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FIP Diskussionen und Fragen zur Diagnose Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), dem Coronavirus und Symptomen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 05.07.2019, 10:29
  #1
Gypsy 2
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Gypsy 2
 
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Standard FIP Hygiene

Hallo liebe Forengemeinde,
ich komme gerade von meiner griechischen Tierärztin und bin nur noch geschockt beziehungsweise am Zittern.
Ich war dort wegen eines Impftermins für Ira und um Spotons etc. zu holen, weil ich meinen 3 Fellnasen hier im ländlichen Griechenland Freigang geben wollte.
Sie sagte, dass ich meine Katzen auf keinen Fall rauslassen darf, seit 2 Monaten gibt es einen FIP Ausbruch hier. Es sind schon über 100 Katzen gestorben und sie kann nichts tun. Es betraf Steuner, aber auch geimpfte und gepflegte Hauskatzen. Sie lässt keine Katze mehr raus und ist sichtlich mitgenommen, weil ihr die Katzen unter den Händen wegsterben ( Sie ist eine sehr tierschutzaktive Ärztin und hat selber 6 Katzen)
Ich weiß das FIP eigentlich nicht ansteckend ist, aber sie hat es deutlich ausgesprochen ( Feline infektiöse Peritonitis) und auch noch mit meinem Mann auf griechisch gesprochen, falls ich etwas falsch verstehe.
Ich denke sie weiß wovon sie spricht!

So und nun weiß ich nicht wie ich weiter machen soll.
Ich versorge auf der Terrase Streuner, ansteckend sind wohl Kot und Speichel.
Hat jemand gute Vorschläge zur Hygiene?
Ich denke ich werde den Futterplatz zumindest verlegen? Einmalhandschuhe benützen? Desinfektiongel? Was ist mit Schuhen und Füßen?

Ich habe natürlich rießige Angst um meine 3

Falls das alles etwas konfus ist entschuldigt bitte aber ich bin echt durch den Wind gerade.
Danke und liebe Grüße
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Alt 05.07.2019, 10:40
  #2
Irmi_
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Hi. Hier in der Gegend (in Österreich) gab es vor nicht allzu langer Zeit auch einen Ausbruch eines scheinbar besonders virulenten Stammes. Unterm Strich ist das einzige, das Du tun kannst zu versuchen, dass möglichst wenige Katzen Kontakt zu einander haben. Wenn es geht, ist drinnen lassen der eigenen Katzen sicher hilfreich. Katzenklos sauber halten und lieber mehr als weniger aufstellen. Wenn Du eine Futterstelle hast lieber mehr als weniger Futterschüsseln verwenden. Die Schüsseln nach jeden Mal gut spülen (eigentlich selbstverständlich). Wenn Du z.B. Ein Blatt Zeitungspapier unter die Futterschüsseln legen und regelmäßig entsorgen kannst wäre das sicher super.

Spezielle Desinfektionsmittel sind meines Wissens garnicht notwendig, das FeCoV kann man bereits mit normalem Haushaltsreiniger gut unschädlich machen. Darum hilft es auch, einfach alles gut sauber zu halten.
Der Klassiker Händewaschen ist natürlich sinnvoll.

Die Schuhe, die Du trägst wenn Du zur Futterstelle läufst würde ich zuhause einfach so aufbewahren, dass Deine Katzen nicht ran können.

Ich denke, mit vernünftiger Hygiene solltest Du schon sehr viel anfangen können.
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Alt 05.07.2019, 11:41
  #3
Gypsy 2
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Gypsy 2
 
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Vielen Dank Irmi,
dass hat mir schon geholfen, als Erstmaßnahme habe ich jetzt die ganze Wohnung nass durchgewischt. Näpfe von meinen landen ab jetzt einmal täglich in der Spülmaschine, bis jetzt wurden Sie nur mehrmals am Tag mit warmen Wasser gereinigt. Es werden mehr Näpfe für die Streuner gekauft, Futterstelle überlegen wir später zusammen wo die hin soll.( weg von der Terrasse) in die Wohnung darf keiner mehr mit Schuhen von draußen. FlipFlops bleiben draußen. Hab von der Ärztin eh schon Comfortis und Entwurmungstabletten für die Streuner mitgenommen, denke das hilft denen auch.
Es werden mehr Klos gekauft ( dadurch dass sie hier Freigang bekommen sollten gibts im Moment nur zwei Kleine ( die anderen sind damals mit nach Wien mitgekommen, damit sie gleich "ihre Klos" zur Verfügung hatten))
Und ich werde wohl Einmalhandschuhe oder ähnliches nutzen.
Noch mehr Vorschläge? Hab ich was Entscheidendes übersehen?
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Alt 05.07.2019, 18:23
  #4
Freewolf
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Hmm, also ich finde das, sorry, unnötige Panikmache.
FIP ist eben, wie du selbst sagst, NICHT ansteckend. Den Corona-Virus haben 80-90% der Katzen bereits in sich.
Freewolf ist offline  
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Alt 06.07.2019, 01:16
  #5
Gypsy 2
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Gypsy 2
 
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Tja, mir war klar das eine solche Antwort kommen wird.

Du denkst also über 100 tote Katzen in 2 Monaten sind normal? In 2 Dörfern?
Ich glaube eher wie Irmi dass hier ein besonderes mutiertes Virus am Start ist.
Die Tierärztin sagte selber zu meinen Mann:
Vielleicht übertreibe ich, aber ich kann es nicht ertragen noch eine Katze die ich gerettet glaubte zu verlieren.
( Anm: aus dem straßenelend)

Um es anders auszudrücken:
Sie als Tierschutz Ärztin hat wohl den Überblick über die „normalen „ bei Streunern ,
Todesraten.
Und Es betrifft auch die Hauskatzen.

So für heute genug
Liebe Grüße
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Alt 06.07.2019, 01:26
  #6
Gypsy 2
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PS:
Mir ist nun klar warum manche meiner Streuner nicht auftauchen.
Im April noch gesehen...
machts gut ich wollte euer Bestes
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Alt 06.07.2019, 06:32
  #7
Freewolf
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Wurden denn alle toten Katzen obduziert?
Erst am toten Tier kann man FIP zu 100% feststellen/ausschließen wie auch immer.
Was beweist denn, ob es FIP war und nicht doch zB. FIV oder FelV? Wobei es dann trotzdem eher komisch ist, dass soviele auf einmal sterben.
Ja, auchw enns FIP wäre, wäre es höchst seltsam. Kanns mir einfahc nicht vorstellen.
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Alt 06.07.2019, 08:38
  #8
Irmi_
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Zitat:
Zitat von Freewolf Beitrag anzeigen
Wurden denn alle toten Katzen obduziert?
Erst am toten Tier kann man FIP zu 100% feststellen/ausschließen wie auch immer.
Was beweist denn, ob es FIP war und nicht doch zB. FIV oder FelV? Wobei es dann trotzdem eher komisch ist, dass soviele auf einmal sterben.
Ja, auchw enns FIP wäre, wäre es höchst seltsam. Kanns mir einfahc nicht vorstellen.
Mir kommt es auch komisch vor und kann mir auch vorstellen, dass da noch etwas anderes im Spiel ist.
Allerdings: Hier in Vorarlberg erzählt ein Tierschutzverein und deren Lieblingstierärztin eine sehr ähnliche Geschichte.
Ich bin medizinische Laie. Aber ich weiß, dass Hygiene allgemein Krankheit eindämen hilft. Das ist das einzige, worauf man in so einem Fall bauen kann.
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Alt 06.07.2019, 10:50
  #9
FindusLuna
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Laut meinem TA ist FIP insofern ansteckend, dass die betroffene Katze vermehrt Corona-Viren ausscheidet. Eine Katze mit einem schwachen Immunsystem oder Vorerkrankungen kann diese Viren schlechter verarbeiten und läuft deswegen erhöht Gefahr ebenfalls an FIP zu erkranken.
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Alt 06.07.2019, 12:55
  #10
Gypsy 2
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@freewolf tut mir leid wenn ich etwas kratzbürstig Dir gegenüber war ich bin gerade etwas emotional

Ich bin auch Laie, denke aber dass man FIP als Arzt an den Wasser Einlagerungen recht gut erkennen kann. Zudem habe ich mal über einen Ausbruch eines mutierten Coronavirus in der Tierklinik der Uni Zürich gelesen welcher gerade noch eingedämmt werden konnte.

Das was die Ärztin und mich so beunruhigt ist dass nicht nur die Streuner betroffen sind sondern auch Katzen mit Besitzern. Also gechipte, geimpfte, gefütterte und geliebte Katzen welche bei den ersten Symptomen Tierärzten vorgestellt werden.

Für mich ist das auch ein Grund noch mal vor Augen geführt zu bekommen wie wichtig kastration ist. Gäbe es nicht so viele Streuner würde die Situation sicher anders aussehen. Um es mit den Worten einer Biologie Studentin auszudrücken: der Bestand war einfach zu groß.
Vielleicht bekomme ich nun endlich meine Kastrationsfeindlichen Nachbarn überredet *hoff*

Ich habe nun die Futterstelle verlegt. Hat jemand eine Idee wie ich die Terrasse geräubert bekomme?

Zum säubern der Näpfe der Streuner habe ich eine kleine Box gekauft in welche ich Wasser und Reinigungsmittel geben kann. So kommen diese nicht mehr in die Wohnung. ( warmes Wasser hab ich draußen) dabei trage ich Einmal Handschuhe

Die Wohnung wird täglich durch gewischt ( mein Mann freut sich über meinen plötzlich ausgebrochenen Putzfimmel &#128521
Und ich starte heute mit der Medi Gabe an die Streuner
Frage: wie sinnvoll wären Kastrationen jetzt? Würden sie die Tiere nicht zu anfällig machen?

Liebe Grüße aus Griechenland
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Alt 06.07.2019, 18:22
  #11
Freewolf
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Naja, aber nur weil Wassereinlagerungen vorhanden sind, heißt es nicht, dass es FIP ist. Das könnte zB auch auf Herzprobleme (zB HCM) oder es kann auch eine Bauchfellentzündung sein, OHNE dass es FIP sein muss.

Und eine Impfung schützt ja sowieso nicht gegen FIP, also kann es auch solche Katzen treffen.

Tut mir Leid, dass ich das alles in Frage stelle und hinterfrage, aber mir kommt es einfach immernoch seltsam vir, egal, wieviel ich drüber nachdenke..
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Alt 06.07.2019, 18:57
  #12
Okami
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Zitat:
Ich bin auch Laie, denke aber dass man FIP als Arzt an den Wasser Einlagerungen recht gut erkennen kann
Ich hab mich ja leider näher damit auseinander setzen müssen... Eine Wasseransammlung alleine bedeutet noch kein FIP, es gibt auch andere Erkrankungen die das auslösen können. Selbst bei einem Tier das deutlich abbaut und einen Erguss in der Bauchhöhle hat muss ,um möglichst sicher zu gehen, näher untersucht werden:
Zitat:
Die Diagnose der FIP-Erkrankung ist problematisch und am lebenden Tier in der Regel nicht zu stellen. Durch die Kombination verschiedener diagnostischer Möglichkeiten lässt sich lediglich die Wahrscheinlichkeit der Diagnose FIP erhöhen.

Der Nachweis von Felinem Coronavirus (FCoV) in Punktat oder Liquor spricht für das Vorliegen einer FIP, vor allem wenn die Klinik und andere labordiagnostische Befunde (Serologie, klinische Chemie) in dieselbe Richtung weisen.
Quelle:https://www.msd-tiergesundheit.de/Ne...ritonitis.aspx

Aber wenn es so viele Tiere sind... vielleicht geht aber noch eine andere aggressive Infektion durch die Population was die Mutation begünstigt? Vielleicht ein Zusammenspiel von einem mutationsfreudigen Stamm und einer weiteren Infektion? Egal wie raus lassen würde ich jetzt auch auf keinen Fall, egal was das ist, es scheint ja heftig um sich zu greifen...
Hygiene wurde hier ja schon geschrieben, denke mehr wirst du auch nicht machen können.

Allerdings... solche Ergüsse treten auch bei Leberentzündungen auf. Wäre es möglich, dass die Tiere vielleicht über längere Zeit mit einem Gift in Kontakt gekommen sind? Ist jetzt ne wage Theorie und ich weiß nicht ob das bei der Masse Katzen plausibel ist...
Okami ist offline  
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Alt 09.07.2019, 13:51
  #13
Gypsy 2
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Also ein Gift könnte es sein wenn jemand alle Futterstellen in 2 Dörfern vergiftet hätte. Da Ich Menschen sehr viel zutraue... wer weiß.
Das Virus in der Uni Klinik war ein Calici Virus das hatte ich verwechselt, entschuldigt bitte.
Als weitere Maßnahme hab ich eine Box mit Wasser und antibakterieller Seife aufgestellt für die Füße wenn man vom Strand kommt.
Wegen der Terrasse grübel ich immer noch ( Steinfußboden)

Gestern habe ich mit anderen aus der Gegend diskutiert. Ihnen ist wie mir aufgefallen dass die Streuner trotz Futter stellen wesentlich abgemagerter aussehen als in den letzten Jahren 🤔
Gypsy 2 ist gerade online  
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fip, griechenland, hygienemaßnahmen

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