Katzen Forum Fotowettbewerb Pets Nature

Zurück   Katzen Forum > > >
petSpot Netzwerk

FIP Diskussionen und Fragen zur Diagnose Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), dem Coronavirus und Symptomen

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 31.01.2018, 12:56   #71
Saleme
Erfahrener Benutzer
 
Saleme
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 102
Standard

Vielen Dank für's Daumendrücken

Ob die Praxis ein Dentalröntgen hat, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Hab mich damals, als es mit der Erkrankung anfing, ein bisschen zu FORL belesen und weiß, dass das absolut sinnvoll ist. Hier in der Gegend gibt es nicht so viele Zahntierärzte. Ich finde da nur die Uniklinik Gießen, in die ich nur fahren möchte, wenn's gar nicht anders geht, weil die Ärzte dort Mister B. 2015 nach Diagnosestellung direkt einschläfern wollten.

In den Rachen wurde geschaut, da war nichts zu sehen. Immer wieder anschwellende Lymphknoten sind bei Mister B. allerdings normal bzw. liegen auch an der Grunderkrankung.
Die Bauchspeicheldrüse wurde zuletzt 2015 vor der Diagnose FIP untersucht, die Schilddrüse war beim letzten Blutbild im Juli unauffällig.

Da Mister B. auf das Cortison mit Magenproblemen reagiert, bekommt er täglich Omeprazol. Das schließt eine Magenschleimhautentzündung natürlich nich aus. Wie stellt man das fest? Gastroskopie?
Saleme ist offline   Mit Zitat antworten
Werbung
Alt 08.03.2018, 17:57   #72
Saleme
Erfahrener Benutzer
 
Saleme
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 102
Standard

Ein Dentalröntgen hat die Praxis nicht. Sollte mir wieder was auffallen, was an den Zähnen liegen könnte, habe ich eine Praxis mit Dentalröntgen empfohlen bekommen.

Mister B. hat die Narkose super weggesteckt. Der Urin ist auch wieder unauffällig. Generell geht‘s ihm gerade sehr gut. Gestern gab‘s lecker Amsel, sehr zu meinem Leidwesen...

Vor zwei Wochen habe ich nochmal mit der Tierärztin aus der Uniklinik gesprochen, die ihn damals behandelt hat. Ich habe ihr die Situation geschildert und sie war sehr erstaunt. Daraufhin hat sie sich mit ihren Oberärzten besprochen, die wiederum Kontakt mit der Uniklinik München aufgenommen haben, weil da wohl eine Ärztin arbeitet, die sich näher mit FIP beschäftigt hat. Alle finden den Fall mehr als ungewöhnlich. Die Immunhistochemie ist nach wie vor der Goldstandard. Ich könnte noch eine PCR anfordern, aber das Ergebnis wäre wohl nicht genauer. Um die Immunhistochemie zu wiederholen, reicht ein Punktat nicht aus. Dafür müssten „an der offenen Katze“ Gewebeproben entnommen werden, im Idealfall von mehreren Organen. Ich könnte wohl noch den alten Lymphknoten (Proben werden wohl fünf Jahre lang eingelagert) an ein anderes Labor schicken und dort die Immunhistochemie wiederholen lassen, aber die Tierärztin denkt nicht, dass das ein anderes Ergebnis bringen würde, da solche Diagnosen nicht leichtfertig gestellt würden.
Den Ärzten fällt auch keine Differentialdiagnose ein, da die Symptome und klinischen Auffälligkeiten (v.a. die pyogranulomatösen Veränderungen) recht typisch für FIP sein sollen. Ein Lymphom könnte noch passen, aber das wurde bei Mister B. schon zweimal ausgeschlossen.
Um es mit den drei ??? zu sagen: Der Kater ist ein „spezialgelagerter Sonderfall“.

Am Montag habe ich mit meiner Haustierärztin besprochen, dass ich nochmal eine langsame Reduzierung des Prednisolons ausprobiere. Mister B. bekommt jetzt erstmal im Wechsel 10 und 7,5mg täglich. Dabei soll ich beobachten, wie es ihm damit geht. Bislang merke ich keinen Unterschied, aber es gab auch erst zweimal die geringere Dosis. Jetzt kam mir aber der Gedanke, dass ich es gar nicht bemerken könnte, wenn sich was verändert. Beim letzten Reduzierungsversuch 2016 sind die Lymphknoten am Hals angeschwollen, das war gut zu ertasten. Wenn jetzt aber diesmal ein anderer Knoten anschwillt, dann bekomme ich das womöglich nicht mit. Vor der Gabe von Prednisolon hatte Mister B. ja auch keine Symptome, die ich so erkennen konnte. Da wird der Herr Kater wohl in den sauren Apfel beißen und in kürzeren Abständen zur Blutabnahme genötigt werden müssen - für mich ist der Apfel übrigens auch sauer, weil ich davor und danach hartnäckig angeschmollt und beschimpft werde

Das ist der aktuelle Stand der Dinge. Ich hoffe, das Katerchen kommt bald mit weniger Cortison aus

Saleme
Saleme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.03.2018, 09:32   #73
senoritarossi
Forenprofi
 
senoritarossi
 
Registriert seit: 2011
Ort: Zwischen den Meeren
Beiträge: 1.262
Standard

Ich kann zu dem, wie ich finde, höchst ungewöhnlichen Fall gar nichts beitragen. Aber ich freue mich sehr, dass es Mister B. immer noch so gut geht. Und wie schon einige andere hier geäußert haben, bin ich auch mehr als skeptisch, dass es wirklich FIP ist.

Mussten denn Zähne gezogen werden oder gab es nur eine Zahnreinigung?

Toll, dass er alles so gut weggesteckt hat. Für die Reduzierung vom Cortison drücke ich die Daumen! Und Euch wünsche ich eine weiterhin so gute Zeit wie bisher!
__________________
Liebe Grüße von Andrea mit Aimee & Eeno & Leeon
senoritarossi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.2018, 19:03   #74
Saleme
Erfahrener Benutzer
 
Saleme
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 102
Standard

Dankeschön

Die Zähne wurden nur gereinigt. An einer Stelle war das Zahnfleisch angegriffen, aber das hat sich nach der Reinigung wieder gelegt.

Bislang fällt mir noch nicht viel in Sachen Cortisonreduzierung auf. Gestern hat Mister B. fies gepupst (), da hatte ich Sorge, dass das mit Reduzierung zusammenhängt. Heute ist‘s wieder gut, deswegen denke ich, dass ich ein bisschen übersensibel war...
Saleme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2018, 17:02   #75
JFA
Forenprofi
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 11.753
Standard

Das freut mich sehr, dass es ihm weiterhin so gut geht

Ihn noch mal aufzumachen wäre mir wahrscheinlich auch zu riskant im Verhältnis zum Nutzen. Solange er momentan gut klar kommt und es sowieso keine Differentialdiagnose gibt, die man irgendwie anders behandeln könnte...

Ich drück die Daumen dass die Cortisonreduzierung klappt.
JFA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2018, 12:30   #76
Saleme
Erfahrener Benutzer
 
Saleme
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 102
Standard Impfung?

Da bin ich mal wieder

Die Reduzierung hat gut geklappt. Mister B. bekommt jetzt täglich 7,5mg und bislang geht‘s ihm bestens. Demnächst will ich sein Blut untersuchen lassen und -falls die Leukos nicht erhöht sind- weiter reduzieren.

Jetzt kommt bei mir aber die Frage nach den Impfungen wieder auf. Mein Freund und ich ziehen im Mai/Juni um. Zum Haus gehört ein Hof, der Stall ist an Pferdehalter verpachtet. Nebenan ist noch ein weiterer Bauernhof. Soweit ich weiß, wird sich bei beiden zumindest in Sachen Kastration um die Bauernhofkatzen gekümmert. Ich glaube allerdings nicht, dass alle Katzen dort geimpft sind. Nach der Eingewöhnung soll Mister B. natürlich auch im neuen Zuhause Freigang bekommen und wird dort auch mit den Bauernhofkatzen in Kontakt kommen. Es sind jetzt nicht wahnsinning viele, aber der Infektionsdruck ist dort mit Sicherheit höher als hier, wo nur gepflegte Hauskatzen rumlaufen.

Mir macht die Tatsache, dass der Bär zuletzt vor drei Jahren geimpft wurde schon Bauchweh. Seine Grunderkrankung sehe ich jetzt weniger als Problem bei einer Impfung an. Natürlich ist das nicht toll, aber die letzte Impfung hat er ja auch schon „in die FIP rein“ bekommen und gut vertragen. Aktuell ist für mich eher das Prednisolon das Hindernis. Ich habe gelesen, dass man (zumindest in der Humanmedizin) trotz geringer Dosen Cortison impft. Aber was genau ist denn eine geringe Dosis? Im Vergleich zu den 10mg von vorher wären ja schon 5mg gering...

Viele Grüße
Saleme
Saleme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2018, 09:40   #77
JFA
Forenprofi
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 11.753
Standard

Wie schwer ist er denn? Also, wie viel mg pro Kilo Körpergewicht bekommt er?
Wenn die Dosis immunsuppressiv ist, wird die Impfung halt wahrscheinlich keine/kaum Wirkung haben.
JFA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2018, 10:53   #78
Saleme
Erfahrener Benutzer
 
Saleme
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 102
Standard

Momentan wiegt er 6,7kg, er bekommt also gut ein mg Prednisolon/kg/Tag. Wenn alles klappt, würde ich gerne auf 5mg pro Tag reduzieren, also 075mg/kg/Tag.

Ich habe gelesen, dass in der Humanmedizin Dosierungen unter 2mg/kg/Tag einer Impfung nicht im Wege stehen (u.a. hier). Aber ob sich das jetzt so einfach auf Katzen übertragen lässt und die Impfung tatsächlich wirkt und nicht nur nicht schadet...?
Saleme ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2018, 18:48   #79
JFA
Forenprofi
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 11.753
Standard

Also ich finde für immunsuppressive Dosen bei Katzen auch was von 2-4 mg pro Kilo. Mit einem mg sollte es also eigentlich funktionieren. Ohne Gewähr natürlich
JFA ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Ist es wirklich fip? Maja Biene Infektionskrankheiten 20 20.05.2015 18:32
Wirklich CNI? highlander Nierenerkrankungen 16 12.01.2014 10:07
Hat sie wirklich FIP?? Kora-Lee Innere Krankheiten 7 23.10.2012 11:33
Ist es wirklich FIP satya FIP 20 18.09.2011 22:28
Wirklich FIP? Melli252 FIP 46 03.01.2009 20:21

Werbung:
Lucky Kitty Pets Nature

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:42 Uhr.