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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 14.09.2019, 11:16
  #1
ellipell
Neuling
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 5
Standard Zusammenführung, ich bin unsicher

Hallo,
kurz die Situation: Vor etwa einem Monat musste einer von meinen beiden Katern eingeschläfert werden. Der andere, ein Maine Coon/Birma-Mix, 2 Jahre alt blieb allein zurück. Da ich voll berufstätig bin, habe ich beschlossen, einen neuen Kater dazu zu holen und habe auch einen jungen Kater (ca. 1,5 Jahre) gefunden. Dieser ist letztes Wochenende bei uns eingezogen. Ich habe sie 2 Tage separiert, dann langsam zueinander gelassen. Der Altkater versteckte sich, während der neue munter durch die Wohnung lief, im zunächst nicht zu nahe kam, ihn anblinzelte etc. Der alte war nur noch am Knurren und Fauchen. Dann kam der neue näher und es gab eine kurze, aber heftige Kabbelei, beide sind in ihre Bereiche zurück. Tür wieder zu. Der neue maunzt an der Tür, der alte sitzt unterm Schränkchen.
Nächster Tag neuer vorsichtiger Versuch, alter Kater im Regal, neuer davor, immer noch freundlich. Der Altkater hatte aber deutlich Stress, um genau zu sein, er stank vor Angst. Irgendwann ging der neue in den Angriffmodus, kam aber nicht ins Regal hoch. Er ließ sich dann doch weglocken, der alte entspannte sich langsam und kam auch nach drei Stunden wieder runter als die Tür zu war.
Jetzt habe ich erstmal eine Gittertür gebaut. Der Altkater sitzt, wenn die Zimmertür auf und die Gittertür zu ist meist in der hintersten Ecke des Raumes. Mittlerweile entspannt er sich etwas (Körperhaltung) und bewegt sich zur Mitte des Raumes. Fressen tut er allerdings nur, wenn die Zimmertür komplett zu ist.
Ach ja, Feliway Friends ist auch im Einsatz, in beiden Räumen. Räume gewechselt habe ich auch schon.
Nun bin ich unsicher, weil alle was anderes sagen, erscheint euch das so richtig? Ich bin so im Zwiespalt, mir ist klar, dass die auch mal miteinander kabbeln müssen, aber diese Angst erscheint mir schon sehr stark. Eigentlich möchte ich es lieber langsam angehen. Gittertür (die habe ich in den Türrahmen der Zimmertür gebaut, so dass ich beide Türen getrennt voneinander öffnen und schließen kann) davor, Zimmertür ab und an zu, damit der Lütte frisst und aufs Klo geht. Aber verlängere ich damit "das Leiden"? Schade ich damit dem Zusammenkommen? Ich bin soooooo unsicher.
(Und ehrlich gesagt, zerreisst es mir das Herz, wenn der Kleine in die Ecke gequetscht sitzt und mich mit großen Augen ansieht...)
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Alt 14.09.2019, 12:31
  #2
Ladyhexe
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Ladyhexe
 
Registriert seit: 2014
Ort: Berlin-Reinickendorf
Beiträge: 2.174
Standard

Leider ist das viel zu schnell gegangen. Eine Gittertüre muß teilweise monatelang in Gebrauch sein, bis beide völlig entspannt sich frei in den Räumen bewegen, erst dann kann sie geöffnet werden während du dabei bist. In beiden Räumen getrennt füttern und auch eine Klostelle einrichten, damit der andere nicht mobben kann.

Das Alter, 2 und 1,5 Jahre ist gut gewählt, doch was weißt du über den Charakter des neuen Katers? Das ist das entscheidende beim Aussuchen vor der Zusammenführung.


Deshalb an dich:
Nochmals von vorne die Tiere (haben die auch Namen und sind sie kastriert?) den nächsten Monat oder Monate nicht zusammen lassen, nur eine Begegnung an der geschlossenen Gittertüre.


Wie lange es dauern kann kannst du bei mir nachlesen.
__________________
Ela und Glücksschmied

____________________________________
Kinder und Katzen bereiten die gleichen Glücks- wie Sorgenmomente.
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Alt 14.09.2019, 13:11
  #3
ellipell
Neuling
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 5
Standard

Sind kastriert, die Real-Namen möchte ich nicht schreiben. Nennen wir sie Anton (Altkater) und Neo (Neuzugang).
Zu zu schnell: Jo, da habe ich mich auf die Dame vom Tierschutz verlassen. Diese findet Gittertür auch jetzt noch nicht richtig. Ich aber schon.
Der erste Erfolg ist jetzt schon sichtbar: Anton ist vor 20 min an der Tür (mit Fauchen, aber immerhin)vorbei im Bad aufs Klo gegangen. Getrennte Fütterung und getrennte Klos waren von Anfang an eine Selbstverständlichkeit - und bleiben. Ich warte jetzt erst mal ab.
Ich kann mit dem Aufwand der getrennten Katzen leben. Ist halt nicht schön, mir gehts aber darum, dass ich den Katern jetzt gerecht werde und ob ich das eigentlich ansatzweise richtig gemacht habe mit der Tür und dem jetzigen Abwarten. Gefühlsmäßig stimmte es für mich, aber ich höre von allen Seiten, dass ich die beiden zusammensetzen soll, die raufen sich schon zusammen. Das Argument ist dabei immer, dass die beiden dann zu lange Stress haben...

Geändert von ellipell (14.09.2019 um 15:36 Uhr)
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Alt 14.09.2019, 15:50
  #4
ellipell
Neuling
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 5
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Ach, du hattest nach dem Charakter von Neo gefragt: Er ist verspielt, freundlich, menschenliebend, zugewandt. Ähnlich wie Anton, etwas lebhafter vielleicht, aber sie spielen ähnliche Spiele, ähnlich wild (fang und wirf die Spielmaus durch die Gegend, Fußball, Federangel).
Das habe ich beim Erstbesuch, bevor er eingezogen ist schon beobachten können. Er ist sehr neugierig. Der räumt auch mal Regale aus, das macht Anton nicht.
Ich habe heute Antons Lieblingsleckerlis neu gekauft und eine Spur bis ca. 2m vor die Gittertür gelegt, so dass er mal aus seiner Muckelecke raus kommt. Er hat sie alle gefressen und ist wieder zurück. Ich werte das als Erfolg. So krieg ich auch ein paar Kalorien mehr in ihn rein (kein großer Fresser - wiegt nur knapp 4kg und ist echt zart).
Mit dem Kater vorher war Anton der deutlich aktivere, der auch zu kleinen Kämpfen aufgerufen hat. Die beiden haben sich dann quer durch die Wohnung gejagt, um dann Rollen und Richtung zu wechseln (ohne sich was zu tun). Von daher konnte ich mir Neo ganz gut als Ergänzung vorstellen.
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Alt 15.09.2019, 05:51
  #5
ellipell
Neuling
 
Registriert seit: 2018
Beiträge: 5
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Berichte von der Front:
Der Salto zurück hat sich gelohnt. Beide Türen sind zu (Zimmertür und Gittertür). Anton konnte sich gestern Abend richtig beruhigen, hat sich wieder am Bauch kraulen lassen und ist auf dem Rücken neben mir eingeschlafen. Eben hat er im Flur gesessen und Leckeres vor der Tür gefuttert. Viel Streicheln, viel Leckeres, ganz wenig Geknurre. Und dann hat der Kerl sich doch knapp einen Meter von der Tür entfernt auf den Boden geschmissen und hat sich streicheln lassen!
Drinnen war schon was los, Neo möchte raus, ramentert ganz schön. Aber so ist es nun mal. Er hat aber im Gegensatz zur Pflegestelle über das Doppelte an Fläche zur Verfügung mit vielen Möbeln zum Klettern und Springen, ordentlich Spielzeug und Fensternestchen (das er auch viel nutzt). Er möchte mehr Gesellschaft, aber daran arbeiten wir ja. Ich geh jetzt gleich zu ihm rein und kuschel ein bisschen.
ellipell ist offline  
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Alt 17.09.2019, 21:41
  #6
Ladyhexe
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Ladyhexe
 
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Ort: Berlin-Reinickendorf
Beiträge: 2.174
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Es ist schön so schnell kleine, aber wichtige Erfolge zu haben. Damit ist der Neuanfang gemacht und es kann gemütlich, aber stetig zur langsamen Zusammenführung gehen.

Danke für deinen Versuch.
Ladyhexe ist offline  
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angst, zusammenführung

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