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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 07.08.2019, 18:17   #1
Dojo80
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 2
Standard Kater neu eingezogen, verlässt „sein“ Zimmer nicht

Hallo liebe Forum Gemeinde,

bei uns ist vor acht Tagen ein vier Jahre alter BKH Kater eingezogen.
Leider ist er noch sehr scheu, es wäre schön wenn vielleicht der ein oder andere einen wertvollen Tipp für uns hätte.

Die ersten beiden Tage hat er sich nur unter der Couch versteckt. Am dritten Tag hat er sich schließlich hervor getraut und auf den Fersehschrank gelegt. Am vierten Tag durften wir ihn sogar schon streicheln. Inzwischen kommt er, wenn wir die Türe schließen und uns auf die Couch setzen, jedes Mal zu uns und lässt sich ausgiebig knuddeln. Sobald wir den Raum verlassen verschwindet er aber wieder auf dem Regal oder einem anderen erhöhten Liegeplatz. Zum Essen, Trinken und auf die Toilette geht er nur nachts, wenn alles ganz ruhig ist. Wann immer die Tür geöffnet ist, ist er völlig unentspannt und verkriecht sich in einem Eck.

Er hat sicher gemerkt, dass im Haus noch ein Hund anwesend ist. Dieser ist aber zwölf Jahre alt und absolut ruhig und friedlich. Laut seinen Vorbesitzern hat er im Leben noch keinen Hund gesehen. Generell ist er als reiner Wohnungskater sehr behütet aufgewachsen. Wir wissen jetzt nicht so recht was wir machen sollen. Die Tür auf lassen und in kauf nehmen, dass er permanent völlig unentspannt ist? Die Türe schließen und ihn gar nichts vom Rest der Welt mitbekommen lassen? Den Hund ins Zimmer holen, damit er ihn einmal sieht?

Ich bin mir nicht einmal sicher, ob der Hund wirklich das Problem ist. Ich denke er möchte einfach nicht den sicheren Raum verlassen. Er vertraut mir inzwischen sehr und lässt sich sogar den Bauch kraulen, ich möchte das ungern auf Spiel setzen indem ich ihn durch die Gegend trage.

Was meint ihr dazu? Ich wäre für jede Hilfe dankbar.
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Alt 07.08.2019, 18:36   #2
Skinny01
Erfahrener Benutzer
 
Skinny01
 
Registriert seit: 2018
Ort: Ba-Wü
Beiträge: 154
Standard

Hallo,

ich habe dasselbe "Problem", habe einen Stallkater mit nach Hause genommen, vor knapp vier Wochen und er verlässt bis heute kaum sein Zimmer. Anfangs hatten wir die Tür geschlossen, dann eine Gittertür und jetzt ist offen. Wir haben auch noch einen Hund und einen weiteren Kater, die hat er beide schon gesehen und absolut keine Angst.

Allerdings hat er Angst vor Geräuschen, schnellen Bewegungen und traut sich selten weg von seinem Sicherheitsbereich. Da ich Kasimir schon eine Weile kenne weiß ich, dass er furchtbare Angst hat und warte einfach ab.

Viel Glück und Geduld wünsche ich Euch!
Skinny01 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.08.2019, 21:38   #3
Margitsina
Forenprofi
 
Margitsina
 
Registriert seit: 2013
Ort: 35305 Grünberg
Beiträge: 4.883
Standard

Das Zauberwort heißt Geduld. Lass die Tür offen und lass ihn machen.

Aber für dich zur Info : ein Kater der im Wohnungsknast in Einzelhaft lebt, ist nicht behütet sondern isoliert und wird nicht artgerecht gehalten.
Ein Kumpel im gleichen Alter ist zwingend nötig.
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Alt 08.08.2019, 12:31   #4
Grinch2112
Erfahrener Benutzer
 
Grinch2112
 
Registriert seit: 2018
Ort: 61231 Bad Nauheim
Beiträge: 133
Standard

Hast du es mal mit den Feliwaysteckern versucht?
Wenn nicht, dann kauf mal welche und verteile so viele wie nötig in der Wohnung. Die können ihn ein wenig entspannen und dann würde ich besser mal die Türe auf lassen. Zwar ist er dann erstmal unentspannt, kann aber zum Beispiel auch in eurer Abwesenheit irgendwann mal den Mut fassen und mal gucken gehen. Wenn ihr die Tür immer zu macht und er so ängstlich ist, dann wird das denke ich ein Dauerproblem bleiben, weil er ja dann auch nicht die Möglichkeit hat in einem ruhigen Moment mal nachzuschauen, wie es dort ist hinter der Tür.

Und ja, Einzelhaltung ist eigentlich nicht das Gelbe vom Ei. Aber ihr habt evtl erstmal das aktuelle Problem zu lösen. Wenn er so ängstlich ist, weiß ich nicht, ob ich ihn jetzt schon versuchen würde zu vergesellschaften. Ihr kennt ihn ja auch noch nicht richtig und somit ist es ohnehin schwer ein passendes Gegenstück zu finden.
Einzig der Gedanke, dass ihn ein Selbstsicheres sehr soziales Gegenstück unterstützen könnte seine Angst zu verlieren.

Aber im Großen und Ganzen würde ich dazu vielleicht nochmal auf Antworten von Anderen hier warten.
__________________
Liebe Grüße von Mogli, Mila, Merle, Miles und Grinch.

Tiere haben etwas, was einigen Menschen fehlt.
Treue, Dankbarkeit und Charakter.

Grinch2112 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.08.2019, 12:44   #5
ottilie
Forenprofi
 
ottilie
 
Registriert seit: 2014
Ort: Mittelfranken
Alter: 55
Beiträge: 6.843
Standard

Grüß Dich, willkommen hier im Forum!
Ganz langsam, ein Schritt nach dem anderen.
Wenn sich der Kater im geschlossenen Raum sicher fühlt, so lass doch erst einmal noch ein paar Wochen die Türe zu, wenn ihr nicht da seid. Die Tür öffnen, wenn Ihr da seid und dann mal beobachten, was er macht
Vielleicht fühlt es sich an eurer Anwesenheit am sichersten.
Feliway Stecker sind eine gute Idee
Meine Scheukatze hat ersten drei Tage im Schrank gewohnt, er hat sich erst ganz langsam an den größeren Auslauf gewöhnt
Wisst ihr, ob er im früheren zu Hause auch alleine war, also ohne weitere Katze ?
__________________
Liebe Grüße

Ottilie
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Alt 08.08.2019, 14:01   #6
Petra-01
Forenprofi
 
Petra-01
 
Registriert seit: 2007
Ort: Rhein-Ruhr-Gebiet
Beiträge: 15.700
Standard

Das braucht mehr Zeit!

Bei mir wohnt z.B. eine neue ältere Katze seit fast 8 Wochen.
Sie ist auch immer noch am liebsten in "ihrem" Zimmer.

Zu Anfang war die Tür zu. Dann habe ich eine Gittertür eingebaut und dann ein Kindertürgitter. So konnte sie langsam ankommen und etwas Vertrauen fassen. Dann mit dem Gitter war die Tür auf und sie konnte sich an die Geräusche gewöhnen (und an die zweite Katze hier). Und als sie genug Mut hatte habe ich das Gitter auf gemacht und sie erkundet nun die Wohnung, geht aber immer noch gerne und oft in ihr Zimmer weil sie hier sicher ist, sich sicher fühlt.

So ein Einzug einer neuen Katze kann schon mal Wochen bis mehrere Monate dauern bis alles passt. Also immer ruhig und alle im Tempo der Katze angehen.

Den Hund würde ich jetzt noch nicht in das Zimmer mit nehmen!
Besser mal in einiger Zeit so ein Gitter einbauen und dann können Hund und Katze in Sicherheit Kontakt aufnehmen.

Eine zweite Katze die sicherer ist wäre toll. Aber ich würde damit auch noch ein bischen warten!
__________________
Petra

In meinem Herzen und unvergessen,Indi mein Herzenskater, Paul der Beste für immer, der schöne Willie und "hi Maus" Ilse. Aktuell bei mir Gräfin Mausi und die bunte Zicke Tiger-Lotte.
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Alt 08.08.2019, 18:16   #7
Dojo80
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 2
Standard Das Eis ist gebrochen

Hallo und vielen Dank für die zahlreichen netten Antworten.
Heute Vormittag hat unseren Archie ganz plötzlich die Abenteuerlust gepackt:

Nachdem er sich letzte Nacht schon in die benachbarte Küche getraut hat, hat er heute Vormittag ganz plötzlich jeden Winkel in Wohnzimmer und Bad inspiziert. Sogar dem Hund hat er sich dabei auf knapp einen halben Meter genähert. Nach einer guten halben Stunde hat er sich wieder in sein Zimmer aufs Expeditregal zurückgezogen, dort schläft er bis jetzt noch. Ich denke jetzt wird alles gut :-).

Ja, einen Katerkumpel wollen wir ihm auf jeden Fall noch dazuholen, wir sind uns nur nicht so sicher wann der richtige Zeitpunkt ist. Kann es sogar von Vorteil sein, wenn er sich noch nicht richtig eingelebt hat und noch kein Revierverhalten entwickelt hat? Die Vorbesitzer haben ihn jedoch leider nicht kastriert. Könnte man da vorher überhaupt schon einen (bereits kastrieren) Kater dazu setzen?

Viele Grüße
Marc
Dojo80 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2019, 11:35   #8
Margitsina
Forenprofi
 
Margitsina
 
Registriert seit: 2013
Ort: 35305 Grünberg
Beiträge: 4.883
Standard

Umgehen kastrieren und gleichzeitig nach passendem Kumpel Ausschau halten.
Die Kater sollten beide kastriert sein.
Margitsina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2019, 11:55   #9
ottilie
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ottilie
 
Registriert seit: 2014
Ort: Mittelfranken
Alter: 55
Beiträge: 6.843
Standard

Hallo Marc,
Es freut mich, wenn es besser wird.
Euren Kater umgehend kastrieren lassen, das hätte der Vorbesitzer schon längst machen sollen
Dann könnt ihr auch einen zweiten kastrierten erwachsenen (!) Kater dazu setzen
Am geschicktesten wäre es gewesen, wenn beide Kater gleichzeitig eingezogen wären, dann baut sich evtl. auf keinen Revierverhalten auf. Hier mal der Link zur langsame Zusammenführung, für alle Fälle :

Die langsame Zusammenführung
__________________
Liebe Grüße

Ottilie
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Alt 09.08.2019, 13:59   #10
Petra-01
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Petra-01
 
Registriert seit: 2007
Ort: Rhein-Ruhr-Gebiet
Beiträge: 15.700
Standard

Ich würde ihn in Ruhe ankommen lassen.
Wenn er 4 Jahre ist und nicht kastriert kommt es auf zwei Wochen dann auch nicht mehr an.
Dann kastrieren und noch mal ein paar Wochen warten bis der Hormonstatus dem eines kastrierten Katers auch entspricht.
Vorher würde ich persönlich keinen zweiten kater dazu setzen.

Also keine wilde Hast sondern überlegt und in Ruhe vorgehen.

Es nützt ja nichts wenn man dann in der derzeit noch schwierigen Eingewöhnung noch mehr Chaos fabriziert nur um schnellstmöglich eine zweite Katze dazu zu kriegen.

Aber das ist meine persönliche Meinung, hier darf jeder seinen Senf dazu geben.
__________________
Petra

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