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Die Anfänger Hier finden Katzenneulinge Rat

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Alt 11.02.2019, 14:53   #16
Kittieeee
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Kittieeee
 
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Ich kann mich auch den anderen nur anschließen. Habt Geduld und hört bitte auf ihnen jetzt schon permanent zu nahe zu kommen, sodass sie euch anfauchen und panisch flüchten.

Der Tipp mit dem Vorlesen ist schon ganz richtig. Ihr setzt euch dazu im Raum an eine Stelle, an der ihr ihnen nicht zu nah seid und keine Fluchtwege versperrt und lest ihnen ruhig und leise vor. Das ganze ruhig 2-5x täglich. Sie werden irgendwann entspannt liegen und dösen und sich auch irgendwann offen in den Raum setzen und dösen. Das wird nicht beim ersten und wohl auch nicht beim zweiten oder dritten mal passieren, aber irgendwann kommen sie vor
Ihr könnt sie dann betont langsam anblinzeln, das signalisiert ihnen, dass ihr friedliche Absichten habt. Aber wirklich langsam blinzeln, bloß nicht direkt anschauen, das ist in Katzensprache starren und eine Drohgebärde.

Wenn es dann soweit ist, dass sie offen im Raum liegend eurer Stimme lauschen, dann könnt ihr eine Spielangel mitnehmen und versuchen sie zum spielen zu animieren. gerade Kitten sind unheimlich neugierig und verspielt und sollten damit eigentlich gut zu kriegen sein. Wichtig ist, dass ihr keine Erwartungen an die kleinen habt und euch nicht irgendwelche Ziele steckt a la "heute sollte das und das an Fortschritten da sein". Das spüren die kleinen Mäuse und es bewirkt genau das Gegenteil. Wenn sie mit euch spielen ist das Eis schon mal gebrochen und der größte Schritt getan
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Alt 11.02.2019, 15:19   #17
Mika2017
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Da ist man ja fast schon heilfroh keinen Ehepartner zu haben, wenn es ein Ehepaar heutzutage schon nötig hat, deren scheuen Katzen etwas vorzulesen, nur damit diese eine ruhige und sanfte Stimme wahrnehmen
Ich als alleinstehende hatte noch nicht mal Geschichten nötig, da fängt man automatisch an mit der Katze zu reden.
Aber als Paar redet man doch sowieso miteinander so dass sich die Katzen an die Stimmen gewöhnen können.
Natürlich, wenn man sich nichts mehr zu sagen hat oder sich bei jedem zweiten Satz nur anpflaumt oder gar schreit, d a n n wäre natürlich das Vorlesen eine angenehmere Möglichkeit des Kennenlernens "der Stimme" - nur lernt man dann aber nicht den wahren Charakter kennen

Wenn man allerdings die Katzen in einem Katzenzimmer hat, von dem aus es nur ins Schlafzimmer geht, aber weder ins Wohnzimmer und auch nicht in die Küche - ja d a n n muss man wohl wirklich zum Märchenbuch greifen, denn wer sitzt denn als Ehepaar abends zum Feierabend im Schlafzimmer oder im Katzenzimmer. Da redet man im Wohnzimmer miteinander oder sitzt zum Abendbrot in der Küche, doch da kommen die Katzen ja nicht hin, die Türe ist zu...

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Alt 11.02.2019, 15:30   #18
dysto
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Ich weiss nicht, wie deren Wohnung geschnitten ist, aber so wie ich es verstanden habe, ist nur das Wohnzimmer verschlossen und das Katzenzimmer hoffentlich über einen Flur mit dem Schlafzimmer verbunden und in die Küche kommen sie somit auch. Oder ich habe es komplett falsch im Kopf und sie haben wirklich nur Katzenzimmer und Schlafzimmer.
Aber in diesem Fall ist es schön nötig, sich hin und wieder ins Zimmer auf den Boden setzen und sich irgendwie mit (Selbst-)gesprächen anderweitig zu beschäftigen, ohne dabei auf die Katzen zu warten. Die Katzen sollten nicht denken, dass man etwas von ihnen will, sondern einfach da ist und sie ignoriert.
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Alt 11.02.2019, 15:33   #19
Kittieeee
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Zitat:
Zitat von Mika2017 Beitrag anzeigen
Da ist man ja fast schon heilfroh keinen Ehepartner zu haben, wenn es ein Ehepaar heutzutage schon nötig hat, deren scheuen Katzen etwas vorzulesen, nur damit diese eine ruhige und sanfte Stimme wahrnehmen
Ich als alleinstehende hatte noch nicht mal Geschichten nötig, da fängt man automatisch an mit der Katze zu reden.
Aber als Paar redet man doch sowieso miteinander so dass sich die Katzen an die Stimmen gewöhnen können.
Natürlich, wenn man sich nichts mehr zu sagen hat oder sich bei jedem zweiten Satz nur anpflaumt oder gar schreit, d a n n wäre natürlich das Vorlesen eine angenehmere Möglichkeit des Kennenlernens "der Stimme" - nur lernt man dann aber nicht den wahren Charakter kennen

Wenn man allerdings die Katzen in einem Katzenzimmer hat, von dem aus es nur ins Schlafzimmer geht, aber weder ins Wohnzimmer und auch nicht in die Küche - ja d a n n muss man wohl wirklich zum Märchenbuch greifen, denn wer sitzt denn als Ehepaar abends zum Feierabend im Schlafzimmer oder im Katzenzimmer. Da redet man im Wohnzimmer miteinander oder sitzt zum Abendbrot in der Küche, doch da kommen die Katzen ja nicht hin, die Türe ist zu...
Ähm, hast du überhaupt schon Erfahrungen mit scheuen Katzen gemacht?

Wenn sogar scheuchenerfahrenende Foris wie Taskali immer empfehlen den Katzen zu Anfang einen separaten Raum zuzuweisen und ihnen leise vorzulesen, dann wird da wohl was dahinterstecken und bei mir sowie unzähligen anderen hat es ja auch super funktioniert, der Erfolg spricht also für sich. Ich verstehe also nicht warum du das hier so ins lächerliche ziehst

Und das Begrenzen der Katzen auf einen Raum hat den Sinn, dass sie diesen sehr bald als ihre Safezone akzeptieren und so schneller aus sich heraus kommen und mutiger werden. Wenn sie nicht mehr bei jedem Windhauch zusammenzucken öffnet man die Tür ja auch wieder, aber zu Anfang könnte sie das völlig aus der Fassung bringen.
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Alt 11.02.2019, 17:46   #20
Neris
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ich habe auch 2 Katzen aus dem Tierheim und eine ist ein extremes Scheuchen, was man kaum zu Gesicht bekam, weil es sich in der hintersten Ecke versteckte..

geraten wurde, ihnen zu Anfang ein separates Zimmer zu geben wo sie Ruhe haben mit ihren ganzen Katzensachen und ihnen viel Zeit zu lassen

ich hab später hier viele Zusammenführungen gelesen bei denen der Neuankömmling ja auch meist in einem extra Zimmer war und an die Menschen und die Umgebung und dann noch an die "Mitkatzen" gewöhnt werden musste

dort hat sich dann auch meist einer dazugesetzt und vorgelesen: da man die Katze dabei nicht ansieht und sich quasi mit sich selber beschäftigt, ist man dadurch nicht mehr so bedrohlich, vor allen Dingen, wenn man sich dazu auf den Fussboden setzt: vorlesen finde ich nicht schlecht..oder eben mit den Katzen reden, sie dabei aber nicht fixieren

wir haben es aber hier ganz anders gemacht und alles von Anfang an offen gelassen bis auf das Schlafzimmer, irgendwie stand ich anfänglich dem "Katze im Bett" skeptisch gegenüber

ausgesucht haben sich die Katzen dann einen Platz unter einem Sideboard im Wohnzimmer, den Raum in dem zuerst die Boxen standen und wir sie dann nach einer Weile geöffnet haben

das Futter und das Wasser habe ich dann ca 20 cm davor gestellt, das KaKlo ca 1 m weiter
beide waren ca 1 Woche unter diesem Board und kamen nur nachts raus oder wenn wir nicht im Zimmer waren, anfänglich haben wir auch den Fernseher komplett ausgelassen, aber so ab Tag 3 dann doch abends leiser als sonst angestellt

der Kater ging ab der zweiten Woche auch auf Wanderschaft und den hat man dann immer mal irgendwo anders gefunden, aber kam man in seine Nähe, dann hat er gefaucht..und einmal hat er aus dem anderen Zimmer nicht rausgefunden oder sein Weg kam ihm versperrt vor, jedenfalls hat er dort auf den Teppich gemacht...aber damit muss man anfänglich j evtl. rechnen
zu dem Zeitpunkt hatten wir 2 Klos, wir haben dann noch ein drittes aufgestellt

die Katze saß ca 2 Wochen auf dem Bauch unterm Schrank, ich hab auch immer leise mit ihr gesprochen und ab irgendwann ist sie rausgekommen, auch wenn man dabei war und ist zum Futter

ich hab dann jeden Tag das Futter ein ganz klein bisschen weiter weggestellt damit sie weiter raus musste

das Wohnzimmer blieb ihr Hauptaufenthaltsort..obwohl sie in ruhigere Zimmer wechseln konnten, wenn sie gewollt hätten, aber morgens saßen sie wieder unter dem Schrank

letztlich fand ich es auch nicht schlecht, dass sie sich an uns so schneller gewöhnt haben als wenn sie in einem ganz anderen Raum gewesen wären

es hat lange gedauert, bis man etwas spielen konnte...
später haben wir den Futterplatz dann in die Küche verlegt
dort war auch das erste Mal, dass ich die beiden vorsichtig beim Füttern anfassen konnte

gerade die Fütterung hab ich dann, als sie nicht mehr so ängstlich waren und sie freier in der Wohnung bewegt haben, immer mit ihnen verbracht, hab mich daneben gesetzt und mit ihnen gesprochen


ich habe sie aber zu keiner Zeit bedrängt, ich hab mich auch nie vor den Schrank gesetzt oder mit Spielzeug gelockt

ich habe nur immer sehr viel mit ihnen geredet und ansonsten alles von den Katzen ausgehen lassen bis auf das erste Streicheln

heute?
der Kater ist zum ausdauernden Mäusejäger geworden, der vehement seinen Freigang fordert und bei dem wir immer noch Fortschritte mit Kraulen machen..
mittlerweile kommt er von sich aus aufs Sofa dazu, obwohl wir sie jetzt schon 2 Jahre haben, war das jedenfalls bislang nicht selbstverständlich bei ihm
die Katze ist eine verschmuste Maus, die wiederum ihre Streicheleinheiten einfordert..und die natürlich mittlerweile doch mit im Bett schläft
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Frikka und Odin
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Alt 12.02.2019, 10:17   #21
sebabo
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Ich sehe schon, dass die Meinungen da offenbar auseinandergehen. Aber wenn es nicht so wäre, bräuchte man ja auch kein Forum
Dass es nicht den einen, "richtigen" Weg gibt, ist wohl auch klar - immerhin sind ja sowohl Menschen und eben auch Katzen ja in erster Linie Individuen.

Wie dem auch sei: ich hatte vor Ihrem Einzug auch mehrfach gelesen, dass es sinnvoll ist, wilde Katzen erst einmal auf ein Zimmer zu beschränken. Wir wollten da eher einen Mittelweg (auch weil sie ja zu zweit sind) und entsprechend hatten sie am Anfang Zugang zu Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Flur und Wohnzimmer. Die Küche und das Bad haben wir halt einfach immer verschlossen gehalten. Das mit dem Sofa ist einfach dumm gelaufen. Ich wusste nicht, dass die da tatsächlich von unten reinklettern können. Da waren sie dann halt dauerhaft völlig isoliert von uns, was ja auch nicht Sinn der Sache sein sollte. Wir haben die Füße des Sofas gestern abgeschraubt und werden somit auch demnächst das Schlafzimmer wieder öffnen.

Mit "Katzenzimmer" meine ich übrigens nicht, dass sie langfristig darauf beschränkt werden sollen, sondern, dass sie dort eben derzeit alles haben, was sie brauchen - und darauf auch noch jederzeit zugreifen können, ohne an uns vorbeizumüssen.

Wo wir vermutlich wirklich dazulernen müssen, ist das angesprochene "bedrängen". Glaubt mir, ich erwarte wirklich nicht, dass sie mir jetzt schon aus der Hand fressen, aber ich habe eben auch gelesen, dass man ihnen signalisieren soll, dass sie das Essen von uns bekommen. Entsprechend halte ich dann z.B. einmal am Tag meine Hand hin, auf der ein Snack liegt (und wende dabei mein Gesicht ab). Yuki schnüffelt zumindest mal daran, aber Shimajiro faucht sofort. Da werden wir uns ab sofort etwas zurückhalten. Ich muss dazu sagen, dass die Pflege-Mama, bei der die beiden vorher lebten, gesagt hat, dass Shima schon hier und da etwas zutraulicher geworden war, weswegen wir dachten, wir können ihn vielleicht schneller aus der Reserve locken.

Sowohl meine Frau als auch ich haben uns gestern mal für 10-20 Minuten auf den Boden gelegt und mit ihnen gesprochen, bzw. vor uns her gesummt Yuki ist tatsächlich irgendwann vom Regal gekommen, hat sich den Fressnapf ausgesucht, der am weitesten von mir entfernt stand und hat sich daraus bedient. Sie ist also auf jeden Fall die mutigere von den beiden.
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Alt 12.02.2019, 10:43   #22
Kittieeee
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Wo habt ihr das denn gelesen?
Klingt ja wie aus einem Hundeforum
Du wirst sicher einsehen, dass es keinen Sinn macht Katzen mit der blanken Hand Futter vor die Nase zu halten, die schon fauchen und panisch werden, wenn du nur zu dicht herankommst. Du und deine Hand wirken für die kleinen unheimlich bedrohlich. Sinnvoller wäre ihnen die Leckerli mit etwas Abstand hinzulegen und dann wieder den Rückzug anzutreten - SO lernen sie, dass ihr ihnen nichts tun wollt.

Eins müsst ihr wissen und verstehen: Streuner entscheiden von Person zu Person neu, ob vertrauenswürdig oder nicht und erstmal sind sowieso alle potentiell gefährlich und doof, erst bei näherem Kennenlernen kann sich das ändern oder auch nicht. Wildchen werden selten bis nie auf einmal einen Schalter umlegen und alles und jeden toll finden und anschmusen wer ihnen gerade unterkommt. Unsere beiden sind bei uns auch extrem zutraulich und verschmust, aber sobald es an der Tür klingelt oder sie fremde Stimmen in der Wohnung hören machen sie sich unsichtbar und es kann sein, dass sich das nie ändern wird. Ähnlich ist es mit dem Tierarzt. Solche Katzen packt man nicht einfach in den Korb und holt sie beim Tierarzt wieder raus und lässt sie untersuchen. Wenn man das so macht werden sie einem zu 99% die Wände hochgehen. Wildchen erfordern einfach manchmal einen speziellen Umgang den man halt auch gewillt sein muss zu lernen und anzuwenden, sonst wird es für Mensch und Mietz nur unnötig stressig.

Ihr macht das bis hierhin wirklich gut, bitte glaubt nicht ich möchte euch hier wie Idioten hinstellen, aber ich weiß auch wie krass man auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird, wenn man da mit falschen Vorstellungen ran geht und ihr wärt nicht die ersten, die z.B. beim eintüten nach 45 Minuten heulend vor dem Kennel sitzen.
Das muss man einfach wollen und auch durchziehen und wenn man das tut, dann kommt der Rest von allein
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Alt 12.02.2019, 11:23   #23
sebabo
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Naja, wir sind ihm ja nur dann näher gekommen, wenn wir das mit dem Leckerlie versucht haben. Ansonsten faucht er auch nicht...weil wir ihm nicht näher kommen Wie gesagt: das werden wir jetzt einfach erst mal lassen. Woher ich das habe, weiß ich selbst nicht mehr. Jede KatzenbesitzerIn aus unserem Umeld erzählt uns da was anderes - das gleiche gilt für Artikel aus dem Internet.

Und keine Angst: ich fühle mich da sicher nicht angegriffen. Wenn ich glauben würde, dass wir alles richtig machen, würde ich hier nicht fragen. Wir versuchen uns halt immer in die Katze einzufühlen und müssen noch lernen, menschliche Maßstäbe dabei abzulegen
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Alt 12.02.2019, 12:30   #24
pingu04
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Zitat:
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Unsere beiden sind bei uns auch extrem zutraulich und verschmust, aber sobald es an der Tür klingelt oder sie fremde Stimmen in der Wohnung hören machen sie sich unsichtbar ... Ähnlich ist es mit dem Tierarzt. ... und ihr wärt nicht die ersten, die z.B. beim eintüten nach 45 Minuten heulend vor dem Kennel sitzen.
Ich habe gerade von Herzen und voller Verständnis gelacht :-) Same here. Nur dass ich nicht nur heulend, sondern auch mit zerbissenem Finger vor dem Kennel saß und erst mal nach dem TA zum MA (Menschenarzt) bin, um schauen zu lassen, ob mein Tetanus-Impfschutz noch ok ist... Und am nächsten Tag dann mit doppelt dickem, komplett vereitertem Finger krank geschrieben wurde.

Ich liebe unsere Scheuchen trotzdem.

Aber es ist echt eine harte Schule: Geduld. Geduld. GeDULD. GEDULD!!! GEduld. Auch nach einem Jahr noch. Veränderungen im Tagesrhythmus oder Besuch übers Wochenende oder ein Handwerker im Haus oder... bringen sie immer noch schnell aus dem Konzept.

Lasst sie "nebenher" laufen, bleibt passiv, drängt euch nicht auf. Die lernen dann schon, dass es ihnen bei euch gut geht :-)
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Es grüßt herzlich

Martina

Geändert von pingu04 (13.02.2019 um 08:11 Uhr)
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Alt 12.02.2019, 20:01   #25
Mika2017
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Zitat:
Zitat von sebabo Beitrag anzeigen
Wo wir vermutlich wirklich dazulernen müssen, ist das angesprochene "bedrängen". Glaubt mir, ich erwarte wirklich nicht, dass sie mir jetzt schon aus der Hand fressen, aber ich habe eben auch gelesen, dass man ihnen signalisieren soll, dass sie das Essen von uns bekommen.
Macht euch da mal keine Sorgen,
der Geruchssinn einer Katze hält zwar nicht ganz mit dem des Hundes mit, a b e r sehr wohl ist auch dieser so gut, dass kein Besitzer seine Hand hin halten muss, damit die Katze riechen kann w e r sie da füttert. Euer Geruch ist schon an den Näpfen, wenn ihr die nur anlangt. Mein Kater riecht aus 8 Meter Entferung, während er im Schlafzimmer schlafen sollte, durch die geschlossene Küchentüre, dass ich dort rohes Fleisch schneide. Selbst dann, wenn ich in der Küche das Radio auf laut stelle und dann ganz leise ein Katzenfutter in den Napf gebe (mache ich meist dann, wenn ich weiß, dass ich für mehrere Stunden weg muss), selbst d a s riecht er ohne was zu sehen oder zu hören.
Euer Geruch ist also überall und da braucht es nicht eure Hand vor der Nase der Katze sie riechen euch auf Meter weite Entfernung.

Und ja, Scheuchen oder scheue Straßenkatzen brauchen nicht nur ihre Zeit - und das kann durchaus auch mal ein Jahr lang andauern, bis sie neben einen auf die Couch kommen - sie können auch durchaus manch' eine Scheu niemals ablegen.
Mein Kater war vor 7 Jahren, für 2 Jahre eine Straßenkatze, also seit nun schon 7 Jahren hatte er ein festes Zuhause, in dem er den ganzen Tag über schläft und sich aufhält, und nur abends bis morgens geht er raus. Man könnte also sagen, er ist zu 60 % eine Wohnungskatze und 40 % draußen.
I c h darf fast alles mit ihm machen, da ich auch die erste oder einzige war, die ihn vor 7 Jahren ab Dezember, in langen kalten 8 Wochen harte Arbeit handzahm machte und ihn in die Wohnung meiner Nachbarin lockte - zum d o r t Fressen.
Doch wehe der Paketbote klingelt an der Türe - sobald Mika eine Männerstimme hört, verschwindet er unter das Deckbett - kann auch an fremden Stimmen liegen, doch das kann ich nicht beurteilen, denn fremde Frauen standen bisher noch nie an meiner Wohnungstüre! Meine Nachbarinnen können dagegen problemlos reden, da flüchtet er nicht, aber sitzt mit großen Augen auf dem Bett, bis ich wieder alleine bin.
Und das nach 7 Jahren, in zwei verschiedenen Haushalten - die auch völlig verschieden waren, denn bei meiner Nachbarin / Mika seiner Vorbesitzerin, da waren gut 6 - 8 Mal im Jahr ca. 15 - 20 Gäste zusammen, zu Besuch auf 60 qm² Wohnraum. Abgehärtet hat ihn das scheinbar nicht wirklich. Bei mir ist so gut wie n i e jemand anderes als nur ich, aber auch das scheint zumindest dann keine Sicherheit zu geben, sobald es an der Türe klingelt.
Es gibt wohl Dinge, die sich nicht ganz verändern lassen, doch mit den Jahren etwas abschwächen können.
Dafür ist Mika ein unsagbarer Schmuser geworden, der Köpfchen gibt, damit man ihm ein Kussi drauf gibt und der sein Köpfchen fast um 180 Grad verdreht und so laut schnurrt und gurrt, dass ich vom TV-Gerät nichts mehr höre, wenn ich dabei bin rohes Fleisch für ihn zu schneiden.

Also keine Sorge,
auf einer Liste mit jenen Tieren, die ganz sicher genau wissen w e r sie füttert und w o h e r ihr Fresschen kommt, da stehen Katzen mit ganz oben auf der Liste

Geändert von Mika2017 (12.02.2019 um 20:06 Uhr)
Mika2017 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2019, 07:58   #26
Kittieeee
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Zumindest Streunerkatzen wissen das wohl und auch sehr zu schätzen
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Alt 13.02.2019, 08:28   #27
Schnurr13
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Ich finde für Anfänger macht ihr das schon super.

Bei uns hat vorlesen ganz viel bewirkt. Denn das entspannte gemurmel und der Blick konzentriert auf was anderes als Katz, scheinen Sicherheit zu geben. Tipps habt ihr ja zu genüge bekommen, jetzt braucht ihr nur noch Geduld und Geduld.

Unser ehemaliger Streuner hat sich übrigens vom ängstlichen Etwas in der Kiste zu einem Schmuser entwickelt.

Lasst die kleinen einfach machen und macht euer Ding. Setzt euch ab und an in das "Katzenzimmer" und lest oder schaut im Forum und tut sonst so als würdet ihr die Luft mit Katzenfutter verwöhnen und mit euch selbst mit der Katzenangel ... Das wird schon.
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"In früheren Zeiten wurden Katzen als Götter verehrt; das haben sie nicht vergessen."
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Alt 13.02.2019, 09:06   #28
Irmi_
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Hallo sebabo. Ich find das toll, dass ihr Euch als Katzenanfänger bereits an Scheuchen traut.

Du hast das meiner Meinung nach richtig aufgefasst: Es gibt verschiedene Methoden und Möglichkeiten, Katzen an sich zu gewöhnen. Ich denke, da gibt es keine "beste Methode" sondern nur die Methode, die bei Dir, Deiner Frau und Euren beiden Katzen am Besten funktioniert.
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Grüße,
Irmi, Ebony und Magdalena mit Nachbarskater Amadeus und der tollen Patenkatze GroCha's Irmi


Einzelkatzen-Erfahrungen
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Alt 13.02.2019, 13:41   #29
sebabo
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Danke für die Blumen, wobei das Herantrauen eher auf unsere Naivität als auf unseren Mut zurückzuführen ist

Der neuste Eindruck ist übrigens, dass die zwei sich langsam etwas entspannen. Insbesondere Yuki traut sich jetzt viel schneller mal aus ihrem Versteck heraus, auch, wenn wir ganz offensichtlich noch in der Nähe sind oder uns im Nebenzimmer unterhalten. Und auch Shima schaut hier und da schon mal neugierig um die Ecke, wenn man ihm den Rücken zuwendet. Diese kleinen Fortschritte haben zumindest schon mal gereicht, dass wir uns nun deutlich weniger Sorgen machen
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Alt 13.02.2019, 14:19   #30
Neris
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Zitat:
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Naja, wir sind ihm ja nur dann näher gekommen, wenn wir das mit dem Leckerlie versucht haben. Ansonsten faucht er auch nicht...weil wir ihm nicht näher kommen Wie gesagt: das werden wir jetzt einfach erst mal lassen. Woher ich das habe, weiß ich selbst nicht mehr. Jede KatzenbesitzerIn aus unserem Umeld erzählt uns da was anderes - das gleiche gilt für Artikel aus dem Internet.

Und keine Angst: ich fühle mich da sicher nicht angegriffen. Wenn ich glauben würde, dass wir alles richtig machen, würde ich hier nicht fragen. Wir versuchen uns halt immer in die Katze einzufühlen und müssen noch lernen, menschliche Maßstäbe dabei abzulegen
also, wenn ich hier so lese, sagen dir eigentlich alle dasselbe

ihr macht es ganz gut
ihr fragt nach, was auch nicht selbstverständlich ist

jeder, der hier Scheuchen hat, hat es evtl. ein klein wenig anders gemacht

die einen nahmen nur einen Anfangsraum, andere ließen den Tieren die Wahl (so wie ich, die Katzen entschlossen sich aber ihren Safe-Place im Wohnzimmer unterm niedrigen Schrank zu behalten)

was man auf jeden Fall haben muss: Zeit..viel Zeit

und die Katzen "kommen lassen"

so rein theoretisch: auch in dem Sofa als Safe-Place wären euch die Katzen nah gewesen, wenn ihr im Wohnzimmer seid

auch von da kann man mit ihnen reden, auch da kann man sich hinlegen und schlafen und die Katzen entdecken lassen, sobald sie sich mal raustrauen

man muss die Katzen nicht sehen, wenn die Katzen einen sehen wollen, kommen sie schon

ich hab meine Katzen ca 1 Woche so gut wie gar nicht gesehen, nur aus weiter Entfernung hab ich mal kontrolliert, ob sie noch unter dem Schrank hocken..da bin ich aber nie nah hin, nur zum Wasser- und Futtergeben


ich war aber den Großteil des Tages quasi in dem Raum, hab mich beschäftigt, hab mit ihnen gesprochen ..bin aber nachts un auch mal Stunden in anderen Räumen gewesen, damit sie auch mal entspannen können..ich konnte das ja nicht sehen

die Katze ist erst nach 2 Wochen raus gekommen, wenn ich auch im Zimmer war...

da hat also ewig gedauert...

und es ist ganz sicher, dass sie schon von Anfang an gepeilt haben, wer da das Futter hinstellt

erst als sie entspannt in der Wohnung liefen und der Futternapf vom Schrank bis zur entgegengesetzten Wand gewandert war, hab ich den Fütterungsort gewechselt
im Wohnzimmer war ich eh dabei, ab r in der Küche hab ich mich IMMER dazugesetzte
und das vorsichtige Berühren hab ich auch da erst versucht..keine hat mit Fressen aufgehört, keine ist weggelaufen..aber zu dem Zeitpunkt haben sie auch vorher schon immer aufgeregt auf die Hand mit dem Napf gewartet und direkt in ihrer Nähe akzeptiert

Leckerlis hab ich ihnen ins Fummelbrett getan und auch da kamen sie wie zur Fütterung eifrig umeinander kreiselnd in der Erwartung, dass die Hand die Breckies losließ..und sie sind dazu auch immer näher gekommen

ich hab mich eigentlich nie auf sie zubewegt..den Fehler hatte ich anfänglich beim Kater gemacht, als der nicht mehr unter dem Schrank lag, sondern in einem anderen Zimmer auf dem Fensterbrett: ich bin zu ihm hin und hab mit ihm geredet...er hat gefaucht und ich hab es dann schnell gelassen und bin zurückgegangen

in dem Zimmer saß aber mein Mann aber auch am Schreibtisch und ich vermute, der Kater hat sich dort nicht mehr rausgetraut: da hat er dann auf den Teppich gemacht..aber das war allein unsere Schuld, weil ihm das alles zu viel Nähe war zu dem Zeitpunkt..

also wichtig finde ich: die Katzen auf einen zukommen lassen...sich normal benehmen bei seinen Alltagsaktivitäten, die aber nicht bedrängend in ihrer Nähe ausführen..eine räumliche Distanz lassen..sonst entspannen sie nicht

und ja, heute darf hier auch niemand klingeln, sobald jemand anderes reinkommt, sind sie weg

anfänglich war es sogar so , wen wir was anderes anhatten, wie Mäntel oder Jacken, waren die Katzen weg, weil sie uns nicht sofort erkannt haben..kamen erst wieder näher, wenn man mit ihnen sprach

scheu sind sie also auch heute noch, nur nicht mehr bei uns
__________________

Frikka und Odin

Geändert von Neris (13.02.2019 um 14:23 Uhr)
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