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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 02.09.2010, 09:41
  #1
Sams
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Frage Verdrängt die neue Katze unseren Kater?

Hallo!

Ich möchte mich erst einmal vorstellen. Mein Name ist Nina, ich bin verheiratet, habe zwei Söhne im Alter von 3 und 5 Jahren. Wir haben einen Kater namens Sams und vorgestern ist Katze Mickey bei uns eingezogen. Zu unserer Vorgeschichte:
Im Oktober 2005 haben wir eine damals ca. 2-3 Jahre alte Katze, Shadow, aus dem Tierheim geholt. Sie war ziemlich ruhig, obwohl sie Freigänger war, lag sie lieber im Haus. Sie war eine Fundkatze und ich gehe davon aus, dass sie nicht die besten Erfahrungen gemacht hatte, denn sie war nicht besonders menschenbezogen und ein absoluter Einzelgänger. Im November 2008 ist dann einer Arbeitskollegin meines Mannes ein kleines Katerchen zugelaufen. Da sie schon zwei Katzen hatte, hat sie gefragt, ob jemand bereit wäre ihn zu nehmen. Wir haben dann zugesagt, es zu versuchen. An einem Samstag (daher der Name Sams, vllt. kennt ja jemand das Buch von Paul Maar ) haben wir ihn dann geholt, er war ca. 14 Wochen alt. Am Anfang ging alles gut, Shadow hat ihn immer mal wieder in seine Schranken verwiesen, wenn er spielen wollte und er gab sich zufrieden damit, er war ja noch klein. Als er dann allerdings größer wurde ließ er sich nicht mehr alles von ihr gefallen und weil Shadi ein absoluter Angsthase ist lief sie jedes Mal weg. Meine Schwiegereltern, die drei Häuse weiter wohnen haben dann den Fehler gemacht, dass sie Shadi immer gefüttert haben, wenn sie sie sahen und irgendwann kam sie dann gar nicht mehr nach Hause. Mittlerweile lebt Shadi bei meinen Schwiegereltern und ist vollkommen glücklich dort.
Jetzt ist die Situation so, dass der Bruder eines guten Freundes vor zwei Wochen gestorben ist und zwei Katzen hinterlassen hat, die niemand nehmen kann oder will. Wir haben uns dann bereit erklärt es zumindest mit einer zu versuchen. Vorgestern ist nun also Mickey eingezogen. Sie ist ungefähr im selben Alter wie unser Kater, sieht sogar fast genauso aus. Sie ist kinderlieb, obwohl sie keine Kinder gewöhnt ist und total verschmust. Natürlich halten wir sie jetzt erst einmal drin, vor allen Dingen weil sie vorher eine reine Wohnungskatze war. Unseren Kater lassen wir weiterhin raus, aber er muss jetzt erstmal zur Tür kommen, da wir die Katzenklappe natürlich nicht auflassen können. Das ist auch momentan unser größtes Problem. Die Katzen verstehen sich relativ gut. Sie beschnuppern sich, gehen sich dann aber aus dem Weg. Ab und zu jagen sie sich mal kurz und es wurde auch schon der ein oder andere Hieb ausgeteilt, aber es funktioniert eigentlich gut. Sie fressen sogar vom selben Napf und manchmal habe ich das Gefühl, sie wollen miteinander spielen, denn sie sind beide sehr verspielt. Seit heute will unser Kater aber nicht mehr so recht rein kommen, nur zum Fressen und dann verschwindet er wieder. Soll ich ihn lassen oder auch lieber eine zeitlang drin behalten? Ich habe Angst, dass er dann auch irgendwann weg bleibt. Andererseits möchte ich ihn nicht einsperren, denn er ist immer gern und viel draußen. Wie mache ich es richtig? Bin um jeden Tipp dankbar.


lG Nina
Sams ist offline  
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Alt 02.09.2010, 09:53
  #2
Benny*the*cat
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Benny*the*cat
 
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Ich kann da leider auch nicht viel Tipps geben, aber zur Katzenklappe möchte ich etwas raten!
Es gibt 4 Wege Klappen, da kann man einstellen:
1.auf - 2. zu- 3. nur rein - 4. nur raus , ich denke das wäre eine Erleichterung für den Kater und für Euch, denn ich würde ihm die Freiheit nicht nehmen wollen.

Allerdings kann ich nicht verstehen warum die zwei die Ihren Menschen verloren haben auch noch getrennt werden mussten.
Benny*the*cat ist offline  
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Alt 02.09.2010, 11:50
  #3
Tigerpfote
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Tigerpfote
 
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Hallo Nina,

erst einmal: ich kann Deine Sorge sehr gut verstehen - haargenau die gleiche Sorge hatte ich nämlich erst vor wenigen Wochen!

Kurz unsere Situation: Kater Mikka war uns zugelaufen, weil er es in seinem alten Zuhause ziemlich mies hatte. Er ist also aus freien Stücken damals bei uns eingezogen (wobei wir das eigentlich erst gar nicht wollten). Nun gut, andere Geschichte So, nun ist Kater Mikka (mittlerweile 2 Jahre) also Freigänger, immer schon gewesen. Eine Freundin hat dann eine kleine Katze gesund gepflegt, die vor ein Auto gelaufen war, konnte sie aber nicht behalten. Wir haben gesagt, wir versuchen es, Platz genug ist ja. Auch wir mussten Nayla erst einmal 3 Wochen im Haus behalten, damit sie weiß, wo sie hingehört. Für Mikka war das total doof: immer, wenn er kam, war SIE schon in seinem Revier! Das Ganze noch im Sommer, wo es viele Möglichkeiten gibt, sich woanders aufzuhalten. Da er ein guter Mäusejäger ist, musste er auch nicht zwingend regelmäßig zum Futtern kommen. Und wenn er kam, wollte er nicht ins Haus resp. war dort total auf der "Flucht".

Ich hab dann erst einmal das Futter auf die Terrasse gestellt für ihn. Damit er wenigstens die Bindung nicht ganz verliert. Wann immer er auftauchte, habe ich ihn mit Zärtlichkeit und Zuneigung überschüttet und ihm erklärt, dass er unser Prinz ist. Nach den 3 Wochen konnte Nayla endlich auch raus - und die Situation entspannte sich zusehens!! Nayla besetzte ja jetzt nicht mehr ständig sein Revier - man sah sich halt auch mal draußen im Garten... Mittlerweile (am 11.7. zog Nayla ein) beginnen die beiden vorsichtig miteinander zu spielen. Beide fressen ganz ruhig in der Küche - ohne Hektik oder Stress. Letzte Nacht schlief Mikka wieder bei mir im Bett, Nayla bevorzugt dann lieber das Wohnzimmer.

Zwischenzeitlich hatte ich mal einen Tipp bekommen, ich solle Mikka eine Weile eingesperrt lassen im Haus, damit er der Konfrontation mit Nayla nicht aus dem Wege gehen könne. Das kam ganz schlecht bei ihm an! Es waren nur 15 Minuten, aber er war STINKSAUER auf mich, auf Nayla, auf die Welt! Würde ich nie wieder tun!

Mein Tipp: Füttere ihn draußen auf der Terrasse, wenn er nicht reinkommen mag - am besten mit seinen Lieblingsspeisen. So behält er dann seine Bindung an Euch! Wenn die Katze dann auch raus darf, wird sich das regeln - so wie bei uns!

Ich wünsch Euch viel Glück und gute Nerven!!
__________________
Viele Grüße
Dagmar und die Fellnäschen
-----------------------------------------------------

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist, selbst einer zu sein.
(Ralph Waldo Emerson)


Tigerpfote ist offline  
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Alt 03.09.2010, 08:10
  #4
Sams
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Hallo!

Vielen Dank erstmal für eure Antworten. Zu der Katzenklappe: Natürlich kenne ich die Einstellungen der Klappe. Das Problem: Die Katzenklappe ist in der Garage. Der Kater kann Türen öffnen. Wenn der kater also reinkommt in die Garage öffnet er die Tür, um ganz rein zu können. Dann sitzt Mickey wahrscheinlich irgendwann in der Garage und ich kann jedesmal sehen, wie ich sie (evtl. unter dem Auto) raus bekomme, wenn ich weg muss. Wenn sie denn nicht durchs gekippte Fenster flüchtet (und das muss gekippt bleiben!). Und da ich ca. 3-4 mal täglich mit dem Auto raus muss, ist mir das zu kompliziert. Wir haben es jetzt so geregelt, dass die Tür zur Garage abgeschlossen ist und der Kater zur Not in die Garage kann. Nachts ist er sowieso meistens komplett draußen und tagsüber ist es auch kein Problem, denn er macht sich schon bemerkbar . Das Problem ist ja eher, dass er zwar zum Fressen ab und zu rein kommt, dann aber sofort wieder vor der Tür steht und raus gelassen werden will.
Die Katzen wurden aus folgendem Grund getrennt:
1. Ich bin zwar wahnsinnig tierlieb, aber meine Kinder kommen für mich an erster Stelle. Die beiden Jungs müssen jetzt schon etwas zurückstecken, weil es ja schon Zeit und Mühe kostet eine neue Katze einzugewöhnen. Zwei weitere Katzen wären für mich zuviel gewesen und ich glaube, ich habe genug Gutes damit getan, eine zu nehmen. Andere Freunde von uns, die noch gar kein Tier haben und rein theoretisch beide hätten nehmen können, haben gar keine genommen.
2. Die Katzen kamen aus reiner Wohnungshaltung mit einer Person. Also sind sie beide keine Kinder gewöhnt und meine Jungs sind ziemliche Rabauken und ja auch noch relativ klein. Ich war wirklich erstaunt, wie gut Mickey mit der Situation umgeht. Sie stört sich nicht an Kinderlärm und Kinderstreicheleinheiten, als wäre sie nichts anderes gewöhnt. Aber es hätte auch anders sein können. Und wenn ich dann zwei Katzen habe, die meine Jungs kratzen, das muss nicht sein. Wie gesagt: Tierliebe hin oder her, das hat bei mir alles seine Grenzen. (Natürlich hab ich kein Problem, wenn meine Kinder mal eine gewischt kriegen, wenn sie zu heftig mit einer Katze umgehen, aber es gibt ja auch Katzen, die bei jeder Kleinigkeit kratzen.)
3. Mickey ist die ruhige von beiden gewesen. Clara, die andere Katze war "schon" 9 Jahre alt und hat sich mit Mickey überhaupt nicht verstanden. Sie hat Mickey wohl von Anfang an unterdrückt und Mickey hatte richtig Angst vor ihr. Wenn ich Clara noch mit dazugenommen hätte, wäre unser Katerchen mit Sicherheit schon weg. Es macht auch nicht wirklich den Anschein, als würde Mickey Clara vermissen. Sie gefällt sich wahrscheinlich eher in der Rolle der Stärkeren.

Es war auch wirklich eine sehr kurzfristige Aktion. Montag kam mein Kumpel und wollte unsere Katzenbox holen, um die beiden ins Tierheim zu bringen und da habe ich dann kurzentschlossen zugesagt, eine zu nehmen. Dienstag ist sie dann eingezogen. Unser Kater hat leider zu viel Respekt vor ihr, er ist ziemlich schmächtig und klein und sie ist ein kleiner Brocken (wir haben sie jetzt erstmal auf Diät gesetzt). Aber sie kämpfen wenigstens nicht. Meistens gehen sie sich eben aus dem Weg, jagen sich höchstens mal kurz und mein Kater gibt dann klein bei. Montag muss ich dann mit ihr erstmal zum Tierarzt. Mein Kumpel findet den Impfpass leider nicht mehr. Außerdem haben wir gestern entdeckt, dass sie Ohrmilben hat. Aber sie ist wirklich ein so liebes Tier, mir würde es wirklich leid tun, wenn es gar nicht klappen würde. Ich hoffe aber auch auf Besserung, wenn sie endlich auch mit raus kann. Aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern.

lG Nina
Sams ist offline  
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Alt 03.09.2010, 09:57
  #5
Benny*the*cat
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Es sollte kein Angriff sein, ich konnte ja nicht ahnen, dass sich die zwei nicht verstanden haben.
Dann scheint ja alles ganz gut zu laufen. Zum Jagen ist zu sagen, es ist Spiel solange es abwechselt.
Zu den Ohrmilben, kann ich Dir nur raten geh lieber heute zum TA, bis Montag is ja noch ein bißchen hin, da könntest Du das schon behandelt haben. Such Dir nen TA der das Ohr ausspült und Dir kein Surolan mitgibt sondern was vernünftiges.
Unser TA gibt da immer noch eine Aufbauspritze.(finde ich empfehlenswert)
Ohrmilben können (hab ich gehört) von Stress kommen, frag mich nicht wie, aber hört man öfter mal. Richtig behandelt bist Du das Problem ganz schnell wieder los. *Daumen drück*
Alles Gute für Euch!
Benny*the*cat ist offline  
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Alt 06.09.2010, 10:28
  #6
Sams
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@Benny*the*cat: Ja, konntest du nicht ahnen, ist auch schon okay. Bin nur momentan etwas angep***, weil es nicht so richtig toll läuft. Mit den Katzen untereinander läuft es recht gut. Sie beschnuppern sich, jagen sich mal, wobei das eher nach spielen aussieht. Sie können sich einfach noch nicht richtig einschätzen, aber das wird noch kommen und ich glaube auch, dass es noch besser wird, wenn beide raus können. Sie liegen sogar teilweise relativ dicht nebeneinander (eine auf meinem Schoß, die andere bei meinem Mann). Letzte Woche konnte ich dann leider nicht mehr zum TA, weil ich arbeiten musste und mein Mann sich einen Finger gebrochen hat und mit der dicken Gipsschiene kein Auto fahren kann/ darf und sicherlich auch keine Katze mit einer Hand in die ungeliebte Transportbox bekommt. Grade war ich dann da. Die Katze ist in keinem besonders guten Zustand. Ohren sind jetzt ausgespült und sie hat ein Medikament bekommen. Entwurmt ist sie jetzt auch, Flöhe hat sie wenigstens keine. Dafür ist das Zahnfleisch dick entzündet (ich hatte es schon geahnt, sie riecht furchtbar aus dem Mund). Das wird dann morgen gemacht. Ein Antibiotikum hat sie auch bekommen, weil die Lymphdrüsen geschwollen sind. Armes Tierchen. Da uns ja der Impfpass fehlt muss ich jetzt noch sehen, ob ich da irgendwas zum Impfstatus rausfinde, sonst können wir das auch noch machen lassen. Ist ja alles auch mit Kosten verbunden und das ärgert mich ein bißchen. Ich bin gerne bereit alles zu bezahlen, damit es unseren Tieren gut geht, aber das es überhaupt sein MUSS, finde ich so ärgerlich. Kann man nicht von vorneherein einfach für sein Tier richtig Sorge tragen? Dann hält es sich wenigstens nachher in Grenzen. Muss jetzt nochmal mit meinem Kumpel reden. Er kann ja auch nichts dafür, sie gehörte ja seinem Bruder, aber ich habe sie IHM zuliebe genommen und ich finde, dann kann er auch ein bißchen mithelfen. Ich erwarte nicht, dass er sich an den Kosten beteiligt, er hat selbst nicht besonders viel Geld, aber er soll sich wenigstens mal richtig drum kümmern (Beim alten TA anrufen wg. Impungen sollte wohl drin sein). Na ja, solange sich die Katzen aber verstehen, bin ich zufrieden. Aber ich denke, jeder hier in diesem Forum, wird wohl meinen Ärger nachvollziehen können, schließlich mögen wir ja alle unsere Katzen und es ist einfach schade, wenn sich jemand ein Tier zulegt und es dann fast verwahrlosen lässt.

lG Nina
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