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Freigänger Für alle die Freigänger Katzen haben

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Alt 03.09.2013, 13:32   #1
Kalintje
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Kalintje
 
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Standard EX-Wohnungskatzen im Freigang-Haben sie sich verändert?

Hoi,

mich würden die Erfahrungen von Haltern interessieren, die ihre erwachsenen Wohnungskatzen später doch noch in den Freigang entlassen haben.

Wie hat sich die Situation nach sagen wir mal 1 Jahr entwickelt?
Hat sich die Katze verändert und wie?
Mich interessieren die folgenden Punkte:

Wie alt war die Katze als sie in den Freigang ging?

Was war der Grund für den späten Freigang?

Wie lange hat die Katze gebraucht bis sie sich in den Freigang eingewöhnt hat?
Hat sich die Katze verändert und wenn ja wie? (Fressverhalten, Spielverhalten, Schmuseverhaltung, Bindung zu Euch etc.)

Würdet Ihr heute die gleiche Entscheidung noch mal treffen?

Danke fürs Feedback!
__________________
"'Ignorance more frequently begets confidence than does knowledge" (Charles Darwin)

Never argue with an idiot, they will only drag you down to their level and then beat you with experience. (Unbekannt)
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Alt 03.09.2013, 13:58   #2
Paty
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Paty
 
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Zu einem Jahr kann ich dir noch nichts sagen und ich weiß auch nicht ob unsere Situation das ist was du meinst, bzw. deine Frage beantwortet

Bei uns ist im Januar Domi eingezogen nachdem er nach Auflösung einer Massenzucht im TH gelandet ist.

Er war sehr scheu, schreckhaft und zurückhaltend uns gegenüber (mit den Jungs hat er sich vom ersten Tag an verstanden). Trotzdem hat er immer sofort zum schreien angefangen wenn ich den Raum verlassen habe, bzw. er mich nicht sofort gesehen hat.

Er durfte dann im Frühjahr mit den anderen zwei raus.

Der Kater hat seitdem deutlich mehr Selbstbewußtsein, er wird "selbstständiger" und offener. Auf rufen kommt er genau wie Samson und Merlin sofort aber macht auch manchmal klar dass er noch gar keinen Bock hat rein zu gehen. Er ist nicht mehr so "unterwürfig", deutlich aktiver - auch im Haus. Er kommt auch öfter einfach so zum schmusen zu uns.

Ich denke es tut ihm sehr gut, er hat seine Erfolgserlebnisse wenn er mal einen Schmetterling oder Grashüpfer fängt und er hat auch schon seine erste Spitzmaus gebracht.
__________________
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Alt 03.09.2013, 14:07   #3
Margitsina
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Margitsina
 
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Ich habe einen Wohnungskater bekommen mit 14 Jahren, er war sein Leben lang Wohnungskater und schon recht krank, als er zu mir kam.
Der Kater ging sofort in den Freigang und war einfach nur glücklich. Jedes Blümchen, jeden Käfer hat er sich angesehen. Diese Blicke werde ich nie vergessen. nach den ersten Freigangsversuchen ist er jeden Mittag konsequent raus und hat die Mittagssonne genossen.
Er hatte leider nicht mehr viel Zeit, aber diese Zeit hat er voll genossen.

Im Normalfall kann jede Katze in jedem Alter raus in den Freigang und es ist immer besser,
sie erleben viles und leben ganz anders.
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Alt 03.09.2013, 21:00   #4
DosGatos
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DosGatos
 
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Meine beiden waren ja von Anfang an Freigänger, aber meine Nachbarn haben mir folgende Geschichte von den Katzen ihres Sohnes und seiner Familie erzählt:

Pünktchen und Anton waren lange Wohnungskatzen, da die Lage der Wohnung nichts anderes zuliess. Von Zeit zu Zeit waren sie auch schon mal "auf Urlaub" bei meinen Nachbarn, wenn die Familie des Sohnes wegfuhr. Ging prima, und einmal durfte ich sie dann auch kennenlernen.
Wie alt sie genau sind, kann ich allerdings nicht sagen.
Anton ließ sich allerdings kaum einmal streicheln, das mochte er nicht, er reagierte, obwohl sonst friedlich, recht aggressiv darauf.
Beide Katzen zerkratzten auch viel in der Wohnung.


Vor gut einem Jahr zog die junge FAmilie in das eigene Haus, sehr ländlich gelegen, Katzenklappe wurde eingebaut und beide Katzen wurden Freigänger.
Vor allem die Wandlung des Katers war wohl extrem:
Er geniesst jede Minute im Freien und seither auch jegliche Streicheleinheit von allen ihm bekannten Personen!
__________________
Eva & "ihre Jungs" Gulliver und Gustavo
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Alt 03.09.2013, 21:09   #5
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Merlin und Hexe waren fünf Jahre alt, als sie in den Freigang kamen. Grund dafür war mein Umzug aus der City in einen ländlichen Vorort. Nach vier Wochen Eingewöhnungszeit habe ich sie ganz langsam an die Freiheit gewöhnt, bin immer mal wieder 15 Minuten mit ihnen vor die Tür gegangen. Für ein, zwei Wochen genügte ihnen das, aber dann fingen sie an, sich von mir abzunabeln.

Im Wesen und in der Beziehung zu mir haben sie sich überhaupt nicht verändert. Nur Merlin, der manchmal ein richtiges Hasenherz ist, hat mich als Freigänger oft überrascht, wenn er doppelt so großen Katern zeigte, wer hier der Chef ist oder auch zwischen zwei Füchsen hindurch gemütlich nach Hause spazierte. Derselbe Kater, der nur unter dem Bett saß, als ein Freund mit einem Beagle zu Besuch war (Beagle hat Schiss vor Katzen, der hat Merlin also nicht unters Bett gejagt).

Auch wenn ich trotz der absolut ruhigen Lage hier manchmal doch Angst um die Bande habe, würde ich es immer wieder so machen. Freigang ist einfach die ideale Haltungsform - wenn die Umgebung es zulässt.
__________________
Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.

Geändert von Maiglöckchen (03.09.2013 um 21:14 Uhr)
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Alt 05.09.2013, 08:48   #6
Maustier
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Maustier
 
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Suse und Dicker kamen 2011 als 12-jährige zu mir. Sie waren vorher Wohnungskatzen mit vernetztem Balkon.

Ich hab sie nach einiger Zeit einfach mal rausgelassen. Vorher hatte ich immer nur Wohnungskatzen, weil es nicht anders ging.

Suse ist gerne draußen, sie ist auch nicht so ängstlich wie ihr Bruder, sie schläft auch mal draußen mitten auf dem Rasen. Dicker geht zwar auch raus, aber wenn, dann versteckt er sich meist zwischen großen Blumen oder hinter Büschen. Aber er markiert sein Revier täglich.

Beide springen nicht über den nur 1 m hohen Maschendrahtzaun.

Hinter unserem Haus ist gleich die Feldmark. Von unserem Grundstück kommt man durch ein Tor und über einen kleinen Steg auf den Feldweg.

Eines Tages stand ein Hund direkt am Tor - Suse ist abgegangen wie eine Furie!! Hätte ich nie gedacht! GsD ist weder Suse noch der Hund übers Tor gesprungen.

Beide sind zufriedener geworden, hab ich das Gefühl. Morgens nach dem Frühstück wollen beide zumindest kurz frische Luft schnuppern und mal in den Garten schauen. Wir haben keine Katzenklappe, also können die beiden nur raus, wenn einer von uns daheim ist. Aber wenn ich z. B. mal Urlaub habe, stelle ich fest, dass beide tagsüber nicht großartig raus wollen sondern lieber schlafen.

Das Verhalten hat sich eigentlich nicht geändert.

Wir werden auch die nächste Katzengeneration wieder rauslassen. Natürlich werden wir dann nicht das "Glück" haben, dass die Katzen auf dem Grundstück bleiben. Aber bei Suse und Dicker bin ich froh, dass beide im Garten bleiben, sie kennen ja weder Auto noch andere Gefahren.
__________________
Ein Leben ohne Katze ist möglich - aber sinnlos!

LG vom Katzenpersonal und den Fellnasen Dicker und Kalle

Immer im Herzen:
Thommy (1991 - 23.03.2002)
Gina (1992 - 19.01.2009)
Tiger (1993 - 08.05.2011)
Suse (01.04.1999 - 18.06.2015)
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Alt 05.09.2013, 13:17   #7
Gwenifere
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Gwenifere
 
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Beiträge: 987
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Das ist mal ein interessanter Fred! Hatte selber schon mit dem Gedanken gespielt mal mit zu teilen wie sich Freigang auswirkt

Also

Wie alt war die Katze als sie in den Freigang ging?
1Kater & 1 Katze, beide 3,5 Jahre alt, das ganze startete nach unserem Umzug Maerz 2012.

Was war der Grund für den späten Freigang?
In unserer alten Wohnung war Freigang moeglich, wurde von beiden nicht genutzt. Sie haetten dafur nur eine breite Balustrade runter bzw rauf laufen muessen, was von diversen Nachbarskatzen vorgemacht wurde, aber sie wollten nicht. Sie blieben freiwillig auf der Terrasse.

Wie lange hat die Katze gebraucht bis sie sich in den Freigang eingewöhnt hat?
Leo, der Kater hat sofort das Terrein erobert und war null aengstlich. Er hatte auch den Umzug mit links gepackt. Alles super. Ich liess beide 4 Wochen innen, dann in den Garten. Leo hat den Garten erst nach 6 Wochen verlassen, bis dahin patroullierte er immer an den Zaeunen. Ist allerdings auch ein grosser Garten (1000 m2)
Bara hat sich schwer getan,erst der Umzug war fuer sie ein Drama, dann die neue Umgebung und ueberhaupt. Waehrend Leo sich die besten Plaetze sicherte hat sie sich noch versteckt. Sie war in allem rund 2 Wochen spaeter als er.

Hat sich die Katze verändert und wenn ja wie? (Fressverhalten, Spielverhalten, Schmuseverhaltung, Bindung zu Euch etc.)
Beide sind selbstbewusster geworden, gerade bei der aengstlichen Bara sehe ich deutliche Verbesserungen. Frueher neigte sie zu Panikattacken, versteckte sich hinter der Kueche und heute? Keine Attacken mehr, viieeel gelassener, sie verscheucht sogar den grossen Nachbarskater durch "wegstalken" sehr witzig. Leo war immer recht selbstbewusst, ist aber auch noch tiefenentspannter als frueher, trotz manchmaliger Raufereien mit dem Nachbarskater. Vor dem versteckt er sich auch immer, er geht Kaempfen aus dem Weg.
Beide hatten gerade am Anfang viel mehr Hunger und haben geschaufelt
Bzgl Spielen, das wollen sie nur im Winter, auch Leckerchen sind im Hochsommer nicht interessant.
Bzgl Schmusen und Bindung sehe ich keine grossen Unterschiede, Bara ist und war eine Knutschkugel, Leo ist war immer schon distanzierter.

Würdet Ihr heute die gleiche Entscheidung noch mal treffen?
Auf jeden Fall. Ich muss allerdings hinzufuegen, dass unsere Umgebung sehr geeignet ist, dh eine alte gewachsene Siedlung mit grossen Gaerten und relativ geringer Bewohnerdichte - verglichen mit heutigen Neubausiedlungen - schmalen Strassen mit wenig Verkehr. Und bis jetzt, dh sie gehen seit einem Jahr und 3 Monaten raus, sie scheinen nicht weit zu gehen.
Gwenifere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2013, 13:32   #8
Riari
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Riari
 
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Standard

Meine ersten beiden Kater habe ich auch zu Freigängern gemacht, kann aber nicht sagen wie sie vorher waren, weil ich sie nur ein paar Wochen in der Wohnung hatte.
Fips war damals ein Jahr alt und Balou kamm kurze Zeit später mit zwei Jahren dazu.
Balou war eher der ruhige und gemütliche und Fips der wilde, große, stürmische Kater.
Fips war in der Wohnung gar nicht richtig ausgelastet, das hat man gemerkt, also hab ich mich entschieden ihn mal in den eingezäunten Garten zu lassen. Natürlich fand er ein Loch im Zaun und war von da an ständig draußen. Für ihn hat es mich wirklich gefreut, da er plötzlich richtig aufblühte und sich austoben konnte. Balou lag eigentlich die meiste Zeit nur auf dem Balkon und sonnte sich, oder ging ein kurzes Stück mit Fips mit, war aber immer in Sichtweite.
Nach der Trennung von meinem Ex sind die beiden mit ihm aufs Land gezogen (haben vorher in Hamburg gewohnt). Dort ging es Fips dann noch besser (vorallem weil dort kaum Autos fahren) und er verbrachte den ganzen Tag damit herumzutoben und fremde Haustüren zu öffnen
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