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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 19.07.2011, 20:25   #31
kleinChrissi
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Zitat:
Zitat von Sahayes Beitrag anzeigen
Hmpf. Ich hoffe das hier einige schreiben die Wohnungskatzen/kater haben, die auch schon "älter" sind und eben nicht nur zwei Katzen haben.

Die Chance ist relativ gering, dass es hier so welche gibt oder?

Mich würden allgemein auch Erfahrungsberichte interessieren, bei denen nicht nur "Jungspunde" zusammengeführt werden und wo mind. 2 Katzen schon vorher im Haushalt lebten.
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Alt 19.07.2011, 20:27   #32
Sahayes
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Na warten wir mal, vielleicht kommt ja noch was.
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Alt 19.07.2011, 22:22   #33
Balli
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Meine ganzen guten Vorsätze.... zum Teufel. Wegen euch.

Ich machs bei Neuzugängen immer so, wie im Eingangsposting beschrieben. Das heisst, wenn es geht, bisher ging das zweimal nicht.

Mit zwei kleinen Abweichungen zum auf Seite 1 beschriebenen Szenario, ohne Gittertüre und mit Fiete als Vorturner.
Fiete ist unser Versuchstier, eine der wenigen Katzen mit ordentlich Humor. Die meisten Katzen sind ja eher ehrenkäsig. Er verfügt zudem über hohe kätzische Sozialkompetenz. Also, er tut Angsthasen nix, lässt sich von Grossmäulern nicht ins Bockshorn jagen und ist anfangs auch nicht aufdringlich, sondern geht eigentlich freundlich auf jeden zu.

Der darf als erster zur separierten Katz. Aber erst nach ein paar Tagen (bzw. bei Wildlingen natürlich länger), wenn die neue Katz sich eingewöhnt hat und nicht mehr platt wie eine Flunder im Kuschelbettchen klebt. Die muss also schon einigermassen aufgetaut uns Menschen gegenüber sein, die Geräusche und Gerüche im Haus erfasst haben und gut futtern.

Nach Fiete darf Linda (Hund) als nächste mit rein. Das muss so, weil Fiete den Neuen vorkaspern muss, dass der Hund keine Katzen frisst.
Das ging bisher jedesmal so schnell, dass ich jedesmal mit offenem Mund da stand. Hund ist keine 5 Minuten im Katzenzimmer, zack, schon wird er befreundet. Der laufen aber auch Wildlinge beim Gassigehen hinterher.

Dann, nach Fiete und Linda, darf die nächste Katz mit rein, halt auch wieder eine, die Katzen-Klartext kann. Und so weiter, und so fort. Die, die Probleme mit Neuen haben, müssen bis zum Schluss warten.

Dann darf der Neue irgendwann raus aus dem Zimmer. Die meisten kennt er bis dahin und die neue Welt ist deshalb nicht mehr ganz so gruselig für ihn. Die Tür zum Katzenzimmer bleibt offen, er kann sich also zurückziehen, wenn er will. Dann mache ich auch für ein paar Stunden die Türe zu und lasse ihn all die neuen Eindrücke verarbeiten und ausruhen. Eine bis zum Platzen unter Anspannung stehende Katze braucht Pausen.
Dann die nächste Runde.
Und so weiter, und so fort.

Während der ersten Zeit "moderiere" ich so aus dem Hintergrund rum. Die, die sich lieb nähern und freundlich sind, werden gelobt, und die, die bissel den Affen machen, werden ausgebremst.
Das gibt allen Sicherheit, wenn sie ein wenig angeleitet werden.

Die beiden, bei denen das so nicht ablief, waren Franzi und Anton. Zwei Wildlinge, (adulte Kater) die hier im Garten wohnten, aber seeeehr scheu waren. Ich hab Fotos von beiden aus dem Garten, die total grieselig sind, weil ich sie mit höchstem Zoom aufgenommen habe, weil ich nicht näher an sie ran kam. Bis sie - ich schwöre, es war so - eines Tages einfach beschlossen, Hauskatze werden zu wollen.


Ich überlege gerade, ob ich noch was Wichtiges vergessen habe, von dem ich meine, dass man unbedingt bei der Zusammenführung drauf achten sollte. Wenn mir was einfällt, geb ich Laut.
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Geändert von Balli (19.07.2011 um 22:26 Uhr)
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Alt 19.07.2011, 22:33   #34
minna e
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Zitat:
Zitat von Sahayes Beitrag anzeigen
Hm habs mir jetzt mal durchgelesen. Aber es wird nur von zwei Katzen geredet. Was ist, wenn man eine bestehende Gruppe hat und einen Neuzugang. Da ist es ja weitaus schwieriger.
nicht unbedingt, kommt sehr auf die katzen an .

Zitat:
Zitat von Sahayes Beitrag anzeigen
Hmpf. Ich hoffe das hier einige schreiben die Wohnungskatzen/kater haben, die auch schon "älter" sind und eben nicht nur zwei Katzen haben.

Die Chance ist relativ gering, dass es hier so welche gibt oder?
treffer

bei meinem letzten zugang (katze, zwischen drei und fünf jahre alt geschätzt) hatte ich einen kater und eine katze 2001/2 geboren, die anderen beiden kater von 06.

das war im letzten jahr.

ich habe nicht separiert, sondern der kleinen dame zugetraut, sich in den vierertrupp einzugliedern. und das hat geklappt. wenn auch ganz anders. als gedacht und auch mit startschwierigkeiten.

Zitat:
Zitat von kleinChrissi Beitrag anzeigen
Mich würden allgemein auch Erfahrungsberichte interessieren, bei denen nicht nur "Jungspunde" zusammengeführt werden und wo mind. 2 Katzen schon vorher im Haushalt lebten.
wie gesagt, das habe ich gemacht.

genaueres schreibe ich mal in ruhe auf. (ist mir jetzt zu spät)
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Alt 19.07.2011, 22:37   #35
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genau genommen ist es auf alle fälle anders gelaufen, als der threadtitel sagt
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Alt 19.07.2011, 22:41   #36
(Sa)rah
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Zitat:
Zitat von kleinChrissi Beitrag anzeigen
Mich würden allgemein auch Erfahrungsberichte interessieren, bei denen nicht nur "Jungspunde" zusammengeführt werden und wo mind. 2 Katzen schon vorher im Haushalt lebten.
ich kann leider nicht mit beidem dienen.

darf ich eigentlich was schreiben,wenn die "neuen" direkt in die gruppe setze, oder ist das dann nicht mehr sinn des threads?

fuchur war der einzige, den ich nicht einfach dazugesetzt hab.
mit einer schlimmen angst vor menschen kam er zu uns und hat sich erstmal nur verkrochen. fressen wollte er auch erstmal nicht. wir haben ihn knapp eine woche lang so gut es ging ignoriert, bis auf das übliche wie vorlesen und erzählen.
mikesch durfte als erster rein, aus dem einfachen grund,dass er ein sehr sonniges gemüt hat und total unkompliziert ist.
nachdem mikesch sich also mit fuchur angefreundet hatte und sich langsam vor traute, durfte simba ins zimmer.
als schließlich die tür für alle offen stand, gab es erstmal ein riesen theater von violett (=oberzicke,wie wir feststellen durften), die fuchur regelrecht gejagt und gekloppt hat.

jetzt würde ich,alles was älter als 6monate ist, nicht einfach mehr dazu setzen.
fuchur hat es zwar nicht geschadet,da er sich jetzt gut mit der zicke versteht, es aber doch seeehr anstrengend war, für mensch und tier.
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Viele Grüße Sarah und die Jungs
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Alt 19.07.2011, 22:58   #37
Balli
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Was mir noch eingefallen ist: wenn das neue Katz raus darf, Glotze aus, Musik aus. Nicht noch mehr verwirren, das soll sich nicht drauf konzentrieren müssen Geräusche auszufiltern, sondern auf das, was er tut und die anderen tun. Kein Geplapper nebenher am Telefon.
Abstand zu den Katzen halten, also sich nicht direkt peb daneben stellen, sondern eher so aus dem Hintergrund beobachten und anleiten.
Und ja, mit vollem Ränzlein streitet es sich nicht so gut. Hungrige Katzen sind streitlustige Katzen.

Britta, go
Bei sechs Kumpeln zur Auswahl findet jeder Topf sein Deckelchen.
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Alt 19.07.2011, 23:01   #38
Sahayes
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Also erstmal hab ich 7 wa. Tsts.
Aber is ja erstmal nur so ne Frage. Aber man will ja gut vorbereitet sein,wenn... vielleicht mal... irgendwann und so.

Musik hören wir zuhause gaaanz selten. 2 mal im Jahr oder so. Glotze joa kann ich ausmachen. Aber nit den Laptop.
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Alt 19.07.2011, 23:13   #39
kleinChrissi
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Zitat:
Zitat von Balli Beitrag anzeigen
Meine ganzen guten Vorsätze.... zum Teufel. Wegen euch.

Auch wenn dir das net viel hilft - DANKE!


Auch den anderen ein danke für die Erfahrungsberichte - sollte es bei mir traurigerweise dazu kommen, werde ich sicher schon etwas "beruhigter" rangehen können und wissen, an wen ich mich wenden kann
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Alt 20.07.2011, 00:20   #40
Balli
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Zitat:
Zitat von Sahayes Beitrag anzeigen
Also erstmal hab ich 7 wa. Tsts.
Ups. T'schuldigung. Kürzlich hab ich noch vollmundig behauptet, ich könne bis 11 zählen.

Chrissi, warum traurigerweise? Hab ich was verpasst?
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Alt 20.07.2011, 11:31   #41
kleinChrissi
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Zitat:
Zitat von Balli Beitrag anzeigen
Chrissi, warum traurigerweise? Hab ich was verpasst?
Paddys Oma gehts zusehends schlechter, sie baut von Tag zu Tag immer mehr ab.
Sie würde dann die Micky zurücklassen (Katze, 4 Jahre, auch etwas kleiner geraten, so wie Mupfel).

Die Frage ist, ob Paddys Onkel (der derzeit mit bei der Oma wohnt) sie mitnimmt oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein, kommt sie zu uns! Ins TH oder zu fremden Personen will ich sie nicht lassen!

Deshalb traurigerweise...
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Alt 25.07.2011, 08:13   #42
Moment-a
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Als überzeugte Verfechterin der langsamen Zusammenführung, möchte ich meine Erfahrungen schildern:

Nach dem Tod der ersten Gefährtin (damals 10 Jahre) von meinem Kater Moritz (damals ebenfalls 10 Jahre), musste ich innerhalb weniger Tage eine neue Katzengefährtin suchen, weil Moritz ganz furchtbar trauerte und das Fressen einstellte.
Ich traf nicht die richtige Entscheidung, sondern eine Entscheidung aus Mitleid und mangels anderer Katze, und entschied mich für Lady (damals 8 Jahre).

Damals trennte ich nicht und die Lady fand innerhalb weniger Stunden, daß sie ein tolles neues Zuhause gefunden hat....und nur der Kater eindeutig überflüssig war
Im übertragenen Sinne packte sie seine Koffer und hätte gerne gesehen, daß er auszog
Irgendwie fanden wir eine Basis, aber es holperte mehr vor sich hin, als daß es ein gutes, harmonisches Miteinander war.
Da Moritz sehr sozial war und Artgenossen gegenüber sehr aufgeschlossen war, entschied ich mich für eine weitere Katze, damit er Moritz etwas "für´s Herz" bekam. Das war 2007 und die spanische Cari zog ein.

Nach Cari zogen noch weitere Katzen ein und es wird seitdem ausschließlich eine langsame Zusammenführung praktiziert, weil Lady generell auf neue Artgenossen mit Ablehnung reagiert.
Die Katzen waren also alle über 10 Jahre und die Neuzugänge immer 10 Jahre +/-, alle mit schwieriger/unbekannter Vorgeschichte, mit schlimmer Vergangeneheit.



Unsere Neuzugänge werden generell IMMER separiert. Die ersten Tage bleiben sie mit geschlossener Tür im Büro, damit sie zur Ruhe kommen.Sie bekommen die Chance mich kennenzulernen, sich an neue Geräusche zu gewöhnen.
Cari kommt aus Malaga und hat m.E. vorher noch nie in der Wohnung gelebt.
Sicher kommen die Tiere "in eine bessere Welt", aber man sollte immer berücksichtigen welcher Schock das für die Tiere bedeutet.
Wir haben eine andere Kultur, wir leben anders, wir reden anders. Die Tiere wissen nicht, daß "sie es nun besser haben". Woher denn?

Also bleiben die Neuzugänge einige Tage im Büro, so kann ich zum einen den Kot zur Untersuchung auf Darmparasiten bringen und ich kann kontrollieren, ob die Katzen fressen, trinken, wie sie sich insgesamt verhalten.

Nach einigen Tagen wird die Gitternetztür eingesetzt....zum Schutze der Neuzugänge!
Die Gitternetztür bleibt solange drin, bis Lady zeigt, daß sie gesehen hat, daß das Dingsda wirklich existiert, lebt und hier wohnt
Sie hofft jedesmal, daß sie mal wieder nur eine Erscheinung hat. Wenn sie dann die Realität erkannt hat, gibt es von ihrer Seite immer mächtig Gegenwind. Sie knurrt, faucht und moppert herum.

Wenn zu sehen ist, daß sie sich entspannt, wenn sie ohne großes Getöse am Büro vorbeigehen kann, dann wird die Gitternetztür entfernt.

Anfangs bleibe ich in der Nähe, zum Schutze der Neuzugänge, um hier und dort sanft einzugreifen und irgendwann findet sich die Gruppe.



Aufgrund des schwierigen Charakters meiner Lady, werden die neuen Katzen explizit NUR nach dem Charakter ausgesucht. Die neuen Kater MÜSSEN sich mit Lady arrangieren und dafür braucht es ein gutes Sozialverhalten, keinerlei Dominanz und Gelassenheit.
Das Kriterium "oh wie hübsch" gibt es bei mir nicht, weil ich Lady nicht mit Schönheit beeindrucken kann


Hier der Beweis, daß die Vergesellschaftung mit älteren Katzen durchaus funktionieren kann:

Zu dem Zeitpunkt war
Lady (schwarzweiß) 11 Jahre
Picias (braun) 9 Jahre
Moritz (graugetigert) 13 Jahre
Cari (schwarz) 11 Jahre




Picias verstarb leider nach 16 Monaten und da Cari sich sehr alleine fühlte, musste ein weiterer Kater einziehen.

Das ist ein aktuelles Foto
Lady 14 Jahre
Moritz 16 Jahre
Yogi 10 Jahre
Cari 14 Jahre




Nach Picias und vor Yogi zog ein anderer Kater ein, der wollte nicht bei uns leben, weil er sein Zuhause schon auf der Pflegestelle (jetzt Endstelle) gefunden hat.

Nicht jede Vergesellschaftung funktioniert. Man kann nur nach besten Wissen und Gewissen das Tier aussuchen.
Man muß - gerade bei erwachsenen Tieren! - den Charakter der eigenen Katzen gut einschätzen können und sich auf die Angaben des Tierheimes, der Pflegestelle verlassen.

Das wichtigste ist der Charakter...und nicht das Aussehen!!
Man kann sich eine Katze eher schön gucken als mit einem unpassenden Charakter zusammenleben.


Für mich ist die langsame Zusammenführung die einzig richtige Entscheidung.
Wenn ich mich für ein neues Tier entschieden habe, dann deshalb, weil ich der Meinung bin, daß es zu meinen Katzen passt.
Ich möchte, daß sich die Tiere langfristig verstehen, miteinander klarkommen.

Und was sind anfangs 10-15 Tage erhöhter Aufwand gegen eine lebenslange Freundschaft bzw. gegenseitige Akzeptanz?
Das ist doch nichts....ausser eine sanfte Gewöhnung aneinander.


LG
Claudia
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Alt 03.08.2011, 22:27   #43
Catma
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Zitat:
Zitat von locke1983 Beitrag anzeigen
Vielleicht mag noch jemand erzählen, der mehr Katzen zusammen geführt hat.
Zitat:
Zitat von kleinChrissi Beitrag anzeigen
Mich würden allgemein auch Erfahrungsberichte interessieren, bei denen nicht nur "Jungspunde" zusammengeführt werden und wo mind. 2 Katzen schon vorher im Haushalt lebten.
Hier ich

Bei mir lebten Carlos (8) und Leo (4). Es kam Chico dazu (1 Jahr alt, er lief mir zu) und eine Woche später Orlando (auch 1 Jahr, sein Kumpel, beide kamen aus schlechter Haltung).

Chico kam unverhofft, eine Nachbarin brachte ihn mir, deswegen hatte ich gar keine Zeit für Überlegungen und bin in dem Trubel gar nicht auf die Idee gekommen, erstmal zu separieren... Hatte hier in der Wohnung auch alle Türen ausgehängt... Carlos und Leo kamen gleich angehoppelt und beäugten Chico, der war gar nicht verschüchtert, habe trotzdem die beiden "alten" (kurz, es war kalt) auf den Balkon verfrachtet, damit Chico erstmal in Ruhe fressen und sich umsehen kann.
(u. A. wegen der Gefahr ansteckender Krankheiten bin ich dann mit ihm gleich zum TA)
Er ist hier gleich herumstolziert, als wäre er schon immer hier gewesen. Alle 3 waren sehr aneinander interessiert, es gab hektisches Geschuppere und auch mal Gefauche, aber nur kurz und das wars Vorsorglich habe ich aber die Schlafzimmertür wieder eingehängt, die ich später dann doch gebraucht habe.

Ich glaube, dadurch dass Carlos und Leo schon so lange in einträchtiger Harmonie hier ihr "Hausrecht" genossen haben, hatten die gar keine "Angst" vor einem Störenfried - und es war irgendwie sonnenklar, wer sich hier unterzuordnen hat Wenn Chico sich zB in seiner Wirbelwindmanier Carlos genähert hat, hat der nur mal lässig 1 Pfote gehoben und Chico hat gleich abgebremst. Mit Leo hat er viel gerauft, auch sehr ruppig, Leo hat ihm Grenzen gesetzt und Chico hats verstanden, also er hat die 2 gleich als "Herren im Haus" akzeptiert.
Sie mochten sich gleich. Mit Carlos hat er viel geschmust, mit Leo gespielt.

Nach 1 Woche war der Besitzer ausfindig gemacht und Orlando kam dazu. Das ging auch recht überstürzt. Weil er erstmal kastriert wurde, und ich wusste, dass Chico und Orlando sich beim Vorbesitzer regelmäßig übelst gefetzt haben, habe ich Orlando aber erstmal teilsepariert.
Dann hat sich schnell herausgestellt, dass meine 2 "alten" Orlando genauso schnell akzeptierten wie Chico.

Chico und Orlando haben sich aber tatsächlich nicht vertragen. Das lag an der schlechten Haltung vorher. Chico hat Orlando ständig angegfriffen (viel zu heftig) und Orlando hat sich vor ihm gefürchtet. Aber ich meine, das ist eine andere Geschichte.
Nur kurz: ich habe Orlando, sowie er sich wieder ganz von der Kastra erholt hatte, frei in der Wohnung herumlaufen lassen und Chico erstmal "gebändigt" und teilsepariert, das heiß, wenn es "brenzlig" wurde, ihn kurz separiert - und auch nachts und wenn ich außer Haus war, um zu vermeiden, dass sie sich angreifen. Oft war Leo dann aber mit im Zimmer, oder auch mal Carlos oder beide... Die Situation hat sich durch das teilseparieren und viele Spielstunden schnell gebessert.

Ich weiß, es ist kein "schönes" Foto, trotzdem mein derzeitiges Lieblingsbild



links oben Orlando, dann im Uhrzeigersinn Chico, Leo, Carlos

Alles in allem kann ich sagen - jetzt mal ganz abgesehen von der speziellen Chico/Orlando-Beziehung - dass die Zusammenführung sehr unproblematisch und schnell verlief - aber ich sehe auch, dass die Charaktere "zufällig" toll passen.
Carlos ist ein eher ruhiger "Schmusekater" und Leo war schon immer der lebhaftere "Spielekater". Orlando und Chico sind praktisch die jüngeren "Adäquate", also in Orlando findet Carlos seinen Schmusekumpan und Chico und Leo spielen total gern miteinander. Aber auch Chico und Orlando verstehen sich mittlerweile richtig gut (kuscheln und toben miteinander).

Ok, ich konnte wegen der Umstände die Charaktere nicht abwägen, aber ich meine, es ist ungeheuer wichtig, dass eben die Charaktere passen, sonst wäre das Ganze in die Hose gegangen. Ich wollte sie behalten, bis sie vermittelbar sind, aber als ich gesehen habe, wie es "passt" musste ich sie einfach behalten...

Ja, und was ich noch sehe: die Zusammenführung an sich war zwar unproblematisch, trotzdem hat es gedauert, bis die Gruppe sich neu geordnet hat. Also da wurde schon auch gezofft und gefaucht, sogar Carlos und Leo haben sich eine zeitlang ruppiger als sonst gebalgt - aber es war alles in einem Rahmen, in dem ich dachte - "ok, da werden eben ein paar Karten neu gemischt."

Man braucht gute Nerven

Auch als Orlando viel lebhafter und mutiger wurde, hat das nochmal alle ein wenig "aufgemischt"

Mittlerweile ist es aber eher so, dass Carlos und Leo ihren alten Ritualen nachgehen, also alles ist wieder wie vorher und die 2 "neuen" sind eine tolle Bereicherung.

Geändert von Catma (03.09.2011 um 18:35 Uhr)
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Alt 02.09.2011, 20:43   #44
AvonMiau
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Guter Beitrag! Wurde ausgedruckt und an meine Arbeitspinnwand gepinnt..so lese ich nun jeden Tag und lerne es auswendig XD Nur nichts falsch machen^^
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Alt 22.09.2011, 10:50   #45
Eichhörnchen
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Bei mir ist jetzt das Problem, dass bei mir bereits 3 Wohnungskatzen leben. Ein 13jähriger Kater und 1 Halbgeschwisterpärchen (1,5 Jahre). Die Beiden hatte ich als Kitten geholt, als damals die Schwester von meinem 'Großen' gestorben war. Das klappt auch alles total super ! ! ! Jetzt habe ich einen Kater gefunden und er ist über die Tierhilfe ins Tierheim gekommen. Dort wird er gemobbt. Er ist ca. 1 - 3 Jahre alt und kastriert. Am Liebsten würde ich ihn sofort aufnehmen. Das Problem ist jetzt, dass ich nur 2 Zimmer und einen vernetzten Balkon habe. Meine Wohnung hat 68 qm. Wie könnte ich da noch trennen am Anfang, ohne das jemand leidet ? Bleibt nur das Badezimmer. Wo bekomme ich dann so eine Gittertür ? Es zerreisst mir das Herz, dass Fundkätzchen so unglücklich im Tierheim anzusehen. Jetzt schaue ich schon nach einer größeren Wohnung, aber das wird auch schwer werden und kann dauern eine katzengerechte Wohnung zu finden...Vielleicht hat hier jemand eine Idee oder kennt diese Problematik ? ? ?
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Anja
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