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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 12.11.2019, 18:28
  #151
Vitellia
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Unsere Daumen und Pfoten sind auch gedrückt für Lieserl und Gina.
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Viele Grüße vom Willy und dem Bienchen!

Sternchen Thaleia (2001 - 2019) für immer im Herzen


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Alt 12.11.2019, 19:35
  #152
rassekatze
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Auch hier werden alle Daumen und Pfoten gedrückt.
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Liebe Grüße
Leni Hexi Angel und ihre Dosine
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Alt 12.11.2019, 21:21
  #153
Polayuki
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Huhu,

ich melde mich momentan sehr selten hier. Ich möchte dir aber sagen, dass ich nach wie vor mitlese und mit dir hoffe, bange und dir nur das Beste wünsche. Ihr packt das, wir glauben an euch =)
lg
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Mit Unfug und Chaos
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Alt 12.11.2019, 23:04
  #154
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Ihr Lieben,

danke für euer unermüdliches Pfotendrücken...!

Gina durfte heute nach Hause, ihr Entzündungswert ist top (unterhalb der untersten Normgrenze, was zunächst mal gut ist). Morgen früh muss sie nüchtern zum Bauchultraschall. Mein Eindruck von ihr heute ist ziemlich gut.

Als ich sie in der Tierklinik in ihrem Transportkorb begrüßen wollte, hat sie mich gleich angeknurrt. Ich war richtig erleichtert... Das ist meine Gina, wie sie leibt und lebt. Sie saß aufrecht im Korb, schaute die ganze Zeit umher, war wach und orientiert - und ziemlich grantig. Verständlich.

Zuhause angekommen, knurrte sie gleich Liserl zur Begrüßung an und mich ebenfalls. Sie machte eine Inspektionsrunde durch die Wohnung und markierte wichtige Stellen gleich mit Kopfireiben, um sie nach einem halben Tag Abwesenheit wieder in Besitz zu nehmen.

Dann marschierte sie in die Küche und war drauf und dran, aus dem Futterschüsserl, das noch seit der Früh dort stand (ich war den ganzen Tag außer Haus gewesen und hatte es noch nicht weggeräumt), zu fressen. Ich habe es ihr noch rechtzeitig entrissen und natürlich durch frisches Futter ersetzt - dies schreibe ich deshalb so detailliert, weil es für mich zeigt, dass sie wirklich Riesenhunger gehabt haben muss. In der Tierklinik hat sie wie erwartet nichts gefressen.

Ich habe ihr dann noch ein paar weitere Futterangebote gemacht, die sie alle angenommen hat. Sie hat nicht alles aufgemampft, aber von überall ein bissl was. Übrigens hat man ihr keinen Appetitanreger gegeben, sie hat ganz von allein gefressen und ich musste ihr das Essen auch nicht nachtragen, sie kam von selbst angedackelt.

Anschließend schleckte sie sich das Mäulchen (offenbar hat es geschmeckt) und zwinkerte mich an, bevor sie sich putzte und dann einen weiteren Rundgang durch die Wohnung startete.

Sie hat ein paar von ihren Lieblingsplätzen besetzt und jetzt hat sie sich wieder in den Transportkorb (Höhle) verzupft, in dem sie sonst auch öfter sitzt (normalerweise steht er oben am Kasten und sie schaut dann vom Kasten aus dem Korb runter).

Wenn ich ihr Verhalten mit gestern und vorgestern vergleiche, dann ist es heute um Welten besser. Am Sonntag war sie ja schon nicht gut drauf und gestern wirkte sie völlig teilnahmslos und nahm ja keinen Kontakt zu mir auf. Heute hat sie wieder einen wachen, klaren Blick, reagiert auf mich, nimmt Blickkontakt auf (oder schaut demonstrativ weg, je nachdem, aber das ist ja auch eine Reaktion).

Ich würde jetzt nicht so weit gehen zu behaupten, dass sie wieder ganz die Alte ist, aber es gibt eine deutliche Tendenz.

Sie war auch schon gacki, ich habe ihr Würsterl gefunden und zum ersten Mal bin ich froh, dass Gina ihre Würsterln nicht vergräbt, sodass ich immer genau weiß, dass obenauf präsentiertes Gacki nur von ihr stammen kann.

Ich hoffe, dass das alles so bleibt bzw. noch besser wird. Im Moment sieht es sehr gut aus, aber das habe ich an 1 oder 2 Tagen letzte Woche auch von Minnie gedacht und dann hat sich doch wieder alles verschlechtert...

Wobei, wenn ich heute Ginas Verhalten mit Minnies Verhalten nach Diagnose + Behandlung der Pankreatitis vergleiche (was mir im Herzen weh tut, ich kann immer noch nicht wirklich daran denken), dann sehe ich schon einen deutlichen Unterschied. In dieser Phase ist Minnie auf keinen Kratzbaum mehr gestiegen, hat sich nur noch am Boden oder in Bodennähe aufgehalten, hat bis auf diesen einen Abend nichts gefressen und zeigte auch sonst kein übliches Verhalten.

Gina war heute schon am Kratzbaum, hatte auch schon kurz überlegt, die Kratzsäule auf den Kasten raufzusteigen, es sich dann aber anders überlegt. Stattdessen sprang sie auf die Kommode. Wer springen und klettern kann, der hat auch genug Energie dafür.

Mein Eindruck ist, dass die gestrige Depotspritze sicherlich viel zu wenig war, die heutige lange Infusion über mehrere Stunden hingegen viel bewirkt hat.

Ich kann jetzt auch nur von Tag zu Tag denken, aber wenn die Tendenz so weitergeht, dann sind wir auf einem guten Weg. Aber ich traue es mich nicht zu verschreien...

Edit: Vorhin habe ich den ultimativen Gina-Reaktionstest gemacht. Ich habe ihr ein Bussi gegeben, sie geknuddelt und an mich gedrückt. Der Effekt war keifen, schimpfen und knurren - passt. Hätte sie sich das gefallen lassen, wäre ich jetzt alarmiert, denn Gina hasst es zutiefst, abgebusselt und geknuddelt zu werden, das kommt gleich nach Tierklinik, Ohrentropfen, Augentropfen und Autofahren.
__________________
Herzliche Grüße
Katzenmama Eva mit Tigermäderl Liserl

Unvergessen meine Sternenkatzen, die beiden wunderschönen Zwillingsschwestern Lara und Luna, meine bezaubernde kleine Lotti, meine herzallerliebste Minnie und meine unglaubliche Gina - you are always on my mind...

Das Schicksal war grausam, die Zeit mit euch allen war viel zu kurz, ihr wurdet mir viel zu früh entrissen, ich vermisse jede von euch so sehr, jeden einzelnen Tag...

Geändert von 16 Pfoten (13.11.2019 um 00:09 Uhr)
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Alt 12.11.2019, 23:36
  #155
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Zu Liserl und ihren Blutergebnissen: Die meisten sind schon eingetroffen.

Als ich Gina abholte, drückte mir die TÄ auch gleich Liserls Blutwerte in die Hand und kommentierte an einigen wichtigen Stellen.

Grundlegendes Fazit war, dass soweit im Großen und Ganzen nichts Besorgniserregendes zu finden war, wobei ich 1 oder 2 Werten schon noch auf den Grund gehen möchte, aber die werden sich wahrscheinlich auch im Ultraschall zeigen, den ich sowieso mit ihr vorhabe.

Eigentlich wollte ich den Befund hier abtippen, leider habe ich in all der Aufregung offenbar Liserls Blutbefund in der Tierkllnik liegen lassen, ich habe zuhause meine Handtasche durchsucht, ihn aber darin nicht gefunden. Aber da ich morgen ja sowieso wieder dort bin, kann man ihn sicher ein 2. Mal ausdrucken.

Ich habe jedenfalls Liserl zur Sicherheit nochmals auf Leukose und FIV testen lassen und zum Glück wieder negativ. Dazu kamen dann noch die Standardwerte (die sowieso) und einige Spezialwerte.

Und da ich den Befund in der Tierklinik nur in der schnellen Gesamtschau gemeinsam mit der TÄ überflogen habe, weiß ich jetzt natürlich nimmer, welche das waren. Super.

Ein Wert könnte eine etwaige Allergie anzeigen (aber nicht sicher), ein weiterer Wert Eisenmangel; ihre Nierenwerte (und auch Leberwerte, glaub ich) waren, so weit ich das überblickt habe, super (SDMA fehlt allerdings noch).

Ihr Cholesterin ist eine Spur zu hoch (vielleicht, weil sie zu dick ist?) und der einzige Wert, der mich sofort alarmiert hat: Ihre Lipase ist knapp erhöht.

Wenn ich das Wort Lipase höre oder lese, bin ich inzwischen sofort alarmiert, mein erster Gedanke ist dann: Pankreatitis.

Aber die TÄ sagte, es gäbe keinen Hinweis darauf, es sei denn, Liserl würde vermehrt erbrechen oder Appetitmangel zeigen (zeigt sie nicht, ganz im Gegenteil, sie hat heute tagsüber - offenbar aus Langeweile, weil sie heute den ganzen Tag allein zuhause war - ganz allein 200g Catz Finefood plus Ginas Frühstück verputzt und am Abend dann nochmals Happipappi verlangt.) Vorhin klapperte ich in der Küche beim Einräumen mit dem Geschirr und als ich mich umdrehte, saß Liserl beim Futterschüsserl und mampfte. Typische Küchengeräusche reichen offenbar schon, um sie ans Essen zu erinnern

Liserl hat definitiv keinen Appetitmangel und ich weiß gar nicht, ob ich sie in den 2 Monaten, die sie hier lebt, schon mal speiben gesehen hab. Jetzt, wo ich darüber nachdenke, frage ich mich, wo eigentlich die Haare bleiben, die sie beim Putzen verschluckt...

Jedenfalls werde ich bei der Lipase am Ball bleiben, denn das will ich wirklich genau wissen.

Die TÄ legte ihren Fokus allerdings mehr auf den Coronatiter, der erhöht war, und schien einzig und allein bei diesem Wert wirklich alarmiert. Das kenne ich aber schon von Tierärzten, fast jeder reagiert so. Aber ganz ehrlich, da müsste man sich bei 98% der Katzenpopulation Sorgen machen.

Meines Wissens ist der Coronatiter eh für die Tonne, denn die Höhe der Antikörper hat wenig Aussagekraft über den Gesundheitszustand der Katze und ist prognostisch unbrauchbar. Solange das Virus nicht mutiert (so wie es leider bei Lotti geschehen ist), passiert gar nix und die Katze kann steinalt werden oder an etwas anderem sterben. Korrigiert mich bitte, falls das nicht stimmt.

Da mache ich mir wesentlich mehr Sorgen über die geringgradig (?) erhöhte Lipase... Ich muss da echt nachhaken und jetzt wüsste ich natürlich gern, wie hoch der Wert ist... Es ist wirklich zu blöd, dass ich den Befund liegenlassen hab... Ich bin schon so hirnlos nach den Ereignissen der letzten Wochen.

Jedenfalls bin ich froh, dass ich jetzt mal einen relativ weitgefassten Blutwertestatus von Liserl habe und in einigen Wochen dann auch noch einen Ultraschall und ein Röntgen. Manche finden das vielleicht hysterisch und möglicherweise ist es das auch, aber nach allem, was in der letzten Zeit passiert ist, will ich auf Nummer sicher gehen. Und ich habe in der letzten Zeit oft gesehen, dass es gut ist, wenn man Blutwerte oder Bilder von anno dazumal hat, als Vergleich für spätere Jahre, wenn die Katze älter wird und man gewisse Veränderungen (oder auch keine Veränderungen) beurteilen muss. Blöd ist es dann, wenn es nix zum Vergleichen gibt, deshalb der ganze Zirkus.


Auch wenn es jetzt nicht zum medizinischen Teil passt, aber Liserl ist in puncto Liebkosungen ganz anders als Gina. Sie ist so liebenswürdig und liebesbedürftig und mag es sehr, wenn sie am Kopfi gekrault wird. Vor wenigen Tagen erst hat sie mir zum ersten Mal das Gesicht abgeschleckt, das war nach Minnies Tod, als es mir ganz furchtbar schlecht ging. Sie kam zu mir und hat mir Bussi gegeben... Sie spürt das so, sie ist auch ein kleines Sensibelchen...

Und gerade jetzt, wo ich das hier schreibe, sitzt sie neben mir und schleckt meine Hand ab, das ist auch neu... Sie ist so lieb, so empathisch, so ein richtiges Schatzi...

Und ich hatte in den letzten Wochen so wenig Zeit für sie, ich war mit Ausnahme vom Sonntag (vorgestern) in den letzten Wochen jeden einzelnen Tag in der Tierklinik, manchmal auch mehrmals am Tag, ich hatte echt keine Ressourcen mehr frei, es war einfach zu viel. Ich habe die Katzen, die zum jeweiligen Zeitpunkt noch gelebt haben bzw. am Leben sind, nur noch notversorgt mit essen, trinken, Medikamenten und Kisterl putzen. Alles andere und alle anderen kamen zu kurz.

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Alt 13.11.2019, 17:02
  #156
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Wie geht es dir und den Kindern?
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Alt 13.11.2019, 17:43
  #157
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Liserl geht es gut, ich habe ihr gerade eine Menge Spielzeug gekauft und sie war begeistert ����

Jetzt bin ich auf dem Weg zur Tierklinik, um Gina wie vereinbart abzuholen.

Vorhin (kurz vor 17 Uhr) erfasste mich plötzlich eine Panikwelle aus dem Nichts heraus. Ich weiß nicht, was es zu bedeuten hat. Hoffentlich kein Vorbote schlimmer Nachrichten... Als meine Lara im Sommer starb, spürte ich zur selben Zeit auch eine Welle von Angst und Unruhe und Panik...

Da die Tierklinik aber immer sofort anruft, wenn etwas ist, kann es das Gottseidank nicht sein. Aber vielleicht kam heute beim Ultraschall etwas heraus... Wobei, der Schall war für den Vormittag angesetzt... Oder Gina hat sich wieder einmal fürchterlich aufgeregt... Die heutige Panikwelle ist nach wenigen Minuten wieder ebenso rasch abgeebbt, wie sie aufgetaucht ist...

Dann dachte ich, vielleicht hat es nichts mit Gina zu tun, sondern mit Liserl? Ich war zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause, sondern gerade auf dem Heimweg vom Fressnapf. Bin sofort los gerannt und hab nach Liserl geschaut, aber sie war zum Glück völlig ok und hat mich verschlafen angeblinzelt...

Ich bin mit meinen Katzen schon sehr verbunden und spüre über Kilometer hinweg, wie es ihnen geht. Leider nicht immer und auch nicht immer zuverlässig (Ich bin schon mehrmals voller Unruhe vom Bus nach Hause gelaufen, weil ich eine seltsame Nervosität in mir spürte und es immer sofort auf die Katzen bezog - und als ich heim kam, war gar nix...)

Geändert von 16 Pfoten (13.11.2019 um 18:00 Uhr)
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Alt 13.11.2019, 20:04
  #158
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Soeben mit Gina nach Hause gekommen...

Der heutige Ultraschall ergab, dass sie eine chronische Pankreatitis hat und jetzt offensichtlich einen Schub hat(te). Im Schall zeigte sich auch ihre Nierenerkrankung.

Die TÄ meinte, sie sei klinisch "nicht so schlecht" beisammen, hätte heute sogar in der Tierklinik gegessen (was mich wundert, aber bin froh darüber) und die TÄ bei der Untersuchung angepinkelt.

Hier war sie gleich nach dem Essen gacki. Viel gegessen hat sie aber nicht... Sie hat sich vorhin auch gleich wieder in ihren Korb gesetzt.

Morgen sind wir wieder zur Infusion dort und wahrscheinlich werden auch neue Werte gemacht. Wir fahren jetzt mal täglich zur Infusion... Langfristig muss ich mir da was überlegen, manche setzen ja ihren Katzen selbst Infusionen, wo kann man das lernen?


Edit: Gina ist heute sehr erschöpft, sie schläft fast die ganze Zeit in ihrem Transportkorb. Ich hoffe, dass dies nur auf das Gabapentin zurückzuführen ist, das sie in der Früh zur Beruhigung erhielt und/oder auf den Ultraschall, der sie heute sicherlich sehr aufgeregt hat.

Ich muss ihr heute trotzdem noch 1/4 Novalgin geben, mag sie aber grad nicht aufwecken, sie schläft grad so tief und fest...

Wenn sie nicht grad zur Furie mutiert, ist sie so ein liebes Schatzi... Und es tut mir im Herzen weh, dass sie jetzt auch so krank ist...

Jeder TA sagt mir "Aber Sie dürfen nicht vergessen, Gina ist doch schon 16, in diesem Alter ist das zu erwarten" - ja und? Soll ich deswegen eine Erkrankung bei ihr einfach hinnehmen? Nur weil sie bereits 16 ist?

Es ist doch völlig egal, ob sie 2 Jahre, 8 Jahre oder 16 Jahre alt ist... Sie ist meine Katze, die mich seit 9 Jahren begleitet, die mir trotz oder gerade wegen ihrer ausgeprägten starrsinnigen und kratzbürstigen Persönlichkeit ans Herz gewachsen ist.

Ich wünsche mir wirklich, dass sie kämpft, dass wir ihre Pankreatitis bald in den Griff kriegen, damit wir uns anschließend gezielt um ihre Nierenbehandlung kümmern können. Ihre Nierenwerte sind sooooo schlecht nicht (Lunas Werte waren wesentlich höher), man kann grad bei Nierenerkrankungen viel tun bzw. vieles hinauszögern: Phosphatsenker, Nierendiätfutter, Infusionen und noch ein paar andere Substanzen, die ich grad nicht am Schirm habe. Ich will nicht ihr Leiden verlängern, sondern ihre Lebensqualität und damit auch ihre Lebenserwartung steigern.

Nur weil sie alt ist, heißt das noch lange nicht, dass sie nichts mehr zu erwarten hat. Ich finde, gerade weil sie alt ist, hat sie sich die bestmögliche Behandlung verdient.

Geändert von 16 Pfoten (13.11.2019 um 21:55 Uhr)
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Alt 13.11.2019, 20:45
  #159
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Und jetzt zu Liserls Befund, den ich mir heute nochmals ausdrucken ließ, diesmal mit den vollständigen Werten. Von mir rot markierte Werte liegen außerhalb der Norm.


Leukose-Antigen: negativ
FIV-Antikörper: negativ
Coronavirus-AK: 61,60 (< 9) 1)


Klinische Chemie (photometrisch - ISE):

Alpha-Amylase: 593,9 U/l (< 1850)
Lipase (DGGR): 29,0 U/l (< 26) 2)
Glucose: 4,2 mmol/l (3,1 - 6,9)

Fructosamine: 253,0 µmol/l (< 340)
Triglyceride: 0,8 mmol/l (< 1,14)
Cholesterin: 4,1 mmol/l (1,8 - 3,9) 3)
Bilirubin gesamt: 0,0 µmol/l (< 3,4)
AP: 14,2 U/l (< 140)
GLDH: 1,6 U/l (< 6)
GGT: < 0,1 U/l (< 5)
ALT (GPT): 25,3 U/l (< 70)
AST (GOT): 12,1 U/l (< 30)
CK: 59,0 U/l (< 130)
Gesamteiweiß: 82,1 g/l (57 - 94)
Albumin: 35,9 g/l (26 - 56)
Globuline: 46,2 g/l (< 55)
Albumin-Globulin-Quotient: 0,8 (> 0,6)
Harnstoff: 10,5 mmol/l (5,0 - 11,3)
Kreatinin: 118,0 µmol/l (0 - 168,0)
Phosphat anorg.: 1,7 mmol/l (0,8 - 1,9)
Magnesium: 0,8 mmol/l (0,6 - 1,3)
Calcium: 2,5 mmol/l (2,3 - 3,0)
Natrium: 150 mmol/l (145 - 158)
Kalium: 4,7 mmol/l (3,0 - 4,8)
Na/K-Quotient: 32,0 (> 27 )
Eisen: 25,7 µmol/l (8 - 31)


SDMA (Symmetrisches Dimetrylarginin):

SDMA: 0,89 µmmol/l (< 0,75) 4)


Blutbild (Laserstreulicht-Methode mikroskopisch):

Erythrozyten: 8,61 T/l (5,0 - 10,0)
Hämatokrit: 0,39 l/l (0,30 - 0,44)
Hämoglobin: 129 g/l (90 - 150)
Leukozyten: 7,9 G/l (6,0 - 11,0)
Segmentkernige: 61 % (60 -78)
Lymphozyten: 29 % (15 - 38)
Monozyten: 1 % (0 - 4)
Eosinophile: 9 % (0 - 6) 5)
Basophile: 0 % (0 - 1)
Stabkernige: 0 % (0 - 4)
Hypochromasie: neg. (neg.)
Anisozytose: neg. (neg.)
Thrombozyten: 243 G/l (180 - 550)

Differentialblutbild (absolute Zahlen):

Segmentkernige: 4,8 G/l (3,0 - 11,0)
Lymphozyten: 2,3 G/l (1,0 - 4,0)
Monozyten: 0,1 G/l (0,04 - 0,5)
Eosinophile: 0,7 G/l (0,04 - 0,6) 5)
Basophile: 0,0 G/l (< 0,04)
Stabkernige: 0,0 G/l (< 0,6)

Retikulozyten (Laserstreulicht-Methode mikroskopisch):

Retikulozyten (abs.): 12,1 /nl (< 60)


CHr: 14,5 pg (> 11,5) 6)
Serum Amyloid A: 10,33 µg/ml (< 6,7) 7)



Also ich sehe da eine Nierenerkrankung am Horizont aufziehen... Nicht jetzt sofort, aber einiges gibt mir zu denken: Harnstoff und Phosphor noch in der Norm, SDMA bereits erhöht... Wobei es zum SDMA zwiespältige Meinungen gibt. Trotzdem, der Harnstoff ist schon am oberen Rand. Ich werd das nächste Mal die TÄ fragen, ob ich ihr präventiv phosphatarmes Nierendiätfutter geben soll.

Und die Lipase find ich ehrlich gesagt auch leicht bedenklich, gerade als gebranntes Kind mit 2 Pankreatitiskatzen... Aber auch die zweite TÄ (heute war eine andere da), die ich heute dazu befragt habe, sagte, solange Liserl keine Symptome wie zB Appetitlosigkeit oder Erbrechen zeigt, ist der Wert vernachlässigbar.

Irgendwie glaub ich das aber nicht.

Wegen dem depperten Coronatiter scheißen sie sich ins Hemd, dabei ist der eh für die Tonne, aber die Lipase ist in Ordnung, wenns über der Norm ist? Versteh das nicht.



ad 1) Hier war die TÄ alarmiert - typische Tierarztreaktion auf Coronatiter...

ad 2) Zur Lipase wurde ich wie gesagt beschwichtigt.

ad 3) Zum Cholesterin hat sie sich überhaupt nicht geäußert.

ad 4) SDMA ist ein (relativ neuer) Laborwert, der als Frühmarker für Nierenerkrankungen verwendet wird, dessen Aussagekraft jedoch umstritten ist.

ad 5) Für die leicht erhöhten Eosinophilen kann es zahlreiche verschiedene Ursachen geben, sie erwähnte Würmer oder Allergien als etwaige Ursachen. Einen (nebenbei recht teuren) Allergietest erspare ich Liserl und meiner Geldbörse fürs Erste, denn das kann die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen bedeuten und im Moment brauch ich mein Geld für Ginas Behandlungen... Sorry, Liserl, das muss leider wirklich warten können...

ad 6) CHr ist ein Hinweis auf Eisenmangel. Hier werden in einigen Wochen, wenn wir eh zur 2. Teilimpfung kommen, neue Werte gemacht und ggf. erhält sie dann Eisen. Macht mir keine Sorgen, lässt sich behandeln.

ad 7) Zum Serum Amyloid A meinte die TÄ, das sollten wir im Auge behalten und in einiger Zeit nochmals testen; ich habe nicht nachgefragt und bisher auch noch nicht gegoogelt, ich war einfach zu fix und fertig und wollte nur noch heim mit meiner Gina und dem Laborbefund von Liserl.



P.S.: Liserl wird nach neuesten Erkenntnissen auf ca. 3,5 - 4 Jahre geschätzt. Dies war die Einschätzung der Tierärztin im Gesundheitszentrum anhand ihrer Zähne. Ach ja, sie hatte an den Backenzähnen Zahnstein, den hat ihr die TÄ gleich im Zuge unseres Termins weggekratzt. Somit ersparen wir uns eine Zahnsanierung unter Narkose, worüber ich heilfroh bin, denn ich habe meine Lara an eine solche Sanierung unter Narkose verloren und will das kein 2. Mal erleben...

Geändert von 16 Pfoten (13.11.2019 um 21:41 Uhr)
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Alt 13.11.2019, 21:54
  #160
rassekatze
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Gut das ihr zuhause seid. Beim Blutbild kann ich nicht behilflich sein. Der Corona Titter ist nicht der Rede wert.
Ich schick euch mal positive Energie. Es wird alles gut.
Glaube einfach dran.
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Alt 13.11.2019, 23:45
  #161
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Zitat:
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Ich schick euch mal positive Energie. Es wird alles gut.
Glaube einfach dran.
Liebe Rassekatze, das ist so lieb von dir... Danke...!

Irgendwie hab ich auch ein gutes Gefühl, weil meine Gina so robust und unerschütterlich ist. Dann wiederum hab ich solche Angst um sie, weil sie halt schon 16 ist und jetzt gleich 2 Grunderkrankungen hat...

Dazu kommt, dass sie solch eine Zwiderwurzn ist und sich per se nicht gern angreifen lässt, streicheln geht nur am Kopfi und auch nicht immer.

Momentan dürfte sie wieder Schmerzen haben trotz Novalgin, streicheln lehnt sie grad total ab, fressen mag sie auch grad nicht...

Jetzt recherchiere ich grad dieses CBD-Öl, das die Katze meiner Schwester bekommen hat bzw. immer noch bekommt, ich glaube sogar, von der Tierklinik. Ich red morgen mit denen, die sollen das bitte auch meiner Gina geben, bei ihr wäre es mehrfach wirksam: beruhigend, schmerzstillend, entzündungshemmend und hilfreich gegen Übelkeit.
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Alt 14.11.2019, 08:46
  #162
Poldi
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Ich weiß jetzt nicht ob ich das schon gefragt habe. Gina ist 16, wie ich gerade lese, wurde bei dem Blutbild auch der T4 mitgemacht?
__________________
Liebe Grüße Babsi, den 6 Senioren und
den 2 zahmen Streunern und Poldi, Bärchen, die Herzenskater Rusty und Felix, und Hundi Lea im Herzen

http://luckyskatzenwelt.npage.de

Finni seit dem12.07.2019 vermisst

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Alt 14.11.2019, 09:02
  #163
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Ja, T4 liegt bei ihr in der Norm: 2,49 (1 - 4). Ich dachte eigentlich auch ursprünglich an die Schilddrüse, aber dort hat sie keine Baustellen.

Ich habe jetzt einen eigenen Thread im Gesundheits-Unterforum für Gina eröffnet und dort ihre Blutwerte vom Sonntag/Montag gepostet, ist vielleicht gscheiter so:

Gina (16 J.): Pankreatitis, CNI + Leber

Heute wirkt sie wieder recht fit, sie ist auf die Kommode, aufs Fensterbrett und auf den Kratzbaum gesprungen, hatte ganz offensichtlich Hunger und hat ein bissi was gefressen: Defu Bio-Hofhuhn im Schälchen.

Liserl will mit Gina spielen und liegt auf der Lauer, um sie anzuspringen. Keine gute Idee bei Gina, sie hat nicht viel Sinn für Humor... Aber ein gutes Zeichen, dass die "Krankheits-Schonzeit" gerade ausgedient hat.

Ich lass ihr jetzt noch 1 Stunde oder so und dann fahren wir in die Tierklinik zur Infusion, ich muss auch meine Kräfte schonen, nächste Woche gehts wieder los mit der Arbeit.

Ich habe mir jetzt echt überlegt, ob ich mir so ein Infusionsset für zuhause kaufen soll und Gina abends nach der Arbeit eine Depotinfusion unter die Haut verpassen soll.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich weder die Materialien noch das nötige Wissen dazu besitze. Gesehen habe ich natürlich schon oft, wie es gemacht wird, aber selber Hand anlegen, uiiii...

Es wäre halt für uns einfacher, komfortabler und leichter in den Zeitplan integrierbar, wenn ich ihr zuhause ein Depot geben könnte, denn in der gewohnten Umgebung ist immer alles leichter.

Ich dachte mir, dass wir halt immer an meinen langen Tagen von Montag bis Donnerstag ein Depot setzen und am Wochenende in die Klinik zur langen Infusion fahren. Oder Montag + Dienstag, am Mittwoch dann Tierklinik, von Do - Fr wieder Depot oder so ähnlich halt... Ich weiß es auch nicht, muss das alles mit den TÄ besprechen.

Falls sie sich das von mir machen lässt und falls ich das überhaupt zsammbring, denn ich hab da eine echt starke Hemmschwelle und weiß nicht, ob ich das kann.
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Alt 14.11.2019, 21:21
  #164
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Habe heute den Infusionsständer besorgt und anschließend Gina abgeholt.

Neue Blutwerte werden erst morgen gemacht, Phosphat ist auch dabei, hab extra gefragt.

Sie hat heute in der Klinik wieder ein bissi was gegessen, halt nicht viel. Deshalb hat mir die TÄ Peridol zum Appetitanregen mit nach Hause gegeben.

Daheim angekommen, wollte ich ihr gleich als erstes das Peridol verabreichen, aber was macht Madame stattdessen? Rennt mir davon, schnurstracks zum Futterschüsserl und mampft

Sie hat ein bissl Gourmet-Schrotti gegessen und nachher ein halbes Schüsserl vom gekochten Hendl sowie ein bissl Schleck-Snack. Braves Mädl

Danach hatte sie immer noch Hunger, aber alles andere stehenlassen, ist aber dauernd von einem Schüsserl zum anderen gewandert. Jetzt hab ich ihr doch Peridol gegeben, versteckt in einem Leckerli, denn auf Leckerli steht sie ja. Und im Leckerli versteckt ist es stressfreier für sie, weil sie es nicht merkt, dass da eine Tablette drin steckt. Hätt ich ihr Peridol direkt ins Mäulchen verabreicht, na Grüß Gott, da hätt sie sich gleich wieder aufgeregt und das brauchma heut nimmer.

Liserl wollte Gina mit einem Bussi begrüßen und Gina hat ihr zum Dank eine Watschn gegeben und Liserl angekeift. Auch wenn es mir für Liserl unendlich leid tut, weil sie wirklich so eine liebe ist und so freundlich und sozial, aber insgeheim war ich froh darüber (bitte nicht falsch verstehen!), denn das ist halt so typisch Gina und vom klinischen Standpunkt her ein sehr gutes Zeichen, wenn sie so reagiert.

Als ich ihr nachher den Verband am Haxerl abmachen wollte, hat sie mich lautstark beschimpft und drohend angeknurrt, gekeift, Gift versprüht, böse gefunkelt, nach mir ausgehaut und mich gebissen, zum Glück durch den Pullover durch, der hat alles abgefangen. Danach ist sie wutschnaubend davongelaufen und hat sich in ihr Trutzwinkerl gesetzt.

Wenn sie so reagiert, bin ich erleichtert.

Als sie im Korb saß (zuhause bereits), hab ich was zu ihr gesagt, daraufhin hob sie den Kopf und schaute mich fragend an. Sie nimmt also Kontakt zu mir auf.

Jetzt sitzt sie auf der Kommode auf ihrem dicken Polster, einer ihrer Lieblingsplätze.

Lulu und Gacki war sie auch schon, heute war das Gacki allerdings erstmals ein Brei. Bisher seit Krankheitsausbruch waren es noch Würsterln.


Liserl tut mir ein bisschen leid, sie gerät momentan so ins Hintertreffen, weil der Reihe nach alle anderen Katzen jeweils meine Ressourcen nahezu zu 100% beanspruch(t)en und immer eine krank war/ist oder gestorben ist... Dabei ist Liserl so eine unaufdringliche, soziale Katze, die auch so feinfühlig ist. Sie geht der Gina manchmal aus dem Weg, dann wieder sucht sie ihre Nähe.

Heute Nachmittag, als ich kurz zuhause war, setzte sich Liserl zu mir aufs Sofa und ließ sich Kopfi kraulen... Sie ist so lieb... und so arm jetzt grad in dieser Zeit...


P.S.: Gina stiefelt gerade durch die Wohnung, jetzt ist sie scheinbar putzmunter... Ich bin so froh, wenn sie herumstiefelt und überall ihr Kopfi reibt.

Sie will irgendwas von mir, glaub ich, ich geh mal nachsehen.

Geändert von 16 Pfoten (14.11.2019 um 22:06 Uhr)
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Alt 15.11.2019, 08:39
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Guten Morgen,

ich wurde vorhin von einem sirenenartigen Geräusch geweckt:

Gina hat mir unnachgiebig wie sonst laut gellend mehrmals ins Ohr geplärrt.

DAS ist meine Gina, wie sie leibt und lebt. So kenn ich meine Gina: vehement ihre Forderungen anmelden, ohne Rücksicht auf die Uhrzeit oder mein Bedürfnis nach Schlaf. Das macht sie, um mich aufzuwecken, wenn sie richtig Hunger hat und Frühstück will.


Zitat:
Zitat von 16 Pfoten Beitrag anzeigen
Ich habe mich daran gewöhnt, dass sie mir öfters frühmorgens lautstark ins Ohr plärrt, wenn sie Frühstück will, auch wenn es sonntags um 6 Uhr morgens und deshalb unglaublich nervig ist.

Zitat:
Zitat von 16 Pfoten Beitrag anzeigen
Und ich hoffe, Gina schreit mir noch viele Jahre lang jeden einzelnen Tag inkl. Wochenende um 6 Uhr früh ins Ohr...
Ich habe ihr dann 2 Schüsserln hergerichtet, eines mit Schrotti und eines mit gutem Futter, sie hat von beidem ein bissl was gegessen.

Und auf meinem Weg zur Küche bemerkte ich, dass aus der Schüsserlgalerie (es waren 8 oder 9 Schüsserln, die ich gestern Abend serviert hatte) überall die Hälfte fehlte. Das könnte natürlich theoretisch auch auf Liserls Konto gehen, die ebenfalls einen herzhaften Appetit hat, aber von manchen Futtersorten weiß ich, dass Liserl sie gar nicht mag.

Ich bin sooooooo froh...


Das Bio-Wiesenhendl, das ich gestern Abend noch gekocht habe, wurde übrigens von beiden Katzen stehengelassen... (Giftiger Einschub von Mama: Ihr seid beide richtig undankbare Kröten, wisst ihr das eigentlich?)

Jetzt hat sie sich grad verzupft und ich gebe ihr noch eine Stunde, bis wir dann wie jeden Tag in die Tierklinik zur Infusion fahren...

Jetzt kam sie gerade aus der Küche angetrottet, in ihrer langsamen gemächlichen Gangart. Im Schlafzimmer gab es jetzt noch eine kurze Begegnung mit Liserl, beide standen einander im Abstand von etwa 60 cm gegenüber und hatten Blickkontakt, aber niemand pfauchte oder knurrte. Gina drehte dann um und ging in ihre Kratztonne, um heia zu machen, und Liserl hat sich gerade auf den großen Hanfteppich gelegt und spielt mit dem Kabel von der Heizmatte

Das wird auch noch eine Herausforderung... Wenn sie das bei allen Kabeln so macht, muss ich mir echt was überlegen.


Ich hab einen Wunsch ans Universum losgeschickt... Man möge mir meine Gina bitte noch lange lassen... Ich weiß, dass es vermessen ist, sich bei einer 16-jährigen Katze zu wünschen, dass sie noch viele Jahre hier auf Erden weilen darf, aber ich wünsche es mir trotzdem... Ich wünsch mir, dass sie mindestens 20 wird oder vielleicht mit Glück sogar 22, und das natürlich bitte bei guter "Gesundheit", also dass es ihr gut gehen soll, sie sich wohl fühlen soll, schmerzfrei ist und hier bei mir zufrieden noch ein paar Jahre leben darf in ihrer vertrauten Umgebung. Dass sie weiterhin ihre Beschaulichkeit pflegen darf, in aller Seelenruhe beim Fenster rausschauen oder in die Luft schauen und meditieren, in ihrer Kratztonne behaglich dösen oder oben am Kasten spazieren und runterschauen.

Viele Aktivitäten hat sie ja nicht mehr in ihrem Alter, spielen tut sie nur noch selten, das interessiert sie schon länger nicht mehr, aber sie liebt halt ihre Bequemlichkeit und schätzt es sehr, wenn sie irgendwo sitzen oder liegen kann und einfach beobachten, was sich tut. Wobei, clickern tut sie immer noch sehr gern, aber wahrscheinlich auch nur, weil es dann Leckerli als Belohnung gibt und diese Leckerlis werd ich leider künftig abschaffen müssen, wegen ihrer Nierenerkrankung...

Und dasselbe wünsche ich mir für Liserl, nur dass ich bei Liserl noch 2 Jahrzehnte draufpacke, weil sie ja noch jung ist. Ich bin froh, dass ich bei Liserl gleich am Montag den langen Blutbefund angeordnet hab, so weiß ich jetzt, dass ich bei ihren Nieren jetzt schon aufpassen muss und bei ihrem nächsten Termin (2. Teilimpfung in einigen Wochen) werde ich das gleich ansprechen und fragen, ob sie jetzt schon Phosphatbinder und/oder ein Nierendiätfutter braucht. Und ich werd sie von Zeit zu Zeit mit einer Pipette voller Wasser ins Mäulchen überrumpeln, denn sie trinkt viel zu wenig, nämlich gar nix. Die einzige Flüssigkeit, die sie zu sich nimmt, ist das Wasser, mit dem ich ihr Nassfutter vermische.

Ich wünsch mir, dass mir das Universum zumindest diese beiden Katzen noch lange lässt und es beiden richtig gut gehen möge. Ich werde selbstverständlich meinen Beitrag dazu leisten, soweit es in meiner Macht liegt, das was ich tun kann, das tue ich, aber ich will das nicht nochmals erleben müssen, wie das Schicksal mehrmals hintereinander in so kurzer Zeit so grausam und erbarmungslos zuschlägt...

Geändert von 16 Pfoten (15.11.2019 um 09:13 Uhr)
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