kater geholt haben, hat er fast 23 Stunden am Tag geschlafen.
Nachdem wir unter intensiver Rücksprache mit unserer Tierärztin allerdings angefangen haben, seine verschiedenen Problemchen in den Griff zu bekommen (Kortison inhalieren für das Asthma, Bisolvon um mit den Symptomen des Katzenschnupfens besser zu leben und schließlich haben wir sogar ein Nassfutter gefunden, dass nicht sofort erbrochen wird), geht es dem Miezer sichtlich besser.
Das freut mich natürlich riesig! Aber seit er aktiver ist, hat er damit begonnen, nachts und teilweise auch tagsüber das "Täubchenröhren" ertönen zu lassen.

Nun hab ich mich natürlich ersteinmal erkundigt, woran das liegen könnte und bin immer wieder auf folgende Antworten gestoßen:

- Auslastung: man soll schreienden Katzen Freigang gewähren, doch aufgrund seiner Taubheit und den Gleichgewichtsproblemen ist das nicht möglich, das Tierheim hat das sogar ausdrücklich verboten. Ich habe ein Katzengeschirr besorgt und bin mit ihm schon ein bisschen um den Block spaziert, mehr ist denke ich jedoch nicht möglich. Außerdem habe ich angefangen, mit ihm zu clickern (mit einer Taschenlampe, da hat mich eine Fernsehsendung mit Birga Dexel draufgebracht), das nimmt er sehr gut an, Pfötchen kann er schon, Sitz ist auf dem Weg
- Einsamkeit: eine zweite Katze dazuholen könnte helfen, doch da er sein Leben lang ein Einzelprinzchen war, ist der Gute schon ein bisschen "eigen", was heißt er beißt und kratzt, wenn ihm etwas nicht gefällt, ohne Vorwarnung sofort, weshalb es da größere Probleme gibt. Außerdem denke ich nicht, dass man es einer anderen Katze zumuten kann, der resistenten Infektion ausgesetzt zu sein, im Tierheim hat sich schon eine weitere Katze angesteckt gehabt, weswegen der Miezer am Ende in Quarantäne saß
- Orientierungslosigkeit/Demenz: ein Nachtlicht haben wir versucht, das macht eigentlich keinen Unterschied. Oft starrt er mir beim Miauen genau in die Augen, da denke ich doch, dass es eher um Aufmerksamkeit geht
- Schmerzen: Blutbild wurde schon durchgecheckt, da gab es nichts auffälliges, Donnerstag geht es noch einmal zum Tierarzt um noch einmal über alles zu sprechen
- Hunger: besonders Schlimm war das Schreien in der Zeit, in der wirklich null Futter im Kater geblieben ist. Jetzt haben wir eine Zwischenlösung gefunden (mehr dazu unten) und der Kater kann fressen, auch Nachts hat er meistens Futter stehen, jedoch ist in der Früh immer alles komplett aufgefressen und oft kommt schreien wirklich zusammen mit einem leeren Napf, dafür habe ich aber noch nicht genug darauf achten können.
- Taubheit: oft stand auch geschrieben, bei Täubchen ist das nunmal so und da kann man nichts machen außer ignorieren oder Bachblüten/Feliway/Relaxan usw. Ich weiß allerdings nicht, ob man das wirklich so verallgemeinern darf und ich will keine Katze mit Medikamenten behandeln, die eigentlich nur mit ihrer Situation unzufrieden ist.



Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen ratlos und habe zu unserer Situation bis jetzt keine Antworten finden können.
Wenn es wirklich an Freigang (gesicherter Garten wäre ja prinzipiell auch für taube Katzen möglich) oder an fehlender Gesellschaft (sofern das mit der Krankheit überhaupt möglich wäre, auch dazu werde ich nocheinmal die Tierärztin fragen) liegt, würde ich wohl schweren Herzens versuchen, ein besseres Zuhause für meinen Herzenskater zu finden. Ich habe allerdings zum Einen nicht das Gefühl, dass dies die Lösung wäre, da er meistens eigentlich eher gestreichelt werden will oder Futter oder in jemandes Schoß schlafen wenn er maunzt aber wer weiß, ich kann ja auch keine Katzensprache.
Zum anderen habe ich sehr wenig Hoffnungen, dass sich jemand findet, der ihm ein besseres Zuhause bieten kann. Nach circa einem Jahr im Tierheim (das sehr gut besucht ist und circa 8000 Tiere jährlich unterbringt) ohne auch nur Interessenten zu finden glaube ich einfach, dass fast jeder durch seine Taubheit/Schiefkopfhaltung/Bissigkeit/teure Medikamente/sein Alter abgeschreckt wird. Und wenn die Alternative für ihn wieder das Tierheim ist, dann kann wirklich jeder Katzenlaie sehen, dass er hier glücklicher ist.
Von völlig verrotztem, verhustetem, nur schlafendem Häufchen Elend, dass immer erbricht und lauter Klumpen im Fell hat hat er sich zu einem Bild von einem Kater gewandelt und seine einzigen Macken sind Beißen und Schreien.
Was soll ich tun?



Das zweite Problem ist, wie oben schon mehrfach angedeutet, das Futter.
Die Tierärztin tippte auf Futtermittelunverträglichkeit und empfahl ein spezielles Trockenfutter von dem jedoch nie ein Napf im Kater blieb :/
Im Fachgeschäft ließen wir uns beraten und bekamen SavannaPet Strauß und Känguruh als "Test" für bestimmte Fleischsorten - das verträgt er problemlos. Also bestellten wir VetConcept Känguruh und Strauß, beide Sorten riefen wieder Erbrechen hervor. Weitere Versuche mit mittlerweile fast jeder Sorte Nass- und Trockenfutter blieben erfolglos.
Im Moment bekommt er also SavannaPet aber das ist wirklich extrem teuer. Zur Not würde ich das in Kauf nehmen aber es ist auch leider kein Alleinfuttermittel. Was könnte ich denn noch versuchen? Meine einzige Idee im Moment wäre: eine 85g SavannaPet Tüte pro Tag und sonst sehr verteilt Trockenfutter in so kleinen Mengen, dass der Kater sich nicht erbricht.


Tut mir Leid für den halben Roman, vielen Dank für eure Zeit und Mühen!
Gruß,
Ozelotl und Puschel

Geändert von Ozelotl (01.03.2016 um 22:26 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler
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Alt 01.03.2016, 23:53   #2
Yim
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Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Im Moment bekommt er also SavannaPet aber das ist wirklich extrem teuer. Zur Not würde ich das in Kauf nehmen aber es ist auch leider kein Alleinfuttermittel. Was könnte ich denn noch versuchen? Meine einzige Idee im Moment wäre: eine 85g SavannaPet Tüte pro Tag und sonst sehr verteilt Trockenfutter in so kleinen Mengen, dass der Kater sich nicht erbricht.
Hallo Ozelotl,

bei den kommerziell erhältlichen Dosenfuttern kenn ich noch Integra Protect Sensitive von Animonda Känguru/Amaranth, wäre Preislich bei ca. 0.89 €/85g Päckchen, wird als Alleinfuttermittel deklariert, fehlt aber Taurin, (bzw. werden keine Angaben gemacht). Ropocat Sensitive Gold Känguru mit Amaranth ca. 2.20 €/400g Dose.
Hast du schon Pferd probiert, oder über Ausschlußdiät nachgedacht?

Bei Punkt eins kann ich nicht so helfen, da kenne ich mich zu wenig aus.

Lg Yim
__________________
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Alt 02.03.2016, 00:19   #3
Ozelotl
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Hallo Yim,

erst einmal vielen Dank für die Vorschläge, ich habe beides noch nicht probiert (kann man Taurin nicht extra kaufen auf Seiten, wo man Zusatzstoffe für Barf kaufen kann?), genauer haben wir folgende Futtersorten bis jetzt probiert:

NaFu: NaturPlus (Hühnchen, Lachs, Hering), Grau (alle getreidefreien, Lamm mit Vollkornreis), Schmusy, Catz finefood, Macs (ich weiß nicht mehr genau welche Sorten), Bozita (Makrele), Animonda Carny, VetConcept, Applaws, AlmoNature und noch ein paar Schälchen verschiedener Sorten, die uns das Tierheim mitgegeben hatte

TroFu (lieber TroFu als gar nichts und ansonsten zum Clickern usw.): Applaws, SanaPet (Strauss), VetConcept (Allergie, Cat Canard), Royal Canin (hatte uns das Tierheim mitgegeben als sein Futter, war eher das schlimmste von Allen in Sachen Erbrechen)


Das Problem ist eher, dass er nicht gegen eine Fleischart unverträglich zu sein scheint, da er z.B. ja Strauss und auch Känguruh von anderen Marken auch nicht vertragen hat.
Von SavannaPet verträgt er allerdings auch die Sorten mit Ente, Huhn und Reh, von Huhn hat er sonst immer erbrochen.
Kennst du denn eventuell noch andere Inhaltsstoffe, an denen es liegen könnte und wie kann man denn da Ausschlussdiät machen? (glutenfreies Futter hatten wir auch einmal zwischendurch das stand irgendwo groß auf der Packung, getreidefrei auch oft)
Ich hatte zwischendurch die Theorie, dass es daran liegt, dass er schlecht kaut und habe angefangen alles Nassfutter zu zermatschen und mit Wasser zu versetzen, damit er nur noch schlecken kann, dann erbricht er von den "schlechten" Sorten nur noch, wenn er mehr auf einmal isst, wobei mehr aber schon ca 20g heißt, ich kann ihn schlecht 10 Mal am Tag füttern
Ich weiß nichtmal, ob es Futtermittelunverträglichkeit ist (kann das denn sein, wenn das Futter nicht einmal eine Minute im Magen ist? das ist praktisch unverdaut), ich hätte den Symptomen nach erst auf Niere/Leber.. getippt aber im Blutbild ist nichts auffällig. Die Tierärztin meinte, Uverträglichkeit ist das einzige, was noch sein kann aufgrund unserer Beschreibung.

Grüße,
Ozelotl und ihr hungriges Puschelchen
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Alt 02.03.2016, 01:08   #4
Petra-01
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Ich fürchte das schreien kann auch von Hunger kommen.

Er braucht genug Futter und es muß genug "drin" bleiben.
Wie schaut es aus mit barfen, hast du probiert ob er rohes Fleisch mag und ob er es verträgt? Evtl. wenn nicht roh dann zu Anfang leicht gekocht, geschmort oder angebraten.

Kann es sein daß er Magenprobleme hat, hat da ein Tierarzt mal geschaut?
Evtl. würde ich es mit einem Säureblocker probieren ob er dann das Futter besser verträgt.

Was machst du wenn er schreit?
Gehst du hin, beruhigst du ihn? Oder ignorierst du es eher?
Wie reagiert er dann?

Bei älteren Katzen die schreien kann Ansprache helfen. Wenn aber die Katze nichts hört kann man versuchen das mit einer fühlbaren Mitteilung zu vermitteln.
Also den Kater tagsüber streichel oder ein Leckerchen geben, alles was er mag und was ihm gut tut und dabei leicht auf den Boden klopfen oder du kannst brummen. Hört sich blöd an aber ein ohmm macht ein sehr tiefes Geräusch das man auch mit tauben Ohren hören/fühlen kann.
Wenn er dann nachts schreit könnte ein ohmm ihn und dich gleichzeitig beruhigen. Nur Ideen, ich weiß. Aber vielleicht probierst du es einfach mal aus.

Bachblüten könnten helfen und sind keine Drogen und nicht gefährlich, das wäre auch ein weg.

Ach, schön daß du diesem besonderen Kater ein so gutes Zuhause gibst.
Er wäre ganz sicher nirgendwo besser aufgehoben als bei dir!
__________________
Petra

In meinem Herzen und unvergessen,Indi mein Herzenskater, Paul der Beste für immer, der schöne Willie und "hi Maus" Ilse
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Alt 02.03.2016, 12:46   #5
JeLiGo
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Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
ich hätte den Symptomen nach erst auf Niere/Leber.. getippt aber im Blutbild ist nichts auffällig.
Ist denn zuletzt ein geriatrisches Blutbild gemacht worden? Das würde ich in jedem Fall machen lassen, vor allem mit Blick auf die Bauchspeicheldrüse (bitte explizit fPLI-Test in Auftrag geben) und Schilddrüse. Im Zweifelsfall ein Abdomen Ultraschall machen lassen. Dann kann man organische Gründe zumindest ausschließen.

In der Zwischenzeit würde ich ein Futtertagebuch führen, damit Du genau feststellen kannst, auf welche Marken bzw. Sorten er empfindlich reagiert. Weiß das TH, was er im früheren Zuhause an Futter bekommen hat? Wenn ja, würde ich das zunächst füttern und schauen, wie er es verträgt (selbst wenn es "Schrottfutter" sein sollte). Oder wie schon vorgeschlagen auf BARF umstellen, wenn er rohes Fleisch mag.
__________________
Claudia mit Lilly *06.07.2008 und Jerry *10.02.2009

Meine Sternchen im Herzen: Gonzo (05-/2000 - 02/2017), Gina (05/1998-04/2011), Felix (09/1988-06/1998), Mausi (02/1989-01/2000) + Nasty (05/1985-04/1998)
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Alt 02.03.2016, 13:40   #6
Yim
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Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Hallo Yim,
(kann man Taurin nicht extra kaufen auf Seiten, wo man Zusatzstoffe für Barf kaufen kann?)
ja, kann man kaufen, aber da müsstest du mal bei den Barfern fragen, die kennen sich besser aus.

Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Das Problem ist eher, dass er nicht gegen eine Fleischart unverträglich zu sein scheint, da er z.B. ja Strauss und auch Känguruh von anderen Marken auch nicht vertragen hat.
Von SavannaPet verträgt er allerdings auch die Sorten mit Ente, Huhn und Reh, von Huhn hat er sonst immer erbrochen.
Kennst du denn eventuell noch andere Inhaltsstoffe, an denen es liegen könnte und wie kann man denn da Ausschlussdiät machen? (glutenfreies Futter hatten wir auch einmal zwischendurch das stand irgendwo groß auf der Packung, getreidefrei auch oft)
Typische Allergieauslöser sind eher die Proteine (Fleischsorten oder Getreide).
Zu den Unverträglichkeiten/Allergien können auch die technologischen Zusatzstoffe führen, die da wären Konservierungsstoffe, Antioxidantien, Farbstoffe, Aromastoffe, Verdicker, Supplementierung, verschiedene Zuckerarten... die Liste ist beliebig verlängerbar. Es kann auch der Mix aus beidem sein, und auch die Dosis machen das Gift, sowie Allergien auch kumulieren können. Und zum Teil sind diese Stoffe gar nicht auf der Dose deklariert oder genauer benannt.
Zur Ausschlußdiät gibts hier im Forum nen schönen Faden, weil das sehr komplex ist, auch zu Monoprotein-Futtersorten. Man muss sehr konsequnet sein und das auch längere Zeit durchziehen.

Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Ich weiß nichtmal, ob es Futtermittelunverträglichkeit ist (kann das denn sein, wenn das Futter nicht einmal eine Minute im Magen ist? das ist praktisch unverdaut), ich hätte den Symptomen nach erst auf Niere/Leber.. getippt aber im Blutbild ist nichts auffällig. Die Tierärztin meinte, Uverträglichkeit ist das einzige, was noch sein kann aufgrund unserer Beschreibung.
Ja, das kann sein, könnte aber auch andere Ursachen haben, die ich so nicht direkt ausschließen würde. Sichere Diagnosen zur Futtermittelunverträglichkeit bekommst du nur über kontrollierte Ausschlußdiät und Provokationstest.

lg Yim
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Alt 02.03.2016, 18:30   #7
Ozelotl
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Danke nochmal ihr alle

Morgen gehts zum Tierarzt, da werde ich noch einmal versuchen, organische Ursachen abklären zu lassen.
(geriatrisches Blutbild, fPLI-Test, Schilddrüse, Abdomen Ultraschall, Magen/Säureblocker stehen auf meinem Zettel)

Wenn sich dabei wirklich nichts ergibt, werde ich wohl mit Ausschlussdiät anfangen, da ist es doch unter Umständen sowieso einfacher, selber zu kochen, dann weiß man wenigstens ganz genau alle Ínhaltsstoffe?
Wenn ich dann rausgefunden habe, was vertragen wird, ist barfen/kochen (für die Anfangsphase, weil man ja auch langsam auf roh umstellen muss oder wenn roh nicht vertragen oder gegessen wird) für mich auf jeden Fall eine Option, ich habe mich auch schon darüber informiert und die Grundregeln kenne ich schon, da würdet ihr mich dann bald wohl noch einmal im Barf-Bereich wiedersehen


Ich hoffe, dass mein kleiner Quatschkater dann auch etwas weniger Schreit, wenn sich das Futterproblem geklärt hat.

Zitat:
Was machst du wenn er schreit?
Gehst du hin, beruhigst du ihn? Oder ignorierst du es eher?
Wie reagiert er dann?
Also tagsüber schau ich erst ganz kurz, ob nicht zufällig sein Napf leer ist, dann freue ich mich meistens wenn Futter vom Napf in die Miez gewandert ist und mach ihm gleich eine neue Portion (feste Fütterungszeiten führen im Moment leider noch zu schlingen und daher zu mehr erbrechen, das kann ich eventuell einführen, wenn sich das mit dem Futter stabilisiert hat)
Wenn das nicht das Problem ist, versuche ich anhand seines Verhaltens zu erahnen, ob es sonst etwas gibt, dass er mir sagen will, so heißt Kopf schief legen und rumtapsen z.B. "spiel mit mir", dann gibt es eine kleine Clickerrunde/Mäuschenjagd o.ä.
Wenn er einfach so elendig dasitzt und auf seine Pfötchen starrt, setz ich mich zu ihm, manchmal lässt er sich dann kraulen aber generell lässt er sich nur dann streicheln, wenn er auf einem seiner Schlafplätze oder in Schößen liegt, ich glaube er hat sonst immer Angst, gepackt zu werden und wieder den bösen Inhalator oder die fiese Tablette zu bekommen
Oft mache ich ihm so ein kleines "klopf klopf" zeichen auf meinem schenkel, das heißt dann "komm her, du darfst hier gerne hin". Oft reagiert er dann auch darauf und rollt sich gemütlich in meinem Schoß ein, manchmal schreit er allerdings dann weiter. Dann hilft es eigentlich nur, den Kater zu packen und einfach mit einer Decke auf meinen Schoß zu legen, oft bleibt er dann gemütlich schnurrend liegen.
Wenn ich allerdings gerade am Kochen/Putzen/Aufräumen... bin und es keinen Schoß gibt, dann kann ich teilweise gar nichts machen, um ihn zu beruhigen. Manchmal setz ich mich dann einfach 10 Minuten auf die Couch, Katzi auf den Schoß bis er eingeschlafen ist und dann schleich ich mich unter ihm raus xD
Wenn er allerdings von meinem Schoß wieder abhaut, um sich dann wieder neben mich zu setzen und weiterzuschreien bin ich ein bisschen ratlos

Nachts hat er eigentlich auch meistens ein bisschen Futter dastehen, wenn es morgens ist, nahe der Zeit wo ich normal aufstehen würde und der Napf ist leer, dann versteh ich ja sein Schreien auch, dann steh ich eben etwas früher auf xD
Aber der häufige Fall ist: Kater wacht neben mir im Bett auf, streckt sich, steht kurz auf und geht auf die Toilette/essen und danach fängt er an, zu schreien. Anfangs dachte ich eben, das liegt an Orientierung, da habe ich einfach kurz das Licht angemacht und das Klopfzeichen und schon hatte ich die Miez wieder neben mir und es wurde weitergeschlafen. In letzer Zeit hat er dann allerdings einfach weitergeschrien und deswegen (und weil daraus auch Schlafmangel bei mir entstand) habe ich angefangen, mich dann einfach umzudrehen ^^' Wenn er dann allerdings von selber wieder ins Bett gesprungen ist, habe ich ihn noch ein bisschen müde gekrault, damit er weiß, dass er das darf.
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Alt 02.03.2016, 19:32   #8
Petra-01
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Tja, das Problem ist daß viele, gerade ältere und oder taube Katzen schreien.
Und es ist oft schwierig zwischen sich dressieren lassen von der Katze und Sorge was hat er und genug Mitgefühl einen Weg zu finden.

Mein Kater schreit gerne wenn er nachts auf dem Klo war, wenn er dann vor der verschlossenen (klar, nachts ist zu so wie wenn ich weg bin!) Haustür sitzt oder einfach mal so.
Aber er hört.
Also rufe ich kurz Indi, ich bin hier. Dann ist in aller Regel Ruhe.
Sonst nehme ich ihn auf den Arm und setze ihn ins Bett. Dann kann er sich da zusammen rollen oder wieder gehen, wie er mag. Dann ist es auch gut.
Wenn alles nicht hilft drehe ich mich auch schon mal auf die Seite und ignoriere ihn. Selten!

Alternativen bei nicht hörenden Katzen hatte ich ja schon geschrieben.

Und ich würde vorsichtig versuchen ob er auch auf den Arm kommt.
Erst mal nur kurz und wieder runter setzen. Mit der Zeit mehr und länger.
Auf dem Arm getragen werden beruhigt sehr und du bist beweglicher als Katze auf dem Schoß zu haben.

Wenn es tags ist kannst du auch vermehrt versuchen zu blinzeln und Beruhigungsgesten lernen. Entliehen aus der Hundesprache klappt das auch bei Katzen. Such mal unter Calming Signals.
__________________
Petra

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Alt 02.03.2016, 20:04   #9
Birkenreh
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Liebe Ozelotl und Puschel,
ich habe auch hier auch einen schreienden, so gut wie tauben älteren (10 +) Siam-Mix-Herren. Bei ihm vermuten wir auch sehr, daß sein Schreien auf plötzlichen "Einsamkeitsgefühlen" beruht, insbesondere, wenn er allein in einem Zimmer ist oder eben nachts. Wir denken, daß sich die "Einsamkeit" auf uns Menschen bezieht; ob die anderen Katzen bei ihm sind, scheint keine Rolle zu spielen. Nachtlichte haben nicht geholfen. Vorausgesetzt, wir sind in Sichtkontakt, winken wir ihn heran; mittlerweile hat sich sein Gehör ein wenig verbessert, so daß er auf Schnalzen reagiert. Wir versuchen, so weit es geht auf sein Nähebedürfnis einzugehen und haben für uns akzeptiert, daß er einfach so ist. Mit im Bett zu schlafen, scheint ihm sehr wichtig zu sein. Gesundheitliche Probleme haben wir natürlich abklären lassen und behandeln sie.
Interessant war am Anfang auch ein Buch von Sabine Schroll: "Lauter reizende alte Katzen", das ich mir besorgt habe, als er kam, und das eine gute Einstiegslektüre war.
Für die Ernährungsproblematik wünsche ich Euch alles Gute und finde toll, daß Du dich seiner annimmst!!
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Alt 02.03.2016, 20:36   #10
Ozelotl
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Also auf den Arm nehmen sieht er noch eher skeptisch, das lässt er sich zum Beispiel nur von mir gefallen, nicht von meinem Freund (gut, der stellt sich auch etwas ungeschickt an leider) aber das kommt mit der Zeit bestimmt noch, er ist ja jetzt auch noch nicht so lange hier.
Calming Signals, insbesondere das Blinzeln klingt sehr gut, da er mich ja auch oft anschaut beim Maunzen. Ich habe schon versucht, ein bisschen zu brummen, bis jetzt gab es dabei noch keine Reaktion aber da muss ich wohl auch noch tiefer kommen oder das wohl doch lieber dem Mann im Haus überlassen xD Beim Klopfen hatte ich bis jetzt immer das Gefühl, dass er eher die Bewegung aus dem Augenwinkel sieht als etwas spürt, da ihn Klopfen auf den Boden direkt hinter ihm völlig kalt lässt :/ Vielleicht hängt es ja auch mit seinem Gleichgewichtssinn zusammen, dass er nicht ganz so sensibel für Vibrationen ist?

Ach, ich finde es ja auch sehr niedlich, dass er so viel Nähe sucht. Wenn es so ist, wie anfangs, wo er 2-3 Mal in der Nacht maunzt und man ihn dann durch Licht/klopfen.. erreichen kann, dann habe ich damit auch überhaupt kein Problem.
Gerade die letzten Tage war es jedoch eher so 5 Stunden Miau über Tag und Nacht verteilt, das ist schon sehr extrem und da mach ich mir auch enorme Sorgen. Heute war er bis jetzt allerdings zwar wach und aktiv aber recht still, obwohl so um die Abendessenszeit normalerweise Schreihöhepunkt war, daher hoffe ich wirklich, dass das nur mit Hunger zusammenhing und da finden wir sicher eine Lösung für ihn!

Vielen Dank für den Buchtipp, das klingt wirklich sehr spannend!
Und viel Glück bei deinem Siam, der wird bestimmt noch ein gutes Stückchen lauter als unser kleiner EKH, was ich so über Siams gehört habe
Unseren Süßen hört man glücklicherweise schon im Treppenhaus nicht mehr, deswegen gibt es auch kein Problem mit den Nachbarn
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Alt 03.03.2016, 00:43   #11
Birkenreh
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Danke, Ozelotl, er ist wirklich ziemlich durchdringend... da die Nachbarn seit anderthalb Jahren nichts sagen, denke ich mal, die hören davon nicht so viel *hoff*... Er ruft glücklicherweise auch nicht am Stück, sondern immer mal wieder, mit gewissen Pausen dazwischen - was aber insbesondere nachts dazu führen kann, daß man kurz vorm Einschlafen hochschreckt und denkt, da sei ein .
Wir finden es sehr hilfreich, daß sein Gehör ein kleines bißchen besser geworden ist. Möglicherweise ist das auf seine Zahnsanierung im letzten Herbst zurückzuführen, aber genau wissen wir es nicht.
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Alt 03.03.2016, 01:57   #12
Bea
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Bea
 
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Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Das Problem ist eher, dass er nicht gegen eine Fleischart unverträglich zu sein scheint, da er z.B. ja Strauss und auch Känguruh von anderen Marken auch nicht vertragen hat.
Von SavannaPet verträgt er allerdings auch die Sorten mit Ente, Huhn und Reh, von Huhn hat er sonst immer erbrochen.
Kennst du denn eventuell noch andere Inhaltsstoffe, an denen es liegen könnte und wie kann man denn da Ausschlussdiät machen? (glutenfreies Futter hatten wir auch einmal zwischendurch das stand irgendwo groß auf der Packung, getreidefrei auch oft)
Ja, es gibt noch andere Möglichkeiten wie nicht deklarierte Inhaltsstoffe.

Insbesondere Verdickungsmittel wie Guarkernmehl ( Guaran), Carageen und Cassia Gum.
Guaran und Carageen müssen nicht deklariert werden; bei Cassia Gum hängt die Deklarierungsprlicht vom Feuchtegehalt ab.

Ich würde mal SavannaPet anschreiben und nachfragen, ob die von dir verfütterten ( verträglichen) Sorten eines dieser Verdickungsmittel enthält.Das Interesse der Nachfrage mit Suche nach Unverträglichkeitsreaktionen begründen.

Bei meinem Sternchen Oskar stand ich vor einem ähnlichen Problem, dass ich die Unverträglichkeiten nicht an einer Fleischsorte festmachen konnte und ich unweigerlich auf den Verdacht von nichtdeklarierten Zusatzstoffen kam. Daraufhin hatte ich mehrere Futtermittelhersteller angeschrieben.

Grundsätzlich auf jeden Fall jegliche Futtersorten mit Getreide ( dazu zählt auch Reis und bei meinem Kater reichten ein paar Reiskörnchen aus, um zu Erbrechen) vermeiden. Denk auch an Leckerchen.

Meine Anfragen liegen schon ein paar Jahre zurück und die Zusammensetzung kann sich mittlerweile natürlich verändert haben, aber bei Ropocat Sensitiv Gold waren keine Verdickungsmittel enthalten und wurden auch vertragen.
Davon gibt es einige Sorten mit nur einer Fleischsorte und auch ohne Getreide:
http://www.sandras-tieroase.de/Katze...00g-Dosen.html

Bei den von dir genannten Futtersorten enthalten z.B. Grau und auch Bozita auf jeden Fall Verdickungsmittel.
__________________
Grüßle von Bea



und Schmusebär Oskar im Herzen.

Rollt eine Kugel um die Ecke und fällt um.
Bea ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2016, 02:33   #13
MäuschenK.
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MäuschenK.
 
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Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
zusätzlich hat er sich nie vollständig von der Infektion erholt und leidet jetzt unter chronischem hochresistenten (Es sind nur noch Reserve-ABs möglich und auch die würden höchstens einige Wochen linderung bringen) Katzenschnupfen und seit Kurzem leider auch noch an felinem Asthma.
Wurden Abstriche auf ALLE Katzenschnupfenerreger gemacht? Wenn ja, welcher oder welche Erreger wurde/n gefunden? Wie wurde Asthma diagnostiziert? Wenn du das alles nicht weißt, bitte in Erfahrung bringen. Welche Symptome hat er genau? Hier kannst du dich einlesen: FAQ - Atemwegsinfektionen, Erkältungen, Katzenschnupfen & Co..


Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Also tagsüber schau ich erst ganz kurz, ob nicht zufällig sein Napf leer ist, dann freue ich mich meistens wenn Futter vom Napf in die Miez gewandert ist und mach ihm gleich eine neue Portion (feste Fütterungszeiten führen im Moment leider noch zu schlingen und daher zu mehr erbrechen, das kann ich eventuell einführen, wenn sich das mit dem Futter stabilisiert hat)
Zitat:
Zitat von Ozelotl Beitrag anzeigen
Nachts hat er eigentlich auch meistens ein bisschen Futter dastehen, wenn es morgens ist, nahe der Zeit wo ich normal aufstehen würde und der Napf ist leer, dann versteh ich ja sein Schreien auch, dann steh ich eben etwas früher auf xD
Du könntest abends vor dem Zubettgehen auch einfach den Napf richtig voll machen. Schlingen und darauf folgendes Erbrechen sind häufig Zeichen dafür, dass Katz nicht satt wird. Vielleicht ist es wirklich nur das. Bitte auch tagsüber dafür sorgen, dass nach jeder Mahlzeit immer kleine Reste im Napf verbleiben.

Geändert von MäuschenK. (03.03.2016 um 03:18 Uhr)
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Alt 03.03.2016, 11:04   #14
JeLiGo
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JeLiGo
 
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Berichtest Du kurz, wenn Du vom TA kommst?

Zum Schlingen: Es gibt Antischlingnäpfe, vielleicht helfen die auch für den Anfang? Google einfach mal.

Ich habe übrigens auch einen tauben schreienden Kater, bei ihm denke ich, dass es ihn momentan noch sehr verwirrt, dass er nichts mehr hören kann, denn er wurde in den letzten Monaten erst schwerhöriger, und jetzt hört er nur noch sehr schrille oder sehr laute Geräusche. Ich mach ihn dann auf mich aufmerksam, meist kommt er dann zu mir und kuschelt eine Runde, dann ist es wieder gut.
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Claudia mit Lilly *06.07.2008 und Jerry *10.02.2009

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Alt 03.03.2016, 19:28   #15
Ozelotl
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So, ich bin zurück vom TA, update folgt

1) Futter:
TA meinte, es sind wirklich alle organischen Ursachen ausgeschlossen (das Blutbild war mit geriatrischem Profil steht auch ganz groß drauf, hatte ich nur nicht gesehen, weil das Wort mir bis dahin gänzlich unbekannt war ^^'), empfahl eben Ausschlussidät bzw. rumprobieren und hat noch Futterproben mitgegeben (hypoallergen und sensitives Trockenfutter Royal Canin), da werde ich jetzt erst einmal RopoCat bestellen und ansonsten mich genauer in Ausschlussdiät einlesen.
Schlingen ist nicht das Problem, Futterreste hat er eigentlich immer im Napf und er isst auch sehr langsam, er kaut allerdings nicht, was jedoch an der Zahnfleischentzündung (siehe schreien ^^') liegen könnte.

2) Schreien:
TA meinte, rote Kater quatschen eben viel ^^' Aber mit quatschen hat das wirklich nichts mehr zu tun bei unserem Guten.
Beim Durchlesen alter Akten fand ich heraus, dass Schreien auch einer der Abgabegründe war, aber da er zu dem Zeitpunkt auch eben diese massive Ohreninfektion hatte, kann das da ja auch an Schmerzen gelegen haben?
Genauer steht da: "schreit viel weil er raus möchte", da würde ich aber zusätzlich vermuten, dass Katzi vor der Haustür steht/Kratzt... Aber dem ist überhaupt nicht so, außerdem will er dann z.B. auch gar nicht auf den Balkon.
Dazu noch etwas: TA fand eine Zahnfleischinfektion an den hinteren Zähnen (die wir nicht gesehen haben, weil wir Zähne immer beim Tablettengeben kontrollieren und genau auf den hinteren hab ich immer die Finger, für "Mäulchen auf", da mach ich mir doch etwas Vorwürfe, das wird in Zukunft ernster genommen!) und gab dagegen etwas homöopathisches, damit die Katze kein lebender Kortisonballon wird Wir sollen eine Woche beobachten, wenn dann keine Linderung ist nochmal zum TA eventuell müssen Zähne gezogen werden.
Vielleicht hat das Schreien einfach auch etwas mit damit verbundenen Scmerzen tu tun?
Ansonsten soll ich ihn beobachten und beim Schreien filmen für die TÄ, damit sie das besser einschätzen kann, ich kann sonst das Video auch einmal hier einstellen.
Ich hoffe jedoch stark, dass es mit den Zähnen und dann auch mit dem Jammern besser wird

3) Asthma und Schnupfen:
Das ganze hat eine über 1 Jahr lange Vorgeschichte, die ich versuche, anhand von Tierklinik und Arztbefunden, die uns das TH mitgegeben hat, nachzuvollziehen:
10/2014 vom Vorbesitzer mit chronischem Schnupfen, der alle 2Wochen mit AB behandelt wurde + "schwanken" in die Tierklinik
Befund: Sekret im Ohr + intrazelluläre Kokken im Ohr
01/2015 Operation in der Tierklinik, dabei wurde "Sekret" aus seinem Ohr entfernt
02/2015:
Noch einmal OP wegen Sekret in Ohren mit Vermerk
"Postoperativ entwickelte der Kater Symptome eines Katzenschnupfens" bei der Nachfolgeuntersuchung
03/2015 Vestibularsyndrom
11/2015 Abstrich ergab Pseudomonas aeruginosa, dazu wurde ein Antibiogramm gemacht, ein einziges Antibiotikum gab es noch als "Hoffnung", welches wir dann vom TH mitbekamen und über 4 Wochen geben sollten, die hohe Dauer war damit begründet, dass gleichzeitig eine Ausschlussdiagnose zu Asthma gemacht werden sollte. Das AB half nichts und nun sind nur noch humane reserveABs übrig.

Ich finde das ganze sehr undurchsichtig, habe allerdings unserer TÄ die Nr des Tierheim-TA gegeben, die haben zusammen geredet. Danach verwies uns unsere TÄ an ihre Chefin, die schon zweimal "solche Katzen" hatte und meinte, AB werden immer nur für einige Wochen linderung bringen, in den Griff kann man das nicht mehr bekommen, dafür sind zu viele Resistenzen vorhanden und die Struktur von Schleimhaut schon zu sehr verändert.

Asthma kam erst ca 12/2015 als Verdacht vom TH, daher eben die lange AB gabe, als Ausschluss. Weiterhin wurden Lungenwürmer behandelt und somit ausgeschlossen. Außerdem wurde einige Wochen lang mehrmals täglich gesaugt, gewischt.. um Staub/Milben auszuschließen.
Symptome: 2-3mal täglich Hustanfall (Kater liegt am boden gepresst da, streckt den Hals nach vorne unten und hustet stark zitternd, danach schüttelt er sich). Nach gabe von Kortison (inhalativ) sind die Anfälle vollständig verschwunden.

Ehrlich gesagt bin ich schon heilfroh dass der arme Mauser nach dieser langen Vorgeschichte ein mittlerweile relativ Beschwerdefreies Leben hat
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