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FIP Diskussionen und Fragen zur Diagnose Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), dem Coronavirus und Symptomen

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Alt 12.08.2018, 13:39   #16
KatzenKathrin
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Hallo Frau Freitag,

Zitat:
Darüber hinaus: Was für ein Medikament hast Du gegen Giardien gegeben? Wie lange, welche Dosierung?
Welche Symptomatik war da da, vorher und dann während und nach der Medikation?
Auf Giradien werden meine Katzen relativ regelmäßig getestet, da mein Blut immer mal wieder Blut im Kot hat. Meist so alle 1-2 Monate, mal nur einmal, mal ein paar Tage hintereinander, aber immer unregelmäßig. Meine TÄ hatte für ihn auch mal ein großes Kotprofil machen lassen und bis auf Giardien haben wir nie etwas gefunden. Da er aber auch sonst keine Schmerzen hat und völlig normal frisst, spielt und aufs Klo geht, möchte ich ihm auch nicht unbedingt einer Darmspiegelung unterziehen.
Er hatte zwei Tage Amoxicillin und MCP gespritzt bekommen und eine Woche Carnikur. Beide haben danach 10 Tage Metrobactin-Tabletten bekommen. Die hatten wir vorher auch schon mal. Der Nachtest auf Giardien (übrigens beide Male Mischprobe von beiden Katzen) war negativ.

Nun vermutet meine TÄ, dass es eventuell auch mit dem Corona-Virus zusammenhängen könnte (das Blut). Gestern hatte er viel und ich hab ihm danach sogar den Hintern sauber gemacht.
Dazu möchte ich mir aber gerne eine Zweitmeinung einholen, weil sie von einem Medikament bzw. Therapie redete, der gegen die Corona-Viren wirken könne. Und vor dem Befund, dass er Ausscheider ist, war davon ja nie die Rede.
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Alt 12.08.2018, 17:42   #17
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
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Dass es Medis geben könnte, die direkt gegen das Coronavirus wirken, wäre mir so nicht bekannt; aber vielleicht meint deine TÄin das feline Interferon-omega?
Zu diesem Immunmodulator gibt es Studien, die an lebenden Katzen durchgeführt wurden; sie bezogen sich jeweils auf das mutierte Co-Virus, soweit mir bekannt ist.

Letztlich bestätigte sich in den Studien jedoch keine allgemeine Wirksamkeit, wobei man nicht ausschließen kann, dass sich ein positiver Effekt bei einzelnen Tieren zeigen kann. (so Hartmann/Hain: Infektionskrankheiten der Katze, Hannover 2008, S. 56f)

Bei FIP kann es sein, dass ein Thoraxerguss auftritt (anstelle oder neben einem abdominalen Erguss - "nasse FIP"), allerdings sprechen sowohl das Alter als auch die weiteren Laborergebnisse von Emma dagegen.
In vielen Fällen bedeutet ein sehr hoher Coronatiter (deutlich über 1000), dass das Virus in mutierter Form vorliegen kann, aber gleichzeitig ist dann im Regelfall der A/G-Quotient stark erniedrigt. Bei Emma, habe ich dem Blutbild, das du veröffentlicht hast, liegt der A/G-Quotient erfreulich hoch (über 1,0 - in Bezug auf geringe Werte sprechen wir von Ergebnissen unter 0,6). Auch der Zeitfaktor spricht gegen eine akute FIP-Infektion, denn du schreibst selbst, dass es Emma schon wieder deutlich besser geht.

Das Coronavirus selbst ist unter Katzen weit verbreitet. Etwa jede zweite Katze in Deutschland soll infiziert sein, heißt es. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass es tatsächlich zu einer Mutation des Virus kommt, in deren Folge dann FIP auftritt!
Stress, Operationen, der Einzug neuer Katzen, ein Besitzerwechsel und ähnliche Umstände können die Mutation des Coronavirus begünstigen, aber das bedeutet nicht, dass man die Katze in Watte packen und z. B. gar nicht erst kastrieren lassen sollte (Operation). Es bedeutet in erster Linie, eine Abwägung zu treffen, ob eine geplante Maßnahme zwingend notwendig ist oder nicht; beispielsweise während des Urlaubs der Dosis der Aufenthalt der coronapositiven Katze in einer Tierpension - statt einen Catsitter zu engagieren, der das Tier in seinem gewohnten Zuhause versorgt.

Eine gängige Vorgehensweise bei dem Verdacht auf FIP (z. B. aufgrund eines Thoraxergusses wie bei Emma) wäre eine Punktion, bei der Flüssigkeit gewonnen und mittels der Rivaltaprobe auf das Vorliegen von Anzeichen der Mutation untersucht wird. Aber auch bei weiteren potentiellen Erkrankungen, die als Ursache für einen Erguss in Frage kommen, würde man punktieren und die Flüssigkeit untersuchen lassen (so beispielsweise vor einigen Wochen bei meiner eigenen Katze, die einen Thoraxerguss hatte und sich als Ursache desselben eine Verletzung des Lymphgangs im Brustkorb herausstelle, die dann operativ "repariert" wurde).
Sollte bei Emma wieder ein Erguss auftreten - gerade dann, wenn ein Herzschall keine erkennbare Krankheit ergeben hat - würde ich so eine Punktion vorschlagen, weil man aus den chemischen Eigenschaften der Flüssigkeit eine Menge Informationen gewinnen kann, woraus die Flüssigkeit genau besteht (bei meiner Katze z. B. ergab der Fettgehalt den Hinweis darauf, dass - mittels CT - nach einer Verletzung im Bereich des Lymphsystems gesucht werden sollte).
Darüber hinaus ist eine Punktion u. U. auch die einzige Möglichkeit, wie so ein Erguss gestoppt und die Atmung für das Tier wieder erleichtert, mithin sein Leben gerettet, werden kann. Bei meiner Katze z. B. lief die Lymphflüssigkeit immer wieder nach, ca. 300 ml innerhalb von 24 Stunden, und ohne eine dauerhafte Drainage wäre sie schon zu Beginn der Erkrankung qualvoll erstickt (bzw. hätte euthanasiert werden müssen).
Neben einer Herzerkrankung oder einem Chylothorax (was meine Katze hatte) können beispielsweise auch Umfangsvermehrungen (Tumore) ursächlich für solche Ergüsse sein; auch hier müsste man dann mit bildgebenden Verfahren wie CT oder ggf. MRT auf Ursachensuche gehen, um die Katze sinnvoll (und leider auch teuer *hüstel*) behandeln zu können.

Noch zum Thema antivirale Medikamente:
In der Vergangenheit wurden - bei akut FIP-infizierten Katzen - Versuche mit Ribavirin gemacht, das sich im Labor als wirksam erwiesen hatte, in der Studie aber als absolut toxisch zeigte. Auch Vidarabin war im Labor wirksam, da es aber keine entsprechenden kontrollierten Studien gibt (Hartmann/Hain a.a.O.), kann zur Wirksamkeit in vivo keine verlässliche Aussage getroffen werden.

Es gibt wohl einen zugelassenen Impfstoff, der nach Studienlage aber nur bei Katzen wirksam sein kann, die bisher noch nicht mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen waren. Eine solche Impfung - von anderen Unwägbarkeiten abgesehen - wäre daher bei Emma nicht sinnvoll.

Übertragungsfähig ist wohl nur das "normale" Co-Virus; die Übertragung des mutierten Virus war im Labor möglich, allerdings war es bisher nicht möglich, in vorhandenem Sekret oder Ausscheidungen das mutierte Virus nachzuweisen. Daher wird die Ansteckungsgefahr bei einer Katze, bei der FIP ausgebrochen ist, als sehr gering eingeschätzt (Hartmann/Heil S. 44).

Allgemein ist bei Co-positiven Katzen und insbesondere bei Dauerausscheidern eine aufmerksame Toilettenhygiene sinnvoll, weil sich das Virus doch eine Weile hält und die gemeinsame Toilettenbenutzung nicht nur die Infektion der mit im Haushalt lebenden Katzen mit Co auslösen kann, sondern auch die ausscheidende Katze kann sich am eigenen Kot reinfizieren.


Bezüglich des Herzschalls vertrete ich ebenfalls die Ansicht, dass ein zertifizierter Kardiologe, also mit den entsprechenden Fortbildungen in Sachen Katzenkardiologie, Emma untersuchen sollte.
Dass sie so gut auf das Entwässerungsmittel angesprochen hatte, schließt ja nicht aus, dass doch eine Herzerkrankung vorliegt; es spricht m. E. lediglich dagegen, dass Ursachen wie ein Chylothorax (mit dem dauerhaften "Nachlaufen" der Flüssigkeit) vorliegen.


Und noch zum Thema Kater mit Blut im Kot:
Zu den Giardien kann ich nichts weiter sagen, aber ich wundere mich doch, dass ein Antibiotikum nur über einen Zeitraum von zwei (oder vier?) Tagen gegeben wird, statt die gängige Mindestdauer von fünf, besser sieben, Tagen einzuhalten. Du schreibst leider nichts über den Abstand, in dem die beiden Spritzen gegeben wurden, Katrin, daher kann ich nur eine tägliche oder bestenfalls zweitägige Gabe vermuten. Von daher finde ich die Gabe des AB (wenn schon!) viel zu kurz, eher führen solche zu kurzen Anwendungszeiten zu unerwünschten und vermeidbaren Resistenzen.
MCP (Metroclopramid) wirkt gegen Übelkeit, also eine häufige Nebenwirkung von Medikamenten, und trägt nichts gegen die potentiellen Abläufe gerade im Darm bei.

Coronaviren besiedeln u. a. den Darm und docken an Zellen des Darmepithels an, in denen sie sich vermehren und so die Darmschleimhaut schädigen.
Generell soll das mutatitonsfähige Co-Virus allerdings auch in der Lage sein, das Zentrale Nervensystem und auch die Augen zu besiedeln und dort entsprechende Schäden auszulösen (z. B. Anfälle und Ausfälle im Nervensystem, Uveitis im Auge). Diese Symptome können daher auch bei FIP vorkommen (müssen aber nicht).

Die fortschreitende Schädigung der Darmschleimhaut (allgemein beim Coronavirus, ohne Mutation) führt zu Entzündungen (Enteritiden), die von Fieber begleitet werden können. Eine Verschlimmerung der Krankheit muss nicht automatisch stattfinden, und solange keine Mutation auftritt, ist die betroffene Katze in diesem Fall symptomfrei, scheidet aber u. U. lebenslänglich das Virus im Kot aus.

In Hinblick darauf, dass Stress für die betroffene Katze vermieden werden sollte, würde ich bei deinem Kater auch überlegen, ob z. B. eine Darmspiegelung zwingend stattfinden muss, oder ob man hinsichtlich des Coronastatus besser darauf verzichten sollte.

Eine Zweitmeinung auch zu deinem Kater finde ich eine gute Idee!

Meine Zitate stammen aus einem vet-medizinischen Lehrbuch mit Stand 2008. Insofern ist es möglich, dass es (behandlungstechnisch) auch neuere Erkenntnisse gibt, die in dieses Standardwerk noch nicht einfließen konnten. Aber sie bilden eine Basis, anhand derer du dich weiter informieren und auch deine behandelnden Ärzte befragen kannst.

Alles Gute für Emma und für deinen Kater!
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Alt 13.08.2018, 07:56   #18
Lehmann
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Stosic ist wirklich gut! Sehr erfahren, sehr cool und relaxt, was sich sofort auf die Katze überträgt, und, Vorteil gegenüber Kresken: man bekommt um einiges früher einen Termin, ich musste letztes Jahr nur 2 Wochen warten, bei Kresken wären es zwei Monate gewesen, weil der die ganzen Nachzuchtuntersuchungen für Hunde - und Katzenwelpen macht.
Viel Glück und warte nicht zu lange.
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Alt 13.08.2018, 20:24   #19
FrauFreitag
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Zitat:
Zitat von Lehmann Beitrag anzeigen
Viel Glück und warte nicht zu lange.
YEP, bitte! Ich würde hier auch umgehend einen Termin ausmachen und auf die Dringlichkeit hinweisen - Symptome nennen und die "Verdachtsdiagnosen", die da so in den Raum geworfen wurden als auch benennen, dass jetzt einmal Insulin gespritzt wurde und Entwässerung "betrieben".

Was bekommt Deine Katze gerade sonst noch an aktuellen Medikamenten?

Ich wohne nicht in der Nähe, hatte mich aber bei einer Bekannten erkundigt, die mir besagte Ärzte dort empfohlen hatte. Die Vita sieht auch gut aus, darüber hinaus sitzen in Kaiserberg ja wohl einige Fachtierärzte. Ich denke, das brauchst Du wirklich, jemand, der noch eine Zusatzausbildung hat zwecks Innere Medizin, jemand, der Kardio "kann" etc..
FrauFreitag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2018, 15:04   #20
KatzenKathrin
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Hallo zusammen,

ihr seid total super mit euren tollen unterstützenden Kommentaren.
Endlich habe ich mich so eingearbeitet, dass ich meine Tierärztin mit speziellen Fragen löchern kann und ich glaube, sie ist schon etwas genervt.
Sie empfiehlt mit übrigens die Kardiologie und nicht die innere Medizin. Aber ich werde morgen in der Tierklinik anrufen und einen Termin machen, die werden mir ja bestimmt auch sagen können, wo ich am besten aufgehoben bin und recht zeitnah einen Termin bekomme.

Meine Katze hat bis Samstag noch Spritzen bekommen, wenn alles gut geht, braucht sie heute keine mehr. Gestern wurde noch einmal Blut abgenommen um den Triponin I-Wert zu überprüfen.

Folgende Medikamente bekommt sie jetzt noch:

1.) Dimazon (Furosemid) zur Entwässerung: Bisher wurde Furosemid gespritzt, nun wird die Dosis rediziert, ich soll pro Tag eine viertel Tablette geben

2.) Vasotop fürs Herz: eine am Tag

3.) Ein Antibiotikum gegen die Entzündung, da weiß ich den Namen gerade nicht mehr. Das ist flüssig.

4.) Habe ich noch nicht gegeben, soll ich aber: ASS 100 als Blutverdünner, 1/4 Tablette alle 10-12 Tage

Meiner Katze geht es jeden Tag merklich besser, auch wenn ich immer noch die Wirbelsäule fühlen kann und sie noch nicht wieder rennt. Spielen mag sie auch noch nicht wieder, guckt aber interessiert zu, wie der Kater spielt.
Was mir allerdings noch auffällt, ist das sie sehr viel trinkt und pinkelt. Wird aber wohl an den Entwässerungsspritzen liegen.
Ansonsten frisst sie momentan sehr gut, besser als früher, und bekommt schon einen ganz runden Bauch. Da habe ich meine Tierärztin auch drauf angesprochen, sie meint, dass kann am vielem Trinken liegen.

Zitat:
Zu den Giardien kann ich nichts weiter sagen, aber ich wundere mich doch, dass ein Antibiotikum nur über einen Zeitraum von zwei (oder vier?) Tagen gegeben wird, statt die gängige Mindestdauer von fünf, besser sieben, Tagen einzuhalten. Du schreibst leider nichts über den Abstand, in dem die beiden Spritzen gegeben wurden, Katrin, daher kann ich nur eine tägliche oder bestenfalls zweitägige Gabe vermuten. Von daher finde ich die Gabe des AB (wenn schon!) viel zu kurz, eher führen solche zu kurzen Anwendungszeiten zu unerwünschten und vermeidbaren Resistenzen.
Ich glaube, es war sogar mehr Antibiotikum, ich mir gerade aber nicht mehr sicher. Die Tabletten gegen die Giardien sollten wir über 10 Tage geben (ich war nach 9 Tagen da, weil Emma da Fieber hatte, den Tag vor ihrer Atemnot) und ich meine, in der Zeit waren wir drei Mal mit dem Kater da. Vielleicht hatte ich das nach der Angst um Emma auch nur durcheinander gebracht.
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Alt 15.08.2018, 06:16   #21
Quiky
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Also was Deine TÄ da gegen die Gias gemacht hat .... da gruselt es mir.
Ich geh zu 100% davon aus, dass Dein Kater die immer noch hat.

Die einzig mir bekannten derzeit wirksamen Mittel gegen Gias sind (Auflistung nach Wirksamkeit hoch bis niedrig):
Spartrix, Metronidazol, Panacur.

Amox und präbiotische Futterergänzumgsmittelchen ... sorry aber da lachen sich Gias scheckig drüber.

Ausserdem muss man bei Gias über längere Zeit _absolute_ Hygiene halten und desinfizieren was geht.
Mir bekannt sind derzeit nur 2 Desinfektionsmittel, die gegen Gias wirksam sind: Ozon und Disifin sowie Wasser über 80Grad.
Alles Andere verteilt die Biester nur und es kommt mit schöner Regelmäßigkeit zur Reinfektion.

Dann auch noch dieses Rumgeeiere mit FIP Diabetes und Co. und das Stochern im Nebel .... Kompetenz sieht beim TA irgendwie anders aus finde ich.
Ich glaube ich würde da ganz ernst über nen TA Wechsel nachdenken.

Wenn das Herz Geräusche hat die da nicht hingehören, ist ein Kardiologe Pflicht.
Röntgen um in dem Bereich was festzustellen da reden wir vom CT, normales Röntgen ist da nicht aussagekräftig genug.
Quiky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2018, 08:14   #22
KatzenKathrin
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Zitat:
Also was Deine TÄ da gegen die Gias gemacht hat .... da gruselt es mir.
Ich geh zu 100% davon aus, dass Dein Kater die immer noch hat.

Die einzig mir bekannten derzeit wirksamen Mittel gegen Gias sind (Auflistung nach Wirksamkeit hoch bis niedrig):
Spartrix, Metronidazol, Panacur.

Amox und präbiotische Futterergänzumgsmittelchen ... sorry aber da lachen sich Gias scheckig drüber.
Metrobactin ist doch gegen Giardien, habe ich extra nochmal gegoogled. Canikur ist ja nur zur Verbesserung der Verdauung (weil Durchfall und Blut im Stuhl).
Und wirksam muss irgendwas gegewesen sein, weil der Giardientest 10 Tage später negativ war.

Zur Hygiene habe ich nicht extra etwas geschrieben, aber da war mir schon klar :-) Ich habe die Wohnung auf den Kopf gestellt, alles was waschbar ist, in die Waschmaschine gestopft und habe einen Handdampfreiniger, mit dem ich jetzt auch regelmäßig Sofa, Kratzbäume etc. abdampfe.
Aber gut zu wissen, dass es doch Desinfektionsmittel gibt, die gegen Giardien helfen sollen, da hatte ich noch nichts gefunden. Das werde ich mir wohl dann auch noch zulegen, wir hatten Giardien schon öfter und irgendwie muss ich die ja wieder loswerden.
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Alt 15.08.2018, 11:21   #23
KatzenKathrin
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Hallo zusammen,

ich habe einen Termin in der Kardiologie der Tierklinik Duisburg am 27.08. (der erste freie Termin). Ich bin gespannt und hoffe, dass ich Ergebnisse zur Ursache bekomme und noch mehr hoffe ich natürlich, dass die Ursache nichts schlimmes ist und "heilbar".

Desinfektion gegen Giardien habe ich auch gerade bestellt und am Samstag wird die Wohnung dann noch einmal gründlichst gereinigt. Zwar sind wir momentan Giardienfrei, aber hoffentlich bleiben wir es dann auch dauerhaft.

Mit meinem Kater werde ich wohl auch zu einem anderen Tierarzt in unserer Nähe gehen und mir dort eine Zweitmeinung zum Blut im Kot abholen.
Meine Tierärztin hatte mir halt dieses Interferon Omega angeboten als Therapie gegen den Corona-Virus, aber ob es davon kommt, weiß ja niemand. Und viel Geld ausgeben ohne Sinn möchte ich auch (ich bin gerade eh ein wenig pleite, weil die Behandlungskosten für Emma ja schon wahnsinnig hoch waren. Aber das ist es mir wert!). Und bei dem anderen Tierarzt kann ich dann ja direkt auch nochmal auf Giardien prüfen lassen, ob wir die wirklich losgeworden sind.
Ach ja... ich hatte nie berichtet, wie uns das damals mit dem Blut aufgefallen ist... vor ca. einem Jahr meinte der Kater, dass er die Badewanne als Katzenklo nutzen könnte. Anfangs hatte ich noch gedacht, er ist genervt vom Klo, als BKH-Kater mit 7 kg ist er ja nunmal ziemlich groß.
Deckel vom Katzenklo weggelassen und ein zweites Klo gekauft (die beiden teilen sich jetzt zwei Toiletten). Als ich mal ein anderes Katzenstreu gekauft hatte, fand er das auch so doof, dass er in den Flur gemacht hat.
Kurz danach fiel mir halt immer wieder mal ein Blutfleck auf. Äußert sich so: Er macht erst sein Würstchen (oder auch riesen Haufen ) und ganz am Ende scheint Schleim mit Blut vermischt rauszukommen, mal mehr, mal weniger. Teilweise rennt er auch in wahnsinns Geschwindigkeit vom Klo weg und der Blut-/Schleimtropfen landet dann irgendwo auf dem Boden.
Wie gesagt, Zweitmeinung wird eingeholt, da der Kater aber ansonsten völlig normal frisst, spielt, rennt und auf Klo geht, anscheinend ohne Schmerzen zu haben, hoffe ich, dass es nichts schlimmes ist.
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Alt 16.08.2018, 19:07   #24
Quiky
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Kathrin, bei Metrobactin steht aber auch ganz klar dass es ohne vorherigen Empfindlichkeitstest mit den Gias nicht angewendet werden soll. Insbesondere nicht, da es karzinogene Wirkung hat.

Ich vermute, der Test wurde nicht gemacht

Gias werden auch nicht immer ausgeschieden. Für Giatest eignet sich meiner Ansicht nach nur der PCR im Labor auf Kot, der über 3 bis 5 Tage zu unterschiedlichen 'Legezeiten' gesammelt wurde. Diese Schnelltests beim TA kannste in die Tonne kloppen.

Im Übrigen Blutschleim auf Kot kann durch entgleiste Clostridien kommen ... und die entgleisen bei Gias, did mit Panne und Metro behandelt werden gerne mal.

Sollte das nicht der Fall sein und tatsächlich auch keine Gias mehr da sein, ist die Darmschleimhaut noch sehr angegriffen.

In so einem Fall habe ich sehr gute Erfahrungen mit Slippery Elm und Schonkost gemacht - hier haben die Gias auch schon gewütet.
Ich hab allerdings in der Kombi Spartrix-Ozon gearbeitet. Nach 10 Tagen und insgesamt an 3 Tagen einmalig Tablettengabe (allerdings ne Menge, da Anzahl Tabletten =2 pro kg Gewicht) war bei den Katzen a Ruh, Ozoniert hab ich noch regelmäßig über 4 Wochen.
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Alt 27.08.2018, 16:50   #25
KatzenKathrin
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Hallo ihr Lieben,

Zum Abschluss für Emmas Krankengeschichte:
Wir hatten gerade den Termin in der Tierklinik Duisburg. Es ist keine Erkrankung des Herzens oder der Lunge zu erkennen im Ultraschall, die Herztöne sind normal, die Herzwanddicke normal.
Die Medikamente (Vasotop und Furotab) dürfen wir absetzen. Eventuell war das Wasser in der Lunge und die Atemnot durch eine Infektion bedingt, wir werden es jetzt nicht mehr herausfinden, aber es scheint alles gut zu sein ☺️
KatzenKathrin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2018, 18:08   #26
Lehmann
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Freut mich sehr für dich.
Wart ihr bei Stosic?
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Alt 27.08.2018, 18:15   #27
KatzenKathrin
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Nein, das Ultraschall wurde von Frau Dr. Nottbrock durchgeführt.
Hat mir sehr gut gefallen, sie war sehr ruhig, hat klare Anweisungen gegeben, wie wir festhalten sollten und hat gut erklärt, was zu sehen war (wenn ich etwas erkannt hätte ).

Aber es war soooo voll in der Tierklinik. Ich war echt froh, dass ich einen Termin gemacht hatte. Mir wurde nämlich auch angeboten, in den Sprechzeiten zu kommen. Die standen an der Anmeldung aber bis vor die Tür.
KatzenKathrin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.2018, 20:07   #28
Lehmann
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Für Spezialuntersuchungen würde ich mich immer anmelden. Ich habe beim Herzschall in Duisburg 10 Min. gewartet und war dann schon dran. Ausserdem sind noch Ferien, da sind einige TA's noch im Urlaub.
Lehmann ist gerade online   Mit Zitat antworten
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