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Erkältungen bei Katzen Alles zu Katzenschnupfen und Erkältungen bei Katzen


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 16.03.2018, 19:37   #1
Schneeflöckchen_91
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Schneeflöckchen_91
 
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Hallo,

meine 12 jährige Perserkatze hat leider ziemliche gesundheitliche Probleme momentan, insbesondere ihre Lunge macht mir Kopfzerbrechen. Ich habe daher gehofft, dass mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann. Ich hatte bereits in einem anderen Thread dazu geschrieben, aber nun haben wir weitere Klinikbesuche hinter uns und sind etwas schlauer.

Erst mal ihre Symptome: sie liegt fast nur noch rum und schläft und wenn sie schnurrt (wann anders ist es mir noch nicht aufgefallen) zeigt sie häufig Maulatmung und keucht oder röchelt dann hin und wieder. Unabhängig davon hat sie auch oft Schluckbeschwerden und ganz ganz selten hustet sie auch mal richtig. Kurzatmigkeit konnte ich keine beobachten. Seit kurzem muss sie auch noch öfters Niesen, bzw. Schniefen. Wenn sie richtig niest, dann kommen klare Tröpfchen aus der Nase. Ihre unteren Bindehäute sind ebenfalls ganz leicht geschwollen (kaum sichtbar), aber unser AugenTA meinte, dass sei noch kein Grund eine Antibiose zu geben (dort sind wir momentan auch noch, weil sie durch Bluthochdruck eine beginnende Netzhautablösung auf beiden Seiten hatte). Katzenschnupfen und auch alle Symptome hatte ich angesprochen in der Tierklinik, aber der TA dort meinte, das sei nicht behandlungsbedürftig (wahrscheinlich weil das Nasensekret noch nicht eitrig ist). Im Mäulchen konnte er ebenfalls nichts Auffälliges entdecken (außer eben die schlimmen Zähne). Lymphknoten sind nicht geschwollen und Fieber hat sie auch keins.

Am Montag wurden bei ihr alle Backenzähne entfernt und ein CT gemacht, da vorher bei einem Röntgenbild in einer anderen Klinik ein Tumorverdacht in der Lunge geäußert wurde. Dabei kam heraus, dass die sehr deutlichen Veränderungen in der Lunge wahrscheinlich nicht tumorös sind, aber ausschließen kann man es anhand des CTs nicht. Wahrscheinlicher wäre eine granulomatöse Lungenerkrankung, wie etwa eine Mykoplasmeninfektion oder eine Pilzinfektion.
In den Stirnhöhlen (oder Nasennebenhöhlen? ich weiß nicht mehr genau) konnte im CT deutlich Sekret festgestellt werden. Der TA tippte auf Rhinitis.
In der Leber seien auch Veränderungen erkennbar gewesen, die aber wahrscheinlich auch nicht tumorös, sondern altersbedingt sind. Aber auch hier könne man nichts ausschließen. Man empfahl mir, ein Kontroll-Ultraschall in einigen Wochen zu machen.
Außerdem wurden mittels Endoskop noch der Rachen und die die Luftröhre angeschaut, wobei nichts Auffälliges festgestellt werden konnte, das ihre Schluckbeschwerden erklären würde.
Ein geriatrisches Blutbild und ein Herz-Ultraschall wurden zuvor auch gemacht, dort war soweit alles in Ordnung.

Wie ich das jetzt verstanden habe, empfiehlt man mir eine Inhalationstherapie mit einem Pari Boy Vernebler und evtl. eine Antibiose auf Verdacht für die Lunge und für die Nase. Man hat mir einen neuen Termin gegeben, wo das dann alles genauer besprochen werden soll. Eine Lavage wäre nicht sinnvoll, da die Veränderungen vermutlich schwer zu erreichen wären mit einer Spülung und die Lavage auch ein deutliches Risiko für die Katze bedeuten würde.
Momentan bekommt sie 2x täglich 1 Kesium 50 mg Tablette Antibiotika wegen der Zahn-Op.

Nun wolle ich euch fragen, wie schätzt ihr das Ganze ein?
Sollte ich die Lungenspülung machen lassen? Wenn ja auf was genau sollte ich testen lassen? Sollte zusätzlich ein Abstrich aus der Nase gemacht werden?
Und vor allem wo sollte ich das Ganze machen lassen, habt ihr da Empfehlungen? Ich komme aus der Nähe von Mainz und würde so bis 2 Stunden Anfahrt in Kauf nehmen.

Tut mir leid für die vielen Fragen, ich bin so sehr verzweifelt .

Im Anhang noch die 3 Wochen alten Röntgenbilder.

Vielen lieben Dank schon mal für eure Hilfe!
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Alt 16.03.2018, 20:43   #2
little-cat
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Ich wurde einen Abstrich machen, sowohl Auge als auch Rachen und Maul - mit Antibiose.
Ich wäre jetzt aber sehr vorsichtig mit der Aussage des TA wegen Katzenschnupfen, ich wurde alle Erreger erst bestimmen.

Die Röntgenbilder sehen so aus wie die bei einer meiner Katzen, sie hat/hatte Herpes und Mykoplasmen in der Lunge. Die andere Maus eine schwere Lungenentzündung. Beide hatten Maulatmung und Keuchen und auch mal Niesen. Erst mal die Katzenschnupfen-Erreger auschliessen vor man vom Tumor redet.

Wir hatten auch weisse Flecken und Adern in der Lunge, mittlerweile ist nichts mehr zu sehen. Ausser eben eine hat noch Niesen und Schniefen aber dran sind wir auch.

Was für eine Inhalation?

PS: ich lade jetzt ein paar Lungen-Röntgenbilder meiner Katze mit Herpes und Myko in der Lunge, so dass Du vergleichen kannst. Das Röntgenbild sagt nichts aus, ausser dass da ein Problem ist.


Geändert von little-cat (16.03.2018 um 21:07 Uhr)
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Alt 16.03.2018, 21:59   #3
FrauFreitag
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was hat die katze noch für symptome?
husten, schnupfen - in welcher ausprägung?
wie lange geht das schon so?

die lunge zeigt deutliche veränderungen - das weiß gesprenkelte. das sollte so ganz bestimmt nicht sein. in verbindung mit "sekret" in den stirn- oder nasennebenhöhlen sind das doch sehr deutliche hinweise auf eine atemwegserkrankung.

ich verstehe das vorgehen hier nicht bzw. das ist mir zu passiv. und es ist in sich nicht schlüssig, die argumentation. darüber hinaus zum teil leider meines erachtens nach verheerend.

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
... da vorher bei einem Röntgenbild in einer anderen Klinik ein Tumorverdacht in der Lunge geäußert wurde. Dabei kam heraus, dass die sehr deutlichen Veränderungen in der Lunge wahrscheinlich nicht tumorös sind, aber ausschließen kann man es anhand des CTs nicht. Wahrscheinlicher wäre eine granulomatöse Lungenerkrankung, wie etwa eine Mykoplasmeninfektion oder eine Pilzinfektion.
In den Stirnhöhlen (oder Nasennebenhöhlen? ich weiß nicht mehr genau) konnte im CT deutlich Sekret festgestellt werden. Der TA tippte auf Rhinitis.
[...]
Außerdem wurden mittels Endoskop noch der Rachen und die die Luftröhre angeschaut, wobei nichts Auffälliges festgestellt werden konnte, das ihre Schluckbeschwerden erklären würde.
[...]
Wie ich das jetzt verstanden habe, empfiehlt man mir eine Inhalationstherapie mit einem Pari Boy Vernebler und evtl. eine Antibiose auf Verdacht für die Lunge und für die Nase. Man hat mir einen neuen Termin gegeben, wo das dann alles genauer besprochen werden soll. Eine Lavage wäre nicht sinnvoll, da die Veränderungen vermutlich schwer zu erreichen wären mit einer Spülung und die Lavage auch ein deutliches Risiko für die Katze bedeuten würde.
1.) tumorverdacht - wo bitte? gibt das röntgenbild nicht her.

2.) mykoplasmen- oder pilzinfektion: mykoplasmen - klar, kann gut sein. pilze? SEHR selten. woher nimmt der arzt das bitte? und WENN er schon auf so etwas tippt - wieso macht man dann keine lavage? man MUSS es dann wissen, sonst kann man NICHT dagegen vorgehen.

3.) lavage ist nicht sinnvoll, weil veränderungen nicht zu erreichen sind? eine lavage ist eine LUNGENSPÜLUNG, das heißt es wird eine sterile flüssigkeit in die lunge "gepumpt", die kurz danach wieder abgesaugt wird. sie ist dann ein "spiegel" der flora der unteren atemwege, kann demgemäß auf bakterien, viren, pilze, parasiten etc. untersucht werden. wieso ist die lavage ein "deutliches risiko"? die argumentation dreht sich im kreis - WENN eine lavage notwendig ist, dann handelt es sich eben logischerweise um einen lungenkranken patienten. und dass da dann ein risiko da ist, immer, ist auch klar. dennoch ist eine lavage, wenn sie jemand durchführt mit der notwendigen kompetenz und übung, jetzt keine so große geschichte ...

4.) man hat also eine katze, die hustet und schnupft, an den augen symptome zeigt und sekret in irgendwelchen höhlen hat - alles 200% klassische symptome des katzenschnupfenkomplexes. dazu braucht es kein fieber und keine geschwollenen lymphknoten. eine rhinitis und lungenentzündung stehen im raum und dann fragt man sich, wo die schluckbeschwerden herkommen und untersucht NUR mit bildgebenden verfahren?

5.) der für mich ganz wesentliche punkt: siehe die fakten, unter anderem punkt 4. die reaktion der tierärzte? KEINE weitere ursachenforschung bzw. diagnostik ist geplant (abstrich oder lavage), man würde mal ein antibiotikum auf verdacht geben und ansonsten inhalationen mit dem pariboy. also cortison.

cortison ist ein immunsuppressivum. pariboy ist ein inhalationsgerät für ASTHMA, felines. cortison bei einer infektiösen atemwegsgeschichte ist KONTRAINDIZIERT! siehe in meinem faq die quellen.

sprich: bei einem röntgenbild, das, da stimme ich überein mit den tierärzten, deutliche veränderungen zeigt, denen man dringend auf den grund gehen sollte, sowie weiteren, deutlich in richtung atemwegsinfektion (katzenschnupfenkomplex) weisenden symptomen möchte man "vielleicht" mal ein antibiotikum auf verdacht geben und cortison draufknallen. keine weitere ursachenbestimmung oder diagnostik, die im übrigen gerade auch bei dem eingangs von den ärzten in den raum gestellten pilzverdacht absolut notwendig wäre (den kannst du aber getrost erst einmal vergessen, pilze sind da so selten statistisch, das ist wirklich unwahrscheinlich).

das ist alles, aber ganz sicherlich NICHT klinisch sauberes und/oder angesagtes vorgehen.

für eine atemwegsinfektion kommen bei katzen nicht allzu viele erreger in frage - primärerreger auf bakterieller seite können sein: mykoplasmen, chlamydien, bordetellen, ferner pasteurellen. auf viraler seite herpes und calici. die beiden hätte man aber im rachen eigentlich feststellen müssen, außerdem lösen sie eher weniger lungenentzündungen aus (herpes - in seltenen fällen; von calici - nicht bekannt, also so gut wie sicher nein).

es gibt vorgaben hinsichlich der antibiotika der 1., 2. und 3. wahl bei derartigen infektionen, siehe beispielsweise hartmann, "infektionskrankheiten der katze": https://books.google.de/books?id=gQA...0katze&f=false
seite 62 - übersicht erreger. siehe auch mein faq, da gibt es noch andere quellen und hintergrundinfos.

seite 77 - behandlung und länge der antibiosegabe. für mykoplasmen, chlamydien und bordetellen ist doxycyclin übergreifend das präparat, das alle beinhalten sollte bzw. gegen alle wirken sollte im idealfall. azithromycin, das hier nicht gelistet wird, wird auch häufiger eingesetzt. veraflox/pradofloxacin ist ebenfalls eine möglichkeit.

enrofloxacin (enrotab, baytril etc.) ist veraltet - das buch ist auch schon etwas älter (aber nicht per se veraltet). die resistenzlage hier ist nicht besser geworden (siehe unter anderem vetpharm), weil man enrofloxacin seit jahren in der massentierhaltung "verbrennt". marbofloxacin ist neueren datums, der nachfolger, und hat ein breiteres wirkspektrum als auch eine bessere resistenzlage. dasselbe trifft auf pradofloxacin zu im vergleich zu BEIDEN vorherigen antibiotika. darüber hinaus sollte man wissen, das sagt so gut wie kein tierarzt (!): bei enrofloxacin kann es zu einer seltenen, aber möglichen nebenwirkung kommen bei katzen - zu einer netzhautablösung. heißt = katze blind, für immer. ich finde es sehr fragwürdig, dass viele tierärzte das präparat immer noch einsetzen, obschon es zwei nachfolger hat, die potentiell besser wirken und bei denen dieses risiko nicht vorhanden ist. ich selbst habe es in keiner größeren klinik oder uniklinik erlebt, dass überhaupt noch enro gegeben wird ...

der klinisch saubere weg in eurem fall: lavage. mit test auf viren, bakterien, pilze, parasiten (lungenwürmer).

der pragmatische weg: ein sorgfältig auf die möglichen erreger abgestimmtes (!) antibiotikum in ausreichender dosierung (!) ausreichend lange (!).

und cortison mittels pariboy bzw. überhaupt cortison in keinem fall. ich bin kein tierarzt, nein, aber ich habe es auch nicht erfunden bzw. es ist nicht meine meinung, sondern die gängige lehrmeinung - siehe mein faq. dort stehen genügend quellen aus der literatur.
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Alt 16.03.2018, 22:35   #4
little-cat
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Ich wäre mit ein Lavage jetzt vorsichtig. Ihr hattet erst eine Narkose und die Katze ist 12j alt und hat Blutdruckprobleme. Man hätte alles bei der Zahn-op und Narkose durchführen sollen, leider versäumt.

Ich wurde jetzt erst mit Abstriche arbeiten, wenn die kein Ergebnis liefern, und es verschlimmert sich, dann einen Lavage. Zwei Narkose so knapp hintereinander bei einer 12 J alte Katze ...

Geändert von little-cat (16.03.2018 um 22:38 Uhr)
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Alt 17.03.2018, 15:43   #5
Schneeflöckchen_91
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Schneeflöckchen_91
 
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Hallo ihr Lieben, danke für eure Antworten!

Zitat:
Zitat von little-cat Beitrag anzeigen
Die Röntgenbilder sehen so aus wie die bei einer meiner Katzen, sie hat/hatte Herpes und Mykoplasmen in der Lunge. Die andere Maus eine schwere Lungenentzündung. Beide hatten Maulatmung und Keuchen und auch mal Niesen.
Danke für die Vergleichsbilder! Wurde denn bei deiner Katze auch eine Lavage gemacht oder habt ihr "nur" einen Rachenabstrich gemacht?

Zitat:
Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
was hat die katze noch für symptome?
husten, schnupfen - in welcher ausprägung?
wie lange geht das schon so?
Danke dir Frau Freitag, für den vielen Input!
Also sie keucht öfters so, meist in Verbindung mit dem Schnurren und der Maulatmung, aber das sie richtig hustet, so oft hintereinander, das habe ich den letzten Monaten nur 2 oder 3 Mal erlebt. Man hat das Gefühl, wenn sie das beim Schnurren mit der Maulatmung macht, als würde das Schnurren irgendwas im Hals reizen oder so und als würde sie versuchen, das dann loszuwerden. Bezüglich Schnupfen, man sieht an ihrer Nase nichts, also dass da irgendwas verkrustet wäre. Sie niest schon oft, auch beim Fressen schnieft sie sehr oft so (so als würde sie das Sekret aus der Nase rauspusten wollen). Richtige Niesanfälle, so mit ganz oft nacheinander, hat sie keine. Außerdem ist sie öfters mal heiser.

Ansonsten frisst sie immer noch sehr, sehr schlecht, ist schlapp und auch manchmal wackelig auf dem Beinen. Insbesondere, wenn sie sich geschüttelt hat, verliert sie ganz kurz das Gleichgewicht in der Hinterhand. Fängt sich aber immer wieder, also sie fällt nicht komplett um dabei. Auch beim Hochspringen fehlt ihr oft die Kraft. Der TA hatte auf mein Fragen hin mal ganz kurz über das CT drüber gescrollt und gesagt, dass sie wohl auch etwas Arthrose in der Hüfte hat.

Das mit der Maulatmung geht seit ca. 2 Monaten und das Niesen seit ca. 1 Monat. Ich war in der Zeit immer wieder beim TA mit ihr, in 2 verschiedenen Kliniken und immer wurde das mit dem Niesen runter gespielt. Wahrscheinlich wirkich, weil eben noch nichts eitrig ist. Aber ich befürchte, dass ist nur eine Frage der Zeit.
Dann war erst die Internistin krank, dann mussten wir nochmal auf einen Termin warten für Herzultraschall, dann war das mit dem Tumorverdacht (am nächsten Tag wäre die Zahn Op gewesen) und man sagte uns, wir sollen uns das nochmal überlegen, ob wir das überhaupt machen und ob wir dann nicht doch noch zusätzlich eine Lungenbiopsie machen lassen wollen. Sicherte uns gleichzeitig zu, dass wir innerhalb einer Woche dann einen neuen Termin für die OP bekommen könnten. Und dann hat man uns in 2 Monaten einen neuen Termin angeboten! Also Termin in einer anderen Klinik gemacht und so weiter und so fort...

Zitat:
dennoch ist eine lavage, wenn sie jemand durchführt mit der notwendigen kompetenz und übung, jetzt keine so große geschichte ...
Hast du eine Empfehlung für mich, wohin ich mich dafür am Besten wenden kann?

Zitat:
cortison ist ein immunsuppressivum. pariboy ist ein inhalationsgerät für ASTHMA, felines. cortison bei einer infektiösen atemwegsgeschichte ist KONTRAINDIZIERT! siehe in meinem faq die quellen.
Ok, dann werde ich Cortison auf keinen Fall geben lassen!

Zitat:
der klinisch saubere weg in eurem fall: lavage. mit test auf viren, bakterien, pilze, parasiten (lungenwürmer).

der pragmatische weg: ein sorgfältig auf die möglichen erreger abgestimmtes (!) antibiotikum in ausreichender dosierung (!) ausreichend lange (!).
Wie würdest du an meiner Stelle entscheiden? Wie lange dauert denn so eine Lavage, also bezüglich der Narkosezeit?

Zitat:
Zitat von little-cat Beitrag anzeigen
Ich wäre mit ein Lavage jetzt vorsichtig. Ihr hattet erst eine Narkose und die Katze ist 12j alt und hat Blutdruckprobleme. Man hätte alles bei der Zahn-op und Narkose durchführen sollen, leider versäumt.

Ich wurde jetzt erst mit Abstriche arbeiten, wenn die kein Ergebnis liefern, und es verschlimmert sich, dann einen Lavage. Zwei Narkose so knapp hintereinander bei einer 12 J alte Katze ...
Ja, da gebe ich dir natürlich recht. Ach, ich weiß nicht was richtig ist. Wenn ich denn einen TA finden würde, der wirklich Ahnung hat und das Ganze beurteilen kann und der nicht nur schnelles Geld verdienen will, dann wäre uns so sehr geholfen!

Geändert von Schneeflöckchen_91 (05.07.2018 um 23:04 Uhr)
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Alt 17.03.2018, 15:52   #6
little-cat
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Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen

Danke für die Vergleichsbilder! Wurde denn bei deiner Katze auch eine Lavage gemacht oder habt ihr "nur" einen Rachenabstrich gemacht?
Wir hatten ein Lavage und Abstrich, da sie ohnehin für ein OP da war, haben wir es kombiniert. Sie ist aber auch erst 2.5 J alt.

Wir hatten einen Inhalationsnarkose und sie wurde gut überwacht. Es dauert ca 15 min.
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Alt 18.03.2018, 23:32   #7
FrauFreitag
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ich würde sehr wahrscheinlich in anbetracht der narkoseprobleme usw. es zuerst pragmatisch versuchen, WENN es meine katze wäre.

die anzahl der verdächtigen, sprich: der primärerreger (= auslöser!), die in frage kommen können, ist überschaubar - siehe meinen letzten post.
es gibt antibiotika, die zumindest in der theorie der erfahrung nach gegen alle diese erreger greifen. antibiotika der wahl sind normalerweise eben siehe oben - doxycyclin, ferner azithromycin, veraflox.

kannst du in der oben genannten literatur nachlesen, in den quellen im faq, in weiteren threads hier habe ich auch quellen genannt, im netz findet sich das auch (google books, google scholar, pubmed usw.).

ich sage das so dezidiert, weil viele ärzte alle möglichen antibiotika verschreiben - und dann nachher gar nichts (richtig) wirkt und man wieder schulterzuckend dasteht ... leider alles schon selbst erlebt und hier fast täglich gelesen.

einen rachenabstrich KANN man natürlich machen lassen, ABER: was viele tierärzte einem auch anders verkaufen wollen - ein abstrich der OBEREN atemwege (rachen) oder der luftröhre KANN, MUSS ABER NICHT die gleiche flora vorweisen wie in den unteren atemwegen. und wenn man sich da dann auf eine behandlung versteift, sprich: auf einen erreger "einschießt", der eventuell eben NICHT derjenige ist, der das geschehen in den unteren atemwegen auslöst, wäre das blöd. kann nämlich eben auch passieren, so unter anderem bei meiner katze, die deshalb vom tollen klinikleiter fast eingeschläfert wurde, umsonst - siehe posting 16:
Faxen dicke *kotz* Vernünftiger & preisgünstiger TA im Großraum Stuttgart gesucht!
in dem fall besonders blöd, weil der tierarzt eben auch eine weitere wichtige regel missachtet hat: das vorhandensein von erregern heißt nicht, dass sie krankheitsauslösend sind. in unserem fall ist der pseudomonas zwar sicherlich auch krankheitsverstärkend gewesen, ABER da hätte der arzt noch etwas weiteres wissen müssen - dass der erreger so gut wie IMMER ein sekundärerreger ist ... und sich auf die suche machen müssen, ob da nicht doch mal noch ein primärerreger da ist. alles nicht so einfach mit der antibiose, und viele blicken leider wohl nicht wirklich durch, so bitter und arrogant sich das anhört - meine erfahrung.

ich würde es mit einem arzt absprechen, dass man eine antibiose gibt, jetzt - und ICH würde darauf achten, dass man ein adäquates ab gibt und dann bitte auch in ausreichender dauer (siehe mein letztes posting, hartmann schreibt für jeden der primärerreger einige wochen vor als empfehlung).
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Alt 26.05.2018, 21:23   #8
Schneeflöckchen_91
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Zitat:
Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
ich würde es mit einem arzt absprechen, dass man eine antibiose gibt, jetzt - und ICH würde darauf achten, dass man ein adäquates ab gibt und dann bitte auch in ausreichender dauer (siehe mein letztes posting, hartmann schreibt für jeden der primärerreger einige wochen vor als empfehlung).
Hallo ihr Lieben, bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder zu Wort melde…

Wir haben nun schon 8 Wochen mit Doxycyclin hinter uns. Sie wiegte zu Beginn 2,5 kg, mittlerweile wiegt sie ca. 2,7 kg und sie bekommt 2 x täglich ¼ der 50 mg Doxakne Tabletten, die sie zum Glück bisher sehr gut verträgt. Ich hoffe, dass die geringe Unterdosierung aufgrund ihrer Gewichtszunahme nicht schlimm ist bzw. war?

Wir hatten erst Bedenken wegen dem Doxypräparat, weil die TÄ in der Klinik meinte, die Tabletten (und generell Doxy Tabletten, egal welches Präparat) dürfe man auf gar keinen Fall teilen. Stattdessen solle ich meiner Katze dann 1x täglich (statt 2x) 1 ganze 50 mg Tablette geben. Ich habe mich dann in der Apotheke erkundigt, die Tabletten haben keine Bruchkerbe und es kann nicht sichergestellt werden, dass der Wirkstoff gleichmäßig in der Tablette verteilt ist. Ich habe mich dann aber trotzdem dazu entschlossen, die Tabletten zu vierteln und 2x täglich ¼ zu geben. Die TÄ in der anderen Klinik, bei der wir nun vor kurzem zur Nachkontrolle waren, hatte das auch so abgesegnet.

Auch habe ich nun im Nachhinein erfahren, dass um den Bereich um den Kehlkopf herum, die Schleimhaut entzündlich verändert gewesen sei, als bei der Narkose der Kehlkopf angeschaut wurde. Zuvor hieß es noch, da sei alles in Ordnung gewesen .

Sie hat vor dem Doxy 2 Wochen Kesium bekommen für die Zähne und das mit dem Niesen ist darunter zumindest deutlich besser geworden, wenn auch nicht ganz weg. Nach dem Absetzen wurde es wieder etwas schlimmer und auch unter dem Doxy hat sich daran nichts geändert. Im Gegenteil, in den letzten Tagen ist es wieder deutlich schlimmer geworden. Das mit dem auffälligen Schlucken und durchs Mäulchen atmen bzw. Keuchen beim Schnurren ist allerdings fast komplett weg. Ich denke, das kam von dieser Rachen- oder Kehlkopfentzündung und hatte mit der Lunge recht wenig zu tun. Sie hatte das wochenlang gar nicht mehr gemacht und dann vor ein paar Tagen ein Mal ganz dezent.

Gut geht es ihr leider immer noch nicht. Sie ist weiterhin schlapp und frisst schlecht. Ich vermute immer noch die Zähne als Mit-Übeltäter, obwohl die ja nach der OP eigentlich kein Thema mehr sein dürften. Laut Zahn-TA sieht aber alles top aus und er kann sich nicht vorstellen, dass etwas übersehen wurde. Er empfiehlt eine Schmerzmittelgabe, um zu schauen, ob sich darunter etwas verbessert.
Zugenommen hat sie vermutlich wegen dem Trockenfutter, dass ich ihr gezwungenermaßen nun geben musste, damit sie das Doxy drin behält. Denn Trockenfutter ist das Einzige, was sie relativ schmerzfrei fressen kann, wie ich herausgefunden habe. Extra kleines für Kitten, weil Backenzähne hat sie ja nun keine mehr.

Was mich nun allerdings verunsichert ist, dass die TÄ bei der Nachkontrolle gemeint hat, dass ein Kontrollröntgen der Lunge keinen Sinn machen würde, weil man da keine Veränderungen erwarten könnte. Ich habe aber hier schon gelesen, dass bei Lungengeschichten wieder geröntgt wurde und deutlich Verbesserungen sichtbar waren und dann anhand dessen entschieden wurde, ob das Doxy abgesetzt werden kann oder nicht. Sie meinte, dass ich das Doxy nun absetzen könne, weil sie ja so wieder gesund aussieht. Allerdings habe ich Angst, es abzusetzen und dann war es doch zu kurz und es kommt wieder und dann müssen wir da nochmal durch. Sie frisst die Tabletten nämlich leider auch nicht einfach so, nein ich muss sie ihr immer eingeben (ins Handtuch einwickeln inklusive), was sie zwar mittlerweile super lieb toleriert, aber es natürlich trotzdem alles andere als toll findet .

Was würdet ihr denn an meiner Stelle tun? Soll ich doch nochmal einen Termin machen zum Röntgen (vor 2 Wochen bekomme ich den aber vermutlich nicht) und es ihr so lange auf eigene Verantwortung weitergeben?

Allerdings reichen die Tabletten so lange auch nicht mehr und ich weiß nicht, ob sie mir die dann nochmal verschreiben. Auf der anderen Seite würde ich so gerne einfach auf das vertrauen, was die TÄ gesagt hat und ihr den TA-Besuch ersparen, sie hat doch immer so großen Stress…

Lieben Dank schon mal für eure Hilfe, insbesondere an dich Frau Freitag, dass du dir solche Mühe gemacht hast, so ausführliche Antworten zu schreiben !

Geändert von Schneeflöckchen_91 (05.07.2018 um 23:10 Uhr)
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Alt 04.07.2018, 21:09   #9
Schnurli15
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Hallo!
Ich habe gerade erst Deinen Leidensweg gelesen - wir haben GENAU das gleiche Problem mit unserem Siamkater. Identische Symptomatik, außer, dass er im Dezember 2017 das Fressen absolut einstellte und ich künstlich ernähren musste. Es besserte sich und wir bekamen gerade so das Essen rein, was er braucht für die Erhaltung. Wir haben die Lavage machen lassen, ohne Ergebnis. Nur die Tupferprobe ergab Mycoplasma felis und Mycoplasma spp. positiv in der PCR. Wir haben noch Kot abgegeben - Helicobacter positiv. Wir haben 11 Wochen lang mit Doxycyclin behandelt und wurden Mycoplasma felis los. Aber M. spp. waren noch da. Wir haben die dendritische Zelltherapie ausprobiert, Zylexis Kuren und Engystol. Gegen den Helicobacter geben wir Symbiolact Pylori und Pylopass (jeweils 1x am Tag). Wir vermuteten seine Übelkeit vom Helicobacter. Er hatte auch die leichte entzündliche Schwellung im Hals, Schluckbeschwerden und Husten. Der Husten machte uns Sorgen. Die Lungen sehen so aus wie bei Dir und die Krebsuntersuchungen haben wir alle hinter uns. Wir haben auch auf alle Infektionskrankheiten getestet (wahrscheinlich und unwahrscheinlich) - alle negativ (sogar Coronaviren waren negativ!).
Wir probieren jetzt ein Isolat zu erhalten und lassen eine Impfung herstellen. Weil wir nicht weiter wissen....
Blutbild ergab - alles 100% einwandfrei....
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Alt 05.07.2018, 09:26   #10
FrauFreitag
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Habe den Beitrag erst gerade gelesen - brauchst Du noch Hilfe, Tipps?
FrauFreitag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2018, 16:18   #11
Schnurli15
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Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
Habe den Beitrag erst gerade gelesen - brauchst Du noch Hilfe, Tipps?
Meinst Du mich? Ich bin immer für Tipps offen, da keine meiner Tierärzte oder -kliniken weiterwissen. Ich hatte gehofft, dass Schneeflöckchen_91 neue Erkenntnisse hat oder weiter weiß. Ist ja ein irrer Zufall, dass man jemanden findet, der genau das gleiche Problem hat und auch nicht wirklich weiterkommt...
Schnurli15 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.07.2018, 22:54   #12
Schneeflöckchen_91
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Schneeflöckchen_91
 
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Zitat:
Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
Habe den Beitrag erst gerade gelesen - brauchst Du noch Hilfe, Tipps?
Ja, ich bin immer super dankbar für Tipps und Hilfe!

Zitat:
Zitat von Schnurli15 Beitrag anzeigen
Hallo!
Ich habe gerade erst Deinen Leidensweg gelesen - wir haben GENAU das gleiche Problem mit unserem Siamkater.
Hallo Schnurli, Leidensweg trifft es... und leider wissen wir immer noch nicht, was ihr genau fehlt.

Meine Maus hatte das Doxy insgesamt 10 Wochen bekommen (und nun schon seit fast 4 Wochen nicht mehr). Wir hatten dann auch nochmal ein Röntgenbild gemacht bei der Haus-TÄ. Allerdings leider nur analog, deshalb nicht ganz so die perfekte Qualität zum Vergleichen, aber sie fand, dass durchaus eine Besserung sichtbar war.

Das mit dem auffälligen Schlucken und durchs Mäulchen atmen bzw. Keuchen beim Schnurren war ja fast komplett weg, ist aber in den letzten Tagen wieder gekommen, wenn auch nicht ganz so schlimm, wie zuvor. Ich habe aber trotzdem Angst, dass die Ursache dieselbe ist, wie davor und wir das Doxy vielleicht nicht lange genug gegeben haben und es nun wieder gekommen ist.

Das Niesen ist nach 8 Wochen Doxy RICHTIG schlimm geworden und seitdem hat sie aus dem rechten Nasenloch (und nur rechts) eitrigen Nasenausfluss und niest und schnieft weiterhin ständig. Husten hat sie allerdings keinen zum Glück.

Nächste Woche Dienstag haben wir einen Termin zur Rhinoskopie und Endoskopie von Kehlkopf und Speiseröhre (und evtl. auch Magen, das muss ich noch abklären), weil sie immer noch schlecht frisst und es ihr sichtlich schlecht geht. Sie sitzt immer so gekauert und verkrampft da, als hätte sie Magenschmerzen. Sie kaut auch leer (also ohne, dass Futter im Mäulchen ist) und beim Trockenfutter fressen muss sie zwischendrin immer wieder würgen, obwohl es ganz kleine Bröckchen sind und ich sie ihr auch nur einzeln gebe.
Beim Nassfutter tut ihr was weh beim Fressen, da wird dann nach wenigen "Bissen" mit weggeklapptem Öhrchen der Rückzug angetreten.
Speicheln tut sie auch, aber Erbrechen zeigt sie keines. Und abgenommen hat sie auch wieder, sie wiegt nur noch 2,45 kg.

Die verbliebenen Zähne sollen auch nochmal genau abgeklärt werden.

Ich hoffe, dass dann alles Nötige in einer Narkose gemacht werden kann. Und vor allem, dass man ihr ENDLICH helfen kann und sie wieder gut wach wird. Die TÄ war nämlich sehr deutlich bezüglich ihres Narkoserisikos und meinte, sie legt sie nur sehr ungern in Narkose. Beim letzten Mal sei sie nämlich sehr schlecht wach geworden. Aber ich sehe einfach keine Alternative.

Ich möchte auf jeden Fall, dass sie einen tiefen Rachenabstrich machen und aus der Nase natürlich auch eine Probe. Die Frage ist, auf was soll ich alles testen lassen?
Noch damals unter der Kesium Antibiose für die Zähne wurde ein Abstrich vom Auge, der Wangeninnenseite und außen an der Nase genommen, allerdings wurde nur mittels PCR auf 4 Sachen getestet. Dabei kam raus: Herpes und Calici negativ, Chlamydophila negativ und Mycoplasma spp positiv. Die Frage ist, wie aussagekräftig das ist, weil es ja unter der Kesium Antibiose gemacht wurde... Sollte ich jetzt auch nochmal auf Viren testen lassen, oder kann man das auslassen?

Hier nochmal die Zweitmeinung vom CT, das im März gemacht wurde. Da war das mit dem Eiter aus der Nase allerdings noch nicht der Fall:

"Computertomographische Diagnosen:
• Bronchiale Lungenzeichnung mit multifokalen Bronchiektasien und bronchialem „Plugging“
• „Air Trapping“/Hyperinflation der Lunge
• Mediastinale Lymphadenomegalie
• Bilaterale nicht-destruktive Rhinitis
• Mulitple zystische Leberläsionen und geringe Hepatomegalie – vermutlich biliäre Zystadenome und
mögliche Cholangitis/Triaditis/chronische Pankreatitis
• Verdacht auf noduläre bilaterale Vergrößerung der Schilddrüse. DD Nebenschilddrüsen

Interpretation:
Die Befunde sind typisch für ein felines Asthma/allergische Entzündung der unteren Atemwege mit möglicher Superinfektion sowie eine Entzündung/Infektion der oberen Atemwege.
Das „Tree-in-bud“ Muster ist typisch für Erkrankungen der unteren Atemwege, kann aber insbesondere auf Röntgenbildern mit einer nodulären Lungenzeichnung verwechselt werden.
Die Bronchiektasien und Atelektase sind in der Regel irreversibel. Die Prognose ist vorsichtig, da von einer dauerhaften Störung der mukoziliären Clearance auszugehen ist.
Die mediastinale Lymphknotenvergrößerung ist vermutlich reaktiv."


Ein erneutes geriatrisches Blutbild wurde Anfang der Woche gemacht, auch nochmal mit der fPLI und T4, da war laut Haus-TÄ aber alles in Ordnung. Auch die Leber-Werte.

Zitat:
Zitat von Schnurli15 Beitrag anzeigen
Wir probieren jetzt ein Isolat zu erhalten und lassen eine Impfung herstellen. Weil wir nicht weiter wissen...
Was für eine Impfung meinst du?

Zitat:
Ich hatte gehofft, dass Schneeflöckchen_91 neue Erkenntnisse hat oder weiter weiß.
Ich wünschte, ich könnte dir weiterhelfen . Es ist so schrecklich, so hilflos zu sein und nicht zu wissen, wie man seinem geliebten Tier helfen soll...

Geändert von Schneeflöckchen_91 (06.07.2018 um 04:00 Uhr)
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Alt 06.07.2018, 13:50   #13
FrauFreitag
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Zitat:
Zitat von Schnurli15 Beitrag anzeigen
Meinst Du mich? Ich bin immer für Tipps offen, da keine meiner Tierärzte oder -kliniken weiterwissen. Ich hatte gehofft, dass Schneeflöckchen_91 neue Erkenntnisse hat oder weiter weiß. Ist ja ein irrer Zufall, dass man jemanden findet, der genau das gleiche Problem hat und auch nicht wirklich weiterkommt...
--> auch
Ich lese nicht immer alles, da ich momentan zeitlich zu limitiert bin, versuche aber dennoch zu helfen, wenn ich irgendwo meinen erlernten Senf dazugeben kann, deshalb

Ok, ich trenne Euch mal

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
1.) Wir haben nun schon 8 Wochen mit Doxycyclin hinter uns. Sie wiegte zu Beginn 2,5 kg, mittlerweile wiegt sie ca. 2,7 kg und sie bekommt 2 x täglich ¼ der 50 mg Doxakne Tabletten, die sie zum Glück bisher sehr gut verträgt. Ich hoffe, dass die geringe Unterdosierung aufgrund ihrer Gewichtszunahme nicht schlimm ist bzw. war?

2.) Wir hatten erst Bedenken wegen dem Doxypräparat, weil die TÄ in der Klinik meinte, die Tabletten (und generell Doxy Tabletten, egal welches Präparat) dürfe man auf gar keinen Fall teilen. Stattdessen solle ich meiner Katze dann 1x täglich (statt 2x) 1 ganze 50 mg Tablette geben.
[...]
3.) Sie hat vor dem Doxy 2 Wochen Kesium bekommen für die Zähne und das mit dem Niesen ist darunter zumindest deutlich besser geworden, wenn auch nicht ganz weg. Nach dem Absetzen wurde es wieder etwas schlimmer und auch unter dem Doxy hat sich daran nichts geändert. Im Gegenteil, in den letzten Tagen ist es wieder deutlich schlimmer geworden. Das mit dem auffälligen Schlucken und durchs Mäulchen atmen bzw. Keuchen beim Schnurren ist allerdings fast komplett weg. Ich denke, das kam von dieser Rachen- oder Kehlkopfentzündung und hatte mit der Lunge recht wenig zu tun. Sie hatte das wochenlang gar nicht mehr gemacht und dann vor ein paar Tagen ein Mal ganz dezent.
[...]
4.) Er empfiehlt eine Schmerzmittelgabe, um zu schauen, ob sich darunter etwas verbessert.
[...]
5.) Was mich nun allerdings verunsichert ist, dass die TÄ bei der Nachkontrolle gemeint hat, dass ein Kontrollröntgen der Lunge keinen Sinn machen würde, weil man da keine Veränderungen erwarten könnte. Ich habe aber hier schon gelesen, dass bei Lungengeschichten wieder geröntgt wurde und deutlich Verbesserungen sichtbar waren und dann anhand dessen entschieden wurde, ob das Doxy abgesetzt werden kann oder nicht. Sie meinte, dass ich das Doxy nun absetzen könne, weil sie ja so wieder gesund aussieht.
1. und 2.) Dosierung Doxy siehe Vetpharm --> http://www.vetpharm.uzh.ch/wir/00000056/4250__F.htm
5-10mg pro kg Körpergewicht alle zwölf Stunden - da hat der Tierarzt echt am unteren Rand dosiert.
Was gar nicht geht bei Antibiotika generell: bei einem AB, das ZWEI- oder MEHRMALS täglich gegeben wird (das hat mit der Abbau- und somit Halbwertszeit zu tun, mit der Zeit, in der das AB in VOLLER Wirkstoffkonzentration vorhanden ist!), die Dosierung runterzuschrauben und einfach mehr bzw. das doppelte zu geben - was ist das denn bitte für ein Arzt? Hier mangelt es an grundlegenden Antibiosekenntnissen!

3.) Antibiose IMMER erst absetzen, wenn die Symptome abgeklungen sind - und dann auch nicht sofort, sondern erst nach einigen symptomfreien Tagen. Auch das gilt für ALLE Antibiosen bei Hund, Katze, Mensch, Affe, Yeti.
UND: Wenn eine Infektion unter Antibiose nicht besser wird nach fünf, maximal sieben Tagen - dann läuft etwas falsch. Entweder - Dosierungsfehler (nicht ausreichend hoch, Einnahme-/Gabefehler, Durchfall, etc.). Oder - falscher Wirkstoff. Da sollte man wechseln. Wenn eine Infektion unter Antibiose SCHLIMMER wird und keine gravierenden Fehler gemacht wurden bei der Dosierung/Gabe/kein Durchfall, dann sollte man SOFORT wechseln, dann passt der Wirkstoff nicht! Grundwissen Antibiose - Katze, Hund, Affe, Mensch, Yeti!

4.) NUR Schmerzmittel und keine weitere Diagnostik? Symptombekämpfung. Spricht NICHT für den Tierarzt.

5.) NATÜRLICH kann man ein Kontrollröntgen machen. Manchmal ist es nicht unbedingt notwendig, aber in der Regel sieht man sehr wohl Verbesserungen! Das weißt Du aber ja jetzt schon.
Und das Argument "absetzen, sie SIEHT JA GANZ GUT AUS" - ernsthaft?

... geht gleich weiter ...
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Alt 06.07.2018, 14:10   #14
FrauFreitag
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Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Meine Maus hatte das Doxy insgesamt 10 Wochen bekommen (und nun schon seit fast 4 Wochen nicht mehr). Wir hatten dann auch nochmal ein Röntgenbild gemacht bei der Haus-TÄ. Allerdings leider nur analog, deshalb nicht ganz so die perfekte Qualität zum Vergleichen, aber sie fand, dass durchaus eine Besserung sichtbar war.
Analog - wie Du schon schreibst, nicht perfekt. ABER: Eben doch etwas sichtbar --> Gruß an die Tierärztin, die das für unnötig hielt

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Das mit dem auffälligen Schlucken und durchs Mäulchen atmen bzw. Keuchen beim Schnurren war ja fast komplett weg, ist aber in den letzten Tagen wieder gekommen, wenn auch nicht ganz so schlimm, wie zuvor. Ich habe aber trotzdem Angst, dass die Ursache dieselbe ist, wie davor und wir das Doxy vielleicht nicht lange genug gegeben haben und es nun wieder gekommen ist.
Doxy über 8 Wochen ist - viel. Allerdings gibt man bei Mykoplasmen durchaus auch schon mal länger eine Antibiose, es gibt auch hier im Forum Fälle mit 12, 14 Wochen, ich kenne das leider auch. Dennoch gefällt mir persönlich nach dem, was Du erzählst, der Verlauf unter Doxy nicht so doll - wenn es darunter nicht komplett weg war, zwischendurch schlimmer wurde, etc.

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Das Niesen ist nach 8 Wochen Doxy RICHTIG schlimm geworden und seitdem hat sie aus dem rechten Nasenloch (und nur rechts) eitrigen Nasenausfluss und niest und schnieft weiterhin ständig. Husten hat sie allerdings keinen zum Glück.
DAS wiederum gefällt mir gar nicht - UND es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass hier Bakterien am Werk sind. 1. weil es NACH der Antibiose zugelegt hat und 2. weil Eiter beteiligt ist.

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Nächste Woche Dienstag haben wir einen Termin zur Rhinoskopie und Endoskopie von Kehlkopf und Speiseröhre (und evtl. auch Magen, das muss ich noch abklären), weil sie immer noch schlecht frisst und es ihr sichtlich schlecht geht. Sie sitzt immer so gekauert und verkrampft da, als hätte sie Magenschmerzen. Sie kaut auch leer (also ohne, dass Futter im Mäulchen ist) und beim Trockenfutter fressen muss sie zwischendrin immer wieder würgen, obwohl es ganz kleine Bröckchen sind und ich sie ihr auch nur einzeln gebe.
Beim Nassfutter tut ihr was weh beim Fressen, da wird dann nach wenigen "Bissen" mit weggeklapptem Öhrchen der Rückzug angetreten.
Speicheln tut sie auch, aber Erbrechen zeigt sie keines. Und abgenommen hat sie auch wieder, sie wiegt nur noch 2,45 kg.

Die verbliebenen Zähne sollen auch nochmal genau abgeklärt werden.
Zähne abklären - ja bitte.
Wer hat die gemacht und wie? Zahntierarzt, Dentalröntgen, Inhalationsnarkose, Monitoring?

Darüber hinaus - nein, nicht schön!

Wie sieht der Rachen aus, siehst Du das was? Ich ziele auf einen viralen Befall in den oberen Atemwegen ab, Herpes und/oder Calici - beides äußerst sich mit Rötungen, Läsionen, Bläschen etc..

Du hast das Doxy immer mit Futter/Flüßigkeit etc. gegeben? Es ist ja reizend, kann deshalb in seltenen Fällen, wenn es ständig in der Speiseröhre steckenbleibt, zu einem Ulcus führen.

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Ich hoffe, dass dann alles Nötige in einer Narkose gemacht werden kann. Und vor allem, dass man ihr ENDLICH helfen kann und sie wieder gut wach wird. Die TÄ war nämlich sehr deutlich bezüglich ihres Narkoserisikos und meinte, sie legt sie nur sehr ungern in Narkose. Beim letzten Mal sei sie nämlich sehr schlecht wach geworden. Aber ich sehe einfach keine Alternative.
Rhinoskopie, Endoskopie - was versprechen sich die Ärzte GENAU davon? Schon klar, schauen, "was geht". Aber - was vermuten sie? Das sind bildgebende Verfahren. Vieles an Eurer Symptomatik spricht zumindest für eine bakterielle Beteiligung.

Sicher darf man nie vergessen, dass bei einer derart verzwickten Geschichte nicht notwendigerweise "nur" EINE URSACHE vorhanden ist. Das ist etwas, das viele Tierärzte auch gerne mal unter den Tisch fallen lassen bzw. nicht im Fokus haben.

Hatte ich auch schon häufiger im Freundes-, Bekanntenkreis bzw. hier im Forum: Da versteift man sich dann darauf bei einer Atemwegskiste, dass es Bakterien sein müssen ODER felines Asthma, die Symptome sind zwei- bzw. vieldeutig - und dann ist es eben auch mal BEIDES. Das KANN SEIN - sicherlich ist es dann nicht die wahrscheinlichste Variante, aber man sollte es eben im Hinterkopf behalten, dass zig Symptome nicht immer nur auf EINE URSACHE zurückzuführen sein müssen! (Das wiederum ist natürlich eine Grundregel ...)

Warum ich hier nachhake: Eine Lavage kann man unter Inhalationsnarkose machen, die weit weniger riskant ist als eine normale Narkose. Eine Endoskopie nicht. Insofern müssten für mich hier klare überzeugende Argumente her, WARUM die Tierärzte die bildgebenden Verfahren anstreben, was sie im Auge haben zwecks eines Verdachts. Dass bei Euch Bakterien am Werke sind, steht für mich außer Frage - allerdings kann es eben sein, dass NICHT NUR Bakterien da sind ...

Darüber hinaus: Wenn Deine Katze Narkoseprobleme hat, dann würde ich, so es denn geht, NUR NOCH Inhalationsnarkosen vornehmen lassen, wenn eine Narkose nötig ist.

Und: Klar, eine Lavage beispielsweise birgt immer ein Risiko. Da beißt die Maus aber keinen Faden ab, weil - wer braucht eine Lavage? Der, der eine Erkrankung der unteren Atemwege hat. Bei dem ist eine solche dann natürlich auch potentiell risikobehafteter, wenn er ohnehin schon schlecht Luft bekommt. Aber jemand, der Luft bekommt und keine Probleme hat, braucht eben auch keine Lavage.

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Ich möchte auf jeden Fall, dass sie einen tiefen Rachenabstrich machen und aus der Nase natürlich auch eine Probe. Die Frage ist, auf was soll ich alles testen lassen?
Noch damals unter der Kesium Antibiose für die Zähne wurde ein Abstrich vom Auge, der Wangeninnenseite und außen an der Nase genommen, allerdings wurde nur mittels PCR auf 4 Sachen getestet. Dabei kam raus: Herpes und Calici negativ, Chlamydophila negativ und Mycoplasma spp positiv. Die Frage ist, wie aussagekräftig das ist, weil es ja unter der Kesium Antibiose gemacht wurde... Sollte ich jetzt auch nochmal auf Viren testen lassen, oder kann man das auslassen?
Abstrich Nase - yep, würde ich auch machen lassen.
Tiefer Rachenabstrich - mmmh.

Schau Dir bitte mal die Geschichte meiner Zora an, siehe Posting Nr. 16:
Faxen dicke *kotz* Vernünftiger & preisgünstiger TA im Großraum Stuttgart gesucht!
Der wichtige Aspekt daran:
Zitat:
Zitat von FrauFreitag Beitrag anzeigen
---> tierklinik esslingen
ich wollte einen abstrich haben und KEIN röntgenbild. arzt schlägt luftröhrenabstrich vor. ich habe dezidiert nachgefragt, ob man dort dieselbe flora hat wie in der lunge - ja, klar. ganz sicher? ja.
alles in allem, soweit ich mich erinnere, um die 400 euro gelatzt - für die katz' oder eben nicht, wie sich später heraus stellte, natürlich MIT hauseigenem röntgenbild und blut, dass ich nicht geordert hatte ...
abstrichergebnis: pseudomonas aeruginosa. behandlung mit umgewidmetem, hochtoxischem reserveantibiotikum (colistin --> polymyxin; extrem toxisch, gefahr der nebenwirkungen, der gravierenden, extrem hoch).
nach über drei wochen: kein ergebnis. extremer husten mit erstickungsanfällen immer noch da. arzt rät zum einschläfern.

---> lmu münchen
lungenspülung machen lassen.
siehe da: flora in der lunge doch eine andere: mykoplasmen und pseudomonas aeruginosa. pseudomonas ohnehin sekundärerreger (setzt sich auf bestehende infektionen drauf) - hätte esslingen wissen müssen ... nach wochenlanger behandlung mit einfachem doxycyclin auf einmal: husten weg.
katze wäre ohne lmu und mich schon lange tot - siehe oben.
FrauFreitag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.07.2018, 14:44   #15
FrauFreitag
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Fortsetzung:

Sprich: Abstrich aus den "tiefen" Atemwegen NICHT ZWANGSLÄUFIG gleich Flora obere Atemwege NICHT ZWANGSLÄUFIG gleich Flora untere Atemwege!

Wie fatal dieser dämliche Fehlschluss von Tierärzten ist, sieht man am Zora-Beispiel. Ich streite jedes Mal wieder rum mit Tierärzten deswegen - da will man einen Abstrich aus dem Auge nehmen, um zu wissen, ob die Katze Herpes in den (unteren) Atemwegen haben könnte. Wtf? Hatte ich erst vor einiger Zeit wieder.

Bei Euch ist es jetzt zugegebenermaßen komplizierter: Die Nase sitzt voll, da ist in jedem Fall etwas. Die unteren Atemwege? Wie sieht das neuere Röntgenbild aus, ist da immer noch was? Wie sind ihre heutigen/jetzigen Symptome?

Zitat:
Zitat von Schneeflöckchen_91 Beitrag anzeigen
Hier nochmal die Zweitmeinung vom CT, das im März gemacht wurde. Da war das mit dem Eiter aus der Nase allerdings noch nicht der Fall:

"Computertomographische Diagnosen:
• Bronchiale Lungenzeichnung mit multifokalen Bronchiektasien und bronchialem „Plugging“
• „Air Trapping“/Hyperinflation der Lunge
• Mediastinale Lymphadenomegalie
• Bilaterale nicht-destruktive Rhinitis
• Mulitple zystische Leberläsionen und geringe Hepatomegalie – vermutlich biliäre Zystadenome und
mögliche Cholangitis/Triaditis/chronische Pankreatitis
• Verdacht auf noduläre bilaterale Vergrößerung der Schilddrüse. DD Nebenschilddrüsen

Interpretation:
Die Befunde sind typisch für ein felines Asthma/allergische Entzündung der unteren Atemwege mit möglicher Superinfektion sowie eine Entzündung/Infektion der oberen Atemwege.
Das „Tree-in-bud“ Muster ist typisch für Erkrankungen der unteren Atemwege, kann aber insbesondere auf Röntgenbildern mit einer nodulären Lungenzeichnung verwechselt werden.
Die Bronchiektasien und Atelektase sind in der Regel irreversibel. Die Prognose ist vorsichtig, da von einer dauerhaften Störung der mukoziliären Clearance auszugehen ist.
Die mediastinale Lymphknotenvergrößerung ist vermutlich reaktiv."


Ein erneutes geriatrisches Blutbild wurde Anfang der Woche gemacht, auch nochmal mit der fPLI und T4, da war laut Haus-TÄ aber alles in Ordnung. Auch die Leber-Werte.
Puuh. Ich bin kein Tierarzt, das habe ich oft genug erwähnt. Und auch kein Mediziner. Nur ein Laie mit autodidaktisch erworbenem Wissen aus Büchern und penetrantem Nachfragen bei diversen Medizinern unterschiedlichster Fachrichtungen. Ich muss hier auch nachschauen zwecks einiger Fachbegriffe.

Ok ...
Bronchiektasie = irreversible sackförmige oder zylindrische Ausweitungen der mittelgroßen Atemwege
--> angeboren oder erworben - wenn erworben kommen wohl diverse Ursachen in Frage, sowohl infektiöser als auch chronischer Natur; hilft wohl deshalb nicht unbedingt über den Aspekt einer "Zustandsbeschreibung" hinaus weiter, so lese ich das
Hyperinflation = "Überblähung", zuviel Luft
--> Ursache? obstruktive Atemwegserkrankung ziemlich sicher, aber woher/verursacht durch was?
Mediastinale Lymphadenomegalie =
Siehe z.B. hier:
https://books.google.de/books?id=xV4...egalie&f=false
Ergo eine Vergrößerung der Lymphknoten, und zwar regionaler Natur --> das Mediastinum betreffend (Mittelfelrauml, Gewebsraum in der Brusthöhle)
Hier steht auch noch etwas dazu, hilft aber (zumindest mir) gerade nicht wirklich weiter:
https://books.google.de/books?id=cBV...egalie&f=false

Zum Rest kann ich nicht wirklich etwas sagen - Leberauffälligkeiten? Weiß nicht, ob man da noch was abklären sollte. Pankreatitis? Kennen sich andere besser aus. Schilddrüse? Sollte man checken lassen --> Blutbild.

Der abschließende Befund ist klar in seiner "Unklarheit"
Eine Atemwegsinfektion der OBEREN ATEMWEGE scheint für den Arzt klar zu sein, was die unteren angeht, legt er sich nicht fest, kann sich nicht festlegen. In Frage kommt - entweder auch eine Infektion der UNTEREN Atemwege ODER felines Asthma ODER beides, plus natürlich der Infektion der OBEREN ATEMWEGE.

Was jetzt?
Es ist nicht einfach, ich kein Mediziner usw. - bin hier auch ansatzweise überfragt, aber nicht vollkommen

Für mich wären die Fragen aus dem letzten Posting wichtig und darüber hinaus auch ein paar andere:
1.) Wieso bildgebende Verfahren, wieso keine Lavage?
2.) Rachen?
3.) Blutbild? Kannst Du es mal einstellen, von wann ist es?
4.) Alter der Katze
5.) Was war mit den Zähnen genau? Was wurde gemacht?
6.) Das Abstrichergebnis war von wann genau? Nur Nase, Augen, Wangeninnenseite, oder?
7.) Aspergillose? Ich werfe es einfach mal ein, selten bei der Katze, aber möglich. Barbarossa hatte so einen Fall hier im Forum.
Dr. Schulz, Uni München dazu (Pneumologin!):
http://www.hundkatzepferd.com/archiv...fektionen.html
Sowie: https://www.tierklinik.de/medizin/in...n/aspergillus?
Hier frage ich mich: Hat das CT den Nasenbereich umfasst, siehe Schulz?
8.) Wurde irgendwann mal ein Herzultraschall gemacht? Ich frage zwecks des felinen Asthmas, das ja immerhin theoretisch mit im Raum steht. Viele Asthma-Katzen haben eine rechtsseitige Herzvergrößerung.
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