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Die Anfänger Hier finden Katzenneulinge Rat

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Alt 29.05.2011, 14:26
  #1
dax
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dax
 
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Standard Impfungen, Tests, allg. Untersuchungen

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ein paar Fragen die bestimmt schon in Wartezimmer-Unterforen oder bei den Freigängern behandelt wurden. Auf die schnelle habe ich allerdings keine konkreten Antworten gefunden und ich glaube, dass es hier bestimmt für viele interessant sein könnte.

Welche Impfungen sind für Freigänger wirklich nötig?
Welche Tests zu Katzenkrankheiten, allg. Gesundheitszustand sollte man machen lassen?

Zur Info: Meine beiden Kater (kastriert, gechippt) sind knappe 11 Monate alt und grundimunisiert gegen Leukose/Shcnupfen/Seuche. Von Aids und Tollwut wurde mir abgeraten, da bei Aids nur eine 50% Chance zur Imunisierung bestehen soll, Deutschland theoretisch tollwutfrei ist (nicht WHO-Richtlinien) und ich ausserdem nicht "direkt am Feldrand" wohne. Bei der Tollwut bin ich mir unsicher, da der Wolf z.B. in SH wieder Einzug nimmt und ich bin hier zu Fuß in einer min im Park und mit dem Fahrrad in fünf min im Wald (nordl. Einzugsgebiet von HH).

Wie sinnvoll wäre eine Impfung gegen Borreliose? Hier im Unterholz gibt es zumindest verzeckte Igel. Und wie ist es mit Tetanus? Impft man da auch Tiere? Ich kann zukünftige Revierkämpfe nicht ausschließen. Es gibt hier so einige Freigänger. Meine laufen zwar schon und bislang weiß ich von keinen Kämpfen, entsprechende Verletzungen gab´s noch nicht. Aber wer weiß, wie das wird, wenn sie älter werden und neue Katzen dazukommen???

Auf Imunerkrankungen wurden beide nicht getestet. Bisher gab es auch keine Blut-, Urin- oder Kotuntersuchungen da der Allgemeinzustand und Verhalten gut sind. Nur allg. Gesundheitskontrolle vorm impfen, sprich abtasten, Gesicht, Ohren, Maul.

Meint Ihr ich sollte etwas nachholen oder zusätzlich machen lassen?

Danke und liebe Grüße,
Claudia
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Alt 31.05.2011, 12:26
  #2
dax
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dax
 
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Standard

so,

nach dem ich am Wochenende etwas mehr Zeit hatte mich hier mal kreuz und quer durchzulesen, bin ich auch etwas schlauer.

Super finde ich den Thread von Juik; Wie oft mit einem Jahr impfen.
Hätte hinter dem Titel nicht so viele Infos erwartet. Insbesondere zu "Impfwahn", Herstellerangaben und empfohlene Zyklen, Ermessensfrage bei Tollwut, Sinnhaftigkeit von Untersuchungen zu vorhandenen Imunkrankheiterregern, Wahrscheinlichkeiten pp

Allerdings muß man auch lange lesen... ist dann halt so.

Einige Fragen sind schon noch offen, Borreliose z.B. Aber ich werd´s schon hinkriegen, mich allein weiter durch zu wurschteln und die Suchfunktion mehr nutzen.

Für die restlichen Fragen, scheint mir hier der Bereich Anfänger im Nachhinein nicht geeignet, andernfalls hätte ich wohl zumindest irgendeine Antwort bekommen. Ergo: ab ins Wartezimmer...

Falls doch noch jemand einen Hinweis für einen nützlichen Thread oder Link hat, immer gerne her damit
dax ist offline  
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Alt 31.05.2011, 12:45
  #3
Simpat
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Tut mir leid, ich habe keine Freigänger, meine beiden werden nur gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft. Die lasse ich nach der ersten Jahresimpfung dann nur noch alle 3 Jahre impfen. Bei Freigängern ist aber schon wichtig, den Impfschutz immer aufrecht zu erhalten.

Ob man Katze gegen Borreliose impft, weiß ich auch nicht.

Was du aber bei Freigänger auch machen solltest, ab und zu eine Kotprobe wegen Würmern und dann je nach Ergebnis eine Wurmkur.
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Alt 31.05.2011, 13:44
  #4
JFA
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Für Katzen ist in Deutschland kein Impfstoff gegen Borreliose zugelassen, ebensowenig für Tetanus oder FIV. Du kannst dagegen also gar nicht impfen lassen, selbst wenn du es wolltest.

Wenn deine Katzen noch nicht getestet sind, solltest du sie auf FIV und FeLV testen lassen. Positive Katzen sollten möglichst nicht nach draußen.
JFA ist offline  
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Alt 31.05.2011, 14:00
  #5
Nai
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Nai
 
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Alter: 37
Beiträge: 4.738
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Zitat:
Zitat von dax Beitrag anzeigen
Hallo Ihr Lieben,

[...] Deutschland theoretisch tollwutfrei ist (nicht WHO-Richtlinien) und ich ausserdem nicht "direkt am Feldrand" wohne. Bei der Tollwut bin ich mir unsicher, da der Wolf z.B. in SH wieder Einzug nimmt und ich bin hier zu Fuß in einer min im Park und mit dem Fahrrad in fünf min im Wald (nordl. Einzugsgebiet von HH).
Ich habe meine Katzen gegen Tollwut impfen lassen.
Der Grund: wenige Straßenzüge weiter hat ein Wohnungskater auf einem vernetzten Balkon (!) eine Fledermaus gefangen und erlegt. Der Besitzer hat die Fledermaus eingeschickt - und sie hatte Tollwut.
Ich kenne sowohl den Katzenbesitzer (und besagten Kater ) als auch den Tierarzt, der die Fledermaus eingeschickt hat, der hats mir nämlich erzählt.

Wäre der Kater nicht gegen Tollwut geimpft, hätte man ihn einschläfern lassen müssen. Bei Verdacht auf eine Infizierung wird nämlich kurzer Prozess gemacht. Vor etwa drei Wochen wurde das Gesetz dazu sogar noch verschärft.
Das Risiko ist gering, ja. Aber es kann passieren. Und bei Freigängern würde ich das Risiko nicht eingehen wollen.
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Alt 31.05.2011, 14:11
  #6
JFA
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In welchem Teil Deutschlands wohnst du, Nai? Ist das nachts passiert oder tagsüber?

Ich bin gerade auch am Überlegen ob ich wegen der Fledermäuse impfen lasse, wir ziehen bald um und da hätten die Katzen dann auch nachts die Möglichkeit, rauszugehen.
JFA ist offline  
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Alt 31.05.2011, 14:21
  #7
Zugvogel
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Ort: BaWü
Beiträge: 44.198
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Wie oft sind bisher tollwutinfizierte Fledermäuse an Katzen gegangen, gibts dazu Informationen?

Seit wann gibt es die Wahrscheinlichkeit, daß Haustiere von Fledermäusen mit TW infiziert werden können, um wieviel ist die Gefahr in der letzten Zeit gestiegen?


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Alt 31.05.2011, 14:32
  #8
JFA
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Ich zitiere mal aus Wiki:

Zitat:
Die erste tollwütige Fledermaus wurde 1954 in Hamburg entdeckt. Bis 1985 wurden in Europa nur sehr wenige infizierte Fledermäuse gefunden. Seitdem hat sich die Fledermaustollwut stark ausgebreitet. Zwei Drittel aller tollwütigen Fledermäuse wurden in Dänemark und Holland registriert. Ungefähr 20 Prozent der in Europa infizierten Tiere wurden in Deutschland erfasst. Die Fledermaustollwut – welche nicht mit dem Fuchstollwutvirus identisch ist – wird ausgelöst vom Europäischen Fledermausvirus (European Bat Lyssavirus, EBLV, Typ I u. II) und wurde 2003 insgesamt 13 mal in Deutschland festgestellt (Berlin 3, Bremen 1, Niedersachsen 3, Sachsen-Anhalt 1, Schleswig-Holstein 5). Bayern gilt bislang als frei von Fledermaustollwut. Allerdings sind die relativ geringen Untersuchungszahlen nicht sehr aussagekräftig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Flederm...dermaustollwut

Das Problem ist: Es ist völlig egal, ob die Katze sich infiziert. Eingeschläfert wird sie trotzdem (und unter Umständen auch noch alle anderen Katzen in der Wohnung, da Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier), sobald die Fledermaus Tollwut hat.

Hier gibt es die Tierchen in Massen und ich will nicht riskieren, dass ich meine ganze Gruppe einschläfern muss. Werde aber noch mal mit dem Tierarzt reden, wie hoch in dieser Gegend die Verbreitung ist...
JFA ist offline  
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Alt 31.05.2011, 14:32
  #9
Nai
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Nai
 
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Ich wohne in Braunschweig. Und soweit ich weiß ist es in der Abenddämmerung passiert.

Und @Zugvogel, das weiß ich leider nicht. Aber ich kann meine TÄ mal fragen, ob sie da irgendwelche Hintergrund-Infos für mich hat.
Aber dass Katzen verirrte Fledermäuse fangen habe ich schon öfters gehört.
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Alt 31.05.2011, 14:52
  #10
dax
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dax
 
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huii,

vielen Dank für die Antworten

Nun bleibt mir die ein oder andere Recherche doch erspart

Also, die nächste Wurmkur steht bei mir auf jeden Fall demnächst an. Lasst ihr denn jedesmal vorher den Kot erst untersuchen? Mir wurde bei Freigängern geraten, dies turnusmäßig alle drei Monate zu machen.
Für FIV und FelV brauche ich keine Kot- oder Urinproben, oder? Wird das nicht über Blut getestet? Und ist es dann nicht sinnvoll, FIP dann gleich mittesten zu lassen?

Den Fledermausvorfall finde ich hochinteressant. Ich werde meine TÄ auch mal danach fragen. Zumindest wegen der Wurmkur wollte ich diese Woche noch hin.
Fledermäuse hat es hiernämlich auch, bloß habe ich selbst noch keine gesehen.
Und wie ihr schon sagt, das Schlimme ist ja, das bei nicht vorhandener Impfung automatisch im Kontakt- bzw. Verdachtsfall eingeschläfert wird.

Was das betrifft, gehe ich noch mal eine Nacht über mit mir ins Gericht, auch wenn ich jetzt schon denke, das ich das wohl impfen lassen werde.
dax ist offline  
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Alt 31.05.2011, 14:57
  #11
JFA
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Registriert seit: 2010
Beiträge: 11.753
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Zitat:
Zitat von dax Beitrag anzeigen
huii,

vielen Dank für die Antworten

Nun bleibt mir die ein oder andere Recherche doch erspart
So gelegentlich wird hier leider mal was übersehen
Zitat:
Also, die nächste Wurmkur steht bei mir auf jeden Fall demnächst an. Lasst ihr denn jedesmal vorher den Kot erst untersuchen? Mir wurde bei Freigängern geraten, dies turnusmäßig alle drei Monate zu machen.
Ich lasse bei Verdacht eine Sammelkotprobe untersuchen, habe aber auch keine richtigen Freigänger.
Zitat:
Für FIV und FelV brauche ich keine Kot- oder Urinproben, oder? Wird das nicht über Blut getestet? Und ist es dann nicht sinnvoll, FIP dann gleich mittesten zu lassen?
Genau, das ist ein Bluttest.
Der "FIP-Test" bringt nicht wirklich was, weil er nur den Coronavirenantikörpertiter feststellt. Coronaviren sind aber grundsätzlich erst einmal ungefährlich, um FIP auszulösen müssen sie mutieren.
JFA ist offline  
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Alt 31.05.2011, 15:12
  #12
Wutz
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Wenn die Katzen gegen Leukose geimpft worden sind, dann müssen sie
vorher auch mittels eines Bluttests negativ getestet worden sein.

Ansonsten wird ein TA nicht impfen. Das hoffe ich wenigstens. Mir ist
kein TA bekannt, der ohne Testergebnis impfen würde.

LG
Wutz
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Alt 31.05.2011, 15:13
  #13
JFA
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Beiträge: 11.753
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Zitat:
Zitat von Wutz Beitrag anzeigen
Mir ist
kein TA bekannt, der ohne Testergebnis impfen würde.

LG
Wutz
Dann kennst du definitiv andere Tierärzte als ich...
JFA ist offline  
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Alt 31.05.2011, 15:14
  #14
Simpat
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Zitat:
Zitat von JFA Beitrag anzeigen
Der "FIP-Test" bringt nicht wirklich was, weil er nur den Coronavirenantikörpertiter feststellt. Coronaviren sind aber grundsätzlich erst einmal ungefährlich, um FIP auszulösen müssen sie mutieren.
Genau, es gibt nämlich gar keinen Fip-Test, man kann nur den Titer ermitteln und der bezieht sich auf den Corona-Virus. Leider kann man bis heute die beiden Formen harmloser Corona-Virus und den mutierten Virus (der Fip verursacht) noch nicht durch eine normale Untersuchung unterscheiden, er kann nur bei der Opduktion nachgewiesen werden.
__________________
Leben und leben lassen.

LG Petra und die Bärchen Sue, Murphy und Felix
Simpat ist offline  
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Alt 31.05.2011, 15:33
  #15
dax
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dax
 
Registriert seit: 2011
Beiträge: 28
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Okay, Danke, dann macht ein "FIP-Test" wiklich keinen Sinn.

Und nein, es gab vor der Leukose-Impfung keine Blutuntersuchung. Ich wurde auch nicht darauf hingewiesen, das man es machen lassen könnte/sollte

Dabei wurde mir meine TÄ von mehreren Bekannten und Nachbarn empfohlen.
Ich hatte mir damals richtige Sorgen nach der Impfung gemacht.
Geschwächelt haben sie beide. Aber ein Kater hatte gleich mehrere Tage zu kämpfen gehabt. Er hate richtige Lähmungserscheinungen an Hüfte und Hinterläufen. Ich hab damals gegoogelt wie eine wilde und bin auf Limping Kitten Syndrom und Impfreaktionen gestoßen. Aber von der Impfung sollte das nicht herrühren, so die TÄ.
dax ist offline  
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