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FIP Diskussionen und Fragen zur Diagnose Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), dem Coronavirus und Symptomen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 09.07.2019, 14:04
  #1
Aurora87
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Aurora87
 
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Beiträge: 391
Standard Diagnose FIP: War ich zu schnell?

Hallo ihr Lieben,

vllt. hat schon der Ein oder Andere gelesen dass ich am Freitag nach sehr kurzer schwerer Krankheit meine Tiana gehen lassen musste.

Diagnose FIP und es ging so unfassbar schnell.

Nun habe ich hier sehr viel gelesen und sitze nun hier und plage mich ob ich zu schnell aufgegeben habe.

Eig. ist mir klar, dass wir wohl nichts mehr hätten tun können.

Meine Maus hat Mittwoch noch gefressen, am Donnerstag wollte sie dann nichts mehr, bzw. nur noch ganz wenig und Freitag hat sie das Fressen ganz eingestellt.

Wir sind Donnerstag mit ihr zum Arzt wo zunächst Blut genommen wurde und wir bis Freitag späten Nachmittag auf die Ergebnisse hätten warten sollen. Ich hatte Freitag Früh aber keine Ruhe und wir sind mit ihr zu einem Tier Gesundheitszentrum bei dem ich wusste, dass sie das Blut Vorort untersuchen.

Zu der Blutuntersuchung kam es jedoch gar nicht mehr.

Das Röntgenbild zeigte eine ca. 5 Fach vergrößerte Leber und dass der Bauchraum komplett mit Flüssigkeit gefüllt war. Die TA hatte dann punktiert und hat FIP nachgewiesen... ich habe auch ehrlich gesagt nicht mehr gefragt wie der Test genau aussah usw. Sie hat gesagt es ist FIP und mir war klar dass wir nichts mehr tun können.

Meine Maus hat nicht mehr gefressen, viel getrunken, ihr Urin war extrem Gelb, ihre Haut war schon gelb und morgens am Freitag hat sie zweimal gelbes Sekret erbrochen. Wie gesagt, ihr Bauchraum war voll Flüssigkeit und die Leber war um ein vielfaches vergrößert und trotzdem sitze ich nun hier und frage mich ob wir doch noch etwas hätten tun können. Sie ist noch rumgesprungen und wirkte augenscheinlich nicht krank.

Diese Schuldgefühle zerfressen mich noch zusätzlich zu der schrecklichen Trauer meine Seelenkatze verloren zu haben.

Ich weiß dass ich jetzt eh nichts mehr tun kann aber vllt. geht/ging es ja noch jemandem ähnlich wie mir.
Aurora87 ist offline  
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Alt 09.07.2019, 14:16
  #2
Vitellia
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Vitellia
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1.051
Standard

Liebe Aurora,

ich kenne diese Zweifel und Vorwürfe nur zu gut, denn im April ist auch unsere Thaleia nach kurzem Leiden überraschend von uns gegangen (wobei wir nicht wissen, woran sie letztendlich gestorben ist). Man fragt sich, ob man nicht doch noch etwas hätte tun können, ob man die Anzeichen eher hätte erkennen müssen.

Doch so schwer es ist, bitte versuch, dich von diesen Schuldgefühlen frei zu machen, sie bringen nichts außer Kummer. Du hättest für Tiana nicht mehr tun können und hast ihr einen letzten Liebesdienst erwiesen, als du sie hast gehen lassen. Ich bin mir sicher, diese Liebe hat sie gespürt, als sie hinüber geglitten ist.

Fühl dich unbekannterweise lieb gedrückt.
Vitellia ist offline  
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Alt 09.07.2019, 22:02
  #3
Asmara
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Ort: Schwabenländle
Beiträge: 86
Standard

Liebe Aurora,

mir tut Dein Verlust unendlich leid. Es ging wirklich sehr schnell. Einerseits bleibt das lange Leiden aus, andererseits ist man nicht richtig vorbereitet (als ob man das je wäre).

So wie Du es schreibst, konntest Du gar nicht anders handeln! Extrem gelber Urin trotz vielem Trinken ist nicht normal. Er hätte klar sein müssen.
Bei dem Zustand der Organe wundert es mich, dass sie noch so rumgesprungen ist.

Auch Erlösung ist ein großer Liebesbeweis. Aber trotzdem kenne ich Deine Zweifel nur zu gut. Ich plage mich immer noch und wahrscheinlich wird das nie aufhören, weil bei meinen beiden für mich auch Fragezeichen geblieben sind. Aber ich habe erst heute früh gedacht, dass ich auch eine Dankbarkeit spüre, sie gehabt zu haben. Und wenn das Gefühl öfters kommt, ist mir das sehr recht. Und das wünsche ich Dir auch.
Asmara ist offline  
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Alt 10.07.2019, 08:52
  #4
Aurora87
Erfahrener Benutzer
 
Aurora87
 
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Beiträge: 391
Standard

Vielen Dank euch beiden für eure Worte!

Es ist so furchtbar dass man zusätzlich zu diesem Schmerz auch noch Schuldgefühle mit sich rumträgt.

Es wäre natürlich nicht besser gewesen wenn meine Maus nur noch apathisch rumgelegen hätte aber ich denke das hätte das Unausweichliche greifbarer gemacht wenn man auch gesehen hätte dass es ihr schlecht geht.

Sie ist Zuhause sogar noch hoch auf die Küchenschränke gesprungen und auf den Schrank etc., also muss es bei ihr wirklich gerade erst ausgebrochen sein.

Ich weiß dass ich ihr ein paar Tage Leid erspart habe, aber meine Schuldgefühle werden trotzdem nicht besser

Ich habe die ganze Zeit das Gefühl dass ich mein Mädchen allein gelassen habe...
Aurora87 ist offline  
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Alt 10.07.2019, 09:04
  #5
balulutiti
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balulutiti
 
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Ort: Wien
Beiträge: 32.206
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Zitat:
Zitat von Aurora87 Beitrag anzeigen
Nun habe ich hier sehr viel gelesen und sitze nun hier und plage mich ob ich zu schnell aufgegeben habe.

...

Diese Schuldgefühle zerfressen mich noch zusätzlich zu der schrecklichen Trauer meine Seelenkatze verloren zu haben.
Diese Zweifel und Schuldgefühle plagen die meisten von uns. Wir mussten meinen Silbi im Februar in einer hochdramatischen Situation gehen lassen, er hatte einen schlimmen Epi Anfall, der sich nicht therapieren ließ - aber selbst da frag ich mich: hätte man nicht noch das oder jenes machen können? Hätte man das nicht kommen sehen können? Der Verstand sagt, es gab keine Alternative, aber der Verstand wird vom Herz sehr oft einfach zum Schweigen gebracht. Die Zweifel werden irgendwann stiller werden, aber ganz schweigen werden sie wahrscheinlich nie, man kann nur versuchen, sie zu akzeptieren.
balulutiti ist offline  
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