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Alt 10.10.2018, 13:22   #1
rlm
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rlm
 
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Standard Entscheidung bei Melanom Iridis

Hallo,

mein Ninchen ist 10,5 Jahre alt, sie hat seit gut 2,5 Jahren schwarze Punkte im Auge, Diagnose Melanosis Iris. Sie befindet sich vierteljährlich zur Kontrolle in der Uniklinik. Leider ist auch eine Vergrösserung feststellbar sowie auch eine Veränderung, sieht irgendwie samtig aus an einer Stelle sagt die Augenärztin. Da sich diese Stelle etwas versteckt befindet, kann es auch möglich sein, dass dies bei vorheriger Kontrolle nicht so sichtbar war, es also keine akute Verschlechterung ist.

Die Vergrösserung und Veränderung sind kein positives Zeichen. Sicher ist, dass so etwas auf tumoröses Geschehen hindeutet. Dies kann ganz schnell der Fall sein, könnte aber auch sein, dass es sich mit der durchschnittlichen Lebensdauer der Katze erübrigt.

Ich und mein Bauchgefühl nach Drüberschlafen tendieren sehr, nun das Auge kurzfristig entfernen zu lassen. Möchte aber auch nicht ganz überstürzt handeln und gern hören, wie andere entschieden haben und wie es ausging (auch wenn natürlich jeder Fall anders ist und man nichts vorher sagen kann).

Das nächste Problem ist, dass Nini eine noch nicht therapiebedürftige HCM hat, welche sich durch eine Narkose natürlich auch verschlechtern kann. Anderenfalls kann diese sich auch so verschlechtern und das Narkoserisiko wird auch nicht besser. Also wenn man sagt, man geht bzgl. Auge den sicheren Weg, kann es sein, man macht an anderer Stelle etwas kaputt.


weitere Gedanken, inwieweit ''merkt'' eine Katze, wenn ein Auge fehlt?
Kann sie im Freigang in der Höhe (klettert oft die Leiter hoch aufs Dach vom Nebengelass und wieder runter) Probleme haben und die Lage verpeilen?
__________________
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Alt 10.10.2018, 15:40   #2
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Standard

Mit der Erkrankung selbst habe ich keine Erfahrung, wohl aber mit der Entfernung eines Auges. Dickie verlor mit 11 Jahren sein rechtes Auge als Folge eines Glaukoms. Er brauchte zwei, drei Tage, um sich neu zu orientieren, dann kam er aber wunderbar mit dem einen Auge klar. Er war ja ebenfalls Freigänger, eine Beeinträchtigung habe ich nie gemerkt und seiner Fähigkeit, aus großer Entfernung Mäuse zu entdecken und zu erbeuten, tat das auch keinen Abbruch.

Auch zum Thema HCM und OP kann ich etwas beitragen. Dickie hatte mit 13 eine Zahnsanierung, bei ihm lag ebenfalls eine geringgradige und nicht behandlungsbedürftige sekundäre HCM durch die SDÜ vor. Er hat die OP sehr gut überstanden.

Gestorben ist er ein Jahr später an dem verdammten Krebs, nicht an seinem Herzen. Das war bis zu seinem Tod nicht behandlungsbedürftig.
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Lieben Gruß von Hexe, Merlin und Haushälterin Silvia und Sternchen Mephisto für immer im Herzen.
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Alt 10.10.2018, 16:09   #3
nicker
ruritanische Hofberichterstattung
 
nicker
 
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Beiträge: 11.287
Standard

Meine Sternchen Nicki und Nine hatten beide Probleme mit den Augen. Der Nickerkater war von Anfang an halb blind (so hatten wir ihn aus dem Tierschutz bekommen) und kam wunderbar zurecht - meine Katzen allerdings sämtlichst in reiner Wohnungshaltung.
Nine erblindete irgendwann im Lauf ihres Lebens am nicht erkannten Glaukom und Bluthochdruck. Sie bewegte sich auch als Blindchen mit absoluter Sicherheit; die Ärzte wollten mir nicht glauben, dass sie nicht sehen kann, obwohl wir aus der Augensprechstunde die positive Gewissheit hatten, dass beide Sehnerven komplett verkümmert waren infolge des beidseitigen Glaukoms.

Und auch Moody mit seinem Matschauge klettert und springt mit absoluter Sicherheit.

Bei Freigang ist das sicherlich noch wieder etwas anderes, rlm, aber denk doch auch mal an Liese, das Blindchen hier im Forum, das nach dem Autounfall trotz Erblindung wieder rausgeht.

Wahrscheinlich sollte man den Freigang einschränken, ich denke da an Kfz-Verkehr, aber Klettern und Springen sollten zumindest bei eingeschränktem Sehen (also nicht vollständiger Erblindung) kein Problem darstellen.

Zum Thema HCM kann ich nicht beitragen, aber der Nickerkater wurde auch noch im Seniorenalter seiner großen (mehrstündigen) FORL-OP unterzogen; da muss er ca. 12 oder 13 Jahre alt gewesen sein. Probleme gab es da nicht, und Nicki war auch schnell wieder fit.

Alles Gute für deine Nini!
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LG
tini & das Ori-Konzert

Handicats: sie sind nicht perfekt, aber glücklich!
(c) handicapkatzen.info
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Alt 12.10.2018, 11:56   #4
rlm
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rlm
 
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Vielen Dank für eure Berichte. Es ist schon mal beruhigend, zu wissen, dass die Lieben so gut klar kommen.

Es tut einen in der Seele weh, sie zur OP abzugeben um so etwas machen zu lassen. Hinzu kommt, sie weiss ja nicht warum man das machen lässt. Nach z. Bsp. einer Zahn-OP wissen sie es.

Abzuwägen welche Gefahr grösser ist, geht irgendwie auch nicht wirklich, da sich die Entwicklung des Tumors im besten Fall auch noch hinziehen könnte.
Die Narkose nach ihrer Zahn-OP hatte dem Herzchen auch keinen Schaden gegegeben, doch die Gefahr ist halt da. Ich will es ja auch nicht bedenkenlos ausreizen.

Trotz allem Wenn und Aber neige ich weiterhin dazu, das Auge entfernen zu lassen. Denke aber, mir noch eine zweite Meinung einzuholen von einem anderen Spezialisten.

Liebe Grüsse
__________________
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Alt 15.10.2018, 15:30   #5
rlm
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rlm
 
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Ich habe nun doch ohne eine weitere Meinung einzuholen den OP-Termin gemacht. Es ist in Bezug auf die mögliche Entartung und Streuung einfach das sicherste.
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Alt 15.10.2018, 15:37   #6
doppelpack
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Bei uns hat es sich letztlich anders dargestellt, aber diese mögliche Diagnose stand im Raum und auch die Überlegung, was man damit dann machen würde.
Ich persönliche bin da klar pro OP und finde deine Entscheidung absolut nachvollziehbar.
Ninchen wird - so bin ich mir sicher - auch mit einem Auge zurecht kommen und man muss sich nicht irgendwann die Frage stellen, was wäre wenn man sich damals anders entschieden hätte.
__________________

Mehr Fotos von uns? Guck' doch mal hier: https://www.katzen-forum.net/galerie...mo-feivel.html
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Alt 15.10.2018, 16:11   #7
rlm
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Wie genau war es denn bei euch, Doppelpack?

Ja, zweites ist genau wie su schreibst.
Selbst wenn ich noch 2 andere Meinungen hätte, bleibt die grosse Ursicherheit, und was ist dann, wenn es anders ausgeht. Allein das es sich so vergrössert, spricht schon dafür. Mit Sichtbarkeit der Veränderung kann es ja sowieso schon gestreut haben.

Ist halt alles relativ, bei Katzen bei denen man vor vollendeten Tatsachsen stand mit Todesurteil, wäre man glücklich darüber gewesen, ''nur'' ein Auge entnehmen lassen zu müssebn.
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Alt 19.10.2018, 10:57   #8
rlm
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Ninchen hat die OP gestern gut überstanden.

Ist doch irgendwie ein Schock und tut verdammt weh. Aber Ninchen ist tapfer.

Das Ergebnis haben wir Mitte nä. Woche.
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Alt 19.10.2018, 12:00   #9
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Sehe jetzt erst, dass Du Dich zur OP entschieden hast und dass schon alles vorbei ist.

Dann drücke ich Euch mal ganz fest die Daumen, dass es nichts Bösartiges ist und das Ninchen ganz flott wieder auf die Pfötchen kommt.
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Alt 19.10.2018, 17:14   #10
rlm
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rlm
 
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Beiträge: 15.475
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Ich danke dir, Silvia.

Ninchen erfreut sich wirklich schon wieder.

Gestern hatte ich es aber echt bereut, da fiel mir nur noch alles gegensätzliche ein ...

Unter anderem, ob sie wohl Kopfschmerzen kriegt wenn die Anstrengung beim Gucken nun so gross ist.
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