Katzen Forum Fotowettbewerb Pets Nature

Zurück   Katzen Forum > Allgemeines Forum > Die Anfänger

Die Anfänger Hier finden Katzenneulinge Rat

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 10.05.2019, 12:13   #16
Irmi_
Forenprofi
 
Irmi_
 
Registriert seit: 2017
Ort: Vorarlberg
Beiträge: 4.179
Standard

Zitat:
Zitat von Sunflowers und Lilli Beitrag anzeigen
. Meine Miezi faucht jede Katze an die nur an unserem Haus vorbeischaut.
Wir sind uns ganz sicher, dass wir ihr nie mit einem 2. Kätzchen kommen dürfen. Da sie aber sowieso Freigängerin ist, ist das okay und werden wir ihr damit auch nicht antun.

Fazit: Manchmal sollte man es auch akzeptieren können, dass nicht immer ein Mehrkatzenhaushalt sinnvoll ist oder zwingend notwendig ist.
Hinter die Kulissen schauen wäre von Vorteil.
Bei Freigängern, finde ich Einzelhaltung nicht allzu schlimm. Was meiner Meinung nach aber garnicht geht ist eine Katze alleine in einer Wohnung zu halten. Da fehlen dann einfach viel zu viele Umweltreize.
__________________
Grüße,
Magdalena mit dem Plüschübel Irmi, ihrer Komplizin Gesa, der mutigen Patenkatze GroCha's Irmi und meinem Sternchen Ihrer Piepsigkeit Ebony.


Einzelkatzen-Erfahrungen
Irmi_ ist offline   Mit Zitat antworten
Werbung
Alt 10.05.2019, 12:19   #17
Moment-a
Forenprofi
 
Moment-a
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 19.351
Standard

@Sunflowers und Lilli

Das hier....

Zitat:
Zitat von Sunflowers und Lilli Beitrag anzeigen
Soziale Kontakte können Freigänger draußen selbst pflegen, wenn sie es wollen, somit vereinsamt sie/er auch nicht.
...widerspricht aber dieser Aussage....

Zitat:

Kann ich voll unterstreichen! Meine Miezi faucht jede Katze an die nur an unserem Haus vorbeischaut.
Wir sind uns ganz sicher, dass wir ihr nie mit einem 2. Kätzchen kommen dürfen.
Offensichtlich kann oder will Deine Katze keinen Kontakt zu Artgenossen.
Da sie Euch zugelaufen ist, kann man also nicht sagen, wie die Sozialisierungsphase war und ob sie durchaus gerne Kontakt gehabt hätte, aber selbst immer auf artgenossenunverträgliche Katzen gestoßen ist.

So "frei" in ihrer Entscheidung sind die Tiere also nicht.
Haben sie die Sozialisierung nicht gelernt (z.B. zu frühe Trennung von der Mutter), wird die Kontaktaufnahme zu Artgenossen schwierig.
Haben sie dann auch keinen Menschen, der es unterstützt und sie behutsam an Artgenossen gewöhnt, werden sie u.U. ein Leben lang Einzelgänger sein....ungefragt, ob sie es wollen oder nicht.
__________________
Viele Grüße
Claudia
Moment-a ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 12:34   #18
Gigaset85
Forenprofi
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1.801
Standard

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen manchmal geht's einfach nicht anders als die Katze ohne 2. zu halten. Wir hatten so eine,die reagierte auf andere Katzen richtig böse,selbst wenn sie(anfangs bei uns) nur ihr eigenes Spiegelbild sah wurde sie stinksauer. Wir wußten ja warum der Vorbesitzer sie abgab. Allerdings war sie bei uns dennoch nicht alleine,2 große Collies waren problemlos ihre besten Freunde. Zu Kindertagen(vor 40,50 J.) war es normal eine Einzelkatze zu halten,allerdings immer als Freigänger. Das mit den Wohnungskatzen kam später,allerdings dann wenigstens zu zweit. Ich für meinen Teil halte mich meist aus den privaten Sachen anderer Leute raus,erst wenn ein Tier unübersehbar leidet,werde ich deutlich und bislang haben sich die Meisten auch raten lassen. Es gab aber auch die notorischen "Tierquäler"(Hundhalter und Zwingerhund) von denen außer Unverschämtheiten eigentlich nichts brauchbares kam und zu erwarten war.Zwecklos solche Leute zu "bekehren" und der TS ist hier eh völlig unzureichend, da kommt man nicht gegen an.
Gigaset85 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 13:07   #19
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
Registriert seit: 2013
Ort: Klein-Sibirien
Beiträge: 14.113
Standard

Streng genommen ist jede Haltung von Schoßtieren, Ziervögel und Zierfischen Egoismus des Menschen.

Denn diese Tiere erfüllen keinen "Nutzen" im weiteren Sinne: sie bewachen nicht unser Haus, schützen nicht unsere Schafe etc., und sie rücken kein Holz oder geben Milch usw.

Sie leben bei uns, weil WIR sie um uns haben wollen, für unseren Zeitvertreib, zum Kuscheln, zum Beobachten (Exoten etc.), teilweise vielleicht auch zum Angeben ("Handtaschenhündchen" ).
Dementsprechend haben wir eine Verpflichtung, diese Tiere möglichst artgerecht zu halten.
Das Chamäleon in seinem Terrarium, die Vögel in der Gruppe in einer entsprechend großen Voliere oder in einem eigenen Vogelzimmer, die Katzen mit Menschenkontakt und - je nach persönlicher Art der Katze - zu zweien oder in der Kleingruppe.
Einzelhaltung von Katzen ist vielfach leider menschengemacht, aber natürlich gibt es auch diese, die einfach nicht (mehr) das notwendige Rüstzeug an Sozialverhalten haben oder aber in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht haben und nur mit entsprechend großem Aufwand erneut vergesellschaftet werden könnten.

Im Ergebnis sind das aber - wenn ich mal das zusammenzähle, was ich vor allem auch hier im Forum gelesen habe, und wenn ich dazurechne, wo ich es selbst mitbekommen habe - weit weniger Fälle, als man so denkt. Wie oft habe ich schon mitbekommen, dass eine Katze, die zuerst für nicht vergesellschaftungsfähig oder aber "als Single zufrieden" eingeschätzt worden war, regelrecht aufblühte, wenn der/die "Neue" denn erstmal über die ersten Hürden der Vergesellschaftung hinweg war!

Und, nein: dafür braucht es keine permanenten Stapelfotos!
Auch bei meinen stapelwütigen Oris gibt es jeden Tag die Situationen, wo der eine im Wohnzimmer chillt, der zweite unter der Bettdecke im Schlafzimmer und der dritte sich über den Futternapf hermacht und dann satt und zufrieden im Kinderzimmer verschwindet.
Wer uns in diesem Augenblick sehen würde - drei Katzen in drei verschiedenen Wohnräumen ausgebreitet -, könnte genauso auf den Gedanken kommen, dass die drei einander nicht viel zu sagen haben und bestenfalls trist nebeneinander her leben. *lach*
Aber die Stapelbilder sind natürlich sehr plakativ und verführerisch, die Latte unendlich hoch zu hängen!

Ich hatte insofern das Glück, dass alle Katzen, die Sternchen eingeschlossen, fürs Stapeln offen waren. Daher kann ich mir die Verzweiflung, diese Latte nicht überspringen zu können mit den eigenen Katzen, nur abstrakt vorstellen. Aber so unsinnig so ein Wunsch, rational betrachtet, im Grunde ist, kann ich mir gut vorstellen, dass er mich auch überkommen würde, wenn ich keine Stapler hätte.
Es geht ja auch darum, dass die Dosis sich wünschen, dass ihre Miezen glücklich sind, und Stapelfotos sind insofern ein typisches Beispiel für so ein idyllisches Bild. Im Grunde genauso wie bei dem Pärchen, das sich im Film endlich gefunden hat und in der letzten Filmszene innig küsst.

Von daher: ich würde bei Katzen, die nun gerade nicht so plakativ stapeln, besonders auf die Zwischentöne achten. Und ein weiterer Revierbewohner gibt dem vorhandenen Katz ja auch immer wieder Abwechslung: die Reviermarkierungen werden vom Artgenossen übermalt und müssen regelmäßig erneuert werden. Der Inhalt des Katzenklos muss kontrolliert werden. Gemeinsames Katzenfernsehen auf der Fensterbank macht mehr Spaß als allein. Ebenso gemeinsame Unflätigkeiten, die dem Draußenkatz, das unverschämterweise durch den Vorgarten schleicht, hinterher gerotzt werden müssen. Doppelt genäht hält besser. Usw.
Warum gehen Menschen in die Kneipe oder setzen sich ins Café? Mit Sicherheit nicht allein wegen des guten Essens und Trinkens und der Freude, sich bedienen zu lassen!
Der Wunsch nach Gesellschaft anderer Menschen, auf Zeit, auf Distanz, macht mit Sicherheit sehr viel vom Vergnügen, in so einer Lokalität Zeit zu verbringen, aus.
Und insofern ist auch dort, wo sich die Katzen vielleicht nicht so viel zu sagen haben, eine Bereicherung des kätzischen Alltags vorhanden, der dem Dasein als Einzelprinz/essin weitaus vorzuziehen ist.

Zwei Tiere zu vergesellschaften, die einigermaßen (wir können sie ja leider nicht fragen) zueinander passen, ist ein Stück weit immer Roulettespiel. Und sowas kann man natürlich auch nicht beliebig wiederholen; daher wird es in vielen Fällen bei einer Konstellation bleiben, die eben nicht zu rosaroten Wolken und dem dauerhaften Abo auf den siebenten Himmel führt, sondern mehr etwas von einer Zweck-WG hat.
Aber auch das ist eine Form des Zusammenlebens, die für viele Katzen machbar ist.

Ich finde daher, dass man sich von der Haltung eines Katzenduos oder auch einer Kleingruppe nicht zuviel erwarten sollte, was die öffentlichen Demonstrationen gegenseitiger "Liebe" zwischen den Tieren angeht. Sie können auch ohne permanenten Körperkontakt und tägliche Raufrunden sehr gut miteinander befreundet sein - oder zumindest zufrieden miteinander leben.
Und: ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schreiend das Weite suchen würde, würde mich ein geliebter Partner so massiv und so häufig und stundenlang beschmusen wollen, wie meine Katzen miteinander stapeln!
In der Anfangsphase einer Beziehung, gerade in der Phase der Verliebtheit, ist das überhaupt kein Thema, da möchte man fast in den geliebten Menschen reinkriechen.
Aber wenn sich die Partnerschaft verfestigt, vielleicht auch zur Familie führt, nimmt der Kuschelbedarf doch deutlich ab, so meine Erfahrung. Regelmäßig: ja. Intensiv: ja. Stundenlang: eindeutig Nein!

Und auch bei den Katzen gibt es genau diese vielen Grautöne auch.
Gemeinsam ist ihnen nur: Einzelhaltung ist demgegenüber in etwa so wie beim Menschen diejenigen, die freiwillig eine Einsiederlei beziehen oder sich um die Bewirtschaftung einer Alm reißen. Schätze ich. ^^

Am anderen Ende der Skala muss man aber auch sagen (finde ich): eine Katze stirbt nicht an Einzelhaltung.

Aber sie verkümmert seelisch und muss ein erzwungenermaßen "armes" Leben führen.
__________________
LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
nicker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 14:04   #20
Grinch2112
Erfahrener Benutzer
 
Grinch2112
 
Registriert seit: 2018
Ort: 61231 Bad Nauheim
Beiträge: 133
Standard

Zitat:
Zitat von nicker Beitrag anzeigen
Streng genommen ist jede Haltung von Schoßtieren, Ziervögel und Zierfischen Egoismus des Menschen.

Denn diese Tiere erfüllen keinen "Nutzen" im weiteren Sinne: sie bewachen nicht unser Haus, schützen nicht unsere Schafe etc., und sie rücken kein Holz oder geben Milch usw.

Sie leben bei uns, weil WIR sie um uns haben wollen, für unseren Zeitvertreib, zum Kuscheln, zum Beobachten (Exoten etc.), teilweise vielleicht auch zum Angeben ("Handtaschenhündchen" ).
Dementsprechend haben wir eine Verpflichtung, diese Tiere möglichst artgerecht zu halten.
Das Chamäleon in seinem Terrarium, die Vögel in der Gruppe in einer entsprechend großen Voliere oder in einem eigenen Vogelzimmer, die Katzen mit Menschenkontakt und - je nach persönlicher Art der Katze - zu zweien oder in der Kleingruppe.
Einzelhaltung von Katzen ist vielfach leider menschengemacht, aber natürlich gibt es auch diese, die einfach nicht (mehr) das notwendige Rüstzeug an Sozialverhalten haben oder aber in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht haben und nur mit entsprechend großem Aufwand erneut vergesellschaftet werden könnten.

Im Ergebnis sind das aber - wenn ich mal das zusammenzähle, was ich vor allem auch hier im Forum gelesen habe, und wenn ich dazurechne, wo ich es selbst mitbekommen habe - weit weniger Fälle, als man so denkt. Wie oft habe ich schon mitbekommen, dass eine Katze, die zuerst für nicht vergesellschaftungsfähig oder aber "als Single zufrieden" eingeschätzt worden war, regelrecht aufblühte, wenn der/die "Neue" denn erstmal über die ersten Hürden der Vergesellschaftung hinweg war!

Und, nein: dafür braucht es keine permanenten Stapelfotos!
Auch bei meinen stapelwütigen Oris gibt es jeden Tag die Situationen, wo der eine im Wohnzimmer chillt, der zweite unter der Bettdecke im Schlafzimmer und der dritte sich über den Futternapf hermacht und dann satt und zufrieden im Kinderzimmer verschwindet.
Wer uns in diesem Augenblick sehen würde - drei Katzen in drei verschiedenen Wohnräumen ausgebreitet -, könnte genauso auf den Gedanken kommen, dass die drei einander nicht viel zu sagen haben und bestenfalls trist nebeneinander her leben. *lach*
Aber die Stapelbilder sind natürlich sehr plakativ und verführerisch, die Latte unendlich hoch zu hängen!

Ich hatte insofern das Glück, dass alle Katzen, die Sternchen eingeschlossen, fürs Stapeln offen waren. Daher kann ich mir die Verzweiflung, diese Latte nicht überspringen zu können mit den eigenen Katzen, nur abstrakt vorstellen. Aber so unsinnig so ein Wunsch, rational betrachtet, im Grunde ist, kann ich mir gut vorstellen, dass er mich auch überkommen würde, wenn ich keine Stapler hätte.
Es geht ja auch darum, dass die Dosis sich wünschen, dass ihre Miezen glücklich sind, und Stapelfotos sind insofern ein typisches Beispiel für so ein idyllisches Bild. Im Grunde genauso wie bei dem Pärchen, das sich im Film endlich gefunden hat und in der letzten Filmszene innig küsst.

Von daher: ich würde bei Katzen, die nun gerade nicht so plakativ stapeln, besonders auf die Zwischentöne achten. Und ein weiterer Revierbewohner gibt dem vorhandenen Katz ja auch immer wieder Abwechslung: die Reviermarkierungen werden vom Artgenossen übermalt und müssen regelmäßig erneuert werden. Der Inhalt des Katzenklos muss kontrolliert werden. Gemeinsames Katzenfernsehen auf der Fensterbank macht mehr Spaß als allein. Ebenso gemeinsame Unflätigkeiten, die dem Draußenkatz, das unverschämterweise durch den Vorgarten schleicht, hinterher gerotzt werden müssen. Doppelt genäht hält besser. Usw.
Warum gehen Menschen in die Kneipe oder setzen sich ins Café? Mit Sicherheit nicht allein wegen des guten Essens und Trinkens und der Freude, sich bedienen zu lassen!
Der Wunsch nach Gesellschaft anderer Menschen, auf Zeit, auf Distanz, macht mit Sicherheit sehr viel vom Vergnügen, in so einer Lokalität Zeit zu verbringen, aus.
Und insofern ist auch dort, wo sich die Katzen vielleicht nicht so viel zu sagen haben, eine Bereicherung des kätzischen Alltags vorhanden, der dem Dasein als Einzelprinz/essin weitaus vorzuziehen ist.

Zwei Tiere zu vergesellschaften, die einigermaßen (wir können sie ja leider nicht fragen) zueinander passen, ist ein Stück weit immer Roulettespiel. Und sowas kann man natürlich auch nicht beliebig wiederholen; daher wird es in vielen Fällen bei einer Konstellation bleiben, die eben nicht zu rosaroten Wolken und dem dauerhaften Abo auf den siebenten Himmel führt, sondern mehr etwas von einer Zweck-WG hat.
Aber auch das ist eine Form des Zusammenlebens, die für viele Katzen machbar ist.

Ich finde daher, dass man sich von der Haltung eines Katzenduos oder auch einer Kleingruppe nicht zuviel erwarten sollte, was die öffentlichen Demonstrationen gegenseitiger "Liebe" zwischen den Tieren angeht. Sie können auch ohne permanenten Körperkontakt und tägliche Raufrunden sehr gut miteinander befreundet sein - oder zumindest zufrieden miteinander leben.
Und: ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schreiend das Weite suchen würde, würde mich ein geliebter Partner so massiv und so häufig und stundenlang beschmusen wollen, wie meine Katzen miteinander stapeln!
In der Anfangsphase einer Beziehung, gerade in der Phase der Verliebtheit, ist das überhaupt kein Thema, da möchte man fast in den geliebten Menschen reinkriechen.
Aber wenn sich die Partnerschaft verfestigt, vielleicht auch zur Familie führt, nimmt der Kuschelbedarf doch deutlich ab, so meine Erfahrung. Regelmäßig: ja. Intensiv: ja. Stundenlang: eindeutig Nein!

Und auch bei den Katzen gibt es genau diese vielen Grautöne auch.
Gemeinsam ist ihnen nur: Einzelhaltung ist demgegenüber in etwa so wie beim Menschen diejenigen, die freiwillig eine Einsiederlei beziehen oder sich um die Bewirtschaftung einer Alm reißen. Schätze ich. ^^

Am anderen Ende der Skala muss man aber auch sagen (finde ich): eine Katze stirbt nicht an Einzelhaltung.

Aber sie verkümmert seelisch und muss ein erzwungenermaßen "armes" Leben führen.
Vollkommene Zustimmung meinerseits.

Und ich habe im Übrigen die Erfahrung gemacht, wenn man ein Bruderpaar hat, welches schon 11 Jahre miteinander lebt, aber nicht viel miteinander zu tun haben will und sich auch alle paar Wochen mal böse kloppt, dass trotzdem extrem getrauert wird, wenn einer stirbt. In unserem Fall sogar sozusagen der Verkloppende Kater. Eigentlich war vorher mal der Gedanke da, dass der übrig gebliebene Kater sich besser fühlen müsste und aufblühen müsste, wenn sein Bruder ihn nicht mehr nerven würde. Aber das Gegenteil trat ein. Er trauerte über 1 Jahr lang. Obwohl er nach wenigen Wochen wieder Gesellschaft bekam.

Was uns sagte, auch, wenn sie nie aussahen als würden sie sich ernsthaft mögen, haben sie sich trotzdem einander gebraucht.
__________________
Liebe Grüße von Mogli, Mila, Merle, Miles und Grinch.

Tiere haben etwas, was einigen Menschen fehlt.
Treue, Dankbarkeit und Charakter.

Grinch2112 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 15:12   #21
Der Den Katzen Dient
Erfahrener Benutzer
 
Der Den Katzen Dient
 
Registriert seit: 2018
Ort: Loxstedt/Niedersachsen
Alter: 53
Beiträge: 826
Standard

Moin,
Valentina,die im November aus dem TH zu uns zog, wurde auch explizit als Einzelkatze bezeichnet und nur unter murren an uns abgegeben.
Vom ersten Tag an war das Interesse an Merlin sehr stark, so stark,daß sie sein Verhalten aufmerksam beobachtete und kopierte.
Das ist jetzt noch so.
Man kuschelt nicht sehr oft und wenn, dann nicht lange, aber die beiden sind unzertrennlich im Garten.
Man begrüsst sich immer mit Nasenbussi und sitzt zusammen auf der Mauer, Vögel oder Nachbarn stalken. Auf die Jagt geht man allerdings getrennt, Einzeljäger halt.
Ich denke auch, daß Katzen die nicht so eng zusammenleben, trotzdem von der Situation profitieren, wir Menschen sehen und verstehen die Katzensprache eben nur unzureichend.
__________________
Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote.

Der Den Katzen Dient ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 15:24   #22
MinnieKermit
Erfahrener Benutzer
 
MinnieKermit
 
Registriert seit: 2016
Alter: 18
Beiträge: 119
Standard

Zitat:
Zitat von Der Den Katzen Dient Beitrag anzeigen
Ich denke auch, daß Katzen die nicht so eng zusammenleben, trotzdem von der Situation profitieren, wir Menschen sehen und verstehen die Katzensprache eben nur unzureichend.
Dem kann ich voll zustimmen, denn:

Unsere beiden Katzen sind aufgrund ihres Altersunterschieds und auch dem Katze-Kater Punkt nie die dicksten, größten Freunde geworden aber trotzdem hat man den Eindruck, dass sie einander wertschätzen.

Wenn beispielsweise eine fremde Katze in ihr Revier eindringt und Minni (eine kleine, zierliche Katze) es mitbekommt, dann macht sie sich lautstark bemerkbar. Dadurch kommt Kermit dazu, der wesentlich größer und stämmiger ist, und Minni kann sich weiter im Hintergrund halten.

Oft sieht man auch, wenn einer draußen liegt und schläft, den anderen ein paar Meter weiter liegen.

Für mich macht es einfach den Eindruck, dass sie einander, auch ohne dicke Freunde zu sein, Sicherheit geben.
MinnieKermit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 15:57   #23
FindusLuna
Forenprofi
 
FindusLuna
 
Registriert seit: 2017
Ort: Schweiz
Alter: 27
Beiträge: 1.254
Standard

Ich kann nicht beurteilen, wie es zu dem Rauswurf kam. Grundsätzlich finde ich Aufklärung wichtig und auch richtig. Jedoch kommt es auch drauf an, worum es in dem Thema genau ging. Das erlebe ich auch hier im Forum öfters. Es wird gefragt, meine Katze ist krank, Durchfall, irgendwas, und dann gibt es immer wieder welche, welche als erstes fragen, ob die Katze alleine ist. In diesen Fällen finde ich es wirklich etwas... Na ja... Auch wenn Aufklärung wichtig ist, sollte ja zuerst das vordringlichste Problem im Raum stehen.

Wenn das Problem aufgrund einer Einzelhaltung besteht, ist das wieder was anderes. Aber auch dann gibt es eben Menschen, die aus irgendwelchen Gründen vorübergehend nicht direkt eine 2. Katze holen. Bei mir war das auch so. Luna war panisch, hat sich vollgepinkelt, vollgekotet usw. als ich sie vergesellschaften wollte und da habe ich erstmal gesagt, okay, ich lasse das und versuche erstmal die Psyche von dieser Katze zu stabilisieren. Dann kam dazu, dass ich bei dieser Katze für die Vergesellschaftung darauf angewiesen wäre, dass mein Vater mitspielt, denn er müsste sich auch bereit erklären, ein Netz vor eine Tür zu spannen usw.
Da ich vor hatte, in absehbarer Zukunft auszuziehen, war das meiner Meinung nach vertretbar. Trotzdem musste ich mich öfters erklären und auch rechtfertigen, habe nicht von allen Hilfe bekommen, wenn ich mich nach einem bestimmten Problem erkundigt haben. Jedoch blieb bei mir der Ton freundlich! Das ist nicht bei jedem Thread so, den ich bezüglich diesem Thema gelesen habe.

Jedoch ist es auch anders, wenn man die Haltung des Thread-Eröffners als ignorant versteht. Da kann ich dann manchmal auch nicht mehr... Also ich finde, dass man aufklären, aber auch nicht gleich jeden verurteilen sollte, der momentan eine Einzelkatze hat. Ich denke, wenn man merkt, der Tierhalter ändert eh nichts daran, kann man dem Tier am meisten helfen, wenn man weiter nach Ideen sucht, wie man es auslasten könnte, anstatt einfach zu sagen, dass man ein Egoist ist. Das ändert die Haltung der Person nämlich auch nicht... Und für das Tierchen ändert sich genauso wenig.
__________________
<a href=http://i64.tinypic.com/w9b7tv.png target=_blank>http://i64.tinypic.com/w9b7tv.png</a>
FindusLuna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 16:26   #24
Nicht registriert
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zuerst ging es um ein kitten(Besitzerin wurde überredet) und dann um einen 3 jährigen Kater. Die Besitzerin blieb total egoistisch und stur.
  Mit Zitat antworten

Alt 10.05.2019, 18:10   #25
BilBal
Forenprofi
 
BilBal
 
Registriert seit: 2014
Beiträge: 3.001
Standard

Zitat:
Zitat von Grinch2112 Beitrag anzeigen
Vollkommene Zustimmung meinerseits.

Und ich habe im Übrigen die Erfahrung gemacht, wenn man ein Bruderpaar hat, welches schon 11 Jahre miteinander lebt, aber nicht viel miteinander zu tun haben will und sich auch alle paar Wochen mal böse kloppt, dass trotzdem extrem getrauert wird, wenn einer stirbt. In unserem Fall sogar sozusagen der Verkloppende Kater...

Was uns sagte, auch, wenn sie nie aussahen als würden sie sich ernsthaft mögen, haben sie sich trotzdem einander gebraucht.
Hier ist es auch so...

Auch wenn man mittlerweile nicht mehr so oft beieinander liegt wie früher, wenn z.B. der Eine zufällig mal in der Küche (die ist für Katzingers tabu, es sei denn einer von uns ist dabei) "eingesperrt" wurde, weil er sich ungesehen vorbei geschlichen hat, macht der Andere vor der Türe einen riesen Aufstand, bis sein Bruder wieder "frei" ist.
Dann gibt es einen liebevollen Nasenstubster und ein Schlecker über den Kopf und schon geht jeder wieder seinen Weg.

Ich glaube, allein das Wissen, dass der Andere da ist, wirkt schon beruhigend.

Und wenn dann das Bedürfnis da ist, zu kuscheln, zu spielen/raufen, sich gegenseitig zu putzen, dann wird ganz selbstverständlich die Nähe des Anderen gesucht.
__________________
LG Marion & die Rabaukenbrüder
BilBal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 19:29   #26
Irmi_
Forenprofi
 
Irmi_
 
Registriert seit: 2017
Ort: Vorarlberg
Beiträge: 4.179
Standard

Meine zwei liegen nie bei einander. Das mag Irmi nicht. Aber wenn man raus geht und auf eine der Katzen trifft, dann ist die andere niemals weit. Vorgestern beispielsweise haben wir uns mit Nachbarskater Amadeus' Dosine unterhalten... marschiert Irmi vorbei, aus unserem Garten in den Nachbarsgarten... Gesa dicht auf ihren Fersen... Amadeus dackelt hinterher. Im Nachbarsgarten haben sich die Mädels dann gegenseitig belauert und im Gras geschnüffelt. Amadeus hat sich ein bisschen abseits auf der Terrasse gewälzt und gemütlich den Mädels zugesehen. Das war keine Ausnahmeerscheinung. Das sind für mich ganz sicher keine Einzeltiere und sie scheinen sehr viel Wert auf gemeinsame Unternehmungen zu legen.
__________________
Grüße,
Magdalena mit dem Plüschübel Irmi, ihrer Komplizin Gesa, der mutigen Patenkatze GroCha's Irmi und meinem Sternchen Ihrer Piepsigkeit Ebony.


Einzelkatzen-Erfahrungen
Irmi_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 21:00   #27
Osterkatzen
Erfahrener Benutzer
 
Osterkatzen
 
Registriert seit: 2017
Ort: Dortmund
Beiträge: 242
Standard

Meine zwei sind Schwestern und haben sich prächtig verstanden- bis Oktober letzten Jahres, als sie ungefähr 18 Monate alt waren. Seitdem verprügelt Annie Bonny wenn sie sie erreichen kann, Bonny geht sofort stiften, wenn sie Annie sieht.
Ich habe an Reintegration probiert was ich konnte, ohne jeden Erfolg. Ich probiere es immer wieder mal- absolut unmöglich.

Daher leben beide als Einzelkatzen bei mir. Da sie Freigänger sind haben sie die Chance auf soziale Kontakte, aber zusammen geht nix.
__________________
Osterkatzen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 21:13   #28
Irmi_
Forenprofi
 
Irmi_
 
Registriert seit: 2017
Ort: Vorarlberg
Beiträge: 4.179
Standard

Zitat:
Zitat von Osterkatzen Beitrag anzeigen
Meine zwei sind Schwestern und haben sich prächtig verstanden- bis Oktober letzten Jahres, als sie ungefähr 18 Monate alt waren. Seitdem verprügelt Annie Bonny wenn sie sie erreichen kann, Bonny geht sofort stiften, wenn sie Annie sieht.
Ich habe an Reintegration probiert was ich konnte, ohne jeden Erfolg. Ich probiere es immer wieder mal- absolut unmöglich.

Daher leben beide als Einzelkatzen bei mir. Da sie Freigänger sind haben sie die Chance auf soziale Kontakte, aber zusammen geht nix.
Das finde ich krass. Meine zwei haben sich erst im Alter von 1 und 3 kennengelernt und verstehen sich mittlerweile prächtig.
__________________
Grüße,
Magdalena mit dem Plüschübel Irmi, ihrer Komplizin Gesa, der mutigen Patenkatze GroCha's Irmi und meinem Sternchen Ihrer Piepsigkeit Ebony.


Einzelkatzen-Erfahrungen
Irmi_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 21:27   #29
Baset
Forenprofi
 
Baset
 
Registriert seit: 2011
Beiträge: 8.846
Standard

Manche Menschen wissen es einfach nicht besser.
Die sind nicht böse, oder egoistisch, oder verantwortungslos.

ich hab 10 Jahre mit einer "zugelaufenen" gelebt, die jede andere Katze weggebissen hat. Gut, das Mädel hatte Freigang. Und sie hatte draußen durchaus den einen oder andern Kater (ja, Kater) den sie gut fand. Aus meiner damaligen und auch heutigen Sicht war sie mitnichten einsam.

den Kater Heinrich hat man mir als "Einzelkater" vermittelt.

War er nicht, ist er nicht. Er lebt seit Jahren in einer sehr gemütlichen Ehe mit Katzendame Emmi.

aber: ich hab das halt geglaubt, was mir gesagt wurde. War ne Orga. Und ich habe eine ältere Einzelkatze gesucht. Under anderem, weil ich halt null Erfahrung mit mehr als einer Katze hatte.

Reflektieren kann ich jedoch durchaus selbst. Deshalb ja Emmi. Aber man sollte nicht jedem, der eine vermeintliche Einzelkatze hat, unterstellen, er sei einfach nur bequem.

Und mit dem Hammer drauf hauen, ändert keine Einstellung. Im Gegenteil, dann werden die Leute nur bockig.

Ich weiss durchaus, das es Menschen gibt, denen geht das alles am Arsch vorbei. Da kommt man mit keinem Argument durch. Aber trotzdem lohnt sich die Diskussion.

Und: never eine Katze alleine, ausser sie ist wirklich schon älter und ausgewiesen als Einzelkatze.

Birgit
__________________
[ein Leben ohne Katzen ist möglich, aber nicht erstrebenswert)
Baset ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2019, 22:14   #30
SabaYaru
Erfahrener Benutzer
 
SabaYaru
 
Registriert seit: 2019
Ort: Schweiz
Beiträge: 542
Standard

Eine Bekannte von mir ist auch so eine Egoistin. Sie hat einen jungen Kater der alleine bleiben wird. Er ist eine Wohnungskatze. Sie hatte schon mehrere Katzen; die beiden Kater, die sie vor dem jetzigen Katerchen hatte, haben sich nicht so gut verstanden. Der eine war viel zu früh bei einem Bauern geholt worden, der andere war eine Fundkatze und kam im Alter von ca. 1.5 Jahren dazu. Die Kater waren in etwa gleich alt. Wie der eine gestorben ist, ist der Andere richtig aufgeblüht und hat noch 1-2 Jahre als Einzeltier gelebt. Damit, dass es ihrem verbliebenen Kater alleine viel besser ging rechtfertigt sie, dass sie jetzt wieder eine Einzelkatze hat. Ihre Mutter hatte auch lange Wohnungskatzen in Einzelhaft da ihr einige Freigänger überfahren worden waren. Der jetzige Kater meiner Bekannten kommt von Privat und wurde im Alter von ca 14 Wochen übernommen. Er ist sehr wild, sie sagte mir schon ein paar Mal, dass sie zwei so temperamentvolle Kater nicht aushalten würde. Es ist jetzt vom Alter her die letzte Gelegenheit für meine Bekannte gewesen, ein Kitten aufzunehmen. Mich macht die Situation hilflos, da mir viel an meiner Bekannten liegt, mir der Kater aber sehr leid tut. :verysad: Was ich nicht verstehe ist, dass der TÄ nichts gegen die Einzelhaltung unternimmt. Er ist im Tierschutz aktiv und kennt sich mit Katzen gut aus. Auf ihn würde meine Bekannte eventuell hören.
__________________
LG Saba, Yaru und Dosi Gisela
SabaYaru ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

« Vorheriges Thema: Katze Pinkelt auf dem Teppisch | Nächstes Thema: Wann wieder zum Tierarzt? »
Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Ich trau mich nicht >>> Egoismus...... :( Catdogly Freigänger 25 24.04.2013 13:02
Purer Egoismus Afriel Spiel und Spaß 25 04.02.2013 16:36
Der Halter ist Verstorben ! Boerny0 Die Anfänger 1 01.02.2013 10:06
Einmal Einzelkatze – immer Einzelkatze?? Taskali Eine Katze zieht ein 31 02.10.2012 10:46
Ist meine Einzelkatze doch keine Einzelkatze (und zeigt das durch Unsauberkeit)? lesley Die Anfänger 22 28.09.2010 14:45

Werbung:
Lucky Kitty Pets Nature

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:11 Uhr.


Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzen Forum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.