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Alt 07.08.2017, 16:34
  #31
Venya
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Zitat:
Zitat von Berta1 Beitrag anzeigen
Ich verstehe nicht ganz, daß man hier plötzlich so angegriffen wird, und der Kater angeblich alles falsch gemacht haben soll.

......

Es besteht kein Grund, Umwege zu gehen oder Angst zu haben. Das hat doch selbst das Umfangen des Hundes, ohne jegliche Verletzung, durch den Kater gezeigt.

.....

Ist das unnormal ? Muß man sich für Verteidigung entschuldigen wenn man keine Entschuldigung für den Fußtritt bekommt ?
1. Der Kater hat NICHTS falsch gemacht(und das sagt hier auch keiner). Er hat ganz normal reagiert. Ein Kater der noch nicht lange draussen ist, die Gefahren draussen nicht einschätzen kann, der verteidigt sich halt/greift an wenn er bedrohliches sieht/in sein Revier eintritt.

2.Wenn man Angst vor einem Tier hat, warum auch immer, dann kann/sollte man einen anderen Weg gehen. Dein Kater wollte sie ja auch vertreiben. Das er dem Hund nicht weh getan hat, liegt nur daran, dass der Hund sich nicht gewehrt hat. Und ob der Hund verletzt war oder nicht, das wusste das Frauchen vom Hund ja auch nicht sofort. Die Reaktion von ihr (auch wenn ich sowas nie gutheisse oder machen würde) ist verständlich. Ich hätte zwar geschrien und etwas vor ihn geworfen, aber ihre Reaktion in dem Augenblick war eben das wegtreten.

3. Kindergarten.
Ehrlich. Die entschuldigt sich nicht, also tu ich das auch nicht! Bäh!
Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andren zu. Oder anders gesagt: Die Frau denkt sich evtl auch "Warum soll ich mich entschuldigen für den Tritt, sie entschuldigt sich für den Biss auch nicht!" Patt Situation

Rein rechtlich gesehen, wenn dein Tier sie beisst: Du haftest.
__________________
"Manche Menschen können mich nicht leiden, wegen der Dinge, die ich sage.
Jetzt stellt euch bloß mal vor, die wüssten was ich denke.
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Alt 07.08.2017, 16:41
  #32
nicker
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nicker
 
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Ich wiederhole noch einmal:

Die Tierhalterhaftung, der du wegen deiner Katze unterliegst, ist verschuldensunabhängig! Sie entsteht einfach dadurch, dass deine Katze katzengemäß reagiert und einen potentiellen Angreifer kratzt und beißt. Und für die Folgen, die daraus entstehen, musst du dich finanziell und anders verantworten. Punkt, Ende, basta.

Es liegt nun einmal in der Natur der Sache, dass sich die Katze hier territorial verhält. Ob sie nun zusätzlich provoziert wurde o. ä., darauf kommt es dann erst im zweiten Schritt an. Also der Tritt. Und genau da wirst du schlechte Karten haben, weil du da ja ersichtlich nichts beweisen kannst, wenn die Frau den Tritt bestreitet.
Natürlich ist es so, dass der gesunde Menschenverstand einem sagt, dass man sich einem erregten Tier nicht unbedingt nähern sollte. Wenn man es trotzdem tut und gebissen wird, kann es sein, dass man ein Mitverschulden trägt, aber nur im Ausnahmefall wird die Tiergefahr (und ja, das heißt wirklich so! Das kann dir jeder Anwalt sagen!) vollständig hinter dem Mitverschulden des gebissenen Menschen zurücktreten.

Und: bei einem Katzenbiss wäre ich persönlich sofort im Krankenhaus und würde auf einem guten Antibiotikum bestehen!!! Eine Entzündung oder gar eine Blutvergiftung würde ich da keinesfalls abwarten. Der Biss der Katze geht sehr tief (sie beißt ja mit den Canini zu, also mit den spitzen Eckzähnen), und da der Wundkanal so eng ist, schließt sich die Wunde oberflächlich sehr schnell, während innen drinn fröhlich die Bakterien Party feiern. Ich bin glücklicherweise noch nie ernsthaft gebissen worden von einer Katze, aber ich habe riesigen Respekt vor diesen Waffen! Gekratzt wurde ich schon oft genug, auch tief und blutig, aber das ist noch eine andere, kleinere Hausnummer als ein Katzenbiss!

Und warum dir hier keiner deine Sichtweise bestätigt? Vielleicht weil deine Sichtweise nicht zutrifft?
Wie gesagt: frag deinen Anwalt - oder geh fühlen, wenn du nicht hören willst. *hust*
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
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Alt 07.08.2017, 16:43
  #33
OMalley2
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... Der Kater will ja zuerst nur drohen und den Hund aus "seinem Revier" scheuchen - weswegen er ihn anspringt, nicht gleich beisst. In der Katzensprache kann das sowohl "verp***dich sonst beiss ich dich" heissen als auch "Hey, lass uns spielen" - In dem Fall eher Ersteres.

ansonsten kann ich nur wiederholen: Versuch das jetzt zu beschwichtigen und lass den Katzer nimmer auf diesem Durchgang 'rumturnen, wenn möglich. Wenn da Katzen-Phobiker sitzen, hast Du keine Chance gegen die!

Umgekehrt, ich hatte lang eine Hunde-Phobie und begegnete im Reitstall immer einer Schäfi-Hündin, die mich grundsätzlich anfletschte mit allem, was sie hatte. Die Besitzer sagten immer "Ei die TUUUUUT nix".
Ja, warum, tuuuut sie dann aber so, als wollte sie mein Pferd und mich fressen, selbst dann, wenn man à la Cesar Millan "no touch no talk no eye contact" praktizierte? Bis die Besitzer mal verstanden hatten, dass ich mich erst gut fühle, wenn sie das Viech für 2 Sekunden am Halsband nehmen bis ich vorbei bin.... oh Mann!!! Ist das so schwer? (übrigens hat besagtes Viech, in der Tat nicht ganz verhaltensungestört, bald darauf versucht, mein Pferd in die Nase zu beissen. Ganz ohne Spielabsicht und ohne Grund. Hätte der Vorderhandschlag damals getroffen, hätten die einen toten Hund gehabt. Tiere reagieren nun mal blitzschnell.
Fazit: Gewisse Situationen halt einfach ausschalten statt immer wieder zu riskieren ist manchmal besser. So wie mein Möchtegernhengst damals zugehauen hat, so hätte auch ein größerer Hund Deinen Kater - schnapp - in 2 Teile zerlegen können.

Ok, das was jetzt passiert ist, war evt. unvermeidbar und niemand hat speziell "schuld". Aber lerne draus.

Geändert von OMalley2 (07.08.2017 um 16:45 Uhr)
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Alt 07.08.2017, 16:51
  #34
BilBal
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Ganz ehrlich ? Ich kann die Reaktion der Frau verstehen, auch wenn sie nicht erwünscht war.

Wenn ich auf offener Straße spazieren gehe, und mir kommt ein "aggressives Tier" entgegen und folgt mir sogar, wenn ich ihm ausweiche, dann fühle ich mich bedroht.
Handelt der Tierbesitzer nicht, nachdem ich ihn darauf anspreche und quasi um Hilfe bitte und das Tier greift mich dann auch noch an, dann ist für mich der Zeitpunkt zu handeln und das aus NOTWEHR.

Ehrlich... egal, warum dein Kater angegriffen hat (egal, ob aus Angst, oder Spiel), DU hättest handeln müssen, als die Frau dich darauf angesprochen hatte.

Denk dir mal, es wäre ein zähnefletschender Hund, der plötzlich vor dir auf der Straße auftaucht... Der Halter reagiert nicht auf deine Ansprache oder winkt ab und der Hund greift an...
Bleibst du ruhig ??? Nicht wirklich, oder ?

Und ein Katzengebiss ist nicht weniger gefährlich, als ein Hundegebiss...
__________________
LG Marion & die Rabaukenbrüder
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Alt 07.08.2017, 16:54
  #35
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Die Frage, was, wie genau und warum so passiert ist, die ist für dich und die Beziehung zu deinem Kater und für die weitere Vorgehensweise sicher immens wichtig.

Nicht sonderlich wichtig ist das alles für die Antwort auf die Frage, wer für den Schaden haftet, den ein Haustier nachweislich verursacht hat: das ist der Halter!

Sollte so ein Fall vor Gericht landen, wirst immer du für den Schaden haften müssen. Bei langem Hin und Her der Anwälte (was die Sache gut aufplustern und die Kosten in die Höhe treiben würde) käme vielleicht (aber nur vielleicht!) heraus, dass die Geschädigte durch den Tritt eine geringe Mitschuld trägt und ihre Ansprüche sich verringern.

Vergleiche werden sogar dann zu Ungunsten des Tierhalters geschlossen, wenn der Biss keine Augenzeugen hattte:

http://www.sueddeutsche.de/news/pano...0709-99-176079

In deinem Interesse sollte es also sein, dass die ganze Angelegenheit nicht erst vor Gericht landet sondern nachbarschaftlich geklärt wird. Dazu gehört, dass d die Übernahme des Schadens anbietest, Entschuldigung schadet selten und irgendwie muss dafür gesorgt werden, dass dein Kater keine anderen Menschen und Tiere körperlich belästigt. Wie genau das zu bewerkstelligen ist .. u. U. schwierig. Man müsste die genaue Wohn- und Lebenssituation (Platz, eigener Garten?, Wohndichte etc.) mitberücksichtigen und sich Szenarien ausdenken, die funktionieren könnten.
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Alt 07.08.2017, 17:04
  #36
OMalley2
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Das mit der Haftpflicht und der "Tiergefahr" kann ich so bestätigen.
z. B. ein Sturz einer Reitbeteiligung von meinem Pferd - nachweislich ganz ohne Fehlverhalten des Pferdes und eindeutig Reiterfehler - kostete mich vor vielen Jahren gleich mal den fetten Selbstbehalt. Ist so. Ich war aber heilfroh, über die Versicherungsleistung und dass es so lief. Das Mädel hätte sich bei dem Stunt auch gut ins Jenseits oder zumindest den Rollstuhl befördern können. Sowas will echt kein Mensch.

Ebenso will ich z. B. nicht, dass das Nachbarskind versucht, Kater 2 zu kuscheln. Dem trau ich da nämlich nicht übern Weg. Nr. 1 kuschelt entweder oder rennt weg. Ok, Kater 2 rennt bislang grundsätzlich weg, von daher....

Nun, es wird Dir nichts übrig bleiben, als das mit der Nachbarin ins Reine zu bringen und den Kater halt nach Möglichkeit fern zu halten von jenem engen Durchgang.
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Alt 07.08.2017, 17:08
  #37
Berta1
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Danke, Jasmine,

daß Du das Umfangen nicht als `aggressiven` Angriff darstellst.

Und selbst wenn es etwas mit dem Revier zu tun hatte, dann hat er das spielerisch versucht zu verteidigen, eben nicht `aggressiv`. Ich habe jedenfalls keinerlei Rechtfertigung für den Tritt erkennen können. Auch kein Fauchen, Ohrenanlegen oder Kreischen.
Im übrigen blockiert er ja auch nicht etwa andere Leute oder würde sie gar angreifen, die hier vor seinem Revier, langgehen.

Und deshalb `nackt loszulaufen` wie hier geschrieben wurde ist doch Quatsch. Für mich war bis zum Tritt nix los und wie schon gesagt kenne ich es so, daß man sich bei Tieren nicht unnötig einmischen soll. Ich fand, die Frau hätte weitergehen sollen ... und nicht ich den Kater wegholen.
Mir springt er auch manchmal ans Bein, aber definitiv zum Spielen, vielleicht auch mal bei ner vermeintlichen Ungerechtigkeit o.ä. aber da gibt's keinen Kratzer, und genauso sah das mit dem Hund aus.
Ich fands nur ungewöhnlich und dann kam ja auch schon der Tritt, den ich ehrlich gesagt, mies und verachtend fand.

Er hat auch schon mal einen anderen Kater vertrieben, aber nur mit Lauern, Gekreische (beim ersten Zusammentreffen anfänglich) und Drohgebärden, aber es gab keinerlei Verletzungen.

Um die Frage zu beantworten : Einzäunen geht ohnehin nicht und würde ihm außerdem eine ganze Menge nehmen, denn der Garten ist nur ca. 30 Quadratmeter groß.

Also, ich finds auch nicht toll, daß andere Angst vor ihm haben wegen seines Buckels und weil er nicht jedem aus dem Weg geht. Man müßte sich nach meiner Meinung nur hinhocken (weniger bedrohlich) und nett mit ihm sprechen und sehen wie er sich verhält oder eben nicht beachten, wenn man nichts mit ihm zu tun haben will.

Hätte ich ihn an der Leine, wäre er ein Hund, würde ich ihn kurz halten ... aber wie soll man nen Kater draußen beaufsichtigen ?

Viele Grüße
von uns
Berta1 ist offline  
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Alt 07.08.2017, 17:12
  #38
Marlinskie
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Zitat:
Zitat von Berta1 Beitrag anzeigen
Und deshalb `nackt loszulaufen` wie hier geschrieben wurde ist doch Quatsch. Für mich war bis zum Tritt nix los und wie schon gesagt kenne ich es so, daß man sich bei Tieren nicht unnötig einmischen soll.
Es geht aber nicht immer nur um einen selbst, sondern auch um andere.
Die Frau hatte Angst und Du machst es lächerlich und gibst ihr dann auch noch Schuld. Genau deshalb haben es Tierbesitzer mittlerweile so schwer und die Tiere müssen immer mehr Regeln, Reklamationen und Gefahren ertragen.

Und wie Du den Kater beaufsichtigen sollst? Nun, das wird nicht einfach, aber Fakt ist, dass fremde Menschen und Tiere sicherlich die letzten sind, die sich damit arrangieren müssen. Für den Kater trägst Du allein die Verantwortung und die trittst Du nicht ab, wenn er zur Tür raus läuft.
__________________


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Zu spät: Ein Mensch zertritt die Schnecke, achtlos, - Die Schnecke ist dagegen machtlos. Zu spät erst kann sie, im Zerknacken, - Den Menschen beim Gewissen packen.
Eugen Roth
Marlinskie ist offline  
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Alt 07.08.2017, 17:12
  #39
OMalley2
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Zitat:
Zitat von Berta1 Beitrag anzeigen
Danke, Jasmine,
Ich fands nur ungewöhnlich und dann kam ja auch schon der Tritt, den ich ehrlich gesagt, mies und verachtend fand.
Ich versteh Dich durchaus, Berta1, nur: Damit kommst Du nicht "durch".
Nicht wenn die Dame aufs Ganze geht.
Und nicht, wenn sie eine hysterische Katzenphobie hat. Da hilft Dir der teuerste Anwalt nixxxxx. Ist so. Leider.

Kann der Kater nicht auf der anderen Seite vom Haus raus oder nur stundenweise "dosierten" Freigang kriegen?
Du schreibst eben was von Laubengang, und wenn da immer die Frau mit dem Hund langgeht...

Setz Dich halt mit ihr zusammen, ganz ruhig und sachlich. Wenn sie nur keift, klar, und oh weh, aber dann hast Du es wenigstens probiert.
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Alt 07.08.2017, 17:14
  #40
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Bisher hat die Frau ja wohl noch gar nichts geltend gemacht.
Sollte sie, ist sie im Recht. Fertig.

Um mehr gehts ja hier nicht, oder?
Thema beendet. Alles andere wird sich sonst immer im Kreis drehen.
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Alt 07.08.2017, 17:20
  #41
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Zitat:
Zitat von Berta1 Beitrag anzeigen
... aber wie soll man nen Kater draußen beaufsichtigen ?
Die Frage muss andersrum gestellt werden:

"Wie verhindere ich Schäden bei Dritten durch mein Haustier?"

Die Antworten können extrem unterschiedlich ausfallen aber klar ist, dass man sie für die meisten Fälle finden muss. Einiges, was manch einer schon als "Beeinträchtigung" empfindet, muss lt. Rechtsprechung hingenommen werden (Freiänger, die durch die Gärten streunen bis zu einer gewissen Anzahl etc.).

Nun gibt's verschiedene Schadensstufen. Bei uns, in einer Wohnanlage mit vielen Freigängerkatzen aber auch vielen Kindern und einem Spielplatz mit Sandkasten, den die Katzen gerne als öffentliches Klo nutz(t)en, haben die Katzenbesitzer (zumindest einige) nach mehrfachen - berechtigten - Beschwerden zusammengelegt und eine große, wasserdichte Abdeckplane besorgt, für Verankerungs- und Befestigungsmöglichkeiten gesorgt und nun müssen die Eltern der spielenden Kinder darauf achten, dass nach Verlassen des Sandkastens die Plane wieder drübergezurrt wird.

Ziemlich mühsam das alles, nicht lückenlos einhaltbar ... aber immerhin ein Versuch und ein Ansatz.

Die aufgebrachten Nachbarn, denen meine - und andere - Katzen gerne die herrlich lockere Rosenerde zuscheißen und umbuddeln, habe ich neben Geschenken auch eine Wasserpistole geschenkt und sie gebeten, die erwischten Übeltäter damit zu vertreiben, was ich für eine zwar nicht optimale aber vergleichsweise erträgliche Methode der Vergrämung ansehe. Es hat sich dadurch auch deutlich gebessert, der Garten wird meistens gemieden.

Auch hier gab es vor Jahren einen Rambokater, der andere Katzen aber auch kleine Hunde und einmal auch eine Frau mit Stock angriff. Es wurde bei ihm mit zunehmendem Alter schlimmer. Das war für die Besitzer extrem hart - sie konnten den Kater später nur noch sehr selten für kurze Zeitspannen rauslassen, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch war, dass er draußen nicht viele andere antrifft.
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Alt 07.08.2017, 17:21
  #42
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Zitat:
Zitat von Venya Beitrag anzeigen
Bisher hat die Frau ja wohl noch gar nichts geltend gemacht.
Sollte sie, ist sie im Recht. Fertig.
... auch wenns nicht "gerecht" wäre.

während meiner Hundephobie-Phase wurde ich manchmal ganz schön wütend auf Leute, die das lustig fanden oder ihre Hunde nicht unter Kontrolle hatten oder bringen wollten. Davon gibts leider einige.

Mit der Nachbarin muss echt eine kreative Lösung her. Unbedingt. Beim Gespräch kannst Du ihr dann durchaus klar machen, das das Treten von Tieren nicht viel bringt. Aber versuche auch ihre Seite zu verstehen (so blöd sich das jetzt für Dich lesen mag).
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Alt 07.08.2017, 17:23
  #43
Venya
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Obs gerecht wäre oder nicht kann man nicht entscheiden. Man war nicht dabei und hier hört man ja nicht beide Seiten.
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Alt 07.08.2017, 17:30
  #44
nicker
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Berta, wenn der Kater so aggressiv reagiert, sobald er sein Revier bedroht sieht, musst du ihn nötigenfalls an Halter abgeben, wo er ein Revier hat, in dem er weniger Menschenkontakt hat.
Anderenfalls muss er eben beschränkten Freigang bekommen.

Du schaffst doch durch den Freigang erst die Grundlagen, dass es zu der typischen Tiergefahr, also potentiellem Kratzen und Beißen bei unglücklichen Umständen, kommen kann. Und wenn du dann den Kater nicht beaufsichtigen oder von den betroffenen Menschen entfernen kannst oder willst, musst du eben die Konsequenzen in Gestalt von Schadensersatzforderungen bei Verletzungen oder z. B. auch beschädigter Kleidung (Kratzen, Fäden ziehen durch die Krallen etc.) tragen.
Ist das denn so schwer zu verstehen?

Es ist tutto egal, ob das betreffende Tier ein Hund, eine Kampfkatze oder eine Farbratte ist! Wenn es in dem typischen Verhalten des Tieres liegt, dass es beißt und/oder kratzt, sofern es sich bedroht fühlt, ist genau das die Tiergefahr, und der Halter muss dafür sorgen, dass durch diese Tiergefahr kein Schaden entstehen kann.

Das betrifft beispielsweise auch den Hobby-Pferdehalter, dessen Tier aus seiner Weide ausbüxt, weil Dritte das Gatter aufgemacht haben. Das Pferd läuft auf der Straße rum und verursacht das Abbremsen eines Autos, das deswegen in den Graben fährt und fette Beulen hat.
Ob das Pferd über den Zaun gesprungen ist oder von Unbekannten rausgelassen wurde, ist schnurz: es läuft rum und verursacht Gefahren. Dazu muss es kein Tiger sein oder ein besonders aggressives Tier!

Dadurch, dass du deinem Kater Freigang ermöglichst, bringst du ihn in Verkehr, wie wir Juristen sagen, und schaffst die Gefahr, dass er durch sein katzentypisches Verhalten einen Schaden verursachen könnte.

Glaub es oder lass es bleiben, das BGB wird deinetwegen sicherlich nicht geändert werden.
nicker ist offline  
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Alt 07.08.2017, 17:30
  #45
Berta1
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Hallo Venya,

ja, vielleicht muß er sowas noch alles lernen, da er ja wenig Erfahrung draußen hat ...

Und ich meinte nicht, daß ich unbedingt `Entschuldigung` hören wollte, aber ich habe bestimmt 3 mal gesagt, daß es mir leid täte und von der anderen Seite wurde offenbar alles dem Kater angelastet und er wurde als `aggressiv` eingestuft. Das eigene Verhalten oder die Einschätzung wurde gar nicht hinterfragt und der Tritt wurde als `komische Beinbewegung` (die Tochter machte es vor und wedelte etwas mit dem Bein) runtergespielt. Deshalb finde ich, in dieser Richtung `genug` getan zu haben für den Frieden.
`Kindergarten` ist das nicht.

Viele Grüße
von Berta.
Berta1 ist offline  
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