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Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen
Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.

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Alt 10.04.2013, 13:41   #1
Buchenblatt
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Standard OP bei unklaren Kniebeschwerden?

Ich würde gerne eure Meinungen zu folgendem Sachverhalt hören :
Mein Noah kam vor einigen Monaten stark humpelnd (rechtes Hinterbein) von einem seiner Ausflüge heim. Weil es nicht besser wurde, fuhren wir noch am gleichen Tag zur Notsprechstunde. Der TA hat uns beruhigt, konnte keinen Bruch oder Riss feststellen, wahrscheinlich "nur" eine Zerrung. Das Humpeln war bald verschwunden, aber beim Sitzen nahm Noah eine Schonhaltung ein, spreizte das Bein immer leicht ab. Also nach 2 Wochen nochmal zu unserem Haus-TA, mit dem gleichen Ergebnis: Knie leicht geschwollen,aber kein Bruch, der Schubladentest ergab auch keinen Hinweis auf einen Kreuzbandriss. Eine Zerrung/ Prellung könne durchaus auch mehrere Monate Beschwerden machen.
Das Ganze wurde dann auch besser, nur ein ganz klein wenig "schief" saß er ab und zu noch da.
Nun seit etwa 1 oder 2 Wochen fängt er wieder mit dieser Schonhaltung an. Er läuft und rennt vollkommen normal, aber beim Sitzen und Hocken spreizt er das Bein leicht ab. Also waren wir heute wieder beim TA, der Tastbefund ergab wieder eine leichte Schwellung am Knie, sonst nichts und er hat dann geröntgt. Das Röntgenbild zeigte eine ganz minimale/ beginnende Arthrose.
Wir wollen jetzt erst noch 2 Wochen versuchen, das Geschehen mit Medikamenten zum Beruhigen zu kriegen. Wenn das nichts bringt, steht die Frage einer OP im Raum. Evtl. ist ja doch ein Band gerissen oder es sind irgendwo Knorpelsplitter, die die Entzündung verursachen.
Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll, wenn es so weit kommt: die belastende OP machen lassen, ohne zu wissen, was eigentlich "kaputt" ist, danach wahrscheinlich wochenlange Schonung (bei einem Hardcorefreigänger ) oder nur medikamentös versuchen, die Arthrose zu stoppen, denn im Moment hat er ja keine riesigen Beschwerden, er springt, rennt und tobt, halt nur beim Sitzen das leichte Abspreizen.
Kann mir irgendwer Tipps/ Entscheidungshilfen geben? Hat wer Erfahrung mit Ähnlichem?
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Alt 10.04.2013, 13:52   #2
seven
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Ich würde auch nicht zu schnell operieren lassen. Wenn alles nichts hilft, dann muss es vielleicht sein, aber da würde ich noch ein bisschen warten. Zur Zeit ist das Wetter auch ziemlich feucht und kühl, sowas "kriecht" auch gerne in vorbelastete Gelenke. (Spüre ich an mir selbst übrigens auch )
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Alt 10.04.2013, 13:54   #3
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Danke für den Link . Ist zwar niemand in meiner Nähe dabei, aber das wird glaub ich sogar bei meinem TA angeboten, auch Physiotherapie. Ich weiß halt nur nicht, ob man damit nicht schaden kann, falls vielleicht doch irgendwelche kleinen "Absprengungen" die Entzündung auslösen. Andererseits widerstrebt es mir auch, so eine große OP mehr oder weniger auf Verdacht zu machen, nur um halt mal "nachzuschauen". Ach menno, weiß nicht, was richtig ist.
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Alt 10.04.2013, 13:57   #4
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Zitat:
Zitat von seven Beitrag anzeigen
Ich würde auch nicht zu schnell operieren lassen. Wenn alles nichts hilft, dann muss es vielleicht sein, aber da würde ich noch ein bisschen warten. Zur Zeit ist das Wetter auch ziemlich feucht und kühl, sowas "kriecht" auch gerne in vorbelastete Gelenke. (Spüre ich an mir selbst übrigens auch )
Tja, das wär zu schön, wenn die Beschwerden bei besserem Wetter wieder verschwinden würden .
Mein Süßer ist ja erst 4 Jahre alt, wär schon blöd, wenn die Arthrose wirklich richtig schlimm wird und er in paar Jahren nicht mehr vernünftig laufen kann.
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Alt 10.04.2013, 14:00   #5
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Zitat:
Zitat von tiha Beitrag anzeigen
Nein, schaden kann Akupunktur nicht, darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
Nein, die Akupunktur natürlich nicht, da hast du recht . Werde meinen TA das nächste Mal drauf ansprechen. Hatte da mehr an die Physiotherapie gedacht, dafür hat mein TA nämlich ne extra ausgebildete Schwester ;-).
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Alt 10.04.2013, 14:21   #6
Maiglöckchen
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Hallo Bettina,

bei Arthrose soll Goldakkupunktur sehr gut helfen.

Ich würde auch nicht auf gut Glück operieren lassen, sondern vielleicht noch einen Gelenkspezialisten zu Rate ziehen.

Mein Merlin hinkte vor zwei Jahren auch ganz plötzlich. Das Röntgenbild brachte wie bei Euch keinen Hinweis auf die Ursache, erst der Gelenkspezialist fand heraus, dass er eine Patella-Luxation (Kniescheibe rutscht heraus) hatte. Wir haben das durch eine THP mit Laser behandeln lassen, mit gutem Erfolg.

LG Silvia
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Alt 10.04.2013, 15:54   #7
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Zitat:
Zitat von Maiglöckchen Beitrag anzeigen
bei Arthrose soll Goldakkupunktur sehr gut helfen.
Hab ich noch nie gehört, aber werd mich mal schlau machen, danke .
Diese Patellaluxation sieht man die normalerweise nicht im Röntgenbild? Aber wie gesagt, Noah lahmt ja nicht, er hat anscheinend nur Schmerzen, wenn er das Knie beugt, wie beim Sitzen. Und diese Schmerzen kommen wahrscheinlich von der Entzündung und Schwellung.

Geändert von Buchenblatt (14.04.2013 um 14:03 Uhr)
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Alt 22.04.2013, 13:37   #8
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So, am Samstag hab ich das Metacam abgesetzt, heute waren wir wieder beim TA. Die Entzündung/ Schwellung am Knie ist immer noch da, 100%ig hat es eh nicht geholfen. Noah hat seine Schonhaltung zwar viel weniger eingenommen, aber ganz weg war sie nie.
Der TA rät nicht zwangsläufig zu einer OP, es wäre zwar eine Option, aber im Moment würde er das (wegen der realtiv geringen Beschwerden) nicht wirklich empfehlen. Wir haben auch über MRT gesprochen, zur genaueren Diagnostik, auch da hat er nicht unbedingt zugeraten: wegen der geringen Auflösung seien, gerade bei relativ kleinen Tieren wie Katzen, die Ergebnisse oft sehr unbefriedigend, sehr oft würde es auch nur auf Vermutungen rauslaufen, statt einer wirklich sicheren Diagnose.
So versuchen wir es jetzt erstmal mit Zeel + Physiotherapie mit Reizstrom und Ultraschall. Die erste Sitzung haben wir gleich abgehalten und die Massagen gingen mit viiiel Geduld ganz gut, beim Reizstrom war es dann leider vorbei. Nur unter heftigstem Festhalten wäre es evtl. noch gelungen, die Kontakte irgendwie an die Katz zu bringen, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Das nächste Mal werden wir es mit Ultraschall versuchen, aber wie ich meinen Kampfkater kenne, wird das nicht viel besser enden. Spätestens wenn man an die akut schmerzende Stelle kommt, hat er die Nase voll. Laut TA könnten auch Akupunkturversuche aus diesem Grund dumm ausgehen, drum nehmen wir auch davon erstmal Abstand.
Alles nicht so einfach mit den Miezen.
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Alt 28.04.2013, 08:56   #9
Jonika
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Hallo.
Was hältst du denn von Homöopathie? Grad bei solchen chronischen Sachen kommt man damit gut zurecht. Ich würde Rhus toxicodendron C30 als Globuli geben. davon 5 Stück und beobachten, ob es besser wird. Wenn ja, gibst du ihm die wieder, wenns wieder schlechter wird. Rhus tox hilft bei Arthrose sehr gut. Dulcamara kannst du auch probieren, gibt man bei Rheuma.
Bei der C30 Potenz kannst du nicht viel falsch machen. Wenn es nicht das richtige Mittel ist, hilft es eben einfach nicht.
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Alt 28.04.2013, 10:40   #10
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Zitat:
Zitat von Jonika Beitrag anzeigen
Hallo.
Was hältst du denn von Homöopathie?
Viel . Das Zeel, das er momentan bekommt, ist ja auch homöopathisch. Danke für die Tipps, ich werd mich mal schlau machen . Ausserdem werd ich für längerfristig noch Grünlipp-Muschelextrakt besorgen, das soll ja auch ganz gut helfen.
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Alt 02.05.2013, 09:43   #11
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Zitat:
Zitat von Buchenblatt Beitrag anzeigen
Ausserdem werd ich für längerfristig noch Grünlipp-Muschelextrakt besorgen, das soll ja auch ganz gut helfen.
Das bekommt die 11jährige Labbihündin meiner Chefin gegen ihre Arthrose und das hilft ihr sehr gut.
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Alt 06.05.2013, 14:56   #12
deichbrand
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Hallo Ihr, bin neu hier und möchte Dir gleich von meinem frisch (3 Wochen ist es her) operierten Ajo berichten der auch einen Kreuzbandruptur hatte und zwar vorne und hinten. Für mich kam nur eine O.P. in Frage weil die Gefahr von Arthrosen sonst um das vielfache höher liegen. Die O.P. würde ich allerdings nur in einer Klinik machen lassen, weil dort viel bessere Erfahrungen vorliegen. Ajo hat alles gut überstanden seinen Stützverband jetzt abbekommen und bekommt ab Freitag Physiotherapie. Natürlich belastet er das Bein noch nicht voll, geht auch garnicht. Ajo hat bei uns im Wohnzimmer ein großes Gehege bekommen und draußen (er ist Freigänger) haben wir für Ihn ein Areal abgesperrt damit er jetzt auch draußen sein kann. Natürlich kann er nirgendwo draufspringen und er darf auch keine Treppen laufen. Ich würde immer zu einer O.P. raten.

Gruß
Deichbrand
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Alt 06.05.2013, 21:24   #13
Buchenblatt
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Zitat:
Zitat von deichbrand Beitrag anzeigen
Ich würde immer zu einer O.P. raten.
Bei einem Kreuzbandriss ist das ja auch gängige Praxis, obwohl man auch immer wieder hört, dass das von allein ausheilen kann.
Noah hat aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein gerissenes Kreuzband. Das ist ja das Problem, dass es keine gesicherte Diagnose gibt. Weder lahmt er, noch hat er Schwierigkeiten beim Rennen oder Springen. Er kann "nur" sein Bein beim Sitzen nicht ordentlich anwinkeln.
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Alt 20.05.2013, 11:24   #14
Buchenblatt
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Da es hier keine Besserung gibt, hab ich morgen mit Noah einen Termin bei einem anderen TA, der sich wohl gut mit Gelenkproblemen auskennt. Bitte drückt uns die Daumen, dass Noah pünktlich nach Hause kommt und ich ihn zu fassen kriege und dass wir hinterher schlauer sind.
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Alt 20.05.2013, 16:26   #15
Ulpse
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Betti, ich drück die Daumen, daß Noah pünktlich zuhaus erscheintmund Ihr eine vernünftige Diagnose kriegt.
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