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Alt 14.04.2015, 16:09
  #16
Hazelcats
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Hazelcats
 
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Ganz einfach , Geduld üben, sich anbieten, blinzeln, und nichts erwarten und sich wie Bolle über jeden mm freuen
Und Vertrauen nie mißbrauchen, also Situationen, die die Katze für "sicher" hält, wo sie sich nähert, nie für doofe Dinge wie Medizingaben, einfangen, ... mißbrauchen.

Kleiner Trost ist vielleicht Ronyas Geschichte (die sich immer weiter fortschreibt):
Ich habe sie im Bewußtsein genommen, daß sie menschenscheu, aber hochsozial ist. Als sie ankam, Dezember 2012, bekam sie ein Zimmer für sich. Ging ich rein, war die Mieze weg, ich habe dann mal gesucht, sie klemmte hinter der Kommode, in einem Spalt, von dem ich nie gedacht hätte, daß sie reinpaßt.
Ich habe immer vorher angeklopft und bin dann vor mich hinsäuselnd rein, Klo putzen, Futter reichen, was immer dran war. Mit den Tagen blieb sie dann schon mal sitzen (ich habe sie nur kurz angeschaut und dann getan als wäre sie nicht da, das gibt Sicherheit für sie). Da sie massiven Durchfall bekam, mußte sie in Quarantäne bleiben und bekam nach Kotprobe (Giardien)Medizin, 8 Tage lang.
Bis dahin dachte ich, ich bekomme alles in jede Katze. Doch Ronya hatte kein Grundvertrauen, sie ist eine eher kleine und zierliche Katze, alle meine üblichen Tricks sie zu fixieren und die Medis reinzubekommen (übers Futter nahm sie sie nicht) scheiterten, sie kämpfte wie um ihr Leben und sie hatte Todesangst. Ich war fix und alle, sie tat mir unendlich leid. Schließlich habe ich die Kommode von der Wand gerückt, ihr einen Karton mit Einstiegloch vorn zurechtgemacht und den oben mit Spezialband zugeklebt. Nun saß sie meist bei Betreten des Zimmers da drin. Also Karton mit Handtuch vorn zugehalten, mitgenommen ins Bad, da lagen schon vorbereitet die Spritze ohne Kanüle mit aufgelöster Medizin und eine Wasserspritze. Karton gegen die Wand geschoben, oben aufgemacht, Katze im Nacken genommen, mit ausgestrecktem Arm hochgehalten und die Spritze ins Mäulchen verabreicht, die Wasserspritze nachgegeben. Katze in den Karton, zugeklebt, retour in ihr Zimmer, Karton platziert und raus. Es war so unser "Deal"... allerdings hat sie in den letzten Tagen der Medizingabe schon geschafft sich auch im Nackengriff mit den Vorderpfoten zu wehren.
Das schriebe ich dir, weil ich ahne was eure Miez durchmachen mußte, weil sie Medizin bekommen mußte. Das wünscht sich keiner, aber es muß irgendwie und es bleiben Spuren. Ronya vertraute mir auch nicht mehr, verständlich. Aber sie vertraute meinen Katzen, denn nach den 8 Tagen blieb die Zimmertür offen und sie bekam Besuch oder ging selbst das Haus erkunden. Mit uns blieb sie immer im Sicherheitsabstand.
Wochen später schlief ich im Sessel vorm TV ein und werde wach, da liegt die Maus eng an meine Beine gekuschelt. So fing es an. Mit der Zeit durfte ich sie dann auch am Kopf streicheln, dann überall - aber immer nur, wenn sie sich sicher fühlt. Das ist oft, wenn sie auf dem Kratzbaum über mir ist oder mindestens auf Augenhöhe, wenn ich im Sessel sitze oder im Bett liege. Sobald sie verunsichert ist, kann ich sie nicht mehr berühren.
Ein häufiger Moment wo sie anfaßbar ist, ist bevor ich die zurechtgemachten Katzenfutterteller in der Küche verteile. Da durfte ich sie streicheln, inwzischen habe ich das ausgedehnt auf, ich darf sie auf den Arm nehmen, über die Ohren knutschen, drücken, doch bevor sie unruhig wird, setze ich sie ab und dann streichel ich sie nochmal über, da ist sie auch bei ruhig. Das übe ich, einfach um ihr zu zeigen "ist doch nicht schlimm, dir passiert nichts", aber immer nur, wenn sie es zuläßt, sobald sie unruhig ist, ist Schluß. Sie weiß, ich akzeptiere ihre Grenze und genau das gibt Sicherheit. Sie macht quasi den Anfang, ich nutze das, aber in ihren Grenzen.

Wegen dem Mangel an Grundvertrauen habe ich mich nicht getraut, sie mit den anderen raus in den Garten zu lassen. Wenn sie sich erschreckt, wegläuft oder überhaupt verirrt zu Beginn, dann kann ich ihr nicht helfen, sie nicht abholen... Dieses Frühjahr habe ich mich überwunden, auch weil sie ansonsten große Fortschritte macht und habe sie mit den anderen mit rausgelassen.
Bisher klappt das sehr gut, sie ist extrem vorsichtig zu Beginn gewesen, bleibt bisher in unseren Grundstücksgrenzen, geht mit den Katerkumpels mit oder bleibt in Vickys Nähe, draußen hält sie zu mir einen Sicherheitsabstand, einerseits bin ich auch Orientierung, andererseits bitte nicht zu nah. Die anderen Katzen dürfen natürlich nah an sie ran und inzwischen entspannt sie draußen so weit, daß sie mit den Katern Fangen spielt.
Seit ihrem Einzug sind mehr als zwei Jahre vergangen.
Es gibt Momente, da darf ich sie durchflauschen, dennoch ist ihr immer lieb, wenn ich ein kleines Zimmer wie das Bad oder die Küche betrete und sie ist drin, daß ich ihr den Weg raus bewußt erstmal frei gebe, sie flitzt an mir vorbei und dann erst rein gehe.

Auf dem Weg hat geholfen, Geduld, Blinzeln, beruhigend mit ihr reden, aber auch bewußt so tun, als wäre sie nicht da, vor allem, wenn ich mich ihr nähere und etwas dort tue, wo sie in der Nähe liegt ... anfangs sprang sie auf und rannte weg, heute bleibt sie liegen, je nach Situation darf ich sogar hingehen... das ist alles im Fluß und Werden, doch auf Grundvertrauen, so wie es auch meine Ex-Streuner von Anfang an hatten (sie hatten mal ein Heim nehme ich an), brauche ich wohl nicht hoffen. Ronya wurde damals als Kitten im Müll gefunden, wuchs im Tierheim auf und kam mit ca. fünf Monaten zu uns.

Oder der Streuner vor der Tür, hat sicher auch mal ein Heim gehabt, nun aber nicht mehr und er ist extrem scheu. Anfangs hat er mich angefaucht sobald ich mich mit Napf ihm näherte oder die HausTür öffnete und er saß auf Futter wartend davor. Eine Nachbarin meinte er hätte sie schon gehauen und sie mag ihn nicht mehr. Da er dort "nur Futter" bekäme, aber keine weitere Versorgung, ist mir das nur recht.
Ich habe akzeptiert, daß er gewisse Distanz möchte und die eingehalten. Natürlich versuchte ich Vertrauen zu gewinnen. Inzwischen bleibt er auch mal sitzen, wenn er schon vor der Tür ist und ich mit ihm rede, ihn kurz angucke, anblinzel, dann zur Seite schaue und den Napf direkt vor ihm abstelle. Manchmal darf ich ihn mit dem Handrücken an der Seite berühren oder am Kopf, geheuer ist es ihm nicht und wenn er anfängt auszuweichen, akzeptiere ich das. Er weiß inzwischen, er zieht die Grenzen, ich akzeptiere.
Logisch arbeite ich mich langsam vorwärts - doch wir kennen uns nun über ein Jahr und es gibt wenig Fortschritt. Das muß ich akzeptieren. Natürlich möchte ich ihn gern mal drinnen haben, möchte daß er wenn er Hilfe braucht, sie hier sucht und nicht still leidet irgendwo. Klar arbeite ich daraufhin, ihn eines Tages einpacken zu können und unserem TA vorzustellen. Ich vermute sehr, daß er nicht kastriert ist, das soll dann passieren, zudem Suche nach einem eventuell vorhandenen Chip, ansonsten wird er gechipt usw.

Das Vertrauen einer Katze ist ein Geschenk, man kann versuchen es sich zu erarbeiten, aber geben kann sie nur freiwillig. Je weniger "Zwang" und Drang man rüberbringt, umso leichter ist es.

Ich glaube wenn du die Grenzen deiner Katze akzeptierst, ihre Fluchtdistanzen und sie für alles belohnst und bestätigst, was sie dir entgegenbringen, dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Blinzeln, säuseln und vorbeigucken

Liebe Grüße
Karen
__________________
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Alt 16.04.2015, 20:05
  #17
namour
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Zitat:
Zitat von TatsiKatzi Beitrag anzeigen
Liebe Namour! Das freut mich soooo sehr, dass er sich nun endlich entschlossen hat. Es gibt nicht schöneres, wenn eine Katze sich seinem "Diener" öffnet!
Danke
Und es hält an - allerdings braucht er Ruhe und vor allem ganz ruhige Bewegungen. Alles, was schnell und aprupt ist, erschreckt ihn noch.
namour ist offline  
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Alt 16.04.2015, 20:12
  #18
namour
Neuling
 
Registriert seit: 2013
Beiträge: 20
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Ich kann auch nichts weiter beisteuern - aber denke, dass ihr auf einem guten Weg seid.

@hazelcats - deine Geschichte über Ronya und den scheuen Kater fand ich sehr, sehr schön
namour ist offline  
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Alt 20.04.2015, 16:41
  #19
TatsiKatzi
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Zitat:
Zitat von Hazelcats Beitrag anzeigen
Es gibt Momente, da darf ich sie durchflauschen, dennoch ist ihr immer lieb, wenn ich ein kleines Zimmer wie das Bad oder die Küche betrete und sie ist drin, daß ich ihr den Weg raus bewußt erstmal frei gebe, sie flitzt an mir vorbei und dann erst rein gehe.
Oh mei! mein Herz hat Sprünge gemacht, als ich diese Story gelesen habe! Vor allem auch, Katze schmiegt sich an deine Beine zum Kuscheln

Man glaubt es kaum, aber dem Ratschlag aller sind wir gefolgt und auf einmal merkte unser Schlauer Piratenkater Milo (1-Auge), dass wir ja gar nicht mehr so groß auf ihn Acht geben und er sich uns langsam nähern kann. Zuguterletzt war es nun Samstag- und Sonntagmorgen so, dass er zu uns ins Bett zum Aufwecken kam. Immer Punkt 6 Uhr! Unser natürlicher Wecker...

Und zu dem Zitat. Auch wenn wir uns in kleinen Räumen befinden oder zwischen unseren Kleiderschränken, kommt er immer gerannt wie wenn ihn eine Biene gestochen hätte und lässt sich mittlerweile auch schon mit 2 Händen das Genick kraulen!

Allerdings mache ich mir noch Sorgen um Pepper. Er hat schon gefühlt eine gewisse Neugier was mit uns beiden ist und blinzelt uns auch immer von der Ferne aus zu, aber man hat eher weniger die Chance ihn zu erreichen.

Ich locke ihn nun immer mit Katzenbifis, die er immer dann bekommt, wenn er sich wo verstecken kann (Stuhl oder Tisch oder Ähnliches) und gehe immer näher an meinen Körper. Mittlerweile nutzt er schon vorsichtig seine Pfote auf meinem Bein wenn ich so gemein bin und es zu weit weg halte. hahaha...

es wird es wird

Danke für die vielen Ratschläge! Es freut mich so sehr, dass es so viele gute Zusprüche gibt!


Nur vielleicht noch eine Frage an euch, den Beitrag habe ich auch woanders bereits eingestellt...

Unsere Katzen zerkratzen nun leider die Couch
dies passierte unmittelbar nachdem Milo bei uns im Bett war zum Wecken und zum Futter betteln und wir sind nicht sofort aufgestanden. Die Couch war leider nicht zugedeckt und trotz Kratzbaum, Kratztonne und auch diverse Sisal-Teppiche, Spielzeuge und Kratzkartons war die Couch die erste Wahl.

Gibt es hierzu ggf. auch einen Tipp von euch?

LG aus dem sonnigen München!
 
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Alt 20.04.2015, 18:01
  #20
Amalie
Forenprofi
 
Amalie
 
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Beiträge: 2.817
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Bei uns war das Polsterbett im Schlafzimmer ein Problem. Immer wenn Katz zur Tür reinkommt, wird an einem Eck gekratzt. Wir haben das auch mit einem Minikratzbaum gelöst, der jetzt an diesem Eck steht. Dabei haben wir einzel eine Bodenplatte und eine 60cm-Sisalsäule gekauft und die zusammengebaut.

Ich hätte schon früher auf diese Idee kommen könne. Ich glaube, ein Jahr lang habe ich immer nur geschimpft.
__________________
Viele Grüße von Lisa mit ihren Katzen Julchen, Wendelin, Mira und Trixi.
Amalie ist offline  
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Alt 21.04.2015, 01:37
  #21
Catma
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Beiträge: n/a
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Schön, dass die beiden immer mehr auftauen
Zitat:
Zitat von TatsiKatzi Beitrag anzeigen
Allerdings mache ich mir noch Sorgen um Pepper. Er hat schon gefühlt eine gewisse Neugier was mit uns beiden ist und blinzelt uns auch immer von der Ferne aus zu, aber man hat eher weniger die Chance ihn zu erreichen.

Ich locke ihn nun immer mit Katzenbifis, die er immer dann bekommt, wenn er sich wo verstecken kann (Stuhl oder Tisch oder Ähnliches) und gehe immer näher an meinen Körper. Mittlerweile nutzt er schon vorsichtig seine Pfote auf meinem Bein wenn ich so gemein bin und es zu weit weg halte. hahaha...

es wird es wird
Versuch mal von dem Gedanken wegzukommen, ihn zu dir hinzulocken.
Wenn er auf Leckerli reagiert ist das zwar eine Annäherung, aber im Grunde jedesmal eine Überwindung für ihn.
Verhalte dich mal eine zeitlang ganz passiv ihm gegenüber. Ignoriere ihn nicht, aber nähere dich nicht von dir aus.
Wenn er etwas will, muss er aktiv werden
zB wenn er blinzelt, dann blinzle zurück und wende dann deinen Blick wieder ganz gelassen ab.
Nimm aber nicht als erstes den Blickkontakt auf.
Lass ihn den Kontakt aufnehmen.
Nach dem Motto "wenn Katze nichts macht, passiert auch nichts"
Wenn Pepper Kontakt möchte, egal ob streicheln oder Leckerli haben, dann muss er aktiv werden - nicht du.

Eine gute Übung zum passiv-bleiben wäre zB wenn ihr abends auf der Couch sitzt, ihn ausgiebig an deiner Hand schnuppern zu lassen. Aber halte ihm nicht die Hand wie eine Aufforderung zum schnuppern hin sondern bleib dabei völlig passiv, leg die Hand ganz einfach neben dich und gut ist.
Wenn er irgendwann daran schnuppert, dann reg dich nicht, und schau ihn nicht an, tu so als wäre deine Hand ein "totes Ding". Wenn er daran schnuppert, dann lass ihn ausgiebig schnuppern - und zieh die Hand nach einer ganzen Weile vorsichtig weg.
Wenn er sie irgendwann anstubst, dann erst reagierst du darauf. Dieses "tote Ding" reagiert nur dann wenn er ganz aktiv etwas tut, es quasi "zum Leben erweckt" sprich, die Hand anstubst.

Also wenn er kurz schnuppert und sich abwendet - Hand langsam wegziehen.
Wenn er bissl länger schnuppert aber nix weiter macht - ausgiebig schnuppern lassen und die Hand nach ner Weile langsam wegziehen...
Aber wenn er dich anstubst, die Hand zum streicheln auffordert, dann erst streichle ihn kurz, beiläufig und achte darauf, dass du die Situation beendest, also nach einer Weile ziehst du die Hand wieder zurück oder legst sie eben wieder "schlapp" neben dich, dann wird er sich wahrscheinlich abwenden und anderen Dingen widmen

So passiert scheinbar wenig, aber in seinem Katzenhirnchen fängt es an zu rattern... mit der Zeit glaubt er, er gewinnt die Kontrolle darüber, wann er angefasst wird.
Das gibt enorme Sicherheit und bevor er die nicht hat, würde ich ihn auch nicht anlocken.

Geändert von Catma (21.04.2015 um 02:01 Uhr)
 
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Alt 22.04.2015, 16:36
  #22
TatsiKatzi
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Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Catma Beitrag anzeigen
Wenn er etwas will, muss er aktiv werden
Ich werde es versuchen, aber ich kann nur sagen, dass die Katze NIE in unserer Nähe ist geschweige denn körperlichen Kontakt zum Menschen gesucht hatte. Wenn ihm jemand zu nahe kommt, geht er einfach weg. und ich spreche von durchschnittlich ca. 3 Metern Entfernung, je nach Laune auch mehr oder weniger

Aber ist ein guter Vorschlag und ich werde mal versuchen mit Pepper nichts mehr zu unternehmen... Es ist leider nicht so einfach mit ihm.

Einzige Reaktion von ihm ist, wenn er Hunger hat 1-3 x zu Minzen und dann ist gut. Dann lass ich mir Zeit und geb dann was zum Futtern, wenn ich auch zeitlich kann

und ich geh auch davon aus, dass er zu den Katzen gehört, die sich auch nicht nähern werden.

ABER Zwinkern auf Große Entfernung funktioniert prima
 
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Alt 22.04.2015, 16:47
  #23
TatsiKatzi
Gast
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Winterwort Beitrag anzeigen
Ich würde einen kratzbazm gaaanz dicht an das Sofa stellen und ihn jedes mal loben wenn er dort kratzt, inklusive leckerchen. Kratzt er am Sofa einfach nehme und vor die kratzsäule setzten, gerne auch zeigen wie es geht - dann klappt das bald. Schön, dass es so gut läuft bei euch!
Hallo die Kratztonne steht bereits ganz dicht am Sofa, da dort ein Balkonfenster ist und beide gerne rausschauen.

Zum Kratzen nutz trotzdem der zutrauliche Frecker manchmal lieber die Couch.
Aber ihren Hauptkratzort haben beide am Kratzbaum direkt auf der anderen Seite der Couch an der Wand....

Versuche wie Wellpappe nehmen beide nicht an. Auch nicht mit Katzenminze besprüht oder mit getrockneter Katzenminze bestreut...

Den Teppich unter der Couch mussten wir leider schon zur Seite stellen, da er für die Katzen zum zerstören echt nicht geeignet ist...

Ich füge mal ein Bild mit hinzu... Im anderen Forum habe ich schon diverse Rückmeldungen bekommen, anscheinend ist es nicht katzengeeignet. Was denkt ihr?
Angehängte Grafiken
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Alt 22.04.2015, 17:52
  #24
Catma
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Standard

Zitat:
Zitat von TatsiKatzi Beitrag anzeigen
Ich werde es versuchen, aber ich kann nur sagen, dass die Katze NIE in unserer Nähe ist geschweige denn körperlichen Kontakt zum Menschen gesucht hatte.
Wer weiß, vielleicht ist ja durch dieses Leckerli-anlocken seine Neugierde etwas mehr geweckt worden und er kommt doch bald mal näher.
Das mit dem Leckerli-anlocken ist ja auch nicht schlecht, so erfährt er, grundsätzlich positives mit der Hand zu verbinden. Dass er sich überhaupt mal bissl näher getraut hat ist ja toll . Nur eben auf Dauer wäre es gut, wenn er von diesem "sich-überwinden" wegkommt und mehr hin zu dem selbst-aktiv werden, bzw die Hand "aktiv zum Leben erweckt"
Zitat:
Zitat von TatsiKatzi Beitrag anzeigen
Wenn ihm jemand zu nahe kommt, geht er einfach weg. und ich spreche von durchschnittlich ca. 3 Metern Entfernung, je nach Laune auch mehr oder weniger
Wenn du dich ihm näherst, schau ihn nicht an und meide auch den Blickkontakt erstmal, wenn du ihm mal Leckerli gibst. Lass lieber immer mal wieder unauffällig 2, 3 Leckerli ganz beiläufig fallen, wenn du in seiner Nähe bist. "Oh, es regnet Leckerli, wenn der Mensch da zufällig in der Nähe ist" das hat etwas harmloseres, weniger "gewolltes" für ihn, als dass du auf ihn zugehst. Er wird dann evtl eher mal gucken kommen...
Zitat:
Zitat von TatsiKatzi Beitrag anzeigen
Einzige Reaktion von ihm ist, wenn er Hunger hat 1-3 x zu Minzen und dann ist gut. Dann lass ich mir Zeit und geb dann was zum Futtern, wenn ich auch zeitlich kann
Er sagt mit dem Futter-maunzen ja "hey, ich will was von dir" und versuch mal genau das zu verstärken. Zögere dann nicht, sondern reagiere promt. Entweder du gibst ihm gleich etwas zu futtern, oder eben wenn du grad keine Zeit hast, dann zeig ihm unaufgeregt aber deutlich, dass dir das gute Laune macht - eben dass du reagierst, wenn er deutlich macht, dass was von dir will.
Versuch das Beispiel mit der "toten Hand" auf andere Dinge zu übertragen. Wenn er aktiv zeigt, dass er was von dir will, dann reagier unaufgeregt freudig darauf Fass ihn nicht an, aber streichle ihn kurz mit Worten... Gib ihm insgesamt das Gefühl, er hat dich unter Kontrolle
Musst du natürlich sehen, wie das im Alltag umsetzbar ist, ohne dass er irgendwann größenwahnsinnig wird nein im ernst, so erlebt er ja unmittelbar, dass etwas neutrales bis nettes passiert, wenn er aktiv wird bzw du in der Nähe bist und er denkt vielleicht irgendwann "der Mensch da ist total harmlos und macht nur was ich will ... ich muss es ihm nur deutlicher zeigen" und dann wird er irgendwann auch mal näher zum Hand-schnuppern kommen und immer deutlicher machen, wann er was will. Wahrscheinlich wird er aber, wenn er irgendwann mehr Nähe zulässt, erstmal "nur" ausgiebig schnuppern wollen.
Zitat:
Zitat von TatsiKatzi Beitrag anzeigen
und ich geh auch davon aus, dass er zu den Katzen gehört, die sich auch nicht nähern werden.
ja, geh davon aus, er spürt es, wenn du dahingehend keine Erwartungen hast. Und es gibt viele Katzen, die sich einfach nicht gern anfassen lassen, auch wenn sie nicht scheu sind. Aber ich meine, er ist ja neugierig und wer weiß... Der andere Kater ist ja bereits zutraulicher geworden, Katzen gucken sich auch einiges ab.

Geändert von Catma (22.04.2015 um 18:03 Uhr)
 
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Alt 22.04.2015, 22:04
  #25
Hazelcats
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Hazelcats
 
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Und du hast die Zwei doch erst seit März diesen Jahres oder?
Das ist doch noch keine Zeit , ehrlich, scheue oder zurückhaltende Katzen brauchen wirklich mehr Zeit, und es lohnt sich immer!
Ronya hätte ich nach der kurzen Zeit niemals anfassen können, das hat viele Monate gedauert - doch wenn sie dann auftauen geht es etwas zügiger weiter, meistens.
Das wird schon noch, einfach alle Erwartungen und Kalender wegwerfen, eine kuschelige Plüschkatze aufs Sofa platzieren zum Ersatz-Flauschen und entspannt abwarten.
Die Zwei kommen schon noch auf dich zu und eines Tages möchten sie Nähe.

Liebe Grüße
Karen
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Alt 23.04.2015, 16:06
  #26
TatsiKatzi
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*heul* bitte drückt mir alle die Daumen!!!!

Vielen Dank für die tollen Ideen! Wenn man zu viele Erwartungen hat, weil man viel zu kompliziert denkt, dann kann ja nur so ein Kopfwirrwarr rauskommen!

Die Sache mit den Leckerlis einfach so fallen lassen, da wär ich nie drauf gekommen

Und jaaaa. Zeit und Geduld ich kenne es...
Ich möchte wirklich so gut wie keine Zeit mit den beiden Herzchen verlieren... deshalb auch der Drang was zu verändern.

Aber wie es von vielen vorgeschlagen wurde, einfach langsam und beruhigt an den zweien vorbei laufen OHNE Blickkontakt und sie bleiben teils schon sitzen. Einfach ohne Beachtung in der Wohnung aufhalten und sie machen sich bemerktbar...

Und zu dem Satz "Gib ihm insgesamt das Gefühl, er hat dich unter Kontrolle"
=> Das ist ja eig ganz einfach wenn man in einer Beziehung lebt.

Also hab ich jetzt zwei weitere Männer dazugewonnen
 
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Alt 24.05.2015, 20:08
  #27
Catma
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Bin ja neugierig wie läufts eigentlich mit deinen beiden Männern ä mit Milo & Pepper meine ich natürlich?
 
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Alt 06.06.2015, 07:00
  #28
Bine221
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Bine221
 
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Ja, ich würde auch gerne mehr wissen! Hast Du einen Update?
BYe Bine
Bine221 ist offline  
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angstverhalten, scheu, sicherheit geben, ängstliche katzen

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