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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 21.05.2013, 20:08   #1
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Registriert seit: 2013
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Standard langsame Zusafü: Talon (6j) zieht zu Suni (8j)

Hallo liebes Katzen-Forum!

Wir wenden uns vertrauensvoll an die Erfahrungen dieses tollen Forums, denn unsere gerade begonnene langsame Zusammenführung liegt uns Dosis unglaublich am Herzen.

Vorstellung der Hauptdarsteller (alles reine Wohnungskatzen, kastriert) :
Heimrecht: 8 Jahre alte Katze (OKH/Siam-Mischling), scheu gegenüber Gästen, schnell gestresst, äußerst schreckhaft, viele Jahre mit ihrem Bruder lebend (der sie immer schikaniert hat) und sehr zierlich/klein (3 kg), nun seit 2,5 Jahren Einzelkatze.
Neuzugang: 6 Jahre alter Kater (BKH), sehr scheu gegenüber Gästen, sehr ruhiger Charakter, von klein auf mit (vielen) anderen Katzen lebend, unten in der Rangordnung (blieb aber durch seine imposante Körpergröße immer unbehelligt).

Vergangenheit von Suni:
Suni kam als Kitten mit ihrem Bruder zu mir und meiner damaligen Freundin.
Als Katze war sie bei allen Raufereien natürlich immer unterlegen und ihr Bruder konnte ein echtes Ekel sein.
Nach dem beide ca. 2,5 Jahre alt waren, und Suni zusehends unter der zu einer Tyrannei gewordenen Herrschaft ihres Bruder litt, wurde entschieden eine 3. Katze zur Entspannung und Erweiterung des Katzenglücks in die Wohnung zu holen.
Die neue war vom Charakter sehr ruhig, gleichaltrig und selbstbewußt. Wir wählten damals die direkte Zusammenführung aus Unerfahrenheit.
Tatsächlich hatte Sunis Bruder schnell gelernt, dass er bei der Neuen einen anderen Ton anschlagen musste.
Doch leider hat die neue Katze schnell bemerkt, dass die kleine Suni wunderbar als Opfer taugt. :(
Das Katzentrio lebte alles in allem aber recht harmonisch zusammen. Suni wurde ca. 1-2x die Woche ordentlich vertrimmt, verkroch sich dann und fauchte die beiden anderen an sogut sie konnte.

Ca. 2 Jahre später ergab es sich, dass wir eine Notfallkatze aufnahmen. Ein Kater sollte lediglich ein paar Monate bei uns bleiben bis ein neues dauerhaftes Heim für ihn gefunden war.
Das führte tatsächlich zu einem sehr harmonischem Katzen-Vierer.
Der Pflegekater und die 3. Katze verstanden sich dann allerdings so außerordentlich gut, dass beide zusammen vermittelt wurden.
Suni war wieder mit ihrem Bruder allein und der Rabauke ließ seine schlechte Laune immer wieder an der Kleinen aus.

1 Jahr später gab es dann eine einschneidende Veränderung bei den Dosis. Trennung.
Ich, der nun hier schreibende, nahm Suni mit in eine neue Wohnung. Ihr Bruder blieb zurück.
Ein weiteres Jahr lebte Suni dann mit mir allein. In dieser Zeit wurde sie verschmuster und anhänglicher.
Ich verbrachte sehr viel Zeit mit ihr, aber durch meine Berufstätigkeit war sie auch viel allein.
Da sie einen zusehends ihre Schreckhaftigkeit verlor, beschloß ich es weiterhin mit ihr als Einzelkatze zu versuchen (und ich bin wahrlich kein Freund von Einzelhaltung von Katzen!).

Dann lernte ich meine heutige Frau kennen. Man könnte annehmen ihre Sympathie für Katzen hätte eine Rolle in der zwischenmenschlichen Entwicklung gespielt... aber das gehört nicht ins Thema!
Suni brauchte nur wenige Wochen um ihr gegenüber aufzutauen.
Die beiden verbindet heute eine tiefe Freundschaft und Suni macht keinen Unterschied zwischen uns beiden.

Stand 2013:
Suni liebt ihr riesiges Reich (140qm, riesiger katzensicherer Balkon).
Sie kommt sogar raus wenn Besuch da ist, legt sich seelenruhig dazu, und wenn sie besonders 'cool' sein will, lässt sie sich sogar ganz kurz von den Gästen streicheln.
Sie springt häufig auf den Schoß, ist extrem verschmust geworden, spielt trotz ihrer 8 Jahre noch sehr ausgelassen und macht einen sehr ausgeglichenen Eindruck.

Unsere Wohnungstür hat eine Katzenklappe, welche allerdings dauerhaft geschlossen ist.
Alle paar Tage kommt ein Freigängerkater vorbei - anfangs gab es böses Spucken und Fauchen seitens Suni.
Buckel, buschiges Fell - so eine Abwehr hätte die kleine damals mal ihrem Bruder gegenüber zeigen sollen...
Es gab nie einen direkten Kontakt zum Freigänger.
Leider können wir nicht mehr sagen wie lange es gedauert hat, aber wenn der Freigänger heute 'zu Besuch' kommt und wild vor der Tür rummaunzt, ist Suni extrem entspannt.
Meistens bleibt sie seelenruhig bei uns liegen. Manchmal geht sie aber auch zur Katzenklappe und beobachtet wie der Freigänger um ihre Aufmerksamkeit buhlt.
Sie ist eine äußerst gesprächige Katze (der Siam-Teil in ihr...), aber bei, Freigänger vor der Tür bleibt sie immer ruhig.

Auch wenn Sunis Dosis sehr viel Zeit zu Hause verbringen und die Kleine nur sehr wenig allein ist, kamen in letzter Zeit immer häufiger Überlegungen auf ihr einen zu ihr passenden Katerkameraden zu suchen.

Wie das Schicksal so will, suchte BKH-Kater Talon ein neues zu Hause.
Der 6 jährige lebte immer schon in einer relativ großen Katzengruppe (3-4 Katzen/Kater).
Doch seine Besitzer mussten ihn letzendlich abgeben weil er zuletzt gar nicht mehr mit den anderen glücklich wurde.
Er ist sehr ruhig, meidet jeden Besuch und bleibt einfach gern für sich allein. In der Katzengruppe war er immer schon ein Außenseiter der seine Ruhe wollte und in Ruhe gelassen wurde.

Und nun, ich danke allen die bis hier hin tapfer meine scheinbar endlose (Katzen-)Lebensgeschichte gelesen haben, komme ich zur eigentlichen Zusammenführung:
Am Samstagabend kamen meine Frau und ich mit Talon im Kennel nach Hause.
In unserer Wohnung war bereits einige Tage zuvor der obere Wohnbereich (ca. die Hälfte der Wohnung) vom unteren mittels geschlossener Türe abgetrennt. Suni nahm es zur Kenntnis, war nicht sonderlich glücklich mit dem plötzlich fehlenden Teil ihrer Wohnung, aber akzeptierte es ohne Murren.
Ich ging zuerst in die Wohnung, Suni kam wie immer angestürmt und wollte beschmust werden. Ich zog mit ihr ins Schlafzimmer und schloss die Tür hinter mir. Meine Frau ging anschließend mit Talon im Kennel in die Wohnung und betrat den oberen Bereich der Wohnung. Sie blieb ca. eine halbe Stunde bei Talon, welcher sauberes Klo mit ihm bekannten Streu, ihm bekanntem Trofu und ihm bekannten Nafu zur Verfügung stehend hatte.
Er suchte sich sehr schnell eine Ecke und guckte apathisch nach oben.

Als sie zu mir zurück kam um Suni zu begrüßen, bemerkte diese zwar einen neuen Geruch (Katzen können ja so unglaubliche Nasentiere sein...) aber hatte zunächst wohl nicht so richtig bemerkt, dass oben ein neuer Kater eingezogen war.

Seit Samstagabend lebt Talon nun oben, Suni unten.
Beide haben sich weder gesehen noch über Miauen Kontakt aufgenommen.
Suni akzeptiert die geschlossene Tür, Talon denkt noch im Traum nicht daran die Grenzen des oberen Wohnbereichs zu überschreiten.

Unser Lebensmittelpunkt ist unten, bei Suni.
Wir sind aber häufig oben (unsere Küche befindet sich dort, ebenso das Bad), reden dann mit Talon, gucken nach dem Rechten und zeigen Präsenz.
Meistens hat Talon eine andere 'Höhle' für sich gefunden, wo er dann ganz klein drin kauert.
Ich konnte bislang nur einmal sehen, dass er 1-2 Schlücke Wasser getrunken hat. Im Klo war er ebenfalls, Nafu rührt er nicht an, Trofu ist er nur in Mini-Mengen und seine von ihm geliebten Leckerchen frisst er nur, wenn man sie ihm vorlegt.

Was wir wissen:
Die Zusammenführung benötigt Zeit! Möglicherweise auch viel Zeit, sehr viel Zeit. Wir rechnen durchaus mit 6+ Monaten oder noch mehr.
Es kann sein, dass beide keine Freunde werden. Wir streben allerdings ein harmonisches Miteinander an durch welches beide Katzen letzen Endes profitieren.

Was wir befürchten:
Das Suni ihr 'Aufblühen' wieder verliert.
Das es auch trotz bester Bemühungen einfach nicht klappen soll.

Was wir suchen:
Tipps, Ratschläge, Erfahrungen, Meinungen - alles was uns helfen könnte. Uns liegt soviel an der Zusammenführung, wir wünschen uns so sehr, dass beide Katzen glücklich(er) werden!

Eine Gittertür ist bereits fertig gebaut und steht auch schon auf Sunis Seite der Wohnung vor der verschlossenen Tür.
Zwei mal habe ich mich neben Talons Versteck gesetzt, ihn mich abschnüffeln lassen und ihn vorsichtig berührt. Er hat daraufhin sehr intensiv angefangen zu schmusen, stand auf, ging auf mich zu, stoß mich mit seinem Kopf an, legte sich gar auf die Seite und fing an zu schnurren. Ging ich langsam weg, in der Hoffnung er würde aus seinem Versteck kommen, guckte er mich wieder mit seinen großen Knopfaugen an.
War/ist es ein Fehler ihn 'Zwangs zu berühren'? Er scheint in meinen Augen offensichtlich positiv auf menschliche Wärme zu reagieren.

Macht es Sinn die Zwischentür über einen längeren Zeitpunkt geschlossen zu halten?
Wir haben uns überlegt zumindest solange zu warten, bis Talon vernünftig frisst und sich in unserem Beisein durch die Wohnung bewegt. Aber kann ein zu langes Verschließen (Wochen?) der Tür nicht auch negative Folgen haben?
Mir scheint beide haben noch überhaupt keine Ahnung, dass da noch jemand anderes lebt.

So, jetzt habe ich mir die Finger wund geschrieben.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt diesen Thread zu lesen!
Irgendwie hat es auch schon geholfen mal die eigene Situation 'zu Papier' zu bringen. :)
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Alt 21.05.2013, 20:15   #2
minna e
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minna e
 
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erst einmal vorab. ich denke nicht, dass das katerle zu sehr bedrängt wird durch das streicheln.

dann, tauscht mal die (wenig) benutzen kaklos aus, damit lernen die beiden ihre gerüche schon mal kennen.

dann schaut, wie sie reagieren.
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Alt 21.05.2013, 20:16   #3
doppelpack
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Ich frage mich ehrlich gesagt - und das ist jetzt nicht böse gemeint - aber wieso da nun überhaupt wieder eine zweite Katze geholt wird, auch wieder ein Kater etc. Aber gut, nun ist es ja dafür zu spät.
Die Zeit wird zeigen, ob sich deine Bedenken bewahrheiten oder ob es super harmonisch wird.

Ich denke ihr müsst einfach warten, ich wünsche euch viel Glück, die langsame Zusafü war auf jeden Fall die richtige Wahl. Ich würde noch Deckchen oder Bettchen austauschen, damit sie sich nebenbei erschnüffeln können.
Bedrängt hast du den Kater nicht wirklich finde ich, das Streicheln war völlig ok.
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Mehr Fotos von uns? Guck' doch mal hier: https://www.katzen-forum.net/galerie...mo-feivel.html
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Alt 21.05.2013, 20:18   #4
minna e
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so. weiter im text.

warum soll suni sich wieder zurückziehen? macht euch erst einmal keinen kopf, wo kein problem ist.

wenn´s so kommen sollte, muss man weiter überlegen.

der kater dürfte der beschreibung nach kein "mobber" sein.
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Alt 21.05.2013, 21:04   #5
tiedsche
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tiedsche
 
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Beiträge: 16.224
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Hallo,
bisher kann man ja nicht viel sagen - ihr macht ja alles richtig

Aber rein aus Interesse - mir gehts wie Doppelpack
Wie kam es zu der Entscheidung es wieder mit einem Kater zu probieren, wo sie doch mit Katern nur schlechte Erfahrungen gemacht hat. Und du schreibst, dass sie ein zierlicher Zwerg und er eine imposante Erscheinung ist. Das machts ja für sie nicht entspannender.
Das ist keine Kritik, sondern nur Interesse, denn ich hätte diese Wahl keinesfalls getroffen
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