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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 17.11.2019, 10:04
  #16
Usambara
Saggsnveilchen
 
Usambara
 
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Beiträge: 31.666
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Zitat:
Zitat von Samra Beitrag anzeigen
Und die Leid tragenden sind die Katzen.

Massiver Zahnstein führt sehr oft zu Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischrückgang und Beschädigung der Zähne . Also ja, das Zeug muss runter.

Ein riesen Problem ist auch FORL. Das kann nur mittels Dentalröntgen erkannt werden und dazu ist nun mal auch eine Narkose notwendig. Wählt man da wie bereits erwähnt nicht die billigste Variante ist das Risiko relativ gering.
Da bin ich ganz bei dir....
Und bei dieser kurzen Diagnose oder Sedation (für das professionelle Entfernen des Zahnsteins mit Ultraschall und nachfolgender Fluoridbehandlung)
bietet es sich an (für mich selbstverständlich) die Zähne dental röntgen zu lassen um ggf. FORL zu erkennen und bei der Gelegenheit gleich zu handeln.
Wenn man das alles vorher mit dem Tierarzt bespricht, lassen sich m.E. präventiv weitere Narkosen dezimieren.

Zähne putzen ist natürlich die 1. Wahl.....hift aber auch nicht gegen FORL!!
Usambara ist offline  
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Alt 17.11.2019, 12:47
  #17
Jag
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 120
Standard

@Liana40

Mach dich wegen dem Zahnstein nicht zu verrückt.

Du wirst es nicht gänzlich verhindern können und ist abhängig vom Speichelfluss, Speichelzusammensetzung, Nahrung, Mundflora, ph-Wert und vielem mehr....

Der Zahnstein selbst ist nichts anderes als der sichtbare mineralisierter Biofilm bzw. Plaque oberhalb des Zahnfleischsaumes (supragingival) und ist nicht zu verwechseln mit "Konkrement" in etwaig entstandenen (subgingivalen) Zahnfleischtaschen.

Biofilm und Zahnstein sind für sich ist im Grunde zunächst nicht per se pathogen!

Entscheidend ist, wie die Keimzusammensetzung darin ist (gute Keime-schlechte Keime).
Eine Entzündung entsteht also nicht regelhaft durch den Zahnstein selbst, sondern durch die darin enthaltenen pathogenen Keime/Bakterien.

Nochmal: Den Bakterien reicht schon der Biofilm bzw. Plaque aus!!

Was man im Verlauf dann ggf. (nicht zwingend!) sieht, ist üblicherweise eine "Gingivitis". Also eine klassische Zahnfleischentzündung.
Diese heilt normalerweise unter entsprechender Behandlung folgenlos aus!

Anders sieht es aus, wenn es zu einer Beteiligung subgingivalen Zahnhalteapparats kommt und sich eine Parodontitis entwickelt. Weil diese dann ein chronisches, nicht vollständig wieder heilbares Krankheitsbild darstellt.
(Das Thema würde hier ebenso wie FORL den Rahmen sprengen...……)

Richtig ist, dass der Biofilm und später Zahnstein diesen pathogenen Keimen bessere Vorrausetzungen bieten, um Schaden anzurichten. Insofern ist es in der Theorie sicher wünschenswert, diese zu reduzieren:

- mit mechanischer Intervention (Futter, Zähne putzen), um leidlich zu verhindern, dass sich der Biofilm wieder "verfestigt" bzw. mineralisiert.

Das muss aber in kurzen Abständen erfolgen, weil der Biofilm beginnt, sich innerhalb von wenigen Tagen wieder zu reorganisieren.
Das liegt also viel mehr Einflussbereich des Halters
, als beim TA......dort ist es als Einzelmaßnahme ziemlich witzlos, um nicht zu sagen "oft rausgeschmissen Geld".

(Bitte nicht selbst mit harten "Instrumenten" am Zahn oder Zahnhalteapparat rumfummeln!)

- artgerechtes, zuckerfreies Futter, große kaureinigende Fleischstücke usw.

- Das Immunsystem nicht unnötig supprimieren (Stress, Medikamente, AZ, usw.)

- Die Mundhöhle der Katze engmaschig in Augenschein nehmen und auf erste Entzündungszeichen, Schmerzzeichen achten.


Im echten Leben liegen da leider "Wusch und Wirklichkeit" bzw. "Theorie und Praxis" weit auseinander.

Wer seine mundgesunde Katze prophylaktisch und routinemäßig beim Tierarzt in Narkose legt, um Zahnstein zu entfernen, kann das natürlich tun.... und hoffen, dass es (der Katze) mehr nutzt als schadet.


Schönes WE
Jag ist offline  
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Alt 17.11.2019, 13:14
  #18
tiha
Forenprofi
 
Registriert seit: 2010
Alter: 55
Beiträge: 9.920
Standard

Zitat:
Zitat von Liana40 Beitrag anzeigen
Hallo,

ich barfe meine Katzen seit 7 Jahren. Sie haben beide sehr schlechte Zähne, jedes Jahr muss viel Zahnstein entfernt werden.

Hat jemand einen Tipp, was ich dagegen tun kann? Kann es am Barfen liegen?

Vielen Dank und Gruß
Liana40

Wie hier schon viele schrieben, ist Zahnstein individuell. Meine 6 Katzen hatten unterschiedlich gar keinen bis zu sehr viel Zahnstein, obwohl sie dasselbe zu fressen bekamen. Zähneputzen wäre gut und m.E. das einzig hilfreiche, aber das macht halt nicht jede Katze mit, schon gleich gar nicht, wenn sie schon älter sind und es bis dato nie kennengelernt haben.

Wenn du das nächste Mal Zahnstein entfernen lässt, dann lege ich dir sehr ans Herz, das bei einem Tierarzt zu machen, der ein spezielles (natürlich digitales) Zahnröntgengerät hat. In dem Alter deiner Katze ist Forl schon sehr häufig und wenn sie schon in Narkose gelegt wird, ist es absolut sinnvoll und wichtig, dass da die Zähne geröntgt und bei einer dann vorliegenden Forl-Diagnose direkt operiert also die Zähne gezogen werden.

Alles Gute für euch!
tiha ist offline  
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