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Alt 03.05.2016, 10:47   #51
abraka
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Wir haben nur offene Klos. Aber ich denke blinde Katzen sind genauso wie normale Katzen - die einen mögen es offen, die anderen akzeptieren Haube.

Catwalks haben wir keine, aber wenn es rutschfest ist und die Abstände so sind, dass man die nächste Stufe ertasten kann: warum nicht.
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Alt 03.05.2016, 20:45   #52
Bala
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Nickita, dann stell das offene Klo an eine für Katzen blöde Stelle

Catwalk haben wir auch nicht, aber eine findige Katze, die auf alle Hocker, Kisten oder was sonst so mal rum steht klettert und von dort weiter auf Schränke, Tische, oder was sich sonst so in Reichweite findet ;-)

Überhaupt finden es 2 von 3 Katzen höchst anregend, wenn mal Unordnung herrscht und etwas im Weg steht. Am besten, wenn man es beklettern, durchlaufen oder sonst wie untersuchen und nutzbar machen kann

Eine mag lieber freie Wege und läuft diese, wie ein Tiger im Käfig. Wundert mich, dass es in der Wohnung noch keine Laufspur gibt, im Garten gibt es eine... Dafür spielt diese auch am süßesten und jagt unsichtbare Dinge.

Meine Mittlere hat das in jüngeren Jahren auch gemacht, inzwischen leider nur noch sehr sehr selten...
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Liebe Grüße von Bala mit Sessi (blind/Diabetes), Imp (Hydranenzephalie/blind) und Laetitia Freigängerin.

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Mit Prinzessin Bala - 3-Beinchen -, Hilda - blind -, Eddie - blind -, Mucki und Pinie im Herzen
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Alt 03.07.2017, 11:50   #53
catperson
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Hallo zusammen!

Unsere Familienkatze "Rübe" ist jetzt mit knapp 15 Jahren auf ihrem einzigen Auge erblindet. Das andere hatte sie schon nicht mehr, als sie uns mit knapp einem Jahr zugelaufen ist, damit hatte sie auch nie Probleme.

Wir haben schon eine Weile gemerkt, dass ihre Sehkraft nachzulassen schien und haben sie im Auge behalten... Bis wir sie beim Nachbarn vom Dach holen mussten. Vorher hatte sie immer noch Dinge gesehen oder Schatten erkannt, seitdem sieht sie so gut wie nichts mehr. An bewölkten Tagen sieht sie manchmal noch Schatten, ansonsten nichts.
In der Tierklinik wurde eine Verletzung im Auge festgestellt, die evtl durch zu hohen Blutdruck kommen kann, der wiederum angeblich von der Schilddrüse begünstigt wird. Ihre Schilddrüse haben wir jetzt mit Tabletten eingestellt, Werte sind wieder okay - nur an der Blindheit kann man leider nichts mehr machen.

Bisher ist sie erstaunlich gut zurecht gekommen, wir geben uns Mühe ihre gewohnten Wege grundsätzlich frei zu halten. Ihr Klo findet sie immer noch selbst, wenn sie nach draußen geht, wird sie immer begleitet.

Gestern ist sie bei ihrem begleiteten Spaziergang durch den Garten zu dicht am Pool lang getappt und ist mit ihrer Pfote abgerutscht. Ihr ist nichts passiert, nur das Pfötchen ist etwas nass geworden. Aber dieser kleine Unfall hat scheinbar ihr Selbstvertrauen angeknackst und sie verunsichert.
Seitdem hat sie Schwierigkeiten ihre gewohnten Wege zu finden und verläuft sich sogar im Haus, an Stellen wo sie sich eigentlich auskennt. Ihr Klo hat sie bisher zum Glück immer noch gefunden, wenn sie es brauchte.

Mein Vater wird den Garten noch absichern, um den Pool kommt ein kleiner Zaun und sämtliche Zugänge zur Straße werden wir auch für die Katze versperren.

So, langer Text, aber ich wollte die Situation zumindest etwas ausführlicher schildern, damit ihr euch ein Bild machen könnt.

Nun zu meiner Frage:
Hat jemand von euch vielleicht ein paar Tips?
Vielleicht etwas an das wir noch nicht gedacht haben, oder jemandem fallen Möglichkeiten ein unserer Mausi ein bisschen mit ihrer Unsicherheit zu helfen?

Ich danke euch schon mal im Voraus und versuche ein Foto von unserem Sorgenkind anzuhängen - als Forumsneuling eine Herausforderung ^^'

Ich wünsch euch einen schönen Tag~

(Sollte ich mit meinem Anliegen hier evtl falsch sein... ich bin über Fingerzeige in die richtige Richtung sehr dankbar!!)
Angehängte Grafiken
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Alt 04.07.2017, 10:35   #54
Oresteia
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Oresteia
 
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Zitat:
Zitat von catperson Beitrag anzeigen
Hallo zusammen!

Unsere Familienkatze "Rübe" ist jetzt mit knapp 15 Jahren auf ihrem einzigen Auge erblindet. Das andere hatte sie schon nicht mehr, als sie uns mit knapp einem Jahr zugelaufen ist, damit hatte sie auch nie Probleme.

Wir haben schon eine Weile gemerkt, dass ihre Sehkraft nachzulassen schien und haben sie im Auge behalten... Bis wir sie beim Nachbarn vom Dach holen mussten. Vorher hatte sie immer noch Dinge gesehen oder Schatten erkannt, seitdem sieht sie so gut wie nichts mehr. An bewölkten Tagen sieht sie manchmal noch Schatten, ansonsten nichts.
In der Tierklinik wurde eine Verletzung im Auge festgestellt, die evtl durch zu hohen Blutdruck kommen kann, der wiederum angeblich von der Schilddrüse begünstigt wird. Ihre Schilddrüse haben wir jetzt mit Tabletten eingestellt, Werte sind wieder okay - nur an der Blindheit kann man leider nichts mehr machen.

Bisher ist sie erstaunlich gut zurecht gekommen, wir geben uns Mühe ihre gewohnten Wege grundsätzlich frei zu halten. Ihr Klo findet sie immer noch selbst, wenn sie nach draußen geht, wird sie immer begleitet.

Gestern ist sie bei ihrem begleiteten Spaziergang durch den Garten zu dicht am Pool lang getappt und ist mit ihrer Pfote abgerutscht. Ihr ist nichts passiert, nur das Pfötchen ist etwas nass geworden. Aber dieser kleine Unfall hat scheinbar ihr Selbstvertrauen angeknackst und sie verunsichert.
Seitdem hat sie Schwierigkeiten ihre gewohnten Wege zu finden und verläuft sich sogar im Haus, an Stellen wo sie sich eigentlich auskennt. Ihr Klo hat sie bisher zum Glück immer noch gefunden, wenn sie es brauchte.

Mein Vater wird den Garten noch absichern, um den Pool kommt ein kleiner Zaun und sämtliche Zugänge zur Straße werden wir auch für die Katze versperren.

So, langer Text, aber ich wollte die Situation zumindest etwas ausführlicher schildern, damit ihr euch ein Bild machen könnt.

Nun zu meiner Frage:
Hat jemand von euch vielleicht ein paar Tips?
Vielleicht etwas an das wir noch nicht gedacht haben, oder jemandem fallen Möglichkeiten ein unserer Mausi ein bisschen mit ihrer Unsicherheit zu helfen?

Ich danke euch schon mal im Voraus und versuche ein Foto von unserem Sorgenkind anzuhängen - als Forumsneuling eine Herausforderung ^^'

Ich wünsch euch einen schönen Tag~

(Sollte ich mit meinem Anliegen hier evtl falsch sein... ich bin über Fingerzeige in die richtige Richtung sehr dankbar!!)
Klingt tatsächlich so, als sei sie jetzt erstmal verunsichert... arme Rübe!

Meine blinde Katze Audrey hat sich stark an sehr subtilen Markern orientiert - bis heute weiß ich bei vielen Situationen nicht, wie und warum sie sie überhaupt meistern konnte, insofern konnte ich ihr wenig Hilfestellung leisten. Sie hatte ähnlich Glück wie deine, nämlich, dass sie sich das Haus und auch die Umgebung draußen noch mit einem halbwegs intakten sehenden Auge einprägen konnte, bevor wir beide Augen entfernen mussten, sodass ihre Landkarte schon grob vorgespeichert war.
Im Haus hatte sie immer Hilfe durch Türen, die möglichst immer offen oder immer zu waren (dann hat sie Luftzüge wahrgenommen), Geräusche wie tickende Uhren oder leise laufendes Radio in der Küche, und draußen hat sie sich immer grob an den Kirchenglocken von der Kirche nebenan orientiert. Sie hat aber auch wahrgenommen, wenn sie auf ein parkendes Auto zulief und intuitiv einen Bogen darum gemacht, ohne es zu berühren. Sie muss also wahrgenommen haben, wenn in unmittelbarer Nähe an einem großen Objekt der Schall reflektiert wird, oder dass es im Sommer in der Nähe von Autos immer ein paar Grad wärmer war...ich weiß bis heute nicht, wie sie das gemacht hat.
Will sagen - ich glaube, deine Rübe braucht nicht unbedingt Hilfe beim Orientieren, sondern hauptsächlich Zeit, wieder Vertrauen in ihre verbliebenen Sinne zu fassen.

Wenn Rübe Audrey wäre, würde ich ein Weilchen warten und sie erstmal ihre Wege gehen lassen. Kleine Pannen wie nasse Pfoten lassen sich nur vermeiden, wenn sie vorsichtiger wird und sich ihre Wege besser einprägt. Wenn sie sich verläuft, würde ich helfen, und natürlich Unfälle vermeiden (bei Audrey habe ich immer auf den Boden geklopft oder sie einfach gerufen, dann kannte sie sich wieder aus), ansonsten einfach nur schauen, dass erstmal nichts verstellt oder groß verändert wird, und abwarten. Ich bin sicher, sie hat ihre Koordinaten nicht gelöscht, sondern ist nur ein bisschen verwirrt und verunsichert, weil sie sich einmal geirrt hat.
__________________
Es grüßen die tolldreisten Drei - Audrey, der Hupfgeist, Jacky, der Knopfpirat, und Momo, die Keinohr-Murmel

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Alt 04.07.2017, 18:44   #55
nicker
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nicker
 
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Meine 7jährige Nine ist infolge Bluthochdruck ebenfalls über die Zeit erblindet, ohne dass wir je etwas in diese Richtung bemerkt hätten. Sie hat sogar in der TK die Fachärzte für Augenkrankheiten getäuscht, solange die Augen nicht untersucht worden waren; Nine hat nix mehr, womit sie gucken könnte (zurückgebildete Sehnerven).
Zuhause merkt man, dass sie blind ist, wenn man sehr genau hinguckt und auf die Details achtet, wo sich im Raum etwas verändert hat: der Laptop auf dem Esstisch, eine Tüte im Flur, ein Wäschekorb auf dem Bett. Dann zögert Nine ggf. etwas, sondert mit den Vibrissen, tastet evtl. mit den Pfoten nach der Tragfähigkeit der Fläche vor ihr, kommt aber doch sehr sicher über die Hindernisse hinweg. Oder sie sucht sich ihren Weg drumrum.

Ich nehme in dem Punkt nur begrenzt Rücksicht auf Nine, weil ich es nicht vermeiden kann, dass ihre Wege zeitweilig verstellt werden. Und sie kommt auch sehr gut damit klar!
Was schon mal passiert: wenn ein Stapel Unterlagen (Papiere) auf dem Esstisch am Rand liegt, kann es sein, dass sie mit einer Pfote etwas abrutscht. Sie ist dadurch auch schon mal vom Tisch gerutscht (unsere sehenden Katzen aber auch, weil das Papier halt lose ist), aber problemlos auf allen vier Pfoten auf dem Fußboden gelandet.

Krankheitsbedingt klettert Nine allerdings in der letzten Zeit nicht mehr so ganz nach oben auf die Kratzmöbel oder die Schränke. Sie bleibt eher im unteren bzw. mittleren Bereich; das ist aber mehr der Krankheit geschuldet als der Blindheit.

Ich bin sicher, dass euer Blindchen auch wieder mehr Selbstvertrauen gewinnen und sich pfotentechnisch auf neue Abenteuer machen wird!

LG
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tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
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Alt 24.08.2017, 22:26   #56
Bala
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Es gibt Unterschiede zwischen Tiere mit erworbener Blindheit und angelegter bzw. sehr früher Erblindung. Und es gibt Tiere wie meine Jüngste, die "blind" sind, weil ein Mangel an Gehirn die Sehreize nicht verarbeiten kann.

Tiere, die erst später erblinden, sind oft wesentlich unsicherer, als jene, die es gar nicht anders kennen. Es braucht wohl einfach Geduld und hier und da vielleicht etwas Unterstützung. Meinen zeige ich auch mal Wege, indem ich sie mit Fingerschnippen oder auf den Boden klopfen locke.

Meine Blinden rennen übrigens auch gerne mal, sowohl in der Wohnung, als auch im Garten und das meistens ohne irgendwo anzustoßen.
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Alt 07.11.2017, 22:17   #57
Lenerl
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Hallo zusammen

Ich habe seit einer Woche zwei 5 Monate alte Kater aus dem Tierheim bei uns.

Floh ist seit einem Katzenschnupfen mit 2 Wochen blind und hat auch nur noch ein Auge.

Nun lebte er die ganze Zeit auf Pflegestelle in einem Hasenkäfig. Bei uns lernt er - lt. meinem TA - mit der Blindheit erst umzugehen. Hüpfen, springen, klettern war bisher ja nicht. Nicht einmal groß laufen...

Nun ist er dem Alter entsprechend verspielt, wild und neugierig. Am Sonntag segelte er das erste mal von einer Kommode und hat sich das Knie gezerrt und humpelte wirklich böse. Beim TA hat er dann was gegen den Schmerz und etwas entzündungshemmendes bekommen.
Die Muskulatur ist bei beiden Katern nur sehr schwach ausgebildet und wird bei uns aufgebaut durch allerlei Blödsinn 😅

Sind Eure Katzen viel gefallen? Ich hab Angst, dass er sich mal richtig böse weh tut!
__________________
Liebe Grüße
Elena
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Alt 07.12.2017, 09:45   #58
lorien97
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Hallo
Ich habe am Samstag (02.12.) eine total abgemagerte und blinde Katze auf der Straße gefunden. Zusätzlich hatte sie noch eine Wunde am Kopf und drehte sich auf der Straße hilflos im Kreis. Ich vermute, dass sie angefahren wurde und ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Da ich selber 2 Katzen zu Hause habe, habe ich sie erstmal zur Genesung ins Tierheim gebracht. Ich hatte deswegen allerdings ein schlechtes Gewissen und habe mich dazu entschieden sie zu adoptieren sobald sie wieder zu Kräften gekommen ist.
Ich habe nur Bedenken, dass sie bei mir zu Hause unterdrückt wird und nicht glücklich wird. Meine erste Katze ist eine ziemliche Zicke. Es hat 4 Monate gedauert bis sie meine zweite Katze akzeptiert hat. Bis heute raufen sie sich noch ab und an. Es gibt keine ernsthaften Kämpfe. Sie spielen nur etwas gröber. Und genau da fangen meine Bedenken an. Könnte eine blinde Katze da mithalten?
Zumal sie auch einen sehr unsicheren Gang hat. Ob das an der Unterernährung liegt oder an neurologischen Schäden weiß ich nicht.
Vielleicht ja jemand Erfahrung mit einer blinden Katze, die zusätzlich neurologische Schäden (wahrscheinlich) hat
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Alt 07.12.2017, 11:32   #59
nicker
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Zitat:
Zitat von lorien97 Beitrag anzeigen
Hallo
Ich habe am Samstag (02.12.) eine total abgemagerte und blinde Katze auf der Straße gefunden. Zusätzlich hatte sie noch eine Wunde am Kopf und drehte sich auf der Straße hilflos im Kreis. Ich vermute, dass sie angefahren wurde und ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Da ich selber 2 Katzen zu Hause habe, habe ich sie erstmal zur Genesung ins Tierheim gebracht. Ich hatte deswegen allerdings ein schlechtes Gewissen und habe mich dazu entschieden sie zu adoptieren sobald sie wieder zu Kräften gekommen ist.
Ich habe nur Bedenken, dass sie bei mir zu Hause unterdrückt wird und nicht glücklich wird. Meine erste Katze ist eine ziemliche Zicke. Es hat 4 Monate gedauert bis sie meine zweite Katze akzeptiert hat. Bis heute raufen sie sich noch ab und an. Es gibt keine ernsthaften Kämpfe. Sie spielen nur etwas gröber. Und genau da fangen meine Bedenken an. Könnte eine blinde Katze da mithalten?
Zumal sie auch einen sehr unsicheren Gang hat. Ob das an der Unterernährung liegt oder an neurologischen Schäden weiß ich nicht.
Vielleicht ja jemand Erfahrung mit einer blinden Katze, die zusätzlich neurologische Schäden (wahrscheinlich) hat
Mitleid allein ist leider immer ein schlechter Ratgeber, Lorien.

Es ist schon eine wunderbare Sache, dass du nicht weggeschaut, sondern die Kleine eingefangen und ins Tierheim gebracht hast!
Dort kann ihr gut geholfen werden, und sie kann auch angemessen versorgt werden. Die TH-Mitarbeiter werden auch ggf. passende neue Menschen für die Maus finden!

Deine Bedenken wegen deiner Ureinwohner teile ich absolut.
Keiner von euch hat etwas davon, wenn du wegen deines schlechten Gewissens die blinde Katze aufnimmst, sie bei dir aber wohlmöglich gemobbt wird oder deine anderen Katzen wegen der Neuen Stress bekommen und vielleicht das Wildpinkeln o. ä. anfangen!

Zuerst sollte klar, sein, was für einen Charakter die blinde Katze hat; das wird sich im TH allmählich zeigen. Z. B. ob sie eine Hardcorefreigängerin ist und wieder nach draußen drängt. Bei reiner Wohnungshaltung deiner Katzen (als Beispiel) würde kein TH sie dir vermitteln.

Das Wichtigste ist aber: hättest du auch ohne den Findling an eine Nr. 3 für deinen Katzenhaushalt gedacht?
Wenn du dir diese Frage mit "nein" beantwortest, lass es bitte dabei!


Generell kann eine blinde Katze die meisten Dinge, die eine sehende auch kann. Sie kann - wenn sie sich in den Räumen gut auskennt, sich sicher fühlt und die Möbel nicht alle fünf Minuten umgestellt werden! - auch bis ganz nach oben auf den Kratzbäumen klettern und auch ihre fünf Minuten ausleben. Sie wird aber u. U. nicht mehr so weit, hoch und tief springen wie früher als sehende Katze bzw. wie eine sehende Katze.
Und wenn sie die entsprechende Charakterstärke hat, kann eine behinderte Katze auch Chef/in des Rudels werden!
Bei uns ist zwar das Siamweibchen Pfötchen die Chefin, aber mein Blindchen Nine lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und iwie unterdrücken. Wenn ein lautes Fauchen nicht reicht, hilft eine kräftige Ohrfeige nach.
Pfötchen ist übrigens auch behindert (beinamputiert), und davon lässt sie sich keineswegs beeindrucken, sondern regiert das Volk mit eiserner Kralle und barschen Befehlen.

Nine selbst ist keine raufige Kätzin; sie geht - in Grenzen, s. o. - Konflikten aus dem Weg, aber sie war auch als sehende Katze schon ein weitgehend
verträgliches und freundliches Mädchen.



Sofern du insgesamt daran denkst, deinen Katzenbestand zu vergrößern und eine Nr. drei zu dir zu nehmen, guck bitte zuallererst auf den Charakter, damit du ein passendes Mädel für deine beiden Damen findest und sie auch als Kleeblatt eine gut verträgliche Gruppe bilden.

Und mach dir bitte kein schlechtes Gewissen wegen des Blindchens! Du hast ihr super geholfen, indem du sie ins TH gebracht hast, denn dafür sind die THe da!
Damit hast du schon mehr getan als die meisten Menschen!
Wenn du die Kleine weiter unterstützen willst, kannst du mit den TH-Leuten über eine Patenschaft für die Süße reden; Patenschaften vergeben die THe immer sehr gern, und du hilfst, ohne dass du das Risiko mit deinen beiden Katzen hast.
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