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Ernährung Sonstiges Was sollte bei der Ernährung sonst noch beachtet werden?

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Alt 30.12.2012, 10:08
  #1
Sophisticat
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Sophisticat
 
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Unglücklich Mäkelige Allergikerin

Hallo,

die Katze meiner Oma ist eine Abessinierin Jahrgang 2001 und leidet seit 2008 an einer Futtermittelallergie. Seitdem hat sie ausschließlich Royal Canin Sensitive Control als NaFu bekommen (als TroFu nur als Leckerli oder wenn die Menschen mal einen ganzen Tag außer Haus waren.) Die Allergiesymptome, v.a. schwerer Durchfall, sind verschwunden und sie hat nach und nach wieder gesund glänzendes Fell bekommen und an Gewicht zugelegt - zuvor war sie zeitweise zu dünn.

Seit November dieses Jahres hat sie allerdings plötzlich Verstopfungen. Der Stuhlgang kommt statt täglich im Schnitt nur noch alle drei Tag, ist sehr hart, schmerzt dementsprechend und ist von Blut und Schleim gefolgt. Sie war deshalb mehrmals in der Tierklinik. Ihr Blutbild ist unauffällig, eine "Durchfallanalyse" ebenfalls (klingt für mich seltsam, aber ich habe nur die Rechnungen vorliegen). Beim Röntgen wurde allerdings ein undefinierbares Etwas an ihrem Magenausgang entdeckt. Da eine Endoskopie mit Narkose und stationärem Aufenthalt viel Stress für sie und viel Geld für meine Oma bedeuten würde, hat man sich darauf geeinigt, es erst mit anderen Methoden zu versuchen. Die Katze bekam Tabletten (ich weiß leider nicht, welche) und Symbio pet, das laut der TÄ helfen soll, weil es im Diätfutter fehlt. Symbio pet enthält Maisstärke, Maltrodextrin, Inulin, Lactobacillus acidophilus DSM 13241 und Enterococcus faecium NCIMB 10415. Außerdem wurden Lachsöl und Lactulose-Sirup ausprobiert. Nichts davon hat eine nennenswerte Besserung gebracht. Außerdem ist die Katze bzw. war schon immer sehr mäkelig mit ihrem Futter und keine besonders gute Esserin. Die obigen Pulver und Öle haben ihr gar nicht gepasst und damit versetztes Futter ist zu großen Teilen von ihr stehen gelassen worden. Lediglich Olivenöl kommt halbwegs an und macht den Kot etwas weicher, aber nicht weich genug.

Gleichzeitig mit der Verstopfung hat die Katze auch angefangen weniger zu fressen. Statt 150 -200g NaFu pro Tag frisst sie nur noch 100g und hat auch von gut genährt auf schlank abgenommen. Heute morgen wog sie genau 3 kg. Zu guter bzw. unguter Letzt sind auch noch die von ihr abgesetzten Urinmengen um mehr als die Hälfte geschrumpft (seit 3 Tagen). Sie hat jederzeit Zugang zu einem Wassernapf und bekommt seit Beginn der Verstopfung gar kein TroFu mehr.

Ich wäre einmal über jegliche Erfahrungswerte mit Allergikern dankbar. Meine Idee zur Appetitanregung war die, sie auf ein hochwertigeres Futter umzustellen - nachdem ihr Bruder, der bei mir lebt, seit seiner Futterumstellung mit einem nie zuvor dagewesen Gusto frisst und nicht mehr versucht am Tisch zu klauen, weil sein Essen besser ist als unseres. Es wurde allerdings keine Ausschlussdiät bei ihr gemacht und die Royal Canin Broschüre zu ihrem Futter ist eher undurchsichtig. Mit welchen Leckerchen bekommt man Kalorien und Wasser in das Tier? Kann man z.B. Fisch oder Fleisch dazugeben oder fällt das nicht unter "hochwertiges Eiweiß" (wie gesagt, die Broschüre ist da... wage). Ich habe meiner Oma schon empfohlen, den Wassernapf weiter vom Napf weg aufzustellen, und der Katze beim Essen Gesellschaft zu leisten. Letzteres hilft, sie frisst dann mehr, eine Dauerlösung ist das leider nicht. Meine Oma ist leider auch eher unbeholfen, was das was und wie in Sachen Katzenernährung angeht, bzw. sehr, sehr vorsichtig und damit festgefahren, weil sie nichts falsch machen will.

Gibt es außerdem noch weitere Möglichkeiten die Verstopfung zu lösen? Sollte man die Endoskopie doch lieber früher als später machen?

Vielen Dank schon mal im Voraus!
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Alt 30.12.2012, 12:47
  #2
DosGatos
Erfahrener Benutzer
 
DosGatos
 
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Beiträge: 831
Standard

Hallo,

also was das "undefinierbare Etwas" an ihrem Magenausgang angeht - würde ich schon zuerst schauen, das bestimmen zu lassen.
Kenne mich leider (oder "gottseidank"was meine Katzen angeht ) damit nicht aus, vielleicht melden sich hier noch andere.
Spontan würde mir eine CT einfallen - aber da sollen sich die Experten melden, ob das Sinn macht oder nicht.

Hat man jemals herausgefunden, welche Nahrungsmittel genau die Katze deiner Oma nicht verträgt? Hier müsste man auch ansetzen, statt weiterhin RC zu füttern. Dieses ist nicht besonders gut von den Inhaltsstoffen, wie du schon selbst festgestellt hast.

Allergietests beim normalen Tierarzt bringen in Bezug auf Nahrungsmittel sehr wenig. Es gibt 2 Möglichkeiten:

1. Ausschlussdiät
Hier wird über mehrere Wochen immer nur eine Fleischsorte, die die Katze möglichst vorher noch nicht kannte (z.B. Pferd) gefüttert, bevor die nächste hinzugenommen wird.
Nachteile: Gerade eine mäklige Katze mag nach mehreren Tagen mit immer gleichem Futter dir 'nen Vogel zeigen und sagen "Friss es doch selbst"
Außerdem kann die Katze auch auf Zusatzstoffe im Futter reagieren - und man glaubt fälschlicherweise, es wäre die Fleischsorte

2. Bestimmung der Allergene/Unverträglichkeiten über Tierheilpraktiker
Hier kommt es jedoch darauf an, wirklich einen guten zu erwischen.
Im zweiten Anlauf ist mir das mit meinem Kater geglückt, und mittels Haaranalyse (die auch andere Krankheiten aufdecken kann) hatte ich eine genaue Aufstellung, was er alles nicht verträgt.
Das die Analyse richtig war, zeigte sich schnell: Er hat wieder überall schönes, gesundes Fell! (bei ihm war es kein Durchfall)

Ich weiß natürlich nicht, wie sehr deine Oma bereit ist, das alles mitzumachen. Was das Futter angeht, kann vielleicht schon mal sortenreines etwas bringen, z.B. Ropocat Sensitiv Gold oder Select Gold (letzteres gibt's im Fressnapf). Vor allem Ropocat ist preislich interessant.

Sag deiner Oma, sie soll immer einen guten SChuss Wasser ins Nassfutter rühren, um mehr Flüssigkeit in die Katz zu kriegen. Falls sie das nicht mag, erstmal tropfenweise steigern und langsam daran gewöhnen.

Tipps gegen Verstopfung wist du hier viele finden, wenn du googelst - aber ich würde wirklich erstmal abklären lassen, was da im Magen ist!
__________________
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