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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 02.07.2015, 16:40
  #1
Gritti
Neuling
 
Registriert seit: 2015
Ort: Hamburg
Beiträge: 2
Standard Habe ich alles falsch gemacht?

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr könnt mir helfen..
Es geht um meine Katze Nala (4Jahre) und den Neuzugang Tobi (6Monate).
Nala lebt seit ca. 2 Jahren jetzt bei mir. Ich habe sie damals von einer Freundin übernommen. Sie meinte, dass sie aggressiv sei und sie jetzt Angst vor ihr hat. Sie wollte Nala ins Tierheim geben. Das wollte ich nicht und habe sie zu mir geholt. Sie war die 2 Jahre bei meiner Freundin eine reine Wohnungskatze und Fremden gegenüber sehr zickig und negativ. Als sie sich bei mir eingewöhnt hat, habe ich sie dann rausgelassen. Sie hat sich sehr positiv entwickelt und auch Fremden Menschen gegenüber war sie freundlich und entspannt. Trotzdem ist sie eine Katze, die genau weiß was sie will und nicht will und zeigt an, wenn sie genug hat (z.B. beim streicheln) Da ich mit Katzen aufgewachsen bin und wir irgendwie immer Katzen hatten, habe ich mich nach sehr langem Überlegen dafür entschieden, eine zweite ins Haus zu holen. Das zur Vorgeschichte.
Die Zusammenführung:
Ich habe Tobi aus dem Tierheim geholt und bin mit der Box in das Zimmer, in dem Nala lag. Habe die geschlossene Box auf den Boden gestellt, so dass Nala sehen konnte, dass Tobi da drin ist. Dann bin ich zu ihr hin und habe sie gestreichelt und beobachtet. Sie war lieb und ich hatte ein gutes Gefühl. Also habe ich die Box geöffnet. Sie ist wie ein Pfeil losgeschossen und hat gefaucht und geknurrt. Tobi ist natürlich ängstlich in der Box geblieben, trotzdem habe ich Nala weiter gelobt und lieb mit ihr geredet. Sie ist dann knurrend ins Schlafzimmer gerannt. Ich bin immer wieder zu ihr um sie zu loben und freundlich mit ihr zu reden. Tobi ist dann aus der Box raus und war völlig selbstbewusst. Er hat schon angefangen alles zu erkunden. Nach einer Weile ging er dann auch zu Nala ins Schlafzimmer und hat sich mit Abstand vor sie gelegt und miaut. Sie hat gefaucht und geknurrt. Nach einer Weile wollte sie dann raus und ich habe sie auch gelassen. Das ist jetzt 4 Tage her. Nala ist seit dem die meiste Zeit draußen. Wenn sie kommt, rede ich lieb mit ihr und zeige ihr, dass sie willkommen ist. Manchmal kommt sie dann rein und rennt ins Schlafzimmer. Tobi liegt dann wieder vor ihr und irgendwann will sie wieder raus. Die beiden haben aber bis jetzt noch nicht gekämpft sondern, wie schon beschrieben, geknurrt und gefaucht.
Ich weiß, dass es bis zu 3 Wochen dauern kann, bis eine Besserung eintritt. Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Vorschläge oder Tipps für mich. So wie es jetzt ist, kann es ja nicht weitergehen. Vielleicht hätte ich auch alles anders machen sollen? :-(

Ganz liebe Grüße Grit
Gritti ist offline  
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Alt 03.07.2015, 08:40
  #2
JeLiGo
Forenprofi
 
JeLiGo
 
Registriert seit: 2012
Alter: 55
Beiträge: 14.500
Standard

Hallo

Ideal war/ist das ganze nicht, ehrlich gesagt. Zunächst mal hat Nala ja wohl die meiste Zeit ihres Lebens allein verbracht, und nun kriegt sie einen Jungspund von Kater vor die Nase gesetzt, und zwar ohne vorherige Separierung (Stichwort: Gittertür). Im übrigen sollte man nie den Kennel samt Neuzugang der alteingesessenen Katze vor die Nase stellen, für das im Kennel sitzende Tier ist das furchtbar, da sie im Zweifelsfall nirgendwo hin können. Man sollte einen Neuzugang aus meiner Sicht grundsätzlich erstmal in einem ruhigen geschlossenen Raum ankommen lassen.

Ein junger Kater wird die 4jährige Katzendame natürlich verunsichern und auf Sicht wahrscheinlich auch arg nerven, daher wundert es mich nicht, dass Nala mehr draußen als zuhause ist. Die Kombi Kater/Katze kann gutgehen, aber nur wenn beide souverän und gut sozialisiert sind. Aber bei dem Altersunterschied bei Euch kann es möglicherweise zu Frust kommen (Kater unter-, Katze überfordert).

Im Grunde kannst Du es jetzt nur noch laufen und drauf ankommen lassen, es sei denn, Du hast die Möglichkeit, einen weiteren Kater (im ähnlichen Alter wie der jetzige Kater!) aufzunehmen. Dann haben die beiden sich als Spiel- und vor allem Raufpartner, und Deine Katze kann mitmachen, wenn sie mag, oder sich zurückziehen und das Treiben beobachten.

Man sollte auch nicht das Verhalten eines Tieres bestärken, wenn sie sich nicht positiv verhalten. Du schreibst, Du lobst und streichelst Nala, wenn sie knurrt oder faucht. Damit bestärkst Du sie nur, dass was nicht in Ordnung ist und sie sich richtig verhält. Bitte so ein Verhalten ignorieren und NUR positive Verhaltensweisen (Annäherung, Beschnüffeln, ruhiges Beieinanderliegen etc.) belohnen.

Und 3 Wochen für eine Zusammenführung? Kann auch wesentlich länger dauern. Da braucht es schon einiges an Geduld und Fingerspitzengefühl, gerade bei einer nicht idealen Kombi. Schau mal hier in der Rubrik in die verschiedenen Zusammenführungsthreads, da kann man jede Menge lernen
__________________
Claudia mit Lilly *06.07.2008 und Jerry *10.02.2009

Meine Sternchen im Herzen: Gonzo (05-/2000 - 02/2017), Gina (05/1998-04/2011), Felix (09/1988-06/1998), Mausi (02/1989-01/2000) + Nasty (05/1985-04/1998)
JeLiGo ist offline  
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Alt 03.07.2015, 08:51
  #3
Eifelkater
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Registriert seit: 2014
Ort: Rhein-Sieg-Kreis/ Windeck
Beiträge: 6.172
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Du hast zeimlich viel falsch gemacht.

Ein Jungkater zu einer "Altkatze" gibt normalerweise immer Probleme....bei euch werden die vermutlich sogar erst noch kommen, wenn das Katerchen ins richtige Raufalter kommt und "Prinzessin" dazu überhaupt keine Lus hat.

Ansonsten hat sie eigentlich sehr sozial agiert....sie hat eben von vorne herein klargestellt, dass sie keinen Kontakt wünscht, das aber nicht handgreiflich untermauert....erstmal Glück gehabt.

Ansonsten lädt das Wetter jetzt durchaus auch ein, die Zeit draussen zu verbringen udn nervigen Babies aus dem Weg zu gehen. interessant wird es vermutlich, wenn es bei dir mehrere tage am Stück regnet....

Ich würde dir vorschlagen zur Entspannung der Situation noch ein weiteres Katerchen im Alter deines jetzigen dazuzunehmen, damit sich die beiden untereinander abreagieren können und die Altkatze ihre Ruhe hat.
Eifelkater ist offline  
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Alt 03.07.2015, 20:39
  #4
Gritti
Neuling
 
Registriert seit: 2015
Ort: Hamburg
Beiträge: 2
Standard

Vielen Dank erstmal für eure Antworten.
Ich hätte mir ja gern zwei dazugeholt, aber da hat leider mein Freund nicht mitgespielt.
Ich habe schon 2x eine Zusammenführung genauso gemacht und da hat es wunderbar geklappt. Das mit so einer Gittertür kannte ich gar nicht und wie gesagt, ich bin mit Katzen aufgewachsen.
Ihr meint also, dass sich das Ganze beruhigt, wenn ich mir einen zweiten Kleinen dazu holen würde? Sollte er dann das gleiche Alter und Geschlecht wie Tobi haben?

Liebe Grüße Grit
Gritti ist offline  
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Alt 04.07.2015, 11:07
  #5
Eifelkater
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Beiträge: 6.172
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Zitat:
Zitat von Gritti Beitrag anzeigen
Ihr meint also, dass sich das Ganze beruhigt, wenn ich mir einen zweiten Kleinen dazu holen würde? Sollte er dann das gleiche Alter und Geschlecht wie Tobi haben?

Liebe Grüße Grit
Eine Garantie hast du nie.....aber gleiches Alter und vor allem das gleiche Geschlecht sind schon mal gute Vorraussetzungen.
Eifelkater ist offline  
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Alt 04.07.2015, 11:57
  #6
Strichpunkt
Erfahrener Benutzer
 
Strichpunkt
 
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Beiträge: 489
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Zitat:
Zitat von Gritti Beitrag anzeigen
Vielen Dank erstmal für eure Antworten.
Ich hätte mir ja gern zwei dazugeholt, aber da hat leider mein Freund nicht mitgespielt.
Ich habe schon 2x eine Zusammenführung genauso gemacht und da hat es wunderbar geklappt. Das mit so einer Gittertür kannte ich gar nicht und wie gesagt, ich bin mit Katzen aufgewachsen.
Ihr meint also, dass sich das Ganze beruhigt, wenn ich mir einen zweiten Kleinen dazu holen würde? Sollte er dann das gleiche Alter und Geschlecht wie Tobi haben?

Liebe Grüße Grit
Hallo Grit!

Herzlich Willkommen im Forum!

Auch ich habe dazu lernen müssen. Ähnlich Situation wie bei dir: zu Katze (5 1/2 Jahre) zog zunächst Emil (damals 13 Wochen) ein. Jule wollte meistens ihre Ruhe und hat ständig gefaucht und geknurrt. Als Emil dann größer wurde, steigerte sich auch sein Spieltrieb. Das war dann überhaupt nix für Jule. Ja, und ich hatte nicht wirklich Lust, den kleinen Mann rund um die Uhr zu bespassen. Das Ende vom Lied: 3 Monate später zog noch Wolly ein (2 Monate älter als Emil).

Seit einem halben Jahr haben wir die fast perfekte Idylle. Jule knurrt und faucht zwar immer noch gelegentlich, aber wir haben im Großen und Ganzen Harmonie.

Versuche deinen Freund von der 3. Katze zu überzeugen. 3 machen auch nicht mehr Arbeit als zwei. Im Gegenteil, ihr werdet mehr Zeit für euch haben 😉. Die Kosten sind dann allerdings durch Tierarztbesuche x3 ein bisschen höher, aber Futterkosten nur minimal, da man auf größere Verpackungseinheiten (Bsp. 400g Dosen) zugreifen kann.
Strichpunkt ist offline  
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Alt 04.07.2015, 12:10
  #7
FaithCiara
Forenprofi
 
FaithCiara
 
Registriert seit: 2012
Ort: NRW, Moers
Alter: 25
Beiträge: 1.247
Standard

Hallo,
wie die anderen bereits geschrieben haben, hast du viel falsch gemacht.

Zitat:
und wie gesagt, ich bin mit Katzen aufgewachsen.
Nur weil das so ist, hat man noch lange keine Ahnung! Vor allem weil man die Katzenerziehung oft falsch vorgelebt bekommt.

Ahnung haben heißt zu wissen:
- Katzen sollte man nie alleine halten.
- Immer gleiche Geschlechter zusammen führen und möglichst im selben Alter (es sei denn es sind ab 3 Tiere)
- NICHT loben für schlechtes Verhalten! Das ist das Schlimmste, was du machen kannst. Ignorier ihr fauchen und knurren und wende dich auch mal dem Neuankömmling zu.

Du musst jetzt überlegen... entweder noch einen dritten Kater in dem selben Alter wie der vorhandene Kater.
Oder du gibst ihn ab und holst ein Weibchen in Nala's Alter.
Es geht nämlich nicht um dich oder deinen Freund, es geht darum, dass es den Tieren geht. Sie haben da oberste Priorität.

Viel Glück!
__________________
Tiere sind meine Medizin in einer Welt, in der mich die Menschen krank machen.

Lynes & Balou (geb. 2012)
Ihr seid für immer in meinem Herzen!
Ich liebe und vermisse euch...
FaithCiara ist offline  
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