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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 06.08.2019, 11:09   #1
kisu
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Standard Zusammenführung wagen oder nicht?

Hallo ihr Lieben,

ich möchte euch mal um euren Input bitten, alles an Meinungen, Ideen, Ratschlägen ist willkommen.

Ich habe Schorschi und Trudi, beide werden dieses Jahr 10. Sie kennen sich seit Trudi ca. 6 Monate und Schorschi 5 Monate alt war. Die beiden leben eher nebeneinander als miteinander, Schorschi will katertypisch raufen und spielen, Trudi ist eher gemütlich und fühlt sich genervt. Aber im Großen und Ganzen kommen sie gut miteinander aus, jeder macht halt sein Ding.

Jetzt ergibt sich in der Familie eine neue Situation und wir wurden gebeten darüber nachzudenken, ob wir noch ein Katzenpärchen aufnehmen können. Bestenfalls nur als Pflegekatzen für einen noch nicht bekannten Zeitraum, schlechtestenfalls für immer.
Die beiden sind zwei Mädels, Wurfgeschwister. Genaues Alter weiß ich gerade nicht, ich denke aber mindestens 5 Jahre.

Ich kann leider gar nicht einschätzen, wie meine zwei auf die Neuankömmlinge reagieren würden. Schorschi ist generell sehr sensibel und schnell ängstlich.
Nur folgende "Erfahrungen" kann ich bieten:
- Meine Katzen haben einen gesicherten Garten. Wann immer draußen eine andere Katze zu sehen ist, sind sie auf Krawall gebürstet, die "freie" Katze wird am Zaun entlang verfolgt mit aufgestelltem Bürstenschwanz (allerdings soweit ich höre ohne Fauchen o. Ä.).
- Vor einigen Jahren habe ich mal eine fremde Katze auf dem Arm gehabt. 5 Minuten später (fremde Katze war nicht in der Wohnung) habe ich Schorschi auf den Arm genommen, er hat an dem Pulli gerochen und mich angefaucht

Und jetzt meine größte Sorge: Seit ca. 2 - 3 Jahren markiert Schorschi in unregelmäßigen Abständen. Auffallend oft z. B. ans offene Fenster, wo ich vermute, dass er draußen die Nachbarskatzen riecht bzw. in dem Moment evtl. gesehen hat.
Das ist der Hauptgrund, warum ich überlege, ob die 2 neuen Katzen eine gute Idee wären. Einerseits wäre es schön, wenn er dann jemanden hätte, der auch mal mit ihm rauft (eine Katze ist wohl sehr spielfreudig).
Andererseits mache ich mir große Sorgen, dass das Markieren dann zuninmmt und evtl. nicht mehr aufhört.

Die andere Frage: Wenn Zusammenführung ja, dann wie? Bei der Gittertüre habe ich ein schlechtes Gefühl, weil das ja dann wieder die selbe Situation ist wie mit dem offenen Fenster, Schorschis begrenztes Revier und außerhalb dieses "Reviers" eine fremde Katze. Markierpotenzial?
Aber kann ich zwei ältere Katzenpärchen ohne Gittertüre zusammenlassen?

Ach, ich bin hin und hergerissen. Wenn es gut geht, wäre es natürlich super und alle würden evtl. profitieren. Aber wenn es schief geht und das Markieren sich bei Schorschi festsetzt und er nicht mehr aufhört.

Ach ja, wir wohnen in einer 2-Zimmer-Wohnung, ca. 90 qm, großer gesicherter Garten. Gittertüre wäre wohl möglich, aber eher ungünstig, also ohne wäre es mir schon lieber (u. a. auch aus oben genanntem Grund).

Eine der "neuen" Katzen bekommt momentan Freigang, erst seit kurzem, sie ist noch in der Erkundungsphase und immer nur für ganz kurze Zeit unterwegs und nie allzu weit vom Haus weg...da müsste ich schauen, ob ihr der gesicherte Garten reicht, sonst darf sie hier halt auch raus...geht das gut, 1 Freigänger und 3 Wohnungskatzen?

Ihr seht, Fragen über Fragen und ich bin mir wirklich unsicher, ob ich die Sache wagen soll.
__________________
LG von Kisu mit Schorschi & Trudi

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Alt 06.08.2019, 11:23   #2
doppelpack
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doppelpack
 
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Mir wäre die Wohnung mit dem doch recht territorialen Kater zu klein für eine Zusammenführung.
Man kann eben vorher nicht sagen, wie es ausgeht und vor allem wie lange das Ganze dauert.
Grundsätzlich glaube ich schon, dass man diese Katzen vergesellschaften könnte, empfinde die Rahmenbedingungen aber nicht optimal, wenn man davon ausgeht, dass es auch Monate dauern könnte.

Einfach so zusammenlassen würde ich sie aufgrund des Katers auch nicht, dafür scheint er auf den ersten Blick nicht sozial genug.

Natürlich kann man alles probieren, aber wenn es schiefgeht, müsste man ja insofern sofort einen Plan B für die Katzen haben und man läuft auch immer Gefahr, dass deine Katzengruppe, die sowieso auch schon nicht optimal funktioniert, komplett kippt.
__________________
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Alt 06.08.2019, 12:14   #3
Grinch2112
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Grinch2112
 
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Beiträge: 133
Standard

Zitat:
Zitat von doppelpack Beitrag anzeigen
Mir wäre die Wohnung mit dem doch recht territorialen Kater zu klein für eine Zusammenführung.
Man kann eben vorher nicht sagen, wie es ausgeht und vor allem wie lange das Ganze dauert.
Grundsätzlich glaube ich schon, dass man diese Katzen vergesellschaften könnte, empfinde die Rahmenbedingungen aber nicht optimal, wenn man davon ausgeht, dass es auch Monate dauern könnte.

Einfach so zusammenlassen würde ich sie aufgrund des Katers auch nicht, dafür scheint er auf den ersten Blick nicht sozial genug.

Natürlich kann man alles probieren, aber wenn es schiefgeht, müsste man ja insofern sofort einen Plan B für die Katzen haben und man läuft auch immer Gefahr, dass deine Katzengruppe, die sowieso auch schon nicht optimal funktioniert, komplett kippt.


Grundsätzlich sehe ich es ähnlich. Bis auf 2 Punkte.

1. Es geht ja, wenn ich es richtig heraus gelesen habe, um 2 Kätzinnen. Denke da könnte der Kater relaxter drauf reagieren. Vielleicht sind die Nachbarskatzen bei denen er so reagiert auch Kater und dazu evtl. sogar unkastriert? Ist das möglich bzw. weißt du das evtl. sogar genauer?

2. Könnte es natürlich auch entspannter werden. Die Dame hätte evtl. eine Gleichgesinnte mit der sie kuscheln könnte, insofern sie überhaupt dazu gewillt ist und der Kater hätte evtl. jemand mit der er toben könnte. Da er ja schon 10 ist, ist er möglicherweise auch nicht zu grob für die junge Dame. Da Kater ja gerne grober sind als Katzen. Aber das ist denke ich eine 50/50 Chance.

Wie "doppelpack" schon schrieb, wenn man es wagt, dann sollte man im besten Fall schon den Plan B haben für die 2 neuen Katzen, insofern es nicht funktioniert.

Was ich schon mal als einfacher einschätze ist, dass es hier jeweils um 2er Gruppen geht, heißt jede Katze, jeder Kater ist an Gesellschaft gewöhnt und müsste theoretisch auch Kätzisch können.



Allerdings empfehle ich selbstverständlich noch auf weitere Meinungen und Erfahrungen hierzu zu warten von anderen Forum-Mitgliedern.
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Liebe Grüße von Mogli, Mila, Merle, Miles und Grinch.

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Alt 06.08.2019, 14:16   #4
kisu
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Standard

Danke schon mal für eure Antworten!

doppelpack:
Das war auch mein Gedanke, die Wohnung ist nicht optimal. Ich habe auch keinen Raum, wo ich separieren könnte, sodass die Katzen nicht mitkriegen, dass andere Katzen da sind (was ja für die Eingewöhnung der 2 Neuen evtl. auch von Vorteil wäre?)

Und dass mein Pärchen dann möglicherweise auch "entzweit" wird, diese Befürchtung hatte ich auch.

Klar, man weiß nie. Deswegen bin ich ja so unsicher. Aber keine optimalen Bedingungen, da hast du recht.

Grinch:
Ich weiß leider nicht, ob hier unkastrierte Kater unterwegs sind. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, da wir hier auf dem Land wohnen und ja leider immer noch viele unkastrierte Freigänger unterwegs sind. Es wird vor dieses Fenster von außen auch definitiv markiert bzw. das Gebüsch davor wird als Katzenklo verwendet. Möglich, dass ihn auch das stört.
Allerdings ist das Fenster nicht der einzige Ort, an dem er markiert, deshalb sind höchstwahrscheinlich nicht nur die unkastrierten Kater schuld.
Aber ich gebe dir recht, da er eh schon eine Kätzin als Gesellschaft hat, könnte er mit zwei Mädels vielleicht besser klarkommen als mit Katern.

Und ja, es könnte die Situation entspannen. Zu grob ist er sicher nicht. Allerdings kann ich auch nicht einschätzen, wie sozial oder kompatibel die beiden Neukatzen sind, da gibt es auch keine Erfahrungswerte und man müsste sich halt komplett überraschen lassen.

Kätzisch können beide. Beim Kater bin ich mir allerdings nicht so sicher. Er hatte als Baby nicht die besten Voraussetzungen und auch jetzt habe ich manchmal den Eindruck, er will die andere Katze einfach nicht verstehen. Bzw. er hält keine Grenzen ein. Allerdings lässt sich meine Katze auch bis zu einem gewissen Punkt viel gefallen, wenn die andere Katze ihm seine Grenzen aufzeigen würde, würde er das sicher verstehen. Oder aber auch hier mit Angst und Revierverhalten antworten, das wäre unschön.

Ach, es gibt so viele Unwägbarkeiten.
Mein Bauchgefühl sagt mir im Grunde, ich soll das Risiko lieber nicht eingehen. Aber auf der anderen Seite stelle ich mir dann wieder vor, dass es alles doch klappen kann und dann alle profitieren und der Kater endlich jemanden zum raufen hat, das wünsche ich ihm so, er ist einfach nicht ausgelastet.

Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass Trudi Asthma hat und Schorschi seit Geburt extrem niedrige Leukozytenwerte, wo allerdings keine Ursache festzustellen ist. Daher wurden beide auch seit Jahren nicht mehr geimpft (eigentlich seit Grundimmunisierung + ein oder zwei Auffrischungen). Stress sollte dann ja auch eher vermieden werden, was das ganze nicht leichter macht...

Aber vielleicht hat der eine oder andere noch Erfahrung mit Zusammenführungen und mag sich hier äußern, das würde mich freuen.
__________________
LG von Kisu mit Schorschi & Trudi

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