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FIP Diskussionen und Fragen zur Diagnose Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), dem Coronavirus und Symptomen


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 18.03.2011, 13:21   #16
Hannibal
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Grundsätzlich ist es eigentlich so, dass die Viren ständig mutieren. Nur werden die mutierten Viren von einem gesunden Immunsystem sofort erkannt und vernichtet. Durch eine Schwächung des Immunsystems, wodurch auch immer, können die mutierten Viren nicht mehr rechtzeitig vernichtet werden und befallen immer mehr Zellen und verbreiten sich immer mehr.

Ich hatte schon einen Kater, bei dem nach einem Umzug FIP ausbrach. Er kam aus einer spanischen Tötung. Ich glaube kaum, dass der Umzug stressiger war, aber vermutlich war es eine Konstellation von diversen Faktoren, die zum Ausbruch führten. Keine der anderen Katzen hat sich angesteckt.

Bei einer weiteren Katze brach FIP nach der Zahnsteinentfernung aus. Diese Katze wurde, bevor sie zu mir kam, als Gebärmaschine missbraucht, kam dann in eine spanische Auffangstation, wurde kastriert und geimpft in die Schweiz vermittelt, wo eine der anderen Katzen immer auf sie losging und kam dann zu mir. Den ganzen (aus meiner Sicht) massiven Stress hatte sie problemlos überstanden, aber die Narkose für die Zahnsteinentfernung nicht.

Bei einem Kitten ist FIP nach der Kastra ausgebrochen.

Ich denke, man kann die Problematik leider nicht an einem einzelnen Geschehnis aufhängen. Stress möglichst tief zu halten, ist sicher gut, mache ich auch immer, aber genau so wichtig ist es, das Immunsystem so gut wie möglich zu stärken, damit es mit gewissen Stresssituationen umgehen kann. Aber selbst dann kann ein Ausbruch weder vermieden noch vorhergesagt werden.
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Alt 18.03.2011, 13:35   #17
bea1982
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Zitat:
Zitat von Nonsequitur Beitrag anzeigen
... da steht doch, dass in dieser speziellen, künstlichen Versuchsanordnung eine Übertragung von mutierten FIP-Viren für wahrscheinlich gehalten wird, aber in Untersuchungen "normaler" Populationen eher nicht.
Wo schreibt er, dass er in normalen Populationen die Übertragung von FIP-Viren für unwahrscheinlich hält?

Die Studie stimmt auf jeden Fall mit meinen Erfahrungen überein. Nur kurz erklärt: Innerhalb von ca. 6 Wochen sind mir 4 von 5 Katzen "weggestorben". 3 davon an FIP (2 davon nachweislich, die 3. hatte einen riesen Erguss an der Lunge, wurde aber aufgrund der Vorgeschichte nicht mehr obduziert), der 4. hatte ebenfalls u.a. neurologische Ausfälle (aufgrund von Calici oder doch eher FIP ist mir nicht bekannt).

Unser erster Kater, der eingeschläfert werden musste, zeigte keinerlei Schnupfensymptomatik o.Ä., die anderen litten alle mehr oder weniger stark an einer Calici-Infektion. Die letzte noch lebende Katze zeigte ebenfalls eine leichte Schnupfensymptomatik - ob sie ebenfalls an FIP erkrankt steht noch in den Sternen, unser letzter Kater wurde diesen Sonntag eingeschläfert, obwohl wir dachten er hätte es geschafft.

Auf jeden Fall sind bei mir gesichert 3 von 5 Katzen an FIP erkrankt, vielleicht sogar 4 - und das ist deutlich mehr als die 5%-Mutationsrate von der überall gesprochen wird; Katzenschnupfen-Infektion hin oder her... Klar, dass dies das Immunsystem angreift, aber jede Katze hat in ihrem Leben mehr oder weniger häufig Streß, mit Erkrankungen zu kämpfen, wird geimpft und was weiß ich nicht alles... Das ist auf jeden Fall kein Grund für mich, weshalb plötzlich nicht nur 5 sondern gleich 45 % (oder bei mir mind. 60%) der Tiere an FIP erkranken...

Die obduzierende TÄin unserer Katze war übrigens ebenfalls der Meinung, dass es Fälle gibt, in denen auch das FIP-Virus direkt übertragen wird.

Jeder der uns behandelnden Tierärzte konnt zudem Fälle benennen, in denen Tierschutzorganisationen, Zuchten oder Mehrkatzenhaushalte plötzlich von einem regelrechten Wegsterben der Tiere an FIP heimgesucht wurden... Jeder einzelne teilte mir mit, dass der Ausbruch bei mehreren Katzen gleichzeitig, so wie in meinem Fall, gar keine sooo große Seltenheit wäre...

Ob das FIP-Virus nun direkt übertragen wird oder es "lediglich" mutationsfreudigere, aggressivere Corona-Stämme gibt, die eventuell sogar wirklich auch direkt mit dem Schupfen-Virus in Verbindung stehen (davon gibt es nämlich viele Fälle!)... Macht für mich im Prinzip keinen Unterschied.

Fakt ist, dass es wohl doch häufiger vorkommt als gedacht, dass FIP vermehrt in Populationen ausbricht; also doch nicht diese oftmals erwähnte "Einzelkatzen-Erkrankung" ist. Ich finde, dass Corona häufig heruntergespielt wird; hätten ja eh 80% aller Katzen, von daher ist es egal ob man ein Corona-pos. oder neg. Tier zu sich holt. Ich sehe das inzwischen anders und diverse fachkundige Seiten sehen das ebenfalls so. So wird auf einigen informativen Seiten dazu geraten, sich in einen seronegativen Bestand kein positives Tier zu holen - und umgekehrt. Und nach meinen Erfahrungen (und dem lesen dieser Studie) macht das auch Sinn!

Eine recht informative Seite hierzu ist u.a. folgende:
http://www.katzenmagazin.ch/cgi-bin/...m_2_07_fip.pdf

Ich hoffe ihr versteht in etwa, was ich ausdrücken wollte - füttere zwischenzeitlich mein Baby...

Geändert von bea1982 (18.03.2011 um 13:40 Uhr)
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Alt 18.03.2011, 13:42   #18
Gwion
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Zitat:
Zitat von Irm Beitrag anzeigen
Hätte ich dies alles gewusst, wäre er allein geblieben bis an sein Ende
Ja aber das ist auch oft keine Lösung - was wenn der Streß, der durch Langeweile, Unterforderung, Einsamkeit etc. verursacht wird, zum Auslöser wird?

Irgendwie hat man wohl nur die Wahl zwischen Scylla und Charybdis ..
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Alt 18.03.2011, 13:44   #19
Hannibal
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Das Problem ist nur, dass ein Tier von den Labors als Corona-negativ ausgewiesen wird, wenn der Titer unter einem bestimmten Wert liegt. Dieser Wert ist aber nicht zwingend 0.
Hannibal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2011, 13:48   #20
Schnee-wittchen
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Das mit den Vorerkrankungen scheint für mich plausiebel zu sein.
Meine 3 Katzen hatten alle Leukose und sind an FIP verstorben, also generell schon ein angeknackstes Immunsystem.
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Alt 18.03.2011, 13:49   #21
bea1982
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Zitat:
Zitat von Hannibal Beitrag anzeigen
Das Problem ist nur, dass ein Tier von den Labors als Corona-negativ ausgewiesen wird, wenn der Titer unter einem bestimmten Wert liegt. Dieser Wert ist aber nicht zwingend 0.
Das stimmt zwar, aber ich denke, dass diese 9 Wochen alten (? habe ich das recht in Erinnerung) Welpen, die extra (traurigerweise) als Versuchskatzen gezüchtet werden und aus Amerika für den Versuch importiert wurden, auch tatsächlich ohne jegliche Infektion mit Corona, Calici und Co. sind. Diese Katzen sehen in ihrem Leben nie etwas anderes als die Labore - und das seit Generationen. Ich glaube wirklich nicht, dass diese mit irgendetwas infiziert sind.
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Alt 18.03.2011, 14:02   #22
ELIA
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Zitat:
Zitat von bea1982 Beitrag anzeigen
Wo schreibt er, dass er in normalen Populationen die Übertragung von FIP-Viren für unwahrscheinlich hält?

Die Studie stimmt auf jeden Fall mit meinen Erfahrungen überein. Nur kurz erklärt: Innerhalb von ca. 6 Wochen sind mir 4 von 5 Katzen "weggestorben". 3 davon an FIP (2 davon nachweislich, die 3. hatte einen riesen Erguss an der Lunge, wurde aber aufgrund der Vorgeschichte nicht mehr obduziert), der 4. hatte ebenfalls u.a. neurologische Ausfälle (aufgrund von Calici oder doch eher FIP ist mir nicht bekannt).

Unser erster Kater, der eingeschläfert werden musste, zeigte keinerlei Schnupfensymptomatik o.Ä., die anderen litten alle mehr oder weniger stark an einer Calici-Infektion. Die letzte noch lebende Katze zeigte ebenfalls eine leichte Schnupfensymptomatik - ob sie ebenfalls an FIP erkrankt steht noch in den Sternen, unser letzter Kater wurde diesen Sonntag eingeschläfert, obwohl wir dachten er hätte es geschafft.

Auf jeden Fall sind bei mir gesichert 3 von 5 Katzen an FIP erkrankt, vielleicht sogar 4 - und das ist deutlich mehr als die 5%-Mutationsrate von der überall gesprochen wird; Katzenschnupfen-Infektion hin oder her... Klar, dass dies das Immunsystem angreift, aber jede Katze hat in ihrem Leben mehr oder weniger häufig Streß, mit Erkrankungen zu kämpfen, wird geimpft und was weiß ich nicht alles... Das ist auf jeden Fall kein Grund für mich, weshalb plötzlich nicht nur 5 sondern gleich 45 % (oder bei mir mind. 60%) der Tiere an FIP erkranken...

Die obduzierende TÄin unserer Katze war übrigens ebenfalls der Meinung, dass es Fälle gibt, in denen auch das FIP-Virus direkt übertragen wird.

Jeder der uns behandelnden Tierärzte konnt zudem Fälle benennen, in denen Tierschutzorganisationen, Zuchten oder Mehrkatzenhaushalte plötzlich von einem regelrechten Wegsterben der Tiere an FIP heimgesucht wurden... Jeder einzelne teilte mir mit, dass der Ausbruch bei mehreren Katzen gleichzeitig, so wie in meinem Fall, gar keine sooo große Seltenheit wäre...

Ob das FIP-Virus nun direkt übertragen wird oder es "lediglich" mutationsfreudigere, aggressivere Corona-Stämme gibt, die eventuell sogar wirklich auch direkt mit dem Schupfen-Virus in Verbindung stehen (davon gibt es nämlich viele Fälle!)... Macht für mich im Prinzip keinen Unterschied.

Fakt ist, dass es wohl doch häufiger vorkommt als gedacht, dass FIP vermehrt in Populationen ausbricht; also doch nicht diese oftmals erwähnte "Einzelkatzen-Erkrankung" ist. Ich finde, dass Corona häufig heruntergespielt wird; hätten ja eh 80% aller Katzen, von daher ist es egal ob man ein Corona-pos. oder neg. Tier zu sich holt. Ich sehe das inzwischen anders und diverse fachkundige Seiten sehen das ebenfalls so. So wird auf einigen informativen Seiten dazu geraten, sich in einen seronegativen Bestand kein positives Tier zu holen - und umgekehrt. Und nach meinen Erfahrungen (und dem lesen dieser Studie) macht das auch Sinn!

Eine recht informative Seite hierzu ist u.a. folgende:
http://www.katzenmagazin.ch/cgi-bin/...m_2_07_fip.pdf

Ich hoffe ihr versteht in etwa, was ich ausdrücken wollte - füttere zwischenzeitlich mein Baby...
Ehrlich gesagt habe ich genau diese Erfahrung,daß mehr Katzen aus einer Population an FIP gestorben sind.Meine laienhafte Erfahrung hat mich immer gewarnt und mir gezeigt,daß FIP,zählt ja nicht umsonst zu den Infektionskrankheiten ansteckend ist.
Ich habe schon vor zwölf Jahren diese Beobachtung gemacht,daß aus einer Zucht mindestens die Hälfte der Katzen an FIP gestorben sind.
Das hat mich damals schwer zum nachdenken gebracht.
Habe mich die letzte Zeit nicht mehr dazu geäussert,da ja immer wieder darauf hingewiesen wird,daß FIP jan nun gar nicht ansteckend ist.
Ich war da schon immer sehr vorsichtig
ELIA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2011, 14:03   #23
Hannibal
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Zitat:
Zitat von bea1982 Beitrag anzeigen
Das stimmt zwar, aber ich denke, dass diese 9 Wochen alten (? habe ich das recht in Erinnerung) Welpen, die extra (traurigerweise) als Versuchskatzen gezüchtet werden und aus Amerika für den Versuch importiert wurden, auch tatsächlich ohne jegliche Infektion mit Corona, Calici und Co. sind. Diese Katzen sehen in ihrem Leben nie etwas anderes als die Labore - und das seit Generationen. Ich glaube wirklich nicht, dass diese mit irgendetwas infiziert sind.
Ich hatte das eigentlich darauf gemünzt, wenn man ein Tier testen lässt, weil man nur noch Corona-negative Tiere aufnehmen will.
Hannibal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2011, 14:05   #24
Hannibal
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Zitat:
Zitat von ELIA Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt habe ich genau diese Erfahrung,daß mehr Katzen aus einer Population an FIP gestorben sind.Meine laienhafte Erfahrung hat mich immer gewarnt und mir gezeigt,daß FIP,zählt ja nicht umsonst zu den Infektionskrankheiten ansteckend ist.
Ich habe schon vor zwölf Jahren diese Beobachtung gemacht,daß aus einer Zucht mindestens die Hälfte der Katzen an FIP gestorben sind.
Das hat mich damals schwer zum nachdenken gebracht.
Habe mich die letzte Zeit nicht mehr dazu geäussert,da ja immer wieder darauf hingewiesen wird,daß FIP jan nun gar nicht ansteckend ist.
Ich war da schon immer sehr vorsichtig
Man vermutet jedoch auch eine genetische Disposition, welche bei gewissen Katzen FIP eher ausbrechen lässt. Dies würde dann auch erklären, wieso manchmal ganze Würfe daran sterben.
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Alt 18.03.2011, 14:16   #25
bea1982
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Zitat:
Zitat von Hannibal Beitrag anzeigen
Ich hatte das eigentlich darauf gemünzt, wenn man ein Tier testen lässt, weil man nur noch Corona-negative Tiere aufnehmen will.
Ups...
Das stimmt, der sicherere (wenn auch trotzdem nicht 100%ige) Weg ist die Kontrolle des Titers kombiniert mit Kotprobe!

Zitat:
Zitat von Hannibal Beitrag anzeigen
Man vermutet jedoch auch eine genetische Disposition, welche bei gewissen Katzen FIP eher ausbrechen lässt. Dies würde dann auch erklären, wieso manchmal ganze Würfe daran sterben.
Das stimmt, trifft aber z.B. bei meinen Katzen nicht zu, da alle unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft.
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Alt 18.03.2011, 14:27   #26
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Ja mit der genetischen Disposition ist mir bekannt,scheint manche Rassen,will ich nicht nennen,besonders zu betreffen.
Hat mir der Chef einer Tierklinik mal sehr ausführlich erklärt.
Wir sind ja auch im Tierschutz mit bestimmten Rassen immer mehr konfrontiert und genau darum ging es in der Klinik um eine eventuelle genetische Disposition bei bestimmten Rassen durch einen sehr engen Genpool.
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Alt 18.03.2011, 14:28   #27
Nonsequitur
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Zitat:
Zitat von ELIA Beitrag anzeigen
Ehrlich gesagt habe ich genau diese Erfahrung,daß mehr Katzen aus einer Population an FIP gestorben sind.Meine laienhafte Erfahrung hat mich immer gewarnt und mir gezeigt,daß FIP,zählt ja nicht umsonst zu den Infektionskrankheiten ansteckend ist.
Ich habe schon vor zwölf Jahren diese Beobachtung gemacht,daß aus einer Zucht mindestens die Hälfte der Katzen an FIP gestorben sind.
Das hat mich damals schwer zum nachdenken gebracht.
Habe mich die letzte Zeit nicht mehr dazu geäussert,da ja immer wieder darauf hingewiesen wird,daß FIP jan nun gar nicht ansteckend ist.
Ich war da schon immer sehr vorsichtig
Da gibt es mindestens zwei andere Erklärungen: Die vermutete genetische Prädisposition (wurde ja schon erwähnt), die irgendwie die Mutation des Coronavirus zum FIP-Virus im Katzenkörper begünstigt; und die Existenz besonders "mutationsfreudiger" Corona-Stämme.
Ich schätze aus meiner Forenlektüre vom letzten Jahr, dass mindestens bei 90% der hier schreibenden Forenuser mit mehreren Katzen und FIP-Erfahrung (mich eingeschlossen) nur eine Katze erkrankte und der Rest des Katzenhaushalts gesund blieb. Und das ist schon wesentlich mehr, als ich bei einer wirklich ansteckenden Krankheit ohne wirksamen Impfschutz, die über Kotkontakt übertragen wird, erwarten würde.
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Alt 18.03.2011, 14:40   #28
ELIA
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Zitat:
Zitat von Nonsequitur Beitrag anzeigen
Da gibt es mindestens zwei andere Erklärungen: Die vermutete genetische Prädisposition (wurde ja schon erwähnt), die irgendwie die Mutation des Coronavirus zum FIP-Virus im Katzenkörper begünstigt; und die Existenz besonders "mutationsfreudiger" Corona-Stämme.
Ich schätze aus meiner Forenlektüre vom letzten Jahr, dass mindestens bei 90% der hier schreibenden Forenuser mit mehreren Katzen und FIP-Erfahrung (mich eingeschlossen) nur eine Katze erkrankte und der Rest des Katzenhaushalts gesund blieb. Und das ist schon wesentlich mehr, als ich bei einer wirklich ansteckenden Krankheit ohne wirksamen Impfschutz, die über Kotkontakt übertragen wird, erwarten würde.
Ja klar diese unterschiedlichen Erfahrungen macht es ja auch so schwierig.
Ich habe beide Erfahrungen gemacht
Elia der vor 12 Jahren aus so einer Zucht in der die Hälfte der Katzen gestorben sind,er nicht und auch nie die anderen Katzen in meiner Wohnung erkrankt sind.
Dann aber wieder Pflegis bei mir und anderen Pflegestellen wo es ganze Katzenfamilien buchstäblich dahingerafft hat.
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Alt 18.03.2011, 14:42   #29
JFA
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Ich finde eigentlich, dass das FIP-Thema nicht runtergespielt, sondern gerade von Tierärzten eher hochgespielt wird. Es werden von unwissenden Leuten immer noch Tiere allein aufgrund eines positiven Titers eingeschläfert und die Krankheit wird immer noch viel zu oft falsch diagnostiziert.

Ich finde es wichtig, sich an die Management-Regeln zu halten.
Das heißt:
-nicht mehr als vier Tiere pro Gruppe
-pro Katze ein Katzenklo, im Idealfall eins mehr als die Katzenanzahl
-Katzenklos so weit wie möglich vom Futter entfernt aufstellen
-Bentonitstreu verwenden
-Klos mehrmals täglich reinigen

Ich sauge dazu noch relativ häufig, damit sich die Streu nicht in der Wohnung verteilt. Neuzugänge werden erst einmal einige Tage separiert und dann langsam mit der Gruppe zusammengeführt, damit sie nicht irgendetwas Ansteckendes einschleppen und der Zusammenführungsstress nicht zu groß wird.

So ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass man den Bestand coronavirenfrei bekommt bzw. zumindest den Infektionsdruck senkt, weil die ständige Neuansteckung verhindert wird. Ich bin damit bis jetzt ganz gut gefahren, hier ist noch nie ein Tier an FIP erkrankt.
Allerdings sind meine Katzen auch Wohnungskatzen mit gelegentlichem Freigang im Innenhof und ich kann deswegen ziemlich ausschließen, dass sie sich draußen etwas holen.

Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Katze irgendetwas anderes einfängt, immer noch wesentlich höher, als dass sie FIP bekommt.
Man kann die Miezen nun mal nicht vor allem bewahren, so dumm sich das anhört.

Interessant bei der Studie finde ich, dass offenbar nur ein Tier aus der Tierheimgruppe erkrankt ist. Vielleicht liegt die hohe Erkrankungsrate bei den Laborkatzen auch an ihrer vermutlich sehr sterilen Aufzucht und daran, dass sie eben tatsächlich noch nie Kontakt mit Coronaviren hatten und die Immunantwort zu lange gedauert hat?

Geändert von JFA (18.03.2011 um 14:50 Uhr)
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Alt 18.03.2011, 15:32   #30
bea1982
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Zitat:
Zitat von JFA Beitrag anzeigen
Ich finde eigentlich, dass das FIP-Thema nicht runtergespielt, sondern gerade von Tierärzten eher hochgespielt wird.
Wenn innerhalb weniger Wochen von 5 Deiner (bis dato gesunden) Katzen mind. 3 an FIP verendet wären würdest Du das sicherlich anders sehen! Ich kann das so nicht nachvollziehen - ganz im Gegenteil: kein einziger Tierarzt hat mir zu einer Titer-Bestimmung geraten, da diese eh nicht aussagekräftig wären! Und keiner hat mir geraten, andere Tiere einschläfern zu lassen, nur weil die anderen erkrankt waren.

Zum Thema Sauberkeit: Ich war zu diesem Zeitpunkt hochschwanger, habe jetzt habe ich einen Säugling - ich habe sehr stark auf Sauberkeit geachtet, bei mir wird mindestens täglich staubgesaugt, Katzentoiletten waren auch genügend vorhanden, also daran hat's sicherlich nicht gelegen!

Zitat:
Zitat von JFA Beitrag anzeigen
Interessant bei der Studie finde ich, dass offenbar nur ein Tier aus der Tierheimgruppe erkrankt ist. Vielleicht liegt die hohe Erkrankungsrate bei den Laborkatzen auch an ihrer vermutlich sehr sterilen Aufzucht und daran, dass sie eben tatsächlich noch nie Kontakt mit Coronaviren hatten und die Immunantwort zu lange gedauert hat?
Ich sehe das eher so, dass die Tiere, die das Corona-Virus mitgebracht haben, sprich die Tierheim-Tiere eben schon resistent dagegen waren, sie haben vermutlich schon längere Zeit damit gelebt, ich denke eher, dass es damit zusammenhängt.

Geändert von bea1982 (18.03.2011 um 16:12 Uhr)
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