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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Alt 14.12.2011, 01:34
  #1
Stellafilante
Neuling
 
Registriert seit: 2011
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Beiträge: 4
Standard Akuter Herpesschub

Hallo ihr Lieben,
ich bin neu und hoffe daher, dass es (obwohl das Thema schon oft hier vorhanden ist) in der Situation noch nicht geschrieben/diskutiert wurde.
Zudem muss ich dazu sagen, dass ich als Fast-Tierärztin auch kein Laie auf dem Gebiet bin und trotzdem um eure Erfahrung bitte. :-)
Mein Kater Leon ist mittlerweile 7. Wir haben ihn seit fast 4 Jahren aus dem Tierheim, wo man uns sagte, dass er und sein Bruder den Katzenschnupfen als Welpen kaum überlebt haben und er auch dadurch einige Schäden hätte (schlechte Zähne, das Symblepharon im Auge,..). Es ist nie reaktiviert worden und seit 8 Wochen bald hat er eine starke Hornhauttrübung. Wir haben 3 Wochen mit Zovirax behandelt und nun seit Donnerstag durch einen Augenspezialisten mit FamVir, ImmuStim als Tabletten und mit Azyter, Virgan und Hyloparin zum Befeuchten lokal am Auge. Es scheint und scheint nichts anzuschlagen. Wie schnell wurde so etwas bei Euch denn besser? Und hat hier irgendjemand Erfahrung mit therapieresistenen Herpesviren oder hat jemand schon mal eine OP machen lassen müssen? Es tut mir so leid, ihn 13x am Tag quälen zu müssen, L-Lysin gegen wir auch bald seit 1,5 Wochen dazu. Die Augenärztin sprach von einer möglichen Transplantation, dann wären zwar die Limbalzellen wieder da und er könnte wieder besser sehen, aber das hindert ja den Herpes nicht und das kosmetische Augenmerk interessiert mich da momentan am wenigsten. Im April steht auch ein Umzug an, was auch wieder Stress bedeuten würde und ich bin da ein wenig hilflos. Es gibt ja im Internet 1001 Tipps und Möglichkeiten und es ist schon klar, dass jede Katze individuell reagiert, aber der Verlauf bei ihm macht mir schon Magenschmerzen (und natürlich auch dem Geldbeutel ). LG
Stellafilante ist offline  
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Alt 14.12.2011, 09:01
  #2
eireen
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eireen
 
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Beiträge: 2.163
Standard

Hallo und herzlich willkommen hier. Da hast du ja auch so ein Schätzchen ...

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Nickhautschürze gemacht. Schon vor 18 Jahren bei meiner Maggie, der damit das Auge gerettet wurde, und jetzt läuft seit 1 1/2 Wochen das kleine Pünktchen mit Nickhautschürze beidseitig herum. Pünktchen hatte auch beidseitig trübe Hornhaut und Verklebungen, die gelöst wurden. Danach sah es auch nicht nach schneller Heilung aus und auf manche Salbe reagierte er eher negativ.
Deshalb habe ich (und der TA natürlich) mich auch hier für die Nickhautschürze entschieden.

Er kommt damit gut zurecht, dass er nun gar nichts mehr sieht (vorher auf einem Auge wenigstens ein wenig) und trägt nicht mal einen Kragen (dagegen hat er sich mit allen Kräften und einer wahnsinnigen Ausdauer gewehrt und da er ja noch recht klein ist und alle Kragen zu groß, hat er es immer wieder geschafft, sich des Dingens zu erwehren und *klopfaufholz* es geht auch ohne.
Er tobt mit seinem Brüderchen durch die Gegend als wäre nichts.
Wenigstens 14 Tage soll es so bleiben, wenn möglich länger. Wie es dann aussieht, kann ich dir dann später sagen.

Ich hatte hier jetzt aber auch schon von Linsen gelesen ...

Auf jeden Fall: es dauert einfach. Ich drücke dir und dem Kater die Daumen!
eireen ist offline  
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Alt 14.12.2011, 10:11
  #3
Louis-Monty
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Louis-Monty
 
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Beiträge: 1.687
Standard

Hallo Stellafilante!

Nur zum Verständnis: Was genau ist nie reaktiviert worden?

Steht denn fest, dass die Hornhauttrübung den Herpesvirus als Ursache hat oder kommt vielleicht etwas anderes in Frage, eine Verletzung durch Herumtoben etc.?

Ich habe hier auch so ein Herpesfellchen sitzen mit einer mittlerweile zum Glück leichten Augentrübung und wir haben gute Erfahrungen mit Fucithalmic gemacht. Das hat auch den Vorteil, dass es nur 2x täglich gegeben wird. Die Trübung hat sich stark verbessert, wird bei uns aber niemals ganz weggehen.
Louis-Monty ist offline  
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Alt 14.12.2011, 10:36
  #4
Stellafilante
Neuling
 
Registriert seit: 2011
Ort: in München-Moosach
Beiträge: 4
Standard

Ich danke Euch.

Ein Abstrich wurde bislang noch nicht gemacht. Die eine Vertretungstierärztin sprach mal davon, aber alle anderen scheinen fest von Herpes auszugehen (anhand Vorgeschichte, nur ein Auge betroffen,.. und gehen evtl. vorhandene Chlamydien kriegt er das Azyter).
Die Verklebungen und eine leichte Trübung wird wohl auch immer bestehen bleiben, aber dennoch müsste man doch wenigstens eine minimale Besserung irgendwann sehen, oder nicht? Vielleicht würde dann auch ein anderes Mittel wie Nodose oder Fucithalmic anschlagen.
Ich weiß nur, dass man beim Menschen wohl teilweise so vorgeht, dass man erst die entsprechend schlimmen Bereiche entfernt und das dann mit Virostatikum angeht.
Bei der o.g. Transplantation würde man Zellen aus dem "gesunden" Auge ins betroffene Auge transplantieren. Diese Limbalzellen, die wohl für die Trennung zwischen Lidbindehaut und Augapfelbindehaut wichtig sind, werden beim Herpes zerstört und so kommt es zu diesen Verwachsungen und Verklebungen und diese Zellen würde dann dann wohl "ersetzt" werden. Aber ich frage mich dann halt, ob es schlau ist, das derzeit gesunde Auge damit auch noch zu reizen und theoretisch hilft mir die Transplantation ja auch nicht gegen den akuten Schub. Dann habe ich für viel Geld ein "neues Auge" und wenn der Herpes die Zellen dann beim nächsten Mal angreift, sieht es wieder so aus wie vorher. Darum wollte ich nur mal fragen, welche Erfahrungen ihr so habt und was man am besten macht, wenn keine der bisherigen Salben anschlagen. Katzenliebhaber, weißt du, was aus den Katzen geworden ist, wo es einfach so stagnierte? Ich kann einfach schwer einschätzen, wie lange und was alles probiert werden sollte. Da gehen ja die Meinungen auch riesig auseinander. Die Einen sagen, wenn das Aciclovir im Grunde nichts bewirkt hat, wirken die anderen Salben vermutlich auch nicht, weil die ja schon alle ähnlich wirken. Andererseits wäre es natürlich schade, wenn er auf Salbe Nr. 5 angesprochen hätte und wir frühzeitiger aufgeben. Andererseits bin ich ein großer Verfechter von Lebensqualität im Sinne des Tieres. Und dieses 13x und mehr am Tag und womöglich dauerhaft zu schmieren ist sicherlich (natürlich immer individuell abhängig) für Leon unangenehmer als theoretisch 1-2x im OP und danach Ruhe. Schön zu lesen, dass sich deine Katzen mit der Nickhautschürze so gut machen, Eireen! Man sagt ja auch immer, dass Katzen mit einem Auge oder blind ganz gut zurecht kommen und Leon dürfte mittlerweile auch sehr wenig durchs betroffene Auge sehen können, aber gerade auch als Wohnungskater macht ihm das nichts. Da ist diese Tour mit dem Geschmiere wesentlich stressiger. Und ich bewunder wirklich alle, die das auf Dauer so mitmachen. Ich liebe meine Kater über alles, aber wie sollte ich ,wenn ich nicht gerade im 3. Staatsexamen dauernd zuhause sitzen würde, 13x am Tag Tropfen und Salbe in den Kater kriegen 4 Wochen lang?
Ouzo, vermutlich hast du Recht und die Schäden sind einfach so groß, dass die Mittel deswegen nicht mehr anschlagen können. Ich muss da wohl auf den Kontrolltermin warten und denen vertrauen, was wir weitermachen.
Stellafilante ist offline  
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Alt 14.12.2011, 10:44
  #5
Stellafilante
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Registriert seit: 2011
Ort: in München-Moosach
Beiträge: 4
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Hatte eigentlich jemand von Euch mal Nebenwirkungen von diesen Medikamenten oder geht das in der Regel schon gut aus? Die sind ja theoretisch schon ganz ordentlich knochenmarkschädigend.

Ouzo, diagnostisch ausgeschlossen wurde noch gar nichts. Laut der TÄ dort wären Mykoplasmen nicht einseitig und Chlamydien (falls vorhanden) mit dem Azyter jetzt besser.
Stellafilante ist offline  
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