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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 06.10.2019, 17:53
  #31
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Zitat:
Zitat von minna e Beitrag anzeigen
zur not musst du (eine weile) das sitzkissen mit auflagen schützen.

ich empfehle die auflagen auch während der zeit, wenn die sitzkissen gereinigt werden
Ok... Gut zu wissen... Danke!

Das hier ist übrigens die kleine Lotti (Fotos von soeben), vielleicht kann jemand hier besser ihr Alter schätzen? Ich tu mir echt schwer bei der Schätzung. Sie hat auf jeden Fall schon jede Menge Zähnchen, wie man erkennen kann, wenn sie ihr Mäulchen aufreißt

Kürzlich brachte sie ja bereits einen piepsigen Ton heraus, jetzt ist sie aber wieder zum Stummfilm-Miau zurückgekehrt. Ich glaube, sie muss noch üben


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__________________
Herzliche Grüße
Katzenmama Eva mit Tigermäderl Liserl

Unvergessen meine Sternenkatzen, die beiden wunderschönen Zwillingsschwestern Lara und Luna, meine bezaubernde kleine Lotti, meine herzallerliebste Minnie und meine unglaubliche Gina - you are always on my mind...

Das Schicksal war grausam, die Zeit mit euch allen war viel zu kurz, ihr wurdet mir viel zu früh entrissen, ich vermisse jede von euch so sehr, jeden einzelnen Tag...

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Alt 06.10.2019, 18:03
  #32
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Und das hier sind tagaktuelle Liserl-Fotos

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Liserl ist, wie gesagt, die Adoptivmama der kleinen Lotti, die beide gemeinsam vor 3 Wochen bei mir eingezogen sind. Liserls Wunde am Bauch ist übrigens schon sehr schön verheilt, man sieht fast gar nichts mehr.

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Alt 06.10.2019, 19:20
  #33
minna e
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hübsche mäuse
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Alt 06.10.2019, 19:22
  #34
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alter lässt sich schwer schätzen ab einem bestimmten alter

die orga dürfte es ggf. genauer sagen können, oder? wie lange war die kleene denn überhaupt dort?
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Alt 06.10.2019, 20:11
  #35
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Zitat:
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hübsche mäuse
Danke


Zitat:
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alter lässt sich schwer schätzen ab einem bestimmten alter
Bei Kitten auch nicht?

Bei erwachsenen Katzen ist es fast unmöglich zu schätzen, das wusste ich; aber bei den ganz Kleinen...?

Zitat:
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die orga dürfte es ggf. genauer sagen können, oder? wie lange war die kleene denn überhaupt dort?
Ich denke mal, ein paar Wochen lang... Ich habe damals nicht nachgefragt, für mich hat das eher eine Nebenrolle gespielt; mir war nur wichtig, dass beide Katzen a) gesund (i. S. v. frei von gefährlichen Infektionskrankheiten) und b) gut sozialisiert und gruppenfähig sind.

Aber ich kann bei einem meiner nächsten Telefonate mit der Pflegemama nachfragen.
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Alt 08.10.2019, 12:38
  #36
Starfairy
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Orangenreiniger für die Klos geht gar nicht. Probier es mal aus, wenn du eine Orange geschält hast, halte die Hand mal den Katzen hin. Die gehen sofort zurück. Katzen hassen den Geruch von Zitrusfrüchten.

Ich habe immer ganz normale Unterlagen aus dem Discounter verwendet. Meistens habe ich Wickeltischunterlagen genommen.
Wobei man die auch auf den Boden legen kann, dann sollen sie tatsächlich eine Einladung zum pinkeln sein. Und dann immer weiter Richtung Klo ziehen, zum Schluß ins Klo legen, und dann immer kleiner machen, bis das Klo auch ohne angenommen wird.

Wenn sich eine Katze dort hinlegt, wo sie hingepinkelt hat, ist sie entweder krank oder sie sucht nach Sicherheit, die ihr der eigene Geruch dann vermittelt.
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Alt 14.10.2019, 12:09
  #37
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Ich wollte wieder mal ein Update geben:

Das Pinkeln hat sich stark gebessert, seitdem ich das dritte Klo hingestellt und die Kisterln weiter auseinandergesetllt habe und seitdem die Katzen einander besser kennengelernt haben. Sie sind nun (zumeist auf eigenen Wunsch) viel zusammen, abends lasse ich die Wohnzimmertüre aber nach wie vor zu, es fühlt sich für uns alle im Moment stimmiger an.

Liserl hält sich insgesamt immer noch stark im Hintergrund und ist sichtlich um Harmonie bemüht, die kleine Lotti hingegen pfeift drauf und geht überall in der Wohnung spazieren.

Gina nimmt es - wie auch schon zu Beginn - überwiegend äußerst gelassen und lässt die Kleine gewähren; nur vor wenigen Tagen hat sie erstmals die Pfote gegen die Kleine erhoben, als diese wieder mal zu frech wurde.

Minnie sitzt nun nicht mehr die ganze Zeit unterm Bett, sondern kommt wieder oft zu mir kuscheln, Gina kommt wiederum sehr oft Schoßisitzi.

Die Kleine scheint an Minnie einen Narren gefressen zu haben und hält sich oft in ihrer Nähe auf, das stößt halt im Moment noch nicht so sehr auf Gegenliebe. Solange die Kleine eine gewisse Distanz wahrt, bleibt Minnie mittlerweile sehr gelassen.

Kleinchen kommt übrigens seit dem Wochenende gelegentlich zu mir auf den Schoß Allerdings unter Zuhilfenahme von Tricks: Putenschinken ist halt einfach was Verbindendes und zwar so sehr verbindend, dass Minnie und Lotti, eine links und eine rechts von mir, in seliger Eintracht quasi fast nebeneinander sitzen können (ca. 40 cm Abstand) und zwar, ohne dass es Knurren, Pfauchen oder sonstige Abwehr gibt. Beide sitzen vollkommen friedlich (bzw. eher gierig) neben mir und warten auf den Schinken

Lotti hat heute Vormittag auch schon bei mir auf dem Bett geschlafen, natürlich in sicherer Distanz, aber immerhin. Sie hätte ja theoretisch jeden anderen Platz in der Wohnung wählen können, zog dann aber doch das Bett vor. (Ich würd mir ja gern einbilden, dass es meine Nähe war, die sie vorzog, aber so weit sind wir noch nicht, dafür ist wohl in der kurzen Zeit noch nicht genug Vertrauensbildung passiert).

1 Monat wohnen sie jetzt schon bei mir, unglaublich

Liserl und ich lernen einander auch ein bisschen besser kennen, was die Verabreichung von Medikamenten betrifft (ihre Ohren sind das Problem), ich weiß jetzt auch, dass ich sie kurz hochheben darf und ein bisschen herumtragen; wenn es ihr jedoch zu lange dauert, dann maunzt sie, beißt mich kurz in den Finger und will runter.

Sie zeigt ihre Zuneigung ein bisschen anders als alle Katzen, die bisher bei mir gewohnt haben bzw. immer noch wohnen, und zwar öffnet sie das Mäulchen beim Kopfigeben, es sieht aus wie beim Flehmen. Es sieht so süß aus , ist für mich aber ein bisschen ungewohnt. Dabei schließt sie meist genießerisch die Augen und folgt mit dem Köpfchen meinen Bewegungen.

Was mich ein bisschen stutzig macht, ist ihr fehlendes Interesse an Kratzbäumen. Sie hat immer noch keine Anstalten gemacht, die Kratzbäume oder gar die Kratzsäule zu erklimmen. Ich frage mich, ob sie orthopädische Probleme hat, die sie am Klettern bzw. am Springen hindern? In einigen Tagen sind wir ohnehin wieder zur Kontrolle beim TA, da werde ich meine Beobachtungen mal ansprechen. Vielleicht hat sie durch ihr Übergewicht Rückenschmerzen.

Auch finde ich es ungewöhnlich, dass beide Neuankömmlinge so gar kein Interesse an Höhlen oder höhlenartigen Designs haben... Sie sitzen lieber auf einem Stuhl, Sofa, Ohrensessel oder auf der Fensterbank, obwohl ihnen mehrere Kuschelhöhlen, Kuschelsäcke usw. zur Verfügung stehen.

Ich habe ihnen extra noch ein paar Höhlen hingestellt, damit ihnen das - gerade jetzt am Anfang - noch zusätzliche Sicherheit gibt, aber scheinbar kennen oder wollen sie das nicht?

Geändert von 16 Pfoten (14.10.2019 um 12:22 Uhr)
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Alt 14.10.2019, 13:34
  #38
Irmi_
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Huhu! Schön zu lesen, dass es immer besser wird.

Willkommen im Club der nicht-Höhlenkatzen-Halter. Meine Katzen finden Höhlen absolut unnötig. Anfangs hab ich verschiedene gekauft aber mittlerweile lasse ich das bleiben, sie interessieren sich einfach nicht dafür.
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Grüße,
Magdalena mit dem Plüschübel Irmi, ihrer Komplizin Gesa, der mutigen Patenkatze GroCha's Irmi und meinem Sternchen Ihrer Piepsigkeit Ebony.


Einzelkatzen-Erfahrungen
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Alt 14.10.2019, 14:11
  #39
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ach,was eine erleichterung. schön, dass es aufwärts geht
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Alt 15.10.2019, 21:39
  #40
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Liebe Magdalena, liebe Martina,

danke für euer Mitfreuen

Die Zusammenführung ist noch nicht ganz abgeschlossen, da Minnie noch immer sehr misstrauisch den Neuen gegenüber ist und auch vorhin von Liserl angeknurrt wurde.

Mit Gina hingegen verläuft alles absolut problemlos. Sie saß vorhin auf einem Ikea-Hocker und unter ihr ging die Kleine untendurch, blieb stehen und sah zu Gina rauf. Gina sah zu ihr runter, alles lautlos und ohne erkennbare Aggression. Es wirkte, als wären die beiden schon sehr miteinander vertraut. Kleinchen durfte sogar in Ginas Nähe liegen, als diese zu ihrem Wasserschüsserl ging. Normalerweise darf sich niemand Kätzisches so nahe bei Gina aufhalten, ohne dass Gina protestiert, aber die Kleine darf mittlerweile fast alles.

Über Ginas hohe Akzeptanz bin ich wirklich überrascht und sehr positiv beeindruckt, habe ich doch noch die letzte Zusammenführung (vor 8 Jahren mit Minnie) in Erinnerung, in der sie völlig anders reagiert hat und die damals kleine Minnie vehement abgelehnt hatte. (Sie lehnt sie heute noch ab, um ehrlich zu sein, wobei Minnie daran durchaus ihren Anteil hatte, weil sie sehr gerne die alte Gina ärgert.)

Nachts bleiben sie immer noch separiert, Minnie fühlt sich dann einfach wohler und möchte ja auch ungestört zu mir kuscheln kommen. Und ich fühle mich auch entspannter damit.

Das scheue Kleinchen ist fast gar nicht mehr scheu und bleibt sitzen, wenn ich an ihr vorbeigehe. Mittlerweile fordert sie mich auch schon mit (mal lautlosem, mal piepsigem) Miau zu etwas auf - nur zu was genau, habe ich noch nicht wirklich herausgefunden.

Ich stelle ihr dann immer etwas zu futtern hin, das ist es aber auch nicht immer; spielen geht natürlich immer; vom Gefühl her würde ich sagen, sie nimmt nun allmählich Kontakt zu mir auf und testet vielleicht auch aus, wie man mit Menschen kommuniziert?

Ihr Blick und ihr Miau wirkt auf mich ein bisschen, als würde sie in mir ihre Mama sehen (dabei hat sie ja eine Mama). Fest steht jedenfalls, dass sie immer mehr ihre Scheu (und auch ihren Respekt ) vor mir verliert und immer entspannter und unbeschwerter in meiner Gegenwart wird. Zu Beginn hat sie ja all meine Handlungen misstrauisch beäugt, das kommt nun immer seltener vor.

Ich habe inzwischen damit aufgehört, sie gelegentlich einfangen und "zwangskuscheln" zu wollen (ich habe das 2-3x in den letzten Wochen probiert und einmal hat sie mir dabei auf die Pyjamahose gepinkelt, es dürfte sie enorm stressen). Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich das lieber unterlassen und ihr stattdessen die Zeit geben sollte, die sie braucht. Ich glaube, sie wird schon irgendwann von allein kommen, wenn sie so weit ist.

Und ich stehe ja seit jeher auf dem Standpunkt, dass keine meiner Katzen eine Kuschelkatze sein muss (obwohl es natürlich schön wäre), sondern grundsätzlich geht es darum, dass sie sich hier bei mir geborgen und wohl fühlen und auch das Gefühl bekommen, hier willkommen zu sein und ein richtiges Zuhause zu haben. Alles andere ist zweitrangig.

Meine alte Gina war auch keine Kuschelkatze, als sie hier eingezogen ist, und sie hat Jahre gebraucht, wirklich Jahre, bis sie allmählich immer mehr aus sich raus kam und sich zu ihrem vollen Potenzial entfalten konnte. Gina kommt heute sehr gerne zu mir, zu den Zeiten, die sie bestimmt, und fordert ihre Streicheleinheiten zärtlich ein. Das hätte sich vor 9 Jahren niemand gedacht.

Die Kleine hat auch schon den Geschirrspüler und die Kaffeemaschine kennengelernt und reagiert auf beides neugierig bzw. unproblematisch. Den Staubsauger versuche ich momentan noch so selten wie möglich zum Einsatz zu bringen.

Da ich ja nicht weiß, wie sie beide vorher gelebt haben (bzw. Lotti ist ja noch nicht sooooo lange auf der Welt, um viele Erfahrungen gemacht zu haben, Liserl aber schon) und nicht weiß, was sie an Haushaltsgeräten und -geräuschen bisher kennengelernt haben, mag ich sie damit nicht überfordern.

Den großen Wäschekorb finden sie beide noch etwas bedrohlich und weichen aus, wenn ich ihn durch die Wohnung trage.

Kleinchen ist überhaupt seeeeeeehr neugierig (wie es sich ja für junge Katzen gehört) und muss alles beschnuppern und erkunden. Beide Neulinge sind enorm verspielt und Liserl kommt immer mehr aus ihrer Reserve und fordert Spielen relativ oft ein, indem sie jammert und maunzt.

In den letzten Tagen habe ich auch immer seltener Pfauchen und Knurren gehört. Es kommt zwar immer wieder vor, aber es wird weniger.

Ich bin auch der Meinung, dass es die einzig richtige Idee war, Liserl und Lotti gemeinsam zu adoptieren. Wenn ich sehe, wie sehr Lotti sich in Liserls Nähe geborgen fühlt und an ihr hängt, wie viel Sicherheit Liserls Anwesenheit ihr gibt, dann weiß ich, dass es hundertprozentig richtig war.

Ich hätte es ohnehin niemals übers Herz gebracht, 2 Katzen zu trennen, die so sehr aneinander hängen; und ich glaube auch, dass Lotti ohne Liserl gar nicht überlebt hätte geschweige denn einen Platz gefunden hätte, da sie als sehr scheues Katzenkind kaum Vermittlungschancen gehabt hätte.

Hier blüht sie richtiggehend auf, von Tag zu Tag kann ich ihren Entwicklungsprozess beobachten und sie hat immerhin einen großen Startvorteil: Vor anderen Katzen hat sie keine Angst, nur vor Menschen. Sie findet meine beiden Altvorderen furchtbar spannend und will sie unbedingt näher kennenlernen, dauernd sucht sie ihre Nähe.

Im Grunde könnte es fast nicht besser laufen, einzig meine Minnie braucht wirklich noch Zeit. Es tut mir ein bisschen weh, dass ausgerechnet Minnie, deretwegen ich überhaupt erst auf den Gedanken kam, neue Katzen aufzunehmen, sich am schwersten damit tut und ich weiß nicht, ob ich ihr damit etwas Gutes getan habe?
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Alt 21.10.2019, 20:59
  #41
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Und wieder ein Update:

Liserl und Lotti wohnen jetzt seit etwas mehr als 6 Wochen hier und ich würde sagen, die Zusammenführung ist in den wesentlichen Zügen abgeschlossen.

Die kleine Lotti mischt sich immer öfter unters Volk, soll heißen, sie sucht ganz oft den Kontakt zu meinen beiden Stammkatzen und hält sich gern in ihrer Nähe auf. Sie läuft ihnen nach (was besonders meine Minnie überhaupt nicht mag) und will immer ganz dicht an ihnen picken.

Gina, meine alte bärbeißige Gina, hat mich in diesem Punkt mehr als einmal überrascht: Sie ist geduldig und tolerant, lässt die kleine Lotti wirklich sehr nahe an sich heran und erlaubt ihr fast alles. Gina hält ansonsten gerne einen gewissen Abstand zu anderen Katzen und schätzt es gar nicht, wenn eine Katze ihre Kreise stört, aber Lotti hat beinahe Narrenfreiheit bei ihr, was mich einerseits wundert, andererseits natürlich ungemein freut

Ich bin sehr froh, dass die menschenscheue Lotti dafür Katzen umso mehr liebt... Und obwohl ich eigentlich erwachsene Katzen bevorzuge und nicht sooooo begeistert davon war, ein Kitten aufzunehmen und daher Lotti mehr aus rationalen Gründen heraus adoptiert habe, um sie aus einer Notlage zu retten und vor allem auch, weil ich sie keinesfalls von Liserl trennen wollte, also dafür hat sie sich schon seeeeeeeehr in mein Herz geschlichen und schon längst einen festen Platz darin

Jetzt, wo sie schon eine Weile hier leben, sich aneinander gewöhnt haben und sich vieles eingependelt hat (darunter auch das Pinkeln), sehe ich, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die beiden Notfellchen zu adoptieren.

Auch wenn sich jetzt zu Beginn (noch) keine großen Freundschaften gebildet haben, so kann ich doch abschätzen, dass alle einander zumindest höflich tolerieren und erst jetzt kristallisiert sich erst so richtig heraus, über welch großartige Sozialkompetenz jede einzelne der vier Mädels verfügt.

Liserl bleibt oft noch immer für sich allein im Wohnzimmer, obwohl die Wohnzimmertüre nun bereits die ganze Zeit offen bleibt, sie verhält sich dezent und rücksichtsvoll und bleibt oft noch im Hintergrund. Es kann natürlich auch sein, dass sie das Wohnzimmer als Rückzugsort oder Schutzzone betrachtet, da sie von Beginn an mit Lotti zunächst darin separiert war.

Zwischendurch tollt sie aber in ihren wilden 5 Minuten gemeinsam mit Lotti durch die ganze Wohnung und beide machen dann recht viel Krawall, bevorzugt spätabends

Es hat sich jetzt so eingependelt, dass alle 4 Katzen unterschiedliche Rückzugsorte nutzen und diese Zonen der jeweils anderen respektieren, Ausnahme: Lotti, denn Lotti möchte ja immer in der Nähe der anderen sein.

Lotti hat jetzt auch viel weniger Angst vor mir als noch zu Beginn, eigentlich hat sie den größten Teil ihrer Scheu vor mir längst abgelegt und läuft mir inzwischen auch schon öfter nach (natürlich nur, wenn sie Leckereien erwartet ). Am Wochenende saß sie öfter mal bei mir am Bett und blinzelte mich an, natürlich in sicherer Entfernung am Fußende Sie spielt gern mit meinen Zehen unter der Bettdecke und vergnügt sich auch sonst beim Spiel mit ihrer "Mama" Liserl. Ein bisschen leid tut sie mir schon, da sie kein anderes Katzenkind zum Spielen hat und ich glaube, ein zweites etwa gleichaltriges Kitten wäre so richtig toll für sie. Allerdings glaube ich, dass ich mit 4 Katzen an meine Grenzen stoße und eine weitere Zusammenführung kann ich mir in der nächsten Zeit eher nicht vorstellen.

Hochnehmen lässt sie sich immer noch nicht, da strampelt sie sich sofort frei. Allmählich könnte das allerdings zum Problem werden, da ich jetzt wirklich mal mit ihr zum TA möchte, zwecks Impfung.

Ich hoffe, dass sie eines Tages ihre Scheu vor mir komplett ablegt, sie muss ja nicht zu mir kuscheln kommen, das erwarte ich nicht von ihr, habe ich auch von meiner Anti-Kuschelkatze Gina nie erwartet (und dennoch kommt Gina heute sehr oft und sehr gerne zu mir kuscheln), aber es wäre schön, wenn sie mir eines Tages vollends vertrauen könnte, sodass sie völlig entspannt neben mir sitzen oder liegen kann, ohne gleich alarmiert aufzuspringen und davon zu rennen, wenn ich mich bewege.

Geändert von 16 Pfoten (21.10.2019 um 21:08 Uhr)
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Alt 21.10.2019, 23:11
  #42
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Es ist so schön zu beobachten, wie sehr Lotti andere Katzen liebt und gerne mit ihnen zusammen sein möchte.

Meine beiden Großen zeigen ihr auch Sozialverhalten, wie sie es bei ihrer Ersatzmama Liserl wohl nicht so lernt, denn Liserl ist mehr die liebevolle Mama, die ihr Kind zwar im Auge behält und auch manchmal dirigiert, aber von Gina und Minnie lernt sie, dass gewisse Verhaltensweisen nicht willkommen sind und sie lernt, dass die beiden (oder eher die Minnie) dann eben unfreundlich reagieren. Die beiden Großen zeigen ihr Grenzen deutlich restriktiver auf und sie lernt dadurch, dass sie sich nicht alles herausnehmen kann, sondern erfährt, welches Verhalten in einer Katzengruppe angemessen ist und welches nicht.

Aber sie kann es gut nehmen, sie duckt sich zwar mittlerweile, wenn Minnie sie anpfaucht oder knurrt, wenn sie doch wieder mal Grenzen überschritten hat, aber sie bleibt sitzen und läuft nicht davon. Und dann, wenn sich alle wieder entspannt haben, entspannt sie sich auch, steht auf und inspiziert weiter die Wohnung.

Sie macht gerade einen wichtigen Entwicklungsprozess durch, ist mein Eindruck, und diesen speziellen Entwicklungsprozess hätte sie vielleicht nicht erfahren können, wenn sie nicht in einer Gruppe aufgenommen worden wäre. Hier lernt sie wirklich Sozialverhalten in verschiedenen Facetten und ich habe das Gefühl, dass ihr das auch taugt, dass sie sich wohl fühlt, dass sie gern hier ist und dass sie in der Nähe meiner beiden Stammkatzen bzw. generell in der Katzengruppe so richtig aufblüht.

Sie trifft ja auch auf verschiedene Charaktere: Liserl, die bereits auf der Pflegestelle eindeutig ihre Mamarolle übernommen hat und mit der sie auch kuschelt und spielt; Minnie, die sie eigentlich noch immer nicht wirklich mag, aber mittlerweile viel entspannter in ihrer Gegenwart ist und Gina, die sich ein bisschen wie die weise alte Oma benimmt und ihr vieles durchgehen lässt, aber trotzdem strenger mit ihr ist als ihre Mama Liserl.

Und letztlich sieht sie ja vor allem auch, welches Verhältnis die alle 3 erwachsenen Katzen zu mir haben, nämlich ein sehr entspanntes, offenes. Sie sieht, dass Gina und Minnie volles Vertrauen zu mir haben, von selbst meine Nähe suchen, sich ihre Streicheleinheiten abholen, gerne und viel Körperkontakt zu mir haben, ständig Schoßisitzi wollen und beim Streicheln schnurren. Sie sieht, dass körperlicher Kontakt zwischen Katzen und Menschen offenbar etwas sehr Schönes sein kann, dass die 3 Großen es genießen, wenn sie gekrault werden und auch wenn sie selbst es noch nicht (oder vielleicht auch niemals) annehmen kann, so wird ihr zumindest vorgelebt, dass es möglich ist.

Ich glaube, wenn sie mit Liserl in einen Haushalt ohne weitere Katzen gezogen wäre, dann hätte sie diese Möglichkeit nicht gehabt, diese Beobachtungen zu machen, sich das aus sicherer Distanz einfach anzuschauen und selbst zu entscheiden, ob das auch etwas für sie ist oder nicht.

Ich finde, sie hat in der kurzen Zeit (6 Wochen sind ja noch nicht besonders viel) einen rasanten Entwicklungsprozess durchlaufen vom unsichtbaren Katzi, das die ersten 24 Stunden unterm Sofa zitterte, über misstrauische Distanz zu mir bishin zu mir in die Küche nachlaufen und um Putenschinken betteln bzw. sich den Putenschinken einfach holen und dazu auch auf meinen Schoß zu kraxeln.

Sie läuft die meiste Zeit über mit hoch aufgerichtetem Schwanz, der sich oben ein klein wenig s-förmig ringelt, herum und zeigt sich insgesamt sehr neugierig und offen. Versteckt hat sie sich schon lang nicht mehr, es muss Wochen her sein.

Je länger sie hier wohnt und je mehr sie sich integriert, umso mehr erkenne ich, dass es richtig war und dass es gut war, nicht nur für Lotti, sondern auch für meine alte Gina, die offenbar zum ersten Mal in ihrem Leben endlich einmal eine andere Katze gefunden hat, die sie wirklich zu mögen scheint und ganz nahe an sich heranlässt, ohne zu protestieren.

Ich glaube, das wird einen guten Verlauf nehmen, je länger und je besser sie einander kennenlernen, und ich bin froh, dass mittlerweile alle sehr entspannt sind und es bis heute keine Kämpfe oder andere Eskalationen gab.

Gina hat hier unangefochten die Rolle der alten, weisen Chefkatze, die eine natürliche Autorität ausstrahlt, die von den beiden Neuen in keiner Weise auch nur irgendwie angezweifelt wird. Auch die erwachsene Liserl hat größten Respekt vor Gina. Die einzige, die keinen Respekt vor Gina hat, ist seit jeher die Minnie (deshalb verstehen sie sich ja auch so gut [/Ironie off]).

Wenn ich jetzt so über meine Zweifel zu Beginn nachdenke, kann ich sagen, dass sie sicherlich ihre Berechtigung hatten (neue Katzen und deren Zusammenführungen mit den Stammkatzen sind ja immer ein Überraschungspaket), aber letztlich unbegründet waren. Es läuft viel besser als erwartet und ich denke, nach > 6 Wochen kann man bestimmt auch schon eine Zwischenbilanz ziehen und Tendenzen erkennen.

Was mir vielleicht ein klein wenig Sorgen macht, ist Liserls immer noch sehr große Vorsicht den Stammkatzen gegenüber, sie hat noch nicht wirklich Anschluss in der Stammgruppe gefunden und man akzeptiert zwar, dass sie hier ist, zeigt aber kein großes Interesse an ihr und schon gar keine Begeisterung.

Minnie pfaucht Liserl an, wenn sie sie sieht, Gina behandelt sie meist, als wäre sie Luft und tut so, als würde Liserl gar nicht existieren. Mit derselben konsequenten Ignoranz behandelt Gina seit mehreren Jahren das "top-entry-Klo", sie weigert sich bis heute, dessen Existenz anzuerkennen und behandelt auch dieses Klo, als wäre es Luft.

Ich weiß schon, es gibt weitaus Schlimmeres, aber ich würd mir für Liserl wünschen, dass sie auch in die Gruppe aufgenommen und eines Tages auch gemocht wird. Sie ist eh so eine liebe, die sich den anderen Katzen nicht aufdrängt, sehr zurückhaltend ihnen gegenüber ist und bestimmt niemandem den Platz streitig machen möchte. Sie tut mir manchmal so leid, wenn ihr "Kind", die kleine Lotti, völlig unbefangen zu den anderen Katzen geht und dort ganz offensichtlich in irgendeiner Form eine schöne Zeit hat, während sie im Wohnzimmer hockt und scheinbar bloß nicht unangenehm auffallen möchte.

Ich geh dann oft zu ihr und spiele mit ihr, das mag sie sehr, sie ist sehr verspielt und geht dabei auch richtig aus sich raus, aber das ersetzt ja trotzdem keinen Kontakt zu den anderen Katzen.

Soll ich ihnen mehr Gruppenaktivitäten anbieten? Oder sie einfach lassen und warten, bis sie von selbst aus ihrem Schneckenhaus herauskommt und sich ein bissl mehr traut?

Liserl schläft auch nach wie vor im Wohnzimmer (Lotti vermutlich auch), das dürfen sie ja auch, jede meiner Katzen darf sich selbst ihren Schlafplatz und generell ihre Plätze aussuchen und meist gibt es eine Rotation. Meine beiden Stammkatzen haben seit jeher am liebsten bei mir im Schlafzimmer geschlafen, was klar ist, hier gibt es ein gemütliches großes Bett, man kann mit der Katzenmama kuscheln und unter die Bettdecke kriechen (Minnie) oder obenauf sitzen (Gina) oder man kann auf einem der 3 großen Kratzbäume schlafen oder in der großen Kratztonne oder oben auf dem Kleiderschrank oder auf einem der beiden Sessel oder auf dem Boden auf einem von mehreren Kissen oder auf der Kommode auf einem von mehreren Kissen... oder unter dem Bett auf dem Kratzteppich... Also im Schlafzimmer haben sie wirklich die größte Auswahl an kuscheligen Plätzen, das ist schon klar.

Im Wohnzimmer haben sie nur 1 großen Kratzbaum, dafür noch 2 kleine, dazu 2 Sofas, einen Sessel, mehrere Stühle, eine Höhle (die sie nicht interessiert), mehrere große Teppiche, einen offenen Transportkorb, eine Schachtel... und was suchen sich die beiden Neuen aus? Liserl schläft entweder auf dem Stuhlkissen oder auf einem Karton und auch öfter auf einer Kratzwelle am Boden, Lotti wenigstens auf einem der Kratzbäume oder auf dem Sofa. Aus meiner Sicht ist das sicher nicht so komfortabel wie die anderen Alternativen, aber sie wählen sich diese Plätze ja selbst aus und ich finde ihre Wahl irgendwie eigenartig.

Geändert von 16 Pfoten (21.10.2019 um 23:28 Uhr)
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Alt 22.10.2019, 11:03
  #43
minna e
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minna e
 
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also ich finde, das liest sich alles gut

und keine katze ist aggressiv. das der ein oder andere einen größeren abstand möchte, finde ich absolut in ordnung. genau wie die wahl der schlafpläze

ich bin sicher, liserl ist so sehr zufrieden, wenn ich das so sehe. wenn sie mehr nähe will, wird sie es weiterhin versuchen. und früher oder später auch erfolg haben. isoliert ist sie nicht.

mein marlon war auch immer bzw. häufig "außen vor". das hat mich anfänglich auch irritiert. aber irgendwann bin ich zu der erekenntnis gelangt, dass er das auch so will und mag. er war nie der mittelpunkt und groß palaver war auch nicht so seins.

ich würde nicht unbedingt extra was für die gruppe "veranstalten", die grooven sich alle sicherlich noch ein.

wie du schon schreibst: es sind grad mal sechs wochen
minna e ist offline  
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Alt 22.10.2019, 12:32
  #44
Irmi_
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Hallo 16 Pfoten.

Danke für das Update. Freut mich total, dass es bei Euch mittlerweile so gut klappt.

Das mit Liserl's "Sonderweg" sehe ich so ähnlich wie minna e: Es gibt eine nach Katzen, die haben lieber etwas mehr Abstand. Und es kann gut sein, dass sich da noch einiges entwickelt.
Irmi_ ist offline  
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Alt 23.10.2019, 23:46
  #45
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Liebe Magdalena, liebe Martina,

danke, dass ihr euch so mit freut

Es gibt noch einen weiteren Grund zur Freude: Klein Lotti ist soeben zu mir aufs Bett gekommen und liegt jetzt gerade bei meinen Knien Das hätte ich mir vor 6 Wochen wirklich nicht gedacht... Mein menschenscheues kleines Katzi traut sich in die Höhle des Löwen: Entweder ist das jetzt eine echte Mutprobe für sie oder sie sucht tatsächlich meine (!) Nähe

Ich freu mich grad so

Mein Kleinchen steckt auch voller Überraschungen... Eigentlich jede meiner Katzen...

Meine Minnie kommt auch gerade zu mir und mag kuscheln. Gina sitzt schon die längste Zeit am Fußende und putzt sich. Jetzt bin ich grad von 3 Katzis am Bett umringt, ach Gott, ist das schön...

Es zeigt sich wirklich von Tag zu Tag mehr, dass es die richtige Entscheidung war.

Minnie ist auch inzwischen schon sehr entspannt, wenn Liserl oder Lotti ihren Weg kreuzen, sie geht meistens relaxed an ihnen vorbei (natürlich noch mit etwas Sicherheitsabstand, aber immerhin) und das zumeist ohne verbale Äußerungen der Ablehnung. Sie hat eine gewisse Wurschtigkeit entwickelt, was die Anwesenheit der beiden betrifft.

Edit: Die Wurschtigkeit hat neue Dimensionen angenommen: Während Lotti am Bett lag und in die Luft schaute, lief Minnie im wahrsten Sinne des Wortes zur Hochform auf, rannte wie früher (=wie vor dem Einzug der beiden Neuen) mit 50 km/h durchs Zimmer, nahm die Abkürzung übers Bett und hupfte einfach über die dort liegende Lotti drüber, ohne Rücksicht auf Verluste (sie hat die Lotti dabei gerempelt, ganz reizend... So ist sie, meine Minnie, sie kann sehr rüpelhaft sein.)


Ich bin jeden Tag aufs Neue fasziniert, dass mich vor allem meine beiden Stammkatzen immer noch, nach vielen Jahren, mit Facetten ihrer Persönlichkeit überraschen können, von denen ich gar nicht wusste, dass sie in ihnen stecken. Ich dachte eigentlich, ich kenn meine beiden Altvorderen inzwischen so gut, aber offenbar kenn ich nicht alles an ihnen

Und Lotti wird auch noch viele Überraschungen bereithalten, ich seh jetzt schon, dass auch in ihr ganz viel steckt. Sie ist eine supersoziale Katze, sie hat sich wahnsinnig schnell integriert und das mit einer Leichtigkeit, unglaublich. Und wie sehr sie alle Katzen hier im Haushalt liebt...



Edit: Während ich diesen Beitrag hier schrieb, rückte klein Lotti immer näher zur schlafenden Gina heran, bis sie zuletzt Popsch an Popsch saßen. Gina wachte davon auf, sah sich kurz um, entdeckte die dicht neben ihr klebende Lotti - und fand das offenbar völlig in Ordnung. So sehr in Ordnung, dass sie sich gleich wieder hinlegte und weiterschlief. Ich pack die Welt nicht mehr... Gina und mit einer anderen Katze kuscheln? Noch dazu mit einer, die gerade erst neu eingezogen ist? Ich glaube, die Aliens waren letzte Nacht hier und haben meine Gina entführt und gegen eine andere Katze ausgetauscht, denn die Gina, die ich kenne, kuschelt nicht mit anderen Katzen, jedenfalls nicht dicht an dicht.


Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Da habe ich für meine Minnie eine Freundin gesucht - und stattdessen hat offenbar meine Gina eine Freundin gefunden... Ich wollte die Minnie mit einer Spielgefährtin versorgen, damit sie auch die Gina nicht so viel ärgert und damit die Gina dadurch entlastet ist - jetzt hat stattdessen die Gina eine Kuschelgefährtin - und die Minnie immer noch niemanden zum Spielen...



Auch auf Liserls Potenziale bin ich schon sehr neugierig... Ich glaube, dass Liserl, wenn sie einmal aus ihrem Schneckenhaus kommt und sich mehr in die Gruppe wagt bzw. von meinen beiden Altvorderen vollends angenommen wird, sich so richtig entfalten kann. Momentan stößt sie ja bei meiner Minnie immer noch auf Ablehnung.

Liserl ist, obwohl sie aussieht wie ein dicker Teddybär , sehr bewegungsfreudig und auch motorisch sehr geschickt und ich denke, dass ich sie demnächst zu ihrer ersten Clickerrunde mit den anderen Katzen einladen werde Ich glaube, das könnte ihr gefallen. Lotti ist vielleicht noch ein bisschen zu klein fürs Clickern, aber das macht ja nix, es geht ja hauptsächlich um den Spaß und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gruppe und mit Gruppen hat Lotti sowieso keine Probleme.

Ich habe jetzt erst in den letzten Tagen das Gefühl, dass ich wieder eine richtige Katzenfamilie habe. Zuvor, als Gina und Minnie nach dem Tod meiner beiden anderen Katzen allein zu zweit übrigblieben, waren sie alles, nur keine Familie, sondern zwei Katzen, die im selben Haushalt eine Koexistenz führten und einander sowieso nie richtig leiden konnten.

Jetzt hat es endlich wieder die Qualität einer Familie und das ist durch den Einzug von Liserl und Lotti entstanden. Und wenn ich sehe, wie lieb meine alte Gina zur kleinen Lotti ist und wie sehr Lotti die Gina und die Minnie vergöttert, dann weiß ich, dass es einfach so richtig schön wird, wenn sie einander immer besser kennenlernen.

Lotti ist übrigens so süß, nicht nur weil sie den Babybonus mitbringt, sondern weil sie einen entzückenden Charme hat und mich mit ihrem ganz speziellen Blick und ihrem tonlosen Miau schon längst um den Finger gewickelt hat. So klein und schon so talentiert im Umgang mit menschlichen Schwachstellen

Sie weiß ganz genau, dass sie sich einfach nur ganz brav und gesittet in der Küche vor mich hinsetzen muss und mich zugleich bittend und vorwurfsvoll ansehen muss und dazu entweder lautlos oder piepsig maunzen. (Das macht sie besonders gern, wenn sie Putenschinken möchte.)

Ich weiß nicht, wo sie das gelernt hat, immerhin hatte sie bis vor kurzem noch nicht allzu viel Kontakt zu Menschen und außerdem eine Wahnsinnsangst vor Zweibeinern. Aber sie hat bereits jetzt in ihrem zarten Alter diesen Blick, der so vielsagend ist, den nur Katzen draufhaben, diese Kombination aus bitten und fordern zugleich, lieb schauen, die Verheißung einer großen Enttäuschung und unendlicher Traurigkeit, wenn es doch keinen Putenschinken gibt, gekoppelt mit unausgesprochenem Vorwurf, wie gemein Menschen doch sind, wenn sie nicht sofort diesen bescheidenen Wunsch erfüllen und dazu diese siegessichere Gewissheit, dass die Katzenmama genau aus diesem Grund auf der Stelle den Schinken rausrücken wird

Geändert von 16 Pfoten (24.10.2019 um 00:43 Uhr)
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