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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 01.12.2018, 15:55   #1
purecreek
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purecreek
 
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Standard Wann zum Tierarzt

Ich schreibe weil ich letzte Woche mit Nero in der Notaufnahme war. Ich bin ja jemand der nicht lange fackelt und sofort zum Arzt fährt. Zumindest wenn es um die Katzen geht

Nero kam nach einem Freigang zurück und mein Mann bemerkte eine blutige Wunde an der Schläfe. Sah nicht sehr groß aus, nässte aber und Nero war irgendwie komisch. Ich ihn also in unsere neue Supertransporttasche gepackt. War natürlich nach 20 Uhr also ab zur Klinik. Ich hatte vorher angerufen, um mich zu vergewissern, dass das jetzt nicht komplett hysterisch ist. Die Helferin sagte bei Kopfverletzungen würde sie immer nachschauen lassen.

Im Wartezimmer hat Nero sich fast ins die Hose gemacht. Er war totaaal brav. Anhand eines Q-Tipps konnte man sehen, das es zwei Bisswunden waren. Relativ tief, die Hälfe des Q-Tips verschwand. Der Arzt tippte auf anderen Kater. Ich vermute Marder. Alle anderen Kater flitzen um die Ecke, sobald Nero auftaucht. Marder gibt es hier einige. Die Verletzung am Kopf wurde versorgt udn ich musste ein Heidengeld latzen für Antibiotika. Die Behandlung war gar nicht so teuer, aber jetzt muss wohl immer ein Antibiogram gemacht werden. Man darf nicht einfach mehr ein Breitbandantitiokum geben.

Zuhause habe ich dann gegoogelt um mich und mein Portemonnai zu beruhigen. Wir haben wohl richtig gehandelt. Egal welche Bissverletzung es war, bei der Tiefe entzünden die sich fast immer. Nero ist topfit, keine Schmerzen, alles gut verheilt. Sollte es wirklich ein Marder gewesen sein, die übertragen wohl auch Leukose. Natürlich sind alle geimpft, aber bei einem heftigen Biss kann wohl doch was passieren. MannMannMann, ich kann nächste Woche nochmal anrufen udn fragen, was bei der Laboruntersuchung, die ich dazu buchen musste rauskam.

Was hättet ihr gemacht, wärt ihr auch sofort gefahren? Ich dachte Kopfverletzung vlt. irgendwo runtergefallen. Im Endeffekt war es teuer, aber auch sinnvoll? Diese Wunden schließen sich wohl schnell und ich rede mir jetzt ein, dass die schnelle Antibiotikagabe genau richtig war. Aber was für ein Stress. Man ist todmüde und gurkt dann durch die halbe Stadt, wartet stundenlang. Aber Hauptsache ist, es geht ihm gut
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Alt 01.12.2018, 16:10   #2
Irmi_
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Ich hätte wohl genauso gehandelt wie Du. Wenn meine Katzen "ein kleines bisschen komisch sind", dann ist es schon 5 vor 12. Die zwei versuchen wirklich alles vor mir zu verheimlichen.
Und wenn ich selbst von einer Katze gebissen werde, fahre ich auch sofort in die Notaufnahme. Ich hab genügend Resultate von Katzenbissen gesehen.
Marder stelle ich mir genauso schlimm vor.
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Alt 01.12.2018, 17:01   #3
schnurri01
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schnurri01
 
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Ich wäre auch sofort losgefahren
hätte sonst keine ruhe mehr gehabt
bei Bissverletzungen weis man nie was dahintersteckt

Du hast aufalle Fälle richtig gehandelt
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Alt 01.12.2018, 20:55   #4
Maiglöckchen
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Maiglöckchen
 
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Beiträge: 54.345
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Das war auf jeden Fall richtig.

Ich kann Dir nämlich erzählen, was passiert, wenn man eine Bissverletzung nicht rechtzeitig bemerkt. Das war nämlich vor einigen Jahren bei meinem Dicken der Fall. Er wurde wohl gebissen, der Biss schloss sich extrem schnell und saß zudem noch an einer Stelle, wo man Katzen nur selten knuddelt. Blut gab es keins, Kater benahm sich auch völlig normal.

Aber der Biss entzündete sich nach innen und die Entzündung hatte schon fast den Knochen erreicht, als er humpelnd nach Hause kam und ich ihn in die TK schleppte. Es war kurz vor knapp und uns beiden wäre einiges erspart geblieben, wenn man den Biss gleich gesehen hätte.
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Alt 02.12.2018, 02:15   #5
Hazelcats
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Hazelcats
 
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Du hast genau richtig gehandelt, da bin ich der gleichen Ansicht wie meine Vorschreiber.
Auch aus leidiger Erfahrung, besonders der letzten:
Sowohl mein Teddy wie auch Bonny hatten schon Abzesse nach Katzenprügeleien, die Bißstellen selbst waren erst nicht zu sehen, nach einigen Tagen aber durch die Beule des Abzesses. Den mußte der TA öffnen, spülen, AB-Gabe, einmal war eine richtige OP mit Nähen fällig.
Diesen Oktober toppte dann alles, Bonny kam mal sehr "gedämpft" heim, sprang sehr zögerlich von höheren Plätzen runter, ich dachte erst er hat sich mal wieder eine Prellung o.ä. zugezogen, denn ertasten oder sehen konnte ich nichts, er verhielt sich aber auch nicht dramatisch, hat ab und an solche Verletzungen. Eine Woche später hatte er dann am Ende des linken Vorderbeins eine Beule und man sah zwei Blutflecken, d.h. es war keine Prellung sondern eine Bißverletzung mit Abzeßbildung. Der Abzeß war schon von selbst aufgegangen, Bonny hatte kein Fieber und da es Samstag spät am Abend war, wollte ich unter den Umständen lieber bis Sonntag abwarten, wenn eine große TA-Praxis auf hat, der ich vertraue. Sonntag sah es aber bereits gut aus, keine Schwellung mehr, es heilte ab. So gut, daß ich auch Montag keinen Anlaß mehr sah unseren "Stamm-TA" aufzusuchen. Leider bildete sich am nächsten Samstag dann sichtbar eine neue Entzündung, die ehemahligen Bißstellen gingen wieder auf. Bonny gings ansonsten gut, also wollte ich Montag zum Stamm-TA, doch Sonntagabend sahs dann schon übel aus, die zwei Stellen war zu einer großen Wunde geworden, quasi wie ein Einschußloch.
Montag bekamen wir dann Ab vom TA mit, damit die Entzündung zurückgeht, Mittwoch wurde Bonny operiert, d.h. veränderte
Hautpartien wurden entfernt und dann die Wunde vernäht. Der Schaden innen war dann doch größer als geahnt und Bonny hatte eine etwa 10 cm lange Naht von der Schulter am Bein abwärts, denn weiter unten war noch ein Bißloch gewesen.
Es folgten mehr als 14 Tage AB, 10 Tage Hausarrest und letzteres war für alle anstrengend.
Die große Naht ist super verheilt, Katzenhaut heilt meist sehr gut und das ist auch das "Problem" bei den Bißverletzungen, denn unter der verheilenden Haut schwärt nach einem Katzenbiß häufig eine Entzündung.

Mein Fazit ist jedenfalls, nie wieder "erspare" ich Bonny den Streß eines TA-Besuchs, weil ich meine es heilt diesmal "so", nur weil es so aussieht, es hätte zwar gut ausgehen können, aber für den Fall daß nicht, so wie diesmal bei uns, sind die Folgen viel schwerwiegender.
Da ist es besser, einmal zu oft zum TA und AB, obwohl es vielleicht auch so gut ausgegangen wäre.
Bei Bißverletzungen am Kopf würde ich auch nie zuwarten, das Risiko ist höher bei Entzündungen, denn da geht es zu fix in brisante Partien und da ist auch kaum "verzichtbares" Fleisch.

Liebe Grüße
Karen
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Alt 02.12.2018, 05:13   #6
Okami
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Okami
 
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Alter: 25
Beiträge: 839
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Eigene Erfahrungen habe ich nicht, aber der Kater einer Freundin ist dieses Jahr ein paar mal in böse Auseinandersetzungen geraten, vermutlich ein neuen Kater in der Umgebung. Die Bisse waren jeweils nicht sofort zu sehen, die darauffolgende Entzündungen aber schon. Das ging rasend schnell innerhalb weniger Stunden, einmal war über Nacht der gesamte Vorderlauf massiv angeschwollen und er lag schon recht apathisch da. Ich würde auch bei Bissen niemals lange fackeln, das wird innerhalb kürzester Zeit so schnell richtig böse
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Alt 02.12.2018, 14:27   #7
AnnaAn
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AnnaAn
 
Registriert seit: 2010
Beiträge: 5.936
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ja natürlich hast du richtig gehandelt. Oder möchtest du einen Abzess an deinem Kater haben, der immer grösser wird, irgendwann aufplatzt und wer weiss was mit dem Tier macht?

Mein Kater hatte neulich auch sowas und ich bin auch abends spät los und was ist, der relativ kleine Einstich hat sich als grosse subkutane Wunder herausgestellt, die komplett gesäubert und genächt werden musst. Es wurde festgestellt, dass es nur unter der Haut war und nichts wichtiges verletzt wurde, aber man weiss ja nie und Wunden veschliessen sich so schnell, dass da alles hätte kaputt gehen können. Ich hatte für diesen Eingriff übrigens 390Euro gezahlt und zehn Tage Halsrkause plus Schmerzmittel plus Antibiotika für das Tierchen mitbekommen.

Also ich möchte nicht, dass an sowas leicht heilbarem mein Tier irgendwann von innen heraus verfault und verendet.
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