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FIP Diskussionen und Fragen zur Diagnose Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), dem Coronavirus und Symptomen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 16.06.2019, 20:13
  #16
Roxy_Xe
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Vielen lieben Dank für die vielen Rückmeldungen und das Daumen drücken! Das bedeutet mir wirklich viel.

@ferufe: an eine Vergiftung habe ich bisher nicht gedacht. Wir haben hier eine Aloe, an der ich die Katzen aber noch nie gesehen habe. Auf dem Balkon sind eine marokkanische Minze, Rosmarin und Basilikum. Wir hatten eine blühende Orchidee, allerdings ist die inzwischen kahl - ich glaube nicht, dass die Katzen ein heruntergefallenes Blatt gefressen haben könnten, komplett kann ich es aber nicht ausschließen.
Später sind noch normale Kräuter (Zitronenmelisse, Majoran, Salbei und Oregano) und Erdbeeren dazugekommen.
Freigänger sind beide nicht.

Zur Anämie hat die Tierärztin nichts besonderes gesagt. Es klang so, als wäre auch das typisch für FIP. Die erhöhten Leberwerte kamen nicht zur Sprache. Letztendlich waren diese es auch, die mich so stutzig gemacht haben und mich zu dem Beitrag veranlasst haben.

Einen dickeren Bauch habe ich bislang bei Kaja auch nicht feststellen können. Die TÄ meinte ja, dass bei der Kastration die viele (proteinreiche) Flüssigkeit aufgefallen wäre und die Organe auch teilweise wie aufgeschwemmt wirkten. Woher das dann kommt, ist ja auch bei potenziell anderen möglichen Krankheiten noch offen.
Beim zweiten TA würde ich, wenn ein Ultraschall weiterhin viel Flüssigkeit zeigt, gerne die Rivaltaprobe machen - ich wüsste von der bisherigen nicht, dass das passiert ist.
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Alt 16.06.2019, 20:36
  #17
ferufe
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Hallo,

könnte es sein, dass Blumenwasser von der Orchidee getrunken wurde? Ich weiss, sie werden nicht so gegossen, dass das Wasser steht - trotzdem kann soetwas vorkommen.
Auch wenn sie entlanggestriffen sind und sich anschliessen geputzt haben könnten sie etwas aufgenommen haben. Die anderen sehe ich eher unproblematisch, von den ölhaltigen wie Rosmarin fressen Katzen nicht soviel dass es Vergiftungserscheinungen gibt.

Die Ansicht der Innerei macht schon skeptisch und mit der Rivaltaprobe ist sicherlich richtig.
Du wirst schon morgen eine Zweitmeinung einholen? Dann frage bitte auch nach dem Zentonil. Ich würde damit beginnen es zu geben. Die Aminosäure ist essentiell beim Leberstoffwechsel und hilft die Giftstoffe auszuscheiden.
Was noch sehr auffällig ist: der Fütterungszustand ist eher schlecht. Die Fettwerte sind sehr niedrig. Wie ist sie denn hydriert? Bitte lass dies auch von der TÄ dann prüfen, ggf. ist eine i.v.-Infusion sinnvoll.
VG
ferufe ist offline  
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Alt 20.06.2019, 08:40
  #18
ferufe
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Beiträge: 263
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Guten Morgen,

wie geht es Kaja inzwischen?

VG
ferufe ist offline  
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Alt 20.08.2019, 08:36
  #19
Roxy_Xe
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Beiträge: 5
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Hallo zusammen,

bei uns gibt's leider echt schlechte Nachrichten.

Wir haben uns weitere Meinungen eingeholt, auf FELV und FIV testen lassen, das Thema mit den Pflanzen abgeklärt...an der Diagnose hat es bei niemandem etwas geändert.
Der zweite Tierarzt, bei dem wir waren (den ich auch für sehr kompetent halte, war gut über die aktuell in Amerika laufenden Studien informiert und wusste, dass dazu auch an der Uni München geforscht wird) meinte, dass sie sehr wahrscheinlich eine Mischform der trockenen und feuchten hat. Ich habe ein paar mal nachgebohrt, was das für eine Prognose wäre, und er meinte, dass es unwahrscheinlich ist dass es länger als 3 Monate geht.
Wir hatten Mitte Juli einen 2-jährigen Kater aus der gleichen Zucht geholt, damit der kleine Kater nicht alleine ist, wenn es soweit ist.

Wir mussten Kaja am 31.07. einschläfern lassen. Sie hatte die Zeit bis dahin abgenommen, war am Ende nur noch bei 1,5kg. Wir haben alles versucht, um Futter in sie zu bekommen, Rekonvaliszenzpaste gegeben – aber es hat eben nicht gereicht, sie war zu schwach. Sie konnte sich selbst gegen Ende auch nicht mehr säubern, wir mussten sie baden und hintenrum die Durchfallreste immer "manuell" entfernen. Am 30.07. abends konnte sie nicht mehr richtig laufen und hat ein Bein nur noch nachgezogen...am nächsten Tag sind wir natürlich zum TA. Sie meinte, dass die kleine Maus im Prinzip wirklich nur noch aus Haut und Knochen besteht...nicht nur das Fett war weg, sondern eben auch schon die Muskeln, weshalb das Gehen nicht mehr geklappt hat.

Danach haben wir natürlich angefangen, Gespenster zu sehen. Mit dem Bruder von Kaja sind wir dann auch zum TA, da er sehr verhalten gefressen hat (aber schon, als Kaja noch da war), der DF nach wie vor übel war, er generell lustlos wirkte. Wir dachten uns, dass es die Trauer ist, und wollten einfach abklären lassen dass alles okay ist.
Beim Tierarzt bekam er dann die gleiche Diagnose wie Kaja. Extrem Fieber, Baucherguss. Wir haben ein Blutbild und PCR aus Erguss veranlasst. 2 Tage später waren die Ergebnisse da, alle Werte waren FIP-typisch und dem Kater ging es grottenschlecht. Er hat in der Wohnung überall Durchfallpfützen hinterlassen, war komplett apathisch, Schweif und Pfoten schmutzig weil er neben seine eigenen Hinterlassenschaften einfach eingeklappt ist und alles drin lag. Der Anblick war so furchtbar... bei Kaja hatten wir immer das Gefühl, dass sie, naja, noch wollte. Katze war. Der Kater war einfach ein unglaublich hilfloser, trauriger und elendiger Anblick...das hat mein Herz gebrochen. Es ging bei ihm so unglaublich schnell, und so viel heftiger als es bei Kaja der Fall war.
Wir mussten ihn dann auch gehen lassen, die Situation ist (auch für ihn) unerträglich gewesen.

Jetzt haben wir hier den großen alleine, der bisher noch nie ohne Katzengefährten war und die Welt vermutlich nicht mehr versteht und darum auch trauern wird. Ich merke, wie er anhänglicher wird, mehr miaut...wir können ihn natürlich nicht so bespielen, wie es ein Kumpel kann.
Aktuell lassen wir seinen Kot testen, und dann in 4 Wochen noch einmal, um festzustellen, ob er das Virus ausscheidet. Und solange das nicht geklärt ist, kann ich keine weitere Katze dazusetzen, weil mir das Risiko nach all dem was passiert ist viel zu hoch ist. Ich kann nicht verantworten, aus einer überstürzten Handlung ein weiteres Tier zu gefährden. Natürlich kann es bei einem weiteren trotzdem passieren...aber ich muss die Wahrscheinlichkeit dafür ja nicht noch selbst erhöhen.

Ach, es ist so schlimm und der Verlust der Kleinen tut so weh.

Habt ihr vielleicht Ideen, wie wir unserem Großen den Überbrückungszeitraum so angenehm wie möglich gestalten können? Ich mache mir Sorgen, dass er unterfordert ist. Seit gestern müssen mein Freund und ich auch wieder arbeiten, und die Alleinbeschäftigung ist echt Mist für ihn...wenn ich ihm das irgendwie erleichtern könnte.
Roxy_Xe ist offline  
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Alt 20.08.2019, 08:55
  #20
Gnocchilli
Erfahrener Benutzer
 
Gnocchilli
 
Registriert seit: 2019
Ort: Sachsen-Anhalt
Alter: 29
Beiträge: 624
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Mein herzliches Beileid... Das ist ja schrecklich! Fühle dich erst mal gedrückt.


Das gleich zwei daran erkranken, ist wirklich großes Unglück, da die Chancen dazu theoretisch sehr gering sind Aber es wird ja auch ein genetischer Faktor vermutet... und die Giardien werden ihr übriges beigetragen haben, das Immunsystem zu schwächen Sind die Giardien denn nun wenigstens weg?

Geändert von Gnocchilli (20.08.2019 um 08:58 Uhr)
Gnocchilli ist offline  
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