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Alternative Heilmethoden Hier geht es um alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Homöopathie, TCM, ...


Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 01.11.2018, 21:25   #1921
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Zitat:
Zitat von little-cat Beitrag anzeigen

Karneval geht aber erst am 11.11. los. Du bist zu früh dran
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Alt 01.11.2018, 23:15   #1922
Nimsa
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Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen
Klares JA.
Durchaus vorstellbar, dass die Industrie hier mit dem Glauben spielt und davon auch rentabel profitiert.

ABER:
HP/Naturheilkunde gab es sehr lange! VOR der synthetischen Chemie.
Nur mal so ein Beispiel "Morosche Karottensuppe".
Es ist biochemisch nachgewiesen, dass hier sogenannte saure Oligogalakturonide- die im Darm an Krankheitskeime andocken- bei der Heilung helfen.
Kein Glaube sondern wissenschaftlich erwiesene Tatsache.

Der HP-Lobby steht eine milliardenschwere Pharmaindustrie gegenüber.
Es gibt unzählige Beispiele für NICHTINTERESSE der Pharmaindustrie an Studien (Hanf, Methadon, die komplette Phytotherapie).

Wer in sein Tier Chemie mit zig Nebenwirkungen reinknallen will soll das tun.
Das Gute an HP -richtig angewandt - ist, dass es keine Nebenwirkungen gibt.
Naja auch Pflanzen bestehen aus Chemie letztlich. Naturheilkunde ist sehr alt. Gab ja auch nur die zuerst. HP dürfte nicht allzu alt sein. (1798 übrigens hat man diese Form der Potenzierung eingeführt)
Außerdem ist ein pflanzliches Heilmittel sehr hoch dosiert. Ein HP Mittel jedoch so sehr verdünnt, das kein Wirkstoff mehr nachgewiesen werden kann! Da muss man differenzieren.
Und wenn man keine Wirkung hat, dann auch keine Nebenwirkungen. Logisch.

Geändert von Nimsa (01.11.2018 um 23:22 Uhr)
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Alt 02.11.2018, 08:47   #1923
A (nett)
Himbeertoni
 
A (nett)
 
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Dann will ich aber auch noch mal ein bisschen klugsch****:

Homöopathie ist ein Teil der Naturheilkunde, eins von vielen naturheilkundlichen Verfahren.
Danke... mit Dir klugsch**** ich am liebsten


Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Ansonsten ist diese Diskussion hier so überflüssig wie ein Kropf. Das war schon vor Jahren so, das wird sich auch so schnell nicht ändern.
Stimmt leider

Zitat:
Zitat von Nimsa Beitrag anzeigen
Und wenn man keine Wirkung hat, dann auch keine Nebenwirkungen. Logisch.
Wenn man dem Thema wirklich unvoreingenommen ggü. stünde, wüsste man, dass in Zusammenarbeit mit renommierten Forschungseinrichtungen der therapeutische Nutzen der (Tier)Arzneimittel in Studien nachgewiesen werden konnte.
Ein Klassiker der HP ist Traumeel.
Hier gibt es eine Studie im direkten Vergleich mit Diclofenac.
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/...111/ijcp.12219
Und die Mutter/Kind bzw. Haustier/Halter Beziehungen sind in der Studie doch recht übersichtlich.

Ich halten Schulmedizin für sinnvoll und nützlich, fände es aber auch fair, wenn die Gegner der HP, die außer dem Placeboeffekt keine weiteren sinnvoll verwertbaren Argumente haben, die HP nicht verunglimpfen nur weil sie den Ansatz dahinter nicht verstehen können/wollen.
A (nett) ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2018, 09:23   #1924
t.klebi
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Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Gebetsmühlenartig immer wiedef den selben Stuss wiederholen macht die Aussage trotzdem nicht richtiger.
Persönliche Diffamierungen gepaart mit bloßen Behauptungen lassen jegliche Diskussionskultur vermissen.
Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Weder Tiere noch Kleinkinder intressierts auch nur nen Jota ob Mama an was glaubt oder nicht.
Es wurden dir hier schön genügen Artikel verlinkt, welche dir die "Wirk"mechanismen von Homöopathie bei Kindern und Tieren erläutert.
Wie wäre es denn, wenn Du dich mit diesen Argumenten auch mal konstruktiv auseinandersetzt? Über deine Gegenargumente kann man dann hier gern diskutieren.
Hier noch ein weiterer Artikel
https://www.zeit.de/2010/50/Homoeopathie-fuer-Tiere

Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
aber dann das sehr unglücklich gewählte 'Gedächtnis des Wassers' lächerlich machen.
Das "Gedächtnis" des Wassers ist gleichzeitig auch seine logische Krux. Verfechter der Homöopathie behaupten, dass selbst Mittel die von Hahnemann (gestorben 1843) noch selbst hergestellt wurden, heute noch wirksam sind.
Wenn also das Wasser so ein tolles Gedächtnis hat, warum erinnert es sich nur an einen Wirkstoff, und vergisst alle anderen Stoffe mit den es in Berührung kam? Partielle Amnesie?
Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Fakt ist, dass Studien zur Wirksamkeit von Homöopathie (oder anderen alternativen Heilmethoden) nicht gewollt sind (wie im Übrigen auch alle anderen Studien zur Wirksamkeit von guten gesund machenden (schul) medizinischen Wirkstoffen) eben WEIL diese Mittel den Profit der Pharmafirmen schmälern ohne Ende.
Lustig.
Die Pharmakologischen Lehren sind so alt und so erfolgreich wie die Menschheit.
Egal ob bei Naturvölkern, in der Antike, im Mittelalter oder in der Neuzeit.
Alle wendeten die gleiche Grundlogik bei der Dosierung an. Mehr von Substanz = mehr Wirkung.
"Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosierung macht, dass ein Ding kein Gift ist" Paracelsus 11.11.1493, † 24.09.1541

Und dann kam ein einzelner Mann mit Namen Samuel Hahnemann (1755-1843). Der sagte, wir machen das mal alles ganz anders und erfand 1810 mit seinem Werk "Organon der Heilkunde" die Homöopathie.
Zu dieser Zeit gab es noch gar keine Pharmafirmen. Trotzdem hat sich auch damals die Homöopathie nicht durchsetzen können.

In der Zeit des Dritten Reiches (einer Zeit sich jede Firma der Doktrin des Reiches unterwerfen musste) wurden die Lehren Hahnemanns wieder ausgebuddelt. Nur gelang auch damals kein Nachweis der Wirksamkeit. Deshalb wurden die Versuche wieder aufgegeben.

In sozialistischen und kommunistischen Gesellschaftsordnungen spielten/spielen Pharmafirmen keine Rolle. Warum konnte auch dort niemand die Wirksamkeit beweisen? Glaubst Du ein Mao, Stalin, Honecker oder Kim Jong Un interessierte ein Pharmakonzern, wenn man die eigenen Arbeitskräfte spottbillig mit wirksamen Medikamenten versorgen könnte.

Der einzig wahre Fakt ist:
Die Homöopathie bleibt den Beweis ihrer Wirksamkeit bisher schuldig.
Gemäß dem heuristischen Sparsamkeitsprinzip (Ockhams Rasiermesser) darf man keine neue Theorien schaffen, warum alle Nachweisversuche bisher versagten, sondern muss von der Unwirksamkeit der Homöopathie ausgehen.

Das Hauptanwendungsgebiet der Homöopathie sind Erkrankungen, die auch ohne ärztliche/medikamentöse Behandlung wieder heilen. Ein Schnupfen hält ohne Medikamente eine Woche an und mit Medikamenten sind es nur 7 Tage.

Dazu kommt der sehr wirksame Placeboeffekt. Ist der Patient dem Medikament positiv gegenüber eingestellt, wirkt es bzw. wirkt es besser. Dieser Effekt ist sehr gut erforscht und validiert.
Deshalb kann auch der Besuch bei einer Kräuterhexe objektiv wirksam heilen. Wir sind uns aber hoffentlich darüber einig, dass von den Zaubersprüchen der Hexe keine magische Wirkung ausgeht. (Obwohl: Beweise doch mal das Gegenteil. )

Es kommt noch dazu, dass in der heutigen Zeit in den Augen vieler die Schulmedizin per se böse Chemie ist. Das wirkt sich natürlich auch negativ auf den Behandlungserfolg aus.

Da wird die Homöopathie schnell zur positiven Ersatzreligion.

Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
Dann will ich aber auch noch mal ein bisschen klugsch****:

Homöopathie ist ein Teil der Naturheilkunde, eins von vielen naturheilkundlichen Verfahren.
Wenn schon klugsch**** dann auch bitte richtig.
Homöopathie hat mit der klassischen Naturheilkunde überhaupt nichts zu tun. Insbesondere bedient sich die Homöopathie nicht der in der Natur vorkommenden Mittel und Reize.

Die Homöopathie ist die Erfindung alleinig von Samuel Hahnemann und wird in seiner ursprünglichen Form seither praktiziert.
t.klebi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2018, 09:34   #1925
t.klebi
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Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen
fände es aber auch fair, wenn die Gegner der HP, die außer dem Placeboeffekt keine weiteren sinnvoll verwertbaren Argumente haben, die HP nicht verunglimpfen nur weil sie den Ansatz dahinter nicht verstehen können/wollen.
Keine Argumente außer Placeboeffekt?
Wie wäre es denn, mit einem Beweis der Wirksamkeit, der sich nicht mit Placeboeffekten erklären lässt?

Seit dem Römischen Reich gilt der Grundsatz: necessitas probandi incumbit ei qui agit (lat.: die Beweispflicht liegt beim Ankläger)

Meine Güte. Wenn zwei Versuchsgruppen jeweils ein homöopatishces Medikament oder eben ein Placebo erhalten, dann sollte doch ein Unterschied zwischen den Gruppen feststellbar sein, oder? Diesen Unterschied konnte bisher noch niemand verifizieren.

Welche Erklärung (außer fehlender Wirksamkeit) kann es hierfür noch geben?
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Alt 02.11.2018, 09:38   #1926
saurier
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Zitat:
Zitat von t.klebi Beitrag anzeigen
[...] Dazu kommt der sehr wirksame Placeboeffekt. Ist der Patient dem Medikament positiv gegenüber eingestellt, wirkt es bzw. wirkt es besser. Dieser Effekt ist sehr gut erforscht und validiert. [...]
Das ist der Punkt - sie wirken sogar, wenn der Proband weiß, dass es ein Placebo ist *klick*, *klick*, *klick*

Und ja, er erklärt nun mal die "Wirkweise", ob man ihn nun gut findet oder nicht...
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Alt 02.11.2018, 09:58   #1927
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A (nett)
 
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Zitat:
Zitat von saurier Beitrag anzeigen
Das ist der Punkt - sie wirken sogar, wenn der Proband weiß, dass es ein Placebo ist *klick*, *klick*, *klick*

Und ja, er erklärt nun mal die "Wirkweise", ob man ihn nun gut findet oder nicht...
Ich bin offen für jedwede vernünftige Argumentation/Diskussion.
Anhand deiner Verlinkungen und der Aussage:
"Sie (Placebos) sind kein Wundermittel, aber sie können dabei helfen, dass Patienten sich besser fühlen", sagt Kaptchuk. Die Studie untermauere also einmal mehr, dass Scheinmedikamente klinisch relevant sind und tatsächlich helfen können." reiße ich doch jauchzend die Arme hoch und schreie HURRA
Ums mal einfach zu formulieren: Warum sollte ich also teure pharmazeutische Medikamente nehmen, die meinen Organismus hochgradig mit Nebenwirkungen belasten, was dazu führt, dass ich weitere pharmazeutische Medikamente nehmen muss, usw. usw... wenn es doch reicht Zuckerkullern für ein paar Cent am Tag zu lutschen???
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Alt 02.11.2018, 10:06   #1928
saurier
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Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen
[...] Ich halten Schulmedizin für sinnvoll und nützlich, fände es aber auch fair, wenn die Gegner der HP, die außer dem Placeboeffekt keine weiteren sinnvoll verwertbaren Argumente haben, die HP nicht verunglimpfen nur weil sie den Ansatz dahinter nicht verstehen können/wollen.
Wenn man etwas anzweifelt oder kritisch hinterfragt, um Belege bittet, verunglimpft man es doch nicht.

Verunglimpfungen habe ich hauptsächlich gegenüber Zweiflern gelesen, sie werden als minderbemittelt, Brett vorm Kopf, Schwachsinnredende etc. betitelt.

Ich finde gut, wenn man sachlich/faktenbasiert über etwas diskutieren kann und fand viele Aspekte hier sehr spannend (auf beiden Seiten). Ja, ich tendiere zu einer Seite, aber ich finde nicht, dass man sich deshalb beleidigen lassen muss, z.B. dass man nur deshalb dagegen sei, weil man - das steckt ja hinter der Formulierung - zu geistig eingeschränkt sei und/oder zu unsensibel sei, sich damit auseinanderzusetzen.

Ich habe immer geschrieben, dass es jeder für sich entscheiden muss, aber dass man sich eben erst einlesen sollte, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Leider lese/höre ich sehr häufig, dass man das 'empfohlen" bekommen hat und jetzt 'halt mal ausprobiert" - das kann, wenn man eben nur diese Art der wirkstofflosen Eingabe nutzt, zu schweren Schäden bei den Tieren führen. Und ich finde, das gilt es zu verhindern, denn mit etwas, was nachweislich nicht wirkt, kann man schwerlich einen Bruch, eine akute Entzündung etc. 'heilen'.

Zitat:
Zitat von A (nett) Beitrag anzeigen
Ich bin offen für jedwede vernünftige Argumentation/Diskussion.
Anhand deiner Verlinkungen und der Aussage:
"Sie (Placebos) sind kein Wundermittel, aber sie können dabei helfen, dass Patienten sich besser fühlen", sagt Kaptchuk. Die Studie untermauere also einmal mehr, dass Scheinmedikamente klinisch relevant sind und tatsächlich helfen können." reiße ich doch jauchzend die Arme hoch und schreie HURRA
Ums mal einfach zu formulieren: Warum sollte ich also teure pharmazeutische Medikamente nehmen, die meinen Organismus hochgradig mit Nebenwirkungen belasten, was dazu führt, dass ich weitere pharmazeutische Medikamente nehmen muss, usw. usw... wenn es doch reicht Zuckerkullern für ein paar Cent am Tag zu lutschen???
Warum musst du, wenn das so ist, überhaupt etwas nehmen? Vertraue doch deinen Selbstheilungskräften.

Aber um auf das, was ich oben schrieb, zurückzukommen: Wenn du weißt, WAS da wirkt, bist du genau an dem Punkt, den ich beschrieb. Solange aber behauptet wird (und das las ich öfter), Homöopathie wirke ganz anders, wenn man das nicht akzeptiere, sei man nur zu eingeschränkt, Placebo sei hier nicht relevant etc. dann finde ich das eben schwierig, zumal eben auch vielen nicht klar, ist, wie das Ganze wirkt.

Wenn man es weiß und trotzdem unterstützend gibt, soll man das, wenn man das will, gerne tun, ich halte es aber in dem Fall eben für völlig überflüssig, aber gut, das ist dann eben Einstellungssache.

Aber zu behaupten, es wirke - und zwar nicht aufgrund des Placebos - sehe ich eben als zumindest kritisch anzusehende Aussage an.
saurier ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2018, 10:43   #1929
Quiky
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Quiky
 
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Zitat:
Zitat von t.klebi Beitrag anzeigen

Es wurden dir hier schön genügen Artikel verlinkt, welche dir die "Wirk"mechanismen von Homöopathie bei Kindern und Tieren erläutert.
Richtig, zum grossteil reisserische Sensationspresse, die immer wieder auf dem ausgelutschten Placebo Thema rumeiern. Was - und ich sag es noch mal durch gebentsmühlenartige Wiederholung nicht richtiger wird.
Es ist und bleibt der verzewifelte Versuch irgendwelcher Leute, die im Angesicht der tatsächlichen Wirksamkeit von den 'Zuckerkügelchen' keinerlei andere Argumente haben um ihre Antipathie dagegen zu untermauern.

Wenn es so einfach wäre, könnte ich mein krankes Kind mit Gummibärchen behandeln und hätte den selben Effekt.


Zitat:
Zitat von t.klebi Beitrag anzeigen
Das "Gedächtnis" des Wassers ist gleichzeitig auch seine logische Krux. Verfechter der Homöopathie behaupten, dass selbst Mittel die von Hahnemann (gestorben 1843) noch selbst hergestellt wurden, heute noch wirksam sind.
Wenn also das Wasser so ein tolles Gedächtnis hat, warum erinnert es sich nur an einen Wirkstoff, und vergisst alle anderen Stoffe mit den es in Berührung kam? Partielle Amnesie?
Ein Gedächtnis des Wassers gibt es nicht. Das ist ein irreführender Begriff erfunden von Reportern, die nicht verstanden haben, was postuliert und im Übrigen gerade untersucht wird.
Nämlich schlicht und ergreifend ob Wasser Informationsspeichereigenschaften hat.
Und wieso dann die letzte ihm zugefügte Information dann auch am Präsentesten ist ..... wird ja gerade erforscht.
Mit Gedächtnis oder partieller Amnesie hat das nicht im Geringsten was zu tun.


Zitat:
Zitat von t.klebi Beitrag anzeigen
Lustig.
Die Pharmakologischen Lehren sind so alt und so erfolgreich wie die Menschheit.
Egal ob bei Naturvölkern, in der Antike, im Mittelalter oder in der Neuzeit.
Alle wendeten die gleiche Grundlogik bei der Dosierung an. Mehr von Substanz = mehr Wirkung.
Mal wieder nix verstanden.
Die Lehren sind wurscht. Hier und heute stehen knallharte wirtschaftliche Interessen von Aktiengesellschaften im Raum, die mit der Krankheit der Leute Geld machen.
Und das Prinzip viel hilft viel wurde schon seit Jahrhunderten als FALSCH erkannt.


Zitat:
Zitat von t.klebi Beitrag anzeigen
Der einzig wahre Fakt ist:
Die Homöopathie bleibt den Beweis ihrer Wirksamkeit bisher schuldig.
Nur weil wir noch nicht die korrekten Methoden gefunden haben (die Forschung an sowas wird ja sehr effektiv blockiert siehe oben) etwas was dermassen offensichtlich ja wirkt, auch wissenschaftlich zu verankern dass und warum es wirkt in Bausch und Bogen als unwirksam zu verurteilen ... nunja. Hätten das früher alle so gemacht, die Menschheit würde immer noch auf den Bäumen sitzen.

Dunkle Materie wird auch seit Jahrzehnten postuliert, beweisen dass es sie gibt kann bisher keiner, aber alle sind sich einig, dass es sie gibt und uns derzeit buchstäblich die Methoden und das Wissen zum Nachweis fehlen und man arbeitet mit Hochdruck und viel Forschungsgeld daran das zu ändern.
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Alt 02.11.2018, 11:32   #1930
saurier
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saurier
 
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Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
[...] Wenn es so einfach wäre, könnte ich mein krankes Kind mit Gummibärchen behandeln und hätte den selben Effekt. [...]
Versuche es doch einmal - gib ihm mit der selben Überzeugung, dass Globuli helfen, Gummibärchen anstelle der Globuli und du wirst denselben Effekt haben.

Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
[...] Richtig, zum grossteil reisserische Sensationspresse, die immer wieder auf dem ausgelutschten Placebo Thema rumeiern. Was - und ich sag es noch mal durch gebentsmühlenartige Wiederholung nicht richtiger wird.
Es ist und bleibt der verzewifelte Versuch irgendwelcher Leute, die im Angesicht der tatsächlichen Wirksamkeit von den 'Zuckerkügelchen' keinerlei andere Argumente haben um ihre Antipathie dagegen zu untermauern. [...]
Die Artikel basieren auf wissenschaftlichen Ergebnissen/Erkenntnissen, nicht auf irgendwelchen Spekulationen, daher verstehe ich nicht, wieso du den Fakt wieder und wieder verunglimpfst. Sie sind weder reißerisch noch von der Sensationspresse aufgenommen oder ist z.B. "Die Zeit" deiner Meinung nach ein Presseprodukt, dessen Reporter hauptsächlich unseriösen recherchieren und man Themen nur aufgreift, um 'reißerischen' Journalismus darzubieten?

Das, was du schreibst, kann man genauso umdrehen... Die ständige Negierung wissenschaftlich mehrfach unabhängig voneinander belegter Fakten ist und bleibt nun mal genau das: Eine Negierung ohne einen einzigen Beleg. Das macht die Argumentation leider weder nachvollziehbarer, noch gehaltvoller.

Aber muss man wieder zu solchen Formulierungen greifen? Wieso muss es wieder so unsachlich werden? Ich hatte das Gefühl, dass die Diskussion auf einem besseren Weg war, aber es hat wohl tatsächlich keinen Zweck, sich hier sachlich austauschen zu wollen, da das offensichtlich nicht gewollt ist.
saurier ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2018, 11:33   #1931
t.klebi
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Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Richtig, zum grossteil reisserische Sensationspresse, die immer wieder auf dem ausgelutschten Placebo Thema rumeiern. Was - und ich sag es noch mal durch gebentsmühlenartige Wiederholung nicht richtiger wird.
Nochmals. Deine bloße Behauptung ist kein Argument.
Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Es ist und bleibt der verzewifelte Versuch irgendwelcher Leute, die im Angesicht der tatsächlichen Wirksamkeit von den 'Zuckerkügelchen' keinerlei andere Argumente haben um ihre Antipathie dagegen zu untermauern.

Wenn es so einfach wäre, könnte ich mein krankes Kind mit Gummibärchen behandeln und hätte den selben Effekt.
Verzweifelte Versuche? Du behauptest eine "tatsächliche Wirksamkeit" jenseits von Placeboeffekten und kannst für diese Behauptung keine Beweise liefern.
Gleichzeitig forderst Du dein Gegenüber (in äußerst unhöflicher Art und Weise) auf, doch den Gegenbeweis anzutreten.

Übrigens: Wenn Du an die Wirksamkeit von Gummibärchen glaubst und dies deinem Kind so vermitteln kannst, werden die Gummibärchen helfen.

Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Nur weil wir noch nicht die korrekten Methoden gefunden haben (die Forschung an sowas wird ja sehr effektiv blockiert siehe oben) etwas was dermassen offensichtlich ja wirkt, auch wissenschaftlich zu verankern dass und warum es wirkt in Bausch und Bogen als unwirksam zu verurteilen ... nunja.
Die Forschung wird effektiv blockiert? Hast du dafür Quellen?

Wir haben noch keine korrekten Methoden die "offensichtliche" Wirksamkeit zu belegen?
Wir haben sogar äußerst ausgefeilte Methoden. Sogenannte Blindstudien.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blindstudie
Wenn in den Ergebnissen der Blindstudien von der "offensichtlichen" Wirksamkeit nichts mehr zu finden ist, ist das Medikament halt unwirksam.

Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Ein Gedächtnis des Wassers gibt es nicht. Das ist ein irreführender Begriff erfunden von Reportern, die nicht verstanden haben, was postuliert und im Übrigen gerade untersucht wird.
Nämlich schlicht und ergreifend ob Wasser Informationsspeichereigenschaften hat.
Das Wasser hat also kein Gedächtnis, sondern es speichert nur Informationen?
Merkst Du wenigstens, wie Du dir selbst widersprichst?
Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Und wieso dann die letzte ihm zugefügte Information dann auch am Präsentesten ist ..... wird ja gerade erforscht.
Welches ist denn die zuletzt zugefügte Information? Die Glaswand der Flasche? Eine Hautschuppe? Ein einzelnes Staubkorn? Hahnemann konnte seinerzeit niemals Reinraumbedingungen erzeugen.
Wir reden hier immerhin von Verdünnungen, bei welchem sich im "Medikament" statistisch gesehen nicht mal mehr ein einziges Molekül der Wirksubstanz befindet.

Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
Mal wieder nix verstanden.
Die Lehren sind wurscht.
Die Lehren sind "wurscht"?
Warum lässt sich die Wirksamkeit der jahrtausendealten Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) problemlos mit Blindstudien belegen? Viele Pflanzenheilstoffe (Opiate, Salicylsäure, Herzglycoside) sind übrigens auch in kommerziellen Medikamenten vorhanden.

Geändert von t.klebi (02.11.2018 um 11:37 Uhr)
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Alt 02.11.2018, 11:43   #1932
Kasi
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Ich schleich mich nur mal kurz in diese „Diskussion“, um @saurier und @t.klebi zu sagen, dass ich eure Gelassenheit wirklich bewundere. Daumen hoch. Für eine „sanfte Alternative“ zur Schulmedizin werden hier aber ziemlich scharfe Attacken gefahren.

Nach dem jämmerlichen Sterben einer Verwandten, die jahrelang den Weisungen ihrer Heilpraktikerin gefolgt ist und jede Behandlung durch Ärzte / Krankenhäuser abgelehnt hatte, habe ich mich sehr in das Thema Heilpraktiker / Homöopathie eingelesen. Am Anfang durchaus noch offen und interessiert, hab ich schnell realisiert, wie gefährlich dieser Glaube an völlig nutzlose Mittelchen tatsächlich ist.
Meine Verwandte hat brav ihr Globuli geschluckt, auch als ihre Lunge schon voll Wasser war, ihre Tumore offen durch die Haut eiterten und ihre Schulter durch Knochenmetastasen gebrochen war…
Leute, dass ein Mensch so dahinvegetieren kann – nur weil ihm von der Heilpraktikerin eine Scheißangst vor der „Schulmedizin“, Ärzten und Krankenhäusern eingeredet wurde, einfach schrecklich. Als sich letztendlich doch nach einem völligen Zusammenbruch mit dem Rettungswagen im Krankenhaus landete, war man dort schockiert von ihrem Zustand. Kein Mensch muss heute noch so jämmerlich sterben, wir sind doch nicht im Mittelalter!

Kennt ihr die Fakten zum Heilpraktiker (viele wissen das gar nicht!):
Man muss ein Mindestalter von 25 Jahren haben.
Ein Hauptschulabschluss haben.
Gesundheitszeugnis / polizeiliches Führungszeugnis nachweisen.
Einen Test (60 Fragen zum Ankreuzen + mündl. Prüfung) beim örtlichen Gesundheitsamt ablegen.
Für diesen Test, den man sooft wiederholen kann, bis man ihn endlich besteht, ist keine Ausbildung/Studium vorgeschrieben! Das heißt, hier wird unter Umständen Leuten eine Erlaubnis zur „Behandlung“ von Kranken erteilt, die noch nie praktisch am Patienten gearbeitet haben, sondern ihr Wissen aus Büchern angelesen oder in dubiosen Prüfungsvorbereitungskursen erworben haben.

Aber was noch viel schlimmer ist:
Ein Tierheilpraktiker ist eine Person, die ohne tierärztliche Approbation Behandlungen an Tieren ausübt. Die Ausübung dieses Berufes ist, anders als beim Heilpraktiker, gesetzlich nicht geregelt. Die Berufsbezeichnung Tierheilpraktiker ist nicht geschützt und kann von allen Personen geführt werden (siehe: BGH, Urteil vom 22. April 1999 - I ZR 108/ 97). Es gibt also Tierheilpraktiker, deren Kenntnisse auf einem Wochenendlehrgang beruhen,… (Wikipedia)

Natürlich ist mir – aus vielen fruchtlosen Diskussionen – völlig klar, dass sich Anhänger (und Leute die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten) auch davon nicht irritieren lassen und weiterhin davon reden, dass Zuckerperlen ohne nachweisbaren Wirkstoff Krankheiten heilen.
Ich hoffe einfach, dass sich ein paar Menschen, die noch nicht von diesem grassierenden Esoterikglauben angesteckt wurden, unabhängig informieren.
Kasi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.11.2018, 11:50   #1933
t.klebi
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Hier noch ein, wie ich finde, sehr schöner Artikel über die Funktionsweise von Homöopathie:
https://www.zeit.de/zeit-wissen/2010...omplettansicht
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Alt 02.11.2018, 13:09   #1934
Nimsa
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Ich bin aktuell selbst in Behandlung bei einem Heilpraktiker. Aber auch hier muss man differenzieren.
Es gibt Menschen, die ganzheitlich behandeln (was mir persönlich ein Rätsel ist, warum das nicht jeder Mediziner macht, wo es doch so logisch und wichtig ist).
Diese Menschen können dir alleine durch ihr Reden besser helfen als so mancher Mediziner - denn hier werden Punkte angesprochen, auf die mich selbst Fachärzte nicht aufmerksam gemacht haben (und die wirklich naheliegend sind). Da war ich wirklich baff.
Aber...
Ich war genauso bei zwei Allgemeinmediziner / Homöopathen in Behandlung - und das waren die puren Scharlatane die nur fröhlich Globuli verschrieben haben - und zwar mit dem Wissen im Leib, dass diese im Leben bei meiner Erkrankung nicht helfen können oder werden! Das würde jeder Heilpraktiker mit Verstand ausschließen - da bin ich sicher.
Mein Heilprakter sagt hier ganz klar - gewisse Dinge gehören in die Hände von Schulmedizinern. Heilpraktik ist kein Ersatz für eine medizinische Behandlung.
Es ist lediglich eine Unterstützung oder eine Alternative für die Bereiche, in denen die Medizin versagt.

Um noch mal auf die Globuli zurückzukommen: Die Studien hierzu muss ich mir mal in Ruhe anschauen. Das ist halt immer so ne Sache mit Studien. Da wird halt auch gern gefuddelt oder Dinge ausgelassen. Ähnlich wie Statistik. Da kann man sich nicht komplett drauf verlassen, denk ich. Das ist halt auch oft Marketing etc. - in meinen ersten Recherchen konnte ich nur finden, dass es keinen Beweis gibt der allgemein anerkannt ist.

Geändert von Nimsa (02.11.2018 um 13:12 Uhr)
Nimsa ist offline   Mit Zitat antworten

Alt 02.11.2018, 15:00   #1935
Quartett
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Zitat:
Zitat von Quiky Beitrag anzeigen
....


Nur weil wir noch nicht die korrekten Methoden gefunden haben (die Forschung an sowas wird ja sehr effektiv blockiert siehe oben) etwas was dermassen offensichtlich ja wirkt, auch wissenschaftlich zu verankern dass und warum es wirkt in Bausch und Bogen als unwirksam zu verurteilen ... nunja. Hätten das früher alle so gemacht, die Menschheit würde immer noch auf den Bäumen sitzen. ....
Rein aus Interesse hätte ich die Frage, ob denn die Homöopathie seit ihrer "Erfindung" durch S. Hahnemann auch in irgendeiner Weise weiterentwickelt wurde? Mir scheint es, als hätte sich zumindest in der klassischen H. da nichts getan, oder doch?

Btw @Quiky: Es mag ja sein, dass du dich bei dem Thema aufregst, aber durch dein Wortwahl schadest du der Sache eher als dass du ihr nutzt, das kann doch eigentlich nicht deine Absicht sein.
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