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Eine Katze zieht ein Die Katzenfamilie wird größer. Alles über Zusammenführungen und Co.

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Alt 20.11.2012, 23:30
  #1
Ratzepüh
Neuling
 
Ratzepüh
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 5
Standard 2 Jahre alte bisher Einzelkatze vergesellschaften

Hallo ich hatte hier im Forum ja schon vor kurzem gefragt ab wann es sinnvoll ist, neue Gesellschaft für unser Mietz dazuzuholen und jetzt ist sie da, die Nelly
Also erstmal zu den Katzen: Mietz ist 2, 5 Jahre alt, sehr verspielt, aber Neuem gegenüber eher ängstlich und zurückhaltend, der typische Ich- versteck-mich-erstmal-unter-der-Couch-Typ. Wir haben sie ja erst Ende September zu uns geholt und davor war sie immer Einzelkatze.
Nun zu Nelly, der Neuen, 1,5 Jahre alt. Sie ist vom Spielverhalten sehr ähnlich zu Mietz und wurde uns vom TH als sehr sozial beschrieben, sie war da auch in einer Gemeinschaftsbox mit 4 anderen Katzen. Wir hatten dort den Eindruck, dass sie unbedingt einen Spielgefährten sucht, wenn die anderen aber nicht wollten und fauchten, ging sie sofort und suchte nicht den Konflikt.
Wir haben hier bisher das Gefühl, dass Nelly Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen ist, teilweise ein wenig aufgekratzt.

Beide Katzen sind kastriert, Mietz Op liegt allerdings erst etwa 2,5 Wochen zurück. Wir wollten trotzdem nicht noch länger warten, damit sie sich nicht zu sehr an das Einzeldasein bei uns gewöhnt.
Wir haben uns bisher an die Beschreibungen der langsamen Zusammenführung gehalten. Nelly wohnt derzeit in der Küche, drängelt aber sehr nach draußen, sodass wir Mietz immer kurz wegsperren müssen, damit wir rein und rauskommen. In der Zeit wo Mietz weggesperrt ist, beschäftigen wir uns viel mit ihr, vor allem spielen.
Nelly ist auch schon aus der Küche geschlüpft und erkundet die Wohnung, wir dachten das ist auch ok, so kann sich Mietz gut an ihren Geruch in der Wohung gewöhnen.
Gestern hatten die beiden das erste Mal Kontakt durch den Türspalt, anfangs mussten wir Mietz mit Futter anlocken, mittlerweile kommt sie wenn wir dabei sind gucken, aber nur solange sich drinnen nichts bewegt. Sobald ein Mucks von Nelly kommt knurrt und faucht sie wie verrückt, mittlerweile drängt sie sogar rein, aber eben knurrend. Nelly verhält sich dann sehr ruhig und nimmt einfach etwas Abstand vom Spalt. Wenn die Küchentür zu ist oder sich drinnen nichts bewegt, ignoriert sie die Küche weitestgehend.

Wenn sie nicht in der Nähe der Küche ist, verhält sich Mietz relativ normal, vielleicht ist sie etwas anhänglicher als sonst. Nelly sucht wann immer sie mal rauskommt die ganze Wohnung nach der zweiten Katze ab und will unbedingt Gesellschaft.
Wir wollen einfach nochmal Rückmeldung haben ob wir bisher alles richtig gemacht haben, oder ob euch auffällt was wir noch vergessen haben. Habt ihr Ideen wie wir weitermachen sollen, Gittertür einbauen? Oder aufmachen und schauen wie Mietz sich verhält?
Das ist alles so aufregend und wir wollen die 'Alte' nicht verschrecken, aber uns tut Nelly so leid.

Wir sind dankbar für jeden Ratschlag
Hier noch Fotos von den beiden Verrückten - links Nelly am ersten Tag, rechts Mietz
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Alt 21.11.2012, 08:54
  #2
Ratzepüh
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Ratzepüh
 
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Beiträge: 5
Standard Update

Jetzt hatten wir die ganze Nacht nen Türspalt offen und es war der Horror, Nelly ist totunglücklich und miaut wie eine Irre, sie hält es da drin kaum noch aus. Mietz dagegen hats entweder ignoriert oder ist ab und zu mal hingegangen, um wild zu fauchen
Wir haben jetzt überlegt, ob wir Mietz mal in die Küche lassen, damit sie mal am Katzenklo usw schnuppern kann... denkt ihr das ist ne gute Idee?
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Alt 21.11.2012, 09:24
  #3
Evo
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Habt ihr schon über eine Gittertür nachgedacht? So können sich die beiden besser sehen und erschnuppern und Nelly ist dann damit fürs erste vielleicht zufrieden.
Wie groß ist denn eure Küche? Nelly versteht halt nicht, dass sie immer mal eingesperrt und dann wieder mal frei ist.

Vielleicht können andere da noch besser raten. Ich persönlich hätte wohl mal vorsichtig die Tür geöffnet und geschaut, wie sich Miez verhält. Nelly scheint ja unkritisch zu sein.
__________________
LG
Silvi & Lilly & Sunny & Alissa

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Alt 21.11.2012, 09:31
  #4
Labahn
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Labahn
 
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Beiträge: 6.957
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Ihr könntet versuchen den Geruch durch das Streicheln der jeweils anderen zu verteilen. So eine Art "Gruppengeruch" herstellen.

Ansonsten könntet ihr es vielleicht noch mit Zylkene versuchen um eurem Angsthasen etwas mehr Sicherheit zu geben.

Also ich würde es auch mal mit einem Gitter versuchen und wenn keines der Tiere wirklich Panik zeigt bei Zeiten entfernen. Euer Neueinzug hatte ja auch schon genug Zeit sich Rückzugsmöglichkeiten für den Fall der Fälle zu suchen. Nelly länger "wegsperren" ist für ihr Verhalten eurer anderen Katze gegenüber eher kontraproduktiv würde ich sagen.

Fauchen ist ja ansich nichts beunruhigendes, eher normal und verständlich.
__________________

Geändert von Labahn (21.11.2012 um 09:34 Uhr)
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Alt 21.11.2012, 11:22
  #5
Ratzepüh
Neuling
 
Ratzepüh
 
Registriert seit: 2012
Beiträge: 5
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Danke schonmal für eure Antworten
An Zylkene haben wir vorher leider nicht gedacht, allerdings ist jetzt seit 5 Minuten ein Catitude-Stecker im Einsatz - mal sehen, ob er die Racker etwas unter Drogen setzen kann

Über eine Gittertür haben wir auch schon nachgedacht, vielleicht kommt das ja als nächstes .. aber erstmal wollen wir noch die ein oder andere Meinung abwarten
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Alt 22.11.2012, 16:30
  #6
Catma
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich schließe mich mal den anderen an. Versuchts mal mit der Gittertür.
Wie du schreibst, verhält sich Nelly ja sehr sozial, dann wird sie eine (vorerst) fauchende Mietz abkönnen
Wie lange ist denn Nelly jetzt bei euch (in der Küche)? Evtl könnte man beim Einbau der Gittertür überlegen, ob du sie besser dort einbaust, wo beide in etwa ein gleich großes "Revier" haben, oder zumindest so, dass Nelly etwas mehr Platz hat?
Wenn das möglich ist, denn wichtig wäre, dass sich dadurch für Mietz im täglichen Ablauf nicht allzuviel ändert. Achtet allgemein darauf, dass ihr so viel wie möglich beibehaltet, tägliche wichtige und auch kleine Rituale, es soll für Mietz so wenig wie eben möglich anders sein, das gibt ihr am meisten Sicherheit.
Zitat:
Zitat von Ratzepüh Beitrag anzeigen
Gestern hatten die beiden das erste Mal Kontakt durch den Türspalt, anfangs mussten wir Mietz mit Futter anlocken, mittlerweile kommt sie wenn wir dabei sind gucken, aber nur solange sich drinnen nichts bewegt. Sobald ein Mucks von Nelly kommt knurrt und faucht sie wie verrückt, mittlerweile drängt sie sogar rein, aber eben knurrend. Nelly verhält sich dann sehr ruhig und nimmt einfach etwas Abstand vom Spalt. Wenn die Küchentür zu ist oder sich drinnen nichts bewegt, ignoriert sie die Küche weitestgehend.

Wenn sie nicht in der Nähe der Küche ist, verhält sich Mietz relativ normal, vielleicht ist sie etwas anhänglicher als sonst. Nelly sucht wann immer sie mal rauskommt die ganze Wohnung nach der zweiten Katze ab und will unbedingt Gesellschaft.
Wenn die Gittertür eingebaut ist, vermute ich mal, dass Mietz erstmal noch weniger amused darüber ist und entsprechend faucht, unruhig ist etc. Aber bedenke, sie hatte noch nie Katzengesellschaft und empfindet Nelly erstmal als "potentiellen Eindringling ins ureigenste Revier"...Ich halte jetzt auch die Gittertür für besser, weil - dann sieht Mietz die neue, also "weiß, was Sache ist" (kennt den Feind ), kann aber unmittelbar erleben, dass nichts schlimmes passiert, egal was sie tut.

Versucht in den ersten Tagen das Gefauche etc zu ignorieren. Es geht erstmal darum, dass Mietz gewahr wird, dass überhaupt nichts Schlimmes passiert. Fauchen etc ist normal, aber durch die Gittertür sind ja beide voreinander geschützt.
Wenn ihr merkt, Mietz hat sich etwas entspannt und reagiert auch mal neugierig, dann könnt ihr die Begegnungen an der geschlossenen Gittertür so gestalten, dass sie positive Erfahrungen miteinander machen (immer fein loben, wenn beide friedlich sind und "negative" Reaktionen einfach ignorieren).
Zitat:
Zitat von Ratzepüh Beitrag anzeigen
Oder aufmachen und schauen wie Mietz sich verhält?
Wichtig ist, dass ihr für beide Katzen 1 erkennbare Linie fahrt. Nicht "schauen, was passiert", sondern erst dann den nächsten Schritt gehen, wenn der vorherige friedlich verläuft. Das kann evtl immer ein paar Tage dauern.
Wenn das Gefauche und allgemeine Unsicherheit sich etwas gelegt hat - dann positive Momente schaffen...
Wenn bei beiden die Neugier überwiegt, sie sich durchs Gitter beschnuppern, und ihr auch recht sicher seid, dass ein weiterer Schritt positiv verläuft, das ein paarmal wiederholen lassen, damit es sich "festigt" - dann erst die Gittertür aufmachen. Quasi, wenn sie eh nur noch stört
Im Zweifelsfall lieber etwas "zu langsam" als zu schnell den nächsten Schritt gehen, denn wenn ihr die Gittertür öffnet, wäre es gut, wenn kein "Rückschritt" mehr nötig sein müsste.

Eure Mietz war längere Zeit allein, da ist es gut, dass ihr die langsame Zusammenführung macht, aber sie ist noch so jung, da wird die Neugier aufeinander schnell überwiegen, sag ich mal einfach so...

Geändert von Catma (22.11.2012 um 16:46 Uhr)
 
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