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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 15.04.2019, 21:00   #1
Maravie
Neuling
 
Registriert seit: 2019
Beiträge: 1
Frage Lid-Tumor?!

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier im Forum und hätte gleich mal eine Frage.

Es geht um meine Katze Lille (eine weiße Perser(Mix?)Katze, Wohnungskatze, etwa 11 Jahre alt, seit 6 Jahren mit ihrem Katerkumpel bei mir).

Wir waren heute beim Tierarzt, wegen einer Kralle die ich nicht geschnitten bekommen hab, und ich hab ihm nochmal Lilles Auge gezeigt.

Sie hat am Unterlid vom rechten Auge einen schwarzen Knubbel, etwa stecknadelkopfgroß. Den hat sie jetzt schon seit etwa einem Jahr, er wächst nicht und verändert sich nicht. Die Tierärztin bei der ich vorher war meinte, dass besonders weiße Katzen sowas mit dem Alter mal kriegen, man daran aber, solange es die Katze nicht stört, nichts tun sollte.

Der Tierarzt heute hat aber gesagt, dass man das operieren sollte. Er hat es als Lid-Tumor bezeichnet, aber direkt gesagt, es wäre nicht bösartig.

Nun sitz ich zwischen den Stühlen. Sie muss sowieso demnächst in Narkose gelegt werden, weil die Zähnchen gemacht werden. Da wäre es dann ein guter Moment. Aber ist es das richtige?

Es scheint sie bisher null zu interessieren, sie ist nie mit der Pfote dran, das AUge ist nicht gerötet... Ich hab Sorge, dass eine OP eher dazu führt, dass es juckt und sie dann dummes Zeug macht? Andererseits hab ich eben ein bisschen gegoogled, und da stand, dass Augenlid-Tumore bei Katzen häufig bösartig sind. Kann ein Tierarzt das so mit einem Blick bestimmen, ob gut- oder bösartig?

Mir schwirrt der Kopf und ich will nur das Beste für meine Katze. Könnt ihr mir vielleicht ein bisschen was hilfreiches sagen?
Vielen Dank und viele Grüße
Maravie ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 15.04.2019, 22:57   #2
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
Registriert seit: 2013
Ort: Klein-Sibirien
Beiträge: 13.098
Standard

Ob ein potentieller Tumor bösartig ist, kann nur die Pathologie klären. Und bei einer unklaren Umfangsvermehrung würde ich auch zu einer OP raten, zumal du ja ohnehin die Zahnsanierung geplant hast.

Ich würde mindestens eine Biopsie machen lassen, um die Frage der Bösartigkeit zu klären. Dafür würde man etwas von dem potentiell betroffenen Gewebe entnehmen, z. B. ausstanzen, und untersuchen.
Bei lokal klar begrenzten und sehr kleinflächigen Veränderungen der Haut kann man auch das komplette Gewebe ausstanzen lassen, soweit ich weiß.

Bei welchem Tierarzt lässt du die Zähne machen? Bitte besprich die Lidgeschichte mit ihm bzw. spann die beiden TÄe zusammen, dass sie abklären, wie weiter vorgegangen werden soll!

Wenn sich da im Augenblick nichts rührt und alles unauffällig wirkt, könnte auch eine gesonderte OP für das Unterlid gemacht werden. Ob das mehr Sinn macht als beides auf eins, können die beteiligten TÄe am besten selbst abklären.

Und du könntest auch einen Tieronkologen mit zu Rate ziehen, um die Frage eines Tumors zu klären. Es wäre denkbar, dass es sich um ein Plattenepitelkarziom handelt (eine Art von Hautkrebs); die lassen sich oft sehr gut operativ entfernen und streuen auch nicht so leicht.
Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass Gewebe entnommen und pathologisch untersucht wird!

Alles Gute für deine Süße!
nicker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2019, 06:16   #3
Puschlmieze
Forenprofi
 
Puschlmieze
 
Registriert seit: 2013
Ort: Unterfranken
Beiträge: 1.971
Standard

Unser Kater Sunny ( cremefarbig mit heller rosa Haut ) hatte auch so einen Knubbel am Unterlid. Dieser war schwarz/braun und hatte auch ca.die Grösse eines Stecknadelkopfs. Es hieß das wäre ein gutartiger Tumor. Da es Sunny nicht störte und der Knubbel nicht weiter wuchs, riet uns die Augenärztin von einer OP ab. Sunny war allerdings auch schon 17 und das Narkoserisiko dementsprechend hoch. Eines Tages musste ich Sunny die Augen abwischen und kam auch an diesen Knubbel dran. Scheinbar übte ich etwas zuviel Druck aus, denn plötzlich kam da so eine Art fester Pfropfen heraus und der Knubbel war weg bzw.hinterlies eine kleine Mulde Im Nachhinein stellte sich das als eine Art Ablagerung heraus. Wir waren natürlich total erleichtert. So etwas kann es auch sein.

Dennoch stimme ich Nicker zu, das eine Biopsie sehr sinnvoll wäre, zumal ja sowieso eine Narkose angedacht ist. Dann hat man Gewissheit
Puschlmieze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2019, 07:21   #4
Elvira B.
Forenprofi
 
Elvira B.
 
Registriert seit: 2017
Ort: Gera
Alter: 69
Beiträge: 1.446
Standard

Meine Geli, Zwergpudeldame, hatte auch einen Lidrandtumor, über längere Zeit, das es auch schon ne ältere Dame war, hab ich erstmal abgewartet und später dann mit der Leistenbruch-OP machen lassen, er war auch gutartig.

Es wurde ein kleiner Keil aus dem unteren Lid entnommen, um den Tumor zu entfernen, wa natürlich einige Tage dann für den Hund sehr unangenehm war, es hat gespannt, aber das Lid weitet sich wieder und als die Fäden raus waren, war der Spuck vorbei

Alles Gute
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