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Freigänger Für alle die Freigänger Katzen haben

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Alt 07.08.2017, 14:29
  #1
Berta1
Neuling
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 18
Standard Recht : Nachbarin von Kater verletzt

Hallo,
mein Kater (11 Jahre, kastriert) ist erst seit ein paar Monaten Freigänger, davor haben wir in einer Geschosswohnung gelebt und er konnte nur auf den Laubengang und Balkon.
Hier gehen allerdings auch einige Leute, überwiegend Frauen, mit ihren Hunden spazieren und vor ein paar Tagen (genauer : gestern) passierte ein Vorfall.
Mein Kater hat offenbar die Eigenart, manchmal mit Buckel zu den Tieren / Hunden (die auch alle ziemlich klein sind) hinzugehen ... und offenbar mit ihnen spielen zu wollen (oder geht es um sein Revier ?), aber den Frauchen Angst einzujagen.
Eine Frau hat offenbar besonders Angst vor ihm und geht dann den Weg auch wieder zurück / kehrt um, um ihm aus dem Weg zu gehen.
Beim letzten Mal ist er jedenfalls hintergegangen und sie blieb stehen und rief zu meinem Garten : `Gucken Sie mal, was Ihr Kater macht !` Ich sah dann, daß sie auf dem Weg mit ihrem Hund stand und mein Kater offenbar Interesse an ihrem Hund zeigte, da er zu ihm ging (mit Buckel). Mehr war nicht los, kein Geschrei oder ähnliches.
Dann rief sie noch : `Kommen Sie her und holen Sie ihn weg !`(ich war aber im Bikini und konnte nicht sofort auf den öffentlichen Weg laufen und wollte mich auch nicht zwischen Hund und Katze stecken) und dann umklammerte mein Kater plötzlich mit dem Oberkörper und Vorderpfoten quasi den Rücken des Hundes kurz. Ich dachte selbst : was macht er da ?
Das reichte ihr offenbar völlig und sie TRAT meinen Kater seitlich weg, was mich dann doch erschreckte. Postwendend sah ich, wie mein Kater an ihre Beine sprang und diese kurz umklammerte.
Dann rief sie : `Er hat mich gebissen !` und `Sie hören von mir` und ging dann schnell weiter und weg. Ich hatte ihr vorher noch zugerufen, `halten Sie die Leine kurz`, aber das hatte sie akustisch nicht verstanden, da es wohl so ca. 30 m entfernt war.
Weiter :
Ca. 2-3 Stunden später stand die Tochter der Frau vor meinem Garten (ich kenne weder Namen noch Wohnort der Frau und hatte sie nach ihrem Weggehen noch gesucht aber nicht mehr gefunden), fragte als erstes angsterfüllt, ob der (`gefährliche`) Kater in der Nähe wäre und teilte dann mit, daß ihre Mutter ins Krankenhaus gefahren sei, daß sie Kratzer und Bißstellen an den Beinen hätte und Antibiotika verschrieben bekommen hätte.
Wir sprachen dann über den Vorfall. Sie war z.B. der Ansicht, daß ein Buckel Aggression bedeuten würde, mein Kater hätte den Hund und ihre Mutter `angegriffen` und man wolle ja unbeschadet durch die Anlagen gehen können. Sie meinte auch, es gäbe ja Tiere, die sich nicht verstehen würden ...
Ich sagte, daß ein Buckel laut Internet auch eine `Aufforderung zum Spiel sein könne` und fragte, ob denn der Hund eine Verletzung hätte, Antwort : nein.

Das war für mich der Beweis, daß der Kater keine böse Absicht hatte, wohl eher im Gegenteil (denn wenn er gewollt hätte, hätte er den Hund ja verletzen können) und sich selbst durch den Fußtritt angegriffen fühlte (was er ja auch war).
Ich sagte ihr, daß das Ganze offenbar ein Mißverständnis war (ihrer Mutter) und ihre Mutter wohl etwas panisch wäre, es nicht ratsam wäre, ein Tier zu treten und natürlich auch, daß es mir leid täte wegen der Verletzung.
Sie sagte abschließend, daß sich ihre Mutter noch bei mir melden würde und ich gab ihr meinen Namen und Telefonnummer.

Allerdings habe ich sehr schlecht geschlafen, bin aufgewacht mit Gedanken an diesen Vorfall (auch der Kater war wach) und bin ehrlich gesagt, ärgerlich über mich selbst gewesen, daß ich mich nicht über den Fußtritt (den ich sehr abwertend finde) ihrer Mutter mehr beschwert habe, sondern eigentlich nur für sie Verständnis gezeigt habe.
Also, ich würde ein Tier, vor dem ich Angst hätte wohl sicher NICHT treten, da man doch eigentlich weiß, daß das nur provoziert. Und danach konnte sie ja auch auf einmal weitergehen (ohne daß mein Kater noch irgendetwas getan hätte, er kam dann nach Hause).
Ich finde das Ganze etwas merkwürdig, oder ?
Das alles habe ich mir erst nach dem Gespräch mit der Tochter genauer überlegt ...

Ich mache mir jetzt Sorgen, auch wie es rechtlich aussieht und was die Frau vorhat ... wenn sie schon ins Krankenhaus fährt, obwohl eine eventuelle Entzündung, die Antibiotika nötig machen würde, ja erst nach mehreren Stunden sichtbar werden würde, denke ich. Von irgendwelchen Schmerzen konnte die Tochter auch nichts berichten, obwohl ich danach gefragt hatte.
Außerdem hat der Kater ja eine Art Trauma bekommen und ich weiß nicht, wie sich das weiter äußern wird ...

Wie seht Ihr das ?

Viele Grüße
von
Berta und dem Kater

Geändert von Berta1 (07.08.2017 um 14:33 Uhr)
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Alt 07.08.2017, 14:40
  #2
Piepmatz
Forenprofi
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 29.675
Standard

Tiere treten geht eig mal gar nicht - aber wenn die Hundehalterin Angst gehabt hat kann ich es in einem gewissen Maß verstehen. Man kann auch vor Katzen Angst haben.

Aber es ist mir neu das Buckel machen eine Spielaufforderung ist - das geht mehr in richtung Abwehr oder Drohgebärde dem gegenüber. Durch dden Buckel und zb aufplustern wollen katzen größer wirken. Dabei wird dann zb auch seitlich gelaufen...

Wenn Du pech hast (rechtlich kenn ich m ich wirklich nicht aus) könnte das durchaus teuer für dich werden - aber im gegenzug würde ich (ist ja auch dein gutes Recht) - mit dem kater zum Tierarzt - er könnte durch den Tritt ja ebefalls was abbekommen haben. Das würde ich dokumentieren lassen und ebenfalls die so wie sie es versuchen wird - die Tierarzt/Behandlungskosten von ihr erstatten lassen/verlangen - da sie ja getreten hat - vielleicht hilft das ja das sie dann doch nicht die Behandlungskosten von dir haben will...

Oder du "klagst" (oder wie auch immer) mit einer Anzeige wgn Sachbeschädigung? ....
__________________

LG, Silvia mit Zwucki-Muckel Zeus

Für immer im Herzen + ewig unter der Haut:
Herzenskater-Schneefussbär Caspar + Flitzefurzi Nelos: Ich liebe euch für immer!
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Alt 07.08.2017, 14:42
  #3
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
Registriert seit: 2013
Ort: Klein-Sibirien
Beiträge: 14.143
Standard

Als Halterin hast du grundsätzlich die Haftung für das Verhalten deiner Katze und insofern auch die Verantwortung, wenn das Tier einen Passanten (zumal auf öffentlichem Straßenland) kratzt oder beißt. § 833 BGB.

Bitte kläre mit deiner privaten Haftpflichtversicherung, ob Schäden durch die Katze in der Police mit abgedeckt sind. Anderenfalls musst du die bei der Passantin entstandenen Schäden (incl. ärztliche Behandlungskosten, Verdienstausfall, Schmerzensgeld usw.) komplett selbst bezahlen. Also so, als wenn du ohne Kfz-Haftpflichtversicherung Auto gefahren wärest und einen Verkehrsunfall mit Verletzten verursacht hättest.

Die Tierhalterhaftung ist eine sog. Gefährdungshaftung, entsteht also ohne Verschulden (genauso ist die Kfz-Halterhaftung konzipiert, nur zum Vergleich). Gehaftet wird für das typische Tierverhalten.

Für alles weitere wende dich bitte an deinen Rechtsanwalt, da eine umfassende Rechtsberatung hier im Forum nicht zulässig wäre.
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
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Alt 07.08.2017, 14:55
  #4
curie
Forenprofi
 
Registriert seit: 2009
Beiträge: 3.895
Standard

Meine Haftpflicht (HUK) deckt solche Schäden ohne besondere Vereinbarung (und ohne, dass ich die Katzen mal angegeben habe) mit ab. Schien mir Standard zu sein, frag mal bei deiner Versicherung nach.

Wenn du keine Privathaftpflicht hast, musst du für Schäden durch deine Katze selbst zahlen.

Das ist für mich nach Krankenversicherung die wichtigste von allen Versicherungen.
__________________
Einzelkitten-Erfahrungsberichte
curie ist offline  
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Alt 07.08.2017, 14:57
  #5
Berta1
Neuling
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 18
Standard

Hallo noch einmal,

danke schon mal für die Antworten !

Bei einfachtierisch.de habe ich Folgendes zum Buckel gefunden :

`Er ist so etwas wie der Klassiker in der Katzensprache: Der Katzenbuckel hat Eingang in endlos viele Bücher, Filme oder sonstige Geschichten und Bilder gefunden. Kein Wunder, schließlich begegnet er Ihnen als Katzenhalter meist mehrmals täglich. Dass Ihr liebstes "Fellmonster" bei der Verständigung ähnlich vielfältig wie der Mensch sein kann, beweist der nach oben gekrümmte Rücken. Hier stehen mehrere Interpretationen zur Auswahl – die erste Bedeutung dürfte so gut wie jedem geläufig sein.


"Wenn du mich nicht in Ruhe lässt, ist Schluss mit lustig"


Fühlt sich eine Katze bedroht, reagiert sie mit einem Katzenbuckel.

Eine nicht ganz unwichtige Botschaft, die Ihr Haustier mit weiteren Zeichen der Katzensprache unterstreicht. Sind auch die Haare aufgestellt, die Krallen ausgefahren und die Ohren angelegt, gibt es nur eine richtige Reaktion, ob für Sie oder andere Tiere: Die Samtpfote umgehend in Ruhe lassen. Hintergrund des Verhaltens ist, dass Katzenbuckel und Co. die Katze gegenüber einem möglichen Angreifer größer erscheinen lässt. Das soll für Eindruck und Respekt sorgen.


"Ich finde dich gut, lass uns schmusen"


Zur gerade beschriebenen aggressiven Stimmung gibt es bei der Bedeutung auch den kompletten Gegenentwurf, den der Vierbeiner ebenfalls per Katzenbuckel signalisiert. Mit dem macht Ihre Katze in passenden Momenten das Genießen von Zuwendung deutlich. Wenn Sie also über den Rücken Ihres Tieres streicheln und sich daraufhin der Rücken nach oben krümmt, sind ein Schnurren und ein Kopf-Stupser Richtung Ihrer Hand nicht weit.


"Wie wär's mit einem Spielchen?"


Gesellen sich zum Buckel ein paar unbekümmerte Sprünge hinzu, vielleicht noch ein lustiges Seitwärtslaufen, wird das Ganze in der Katzensprache zur Einladung auf eine Runde Spielen – sei es gegenüber einem Menschen, einem Spielzeug oder einer anderen Katze. Sie können das von einem gestressten Stubentiger neben den spielerischen Bewegungen dadurch unterscheiden, dass weder Fauchen noch Zähnezeigen zu beobachten sind. Nein, in diesem Fall will ihr Liebling ein bisschen toben mit jemandem oder mit etwas, mit dem er sich wohlfühlt.`


Hätte er den Hund verletzen können, wenn er gewollt hätte ?
Der Hund hat übrigens irgendwie gar nicht reagiert, fühlte sich offenbar auch nicht bedroht ...
Ich würde das Ganze auch gerne besser verstehen ...

Viele Grüße
von Berta
Berta1 ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:04
  #6
Mikesch1
Foren-Nanny
 
Mikesch1
 
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Ort: Im Moin-Moin-Gebiet ;-)
Alter: 56
Beiträge: 18.641
Standard

Zitat:
Zitat von Berta1 Beitrag anzeigen
Hätte er den Hund verletzen können, wenn er gewollt hätte ?
Ja natürlich. Und zwar nicht unerheblich. Die Krallen und auch das Gebiss der Katze sind eine gefährliche Waffe.

Wenn sich mir eine Katze aufgebauscht entgegenstellt, die ich nicht kenne, würde ich auch Muffe bekommen. Weil ich weiß, wie gefährlich Katzen sein können. Hast Du nicht die Möglichkeit, den Garten mit einem Netz einzuzäunen? Du wirst sicher mehr Probleme bekommen, wenn Dein Kater das immer wieder macht und andere Menschen dadurch Angst bekommen.

Und was den Hund bzw. die Hunde betrifft: Auch das ist nicht ganz ungefährlich für Deinen Kater. Er wäre nicht der erste, der von einem Hund tot gebissen würde.
__________________
Es grüßen Ole, Maya, Polly, Nico, Teddy, Cameron, Pflegis Moritz, Hasi und Tommy und natürlich ihr Personal
Unvergessen: mein Scheuchen Miezi + 23.11.2011, mein Sonnenschein Lilly + 22.12.2014 und die liebsten Oldies der Welt Tigerlilly + 20.10.2014 und Minkamaus + 11.03.2016 + Schätzchen Lasse + 12.08.2017 Klein Emma +24.05.2018

Darum bitte keine Einzelhaltung! ............. Tierleid-/quälerei melden - So gehts!
Gründe für die Kastration der Katze

www.katzenhilfe-bremen.de
Mikesch1 ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:08
  #7
Piepmatz
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Registriert seit: 2010
Beiträge: 29.675
Standard

Den hund hätte er ebenfall gut erwischen können.

Es gibt tagtäglich überall solche Begegnungen und meistens gewinnen die Katzen.

Gutes beispiel (unblutig): mein damaliger kleinster Kater , kaum 1,5 jahre ca alt, Freigänger, spanische Straßenkater, - hat sich mit seinen ca 2-2,5 Kilo vor ein paar Jahren gegen einen Nachbarshund durchgesetzt der ca 10 Kilo wog.

Er hat ihm erklärt wem unser Grundstück gehört und Max, der Hund hat das nie mehr wieder angezweifelt - und auch alle anderen Hunde hatten immer Respekt seit dem Vorfall. (die waren alle Dackelgröße aufwärts, also so oder so alle größer als mein Kater )

Einmal kurz mit ausgefahrenen Krallen über die Schnauze und fertig war die Sache.

Wäre es nach Größe oder gewicht gegangen hätte Max meinen Kater locker besiegen können - Nelos war mehr hart als zart. Katzen sind wirklich arg drauf wenn sie Revier verteidigen ....
Piepmatz ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:16
  #8
Berta1
Neuling
 
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Beiträge: 18
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Hallo Piepmatz,

ja, ich konnte ihre Angst auch irgendwie verstehen ... aber das Treten, ehrlich gesagt, nicht.

Zum Tierarzt will ich lieber nicht mit ihm, da das für ihn zu großer Streß ist. Er hat dort einige schlechte Erfahrungen gemacht, auch traumatische, und körperlich scheint er nichts zu haben.
Gestern zog er minimal das eine Bein wohl etwas nach, vielleicht Prellung oder Zerrung ... aber eben z.B. damit (Tierarztuntersuchung) hängt auch meine Befürchtung bzgl. schlechter Erfahrungen mit Menschen, wie auch Tierärzten, zusammen : Er hatte beim Tierarzt schon immer große Angst, welche sich in den Jahren offenbar gesteigert hat, so daß er dort niemanden mehr so einfach an sich heranläßt. Er kann sich so bedroht fühlen, daß er zum Tiger wird !, (z.B. durch diese dicken Tierarzthandschuhe, zusätzlich mehrere fremde Tierarzthelferinnen, fremde Umgebung, alle gucken ihn an ...).
Das wird sich jetzt wohl durch diesen Fußtritt, der für ihn ja wohl völlig unvermittelt und `unberechtigt` kam, nicht verbessert sondern noch mehr verschlechtert haben.

Und ich habe eigentlich keine Absicht zu klagen oder irgendwelchen Streß und Ärger zu haben ...
Daher frage ich mich, ob diese Frau das womöglich will ... Kann sie soetwas anzeigen ?
Ne Haftpflichtversicherung habe ich, ich glaube incl. Haustier. Aber ich würds irgendwie unberechtigt finden, da er ja vor ihrem Tritt rein gar nichts angestellt hat.
Oder ?

Viele Grüße
von uns
Berta1 ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:23
  #9
Berta1
Neuling
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 18
Standard

Hallo Mikesch und Piepmatz,

danke für die Antworten.

Also, was Ihr so schreibt mit dem Hundeverletzen ... dann ist es doch klar, daß er Spielen wollte, oder ? Er hat den Hund ja nur von oben/hinten oder seitlich umfangen (mit den Vorderpfoten) und der Hund hat auch nicht irgendwie reagiert ...
Meiner ist übrigens ungefähr gleich groß wie der Hund (vielleicht minimal kleiner) und wiegt etwas mehr als ca. 5 oder 6 Kg (ich müßte ihn noch mal wiegen).

Viele Grüße
von uns
Berta1 ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:24
  #10
Piepmatz
Forenprofi
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 29.675
Standard

Hast Du nicht eben geschrieben:

Und dann umklammerte mein Kater plötzlich mit dem Oberkörper und Vorderpfoten quasi den Rücken des Hundes kurz. Ich dachte selbst : was macht er da ?
Das reichte ihr offenbar völlig und sie TRAT meinen Kater seitlich weg, was mich dann doch erschreckte. Postwendend sah ich, wie mein Kater an ihre Beine sprang und diese kurz umklammerte.


Also wenn ein fremder Kater eine Drohgebärde macht und auf meinem Hund landen würde (liest sich für mich wie ein verusch der Abwehr seitens des kater) würde ich auch angst haben um meinen Hund. Da ist (wenn auch nicht ok) nicht verwunderlich wenn sie nach dem vermeidlich wilden Kater tritt.

Sie kann ja zb grundsätzlich Angst vor Katzen haben. gibt es ja auch. und wenn man bei so einer Begegnung hektisch oder panisch wird reagiert man mal so...

Und grundsätzlich bezüglich deinem Kater: Er kann durch den Tritt sich nicht unerheblich verletzt haben was man augenscheinlich nicht sehen kann - das würde mir keine Ruhe lassen - ICH würde ihn untersuchen lassen. Stress hin oder her. Kann ja sonst was passiert sein
Piepmatz ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:27
  #11
Catma
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ganz ehrlich... , versuch dich mal in die Frau hineinzuversetzen... Sie ist verletzt worden.

Da kommt ein Kater mit Buckel auf sie zu - fällt ihren Hund an und als sie ihn natürlich abwehren möchte, wird sie gebissen.
Ist es für Dich nicht nachvollziehbar, dass Du dich bei ihr zumindest entschuldigen müsstest?

Meiner bescheidenen Ansicht nach hättest Du ihr von dir aus anbieten müssen, das zu klären, auch die Kosten zu übernehmen.

Ich hatte mal Angst vor Hunden. Wäre mir einer zähnefletschend entgegengelaufen, hätte meine Katze angegriffen und wenn ich ihn abgewehrt hätte mich auch noch gebissen, was meinste, was ich dem Hundehalter erzählt hätte, wenn der gesagt hätte "nu übertreibense nicht, der wollte doch nur spielen!"

Es ist total wurscht, was dein Kater sich dabei gedacht hat und ob er das nu böse meinte oder nicht. Er hat den Hund angegriffen (ob in spielerischer oder bösartiger Absicht) und danach die Frau.
Sowas geht nicht. Klar bist du dafür verantwortlich, auch wenn das Ganze evtl "nur" unglücklich verlaufen ist.
Klar würde ich deswegen ein Tier nicht treten. Aber nun, wenn man sieht, dass das eigene Haustier angegriffen wird, kann ich schon nachvollziehen, dass man kopflos reagiert.

Gut, dass die Frau sich schnell ärztlich behandeln ließ.
Katzenbisse können schnell übel verlaufen.
Wahrscheinlich wusste sie noch nichtmal, dass es sehr gut war, sich schnell behandeln zu lassen, also im Zweifelsfall immer zum Arzt damit.
Würdest du mir dagen, ich würde mich anstellen, weil ich nicht abgewartet hätte, ob es sich überhaupt entzündet, ich würde dir was husten.

Also ich würde sagen, geh mal in dich und dann auf zur Nachbarin und entschuldige Dich, dein Kater kann es ja nicht. Auch bei der Tochter müsstest du dich meiner Ansicht nach entschuldigen, dass du nicht gleich Verständnis gezeigt hast, das war bestimmt eine unschöne Angelegenheit für alle Beteiligten, vor allem für die Hundehalterin, sie hatte Angst und wurde verletzt.
Ich meine, wenn du Verständnis zeigst, kann man das Ganze viel entspannter besprechen. Sag ihr, dass Du selbstverständlich Deine Versicherung beauftragst für den entstandenen Schaden aufzukommen.
Wenn sie einlenkt, kannst du immer noch sagen, dass du nicht richtig reagiert hast, weil Du wegen dem Tritt auch irgendwo verständlicherweise zuerst an deinen Kater gedacht hast.

Geändert von Catma (07.08.2017 um 15:31 Uhr)
 
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Alt 07.08.2017, 15:27
  #12
Dudler
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Dudler
 
Registriert seit: 2012
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Beiträge: 3.012
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Na, der Tritt kann auch reflexartig erfolgt sein.
Würde ein anderes Tier meinen Hund oder die Katzen angreifen, würde ich mit Sicherheit auch nicht einfach so dastehen und einfach in den Verteidigungsmodus gehen.
(Ob der Tatbestand der Notwehr schon erfüllt ist, kann ich juristisch nicht beurteilen.

Ich würde wohl 1. mit der Versicherung sprechen und danach mit Pralinen oder einem Sträußchen zur Nachbarin gehen.
.
Dudler ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:30
  #13
curie
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Registriert seit: 2009
Beiträge: 3.895
Standard

Ist auf jeden Fall gut, dass du eine Haftpflichtversicherung hast. Da brauchst du zumindest vor großen finanziellen Folgen keine Angst zu haben.

Rechtlich bist du eben für alles verantwortlich, was durch deine Tiere verursacht wird. Und wer auf einem öffentlichen Weg geht, der darf erwarten, dass ein fremdes Tier weder ihm selbst noch dem eigenen (angeleinten?) Tier auf die Pelle rückt. So wie ich es gelesen hab, schien sie ihren Hund vor deinem Kater beschützen wollen. Wenn ein fremdes Tier auf mein eigenes springt ist das ja nicht total abwegig. Und dann gehen Menschen eher mit einem beschuhten Fuß dazwischen als mit der bloßen Hand.

Ich drücke dir die Daumen, dass alle glimpflich weitergeht.
Könnte mir vorstellen, dass diese Frau vor allem ernst genommen werden will in ihrem Wunsch, unbehelligt auf diesem Weg zu gehen.
Das ist auch ihr Recht und jetzt kommt es eben darauf an, ob sie unangemessen furchtsam ist, weil dein Kater nur "da steht", oder ob sie sich berechtigterweise beeinträchtigt fühlt.

Wie gesagt, wenn der Kater auf meinen Hund springt ist für mich die Grenze eindeutig überschritten. Du hast als Eigentümerin dafür zu sorgen, dass das nicht passiert und ansonsten für Schäden zu haften.

Ich spreche aus kürzlicher Erfahrung. Meine seit-kurzem-Freigänger hatten wohl die Schuhe der Vermieter bepinkelt und daher weiß ich die ganze Haftpflicht-Angelegenheit.

Man wünscht sich wirklich, das "Getier" würde sich benehmen draußen!!!

Nachtrag: Piepmatz hat es noch besser gesagt. Und den wichtigen Punkt angesprochen, deinen Kater wegen des Tritts untersuchen zu lassen oder zumindest sehr gut im Auge zu behalten.

Geändert von curie (07.08.2017 um 15:36 Uhr)
curie ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:36
  #14
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
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Standard

Du wirst ein massives Beweisproblem bekommen, wenn die Frau (oder beispielsweise auch ihre Krankenkasse!) dich verklagt und du nicht nachweisen kannst, dass dein Kater von der Frau getreten worden war.

Beim TA kann zumindest zeitnah festgestellt werden, ob das Tier Prellungen etc. hat bzw. sich schmerzhaft bei der Untersuchung zeigt, wenn du heute noch mit ihm in die Praxis fährst.

Wenn die Frau beim Arzt angibt, dass sie durch die Katze erhebliche Verletzungen erlitten hat, kann es ohne weiteres passieren, dass die Krankenkasse regressierend auf dich als Tierhalter zukommt. Du bist ja als Tierhalter mit Namen und Anschrift bekannt, und der Buckel ist typisches Katzenverhalten, genauso dass eine Katze, die sich bedrängt fühlt, kratzen bzw. beißen kann.
Inwieweit die verletzte Frau evtl. mit haftet oder komplett selbst schuld ist, wird gerichtlich geklärt, darum kümmert sich die Krankenkasse eher nicht, sondern wird erstmal zusehen, dass sie dir die komplette Haftung anlastet. Es ist - schon weil es eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung ist, wie oben schon gesagt - allein deine Sache, alle Umstände vorzutragen und auch zu beweisen (!), die zu deinen Gunsten sprechen. Also den Tritt und auch solches Verhalten der Frau, das man gemeinhin als "dumm" oder "gefährlich" bezeichnen würde (z. B. wenn man eine fauchende Katze anfasst oder einen knurrenden Hund. Usw.).
Wie gesagt, für diese Art von Einzelheiten ist dein Anwalt zuständig.
nicker ist offline  
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Alt 07.08.2017, 15:39
  #15
Berta1
Neuling
 
Registriert seit: 2017
Beiträge: 18
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Hallo Piepmatz,

ja, er hat den Hund (Rücken) mit den Vorderpfoten von oben umfangen, dann aber auch wieder gleich losgelassen.
Was ich nicht sehen konnte, war, ob er ihn dabei verletzt hatte, was er ja aber nach Auskunft der Tochter nicht hat ... obwohl er es hätte können, wie Ihr ja auch geschrieben habt.
Daraus habe ich dann den Schluß gezogen, daß er sicher nur Spielen wollte.
Der Hund hat ja auch keine Abwehr oder Schmerzen oder ähnliches gezeigt.
Ist daran etwas falsch gedacht ?

Er wiegt übrigens ca. 6 Kg und ich habe ihn gerade abgetastet ... keine Schmerzreaktionen ...

Viele Grüße
von uns
Berta1 ist offline  
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