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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 29.07.2019, 16:36
  #1
kaybreads
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 3
Standard Zweitkater bei unsozialer Katze?

Guten Tag,

ich bin noch ganz neu hier, deshalb stell ich mich mal vor:
Ich heiße Karo und wohne in einer 65m2 Wohnung mit 8m2 gesicherten Balkon mit meinem Freund und meiner 3 Jährigen Norwegischen Waldkatze Yuna zusammen.
Wir überlegen schon seit längerem uns eine zweite Katze zu kaufen und nun hätten wir die Gelegenheit dazu.
Wir könnten einen Norweger Kater (3 Jahre alt) mit dem gleichen Charakter wie Yuna haben.
Leider hab ich große Angst das Yuna ihn nicht akzeptieren wird, da mir der Vorbesitzer/Züchter (habe sie mit einem Jahr erst bekommen) gesagt hat, dass sie als ihr Geschwisterchen wieder kam es blutig gekratzt hat und nicht akzeptieren wollte. Seitdem ich sie habe, habe ich sie leider noch nicht mit anderen Katzen in Kontakt bringen können. Nur mit Hunden und die hat sie je nachdem wie sie sich verhalten haben in Ruhe gelassen oder angefaucht. Sie ist sehr dominant und verspielt. Kuscheleinheiten holt sie sich ab.
Meint ihr es würde funktionieren wenn ich eine Decke von dem Kater vor dem Einzug mitbringe, damit Yuna den Geruch kennt und weiß das keine Gefahr ausgeht? Zudem würde ich mir Urlaub nehmen und die zwei ganz langsam und vorsichtig zusammen führen.

Danke für eure Antworten.

Viele liebe Grüße
Karo
kaybreads ist offline  
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Alt 29.07.2019, 16:47
  #2
Winterqueen
Forenprofi
 
Winterqueen
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1.081
Standard

Hallo und Willkommen.

Einfach nur eine Decke des Katers hinzulegen um ihr klar zu machen, dass von ihm keine Gefahr ausgeht würde niemals ausreichen. Vor allem nicht bei dem Charakter deiner Katze.
Da müsste eine Vergesellschaftung ordentlich geplant und mit viel Geduld durchgeführt werden.
Lies dich bitte dazu genau ein bevor du irgendein Tier anschaffst!

Außerdem ist es wichtig, dass du dich damit beschäftigst welche Bedürfnisse Katzen und Kater haben bezüglich des Spielverhaltens.
Katzen spielen gern Fangen und Verstecken; Kater mögen gern mal raufen, was in unseren Augen sehr ruppig und ernst aussehen kann.
Beachte dies bitte, wenn du überlegst Katze+Kater zusammen zu halten und schau ob die Charaktere zusammen passen sowie das Spielverhalten. Denn Kater brauchen einen Raufkumpel um ihre Energie los zu werden und wenn die Katze ihm das nicht geben kann/will kann das sehr frustrierend für ihn werden.

Erzähl uns doch bitte ob Yuna kastriert ist, wie die Konstellation beim Züchter war (war sie schon kastriert als der neue Wurf kam, wie viele Tiere haben im Haushalt gelebt).
Die Umstände beim Züchter sind nicht für jede Katze erträglich. Grundsätzlich läuft dort mindestens eine unkastrierte Katze rum, eventuell sogar ein Kater. Dann werden Kitten geboren, die Mutterkatze will diese behüten und manchmal sogar verteidigen.
Deine Yuna hatte dort vielleicht keinen Platz; vielleicht keine Freundin im selben Alter mit der sie "Kind" sein durfte. Dadurch resultieren oft solche Aggressionen. Dass sie die Geschwister angegriffen hat, muss nicht zwingend heißen, dass sie nicht mit Artgenossen zusammen leben wollte.

Ich sage aber auch gleich dass es ein fataler Fehler von dir war, sie dann zwei Jahre allein zu halten.
In der Zeit werden ihr Katzensprache sowie -manieren flöten gegangen sein, die sie nun aufwendig wieder erarbeiten muss wenn du einen Artgenossen dazu holst.
Deshalb musst du darauf achten, dass das zweite Tier eine gute Sozialisation durchlaufen hat und ein umgängliches Tier ist, damit sie von ihm/ihr lernen kann.
__________________
Winterqueen ist offline  
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Alt 29.07.2019, 17:00
  #3
kaybreads
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 3
Standard

Ich danke dir für die ausführliche und schnelle Antwort.
Also Yuna ist kastriert und sollte eigentlich damals mit ihren Geschwistern (auch alle kastriert, geimpft etc., insgesamt waren sie zu 5.)zusammen abgegeben werden, jedoch entschied sich dann der Züchter sie zusammen mit der Mutter zu behalten. Danach folgte kein weiterer Wurf! Irgendwann holten sie sich einen Hund und da dies nicht funktionierte haben sie Yuna und ihre Mama getrennt abgegeben. Yuna war in dieser Zeit sehr ängstlich und hat es hat danach auch lange gedauert bis sie wieder zutraulich und kuschelig wurde.
Das mit der Decke habe ich auch nur gelesen, ich dachte wenn sie den Geruch kennt ist es eventuell nicht mehr ganz so neu für sie.
Yuna ist extrem beim Spielen. Wenn ich mit ihr Spiele und sie will wirklich ständig spielen, rauft sie schon so sehr, dass sie mich oftmals auch im Wahn aus Versehen kratzt. Der eventuelle Kater, ist bestens sozialisiert und auch sehr verspielt. Also müsste es eigentlich passen. Ich hätte auch lieber eine Dame, aber ich finde keine mit dem selben Charakter, leider.

Ich weiß dass ich wahrscheinlich viel Geduld mit ihr haben muss, jedoch möchte ich ihr doch auch gern einen Spielpartner schenken.
kaybreads ist offline  
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Alt 29.07.2019, 17:11
  #4
Winterqueen
Forenprofi
 
Winterqueen
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1.081
Standard

Dass du ihr einen Spielpartner geben willst, finde ich grundsätzlich klasse und richtig.

Das mit der Decke kannst du machen, aber es ist nur ein Schritt von vielen bei der Vergesellschaftung und reicht allein niemals aus um sie an den Kater zu gewöhnen - das meinte ich damit.

Du arbeitest so, dass du beide Tiere (über längere Zeit, das können Wochen oder sogar Monate sein) räumlich in der Wohnung trennst und der erste Kontakt nur ein Sichtkontakt durch einen vergitterten oder vernetzen Türrahmen stattfindet (oder irgendeine andere Konstellation, da sind der Fantasie und Kreativität keine Grenzen gesetzt).
Dann werden die Tiere gefüttert zusammen - erst mit viel Abstand, so dass sich jeder in Ruhe auf sein Fressen konzentrieren kann, der andere jedoch "wahrgenommen" wird. Die Näpfe werden dann von Zeit zu Zeit immer näher aneinander gestellt, bis die Tiere quasi am Gitter nebeneinander fressen. Zwischendurch den Sichtkontakt auch mal wieder komplett unterbinden, also die Tür schließen zum Beispiel über Nacht damit beide wieder zur Ruhe kommen können.
Aber immer nur einen Schritt weiter gehen, wenn der vorherige Schritt gelassen von BEIDEN Tieren gemeistert wird.
Orientiere dich auch immer an dem Tier, was mehr Probleme mit der Vergesellschaftung zu haben scheint.
Neuzugänge sind meistens sehr neugierig und reagieren lockerer; die "Alteingesessenen" haben größere Schwierigkeiten sich an den Neuen zu gewöhnen - schließlich ist dieser in das eigene Revier "eingedrungen".

Zwischendurch wechselst die Räume - also setzt das eine Tier in das Revier des anderen und umgekehrt, so dass sie dabei intensiv den Geruch des anderen wahrnehmen können. Hier kannst du auch mit der Decke arbeiten. Du legst jeweils eine benutze Decke in das Revier des anderen, so wie du es dir vorgestellt hast.

Parallel kannst du noch mit Feliway-Steckern arbeiten und natürlich mit vielen positiven Erlebnissen wie Leckerlis an der Gittertür.

Sie zusammen laufen zu lassen sollte wirklich einer der Schritte ganz am Ende der Skala sein.

Außerdem sollte Yuna unbedingt ganz viel Aufmerksamkeit bekommen, damit sie mit dem Neuen gleich etwas Gutes verbindet: "Seit der Neue da ist, werde ich doppelt so viel gestreichelt und bekomme mehr Leckerli, das ist dann ja gut dass er da ist".

Du kannst uns hier auch während der Vergesellschaftung auf dem Laufenden halten und wir begleiten dich quasi und stehen mit Rat zur Seite, wenn dir das hilft.

Edit: Ach ja - freude dich auch bitte gleich mit dem Gedanken an, dass du bei der Vergesellschaftung auch mal Schritte zurück machen musst, wenn einer der beiden sich doch aggressiv oder überfordert (also zb. durch längere Fressverweigerung, plötzliche Unsauberkeit, komplette Wesensveränderung) zeigt. Das bedeutet nicht, dass die Vergesellschaftung komplett gescheitert wäre, sondern einfach nur doch etwas zu schnell für einen der beiden ging.
Wenn du aber alles gut planst und mit Geduld ran gehst, dann wird das eine leichte Sache.

Geändert von Winterqueen (29.07.2019 um 17:15 Uhr)
Winterqueen ist offline  
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Alt 29.07.2019, 18:08
  #5
kaybreads
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 3
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Vielen lieben Dank für die vielen Tipps und Tricks! Wenn alles klappt, berichte ich gern.

Leider habe ich das Gefühl, dass die Person die mir die Katze über Ebay Kleinanzeigen verkaufen will, gar keine Katze hat. Sie verkauft nicht an dem Ort, an dem sie es angegeben hat, will die Katze zu mir bringen und ich darf sie nicht abholen. Versteh das alles nicht, habt ihr schon mal so etwas erlebt?
kaybreads ist offline  
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Alt 29.07.2019, 20:44
  #6
Cat_Bln
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Cat_Bln
 
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Wahrscheinlich so ein Auslandsmassenhandel. Oder von der Autobahn...
__________________
Liebe Grüße von Katja mit den Zwillingen Leeno, Poncha & Neuzugang Tarhana

Cat_Bln ist offline  
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Alt 29.07.2019, 23:06
  #7
Ayleen
Erfahrener Benutzer
 
Ayleen
 
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Hi und willkommen,

Ich rate dir zu grösster Vorsicht in Bezug auf den Verkäufer. Würde ich niemals darauf eingehen!

Wer seriös eine Katze abgeben will/muss gibt dem Interessenten die Gelegenheit die Katze erstmal zu besuchen, sofern es geographisch möglich ist.

So z.B. Pflegestellen. Tierschutzorgas, welche Tiere aus dem Ausland vermitteln können Infos über deren Katzen geben. Aber auch hier ist abzuklären, ob es sich um einen seriösen Verein handelt (und nicht um private Vermehrer, welche sich als Tierschützer ausgeben, um des Geldes willen)

Im Forum findest du einige TS-Orgas, oder du kannst direkt ein Gesuch aufgeben.

Geändert von Ayleen (29.07.2019 um 23:10 Uhr)
Ayleen ist offline  
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Alt 30.07.2019, 20:02
  #8
tigerlili
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tigerlili
 
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Zitat:
Zitat von kaybreads Beitrag anzeigen
Vielen lieben Dank für die vielen Tipps und Tricks! Wenn alles klappt, berichte ich gern.

Leider habe ich das Gefühl, dass die Person die mir die Katze über Ebay Kleinanzeigen verkaufen will, gar keine Katze hat. Sie verkauft nicht an dem Ort, an dem sie es angegeben hat, will die Katze zu mir bringen und ich darf sie nicht abholen. Versteh das alles nicht, habt ihr schon mal so etwas erlebt?
Puh, lass das lieber bleiben! Muss es denn ein Rassetier sein? Ist der Kater mit Sicherheit auch nicht, wenn ich das so lese... und die Vorbesitzer Deiner Luna klingen für mich auch nicht nach seriösem Züchter, aber der Drops ist ja eh gelutscht.

Wichtig ist, hier den richtigen Partner zu finden, und das würde ich über eine Pflegestelle und den Tierschutz machen.

Ebay Kleinanzeigen... *schüttel*
__________________
Socke, Niki, Carlos, Mütze, Ankor, Fluse
https://lh3.googleusercontent.com/-p0L5vRjIo1k/Tl_HDC3Lh4I/AAAAAAAAF28/5a7G_cMhLbY/s144/RIMG0013.JPG
Lili+21.2.05, Tiger+11.7.09, Michel+15.10.12, Luna+26.9.17, Schwutz+14.3.19 im Herzen


Gabi@streetcats.info
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Meine Tierschutzprojekte-ein Bericht, ständig aktualisiert im Eingangspost die derzeit suchenden Fellchen
tigerlili ist offline  
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Alt 30.07.2019, 20:12
  #9
FindusLuna
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FindusLuna
 
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Ich würde dir auch gerne von Ebay abraten. Suche Mal in deiner Umgebung nach Pflegestellen oder Tierschutz, da kannst du auch vorbei gehen und das Tier erstmal kennenlernen
__________________
FindusLuna ist offline  
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langsame zusammenführung, unsozialisiert, zweitkatze

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